Profil für Revilo Sier > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Revilo Sier
Top-Rezensenten Rang: 5.088.784
Hilfreiche Bewertungen: 113

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Revilo Sier

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
Agent Hamilton - Im Interesse der Nation
Agent Hamilton - Im Interesse der Nation
DVD ~ Mikael Persbrandt
Preis: EUR 6,99

3.0 von 5 Sternen Erneute Verfilmung der Romanfigur Commander Carl Hamilton, 19. Dezember 2014
Nach Peter Stormare und Stellan Skarsgård wurde die Romanfigur Commander Carl Hamilton hier nun mit Mikael Persbrandt verfilmt und von den Machern als schwedischer James Bond angepriesen. Nun ist aber jeder Carl Hamilton Darsteller von verschiedenen Filmproduktionen geschaffen worden. Und das ist mal ein Gegensatz zu den verschiedenen James Bond-Darsteller, die fast alle nur der ein und selben Produktionsfirma angehören. Dort wurde nur der Darsteller ausgewechselt, nicht das System. So ist halt hier nicht nur der Darsteller anders, sondern im Endeffekt ist auch der Film total verschieden strukturiert aufgebaut. Hier in dieser DVD kommt es zu einer Neuauflage unter der Leitung der Regisseurin Kathrine Windfeld und dem Schauspieler Mikael Persbrandt, der den Commander Carl Hamilton spielt. Dieses Projekt war wohl als Trilogie gewünscht und gehofft. Aber nach dem 2. Film ist bis jetzt noch kein Dritter realisiert worden.
Filmisch gesehen war dieser Film ganz gut. Nicht überragend, aber Story, Action und Schauspielkunst sind schon überzeugend. Auf diesem Niveau ein guter 4 Sterne Film. Der Schluss aber fällt etwas ab und dann ist das wie bei einem Musikkonzert. Mit dem letzten Ton geht man nach Hause.
Zur Story: Carl Hamilton (Mikael Persbrandt) ist am Anfang mit einer neuen Freundin, eine polnische Ärztin Maria Solska (Fanny Risberg) zusammen und genießt das Familienleben. Doch schon schnell muss er zu einem Undercover-Einsatz an der usbekisch-afghanischen Grenze, wo ein Schmuggel von High-Tech-Granaten mit GPS-Programmierung des schwedischen Waffenherstellers Nordfors stattfinden soll. Bei einer solchen Übergabe werden alle Schmuggler bis auf Carl Hamilton (Mikael Persbrandt) von Terroristen umgebracht und die Waffen gestohlen. Diese landen dann mit den Terroristen in Äthiopien, wo mit Hilfe der CIA und dem privaten US-amerikanischen Sicherheits- und Militärunternehmen Sectragon ein Bürgerkrieg zwischen Somalia und Äthiopien angestiftet werden soll. Ein Mitarbeiter der Firma Sectragon Benjamin Lee (Ray Fearon) versteht die Zusammenhänge vollständig und hat Skrupel. Er entführt einen Nordfors-Mitarbeiter Martin Lagerbäck (Gustaf Hammarsten) und will mit ihm über die Grenze flüchten. Beide werden aber in Somalia gefangen und ins Gefängnis gesteckt. Nun soll die Firma Sectragon eine Befreiungsaktion organisieren, wobei die schwedische Ministerpräsidentin Sara Landhag (Pernilla August) ihre Zustimmung nur gibt, wenn Commander Carl Hamilton (Mikael Persbrandt) bei dieser Aktion als stiller Beobachter dabei ist. Dieser war nach seinem Überleben vom Anfang des Filmes wieder nach Stockholm zurückgekehrt und hatte nach einem von ihm verschuldeten “Unfall“ seine neue Freundin verloren. Nun macht er sich dann auf den Weg nach Somalia. Nimmt aber noch einen Umweg über Beirut, um über seine Kontaktperson Mouna Al Fathar (Seba Mubarak) von der PLO eine eigene Möglichkeit zu nutzen für eine eventuelle Flucht (Plan B). In Somalia erkennt er dann auch, dass dieses Sectragon-Einsatzkommando und die Terroristen die gleichen Leute sind. Die Befreiung der beiden Gefangenen läuft dann fast planmäßig. Außer das hier zum ersten Mal unpassender Weise dem Zuschauer gezeigt werden soll, dass diese Sectragon-Arbeiter bei dieser Aktion wirklich böse Terroristen sind, indem sie sinnlos einige Gefängniswärter umbringen. Commander Carl Hamilton (Mikael Persbrandt) nutzt nun seinen Plan B und flüchtet mit seinen Gefangenen über Beirut nach Stockholm. Dort wird dann Benjamin Lee (Ray Fearon) auf einer geheimen Schäreninsel versteckt und über sein Wissen von den Vorgängen in Afrika harmonisch ausgefragt. Ab jetzt wird dann der Film schlechter und einfacher, vielleicht auch kitschischer. Weil die Resultate der Verhöre nicht befriedigend sind, wird wieder Commander Carl Hamilton (Mikael Persbrandt) dorthin geschickt um mehr herauszufinden. Er fährt allein mit einem Boot dorthin und stellt fest, dass das ganze Bewachungspersonal ermordet wurde und Benjamin Lee (Ray Fearon) entführt wurde. Nicht einer vom schwedischen Geheimdienst oder sonst wer hat etwas mitbekommen. Man stelle sich vor, niemand hätte Carl Hamilton dort hingeschickt. Wahrscheinlich würde man heute noch nicht wissen, was dort passiert war. Diese Sache hat diesem Film, so wie er abläuft, meiner Meinung nach, sehr geschadet. Dass jetzt noch die Präsidentin Sara Landhag (Pernilla August) und ihr Staatsbesuch in der Person des äthiopischen Präsidenten in hoher Lebensgefahr schweben und Commander Carl Hamilton (Mikael Persbrandt) dann mit der zugereisten PLO-Mitarbeiterin Mouna Al Fathar (Seba Mubarak) durch eindrucksvolle Aktionen den Benjamin Lee (Ray Fearon) wieder befreien, den Boss der Terroristen Rob Hart (Jason Flemyng), sowie die Terroristen selbst, ausschalten und die Lebensgefahr der beiden Staatsmitglieder auf ein Minimum verhindern können, hilft mir auch nicht mehr so richtig in den Film reinzukommen. So bleibt dies hier am Ende für mich ein durchschnittlicher Agententhriller, der nicht so viel Tiefgang hat, wie er es bei seinem Anfang vermittelt. Aber er ist, trotz dass er nicht in meiner Sammlung landet, doch sehenswert.

Meine Schulnote: 3


Safe House
Safe House
DVD ~ Ryan Reynolds
Preis: EUR 5,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Action in Kapstadt, 18. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Safe House (DVD)
Ein Film mit zum Teil schönen Bildern aus der Umgebung von und in Kapstadt/Südafrika. Optisch fühlte ich diese mal andere Atmosphäre als sehr angenehm. Die Schauspieler, die hier verpflichtet wurden, haben schon einen guten Namen und werden allgemein als hochrangig angesehen. Der Regisseur Daniél Espinosa hat auch schon mindestens einen guten Film (Easy Money – Spür die Angst) gemacht. Dies hier ist seine erste amerikanische Produktion. Aber mein Gefühl sagt mir, er hat alles abgeworfen, was er bisher so gemacht hat und auch das wie er es sonst so gemacht hat. Beim Vergleich wiederum mit dem Film “Easy Money – Spür die Angst“ muss man das so annehmen. Hier hat er einen Actionfilm geschaffen, bei dem der Inhalt des Filmes für die Action auf jeden Fall für mich zu viel geopfert wurde. Und das trotz einer Schauspielerriege wie Denzel Washington, Ryan Reynolds; Vera Farmiga; Brendan Gleeson; Sam Shepard, Joel Kinnaman und auch Fares Fares. Gut, diese Schauspieler haben für mich dem Film einen Punkt gerettet. Aber richtig hochklassisch konnte bei diesem Dreh auch keiner Auftreten. Während des Zuschauens hoffte ich immer auf Denzel Washington, einen meiner Lieblingsschauspieler. Aber obwohl er gut war, ist am Ende doch nichts da, dass diesem Film wenigstens einen guten Durchschnitt beschert hätte. Spannung würde ich ihm auch ganz gerne bescheinigen, aber in meinem Umfeld sind Leute ermüdet, trotz der extremen Action in diesem Film. Nach dem Ende dachte ich, das hier war so wie auf eine Uhr schauen. Dort läuft der Sekundenzeiger auch innerhalb einer Minute andauernd um den Kreis. Aber ist das spannend? Hier passierte dasselbe mit immer wieder kehrender Ballerei zwischen den beiden Gruppierungen (ab und zu starb ja mal einer von der anderen Gruppe) an verschiedenen Punkten in und um Kapstadt. Ein kleiner Vorteil bei diesem Film ist, trotz dieser Action sind die Szenen hier nicht so übertrieben dargestellt. Es ist halt alles nur Zuviel.
Wenn man es aber schafft, den Inhalt nicht zu schwächen bei so einem Actionfilm, kann so ein Film sogar mal überdurchschnittlich sein. Ich hatte das dem Regisseur Daniél Espinosa zugetraut, vor allem in Zusammenarbeit mit Denzel Washington. Ist aber leider nicht dazu gekommen.
Zur Story: Tobin Frost (Denzel Washington), ein Spion und Feind der CIA mit brisantem Material über diese, wird von einem Killerkommando bedroht und flüchtet, um zu überleben in die amerikanische Botschaft in Kapstadt. Vor dort wird er in ein Safe House der CIA in Kapstadt gebracht und mit deren speziellen Methoden verhört. Leider ist dieses Haus nur vom Namen her ein Safe House und es wird von dem Killerkommando gestürmt. Alle, die mit dem Killerkommando in Berührung kommen, sterben bis auf Tobin Frost (Denzel Washington) und dem CIA Hausmeister des Safe Houses Matthew James Weston (Ryan Reynolds). Dieser flüchtet aus dem Haus und nimmt Tobin Frost (Denzel Washington) als Gefangenen mit. Überall wo sie hinkommen, ist ihnen das Killerkommando auf den Fersen und es kommt zu Gewalttaten und anderem Action. Während dieser ganzen Zeit, wo die Story dann in einem anderen Safe House, außerhalb von Kapstadt, ihr Schlussfinale findet, sollten diese beiden Flüchtigen wohl etwas näher zusammenkommen und auch ein Verräter beim CIA aufgedeckt werden. Das passiert auch, aber es ist nicht elegant gemacht. Es wirkt so, als ob man die Löcher, die bei den vielen Actionszenen entstehen, mit solchen Story-Wegweiser ausfüllt. Nach dem Schlussfinale geht dann der Film noch weiter. Der jetzt gereifte CIA Agent Matthew James Weston (Ryan Reynolds) verneint bei einer Unterhaltung mit dem Vizedirektor der CIA, Harlan Whitford (Sam Shepard) das Wissen über das brisante Material von Tobin Frost (Denzel Washington) und spielt es dann trotz Warnung des Vizedirektors der internationalen Presse zu, wo dann die Gerechtigkeit seinen Lauf nimmt. Matthew James Weston (Ryan Reynolds) fliegt danach mal nach Paris um seine Freundin zu treffen, die er mit den Worten “Erzähle jedem, wir hätten uns vor 10 Tagen getrennt.“ von Kapstadt dorthin geschickt hatte, als ihm während des Films der Stress zu wild wurde.
Wenn das nur etwas Realität hätte, wäre es wohl der Traumfilm für Edward Snowden. So ist es aber nur ein, obwohl Happy-End, sehr trauriger Schluss des Filmes.
Schade!

Meine Schulnote: 4+

Übrigens wird der CIA Hausmeister des finalen Safe Houses von Joel Kinnaman gespielt. Ich denke, wenn beide Safe Houses Hausmeister ihre Rollen getauscht hätten, wäre das eine Bereicherung für den Film geworden. Vielleicht aber auch nicht, wenn das Drehbuch so dominierend war, wie es sich beim Zusehen dieses Filmes anfühlte.


Une affaire privée [FR IMPORT]
Une affaire privée [FR IMPORT]
DVD ~ Guillaume Nicloux
Wird angeboten von BMG-DE
Preis: EUR 15,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Deutscher Titel: Eine ganz private Affäre, 16. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Une affaire privée [FR IMPORT] (DVD)
Ein Film-Noir von A-Z. Getragen vor allem von dem perfekt spielenden Thierry Lhermitte, der den Privatdetektiv François Manéri spielt. Er wird beauftragt, eine seit sechs Monaten vermisste Studentin zu suchen. Seine Vorgehensweise wird hier dann in diesem Film eindrucksvoll vermittelt. Man fühlt sich so, als ob man bei ihm ist, aber trotzdem verstand ich seine Handlungen oft nicht. Auch mit der Lösung, die uns der Regisseur Guillaume Nicloux hier wahrscheinlich anbietet, ist vor allem der Privatdetektiv François Manéri (Thierry Lhermitte) wohl nicht einverstanden. So ist dieser Film einerseits faszinierend, aber andererseits ohne Befriedigung. Für mich fehlte noch ein ganz klein wenig, um mein Nachdenken hier, nach dem Schluss, zur Entfaltung kommen zu lassen. Bei den sogenannten Noir-Filmen muss man ja meistens danach den Film im Kopf nochmals Revue passieren lassen. Übrigens ist auch Marion Cotillard hier als Freundin der Vermissten und im Laufe des Filmes auch als Geliebte von Privatdetektiv François Manéri (Thierry Lhermitte) dabei.
Nun ist aber diese DVD rein Französisch. Für Personen, die diese Sprache, so wie ich, nicht beherrschen, also sehr ungeeignet. Zumal hier auch noch sehr viel gesprochen wird, denn die Dialoge sind hier extrem wichtig. Ich kaufte diesen Film, weil ich ihn im ZDF gesehen habe und glaubte, dass hier bei dieser DVD mit ca. 105 Minuten Länge etwas zu sehen ist, was im TV bei ca. 99 Minuten Länge eventuell herausgeschnitten sein könnte. Nun kann ich sagen, dass dem nicht so ist. Der Inhalt der beiden Versionen ist gleich. Nur der Ablauf mit den Namen ist anders. Hier werden 28 Schauspieler mit bewegendem Bild einzeln eingeblendet und mit Namen vorgestellt. Dies dauert halt etwas länger. Bei der ersten Einblendung von Thierry Lhermitte sieht man noch, wie er als Privatdetektiv François Manéri hinten im fahrenden Polizeiauto sitzt (So ging der Film aus) und sich herumdreht um zurückzublicken. Vielleicht ein inhaltlicher Hinweis?
Für Französisch-Kenner oder auch Liebhaber vom Originalton ist es aber eine perfekte DVD.

Meine Schulnote: 3+


Tatort: Klassiker-Box [3 DVDs]
Tatort: Klassiker-Box [3 DVDs]
DVD ~ Klaus Schwarzkopf

4.0 von 5 Sternen Drei ausgewählte Tatort Filme für diese Klassiker-Box, 15. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Tatort: Klassiker-Box [3 DVDs] (DVD)
Für diese Klassiker-Box wurden mit diesen drei Filmen keine schlechte Wahl getroffen. Alle drei Filme kann man sich immer mal wieder ansehen. Ich kann zwar nicht sagen, dass sie zeitlos sind, aber so ein Gefühl kommt schon manchmal auf. Oder ist es die Nostalgie, die bei diesen drei Filmen besonders geweckt wird?
Als erste DVD wird die Folge "Reifezeugnis" vorgestellt. Wolfgang Petersen führte Regie und dieser Film half seiner Karriere nicht unwesentlich. Das Gleiche galt auch für Nastassja Kinski, die hier als 16jährige eine gute und freizügige Rolle spielte. Selbst Roman Polanski wurde dann auf sie aufmerksam und nahm sie für kurze Zeit unter seine Fittiche. Mit Christian Quadflieg und Judy Winter spielten dann noch zwei weitere, große deutsche Schauspieler hier erstklassig mit. So rückt dann halt Kommissar Finke (Klaus Schwarzkopf) als Ermittler voll in den Hintergrund. Dasselbe gilt für Kommissar Lutz (Werner Schumacher) in der zweiten DVD mit der Folge "rot.. rot.. tot". Hier spielt sehr intensiv Curd Jürgens als Konrad Pfandler einen eifersüchtigen Ehemann, der um seine untreue Frau unbemerkt töten zu können, einen Mordserie startet, die die Polizei auf eine ganz andere Spur locken soll. Die dritte DVD ist mit der Folge "Peggy hat Angst" vorgestellt. Hier wird Peggy (Hannelore Elsner) Zeugin am Telefon, wie ihre Freundin Natascha (Ute Christensen) umgebracht wird. Trotz Angst vor dem Mörder, der wahrscheinlich weiß, wer sie ist, versucht sie ihr Leben weiter zu leben und beginnt sogar ein Verhältnis zu dem Mörder. Als sie dann am Ende des Filmes sogar erfährt, dass ihr neuer Lover der Mörder ihrer Freundin ist, versucht sie ihm trotzdem zu helfen. In diesem Zeitabspann ermittelt Hauptkommissarin Hanne Wiegand (Karin Amseln), die hier in dieser Folge etwas mehr präsent ist, als ihre zwei Vorgänger in dieser Box.
Mitfühlend sind alle drei Filme hier. Alle Mörder sind am Anfang unbescholtene Bürger, die irgendwie zu Kriminellen werden, weil das Umfeld von ihnen immer mehr ohne Ausweg wird. Diese Situation und die Schauspieler hier lassen diese drei Folgen sehr realistisch aussehen.
Ein normaler Tatort ist für mich 3 Sterne wert. Es gibt dann viele schlechtere und auch einige bessere.
Ich habe diese Box gesehen. Hätte ich früher gewusst, dass diese Box so teuer werden kann, dann hätte ich sie behalten. Nochmals kaufen würde ich sie nur bis zu höchstens 25,00 Euro. So muss ich halt warten bis sie mal wieder im TV gezeigt werden

Reifezeugnis - Meine Schulnote: 2- (Vier Sterne)
Rot.. rot.. tot - Meine Schulnote: 3+ (Vier Sterne)
Peggy hat Angst - Meine Schulnote: 3 (Drei Sterne)


Sleepless Night - Nacht der Vergeltung
Sleepless Night - Nacht der Vergeltung
DVD ~ Tomer Sisley
Preis: EUR 5,97

3.0 von 5 Sternen Einmal ein anderer Disko-Abend, 3. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Sleepless Night - Nacht der Vergeltung (DVD)
Ein Actionstreifen mit sehr hohem, fast zu hohem Tempo und ganz guten Schauspielern. Besonderes an diesem Film ist auch, dass der größte Teil hier in einem Nachtclub spielt. Eigentlich ziemlich gut gemacht, nur leidet im Nachtclub die Story erheblich. Sie wirkt extrem gestreckt. Dieser Actionstreifen ist nicht satirisch oder witzig aufgetragen. Ganz ernst und realistisch sollte er wohl für uns Zuschauer sein. Dies ist ihm trotz ganz guter schauspielerischer Leistungen der Darsteller eigentlich nicht gelungen, und da er, so wie er abläuft, keine Ausweichmöglichkeit hat in Satire oder Witz, ist er unter dem Strich meiner Meinung nach als nicht ganz gelungener Film einzustufen.
Wenn ich solch einen Film planen müsste, würde ich für die Hauptrolle des Polizisten Vincent auch den Tomer Sisley nehmen. Er spielt seine Rolle sehr ernst und gerade am Anfang bei der Verfolgungsjagd mit seinem Wagen, wo er mit seinem Kollegen die Drogenkuriere stellt, und dies mit der Kamera, vom Lenkrad aus, auf ihn gefilmt wird, ist sogar sehr beeindruckend. Es ist das einzige Mal, wo ich mich in diesen Film ein wenig hineinfühlen konnte. Des Weiteren bleibt Tomer Sisley, wie auch seine Schauspielerkollegen, auf einem hohen Niveau. Nur durch die Story kommt es oft nicht so heraus. Mehrfach dachte ich, sie spielen hier eigentlich keinen zusammenhängenden Film, sondern nur die einzelnen Szenen ab. Vielleicht ist das der Grund, warum ich hier nicht mitfühlen konnte und dadurch die Spannung, die der Film zweifellos aufbringt, für mich nicht mehr so interessant wirkt. Aber so wie der Film halt hier in einem wahrlich sehr hohem Tempo abläuft, kann und macht man dann halt noch zusätzliche Wendungen, die unrealistisch wirken, aber in der Szene selbst realistisch dargestellt werden. Dies war wohl nur notwendig, um den Film auf eine Spielfilmlänge kommen zu lassen.
Zum Thema: Polizist Vincent (Tomer Sisley) überfällt mit seinem Kollegen Manuel (Laurent Stocker) zwei Drogenkuriere und nimmt ihnen die Drogen ab. Leider läuft das nicht so planmäßig. Denn er wird verletzt und zusätzlich erkannt. Nun lässt der Boss Marciano (Serge Riaboukine), dem die Drogen eigentlich sind, den Sohn Thomas (Samy Seghir) von Vincent (Tomer Sisley) entführen und in seinen Nachtclub bringen. Dort bestellt er auch Vincent (Tomer Sisley) hin, für eine Übergabe Drogen gegen Sohn. Hier kommt es dann nach 15 Minuten zu einem 70 minütigen Finale, wo noch eine türkisch-kapverdische Verbrecherorganisation (mit Birol Ünel und Vincent Bersoulle), und auch die Polizei (mit Julien Boisselier als Lacombe und Lizzie Brocheré als Vignali, sowie später Laurent Stocker als Manuel) dazu stoßen. Jetzt geht es in diesem Nachtclub zu wie auf einem Schachbrett. Aber mit wilden Prügeleien und Schießereien. Immer wieder verschieben sich die Positionen der Teilnehmer. Auch die Drogen mischen bei den Positionsverschiebungen fleißig mit. Diese Verschiebungen und seine Verletzung vom Anfang des Filmes, erschwert halt das Ziel des Vincent (Tomer Sisley), seinen Sohn zu befreien und ihn mit nach Hause zu nehmen. Als er dann am Schluss, nach seinem abschließenden Verlassen der Disko, wo die Überlebenden, die vorher mit Ausnahme der Polizistin Vignali (Lizzie Brocheré) gut waren und jetzt schlecht sind, sowie auch umgekehrt, zusammen mit seinem Sohn vor dem Haus seiner Ex-Frau parkt, sagt er zu diesem, "Sag nichts zu irgendjemanden, mach so als sei gar nichts passiert."
Diesen Satz fand ich sogar noch eine gute Bewertung für diesen Film. Aber der Film hat auch etwas Unvergessliches in sich drin. Deshalb drei Sterne von mir.
Für reine Actionliebhaber ein Muss. Für alle Andere ein Kann.

Meine Schulnote: 4+


Die Logan Verschwörung
Die Logan Verschwörung
DVD ~ Aaron Eckhart
Preis: EUR 6,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kein stolzes Werk von Stölzl, 2. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Logan Verschwörung (DVD)
Es ist die erste englischsprachige Kinoproduktion des deutschen Regisseurs Philipp Stölzl. Ein amerikanischer Thriller, der vor allem in Belgien (Brüssel, Antwerpen) spielt. Leider hat der Film am Ende nichts übrig gelassen, so dass man sich mit ihm noch in Gedanken beschäftigen kann. Es hört sogar schon nach der Hälfte des Filmes auf, seine Gedanken innerhalb des Filmes zu lassen. Trotz eines ganz guten Starts. Aaron Eckhart hat hier mitproduziert. Vielleicht wollte er mal nicht so viel schauspielerische Vorarbeit leisten und sich ganz auf sein Talent verlassen und zusätzlich noch zeigen, dass er als bald Fünfzigjähriger noch sportlich topfit ist, solche actionbedingten Rollen zu spielen. Das hat er auch gemacht. Aber nur sein Talent reicht auch nicht aus, seiner Rolle einen Tiefgang zu geben, was der Film meiner Meinung nach vom Inhalt her gebraucht hätte. Seine Filmtochter Liana Liberato kann hier auch nicht aus dem Schatten von ihm springen und so läuft der Film halt ab. Je länger, desto schlechter, was das Drehbuch und den Inhalt des Filmes betrifft. Ansonsten kann man sich über die Technik und die Actionszenen nicht beschweren. Sie sind aber auch nicht besonders lobenswert.
Zum Inhalt: Ben Logan (Aaron Eckhart) ist Amerikaner und arbeitet in einem Wirtschaftsunternehmen für Sicherheitstechnik in Antwerpen. Seine Tochter Amy Logan (Liana Liberato) lebt auch bei ihm seit kurzer Zeit, da er sie, nach dem Tod ihrer Mutter, von ihrem Großvater aus Amerika, zu sich nach Belgien geholt hat. Dort leben sie scheinbar normal eine Vater-Tochter-Beziehung, der wir als Zuschauer am Anfang ca. zwei Minuten zuschauen dürfen, wo diese gezeigt wird und dann gedacht wird: jetzt wissen die Zuschauer alles über diese Beziehung." Wenn man alles auf einmal macht und nur zwei Minuten opfert, ist so etwas nur durchschnittlich gut. Eines Abends holt Vater Ben Logan (Aaron Eckhart) seine Tochter Amy Logan (Liana Liberato) von einer Schulausführung ab und lässt sie im Auto einen Erdnusskeks essen, auf den sie wissentlich allergisch reagiert. Das hatte der Vater Ben Logan (Aaron Eckhart) vergessen, wie so manches später auch. Dennoch können sie dadurch nicht nach Hause und verbringen die Nacht im Krankenhaus. Am nächsten Morgen will er noch vom Krankenhaus aus mit seiner Tochter zur Arbeit fahren, um etwas abzuholen. Doch diese Arbeitsstelle ist spurlos verschwunden. Es gibt keinen Hinweis mehr, dass er jemals bei einer solchen Firma gearbeitet hat. Diese gibt es nicht. Überrascht startet er seine Nachforschungen, die alle im Sand verlaufen und er immer mehr überrascht wirkt. Dann taucht ein Mann namens Floyd (Alexander Fehling) auf und entführt die Beiden. Ben Logan (Aaron Eckhart) überwindet in dann und tötet ihn. Nun ist nur noch die Tochter verwundert, so wie wir. Denn das hatte sie ihrem Vater nicht zugetraut. Im Laufe des Films dann stellt sich heraus, dass ihr Vater ein CIA-Killer war, der mit allen Wassern gewaschen ist. Jetzt hat mich nur noch gewundert, warum er am Anfang des Filmes immer so überrascht war. Naja, vielleicht war der Hinweis für uns Zuschauer, indem er die Allergie seiner Tochter nicht mehr wusste, mehr als wichtig. So kann man sein späteres Verhalten etwas realistischer erklären und zweitens sind sie durch diese Sache mit dem Leben davongekommen, weil sie die Nacht nicht zuhause, sondern im Krankenhaus verbracht haben. Seinen Kollegen in der Firma, die es ja nicht mehr gibt, ging es anders. Sie liegen in einem Krankenhaus in der Leichenabteilung bis auch die, die zu den Verschwörern gehören. Jetzt läuft Ben Logan (Aaron Eckhart) zur Hochform auf und als seine Tochter nochmals allein entführt wird, kennt er keine Grenzen mehr. Er rechnet mit allen Verschwörern ab und versucht am Ende des Filmes mit seiner Tochter wieder ein normales Leben zu führen. Ich denke, bei der Vergesslichkeit von Ben Logan (Aaron Eckhart) wird das für ihn kein Problem sein und für die Tochter Amy Logan, so wie sie von Liana Liberato gespielt wurde, wohl auch nicht.
Meine Empfehlung für diesen Film ist: Jain

Meine Schulnote: 4


Die Brücke - Transit in den Tod, Staffel 1 [5 DVDs]
Die Brücke - Transit in den Tod, Staffel 1 [5 DVDs]
DVD ~ Sofia Helin
Preis: EUR 12,97

4.0 von 5 Sternen 5 Filme – 1 Fall, 27. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mit dieser DVD ist der TV – Langspielfilm von fast 6 Stunden Länge in fünf Teile und daher auch in fünf verschiedene DVD’s aufgeteilt. In manchen TV- Anstalten waren es sogar zehn Teile. Jeder einzelne Teil ist sehr interessant aufgebaut und nicht langweilig, sogar eher sehr spannend. Was ich bisher niemals so richtig in einem TV - Langfilm gesehen habe, waren die Nebenhandlungen hier, die sehr intensiv aufgebaut wurden. Als Zuschauer meinte man, es könnten Verdächtige sein, die in dieser Geschichte immer wieder hinzustoßen. Dann aber verlaufen diese Nebenhandlungen nicht in den Hauptfall richtig hinein, vielleicht manchmal ein klein wenig. Sonst lösen sie sich auf andere Weise auf. Oder auch nicht, weil sie in dieser Geschichte keine Beachtung mehr finden. Aber das ist hier wirklich sehr gut gemacht. Diese Vorgehensweise gibt dem Zuschauer einen realistischeren Einblick in die Polizeiarbeit meiner Meinung nach, wenn man diese Nebenhandlungen aus deren Sicht sieht. Obwohl wir mit dieser Methode als Zuschauer mehr wissen als die Polizei. In der Nachbetrachtung hat uns dieses Wissen aber nichts gebracht.
Die Geschichte wird ab der 3. DVD immer schneller, was vielleicht daran liegt, weil auch die Nebenhandlungen etwas weniger werden. So wirkt dann der Schluss in der Auflösung der Motive und Taten des Mörders etwas klein oder wenig, nachdem dieser so einen großen Aufwand betrieben hat über die ganze Zeit der Filmlänge.
Eine einzigartige, gute Idee ist die Zusammenarbeit von der schwedische Kriminalkommissarin Saga Norén (Sofia Helin), die das Asperger-Syndrom (eine Form des Autismus) hat, und dem dänischen Kriminalkommissar Martin Rohde (Kim Bodnia), der so ein wenig trotz Familie wie ein Luftikus lebt. Von den zwischenmenschlichen Beziehungen dieser Beiden und deren Umfeld lebt der ganze Film. Die Schauspieler wurden dafür sehr gelobt. Meiner Meinung nach kann man aber hier nur versagen oder gut spielen. Diese Rollen lassen keinen Durchschnitt zu. Ich hätte mir auch andere Schauspieler vorstellen können. Aber mit diesen hier bin ich sehr zufrieden. Deshalb fühle ich sogar ein wenig Trauer, weil bei der 3. Staffel, die geplant ist, Kim Bodnia für die Rolle des Kriminalkommissar Martin Rohde nicht mehr zu Verfügung stehen soll.
Natürlich habe ich mir alle 5 Teile innerhalb einer Woche angeschaut. Mir ist dabei aufgefallen, dass ich eigentlich gar nichts vergessen hatte von den ersten Teilen. Vielleicht hatte ich als Zuschauer die Story hier doch irgendwie miterlebt, obwohl ich das nach dem Ende verneinen würde. Denn als alles zu Ende war, musste ich auch nicht mehr über den Film nachdenken. Nach dem ersten bis zum vierten Teil war das nicht ganz so. Ich bin auch nicht süchtig danach, mir sofort die 2. Staffel anzusehen. Erstens brauche ich eine freie Woche dafür und zweitens glaube ich, dass ich mich jederzeit an den Inhalt der 1. Staffel erinnern werde. Auch an die Details. Also ist es eine Serie, die irgendetwas hat, was positiv wirkt. Und dadurch einige inhaltliche Schwächen, die hier auch vorkommen, nicht so auffallen lassen.
Auf jeden Fall ist diese DVD empfehlenswert.

Meine Schulnote: 2-


Der Hypnotiseur
Der Hypnotiseur
DVD ~ Tobias Zilliacus
Wird angeboten von Online-Versand-Grafenau GmbH
Preis: EUR 11,39

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider kein Meisterwerk von Lasse Hallström, 25. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Hypnotiseur (DVD)
Wenn sich der Regisseur in einem Film Lasse Hallström nennt, flackert mein Herz immer wieder auf. Das war bei mir bis jetzt immer so und wird auch nach diesem Thriller so sein, obwohl ich die neueren Werke von Lasse Hallström nicht mehr ganz so schön finde. Ich habe aber bis jetzt nicht alle Werke von ihm gesehen. Nun wollte er mal einen Thriller machen. Dies kam dann auch zu Stande und sogar in Schweden. Also sogar ein Heimspiel für ihn. Verfilmt wurde dann ein sehr schwieriger Stoff. Ich hatte es ihm zugetraut. Nun ist aber meiner Meinung nach dieses Projekt nicht ganz so gut geworden und mit den Maßstäben eines Lasse Hallström zu messen, war dies sogar eher ein unterer Durchschnittsfilm. Die Schauspieler sind schon gut ausgewählt und überzeugen in ihren Rollen. Sogar Lena Olin (spielt die Simone Bark), die die Mutter des ca. 12jährigen Benjamin (Oscar Pettersson) spielt, wirkt trotz des wirklich hohen Alters in ihrem Part sehr überzeugend. Jede einzelne Szene in diesem Film wirkt perfekt dargestellt. Die Frage und die Kritik ist halt, warum diese Szenen und warum solch ein Inhalt. Eigentlich gibt es hier keine richtige Buchvorlage. Die Geschichte wirkt beim Ansehen des Filmes so, als wäre sie erst kurz vor der Entstehung bei den Dreharbeiten erfunden worden. Ich glaube, die Buchautoren hätten sich bei diesem Inhalt noch nicht einmal Urheberrechte einklagen können, wenn sie diese noch nicht gehabt hätten. Wahrscheinlich hat Regisseur Lasse Hallström auf diesen Inhalt keinen großen Einfluss mehr gehabt und konnte diesen daher auch nicht groß ändern. Als Fan von ihm hoffe ich, dass es so war.
Am Anfang fängt der Film sehr gut an. Er hat auch große Spannung. Die Morde an einer Familie sind passiert und die Details werden, wie bei Lasse Hallström gewohnt, intensiv und gut beleuchtet. Der Kommissar Joona Linna (Tobias Zilliacus ) kommt mit seinen Ermittlungen nicht weiter und wir sind als Zuschauer mitten drin und fühlen auch mit ihm. So geht er in seiner Ratlosigkeit dem Rat einer Ärztin (Helena af Sandeberg) nach, und ruft den Hypnotiseur Erik Maria Bark (Mikael Persbrandt) auf den Plan, der dem einzigen überlebenden und im Koma liegenden Familienmitglied Josef (Jonatan Bökman) unter Hypnose einige Informationen entlocken kann. Das macht dieser auch. Aber nur kurz und nicht vollständig um das Leben des Opfers nicht mehr zu riskieren und auch, weil er mit sich selbst in dieser Arbeitsweise Probleme hat. Jetzt wird auch das Leben des Hypnotiseurs Erik Maria Bark (Mikael Persbrandt) dem Zuschauer intensiv nahegebracht, was auch nicht schlecht gemacht ist in diesem Film. Doch irgendwie bekommt die Presse von dieser Hypnose bei dem Opfer im Krankenhaus etwas mit, und setzt den Hypnotiseur Erik Maria Bark (Mikael Persbrandt) und dessen Familie unter Druck. Bis hierhin ist es ein 4 Sterne-Film. Als aber nun sein Sohn Benjamin (Oscar Pettersson) von dem eigentlichen Täter entführt wird, und er selbst das überlebende Opfer Josef nochmals im Krankenhaus hypnotisiert, dieses noch mit einer Fragestellung, so als wüsste er schon, wie die Mordgeschichte abgelaufen ist, und so dann erfährt, dass das Opfer Josef alle Morde im Auftrag vollzogen hat, da wird es mit dem Inhalt des Filmes bis zum Ende wirr und wild. Die Spannung weicht zunehmend dem aufkommenden Ärger meinerseits über diese Story. Ja, der überlebende Josef flieht direkt nach der Hypnose aus der Klinik und will per Handybefehl (bekam er von dem eigentlichen Auftraggeber) noch einen weiteren Auftragsmord an dem Hypnotiseur Erik Maria Bark (Mikael Persbrandt) begehen. Dies geht schief und er wird wieder geschnappt. Der Auftragsgeber bleibt aber noch unerkannt trotz Handyanruf. Eine andere Spur führt dann zu ihm, wo es noch zu einem spektakulärem, leider aber ziemlich dummen Finale mit der abschließenden Befreiung des entführten Sohn Benjamin (Oscar Pettersson) kommt.
So war ich nach dem Schluss des Filmes etwas geschockt und suchte dann noch nach Sternen für diese Bewertung. Ich habe dann drei gefunden und verteile diese auch. Weil der Film grundsätzlich gut gemacht wurde und nur vor allem der geschichtliche Inhalt des Filmes nichts hergibt. Abschließend glaube ich trotz diesem Film hier, dass Lasse Hallström auch einen guten Thriller machen kann.

Meine Schulnote: 4+
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 28, 2015 7:46 AM MEST


Erbarmen
Erbarmen
DVD ~ Nikolaj Lie Kaas
Preis: EUR 4,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der erste Film einer Krimibuch-Reihe um den Vizekriminalkommissar Carl Mørck von dem Autor Jussi Adler-Olsen, 30. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Erbarmen (DVD)
Der erste Roman von Autor Jussi Adler-Olsen, bei dem es um die Fälle von Vizekriminalkommissar Carl Mørck (Nikolaj Lie Kaas) geht, ist hier unter dem Titel “Erbarmen“ verfilmt worden. Auch das ZDF zählt zu den Produzenten dieses Werkes. Es soll in Zukunft um die zehn Filme mit diesem Ermittlerteam geben, wobei der 2. Film schon abgedreht wurde und Anfang 2015 im Kino erwartet wird. Diese Mitteilung wird einem als Bonus auf dieser DVD mitgeteilt. So gesehen kann man diesen Film hier als Pilotfilm sehen, also als Einführungsfilm.
Aus der Besetzungssicht der Rollen ist der Film Spitze. Die Schauspieler, die auch in den nächsten Filmen erwartet werden, wenn es um die Fälle des Vizekriminalkommissar Carl Mørck geht, spielen ihre Rollen überragend. Der Regisseur Mikkel Nørgaard hat wohl den tragenden Rollen einen leicht anderen Charakter aufgedrückt, was auch in diesem Film gut geklappt hat. So kann ich mir jetzt nicht mehr den von dem Autor Jussi Adler-Olsen gewünschten Peter Lohmeyer in der Rolle des Vizekriminalkommissar Carl Mørck vorstellen, nachdem ich den Nikolaj Lie Kaas als Carl Mørck gesehen hatte.
Perfekt war der Film für mich aber nicht. Die Geschichte der beiden Ermittler Carl Mørck (Nikolaj Lie Kaas) und sein Assistent Assad (Fares Fares), die in ein neu eingerichtetes Dezernat Q versetzt werden, wo ungelöste Archivfälle abgewickelt werden sollen, waren ohne Beanstandung. Es war für mich immer Spannung und sogar große Interesse da, beide zu sehen, wie sie auch miteinander umgegangen sind. Die Geschichte um die Entführung der Politikerin Merete Lynggaard (Sonja Richter), die ja eigentlich schon 5 Jahre früher anfing, und immer parallel zu den Resultaten der Ermittlungen für uns Zuschauer wahrheitsgemäß gezeigt wurden, war in diesem Fall zwar gut gemacht. Aber die Leiden der Merete Lynggaard (Sonja Richter) während ihrer 5 Jahre Gefangenschaft, kam bei mir nicht so hart an, wie es vielleicht hätte sein sollen. Wie auch der Regisseur Mikkel Nørgaard schon im Bonus sagte, baute er einige Sachen in deren Gefangenschaft ein, die beweisen sollten, dass sie eine Kämpferin war, und nicht aufgeben werde. Aber die Szenen, z. B. wo sie sich selbst einen Zahn zieht, wirken für mich zwar in der Szene selbst, aber nicht auf die ganze Zeit der Gefangenschaft. Und als man im Film ziemlich zum Ende etwas über die Motive des Entführers und Mörders Lasse (Peter Plaugborg) erfährt, hatte ich sogar ganz kurz Mitleid mit ihm, vor allem wie er uns als junger Bube gezeigt wird. Direkt danach aber nicht mehr, weil er ja noch ziemlich hart herumwirbelt. Trotzdem langten die vorher erfahrenen Motive jetzt auch nicht mehr, innerhalb den letzten verbleibenden Minuten im Film, um sich intensiver hin einzufühlen in die Gefangenschaft der Merete Lynggaard (Sonja Richter).
Was mich zusätzlich noch ein wenig wirklich störte waren zwei ganz kurze Sexszenen (vielleicht jeweils 2 Sekunden lang), die gezeigt wurden. Dort waren die Teilnehmer eher angezogen. Ich musste an das amerikanische TV denken. Ich hätte unter diesen Bedingungen darauf verzichtet und sie nicht gezeigt. Oder wie früher in Amerika mit schwarzen Balken unterlegt. Auf jeden Fall dachte ich kurz an etwas anderes (warum hat er das so gemacht und brauchte er diese Szene hier überhaupt) als an den Filminhalt, der zurzeit dort ablief.
Abschließend betrachtet ist dieser Film für mich ein (gerade) 4 Sterne-Film und ich freue mich schon auf den zweiten Fall dieses Ermittlerteams, das irgendwann unter dem Titel “Schändung“ erscheinen wird. Auch bin ich froh, dass Carl Mørck und Assad jetzt ebenfalls zu den großen skandinavischen TV-Ermittlern gehören.

Meine Schulnote: 3+


Vorname Carmen
Vorname Carmen
DVD ~ Maruschka Detmers
Wird angeboten von Celynox
Preis: EUR 8,96

1.0 von 5 Sternen Jean-Luc Godard - Kein Film an sich, sondern nur noch Bilder und Töne, 27. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Vorname Carmen (DVD)
Wenn man nur diese Aussage von Regisseur Jean-Luc Godard in dem Titel dieses Artikels betrachtet, ist dieser Film gar nicht so schlecht. Mir langt das aber nicht. Die Bilder sind schon ganz gut, die Töne werden meiner Meinung nach oft übertrieben. Vielleicht ist diese Erzählweise auch gut gegen Langeweile, die ich bei diesem Streifen nicht verspürte. Dennoch wirkt es für mich oft so, als werden diese "Bilder und Töne" einfach nur so dahingeschmissen. Natürlich kann man diese Bilder auch immer wieder ordnen und hat auch das Gefühl, der Regisseur hilft einem dabei, aber schön ist der ganze Ablauf für mich so nicht. Maruschka Detmers (Carmen) wurde für diesen Film von Jean-Luc Godard entdeckt. Es war der Start ihrer Karriere. Und wenn man dem Film als Bild und Ton sieht, ist man bei ihr in Form von Bild sehr gut bedient. Der Film hat aber auch eine Story, bei dem es sich um den Carmen-Stoff dreht. Aber er spielt in der damaligen Jetzt-Zeit und ist sehr eigenwillig interpretiert. Und wie dies zusammengesetzt ist, lässt mir manchmal, eher öfters, nur noch den Kopf schütteln. Ein Streichquartett (Ton) spielt hier mit. Es wird zwischendurch immer wieder mit Probenarbeit eingeblendet. Auch Jean-Luc Godard spielt hier einen Regisseur, der lieber krank ist, als arbeitet. Dennoch hofft er auf ein großes Werk seinerseits. Und Carmen lockt ihn zu einem Scheinauftrag, wo sich am Ende des Filmes im Inter-Continental in Paris, alles, was zu diesem Zeitpunkt noch im Film mitspielt, zum großen Finale trifft. Dort soll die Tochter eines Industriellen entführt werden und zur Tarnung ein Film gedreht werden, damit nichts bemerkt werden soll. Aber dabei gibt es, wie schon vorher einmal bei einem Banküberfall, auch Tote.
Manchmal wirkt der Film wie eine Komödie, dann satirisch, dann ernst, aber dabei sehr kitschig. Immer wenn ich dachte, der Film geht in eine Richtung, dann verließ er diese wieder und ging in eine andere, die er auch wieder sofort verließ. Irgendwie war das für mich etwas Horror. Die Dialoge von Jean-Luc Godard sind auch immer wieder dabei. Hier passen sie manchmal, aber werden so fremd trocken herübergebracht, als ob der Schauspieler extra während dem Spielen denken muss, jetzt soll ich ja noch so einen Spruch machen. Ich denke, Jean-Luc Godard liebt die Freiheit in seinen Filmen, sich nicht an gewisse Regeln halten zu wollen. Aber hier nimmt er sie seinen Schauspielern im Spielen, weil sie immer wieder solche Dialoge vortragen müssen, welche sich dann anhören, wie aus einem Buch vorgelesen. Die Jump-Cuts werden hier auch benutzt. Also ist das in Godard`s Fall auch nichts Neues mehr. Zwei Jahre später drehte er den Film "Detective", der einen ähnlichen Ablauf hatte. Aber die Gesamtbesetzung der Schauspieler war dort besser. Hier, bei "Vorname Carmen" waren wohl mehr Neulinge am Werk, die sich in einer höheren Prozentzahl nach Jean-Luc Godard richteten, und deshalb keine so große Eigeninitiative von sich selbst einbringen konnten. Auf jeden Fall gefällt mir dieser Film von ihm bis jetzt am wenigsten. Ich kann ihn auch nicht gut bewerten, weil ich ihn als Film sehen will, und nicht nur als Bild und Ton.

Meine Schulnote: 5


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20