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"prettybritta2"

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Zen in der Kunst des Bogenschießens
Zen in der Kunst des Bogenschießens
von Eugen Herrigel
  Gebundene Ausgabe

29 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kleines Buch mit großer Wirkung, 17. September 2003
Ich weiß nicht genau, wann dieses Werk erstmals in den bundesdeutschen Buchläden zu finden war. Es muß aber bestimmt fünfzig Jahre her sein. Wenn mein Schulwissen nicht trügt, war Konrad Adenauer damals Bundeskanzler, die Westdeutschen waren mit dem Wirtschaftwunder und dem Wiederaufbau beschäftigt, von Japan wußte man hierzu lande recht wenig, und vom Zen-Buddhismus noch weniger (kann ich mir wenigstens vorstellen). Das Interesse für östliche Philosophien war in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts mehr auf den indischen Hinduismus gerichtet. Es gab eine Menge von Philosophen und Schriftstellern (wie Herrmann Hesse) die sich damit beschäftigten, aber der Buddhismus japanischer Prägung blieb lange außen vor.
„Zen in der Kunst des Bogenschießens" dürfte eines der ersten Werke gewesen sein, das sich mit diesem Thema beschäftigten. Und zwar nicht nur auf der Basis einer Beschreibung von außen, sondern aus eigenem Erleben. Der Verfasser tut sich anfangs ein bisschen schwer damit, seinen Lesern zu vermitteln, was er eigentlich meint und wie er den Begriff „Zen" am besten erklären soll. Schließlich gab es ja damals noch keine esoterische Literatur in dem Sinne, wie sie uns heute in jedem Buchladen förmlich um die Ohren fliegt. Herrigel betrat damals Neuland, und das merkt man dem Buch auch irgendwie an. Es hat durchaus Charme und eine eindringliche Sprache, obwohl manche Wendungen und Stilmittel inzwischen etwas angestaubt wirken. Manches kam mir dabei sehr bekannt vor, und ich weiß inzwischen auch, warum: Herrigel hat einen ähnlichen Stil (auch was seine philosophischen Auslassungen betrifft) wie Karlfried Graf Dürckheim. Das ist kein Wunder, da beide aus der gleichen Generation stammen und meines Wissens einen sehr ähnlichen Werdegang hatten.
Was nun das Buch selbst betrifft, beschäftigt es sich im Grunde ausschließlich mit der Zen-Kunst des Bogenschießens. Es gibt natürlich noch andere Zen-Künste wie Ikebana, den Tee-Weg oder den Schwertkampf. Darüber sind inzwischen eine Menge Bücher geschrieben worden, genauso wie über das Leben in den Zen-Klöstern. Inzwischen ist Zen als Meditationstechnik selbst in vielen christlichen Klöstern etabliert, und manchmal hat es den Anschein, als ob Zen auch einen eigenen „abendländischen Weg" gefunden hat. Wenn dem so ist, hat Eugen Herrigel mit seinem Buch einen ersten Anstoß dazu gegeben. Das ist sein großes Verdienst, und darum verdient er auch, daß er auch heute noch gelesen wird.


Menschenspuren
Menschenspuren
von Reinhard Köhrer
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,90

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zukunft mit Pfiff, 30. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Menschenspuren (Taschenbuch)
Ich habe "Menschenspuren" zufällig bei einem Bekannten entdeckt. Eigentlich lese ich sonst kaum Science fiction, aber das Titelbild hat mich irgendwie angesprochen. Es wirkt sehr melancholisch und spiegelt eine sehr ferne Zukunft wieder.Ich war überrascht, als ich die Lektüre begann. Vor allem die Schilderungen der Landschaften und der darin lebenden Menschen sind plastisch und gut gelungen. Obwohl natürlich auch "Science" vorkommt, liegen die Schwerpunkte eher bei den Charakter- und Milieubeschreibungen. Und dass die Frauen im Durchschnitt besser als die Herren der Schöpfung abschneiden (hurra!) hat mich doch ein wenig verblüfft. Auch die Hauptfigur des Romans ist weiblich, eine achtzehnjährige Antiheldin, ein schlichtes Bauernmädchen, das sich mit einem kopfgesteuerten Besserwisser vom andern Stern herumärgern muss. Wie sich die beiden gegenseitig auf die Nerven gehen, aber dazu verdammt sind, Tücken und Gefahren während ihrer Wanderung in die Vergangenheit gemeinsam zu meistern, ist stellenweise urkomisch (obwohl daraus - leider? Gott sei Dank? - keine!!! Love Story wird).
Die Handlung plätschert anfangs so dahin, aber mit zunehmender Dauer wirds dann doch recht spannend. Es gibt dann auch einige Überraschungen sowie einen richtigen Knalleffekt am Schluss. Erst da habe ich bemerkt, wieviel Psychologie in die Handlung eingearbeitet ist. Wie gesagt: Ich kann nicht beurteilen, ob dass ein typischer Science Fiction-Roman ist. Es könnte auch so etwas wie ein Öko-Roman sein, aber ohne moralischen Zeigefinger. Auf jeden Fall bereue ich es nicht, ihn gelesen zu haben.


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