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Rezensionen verfasst von
Rhinoman (Rinteln)

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Fall
Fall
Preis: EUR 17,89

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eher ein Frauenfreundliches Album, 7. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Fall (Audio CD)
Nach Rising das nächste Album gegenteilig Fall zu nennen steht natürlich im kausalen Zusammenhang. Ob es aber für eine eigentlich positive Hardrockband empfehlenswert ist solch einen depressiven negativen Albumtitel auszuwählen und ein herbstliches trübes Covermotiv dazu zu wählen mag ich doch bezweifeln, egal, es geht hier um Musik und nicht um die Aufmachung.

Hat Mark Fox mit seiner heisseren Balladengeeigneten Stimme auf Rising einen beachtlichen Einstand abgeliefert, so muss ich jetzt sagen, dass mich auf Fall seine zu präsente Stimme irgendwie nervt und sie eher als Schwachpunkt auszumachen ist, auch kommen mir viele Songs irgendwie durch die neue Stimme weicher vor, da hat Pete Wiedmer doch deutlich besser zur Band gepasst. Mark Fox hat auch kaum Bandbreite, die alten Songs wollen eh nicht zu seinem heisseren Organ passen. Das ist einfach zu viel Luft in seiner Stimme, manches hört sich ja fast schon gehaucht an, ich möchte nicht wissen wie es sich anhört wenn er wirklich mal heisser ist, da kommt ja nur noch Luft raus.

Es ist aber nicht nur die neue Stimme, sondern auch die Kompositionen haben sich in Radiotaugliche soften Mainstream verändert. War der Shakra-Sound anfangs eine Mixtur aus härteren Bonfire(auch Pete Wiedmers Stimme) und alten AC/DC(der abgehackte riffige Boogie-Sound), so kam dann mit dem Power Ride-Album ein gehöriger Anteil Gotthard hinzu, auf Rsing war der Sound noch ein Mix aus diesen 3 Bands, auf Fall ist kein AC/DC-Sound-Anteil mehr vorhanden, es ist nur noch eine Mixtur aus Bonfire und Gotthard zu hören, mit einem Sänger dessen Stärke eben auch diese eher weichere Schiene bedient. Natürlich sind mit "Out of Control" oder "Nightlife" immer noch ein paar härtere Sachen im Programm, aber auf diesem Album wird schon deutlich auf die softere Schiene gesetzt, schon der Opener "Chains of Temptation" kommt seltsam kraftlos aus den Boxen. Mit "How it Feels", "Make it alright" und dem abschliessenden "Immortal" sind auch ein hoher Anteil von gleich 3 Balladen auf Fall zu finden. Mit "Walk on Water" hat man versucht einen komplexeren Song zusammen zu schustern, er ist mittelprächtig geworden, wie so vieles mittelprächtig auf dem Album ist, härtere und weichere Passagen wechseln sich munter ab. Mir fällt es echt schwer irgendwelche Höhepunkte auf dem Album auszumachen, es plätschert vieles gut gemeint an einem vorbei, ohne bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Das gute ist, dass das Album auch keine Tiefpunkte hat, es bleibt auf gesamter Albumlänge immer ein und dasselbe Niveau. Es fehlt auch an Abwechslung, denn es hört sich vieles ähnlich an. Und dann ist die nervige Stimme von Mark Fox zu sehr in den Vordergrund gemischt worden, es gibt kaum mal rockige Titel oder Riffs zu hören, ausser bei besagten 2 Titeln und dem überlangen "Walk on Water".

Ich will der Band auch mit Fall ihre Daseinsberechtigung nicht absprechen, es ist aber eher ein Frauen-Album geworden, an dem die härtere Rockfraktion nur wenig Freude haben dürfte. Man passt sich eben immer mehr ihren Landsmännern von Gotthard an, womit man vermutlich meint einige Platten mehr verkaufen zu können, als wenn man dem melodischen Hardrock mit AC/DC-Anleihen treu geblieben wäre - das muss aber Shakra letztlich selbst wissen und entscheiden, was sie da machen und wie weit sie das ausreizen können - die Frage stellt sich nur, ob man durch die weniger knallige riffbetonte Herangehensweise, softere Marschrichtung am Ende mehr oder weniger Fans hinzugewonnen hat?


Rising
Rising
Preis: EUR 15,30

5.0 von 5 Sternen Guter Einstand von Mark Fox - ein klasse Hardrock-Album, 6. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Rising (Audio CD)
Pete Wiedmer war Geschichte und wir mussten uns mit Mark Fox annfreunden. Dieser hat eher eine Frauenfreundliche recht rauchige Stimme Richtung Rod Stewart, die Hauptsächlich für Balladen und softe Melodic-Rock-Songs gut geeignet erscheint, weniger für wirklich harte Hardrock-Songs, und somit war der Weg von Shakra später dann auch weiter vorbestimmt, der da hiess, den Anteil von AC/DC weiter herunterzuschrauben, und eben mehr hin zu Ihren Schweizer Kollegen von Gotthard zu driften und eben weiterhin Bonfire, aber das kam erst später zum tragen, auf Rising wird noch in gewohnter Manier nach vorne drauf los gerockt. Meiner Meinung nach ist Rising ein echt klasse Album, dem allerdings nach den ersten 7 Songs ein wenig qualitativ die Puste ausgeht.

Zu den Songs:

1:"Now or Never" ist ein flotter harter Smasher mit einem klasse eigängigem Refrain. Toller Opener 5/5

2:Bei "Done me wrong" wird dann die Melodic-Fraktion angesprochen, eingängig und schön 4/5

3:Bei "Too good for me" geht es recht hektisch zu, der Refrain abermals sehr gelungen 4/5

4:"I will be There" - eine der schönsten Powerballaden, die ich kenne - ein wirklich radio-geeigneter toller Song mit einem supereingängigen grandiosen Refrain, den man einfach kennen und liebgewinnen sollte - zwar schmalzig, aber bis heute die beste Ballade von Shakra 5/5

5:Der Midtempo-Rocker "Rising High" überzeugt mit seinem hymnischen Refrain und seinem harten Riffing 5/5

6:"Little Stories" ist ebenfalls ein schnörkelloser feiner Midtempo-Song 4/5

7:Der sanft einsetzende Beginn von "My Life - My World" steigert sich zu einem formidablem Stampfer allererster Güte - Tolle Riffs, geiler Refrain - ein intelligenter Hardrock-Song der alles hat was man braucht 5/5

8:"Sign in the Sky" mit seinem eher anflehenden sanften Refrain ist auch gelungen, haut mich jetzt aber nicht vom Hocker 3/5

9:Der AC/DC-Riff-Rocker "Run away" ist dann auch eher Durchschnitt 3/5

10:Auch das schnelle "Fight the Fire" kommt nicht über Mittelmass hinaus 3/5

11:"Anything" ist eine lockere feine Ballade, nichts besonderes - aber gut 4/5

12: Mit dem düsteren verschachtelten 7-Minuten-Rocker "Trapped" setzt man uns zum Ende noch eine kleine Überraschung vor - gelungen, mit schönen musikalischen Zwischenteilen 4/5

Fazit:
Dieses erste Album der neuen Shakra-Ära ist als überaus gelungen zu bezeichnen. Damit haben es Gotthard wirklich geschafft an die 3 klasse Vorgänger-Alben nahtlos anzuschliessen, ohne Qualitätsverlust - im Gegenteil, ich sehe Rising sogar etwas stärker an als den hochgelobten Vorgänger Power Ride.


Powerride
Powerride
Preis: EUR 15,76

4.0 von 5 Sternen Gutes Melodic-Hardrock-Album ohne grössere Ausfälle, 6. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Powerride (Audio CD)
Powerride gilt gemein hin als das Vorzeige-Werk von Shakra, entgegen des kraftvollen Titels geht man aber weiter den Weg in softere Melodic-Regionen. Der frische kraftvolle Anfang des Albums mit den flotten unwiederstehlichen Gassenhauern "Why dont you call me" und "The sun will shine" weicht bald softeren Arrangements, insgesamt wird auf dieser Scheibe eine Mischung aus AC/DC(25%), Bonfire(50%) und Gotthard(25%) zelebriert. Und ob man diese schreckliche miese akkustische traurige Quoten-Ballade zum Ausklang des Albums wirklich braucht? Es gibt mit "A Dollar too much" noch einen tollen AC/DC-Song, der Rest ist alles gut hörbar und sicherlich von guter hoher Qualität, aber so recht springt bei mir der berühmte Funke nicht mehr über, ausser vielleicht noch bei der wirklich tollen supereingängigen Halb-Ballade "Out in the Rain". Versteht mich nicht falsch, Power Ride ist ein absolut hochwertiges Album, dass mit der überflüssigen Abschluss-Ballade "Take my Hand" nur einen Füller aufweisst, trotzdem dass ich es nicht richtig erklären kann, war mir dieser grössere AC/DC-Touch auf den beiden Vorgänger-Alben einfach lieber als dieses doch eher zahme Radio-Futter das hier zum grössten Teil zum Besten geboten wird.

Es ist das letzte Album mit Sänger Pete Wiedmer(aus medizinischen Gründen), der eine wirklich aussergewöhnlich schöne Stimme hat, die Sänger danach kamen alle nicht an dessen klare helle, und doch rauchig-raue Stimme heran, mit Pete Wiedmer ist der gesamten Rock-Szene wirklich einer der grossartigsten Sänger abhanden gekommen. Aber auch dessen grandiose Stimme kann die vielen mittelmässigen Songs nicht übertünchen, und so ist dieses Album trotz hoher Professionalität bei mir keine 5 Sterne wert. Als Anspieltipps und herausragende Songs würde ich "Why dont you call me" und "Out in the Rain" benennen.


Moving Forces
Moving Forces
Preis: EUR 13,99

5.0 von 5 Sternen Ein solides überzeugendes melodisches Hardrock-Album, 6. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Moving Forces (Audio CD)
Mit den guten Kritiken zu Moving Force wurde ich damals auf die Band aufmerksam.
Der urige rohe AC/DC-Sound des Debuts wurde hier nur noch ab und an zelebriert, wie der Sänger Pete Wiedmer hat sich auch der gesamte Sound mehr Richtung Bonfire verändert, was man auch schon ein wenig an den gleich 2 super-schmalzigen Balladen ablesen kann. Es sind genau noch 5 Songs vorhanden die die AC/DC-Schiene fahren, das sind der schwere Mitgröhl-Stampfer "Nothin to lose", die beiden mittelklassigen eingängigen "Those were the Days" und "All my Money" gehen so, dagegen sind die eingängigen flotten Boogie-riffigen "Dont try to call" und "When the Rings twice" richtige kleine Perlen, ansonsten geht es mehr brav im Melodic-Rock angesiedelt zu. Aber auch im Melodic-Bereich sind mit dem unwiederstehlichen Midtempotrack "Stranger", den schönen "Desert Star" und "Wonder" und der echt tollen melancholischen gefühlvollen Ballade "And Life begins" genügend erstklassige Songs vorhanden, lediglich die langweilige akkustische Lagerfeuer-Ballade "Time", das verschachtelte "Faces" und das biedere lahme "All I want" können mich nicht überzeugen. Ein solides überzeugendes Hardrock-Album ohne viele Kompromisse oder Experimente.


Shakra
Shakra
Preis: EUR 14,98

4.0 von 5 Sternen Raues Hardrock-Album im Stil Bonfire/AC/DC, 6. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Shakra (Audio CD)
Shakras Debut klingt wie eine Mischung aus Bonfire(mit Steeler hat mein Vorredner auch recht, denn die hörten sich wie eine 1:1-Kopie von Bonfire an) und AC/DC - seltsame Mischung denkt Ihr jetzt? Es kommt aber sehr gut und funktioniert zu 100%. Es ist für ein Debut-Album sehr gut selbst produziert und auch die Songs sind erstaunlich professionell geworden und wissen mit prägnanten Hooklines und Refrains begeistern. Auf dem erfrischenden Album kommen auch ein paar bluesige und Boogie-Einflüsse zur Geltung. Das zeitlose Songmaterial ist erstklassig geschrieben und zusammengestellt, und vieles hat diesen typischen AC/DC-lastigen Touch mit diesen abgehackten Riffs, Sänger Pete Wiedmer dagegen hört sich stark nach Bonfires Claus Lessmann an(nur besser), hat aber trotzdem seinen ganz eigenen Charakter. Schon nicht plausibel, dass so ein aussergewönlich gutes traditionelles Hardrock-Album 1998 nicht viel mehr Aufmerksamkeit erregte, es muss wohl an dem dubiosen Musikgeschmack der damaligen Zeit gelegen haben, Ausfälle sucht man jedenfalls vergebens auf diesem abwechslungsreichen Album.
Die Höhepunkte des Albums sind für mich die ersten 7 Songs, danach wird es dann etwas auswechselbarer und beliebiger. Das Album ist echter frischer rauer uriger Hardrock ohne softe Mainstreamanbiederungen wie man sie leider heute bei der Band Shakra zu Hauf vorfindet.
Ich kann dieses Debut-Album nur vollstens empfehlen.


Don't touch the light
Don't touch the light
Preis: EUR 15,98

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Klasse melodischer Hardrock auf Scorpions-Niveau, 6. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Don't touch the light (Audio CD)
Dont Touch the Light ist ein klasse melodisches Debut-Album geworden, allerdings stammen die neu aufgenommenen Songs "Longing for you","No more" und der Opener "Starin Eyes" bereits aus der 3 Alben andauernden Cacumen-Zeit. Deswegen hört sich Dont Touch the Light auch schon so professionell und Top-Produziert an, weil es quasi schon das 4.Album dieser Band war und zudem nur 5 tatsächlich neue Songs enthielt - auch überrascht mich dass das Album eine relativ kurze Spielzeit von 37 Minuten aufweisst und nur 8 vollwertige Songs vorzuweisen hat vor dem Hintergrund dass man sich ja eh schon altem Cacumen-Material bedient hat. Den Durchbruch schafften die Ingostädter leicht mit genialen Songs im Gepäck wie der göttlichen Radio-Ballade "You make me Feel", dem flotten Mitgröhl-Rocker "Hot to Rock" oder dem schleppenden Stadion-Stampfer "S.D.I.", aber auch die supereingängigen Soft-Rocker "Dont Touch the Light" und besonders "Longing for you" und die flotteren Hardrocker "Starin Eyes" und "L.A." können durchaus überzeugen. Lediglich das biedere "No more" kann da nicht mithalten und ist eindeutig der schlechteste Song des Albums, besonders wegen seines enorm einfältigen Refrains.

Die Band hört sich sehr stark nach den Scorpions an und erreicht auch deren zu jener Zeit hohes musikalisches Niveau durchaus. Allerdings fehlt es so ein wenig an Abwechslung, man war eben schon damals eine relativ softe Hardrock-Band, der einzige Titel der wirklich etwas rauer daherkommt und richtig rockt ist "Hot to Rock", ansonsten hört sich das Album doch irgendwie recht brav an. Dont Touch the Light ist kein Hammer-Album geworden, es ist aber sehr guter melodischer, meist Hardrock langsameren Tempos, der durch seine enorme Eingängigkeit voll punkten kann und auch einige Hits aufzuweisen hat. Der echte Bonfire-Hammer folgte ja dann mit dem nächsten Studio-Album Fireworks, wer aber die Scorpions mag, der sollte sich auch dieses Album zulegen, man wird es nicht bereuen.


Point Blank
Point Blank
Wird angeboten von cdgirl666
Preis: EUR 13,43

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Poliertes Mainstream-Album ohne Ecken und Kanten, 5. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Point Blank (Audio CD)
Mit dem genialen Vorgänger Fireworks hatten Bonfire ihren absoluten Höhepunkt erreicht. Das Nachfolge-Album Point Blank versucht natürlich in die selbe Kerbe zu schlagen, leider gelingt es dem Album nicht vollends zu überzeugen, obwohl es ohne Frage ein sehr gutes Album geworden ist. Aber bei vielen Songs fehlt so das zwingende Element, der letzte Funke will nicht richtig überspringen, wohl auch weil das Album sehr "amerikanisch" produziert wurde, und alle Ecken und Kanten doch ziemlich abgeschliffen wurden, und so doch vieles sehr brav und bieder rüberkommt - vieles hört sich wie Arbeit nach Vorschrift an oder wie am Reissbrett entstanden.
Anfangs war ich von den 17 abgdruckten Songs doch recht erschlagen, tatsächlich sind es aber nur 15 echte Songs und 2 Zwischenspiele, was immer noch jede Menge ist. Nach meiner Ansicht gibt es hier einige halbgare Füller auf dem Album, wie die Möchtegern-Hymne "Waste no Time", deren tröger Refrain einfach nur nervt, auch die all zu poppigen harmlosen langweiligen Schlager-Schnulzen "Look of Love","Gimme some" und "Say Goodbye" oder das belanglose "Never Surrender" hätte man vielleicht nicht mit aufs Album nehmen sollen. Als Balladen gab es diesmal "Why is it never enough" und "Whos foolin who", die aber eben beide keine Powerballaden mehr sind, sondern diesen Lagerfeuer-Schmalz in sich tragen, wobei ich damit nicht sagen möchte, dass sie nicht gelungen wären, aber so magisch gut unterhalten wie die Balladen auf Fireworks tun sie mich tatsächlich nicht. Es gibt aber auch genügend starkes Material, wie der abermals schmissige Opener "Bang down the Door" oder die ultra-eingängige Pop-Rock-Single "Hard on me", "Tonys Roulette" kann mit wirklich schönen Melodien überzeugen, "Youre Back" ist etwas härter, die Desmond Child "The Price of loving you" hätte auch von Bon Jovi stammen können, sogar heute noch. "Freedom is my Believe" kann auch einigermassen überzeugen, "Youth Patrol" ist richtig schwungvoll, "Know right Know" noch eine melodische Stadion-Hymne kurz vor Schluss.

Weniger wäre manchmal mehr gewesen, dümpelt doch das 58-minütige Album über weite Strecken allzu harmlos, langweilig und konturlos vor sich hin, weg sind die harten Rock-Melodien vom Vorgänger Fireworks, und hauptsächlich nervt auch diese seichte amerikanisierte Produktion, die den Songs irgendwie die Eier abschneidet. Ich komme insgesamt auf 10 Songs, die hörbar und zumindest nicht schlecht sind, den Rest kann man aber echt vergessen. Mit diesen 10 Songs hätte man ein kurzes, sinnvolles Hardrockalbum herausbringen können, deswegen gebe ich halt trotzdem 4 Sterne, aber eigentlich wäre es nur 3 wert, aufgrund der vielen Langweiler-Songs, die einen darin hindern die besseren Songs wirklich geniessen zu können. Es reicht wenn Ihr Fireworks besitzt, ich würde eher als sinnvolle Ergänzung dazu, noch das Debut Dont Touch the Light empfehlen, als das äusserst mainstreamige blankpolierte Point Blank.


Fireworks
Fireworks
Preis: EUR 13,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniales melodisches Hardrock-Album ohne Weichspüler, 5. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Fireworks (Audio CD)
Das äusserst melodische Hardrock-Album Fireworks ist vielleicht das beste Scorpions-Album, das die Scorpions nie geschrieben haben. Das ist vielleicht eine wagemutige These, trifft aber den Kern des Albums, denn gerade die hervorragenden Power-Balladen "Sleeping all alone","Give it a Try" und "Fantasy" würden auch als Höhepunkte im Scorpions-Material eine mehr als gute Figur machen. Dazu noch ein paar langsame Hardrockstampfer wie "Never Mind","Dont get me wrong" und das unwiederstehliche "American Nights", dann zur Abwechslung noch ein paar schnelle Rocker wie die schmissige Erfolgs-Single "Sweet Obsession", das hitverdächtige "Champion" oder den genialen flotten Opener "Ready 4 Reaction". Mit dem etwas schnelleren "Rock me now" und dem Midtempo-Track "Cold Days" sind allerdings auch 2 belanglose, arg fade Songs vertreten, was man aber aufgrund des restlichen erstklassigen Materials gut verschmerzen kann. Was im Gegensatz zu aktuelleren Bonfire-CDs auffällt, ist, dass über das ganze Album hinweg jederzeit gerockt wird, auch bei den Balladen(echte Powerballaden eben) ist immer ein rockiger Rhytmus im Hintergrund vorhanden, diese heutigen seichten "Lagerfeuer-Songs" sucht man auf Fireworks zum Glück noch vergeblich.
Es gab zu dieser Zeit viele Deutsche Bands, die sich auf dieses Genre einschossen, Axel Rudi Pells Steeler hörten in etwas ähnlich an, aber keine Band verstand es so perfektes eingängiges massenkompatibles Material zu komponieren wie eben Bonfire. Hätte man nochmal ein Album von diesem Kaliber eingezimmert, dann hätte aus Bonfire was ganz grosses werden können, aber mit dem hochgejubelten Nachfolger Point Blank, der fast keine Ecken und Kanten mehr hatte und schon wieder zu sehr auf amerikanischen Mainstream produziert war ging der Weg schon wieder bergab.
Bonfire waren mit Ihrem 2.Studio-Album Fireworks auf dem Höhepunkt Ihrer Karriere, jeder deutsche Rock-Liebhaber sollte auf jeden Fall Fireworks in seinem Schrank haben.


Ladish
Ladish
Preis: EUR 12,25

3.0 von 5 Sternen Sleaziger Boogie-Rock, 30. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Ladish (Audio CD)
Bei den schwedischen Hardrockern Bullhorn handelt es sich laut Presse um einen der zahlreichen AC/DC-Klone.
Tatsächlich höre ich hier entweder schlampige, sleazige AC/DC raus, oder andersrum Boogie-hart-rockende Guns n Roses - sucht es euch aus. Tatsächlich ist Ladish für keine der beiden Showgrössen eine ernste Konkurrenz oder echte Alternative, dafür fehlen einfach schlichtweg die Höhepunkte. Ich kann das Album aber trotzdem den zahlreichen Hardrock-Hörern empfehlen, weil es kurzweilig daherkommt und zumindest den Eindruck erweckt dass hier auf ehrliche Art gerockt wird, was für das Jahr 1998 nicht selbstverständlich war. Es gibt mit "Rockin is my Business" noch eine Coverversion des Four Horsemen-Klassikers. Der Sänger Lasse Holmgren hört sich nach Sängern wie Georg Dolivo(Rhino Bucket) oder auch einem Bon Scott mit nasalen Problemen an, oder anders ausgedrückt - oft nach einer Katze, der gerade auf den Schwanz getreten wurde, es passt aber zur rockig-sleazigen Attitüde. Als der Übersong des Albums ist der Opener "Ripping it off" auszumachen mit seiner Thunderstruck-Remiszens im Solo, ansonsten rockt und rollt alles ganz nett(ohne Füller) vor sich hin, hie und da kommt mal ein Piano("Point me to the Bar") mit dazu, grundsätzlich klingt die Band aber wenigstens sehr dreckig - diese Musik würde gut in eine verrauchte Rockerkneipe passen. Die Refrains gehen gut ins Ohr und gerade für ein Debut-Album hört sich der Sound erstaunlich professionell an. Nichts was man wirklich braucht, aber durchaus etwas was man sich zulegen könnte als Liebhaber dieser Musikrichtung.


Who Made Who (Special Edition Digipack)
Who Made Who (Special Edition Digipack)
Preis: EUR 10,98

3.0 von 5 Sternen Ärgerlich und überflüssig, 20. August 2013
Bei dem Album geht es ums Geld verdienen. Der Soundtrack zum ansonsten gefloppten Horror-Film Maximum Overdrive enthält neben 6 altbekannten Hits, die 2 guten Instrumentalstücke "Chase die Ace"4/5 und "D.T."3/5 und die sehr gelungene langsame entspannte coole Hitsingle "Who made Who"5/5. Warum man dem Album nur 9 Songs und 38 Minuten Spielzeit zugestanden hat ist allerorts ein berechtigter Kritikpunkt, denn wenn man schon auf diese Weise den Fans das Geld aus der Tasche zieht, dann kann man auch eine gewisse Gegenleistung dafür verlangen, besonders weil es sich bei den Songs sowieso um eine Zweitverwertung handelt. Wobei im Film meines Wissens nach "Shake your Foundations" und "Sink the Pink" auch gar nicht vorkommen, da hätte man doch diese Platte noch gut auffüllen können mit anderen Songs - von mir aus auch erst nachträglich als CD. Denn das gleiche wie auf Platte ist es auf CD sowieso nicht - warum?
Weil auf Platte ursprünglich die poppiger abgemischte Single-Version(3:53) von "Shake your Foundations" zu hören war, und auf CD heute nur die normale LP-Version(4:08) davon zu hören ist, die eh schon jeder von Fly on the Wall kennt. Ansonsten kann man mit den Evergreens "Hells Bells","You shook me all night long","For those about to Rock" und der bluesigen Bon Scott-Gedenk-Ballade "Ride on" sicherlich recht vorhersehbar punkten, allerdings bleibt ein recht fader Beigeschmack.

Für mich kein richtiges Best of-Album und schon gar kein echtes neues Album, nicht Fisch, noch Fleisch - eigentlich ein recht überflüssiges Produkt, das wegen der bereits oben genannten 3 neuen Stücke eben doch in keiner Sammlung fehlen darf - trotzdem ein sehr ärgerliches Produkt!


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