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Rezensionen verfasst von
sistor (Berlin)

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Zonenfußball: Von Wismut Aue bis Rotes Banner Trinwillershagen
Zonenfußball: Von Wismut Aue bis Rotes Banner Trinwillershagen
von Frank Willmann (Hrsg.)
  Broschiert
Preis: EUR 16,95

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Arme Bäume..., 13. Februar 2012
Schade um die Bäume, die für dieses Werk ihr Leben lassen mussten.

Das Buch umfasst eine willkürliche Ansammlung meist belangloser, inhalts- und blutleerer Geschichten, die teils direkt, teils nur entfernt mit Ostfußball zu tun haben. Auf mich macht das alles den Eindruck von Ergüssen Spätpubertierender.
Die wenigen Seiten mit den Autorenbiografien sind weitaus spannender und amüsanter zu lesen.

Wenige Ausnahmen seien aber aus Fairnisgründen hervorgehoben: Jochen Schmidt über Erinnerungen an sein erstens Stadionheft, Matthias Klaß über den Fußball in Eisenach, Thomas Franke und Marko Hofmann über Lok Leipzig.

Enttäuschend der zentrale Beitrag des Herausgebers Frank Willmann. Er hätte aus den Fakten durchaus einen informativen Beitrag schreiben können. Was amüsant klingen soll, liest sich aber oft lächerlich, gewollt lustig, im billigen Jargon. Die Fakten verlieren dadurch an Glaubwürdigkeit.

Der kurze Statistikteil ist recht originell - kann aber dieses Buch nicht mehr retten.


Kalt und Heiss: Die Magdeburger Rock- und Underground-Szene 1962-1989
Kalt und Heiss: Die Magdeburger Rock- und Underground-Szene 1962-1989
von Joachim Bornschein
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Informativ und nützlich trotz mancher Fehler, 22. August 2010
Es ist lobenswert, dass sich Autor und Verlag der Magdeburger Rockszene annahmen.

Der Autor hat dankenswerter versucht, möglichst viele Fakten zuammenzutragen und ein umfassendes Bild der Magdeburger Rockszene zu DDR-Zeiten zu zeichnen. Dabei ist ein schmales Bändchen herausgekommen, durchaus in gelungener Qualität, mit vielen Fotos.

Die Fakten stimmen leider nicht immer, insbesondere die Stationen der Musiker werden das eine oder andere Mal falsch dargestellt.
Prominentestes Beispiel: Der REFORM-Musiker Günter Fischer wird konsequent mit dem gleichnamigem Jazzer und Filmkomponisten und darüber hinaus auch noch mit dem gleichnamigen Gründer der vogtländischen Amateurkapelle SIMULTAN verwechselt.

Und auf so manche Deutung von Ereignissen hätte der Autor verzichten sollen. Da werden Mutmaßungen zu Tatsachen erhoben und statt sachlich zu berichten, wurde emotional bewertet.

Aber trotz dieser Kritk: Gut, dass es dieses Büchlein gibt!


Verdammt, wer hat das Klavier erfunden?
Verdammt, wer hat das Klavier erfunden?
von Thomas Natschinski
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

3.0 von 5 Sternen Großer Künstler * Liebloses Buch, 22. August 2010
Über Thomas Natschinski muss ich hier nichts sagen - nur dies:
Er hat dieses lieblose Buch überhaupt nicht verdient.

Ich habe selten ein so unstrukturiertes Buch in der Hand gehabt.
Die Autorin Christine Dähn, die offenbar mit Natschinski befreundet ist, hat ein Buch in Qualität eines durchschnittlichen Schüleraufsatzes abgeliefert.

Der Aufbau des Buches und die Erzählweise sind unstrukturiert. Es wird teils zusammenhanglos berichtet. Der Schreibstil kommt oft etwas deplaziert, schwülstig, pathetisch daher. Es hagelt blumige Bilder, die nicht stimmen. Fakten sind verstreut und mühsam zu finden.

Nachdem ich auch die KARAT-Biografie der Autorin gelesen habe, kommt mir das Büchlein wie ein Abfallprodukt dieses Werkes vor.

Das Buch kommt zwar mit einem Hochglanz-Schutzumschlag daher, die Papierqualität ist aber eher schlecht. Auch die Qualität der Bilder läßt sehr zu wünschen übrig.

Eine chronologische Biographie und eine Diskographie des Künstlers fehlen völlig.

Lobenswert, dass der Verlag sich des Künstlers annahm - schade wegen der Form der Umsetzung.


Karat: Über sieben Brücken musst du gehen: Über sieben Brücken musst du gehn
Karat: Über sieben Brücken musst du gehen: Über sieben Brücken musst du gehn
von Christine Dähn
  Gebundene Ausgabe

3.0 von 5 Sternen Schwülstiges, aber nicht uninteressantes Porträt, 22. August 2010
Es wurde Zeit, dass ein umfassendes Porträt von KARAT veröffentlicht wird.
Gediegen ausgestattet, gute Bildqualität, interessante Fakten.

Aber das Buch hat deutliche Mankos:

Da ist zuerst einmal der Stil der Autorin Christine Dähn.
Teils langatmig, sich oft wiederholend. Übertrieben pseudo-poetisch. Krampfhaft gewollte und umstimmige sprachliche Bilder. Unstrukturierter Schreibstil.
Die interessanten Fakten muss man sich mühsam aus dem Text heraussuchen.
Der Umfang des Buches ist künstlich durch nichtssagende, sich endlos wiederholende Phrasen aufgebläht.
Jedes Einzelporträt ist in der Ich-Form geschrieben. Die die Autorin aber für jede Person in der gleichen schwülstigen Poesie schreibt, geht die Individualität der Bandmitglieder vollkommen verloren.

Warum werden frühere Bandmitglieder nicht umfassender porträtiert? - immerhin werden sie erwähnt, wenn auch nicht vollständig.

Was hat Henry Maske mit einem eigenen Kapitel in diesem Buch zu suchen?

Warum gibt es keine chronologische Bandhistorie, keine Diskographie?

Schade, da wäre mit wenig mehr Aufwand mehr möglich gewesen.


Verschluss-Sache: Die größten Geheimnisse der DDR
Verschluss-Sache: Die größten Geheimnisse der DDR
von Jan Eik
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,90

20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Enttäuschende Lektüre - Platter geht es nicht, 9. Oktober 2009
VOn Jan Eik hat man schon wesentlich Besseres gelesen.

Die kurzen Schilderungen angeblich geheimer Vorkommnisse sind schlichtweg langweilig geschrieben.
Es gibt kaum Neues zu entdecken. Man hat den Eindruck, die Autoren haben aus Tageszeitungen abgeschrieben und das Abgeschriebene um schlichte und platte Kommentare ergänzt.

Es gibt nur wenige beschriebene Ereignisse, die tatsächlich so geheim waren, dass sie in dieses Buch gehörten. Geschweige denn, dass man sie als die "größten Geheimnisse der DDR" bezeichnen könnte.

Ein Beispiel soll dies zeigen: Im Juni 1989 gab es eine Marienkäferplage an der Osteseeküste. Laut Eik ist dies also eines der gößten Geheinmnisse der DDR. Noch Fragen?

Und wenn interessiert es denn wirklich, welche Nummern verunglückte Lokomotiven, Panzer, Fahrzeuge usw. gehabt haben?

Die Geschichten sind oft so kurz, dass sie aufhören, wenn es spannend werden könnte.

Einfach schade und enttäuschend - Jan Eik auf BILD-Niveau. Wer hätte das gedacht?
Ein Buch, das sehr schnell in der Ramschecke landen wird.


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