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Beiträge von dare100em
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Rezensionen verfasst von
dare100em

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Nokia Lumia 920 Smartphone (11,4 cm (4,5 Zoll) WXGA HD IPS LCD Touchscreen, 8 Megapixel Kamera, 1,5 GHz Dual-Core-Prozessor, NFC, LTE-fähig, Windows Phone 8) matt black
Nokia Lumia 920 Smartphone (11,4 cm (4,5 Zoll) WXGA HD IPS LCD Touchscreen, 8 Megapixel Kamera, 1,5 GHz Dual-Core-Prozessor, NFC, LTE-fähig, Windows Phone 8) matt black
Wird angeboten von Mobile_World
Preis: EUR 279,00

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Top Smartphone - dank GDR2 noch besser, 2. Oktober 2013
Ich habe das 920er schon seit etwas 1 Jahr. Ich hatte zu Beginn mit kleinen Problemen wie dem sporadischen Restart zu kämpfen, dies ist jedoch bereits mit GDR I verschwunden. Seit GDR II ist auch die erhöhte Akkuentladung über Nacht bzw. bei Nichtnutzung weg. Einziger echter Kritikpunkt auf der Hardwareseite ist das verstauben des Front-Kameramoduls, dieses tritt tatsächlich auf, wenn bei mir bisher auch noch nicht in kritischem Maße.

Von WinPhone selbst bin ich sehr angetan und möchte es nicht mehr missen. Natürlich hat es auch Schwächen (VPN, Volumenkontrolle, Musikplayer und Synchronistation, ...), insgesamt bietet es für mich jedoch "Das Beste aus zwei Welten" und mit WinPhone "blue" kommen weitere Verbesserungen. Ich hoffe sehr, nicht in 2 Jahren nur noch zwischen Android und Apple wählen zu können.


Nokia Lumia 710 Smartphone (9,4 cm (3,7 Zoll) Touchscreen, 5 Megapixel Kamera, Windows Phone Mango OS) schwarz
Nokia Lumia 710 Smartphone (9,4 cm (3,7 Zoll) Touchscreen, 5 Megapixel Kamera, Windows Phone Mango OS) schwarz
Wird angeboten von Krev24
Preis: EUR 159,90

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unkompliziertes Smartphone zum fairen Preis, 18. Oktober 2012
Ich besitze das Gerät seit nunmehr rund 3 Monaten und bereue die Anschaffung in keinster Weise.

Das Gerät ist sehr intuitiv bedienbar und erfordert auch keien größeren Individualisierungsaufwand. Dank der Nokia eigenen Software(-apps) bietet es zudem einen echten Mehrwert. Die kostenlose und sehr gute Navigation dürfte mittlerweile bekannt sein. Aber auch der Streamingdienst Nokia Music ist genial! Ich kann völlig entspannt und ohne Aufwand verschiedene Mixe streamen oder auch - zeitlich begrenzt - offline verfügbar machen. Die Auswahl ist sehr groß, es gibt Rockmixe, Trance, 70er, 80er, diverse aktuelle internationale Charts oder auch die Option, 3 Interpreten zu nennen auf deren Basis dann ein Mix zusammengestellt wird. Auch Spezielleres wie Grunge oder Death Metal fehlt nicht.

Natürlich hat WinPhone 7.5 "Mango" auch Nachteile, dass dürfte aber hinlänglich bekannt sein. Dazu zählen neben den reinen Hardwarebeschränkeungen natürlich auch die Breite das Appangebotes bzw. die Tatsache, dass Vieles verzögert bereitgestellt wird oder nicht den vollen Funktionumfang bieten (z. B. Runtastic-pro App für WinPhone). Insbesondere im Bereich Gaming und freies Browsen gibt es deutlich überlegene Geräte, wer das will muss auf WinPhone8 warten und entsprechend mehr investieren. Man vermisst hier und da auch bekannte einfache Features älterer Geräte, z.B. die Möglichkeit sich an Geburtstage einfach aus der Kontaktliste (der Telefonnumer) heraus erinnern zu lassen ohne umständliche Kalendersynchronisatioen durchzuführen.

In Relation zum aktuellen Preis unter 200,- € ist das Gerät dennoch uneingeschränkt zu empfehlen und erhält daher 5 Sterne.


Wicked Chili GoPro Hero 3+, 3 Plus, 3, 2, 1 Kamera Zubehör Suction Cup Mount Halterung, Sauger für ebene Flächen (vibrationsfrei / made in Germany)
Wicked Chili GoPro Hero 3+, 3 Plus, 3, 2, 1 Kamera Zubehör Suction Cup Mount Halterung, Sauger für ebene Flächen (vibrationsfrei / made in Germany)
Wird angeboten von Wicked Chili
Preis: EUR 19,90

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Brauchbar fürs Lumia, 29. August 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Das Set ist durchaus brauchbar für die Nutzung im Pkw. Wie berreits von einigen bemerkt ist das Ladekabel allerdings sehr kurz ausgefallen bzw. steht unter erheblicher "Spannung". In meinem Fall (Skoda Octavia) funktionierte das Ladekabel jedoch prinzipiell, d.h. es wurde nicht passiv herrausgezogen. Dies kann jedoch bei einem anderen Pkw durchaus anders aussehen.

Weiterhin ist es durchaus problematisch, bei der Nutzung des Lumia 710 als Musikplayer über den chinch-Ausgang (Klinke) in das Audiosystem des Pkw (und gleichzeitiger Nutzung des Ladekabels für z.B. Navigation) beide Kabel anzuschließen. Man muss das System quasi um 180° drehen um beide Anschlüsse (Micros-USB + zentrischer chinch) nutzen zu können und auch dann ist das Ganze leicht verdreht, es funktioniert aber dennoch.

Die allgeimeine Stabillität ist ausreichend, insgesamt ist das Set inklusive guter Schutzhülle zu dem Preis durchaus empfehlenswert.


Ostpreußen: Geschichte und Mythos
Ostpreußen: Geschichte und Mythos
von Andreas Kossert
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

5.0 von 5 Sternen Verdichtete Geschichte Ostpreußens, 29. August 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Das Buch von A. Kossert kann als ganzheitliche Abhandlung zur Geschichte und Kultur Ostpreußens angesehen werden.

Es beschreibt schlicht und sachlich die vielfältige und wechselhafte Geschichte dieser Region beginnend vor dem Ordensstaat mit den baltischen Prußen bis in die Gegenwart, welche mehr als 700 Jahre Teil des deutschen Kulturraums war. Es kommen im Gegensatz zu vielen populären Büchern auch statistische Daten und Hintergrundinformationen nicht zu kurz. Kossert beschreicht ausführlich das multhiethnische Gemisch der Region und dessen Wandel über die Jahrhunderte. Das Buch bietet ferner umfassende Einblicke in kulturelle Leistungen und herrausragende Persönlichkeiten Ostpreußens und im speziellen Königsbergs, wie zum Beispiel das Wirken Kants. Besonders ausführlich wird auch auf die Religionsgeschichte und den wichtigen Beitrag der Kirche für die Gesellschaft in Ostpreußen in schwierigen Zeiten eingegangen.

Der Author schließt mit einem optimistischen Aufruf zur Wiederentdeckung und Integration Ostpreußen in einem europäischen Kulturraum, welchen man nach den Lektüre des Buches zumindest für den heutigen russischen Teil Ostpreußens geneigt ist nur bedingt zu teilen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 19, 2012 6:08 PM CET


Dysgenics: Genetic Deterioration in Modern Populations
Dysgenics: Genetic Deterioration in Modern Populations
von Richard Lynn
  Taschenbuch
Preis: EUR 38,43

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alternativloses Standardwerk zu dysgenetischen Entwicklungen, 27. Februar 2012
Absolutes Standardwerk zu Dysgenetik und (wenig überraschend) ohne entsprechendes Gegenstück im deutschsprachigen Raum. Vertiefend zu leichterer Kost à la "Deutschland schafft sich ab" kaum zu schlagen. Neben der im Kern behandelten Fragestellung zur empirischen Evidenz dysgenetischer Entwicklungen seit rund 150 Jahren in westlichen Gesellschaften wird auch die Problematik weiterer - für die wirtschafftliche und gesellschaftliche Stabilität wichtige - Vererbung "weicher" Charaktereigenschaften, die im Englischen unter "conscientiousness" und im Deutschen am besten unter Gewissenhaftigkeit/Nachhaltigkeit zusammengefasst werden, abgehandelt.

Leider steht die Aufmachung der Tabellen etc. dem Inhalt stark nach. Beispielweise ändern sich die Schriftgrößen zwischen den Tabellen massiv, graphische Darstellungen fehlen völlig. Zudem sind einige orthografische bzw. Tippfehler durchgegangen. Das dürfte aber auch der Tatsache geschuldet sein, dass solche Veröffentlichungen entgegegen der political correctness quasi stets "1-Mann-Werke" darstellen. Zudem gehört Lynn eben auch nicht gerade zur "Web 2.0" -Generation. Das kann Werken wie "Der Mythos vom Niedergang der Intelligenz: Von Galton zu Sarrazin: Die Denkmuster und Denkfehler der Eugenik", welche auch noch im Springer Vertrag erscheinen, nicht passieren. Inhaltlich dagegen ist das Buch absolut empfehlenswert. Empfehlenswert zu Fragen der Intelligenz auch Zimmer: Ist Intelligenz erblich? - Eine Klarstellung oder Rost: Intelligenz - Fakten und Mythen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 28, 2012 12:26 PM MEST


The Chinese Economy: Transitions and Growth
The Chinese Economy: Transitions and Growth
von Barry Naughton
  Taschenbuch
Preis: EUR 23,32

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Umfassende Beschreibung der chinesichen Wirtschaftsentwicklung der 2ten Hälfte des 20 Jahrhunderts, 27. Januar 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Ich habe das Buch bereits vor einiger Zeit gelesen. Es bietet eine Fülle von Fakten zur chinesischen Wirtschaftsentwicklung seit Mao Zedong und hilft, die aktuelle Struktur und die Entwicklungen der zweitgrößten Volkswirtschaft der Erde besser zu verstehen. Verschiedene Aspekte - beginnen mit der Landreform - werden umfassend chronologisch beleuchtet und abgehandelt. Es werden auch Probleme bzw. Besonderheiten wie die teilweise unklare Lage der statistischen Daten angesprochen. Insgesamt ein tiefer und sehr sachlicher Einblick in die chinesiche Ökonomie, ein Muss für jeden Chinakenner oder Interessiereten.

Eine Aktualisierung der Entwicklungen nach 2000 wäre sehr wünschenswert.


Ich beginne zu glauben, dass es wieder Krieg geben wird: Was die Systemische Evolutionstheorie über unsere Zukunft verrät
Ich beginne zu glauben, dass es wieder Krieg geben wird: Was die Systemische Evolutionstheorie über unsere Zukunft verrät
von Peter Mersch
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,90

8 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vielschichtige und umfassende Betrachtung zur gesellschaftlichen Entwicklung, 27. Januar 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Zuallererst ist festzustellen, dass das neuste Werk von P. Mersch einen überaus wichtigen und sachlichen Beitrag hinsichtlich der aktuellen qualitativ-quantitativen demographischen Entwicklungen leistet, welche sich zumindest in Ihrer ganzen Breite und Tiefe nur den wenigsten Menschen derartig tief erschließt wie dem Autor. Im Gegensatz zu vielen anderen Autoren, die auf der "Sarrazin-Welle" schwimmen beschäftigt sich Mersch schon länger als Sarrazin selbst mit diesen Entwicklungen und dürfte für diesen auch als Primärquelle gedient haben. Gegenüber seinen älteren Büchern (Beispielsweise Hurra, wir werden Unterschicht") ist das aktuelle Buch deutlich gereift und auch insgesamt thematisch umfassender", allerdings kompakt verdichtet und - zwangsweise - pessimistischer.

Bemerkenswert finde ich die Betrachtungen zur Entropieentwicklung und den Bezug zu selbstreproduzierenden Systemen (z. B. Lebewesen) im Zusammenhang mit dem entropischen Zeitpfeil des Universums. Änliche Überlegungen kenne ich auch. Sie haben dann für mich allerdings zur Erkenntnis geführt, die Frage nach dem Sinn des Lebens, den P. Mersch nicht direkt bereits im Kampf gegen die Entropie sieht (S 7: Ich empfinde die aus ihm hervorgehende Sinnlosigkeit als beinahe unerträglich."), bereits durch die Entropie selbst zu beantworten: Der Sinn allen Strebens" und aller (komplexen) nichttechnischen Systeme (Lebewesen) - und der technischen Systeme als Hilfsmittel - kann im Prinzip als "Antientropiekampf" auf lange Sicht angesehen werden. Dazu muss man alles tun, auch wenn unser Universum dem "Wärmetot" letztlich - wie natürlich auch Mersch erkennt - nicht entgeht. Doch auch dies (Wärmetot des Universums) muss keine zwangsweise finale Grenze sein.

Nach dem er eingehend die systemische Evolutionstheorie vorstellt und aufbaut, handelt der Autor in diversen Kapiteln aktuelle politische Vorstellungen ab und zeigt deren teilweise absurden Widersprüchlichkeiten und stellt die bedenklichen Entwicklungen hin zu pseudowissenschaftlichem Wunschdenken ala Gendertheorie (Kapitel 7) oder dem Antibiologismus (Kapitel 6) konzeptionell treffend vor. Auch den Medien (Kapitel 8) und ihrer Rolle wird ein Kapitel gewidmet, was die damit im Zusammenhang stehenden Themenkomplexe abrundet. Im Gegensatz zu anderen Autoren bleibt er hier sehr sachlich.

Herr Mersch geht also in seinem Werk über die klassische Evolutionstheorie heraus, in welcher im Prinzip nur Lebewesen Evolutionsakteure sind und ordnet auch sogenannten Superorganismen, d.h. Unternehmen, Organisationen und Staaten (bzw. stattlichen Gebilden) - neben Einzellern und Mehrzellern - als Evolutionsakteure in der systemischen Evolutionstheorie ein, welche bestrebt sind ihre Kompetenzen (unmittelbar und mittelbar) zu erhalten. Diese Sichtweise ist interessant und im Zusammenhang mit dem Entropiebegriff in der Tat (intellektuell) beachtlich. Allerdings gibt es auch noch "Lücken" und/oder Unklarheiten bei dieser Betrachtung. Darauf geht er jedoch nicht ein, sondern stellt die Theorie als abgeschlossen dar, was sie aber (in meinen Augen) sicher nicht ist, zumal sie nur verbal-qantitative Argumente aufbaut und aus sich keine falsifizierbaren Kausalitäten hervorbringt (wie die aus der Evolutionstheorie hervorgehende zwanghafte Notwendigkeit einer "Erbinformation", welche weitergegeben wird, und welche später als Genom eines biologischen Lebewesens inkl. des Speichers DNA ja auch entdeckt wurde). So weist der Autor zwar selbst darauf hin, dass die komplexeren Akteure der systemischen Evolutionstheorie (Superorganisation, z. B Unternehmen) mehr sind als die Summe ihrer handelnden (Einzel-)Akteure (Menschen). Er verweist dabei u. a. auf den Vergleich mit Neuronen im Gehirn (Gehirn ist mehr als Summe der Neuronen bzw. lässt sich daraus nicht erklären), was an sich absolut richtig ist und ein inhärentes Merkmal komplexer Systeme. Dennoch gibt es in meinen Augen hier Unterschiede bzw. wäre Manches zu vertiefen. Unternehmen sind natürlich komplex-chaotische Systeme, dennoch werden sämtliche Entscheidungen letztlich von einzelnen Menschen (oder seltener von Menschengruppen im Konsens) getroffen. Weiterhin sind Menschen autarke, sich selbst reproduzierende Systeme. Das sind jedoch Unternehmen nicht, die Ressource Mensch stellt für sie eine besondere Bedeutung in dem Sinne dar, dass sie quasi aktiv systemdeterminierend und passiv unentbehrlich zugleich ist. Menschen entwickeln sich autark (durch genetische Evolution) fort, Unternehmen hingegen können sich nur durch Menschen, d.h. "intelligente" Teilmengen fortentwickeln und sind von diesem in besonderem Maße abhängig, manchmal sogar von einzelnen Menschen (Bill Gates, Steve Jobs, Werner v. Siemens, Carl Benz, P.-J. Tata...). Zwar stellt auch - wie vom Autor richtig bemerkt - ein Vielzeller bzw. vielzelliger Eukariot eine extrem integrierte Symbiose ehemals einzelliger Organismen dar, jedoch schlüsselt die DNA bzw. das Genom eines Menschen eben die Reproduktion und gleichzeitige Evolutionsfähigkeit dieser Teilmengen ins sich, d.h. die Teilmengen (Zellen) sind eben nicht (mehr) autark". Unternehmen hingegen haben keinerlei Informationen bzw. autarke Strukturen, aus denen wieder ihre absolut wesentlichste Primärressource (Menschen) oder ihre generellen Strukturen hervorgehen und gleichzeitig mit dem Superorganismus evolvieren. Das ist zwar denkbar (Kybernetik, starke KI), aber aktuell eben (noch nicht) gegeben. Dieser qualitative Unterschied sollte zumindest benannt werden. Platt formuliert sind Menschen aktuell für Superorganismen eben etwas anderes als z.B. Sauerstoff für Menschen, da Sauerstoff keine Entscheidungen trifft und nicht selbständig autark evolviert. Unternehmen (und anderes Superorganismen) verfügen aktuell eben noch nicht über vollständig "entkoppelte" Kompetenzen. Dieses würde ausschließlich eine starke KI leisten oder eine Superorganisation, welche autark evolviert, was z. B. ein Computerprogramm (oder eine Maschine, welche sich selbst repliziert) eben nicht leistet, es bzw. sie repliziert sich nur 1 zu 1 und daher findet auch keine nachhaltige und vom Menschen entkoppelte Evolution statt. Vielzeller hingegen weisen eine von Einzellern vollständig entkoppelte autarke Evolution auf.

Abschließend stellt der Autor noch einige Vorschläge in den Raum (Was zu tun ist, Kapitel 11). Ich halte die meisten Vorschläge als politisch kaum umsetzbar, aber dass betont der Autor auch durchaus selbst, in dem er auf Seite 236 schreibt: "Und damit wissen Sie dann auch, warum das Buch einen so pessimistischen Titel trägt". Im Kern steht dabei besonders das "Familienmanagermodell", bei dem gut gebildete Frauen (und Männer) gegen eine angemessene Entlohnung quasi unsere Fertilitätslücke Richtung einer zusammengefassten Geburtenziffer von 1,8 (was ich für zu wenig halte) schließen und damit die gesellschaftliche Reproduktion qualitativ und quantitativ sichern. Dieser Ansatz ist definitiv sinnvoll und auch durchdachter als Beispielweise die von T. Sarrazin vorgeschlagene "Akademikerprämie" von pauchal 50.000,-€ bei Geburt.
In meinen Augen kann die Lösung aber nur radikaler ausfallen, zudem teile ich Mersch's Skepsis gegenüber stattlichen Einrichtung als in der DDR aufgewachsener und ab einem Alter von 9 Monaten in die Krippe gegangener Mensch nicht. Intelligente Individuen (und nur danach sollte gezielt selektiert werden, evtl. noch Erbkrankheiten), sollten Samen + Einzellen spenden, welche dann von Leihmüttern mit durchschnittlicher Intelligenz - allerdings bei gutem gesundheitlichem Zustand und mit einer soliden Ausbildung - ausgetragen werden. Die nachfolgende Erziehung erfolgt in stattlichen Einrichtungen, welche natürlich über ein hohes Niveau verfügen müssten. Es ist aber prinzipiell nicht undenkbar, die Aufzug von Kindern gesellschaftlich wesentlich aufzuwerten, dass wäre ein inhärenter Kern des Konzeptes. Hier sollten auch Männer mit eingebundne werden. Für die ersten Lebensjahre könnte eine spezielle Bindung an die Leihmütter ins Auge gefasst werden. Die Leihmütter könnten in dieser Zeit auch durchaus vor Ort in separaten Wohneinheiten mit "ihren" Kindern leben und der Übergang in die staatlichen Einrichtungen mit etwa 3-4 Jahren würde fließend gestaltet. Wenn 10-15% der Frauen als Leihmütter fungierten (Geburtenabstand rund 3 Jahre, insgesamt 15-20 Jahre lang) und so insgesamt rund 20% der Frauen für die gesellschaftliche Reproduktion abgezogen würden, könnten selbst bei einer Fertilität von nur 1,4 der Restbevölkerung eine Gesamtfertilität von rund 2,0 bis 2,1 erreicht werden - inklusive einem 30% Anteil genotypisch potentiell hochintelligenter Individuen. Es blieben immer noch rund 80% der Frauen und quasi alle Männer für die Superorganismen" Unternehmen verfügbar. Das ein derartiges Konzept völlig undurchsetzbar ist dürfte natürlich klar sein, was nichts daran ändert das es einen Lösungsansatz bieten würde, der noch nicht einmal die gebildeten Frauen der Wirtschaft entzieht" und dabei dennoch ein äußert gesundes Geburtenprofil aufweist.

Im folgenden Anmerkungen zu einzelnen Passagen bzw. Textstellen.

Positiv:
S. 17: Anmerkung zur realistischen Betrachtung von Kooperation und Konkurrenz gut herausgestellt, insbesondere auch, das Kooperation oft dritten schadet. Aktuell wird Kooperation viel zu stark (politisch motiviert) positiv hervorgehoben und betont.
S. 24: "Recht des Besitzenden" als Grundlage moderner menschlicher Kultur im Gegensatz zum reinen "Recht des Stärkeren" in der klassischen Evolutionstheorie, dem ist zuzustimmen. Allerdings gibt es Mischformen, auch die Evolutionstheorie gesteht dies ein (Singvögel, Pfau etc.). Dies wird von Mersch jedoch auch eingeräumt.
S. 32/33: Sehr guter Ansatz der Beschreibung der Systemhierachisierung, unabhängig von der absoluten Richtigkeit der Betrachtungen. Evolution ist in Komplexitätssteigerungen inklusive neuer evolutionärer Strategien eingebunden, siehe erste Predatoren, soziales Verhalten höherer Tiere allgemein ("Recht des Besitzenden"), heutige externe Randbedingungen durch "Superorganismen". Diese Komplexitätszunahme wird durch kl. Evolutionstheorie nur begrenzt oder auf Umwegen ("Red Queen Mechanismus") erfasst.
S. 66/68: Hier werden monokausale Erklärungen prinzipiell als äußerst problematisch dargestellt. Dies ist ohne Frage richtig und ein grundlegendes Problem der heutigen Zeit. Nahezu alle wesentlichen Probleme der Menschheit sind stark verquickt und können nicht einzeln beleuchtet oder durchdrungen werden. Beispiel: Dysgenische Tendenzen innerhalb von "Populationen" und zwischen Populationen", Überalterung, Peak Resources (inkl. Peak Oil), Klimaerwärmung, zunehmende Komplexität technischer Systeme, globale Interaktion (Globalisierung"), FIAT-System ohne reale Hinterlegung immer größerer Vermögenswerte usw.. Hier wäre auch insbesondere die extreme Diskrepanz von Theorie/Praxis in vielen (Wissens-)Bereichen zu nennen, weil intradisziplinär argumentiert wird.
S. 76: Die Hardware - Software Analogie, welche der Autor im Kapitel zum Antibiologismus auf Seite 76 einführt, kann man gar nicht genug würdigen, dass trifft es absolut. Gene geben Struktur, Leitgeschwindigkeit etc. des Gehirns vor (also die Hardware"), Software wie Bildung, Kommunikation ist nat. dennoch sehr wichtig und essentiell, beides wirkt zusammen. Und Eines ist ohne das Andere nicht viel.
S. 118/119: Interessant und gut beschreibt Mersch hier die Fortpflanzung und die dazu folgenden Evolutionskriterien der Honigbienen. Im Gegensatz z.B. zum Popper-Absatz auf Seite 146 sind die Ausführungen ausführlich und ohne zu Hilfenahme von Sekundärliteratur gut nachvollziehbar.
S. 123: Die Beschreibung des Patriarchats ist sinnvoll, allerdings spielten historisch vor allem auch Überlebensraten (von Kindern unters. Intelligenter Eltern) eine große Rolle für eugenische Effekte. Zudem gewisse Problematik (Beispiel Argumentier intergenerative eugenische Effekte über die Vererbung der männlichen Schiene) im Hinblick auf die (unsichere und sicher nur zum Teil zutreffende) Erkenntnis von Biogenetikern hin, dass Intelligenz zumindest mehrheitlich über die weibliche (X-Chromosom) "Schiene" geht, was auch die höhere Standardabweichung innerhalb der Intelligenzverteilung männlicher Individuen erklärt.
S. 125/126: Den Ausführungen zur Intelligenzsteigerung durch bessre Bildung etc. ist zuzustimmen, phänotypischen Intelligenzsteigerungen (durch bessere Bildung etc.) sind enge Grenzen gesetzt und werden oft überschätzt, in modernen westlichen Gesellschaften wird bereits ein Großteil der Potentiale gehoben (Software ist gut).
S. 145/146: Die Analogie mit Beschreibung der Unterwürfigkeit an einem Herscherhof mit modernen Gutmenschentum" ist sehr gut gelungen und zutreffend. Menschen neigen stark zum Opportunismus, oft wissen sie es aber auch nicht besser ("Des' Brot ich ess', des' Lied ich sing'")
S. 158/159: Auch die Beschreibung der Hypothese von Scarr und McCartney fehlt bei Mersch nicht. Sie geht davon aus, dass die Bedeutung der genetischen Analagen für die phänotypische Ausprägung der Intelligenz mit dem Alter zunimmt, was sich auch mit empirischen Beobachtungen deckt, weil sich Menschen ihre "Nischen" suchen. Wer bereits in der Schule Probleme mit dem Lesen und dem grundlegenden Verständnis hat, wird sich kaum in einer Bibliothek (oder in "Bibliotheksecken" des "web") oder an einer UNI wohlfühlen, sondern vielleicht eher körperlich betätigen (oder auch gar nicht und sich passiv vom TV berieseln lassen). Damit wird der Abstand zum wissbegierigen Mitschüler, der in der Freizeit Hawkins Bücher liest und später die Universität besucht kausal immer größer.
S. 160/161: Mersch zeigt hier, dass die implizite Annahme, dass alle Menschen gleich sind direkt eine Kultur des Neids bedingt. Das läst sich für Deutschland auch in der Tat sehr gut zeigen, in anderen Gesellschaften ist dies allerdings weniger ausgeprägt.
S. 172: Eine gute Analogie der Empty Slade" - Theorie mit Musikern in Gesellschaften. Nach dieser Theorie wird Musikalität (wie Alles) anerzogen, da ja Alle absolut gleich sind. Demzufolge wäre es egal, wenn alle musikalischen Menschen keine Kinder mehr hätten, da man die Musikalität ja anerziehen" kann.
S. 181: Auch hier muss man Mersch zuzustimmen. Er erkennt, dass Menschen im Allgemeinen stets reagieren, selten antizipieren und darauf aufbauend agieren, siehe Klimawandel und vieles mehr. Zudem ist selbst in westlichen und asiatischen Gesellschaften ein IQ über 110 eher selten, welcher aber für antizipatorisches Handeln zwingend ist, oft gilt heute eher "Life for the moment".
S. 205: Hier bezieht sich Mersch auf den bis vor kurzem verbreiteten Mythos, Geld könne quasi aus Geld entstehen, was langfristig nicht möglich ist (reine Dienstleistungsgesellschaft). Dies ist ein oft ignoriert Grundproblem, auch in der aktuellen Finanzkrise.
S. 216: Die Beschreibung der Wirkung der Kinderlosigkeit auf die gesetzliche Renteversicherung ist sehr gelungen, die extreme Verletzung der Generationsgerechtigkeit wird sofort deutlich.
S. 220: Auch hier muss man Mersch (leider) zustimmen, moderne "westliche" Demokratien sind in sich" nicht nachhaltig bzw. entziehen sich selbst die Grundlage, siehe auch z.B. die Wirkung der Agenda 2010. Dies trifft auch auf Teilmengen wie die Emanzipation oder (akzeptierte) Homosexualität zu.

Kritik/Anmerkungen:
S. 4: Ein Beispiel für eine herablassende" Bemerkung zur Evolutionstheorie findet sich hier: "..., obwohl sie für alle Evolutionären Entwicklungen, die über Frösche, Pfauen, Butterblumen und die Wildnis hinausgehen, letztlich nicht zu gebrauchen ist". Eine sehr pauschale Aussage, die zudem die notwendige fachlich-sachliche Distanz missen lässt.
S. 11: u.a. Dawkins Frühwerk "Das egoistische Gen" wird von Dawkins selbst als überholt oder zumindest an manchen Stellen als verbesserungswürdig angesehen, die Meinungen der Evolutionsbiologen und Biogenetiker sind hier mittlerweile humaner, dass trifft auch auf die Meme zu, die ich ebenfalls für ein sehr fragwürdiges Konstrukt halte. Eine Radikaldarstellung ist an dieser Stelle falsch, dass ist ähnlich wie wenn "Antibiologistiker" Rassenhygienebücher des 19 Jh. zur Untermauerung ihrer Thesen zitieren und als Ansicht der "Biologisten" darstellen. "The greatest Show on Earth" ist beispielsweise ein aktuelles und wesentlich differenzierteres Werk Dawkins. Auch auf Seite 20 werden Dawkins Aussagen zum Altruismus unterstellt, die so vielleicht in "Das egoistischen Gen" enthalten sind, aber später von ihm anders dargestellt werden, z. B. durch Antizipierung späterer (sozialer) Vorteile und Gefolgschaft, was nachweislich sinnhaftig ist.
S. 23: Das Recht des Besitzenden dürfte beim Menschen natürlich gesehen stark eingeschränkt bzw. gemischt auftreten mit Phasen, in denen das Recht des Stärkeren weit überwiegt.
S. 31: Die Darwin'sche Evolutionstheorie (Über die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl) hat mit Malthus keinen direkt Bezug bzw. nur wenige Schnittstellen. Das unter natürlichen" Bedingungen der Fertilitätsdrang höher als die "natürliche" Mortalität sein muss ist kausal zwangsweise notwendig und letztlich trivial.
S. 57: Im Ausflug zur Gier (Kapitel 5) wird mir Stellenweise das altruistische Prinzip zu wenig beachtet, obwohl der Autor sonst durchaus ausführlich darauf eingeht.
S. 65/228: Auf diversen Seiten kommt immer wieder ... ich erwähnte es bereits...", was einen leicht aufgesetzten bzw. Oberlehrerhaften Charakter hat
S. 86: Beispielhaft hier eine Satzlänge über 5 Zeilen mit x Einschüben, welche den Lesefluss unnötig verkompliziert.
S. 93ff.: Die (eventuellen) Stabilisierungstendenzen durch religiöse Fertilität unabhängig vom Intelligenzniveau fehlt hier - wie allerdings in allen Werken zur Thematik. Das müsste zumindest für Deutschland gelten, d.h. religiöse Menschen haben unabhängig vom Intelligenzniveau mehr Kinder als Nichtreligiöse, siehe auch Studie Berlin Institut für Bevölkerung zur Thematik..
S. 115: Der Begriff "Peers" im Sinne sozialer Gruppen (z.B. Jugendclique) hätte zumindest kurz erklärt werden können.
S. 126: Eine englische Quelle, z.B.: [...] ist hier wesentlich aussagekräftiger und neutraler als das deutsche Wikki
S. 126: Die Annahme einer stabilen Bevölkerung ist eher nicht realistisch, Stabilität ist generell in der Natur langfristig quasi nicht vorhanden. Man sollte grundsätzlich meiner Meinung nach geringes humanes Wachstum anstreben. Realistischerweise wird es aber immer Zyklen (auf und ab) geben.
S. 146: Der philosophische "Popper-Ausflug" ist leider sinnlos, da er nicht weiter erläutert wird. Zum Verständnis wäre Sekundärliteratur erforderlich, was nicht sinnvoll ist. Wenn Anekdoten etc. präsentiert werden, dann sollten sie auch nachvollziehbar beschrieben werden.
S. 148: Hier bin ich mir über die Deutung und vor allem die abgeleitenden Schlussfolgerungen nicht klar. Selbst wenn Eva H. die NS-Familienpolitik als - teilweise - sinnvoll erachten würde, so wäre das doch nicht prinzipiell verwerflich. Warum sollte das so sein, schließlich werden Autobahnen auch nicht grundsätzlich hinterfragt, weil Hitler sie für die schnelle Truppenverlegung vorgesehen hatte. Die Argumentation, sie habe auf keinen Fall Teilaspekte der NS-Familienpolitik oder Werte aus dieser Zeit in einem positiven Licht erscheinen lassen erschließt sich mir nicht.
S. 157: Sich selbst als Überflieger zu bezeichnen wird der Wissenschaftlichkeit des Werkes nicht gerecht, es wäre auch nicht notwendig, selbiges ebenfalls auf S. 204. Die Anmerkung, dass das Buch (wahrscheinlich) nicht kostendeckend für den Autor ist, ist deplaziert und lamentierend", da diejenigen, welche es lesen daran ja wohl keine Schuld haben.
S. 160-162: Auch hier kann man ein Anekdote zur mathematischen Genialität des Autors finden (er hat ein schwieriges mathematischen Problem als Student gelöst). Zudem ist die Kausalkette schwach, da mathematische Beweise doch i. d. R. recht eindeutig mittelfristig bewiesen werden können - was der Autor dann auch einräumt. Damit ist aber dann auch das Beispiel "Mathematikbeweis" für wissenschaftliche Zensur eben nicht sehr geeignet.
S. 176: Hier wird eine schrumpfende Bevölkerung (wiederholt) als generell positiv dargestellt, was fraglich erschient und ohne Kausalbeweis im Raum steht. Zwar gibt es aktuell sicher eine Ressourcenüberbeanspruchung" auf der Erde, jedoch ist es fraglich, ob dies zu einer absoluten Bevölkerungshöhe in Verbindung steht. Denn das hätte man ja auch in Mitteleuropa des 17 Jahrhunderts. feststellen können. Es handelt sich auch hier um ein (wie von Mersch ja sonst vollständig erfasst) qualitatives Problem. Die uns prinzipiell von der Sonne zur Verfügung stehenden energetischen Ressourcen würden noch wesentlich höhere Bevölkerungszahlen erlauben, wenn eben das technologische Niveau entsprechend ausreichend hoch wäre (es eben genug intelligente Mathematiker, Ingeneure, Agraringenieure etc. gebe). Als Extrembeispiel liese sich die Bevölkerung und Ressourcennutzung des Sonnensystems anführen, welche naturwissenschaftlich definitiv möglich ist. Wenn nat. die Masse der Bevölkerung unter IQ 90 liegt - mit fallender Tendenz - ist das in der Tat dann ein Überbevölkerungsproblem, da eine Säugetier unserer Größe ohne unsere kognitiven Fähigkeiten (und damit ohne ein entsprechendes technologisches Niveau) ganz sicher nicht eine Population von 7 Milliarden auf der Erde aufweisen würde (Schätzungen gehen von max. 10 Mio. aus). Wäre der durchschnittlich IQ der Weltbevölkerung allerdings z.B. 120, so wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit auch eine Bevölkerung von 10 Milliarden aufgrund des resultierenden technischen Niveaus absolut tragbar. Demographische Quantität kann in meinen Augen niemals ohne die Betrachtung der Qualität sinnvolle Aussagen liefern.
S. 184: "Agnostikertheorie" beziehungsweise Bekenntnis als Agnostiker sehr fraglich, dann könnte man auch ein fliegendes Spagettimonster" als nicht falsifizierbar deklarieren, es wäre sogar wahrscheinlicher (als eine undefinierte übermächtige göttliche Entität), da es zumindest Spagetti ja gibt. Jede denkbare Absurdität ist nach diesem Prinzip genauso möglich wie die Existenz "Gottes". Zudem ist die Gleichsetzung einer - wie auch immer gearteten - Entität mit "Gott" sehr fraglich. Man sollte generell die Nichtfalsifizierbarkeit keineswegs auf eine Stufe mit einer wissenschaftlich falsifizierbaren (oder eben nicht falsifizierbaren) Theorie stellen.
S. 185/189: Die Kritik am Ansatz, dass letztlich DNA die zentrale Triebfeder und Reproduktionseinheit darstellt ist sehr fraglich, da eben tatsächlich intergenerativ nur DNA (bzw. das Genom eines Lebewesen mit dem Speicherbausstein DNA) reproduziert wird und sich direkt und indirekt fortpflanzt, hier hat Dawkins völlig recht, ein Körper ist eine phänotypische Ausprägung seines Genotyps + Umwelt. Nur Evolution produziert autarke Systeme, sonst nichts. Nur die (befruchtete) DNA entwickelt letztlich einen autarken biologischen Organismus (ein biologisches System), die Mechanismen dafür sind heute sehr gut bekannt, es gibt umfangreiche Fachliteratur dazu. Ein biologisches System kann nur über die DNA seine "Kompetenzen" langfristig sicher weiterreichen (neben Kultur beim Menschen, dass aber ist fragil und unsicher).
S. 196: Die Erkenntnisse der "youth-bubble"-Theorie sind richtig, im Prinzip jedoch sehr trivial. Es ist mit gesundem Menschenverstand absolut klar, dass eine Bevölkerung, welche sehr viele junge (Männer) in den 20er'n aufweist wesentlich instabiler/politischer/aktiver auftritt als z.B. das (völlig unnatürliche) Deutschland des frühen 21 Jh., welches bald ein Durchschnittsalter von 50 Jahren aufweisen wird. Das erklärt auch Vieles was z. Zt. passiert.
S. 200: Ob Harems (z. B. im Islam) im Allgemeinen wirklich "Frauenverknappend" waren, ist schwer zu sagen, da das stark von der gesellschaftlichen Durchdringung dieser Lebensform abhängt (beispielweise dürfte das nach Kriegszügen nur bedingt der fall gewesen sein). Der nat. zustand eines Patriarchats ist Frauenüberschuss aufgrund wesentlich höherer männlicher Mortalität. Man hätte es zumindest mit Quellen untermauern müssen. Es dürfte zumindest nicht zutreffen, wenn es nur einige wenige "Herscherfamilien" betrifft. Der Niedergang des Islam hing allerdings auch mit Frauenimport aus (Sub-Sahara)Afrika in Umfängen zusammen, dies weist vielleicht auf einen Frauenmangel hin.
S. 201: Informationsspeicherung und Erhalt ist (wie von Dr. V. Weiss angemerkt) nicht umsonst, Informationsbackup auf z.B. Servern braucht im Gegenteil schon heute erhebliche Mengen an Energie - Tendenz steigend. Wer schon mal in einem Serverraum war kann das spüren. Auch optische Medien sind nicht beständig. Informationsspeicherung und Verarbeitung verbraucht Energie und je komplexer die Prozesse, desto mehr.
S. 207: Das Beispiel der Aktien für nicht-reale Werte an (z.B. an Börsen) ist eher schlecht gewählt, da Marktkapitalisierung (Aktienwert*Anzahl) in der Regel durchaus an reale Kenngrößen wie Umsatz (KUV), Gewinn (KGV) usw. gebunden ist. Der Derivatemarkt mit seinen Verbriefungen auf Verbriefungen und der Möglichkeit, Underlyings (z.B. Aktien) exorbitant zu hebeln wäre das wesentlich bessere Beispiel gewesen.
S. 210: "Superorganismen" schaffen keine "Interdependenezen" aus sich heraus, da sie im Gegensatz zu Menschen eben keine Entscheidungen aus sich heraus hervorbringen (ob bewusst und/oder unbewußt ist dabei nicht wesentlich), sie sind eben nicht "intelligent".
S. 222: Das Klonen von Menschen ist heute bereits prinzipiell möglich, da auch schon andere höhere Säuger geklont wurden, es wird (?) nur aktuell nicht gemacht.
S. 232: Die häufig im Buch anzutreffende unterschwellige Kritik an stattlichen Einrichtungen zur Kindererziehung ist äußerst fraglich. Immerhin lässt sich der offensichtlich BRD-konservativ geprägte Autor nicht mehr zu Aussagen wie in "Hurra, wir werden Unterschicht" hinreisen, Gruppenbetreuung in z.B. Kindergärten wäre im Hinblick auf die epidemischen Infektionskrankheiten dort nicht wünschenswert, obwohl es eine bessere Schulung des Immunsystems gar nicht geben kann. Eine Fertilität von 1,8 ist in meinen Augen höchsten sehr mittelfristig sinnvoll, zumal nicht immer eine Fertilität von 2,05 Bestands erhaltend sein dürfte.


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