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5.0 von 5 Sternen
Willkommen in der Müllwelt..., 6. Dezember 2005
Nach seinem großen Erfolg "Buntschatten und Fledermäuse" hat Autor Axel Brauns mit "Kraniche und Klopfer" seinen zweiten Roman vorgelegt. Nicht nur die Titelgebung ist ähnlich, auch das Thema. Es geht um Isolation. Hier ist die Hauptfigur aber nicht ein Autist, der in seiner ganz eigenen Welt lebt und erlebt, sondern die kleine Adina, die mit ihrer Messie-Mutter in Hamburg lebt und ihren eigenen Weg im Leben finden muss. Das ist gar nicht so leicht, denn Adinas Mutter hat ihr verboten, mit den "Klopfern", den normalen Menschen, Kontakt zu haben und so bleibt die Außenwelt dem Mädchen fremd und sie wird unfreiwillig zur Außenseiterin. Erst als sie in einer Vogelschützerin eine Art Freundin findet und die Freiheit der Kraniche kennen lernt, beginnt bei Adina eine Entwicklung hin zu einem "normalen" Leben, während die Mutter immer mehr "Dinge" ins düstere, kalte Haus schafft.
Brauns schafft es zum zweiten Mal, den Leser absolut zu fesseln, vor allem, weil er wieder wunderbar eigene Wortkreationen oder ganz neue Wörter erfindet. Da das Buch aus der Sicht einer 5-8jährigen geschrieben ist, ist die Sprache einfach und leicht zu lesen. Umso fesselnder ist der Inhalt. Man fiebert mit Adina mit und drückt ihr die Daumen, dass sie die Kurve kriegt. Obwohl es viele Momente zum Schmunzeln gibt, ist "Kraniche und Klopfer" doch oft auch ein sehr trauriges Buch, aber eine Geschichte, die beim Leser Gefühle erzeugt, kann ja gar nicht schlecht sein.
Ein wunderbares Buch, das ohne großes Spektakel unterhält, aber auch nachdenklich macht.