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Rhinoman (Rinteln)

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Kingdom of the Night II Black Edition
Kingdom of the Night II Black Edition
Preis: EUR 14,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Viele mittelprächtige Songs - fast keine Gassenhauer, 28. März 2014
Schönes melodisches Power Metal-Album - die Songs auf der schwarzen Edition haben meist diese neuartige moderne Härte, die seit dem Time Machine einzug in den Axxis-Sound gehalten hat. Der Titelsong "Kingdom of the Night 2" erinnert als einziger musikalisch tatsächlich an das 1989er Debut-Album der Band. Schon mit der Single "Venom" sind dann modernere Gitarrenklänge und Arrangements zu vernehmen. So richtige Gassenhauer("Wind in the Night","Angel of Death","Lady Moon","My Fathers Eyes","Bloodangel","Heaven in Black","My little Princess","Flashback Radio" - um nur einige zu nennen) und Höhepunkte tun sich leider, auch nach oftmaligem Hören, nach der ersen beiden Songs, nicht mehr auf - man knüppelt sich durch die restlichen durchschnittlichen (keinesfalls schlechten!) Songs hindurch, ohne dass gross was im Ohr hängen bleibt. Irgendwie ist das Experiment mit dem deutschen Song "Lass Dich gehn" auch missglückt, kein schlechter Song, die englische Sprache ist mir aber lieber für diese Musik. Mit "The War" ist auch ein langsamerer balladesker Titel vorhanden.

Die weisse Edition ist dann natürlich die weichere Version, hier wird zumeist softerer Melodic-Rock geboten, abwechselnd mit einigen Balladen, zum Ende hin fällt die Qualität aber deutlich ab. Songs wie "We are the World","Take me far away","Gone with the Wind" oder auch die Schwester-Version von "Mary married a Monster" hätte man sich auch schenken können. Auch auf der weissen Version sind die ersten 3 Melodic-Rocker "Hall of Fame","Heaven in Paradise" und "Living in a Dream" zu den Höhepunkten des Albums zu zählen, auch die beiden folgenden Balladen "21 Crosses"(hier wird das Unglück der Duisburger Loveparade werbewirksam themanisiert und auf die Tränendrüse gedrückt) und das ruhige "My Eyes" können noch bedingt überzeugen - dann flacht das Album spürbar ins belanglose ab, bevor es mit dem Midtempo-Rocker "Temple of Rock" noch einen einigermassen versöhnlichen Abschluss gibt.

Was bei beiden Alben fehlt, das sind melodische Gassenhauer, die sich in die Gehörgänge festsetzen, für die Axxis eigentlich immer gut waren, wenn nicht gar ein Markenzeichen dieser Band war. Es fällt zwar nichts so richtig ab, nach oben schlägt das Pendel, nach jeweils gelungenem Album-Einstieg, allerdings auch nicht mehr grossartig aus. Alle Songs sind urtypisch und unverkennbar Axxis, ohne grössere Experimente, mal die härtere keyboardlastige hektische Metalgangart, dann wieder die weiche megamelodische Seite der Band. Allerdings ausser dem Titelsong knüpft das Album nicht wirklich an das 89er-Debutalbum an, es sind 2 moderne Alben geworden, die ihren Zeitgeist kontinuierlich aus den letzten Outputs des neuen Jahrtausends speisen - der verheissungsvolle und erwartungsvolle Albumtitel Kingdom of the Night 2 dient mehr dazu um aufzufallen und einige Einheiten mehr unters Volk zu bringen, als wenn man einen anderen unbefleckten Albumtitel gewählt hätte.

Mir stösst es auch übel auf, dass man 2 Alben mit jeweils knapp 43 Minuten Spielzeit rausbringt - hätte man 3 Songs weggelassen, hätte man 1 üppiges Album mit 75 Minuten Spielzeit gehabt. Das wäre dann echtes Value for Money gewesen, doch so bleibt ein fader Beigeschmack dass man sich gerne auf diese Art und Weise ein paar Euro extra in die Tasche steckt. Die vergleichbaren "Use your Illusion"-Guns n Roses-Alben waren wenigstens beide vollgepackt - bei Axxis hätte man sich guten Gewissens ein paar Songs sparen können. Als Axxis-Fan / Sympathisant legt man sich zwangsweise eh beide Alben zu - wenn vielleicht auch nicht sofort.


Long Stick Goes Boom (Live from the House of Rust)
Long Stick Goes Boom (Live from the House of Rust)
Preis: EUR 17,99

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Aktuelles Statement der besten Heavy Rock-Band EVER, 28. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es wird ein recht grober Überblick über das Schaffen dieser Schweizer Rock-Ikonen geworfen. Dabei werden alle unentbehrlichen Klassiker("Headhunter" kann Marc Storace leider nicht mehr adäquat umsetzen) zum besten gegeben und zusätzlich hauptsächlich das aktuelle Studio-Album Dirty Dynamite promoted, Songs der 2.Reihe ihrer 80er-Erfolgsalben fehlen nahezu gänzlich. Ich persönlich bin froh dass wenigstens das erste musikalische Ausrufezeichen in neuer alter Besetzung, nämlich die Glam-Rock-Party-Single "Live for the Action" mit drauf ist. Vom erfolgreichen Comeback-Album Hoodoo hat man leider nur den Quasi-Titelsong "Hoodoo Woman" mit dazu genommen. Darüber hinaus ist noch "Hellraiser" in einer umarrangierten abgehackteren Version zu hören, die allerdings nicht besser kommt als die Originalversion. Ansonsten sind gerade die Songs anfangs des Albums etwas ungenau gespielt, so dass die echte Heavy Rock-Power etwas verpufft, trotz dreier Gitarristen. Das Medley mit dem genialen Rock City und den beiden neuen angespielten Songs schafft auch nur einen kleinen Einblick in diese gelungenen Songs, bei "Easy Rocker" hat man den 2.Vers total unter den Tisch fallen lassen. Gerade bei den anfangs gespielten neuen Songs "Hallelujah RocknRoll" und "Go Baby Go" fällt auf, dass Sie eben doch qualitativ nicht an die Klassiker heranreichen können, obwohl sie in der Live-Version eine bessere knalligere Figur als auf der Studio-CD abgeben. An der erdigen Produktion von Basser Chris von Rohr gibt es nichts zu bemängeln, obwohl Sie hie und da etwas dumpf wirkt. Die raue dreckige Stimme des niemals alternden Marc Storace ist nach wie vor das Hauptaushängeschild der Altrocker.

Besser, energiegeladener und auch von der Setlist vollständiger finde ich die letzte Doppel-Live-CD von 2004 Fire and Gasoline, bei der nur wenige Wünsche offenbleiben. Wer sich aber nur mal einen groben Überblick und ein aktuelles Statement dieser Band zulegen möchte ist mit diesem Live-Album hier gut bedient.

Nachtrag:
Möchte noch ein Statement zur neuen Besetzung abgeben. So ein Filigrantechniker wie Mandy Meyer passt nicht zu Krokus. Bei Krokus sind satte tight gespielte Riffs gefragt, und keine Frickelshow. Live auf der Bühne wirkt Mandy Meyer wie ein Hofnarr, seine häufigen technischen Einlagen gehen desöfteren schief und fallen eigentlich meist negativ auf. Dass man die Solos auch innerhalb eines Songs zwischen Fernando von Arb und Mandy Meyer aufteilt, ist auch nicht gerade die Königslösung, weil immer beim Übergang ein Loch entsteht und beide einfach einen zu unterschiedlichen Spielstil haben, aber Fernando von Arb ist eben das unumstrittene Original von Beiden. Mark Kohler mimt dagegen einen klasse coolen Rythmus-Gitarristen mit straightem fetten Sound. Neu-Drummer Flavio Mezzodi hat auch noch nicht den richtigen Drive und die richtigen Fills an den richtigen Stellen vorzuweisen, er muss erst noch zu einem richtigen Heavy Rock-Drummer geformt werden. Ich bin eh der Meinung dass bei diesem verschwitzten straighten Heavy Rock-Sound 3 Gitarren einfach zu viel sind und man sich eher gegenseitig auf den Füssen herumsteht. Mandy Meyer soll zu 100% sich Unisonic widmen und bei Krokus wieder den Abgang machen, man kann ihn ja freundschaftlich in der Hinterhand halten, falls jemand krankheitsbedingt ausfällt.
Was mir bei Live-Konzerten der Band noch negativ auffällt, das ist dieser übertriebene Einsatz von Coverversionen, als wenn die Band nach fast 40 Jahren nicht genügend eigene Songs auf Lager hätte, muss man, komischerweise wie fast alle Schweizer Rockbands, wirklich das 1000 mal von X Bands gecoverte "Mighty Quinn" auch bringen - schliesslich gehe ich ja zu Krokus um Krokus-Songs zu hören. Man sollte lieber wieder ein paar eigene Songs der 2.Reihe mit ins Live-Programm aufnehmen:"To the Top","Im on the Run","Bad Boys Rag Dolls","Stand and be counted","Celebration","Night Wolf","Winning Man" oder "Ready to Rock".
Und es ist da noch neuerdings die Unart bei vielen Songs("Headhunter","Easy Rocker") die 2.Strophe einfach unter den Tisch fallen zu lassen.
Warum man so einen klasse Vorzeige-Song wie "Long Stick goes Boom" im Mittelteil umarrangiert hat und es nicht bei der jedermann bekannten Original-Version belässt, bleibt für mich auch ein nicht nachvollziehbarer Wermutstropfen.
Man muss andererseits aber auch nicht Alles verstehen.
Ein Live-Album sollte ja für die Fans auch immer eine Erinnerung an die letzte Tour sein. Warum man aber bei Krokus bei Konzerten nach der Veröffentlichung des Live-Albums exakt denselben Set erneut spielt(zumindest bis Song 10)erschliesst sich mir nicht so ganz.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 17, 2014 5:28 PM MEST


Stampede/to Rock Or Not to Be
Stampede/to Rock Or Not to Be
Preis: EUR 14,90

3.0 von 5 Sternen Gutes Package 2er untergegangener Krokus-Alben, 16. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Stampede/to Rock Or Not to Be (Audio CD)
Im Doppelpack die beiden erfolglosesten Krokus-Scheiben. Sind beide wiklich so schlecht ? - Nein, eigentlich nur in einer Zeit erschienen als echter Heavy Rock nicht mehr in die Zeit passte, und darum sind auch beide Scheiben gnadenlos untergegangen.
Neu-Sänger PeterTanner, dessen Stimme ein Mittelding zwischen Brian Johnson und Robert Plant vermittelt, setzt den meist dreckigen bluesigen Hardrock auf Stampede gut in Szene. Marc Storace vergessen machen, schafft er zwar nicht, er bringt aber seine eigene Note mit ein. Auf dem Album gibt es Led Zeppelin-mässiges("Nova-Zano"), AC/DC-mässiges("Shotgun Boogie","Rhythm of Love","She drives ne crazy") typischer verschwitzter treibender Strassenrock("Electric Man","Street Love") aber auch schnellen Doubelbass-Powermetal("Stampede","Wasteland"), zu hören. Das ganze Album ist ohne Ausfälle sehr gut durchhörbar - kein Klassiker, aber doch gut gelungen. "Rocknroll Gypsy" ist noch so ein kleiner Single-geeigneter Gassenhauer 4/5

Obwohl auf To Rock or not be Alt-Sänger Marc Storace mit seiner markanten Stimme wieder da ist, und man sich somit gleich wieder heimisch fühlt, strahlt das Album auf mich nur noch recht bedingt das alte Feeling der Heavy Rock-Recken aus - vieles hört sich doch recht verkrampft und lahm an, als ob man es verlernt hätte knackige schmissige Heavy Rock-Riffs zu schreiben, und man es daher etwas gediegener, langsamer angehen lässt. Man hört sich auf dem Album oft nach AC/DC an, allerdings vielleicht eher nach deren schwächeren späteren Alben wie Blow up your Video oder Fly on the Wall. Die ersten 5 soliden Boogie-Hardrock-Songs des Albums können noch gut überzeugen, die restlichen 7 Songs pendeln dann zwischen überflüssig("Stop the World","Doggy Style"), und belanglos("Soul to Soul","Wagon Gone").
Gerade wegen des hinteren überflüssigen Teils ein eher schwaches, wenn auch cooles Krokus-Album 3/5

Falsch machen kann man mit dem Set eigentlich nichts. Durchaus empfehlenswert


Fire and Gasoline/Live!
Fire and Gasoline/Live!

5.0 von 5 Sternen Eines der besten Heavy Rock-Live-Alben aller Zeiten, 16. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Fire and Gasoline/Live! (Audio CD)
Klarer erdiger kraftvoller transparenter Sound, mit Lust und Leidenschaft vorgetragen, was den typischen dreckigen rauen kernigen Heavy Rock der Band grandios zur Geltung bringt. Bei der Songauswahl gibt es neben allen Klassikern(nur "Headhunter" fehlt), 4 Songs vom damals aktuellen Rock the Block-Album zu hören, auch die Songs der vermeintlich 2. Reihe, wie "Backseat RocknRoll","Fire","Bad Boys Rag Dolls","Down the Drain","RocknRoll Tonight" oder "Flying through the Night" kommen gekonnt rockig und gross rüber und machen das Album zu einem durchgehend hochklassigen Rockerlebnis. Es kommt mir zwar vor als wenn im Studio etwas nachgebessert wurde, was aber der Qualität des Albums keinen Abbruch tut. Marc Storace überzeugt seit 30 Jahren mit einer gleichbleibend guten Stimme, die Band spielt supertight und ultracool auf.

Es ist das 2. Live-Album der Band, nach dem teilweise missglückten Alive and Screaming aus dem Jahre 1987, endlich diesmal nahezu vollständig mit allen Klassikern und allem essentiellen Material, das die Heavy Rock-Band bis 2003 erarbeitet hat. Bis auf "Headhunter" bleiben keine Songwünsche offen. Von den Marc Storace-Alben blieben nur The Blitz(1984) und Change of Adress(1986) (zurecht) unberücksichtigt.

Für mich eines der besten authentischsten Live-Alben überhaupt, dass es auch im Vergleich zu den ultimativen Genre-Klassikern eine mehr als gute Figur abgibt.


St.George's Day Sacrifice-Live in Manchester
St.George's Day Sacrifice-Live in Manchester
Preis: EUR 17,99

15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragendes Live-Dokument mit allen Klassikern + 6 neuen Songs, 14. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Voluminös hervorragend lebendig produziertes Live-Album mit fetten 21 Songs. So hätte man sich 2006 das Demo-Sound-artige The Eagle has Landed 3 damals auch gewünscht. Von wenigen verkraftbaren Ausnahmen("Motorcycle Man","20.000FT") einmal abgesehen, sind diesmal alle erdenklichen Standards zusammengefasst vorhanden, auch "Power and the Glory"(allerdings in gekürzter Variante) und "Dallas 1 PM", die zumindest auf der The Eagle has Landed-Trilogie bisher immer fehlten. Darüber hinaus gibt es mit "Rock n Roll Gypsy", "Conquistador" und "Ride like the Wind" noch 3 seltener gespielte, ältere Songs im Set. Hauptkaufanreiz sind natürlich die 6 neuen Songs vom saustarken letzten Studioalbum Sacrifice, die sich auch allesamt gut in die Klassiker mit einfügen. Ansonsten muss man sagen, dass eben wie üblich das bereits allseits bekannte Standardprogramm mit seinen gesamten Klassikern zum Tragen kommt, was auch zur Folge hat, dass vor Sacrifice(2013), es von den 10 Studio-Alben ab 1991(Solid Ball of Rock), eben mit "Conquistador" und "Ive got to Rock(to stay alive)" nur 2 Songs es mit aufs Live-Album geschafft haben(das soll allerdings keine Kritik darstellen).
Man hat sich auf das wesentliche konzentriert, und man kann dieses Live-Album als essentiell bezeichnen, dass für jeden Saxon-Sympathisant auf jeden Fall Pflicht ist und auch jedem Neueinsteiger mit seinem kraftvollen erdigen Live-Sound und seiner hervorragenden Songauswahl einen idealen Einblick ermöglicht. Das Album begeistert mich genauso wie seinerzeit 1982 The Eagle has Landed.

Fazit:
Dieses Live-Album ist ein durch und durch gelungenes Machwerk ohne Ausfälle, dass eindrucksvoll zur Geltung bringt, welche Macht Saxon doch live auf der Bühne sind.


Beyond
Beyond
Preis: EUR 18,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solider, hymnischer, keyboardlastiger fröhlicher Kinder-Happy-Metal, 1. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Beyond (Audio CD)
The Happiest Metal-Band of the World sind zurück mit ihrem typischen Kinder-Gute-Laune-Happy-Metal. Mal hymnisch im Midtempo("Union of the Strong","Follow your Heart","Coming on Home","Among the Shadows") gehalten, mal episch schleppend("Paladin","Beyond") oder desöfteren auch in Speedmetal-Gefilden("Knights of Taragon","Heart of a Warrior",Edge of the Ocean") unterwegs, führt man den bisherigen Stil als Durchschnitt ihrer bisherigen Arbeiten bedingungslos fort. Nicht mehr so hardrocklastig wie noch beim Vorgänger, und auch ist nichts von dem etwas düsteren ernsteren Anstrich, wie auf The Legend King, mehr zu hören. Man fröhnt eher wieder dem typischen Power Metal in Anlehnung an Alben wie Dimensions oder Eternity, mit denen sich Freedom Call wirklich freigespielt haben und die Highlights dieses Nischen-Genres sind, also seither nicht mehr mit alten Helloween, Gamma ray und Konsorten verglichen werden sollten. Die häufigen Fanfaren-artigen Keyboards("Journey in the Wonderland","Rhythm of Life") nerven allerdings diesmal recht schnell, es ist halt letztlich nur ein sehr schmaler Grad, der zwischen anspruchsvollen glanzvollen hymnischen Mitgröhl-Heavy Metal-Songs liegt, und purem, allzu leicht verdaulichem süsslichem Keyboard-Kitsch, den es auszuloten gilt. Diesmal fehlt meineserachtens etwas der künstlerische Anspruch, obwohl das Album wirklich sehr gut ohne Langeweile am Stück durch zu hören ist, erinnert mich doch vieles an Stangenware, wie man es z.B. Modern Talking immer vorgeworfen hat. Die Produktion wird zwar fett aufgefahren, auch das Songwriting wirkt äusserst routiniert professionell, allerdings wirkt das Album über die stolze Anzahl von 14 Songs hinweg dann doch stellenweise beliebig und austauschbar. Wirklich essentielle prägnante, sich im Ohr festsetzende bratende Gitarren-Riffs sind Mangelware. Etwas weniger süsslich kitschige Keyboards und dauernde Oh-oh-oh-Chöre, dafür mehr Gitarrenwucht-und Präsenz wären wünschenswert gewesen. Mit dem etwas ernsteren nachdenklicheren anspruchsvolleren "Colours of Freedom" und dem an afrikanische Rhythmen erinnernden "Dance of the Devil" gibt es aber dennoch 2 Songs, die angenehm aus dem üblichen Rahmen fallen und für mehr Abwechslung sorgen.

Fazit:
Beyond ist trotz meiner Kritikpunkte ein äusserst eingängiges, leicht verdauliches, jederzeit mitsingbares keyboardlastiges Powermetal-Album geworden, dessen Tendenz diesmal häufig dem Kitsch zugetan ist, noch mehr als dies bisher schon der Fall war. Das könnte aber vielleicht sogar von Vorteil sein, und diejenigen Leute zusätzlich anziehen, die auf seichte Mainstream-Musik(auch im Pop-Bereich) mit jederzeit superhochmelodischen mitsingbaren Refrains abfahren. Freedom Call wandern da auf einem schmalen Grad, sind aber 4 Sterne durchaus wert.


Thunderdome
Thunderdome
Preis: EUR 11,52

3.0 von 5 Sternen Etwas fades 70er-Jahre angehauchtes Melodic-Rock-Album, 26. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Thunderdome (Audio CD)
Thunderdome gehört leider nicht zu den Höhepunkten in der Discographie von Pink Cream 69. Beginnt das Album nach dem Intro mit dem mit einem hymnischen Mitsing-Refrain ausgestatten Stampfer-Titeltrack "Thunderdome" und dem darauf folgenden melodischen Gute-Laune-Rocker "Gods come together" noch ganz verheissungsvoll, so verliert man sich bald in belanglosen kitschigen Klavier-Schmacht-Balladen("That was Yesterday","See your face") und in eine 60/70Jahre-meets-Pink Cream 69-Stimmung("Carnaby Road","Retro Lullaby"), die mich leider nicht so richtig begeistern kann. Dazwischen harmlose brave biedere Melodic-Hardrock-Songs wie "Here I am","Shelter","As deep as I am" oder "Another wrong makes right", es will einfach alles nicht so richtig zünden. Dazu dann noch das abgenudelte The Knack-Cover von "My Sharona", das zwar zugegebenermassen nicht schlecht und recht rockig umgesetzt wurde, aber solche nervigen Mega-Gassenhauer sollte man als gestandene Rockband eigentlich meiden.

Im Prinzip hat man nach den ersten beiden wirklich tollen Songs die Höhepunkte des Albums hinter sich und man hat es danach mit recht netten harmlosen Melodic-Rock-Songs zu tun, die sich eher dazu eignen sie zu irgendeiner Tätigkeit nebenher laufen zu lassen als sie wirklich intensiv wahrzunehmen oder gar aktiv geniessen zu können. Ich habe mir mit der Scheibe von Anfang an recht schwer getan, was sich bis heute nicht geändert hat. Mir fehlt auch immer noch das charismatische markante kindlich-frische Stimm-Organ von Alt-Sänger Andy Deris, nicht dass David Readman nicht auch sehr gut singen könnte, aber ihm fehlt eben das besondere Etwas in der Stimme - Pink Cream 69 sind seit Andy Deris Weggang eine gewöhnliche Melodic-Rock-Band wie 1000 andere auch, ohne besondere Trademarks. Diesen Makel kann man nur mit einer Menge Top-Songs kompensieren, die man auf Alben wie "Electrified" und "Endangered" auch schon in dieser Konstellation vorweisen konnte, aber Thunderdome hat zu wenig Songs von hoher Güte zu bieten.


Delivering the Black
Delivering the Black
Preis: EUR 14,99

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solides tadelloses Power-Metal-Brett, 25. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Delivering the Black (Audio CD)
Tausendsassa Mat Sinner hat neben seinen vielen Nebenprojekten wieder mal für seine Haupt-Priorität Primal Fear ein Album produziert. Ich weiss nicht ob sich Mat Sinner und auch Alex Beyrodt sich nicht dabei übernehmen ständig für die verschiedensten Bands und Projekte tätig zu sein, gerade beim komponieren könnte man vermutlich noch hochkarätigere Songs konzipieren, würde man sich nur auf eine Band konzentrieren. Allerdings muss ich Mat Sinner meinen Respekt davor aussprechen, wie er es immer wieder schafft, aus eigentlich faden, balanglosen Songs, dann doch noch interessante Kompositionnen zu entwickeln und zu erarbeiten und das allerletzte aus diesen Songs harauszuquetschen, dass kann der Mann wirklich hervorragend.

Primal Fear lassen auf Delivering the Black, wie gewohnt, wuchtigen Powermetal vom feinsten vom Stapel, gepaart mit groovigen Hardrock-Riffs der beiden schneidenden Gitarren, etwas epischer Bombast und einer Standard-Ballade. Es wird wie üblich zu Beginn mit den beiden furiosen treibenden Up-Tempo-Speedstern "King for a Day"(4/5) und "Rebel Faction"(3/5) ordentlich drauf los geknüppelt, bevor es mit der äusserst eingängigen atmosphärischen Single "When Death comes Knocking"(4/5) mit ihrem getragenen schleppenden schweren Rhymthmus gewollt doomartig-düster zum ersten echten Höhepunkt kommt - der Song ist aber auch nicht der erhoffte Mega-Hammer, sondern eher ein netter anders klingender Farbtupfer, erinnert mich musikalisch ein wenig an Deep Purple zu Perfect Strangers-Zeiten, er ist im Mittelteil übrigens mit einem orientalisch anmutenden Part ausgestattet. "Alive & on Fire"(3/5) ist dann eher ein kompromissloser harter Hardrock-Stampfer als Powermetal. Der Titeltrack "Delivering the Black"(4/5) schlägt in eine ähnliche Kerbe, ist aber irgendwie prägnanter und intensiver, und bleibt noch besser im Ohr kleben, der Refrain ist allerdings nur Durchschnitt - vielleicht insgesamt als Albumtitelgebender Track ein wenig zu gewöhnlich ausgefallen. Der durchschnittliche Doublebass-getriebene Powermetal-Song "Road to Asylum"(3/5) erinnert dann recht angenehm an die ersten Primal Fear-Scheiben - man hat allerdings wieder das Gefühl das Lied schon desöfteren früher schon mal in einer besseren Variante gehört zu haben. Dann kommt quasi der anspruchvollste Song, nähmlich das abwechslungsreiche vielschichtige epische 9-minütige kleine Meisterwerk "One Night in December"(5/5) mit seinen abwechselnd harten und weichen Passagen und einem wunderschön dargebrachten getragenen Refrain. Was mich ein wenig neben dem albernen Glockengeläut stört, sind die vielen symfonischen computeranimierten Keyboard-Orchester-Passagen, die auch bei den anderen Songs("When death comes knocking") hie und da, dort hauptsächlich als Unterstützung des Refrains durchschimmern, aber in "One Night in December" hat man es damit echt übertrieben und den Song damit förmlich zugekleistert. Es hört sich halt ehrlicher und auch rauer und bodenständiger an, wenn man möglichst auf Keyboards verzichtet oder diese tatsächlich nur als Teppich im Hintergrund einsetzt, besonders wenn man offiziell gar keinen Keyboarder in der Band mit bei hat. Das hart rockende fulminante agressive "Never pray for Justice"(4/5) hat dann zumindest das Zeug zur Live-Hymne mit seinem geshouteten Refrain. Die seichte Standard-Power-Ballade "Born with a broken Heart"(3/5) könnte ich mir auch sehr gut auf einem Sinner-Album vorstellen - kein schlechter Song, aber irgendwie will das Gefühl nicht richtig überspringen - irgendwie hat man den Eindruck den Song schon 1000 mal gehört zu haben, nur besser. Der Raussschmeisser der Standard-Version ist das etwas gewöhnlich anmutende, harte, schnelle Power-Metal-Brett "Inseminoid"(3/5), guter Abschluss eines recht kurzweiligen abwechslungsreichen Power-Metal-Albums, bei dem sich Primal Fear wieder mehr, als zuletzt, auf Ihre typischen althergebrachten Trademarks konzentrieren. Innovation ist sicherlich keine vorzufinden, wäre hier aber auch fehl am Platze, die Fans sind froh wenn Sie das bekommen, was Sie erwarten, und damit wird man beim Album Delivering the Black bestens bedient. Wenn man sieht was andere traditionelle Heavy Metal-Bands(Iron Maiden, Judas Priest, und auch die zur gleichen Zeit aufgekommenen Konkurrenten Hammerfall schwächelten zuletzt doch arg) heute so abliefern, dann kann man sich glücklich schätzen dass es eine Band wie Primal Fear gibt, die qualitativ doch relativ hochklassig daherkommen. Es ist vielleicht nicht alles Gold, was glänzt, aber im Grossen und Ganzen kann man das Album als sehr gelungen ansehen. Die ganzen Songs sind alle auf sehr anständigem Niveau und Füller sind weit und breit keine zu finden. Delivering the Black ist von seiner Machart her das perfekte Vorzeige-Power-Metal-Album, leider fehlen, bis auf das Epos "One Day in December", echte Höhepunkte(auch wenn ich die Single "When Death comes knocking" so tituliert habe) oder Gassenhauer, obwohl jederzeit auf höchstem Niveau musiziert wird.

Das Album ist hervorragend und ungeheuer professionell breit produziert, mit fetten sägenden Gitarren und einem Sänger Ralf Scheepers, der zunehmend tiefer und rauer agiert als früher, was für die Mainstream-Masse vermutlich angenehmer und geschmeidiger anzuhören ist als dieses ultra-hohe Eunuchen-Geträllere, das aber natürlich Ralf Scheepers Markenzeichen ist und man immer noch zur genüge zu hören bekommt, er bietet eine grössere Bandbreite seiner Stimme an, was das ganze abwechslungsreicher uns interessanter gestaltet. Musikalisch, ob tadellose melodiöse Gitarren-Solos oder treibendes perfektes Schlagzeugspiel, ist hier alles auf höchstem technischen Niveau angesiedelt.

Ich fand zuletzt "Unbreakable" allerdings eine Nummer "Grösser", mit noch besseren einprägsameren schmissigeren grandioseren Melodien ausgestattet. Aber letztlich alles Ansichtssache. Starke 4 Sterne. Ich habe mir auch lange eine Wertung überlegt, und war eigentlich fest von 5 Sternen überzeugt, aber als ich mir dann meine eigenen Song-Einzel-Wertungen angschaut habe, konnte ich, trotz nahezu perfekten Album-Allgemein-Eindrucks, es nicht verantworten die Höchstnote zu ziehen.


Beast from the East
Beast from the East
Preis: EUR 10,92

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solides empfehlenswertes Live-Album einer ambitionierten Band, 11. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Beast from the East (Audio CD)
Alle Hits mit drauf, fett und gleichzeitig recht klar produziert, Don Dokken gesanglich gut in Form(obwohl er sich oft recht angestrengt anhört), Gitarrist George Lynch ist offensichtlich gut drauf - wer dieses grandiose Live-Album sein eigen nennt braucht kein anderes Studio-Album mehr von Dokken. Die Live-Versionen klingen lebendiger und rauer als die Studioversionen, insgesamt habe ich allerdings den Eindruck dass die LP-Version damals irgendwie druckvoller und voluminöser klang. Ein Makel sind gegenüber der alten LP/Cassette-Version natürlich die 3 weggelassenen Songs "Standing in the Shadows","Sleepless Nights" und "Turn on the Action"(allerdings alle 3 nicht essentiell). Als Zusatz gab es noch den damals neuen Song "Walk away", eine Herz-Schmerz-Ballade im typischen Europe-Stil der 80er.

Es sind halt Dokken, eine gemässigte Melodic-Hardrock-Band aus der 2.Reihe mit einem weinerlichen Don Dokken am Mikrofon, dazu als stimmungsprägnanter Kontrast meist harte Riffs und eine tighte Rythmus-Sektion. Vorrangig wurden natürlich meist die sanften typischen Powerballaden als MTV-Video/Single ausgekoppelt, bei denen dann auch die Stimme Don Dokkens am ehesten glänzen kann. Beast in the East ist kein absolutes Hammeralbum, aber eine schönes Zeitzeugnis einer Band auf dem Höhepunkt ihres Schaffens. Die Band galt irgendwie als ewiges Talent, trat aber meist als Vorpruppe von den damaligen Mega-Bands auf, ganze Konzerte als Headliner, wie hier auf der kurzen Japan-Tour, gaben Dokken zu dieser Zeit recht selten - mit dem Weggang George Lynch war dann auch die Band Dokken Geschichte und brach auseinander, obwohl Don Dokken solo oder auch als Band Dokken bis heute mit mässigem Erfolg weiter macht. So gut wie hier auf Beast from the East wurde die Band nie mehr.


For Those About to Rock (Special Edition Digipack)
For Those About to Rock (Special Edition Digipack)
Preis: EUR 5,55

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Es kommt auf den Blickwinkel an,, 29. Dezember 2013
von dem aus man das Album betrachtet.
Ich kann mich noch gut erinnern als ich mir im November 1981 das Album als Cassette zulegte und es mir regelrecht schönhören musste, die Enttäuschung war gross, denn bis auf den hervorragenden Titelsong wurde nichts aussergewöhnlich Gutes mehr geboten. Es war das eindeutig schlechteste AC/DC-Album bis dahin mit absolut austauschbaren stampfenden biederen plumpen lahmen Songs. Kein Vergleich mehr zu den beiden direkten genialen Vorgängern und Megasellern Highway to Hell(1979) und Back in Black(1980), da lagen qualitativ Welten dazwischen, allerdings muss man auch berücksichtigen dass diese beiden aussergewöhnlicen AC/DC-Alben auch hier die Skala nach oben sprengen müssten, weil Sie einfach wesentlich besser sind als vieles für das hier die Höchstpunktzahl von 5 Sternen gegeben wird. Auf beiden Vorgängern waren spritzige prägnante Riffs zu hören mit cleveren genialen Mitsing-Refrains, fabelhaft von Producer Robert Mutt Lange in Szene gesetzt, jeder Song war auf seine Art ein absoluter Kracher, der voll zündet, selbst die Songs aus der vermeintlich 2.Reihe. Auch auf For those about to Rock hat Robert Mutt Lange produktionstechnisch eine fabelhafte Arbeit geleistet, der Scheibe wurde ein voluminöser bombastischer Monster-Sound hingezaubert und aus den durchschnittlichen Songs wurde noch das bestmögliche rausgeholt(allerdings fehlte dadurch auch die unbedarfte jugendliche Frische und vermittelte ein wenig den Eindruck dass Album sei zu glatt poliert). Das Problem sind die durchschnittlichen, viel zu simplen biederen Songs, die einfach viel zu schwerfällig, lahm und plump daherkommen, ausser dem hervorragenden grandiosen Titelsong(5/5) kann kein Lied mit den Vorgängeralben mithalten. Die 1.Single "Lets get it up"(3/5) ist dafür das beste Beispiel, ein recht öde lahmer plumper altbackener klassischer 70Jahre-Rock-Song mit einem ordinären naiven Refrain(obwohl auch der ins Ohr geht), er will so gar nicht zu den Vorgänger-Singles passen. Die recht brauchbaren schmissigen "Snowballed"(3/5) und "Put the Finger on You"(4/5) sind die einzigen flotteren Songs des Albums. "Inject the Venom"(3/5) kann durch seinen abgehackten, entfernt an Whole Lotta Rosie-erinnernden Anfang punkten, ansonsten aber auch ein recht zäher Song. Das langsam schleppend stampfende "Evil Walks"(4/5) und das flockige "C.O.D."(4/5)können dagegen bedingt überzeugen mit einem wirklich gelungenen Refrain und mit einer gewissen coolen lockeren Heransgehensweise. "Breaking the Rules"(2/5) ist dagegen ein total lahmer Langweiler, "Night of the long Knives"(3/5) ist auch ein eher langsamer zäher Stampfer, der aber einen schönen Ohrwurm-Refrain aufzuweisen hat, das schleppende "Spellbound"(3/5) beendet dann das Album bedächtig im lahmen Tempo, wobei Sänger Brian Johnson hier nochmal eine erstklassige Gesangsleistung aufbietet.

Wenn man For those about to Rock allerdings aus dem Blickwinkel der nachfolgenden Alben sieht, dann muss man sagen, dass viele Songs zu den besseren Songs auf diesen Alben bis heute gezählt hätten, denn zur alten Form zurück haben AC/DC nie mehr gefunden. Da war dann noch so ein Lichtblick wie das hervorragend catchy-produzierte Album The Razors Edge(1990) mit seinem brillianten Super-Hit "Thunderstruck", da gab es den Nachfolger Flick of the Switch, der wieder im Schnitt leicht besseres schmissigeres lebendigeres prägnanteres Songmaterial als For those about to Rock am Start hatte, allerdings fehlte dem Album eine herausragende Hitsingle und auch die AC/DC-Eigenproduktion ist nicht so gut gelungen wie beim monströsen Vorgänger. Tatsächlich konnten seither nur noch diese beiden Alben an die Qualität von For those about to Rock heranreichen, Stiff upper Lip(2000) und Blow up your Video(1988) waren gar langweilige lahme Totalausfälle, denn so richtig Tempo wie zu alten Zeiten haben AC/DC seither nie mehr aufgenommen. Und auch dieser mitreissende nach vorn rockende prägnante Boogie/Blues-Style der Bon Scott-Alben sollte nie mehr zum Vorschein kommen.

Fazit:
For those about to Rock ist nicht so schlecht wie damals gedacht, es ist gemeinsam mit The Razors Edge das zweitbeste Werk der Brian Johnson-Ära, nicht zuletzt dank der hervorragenden monströsen donnernden Produktion und natürlich dank des grandiosen mitreissenden Titelsongs, der normal jedes AC/DC-Spektakel würdig abschliesst.

Noch einige Anmerkungen:
Warum AC/DC seit 1990, 5 Jahre oder länger brauchen um ein neues Studio-Album aufzunehmen, ist mir bei der simplen, wenig komplexen Art Ihrer Musik wirklich ein Rätsel. Offensichtlich sind die Youngs nicht mehr in der Lage geniale prägnante Songs zu komponieren, so wie früher jedes Jahr. Und je weniger sie in Übung sind und sich ein luxuriöses Leben gönnen mit allen Annehmlichkeiten, desto schwieriger wird es für die Youngs werden, gute adäquate AC/DC-Songs hinzubekommen. Ich habe eh den Eindruck dass man quasi nach The Razors Edge und dem Super-Hit Thunderstruck, der die Band nach einer längerandauernden Durststrecke des Misserfolgs seit 1983 endlich wieder aus dem Tief herauskatapultierte, es nicht mehr für nötig ansahen, tatsächlich nochmal ernstzunehmende Songs zu komponieren und aufzunehmen. Eigentlich sind alle AC/DC-Studio-Alben nach The Razors Edge reine Alibi-Alben vom Reissbrett, ohne grösseren Arbeitsaufwand schnell 0/8/15 dahingeschrieben, um einen Grund zum touren zu haben und da man seit Thunderstruck quasi zur lebenden Legende aufgestiegen ist und sich sowieso alles seither wie geschnitten Brot verkauft, von der musikalischen Qualität völlig unabhängig. Wobei AC/DC bei diesen millionenfachen Verkäufen und diesem Hype natürlich selbst gar keinen Grund mehr darin sehen(und es womöglich selbst auch gar nicht wissen) sich qualitativ wieder zu steigern.
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