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Rezensionen verfasst von
Rhinoman (Rinteln)

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Sign of the Hammer
Sign of the Hammer
Preis: EUR 4,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das beste Album der Anfangstage, 26. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Sign of the Hammer (Audio CD)
Sign of the Hammer(1984) ist ingesamt ausgereifter als sein direkter Vorgänger Hail to England aus dem selben Jahr, ausserdem hat das Album diesmal eine normale Spielzeit von 40 Minuten. Die Musik ist meineserachtens etwas cleverer komponiert und umgesetzt worden als auf dem Vorgänger. Auch kann man hier nahezu alle 7 echten Songs gut durchhören, nur das wie meist überflüssige Bass-Solo "Thunderpick" hätte man sich auch diesmal sparen sollen(besonders weil im folgenden Guyana schon wieder der Bass oft das präsente Instrument ist) . Die durchaus melodische gemässigte Single "All Men play on 10" 4/5 macht dabei eine gute Figur als netter Mainstream-Heavy Metal-Opener, auch wenn der Song zurecht kein Klassiker wurde. "Animals" 3/5 ist dann ein fast schon punkig angehauchter fetziger Hardrock-Song, leider kann der Refrain nicht hervorstechen. "Thor(the Powerhead) 5/5 ist dann das erste typische Manowar-Stück des Albums, es sollte zum Live-Klassiker werden. Das fast 8-minütige balladeske "Mountains" 3/5 macht eigentlich nur mit seinem kraftvollen hymnischen Refrain eine gute Figur, der Rest des Songs ist einfach nur langweilig und austauschbar. Mit dem intensiven Titelsong "Sign of the Hammer" 5/5 ist der Band dann wieder ein zukünftiger Klassiker gelungen - die Verse hart, der Refrain getragen. "The Oath" 4/5 hat ein prägnantes immer widerkehrendes Grund-Riff, mit dem er punktet. "Guyana" 4/5 ist eine episch angelegte kraftvolle Halbballade, die ein durchaus gelungener Abschluss des Albums darstellt.

Insgesamt ein solides Manowar-Album ohne Ausfälle, für Manowar-Neulinge ein gutes Einstiegs-Album. Es ist von den ersten 4 Alben sicherlich das ausgereifteste und perfekteste Werk, und es kommt hier auch wenig Langeweile auf, was bei anderen Manowar-Alben häufig der Fall ist.


Hail to England
Hail to England
Preis: EUR 12,99

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Erstes typisches Manowar-Album, 26. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Hail to England (Audio CD)
Für Viele eingefleischte Manowar-Fans gilt Hail to England als ein Meisterwerk. Leider hat das Album den selben Makel wie viele andere Manowar-Alben auch, nämlich dass die Album-Spielzeit mit gerade mal 33 Minuten doch recht begrenzt ist, dazu wird sie noch durch ein sinnloses 3-minütiges Intrumental-Stück getreckt, und auch der epische-bombastische 9-minütige Abschlusstrack "Bridge of Death"2/5 ist eigentlich eher ein lahmer Langweiler als dass man hier einen höheren künstlerischen Anspruch erkennen könnte. Die ersten 5 Songs(der 7) haben es allerdings in sich und können dann wirklich zum Teil voll punkten, wobei besonders die schmissigen typischen Manowar-Kracher "Blood of my Enemies"5/5,"Kill with Power"4/5 und "Army of the Immortals"5/5 mit schönen Melodiebögen und prägnanten stiltreuen Riffs hervorstechen. Die beiden eher biederen "Each dawn I die"3/5 und der seltsam melancholisch-hymnische Titelsong "Hail to England"3/5 bleiben dabei eher blass.

Die Produktion ist zufriedenstellend, das schöne extrem bunte Comic-Cover mit den typischen Kriegerfiguren zumindest sehr auffällig. Für die 5 wirklich erwähnenswerten Musik-Stücke ist allerdings eine Spielzeit von 21 Minuten doch recht dürftig, was natürlich daran auch lag, dass Manowar zu dieser Zeit nahezu alle 9 Monate ein neues Album folgen liessen. Hail to England ist nach dem Debut Battle Hymns(1982) das zweite, wirklich gelungene Manowar-Album, auf dem jedoch Manowar endgültig Ihren Stil finden und zelebrieren, obwohl die Musik schon noch etwas naiv und einfältig daherkommt, was aber gleichzeitig ein Markenzeichen Manowars ist und auch weiterhin bleiben sollte. Mit 3 Klassiker-Songs im Gepäck verfügt Hail to England sicher über die höchste Hitdichte der ersten 4 Alben. Im selben Jahr sollte ja dann noch der für mich insgesamt noch stärkere ausgereiftere Nachfolger Sign of the Hammer(1984) folgen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 29, 2014 11:37 AM CET


Reckless Love
Reckless Love
Preis: EUR 13,18

5.0 von 5 Sternen Schmissiges gut gelauntes Ohrwurm-Rock-Album, 23. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Reckless Love (Audio CD)
Ein klasse schmissiges Gitarren-Rifflastiges gutgelauntes radiogeeignetes Melodic-Hardrock-Album. Alle Songs gehen mehr oder weniger als Ohrwürmer durch, obwohl immer die nötige Grundhärte nicht zu kurz kommt. Die samtweiche Stimme des Sängers kommt sehr positiv rüber und die Songs können durch die Bank weg überzeugen, am schwächsten finde ich noch die Schmuse-Ballade "Sex", obwohl auch dieser Song mit einem verträumten schönen Refrain ausgestattet ist. Als Anspieltipps möchte ich die beiden Pop-Rocker "Back to Paradise"(erinnert ein wenig an Kiss-"I was made for lovin you") und "Beautiful Bomb" empfehlen, wenn es etwas rockiger sein soll, dann "Romance" und die beiden letzten Songs "Wild Touch" und "Born to Rock", alle anderen Songs sind aber auch mehr wert als nur hörenswert. Die Produktion ist perfekt gelungen, Füller gibt es keine. Jeder der auf schnittigen, härteren Melodic-Rock steht mit Ohrwurm-Qualitäten, sollte hier auf jeden Fall zuschlagen. Ein Super-Debut-Album, in Ihrem Heimatland Finnland schlug das Album und die zugehörigen Singles zurecht wie eine Bombe ein.


Spirit
Spirit
Preis: EUR 19,21

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Knackige Rifflastige Ohrwürmer, 23. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Spirit (Audio CD)
Das 3.Studio-Album der Gruppe. Rifflastiger Pop Rock, der aber nie zu seicht und zu flach wird, für die nötige Härte sorgt die tighte Rythmus-Sektion. Irgendwie frech modern poppig, und doch gleichzeitig recht 80er-jahrelastig. Die stilistische Bandbreite ist diesmal auch recht gross, die spacige Abschluss-Ballade Hot Rain erinnert mich ein wenig an Prince. Das punkige kurze Metal-Ass haut richtig rein, die restlichen Songs sind alles Melodic-Rock-Ohrwürmer mit Hitpotential, allen voran der süchtig machende schmissige Opener "Night on Fire". Ein hervorragendes Album, dass trotz seiner Pop-Tendenz die richtige Härte nie vermissen lässt. Lediglich bei der kuscheligen Power-Ballade "Edge of our Dreams" geht es noch etwas gemässigter zu. Spirit wurde hervorragend produziert, so dass bei dem Album eigentlich alles im grünen Bereich liegt. Der Erfolg kann kommen. In Finnland entert die Band ja zurecht regelmässig die Charts, es wäre auch hier schön mal wieder etwas rockigeres im Radio hören zu dürfen. Als letztes möchte ich darauf hinweisen, dass Reckless Love Ihre völlig eigene Identität hat, sie hören sich weder nach Kiss oder Def Leppard, noch nach Motley Crüe oder Europe an. Ein Keyboarder ist übrigens keiner in der Gruppe, was den Sound eh meist zu sehr verwässert. Es ist einfach Super was die Jungs hier für knackige Ohrwürmer raushauen. Unbedingt kaufen!


Unplugged and Strung Up
Unplugged and Strung Up
Preis: EUR 6,99

18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Recht netter Kitsch, aber künstlerisch nicht essentiell, 22. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Unplugged and Strung Up (Audio CD)
Schon Anfang 2009 bei den Interviews zum Album Into the Labyrinth haben Saxon angekündigt(angedroht?)in nächster Zeit ein Unplugged/Orchester-Album mit alten Hits neu aufbereitet auf den Weg bringen zu wollen. Jetzt, Ende 2013 ist es nun endlich soweit. Nachdem damals die Scorpions und Metallica damit begonnen hatten, eigene Heavy Metal-Klassiker im Orchestergewand zu präsentieren und es mittlerweile viele Bands mit gemischtem Erfolg getan haben, allen voran Nightwish - springen eben nun auch Saxon auf den Zug mit auf(was jetzt nicht gerade innovativ ist) und versuchen, gerade zum Weihnachtsfest hin, auch ein Stück vom Kuchen abzubekommen. Es hätte mich gefreut, wenn dieser Neuzeitgemässe softige Kitsch-Kram an Saxon vorbeigegangen wäre, da es einfach einen faden Beigeschmack hat alles nachmachen zu müssen was nach ein paar extra-Euros mehr riecht, bei mir sind Saxon jedenfalls durch dieses anbiedern nicht in der Gunst gestiegen - haben mich zuletzt Saxon mit dem 80er-angehauchten kompromisslosen Heavy Metal-Prachtwerk Sacrifice wieder einmal voll überzeugen können, so verspielen sie schon wieder ein Stück Respekt und Achtung mit so einer offensichtlichen Modeerscheinung. Eigentlich war ich immer stolz darauf, dass Saxon eine ehrliche Heavy Metal-Band sind, die es eben gerade nicht nötig haben so einen Quatsch mitzumachen und nachzumachen.

Letztlich sind die bekannten 14 enthaltenen Saxon-Klassiker darauf meist nichts vollkommen neues, sondern sind ein Sammelsurium aus den Bonustracks der letzten Jahre, für mich ärgerlich, da das meiste hier vorhandene Material schon als Bonus-Material auf den vorangegangenen Alben veröffentlicht wurde und es jeder Saxon-Fan eigentlich schon besitzt(auch wenn man es hier, im Vergleich zu den bereits veröffentlichten Bonustracks, bei genauem Hinhören es mit leicht veränderten Song-Arrangements-Fassungen zu tun hat, was aber wirklich nicht einfach herauszuhören ist) - also von wegen Andy Sneap hat das gesamte Album produziert. Gerade die 5 majestätisch wirkenden Orchester-Versionen(die für mich auch das Herzstück des Albums sind) wurden dabei bombastisch pompös mit Tiefgang in Szene gesetzt und mit einer perfekten lebendigen Produktion veredelt, wobei sich das hinzugemischte Orchester doch sehr nach Keyboard/Synthesizer anhört, aber ansonsten gibt es am Sound überhaupt nichts auszusetzen. Über allem thront natürlich das prägnante unverkennbare Organ von Sänger Peter Byford, der sich hier oft von einer ungewohnt gefühlvollen Seite zeigt, aber immer sehr souverän. Es ist ja klar, dass man das Material dafür bei den Aufnahmen zu Sacrifice nebenbei im selben Zeitraum als Nebenprodukt mit zu Ende aufgenommen hat, und nicht noch einmal extra dafür ins Studio ging, daher kommen mir die hineingemischten Heimorgel-Orchesterparts auch ein wenig halbherzig vor, als wenn dieses Projekt eben keine oberste Priorität gehabt hätte, was wohl auch so war.

Es ist sicherlich nett die allseits bekannten Saxon-Songs mal in einem anderen Soundgewand zu hören, eine nette Alternative für etwas ruhigere, beschaulichere Stunden, am besten Gefallen tun mir als gestandenem Hardrocker allerdings weiterhin die rockenden Original-Versionen der Songs. Auch dieses lieblose Heimorgel-Keyboard-Orchester(aus Kostengründen?) kommt einfach ein wenig billig daher, da wäre ein echtes Orchester klanglich schon wesentlich besser gekommen. Man kann das mal hören, muss man aber nicht. Zur Abwechslung gibt es ja auch bei 5 Songs nur neu aufgenommene Heavy Metal-Versionen bekannter Songs, wie "Battle Cry","Militia Guard" oder "Stallions of the Highway"(Warum man aber auf einem "Unplugged" betitelten Album, diese Heavy-Version als Opener nimmt? Ich verstehs nicht). Letztendlich sind ja nur die vorgenannten Lieder, plus die Orchester-Versionen "The Eagle has Landed","Red Star falling","Broken Heroes" und die Live-Akustik-Version von "Iron Wheels" wirklich noch unveröffentlicht, wobei es ja schon eine Akustik-Version von "Iron Wheels" auf dem Live-Album The Eagle has Landed II(1996) gab. Die gelungensten besten Songs mit dem meisten Tiefgang sind für mich logischerweise das Schlachten-Epos "Crusader", dass ja prädistiniert für solch ein Unterfangen erscheint, die bombastischer wirkende 1.Weltkriegs-Halbballade "Call to Arms" und das durch das Orchester wirklich aufgewertete "Red Star falling", rein musikalisch ist auch "The Eagle has Landed" ganz brauchbar umgesetzt worden, aber wenn man den Text des Songs von der ersten Mondlandung mit in die Überlegung mit einbezieht, dann ist diese spacige Song-Atmosphäre der Ur-Version schon der Idealfall für den Song, weil das einfach passt zu Mond und Weltall, und wirkt für mich diese aufpolierte Orchesterversion von "The Eagle has Landed" zu befremdlich und deplaziert. Mir persönlich gehen eh die 5 neu aufgenommenen Heavy Metal-Klassiker am besten rein, wobei sich hierbei mir gleich wieder die Frage stellt, was richtige Heavy Metal-Songs überhaupt auf einem mit "Unplugged" betitelten Album verloren haben?

Irgendwie riecht das Teil schon nach Resteverwertung, denn einen roten Faden kann ich hierbei nicht erkennen, denn irgendwie passen die neu aufgenommenen Heavy Metal-Versionen von der Stimmung her nicht unbedingt zu dem restlichen Orchester/Lagerfeuer-Material mit einem doch gewollt edleren Musik-Stil(der auch eine recht traurig, melancholische Note beinhaltet).
Ich weiss ja dass Saxon schon lange vorhatten, auch so etwas sanfteres mit Orchester zu machen, aber irgendwie ist mir dieser vorgesetzte chaotische Stil-Misch/Masch dann doch nicht konsequent genug durchgeführt worden und kommt bei mir nur recht halbherzig und bieder rüber. Hätte man ein gesamtes Orchester-Album gemacht, vielleicht auch mit 3-4 neuen Songs darunter, hätte das Album sicherlich eine grössere Daseinsberechtigung erzielt, in dieser Form hat die ganze Angelegenheit doch einen recht faden Beigeschmack - es klingt wie ein zum Weihnachtsgeschäft notdürftig zusammengeschustertes Stückwerk, was ich Saxon aber durchaus gönne und zugestehe(dass Sie sich auf diesem Wege ein paar Kröten extra verdienen wollen). Was jetzt bei der Bezeichnung der Heavy Metal-Versionen der genaue Unterschied zwischen "Remix"(Stallions of the Highway),"Re-Recorded Version"(Just let me Rock, Forever Free) und wenn gar nichts dabei steht(Battle Cry, Militia Goard), sein soll, ist mir auch schleierhaft.

Ich hoffe nur, dass man dieses Akustik-Kitsch-Ding nicht weiter spinnt und womöglich noch eine Tour damit bestreitet, das wäre dann zuviel des Guten, und denke im Fall Saxon auch nicht authentisch und wünschenswert. Wenn ich mir nur vorstelle wie Saxon zu fünft bei Kerzenschein und gedämmten Licht mit den Akustik-Gitarren in der Hand, im Kreis auf Bar-Hockern sitzend, vor sich hinklimpern, dann kommt mir echt das kalte Grauen - eigentlich war ich immer auf Saxon stolz, dass Sie genau so einen Quatsch nicht mitmachen, und dann dass - diese wehmütige Lagerfeuerromantik brauch ich von Saxon echt nicht. Der schwülstige Orchester-Kram hat wenigstens noch einigermassen fette Power und Substanz, aber dieser Akustik-Quatsch ist irgendwie nur peinlich und geht gar nicht, das hätten sich Saxon echt sparen sollen - braucht kein Mensch.
Warum man als Digipack-Version noch die allseits bekannte Heavy Metal Thunder(2002) mit dazu genommen hat mit den neu aufgenommenen Klassikern der Jahre 1979-1984, kann ich mir nur so erklären, dass man wohl darauf spekuliert, dass sich möglichst viele Genre-fremde Leute das Album kaufen sollen, die bisher noch nichts mit Heavy Metal und Saxon zu tun hatten, und man Denen eben dann gleich einen groben Überblick über die besten Jahre der Band mitgeben möchte, gestandene Saxon-Fans dürften Heavy Metal Thunder(2002) ja längst besitzen, man hatte ja satte 11 Jahre Zeit es sich zu besorgen.

Wie soll man nun so ein Album bewerten? - Von der reinen Song- und Soundqualität sicherlich um die 4 Sterne wert(gerade für Leute die noch nichts von Saxon besitzen und die auf dieses Orchester-Ding abfahren, für alle Anderen ist es natürlich weniger wert), da aber 7 Songs bereits vorab auf den vorigen Alben als Bonus-Songs enthalten waren und es auch keinen einzigen echten neuen Song zu hören gibt, gibt das(mindestens) einen Stern abzug, bleiben also höchstens 3 Sterne übrig. Wobei das Ganze natürlich nicht als künstlerisch hochwertig anzusehen ist, sondern eher als Kitsch, als kleines Weihnachtsgeschenk, als eine Alternative zum bisherigen Material, als ein künstliches Marketing-Produkt um im Gespräch zu bleiben und den Laden am laufen zu halten. Böse betrachtet, als treuer Fan, der sich zuvor jeweils die teureren Produkte mit den Bonus-Tracks besorgt hat, könnte man das Album auch als plumpe Abzocke werten und daraus resultierend nur 1 oder 2 Sterne vergeben. Tatsächlich brauchen dieses halbgare Album, mit diesem abstrusen Song-Mix unterschiedlichster Musik-Stile bunt zusammengewürfelt, nur die Wenigsten. Für mich persönlich ist Unplugged and Strung up leider, gerade wegen dieses überflüssigen faden stimmungslosen seichten Unplugged/Akustik-Krams und weil ich das meiste Material schon besitze, auch nur 2 Sterne wert. Dafür, dass Saxon sich schon mindestens seit 2008 mit dieser Idee beschäftigen und genügend Zeit zur Verfügung stand diese Idee auch ordentlich auszuarbeiten und umzusetzen, ist das Ergebnis doch sehr dürftig und ernüchternd ausgefallen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 4, 2014 2:20 PM CET


Kings of Metal
Kings of Metal
Wird angeboten von moviemars-amerika
Preis: EUR 5,42

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Viel Licht - und ein wenig Schatten in Form von überflüssigem Kitsch, 15. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Kings of Metal (Audio CD)
Wenn man die meisten Kritiken zu diesem Album so liesst, meint man ein megastarkes Jahrhundert-Meisterwerk vor sich zu haben, vergleichbar mit The Number of the Beast oder Back in Black. Als ich mir das Album gerade wegen der guten Kritik 2002 dann endlich doch einmal zulegte, war ich massloss enttäuscht davon. Das Album nimmt sich immer wieder seine Auszeiten durch Bass-Solos, gesprochenen Geschichten und ähnlichem, so dass es immer mal wieder zu grösseren langweiligen Lücken kommt, die das Hör-Vergnügen doch um einiges schmälern. Ich spreche dem Album nicht ab, die meisten wegweisenden und typischen Manowar-Songs zu beinhalten, die man auf einem Manowar-Konzert hören möchte, aber wie auf allen Manowar-Alben auch versucht man die Spielzeit mit Geschichten-Erzählern, Solos, sinnlosen Instrumental-Stücken und Genrefremden Musikstücken auszudehnen, anstatt ein volles Heavy Metal-Album abzuliefern - das Zeug was Sie da abliefern ist ja nichts künstlerisch Hochwertiges, das ist einfach aufgeblasener nutzloser Kitsch.

1:"Wheels of Fire" ist ein guter Opener Uptempo-Song in den Versen mit hymnischen Mitgröhl-Refrain - da legt man sich wirklich ins Zeug 5/5

2:Der Manowar-typisch-plakative Titelsong "Kings of Metal" erinnert mich von seiner Machart an "Fighting the World" und ist sicherlich als Aushängeschild einer der besten Manowar-Songs überhaupt. Zwar einfach gehalten, aber ungeheuer effektiv und eine Stadion-Metal-Hymne vor dem Herrn 5/5

3:Mit der erst vom Piano, später mit voller Band intonierten Mega-Power-Ballade "Heart of Steel" haben es Manowar endlich geschafft eine Massentaugliche Ballade abzuliefern, die es auch über den Heavy Metal-Kreis hinaus geschafft hat beim Mainstream-Publikum Bekanntheit zu erringen(die Version in Deutsch hätte es aber nicht zwingend gebraucht). Grosses Kino 5/5

4:Das Bass-Solo/Instrumental-Stück "Sring of the Bumblebee" kann man hingegen voll vergessen, es hört sich mehr nach Proben eines Instruments an und seine Fingerfertigkeit darauf zu besweisen - Hat musilakisch aber überhaupt keinen Wert 1/5

5:"The Crown and the Ring" - Glocken, Orgel, dazu singt Eric Adams die Verse und ein Chor den schönen getragenen eingängigen Refrain - hat mit Heavy Metal eigentlich nichts zu tun, es macht sich nach tollem Album-Beginn etwas Langeweile breit. Der Song wird ja immer abschliessend vom Band bei jedem Manowar-Konzert gespielt, und kommt dort auch recht souverän und gediegen - man hätte auch hier das Album damit enden lassen sollen, in der Mitte des Albums irgendwie deplaziert 3/5

6:Mit "Kingdom Come" kommt endlich wieder ein echter Song. Eine schöne gemächliche Hymne, auch wenn ich mir eigentlich endlich wieder einen richtigen schnelleren Smascher gewünscht hätte, um nach den vorherigen langweiligen einschläfernden Songs endlich wieder wach zu werden. Irgendwie hat der Song einen leicht poppigen Rhytmus, was ganz gut kommt, im übrigen einen netten einfachen Refrain - nichts herausragendes, eher Standard 3/5

7:Mit Frauenfeindlichen Texten wartet das langsam schleppende "Pleasure Slave" auf - als Bonus-Track angepriesen - mehr ist der totale Füller auch nicht wert, hat so gar nichts schönes an sich 1/5

8:Balladesk beginnt "Hail and Kill", bevor der Song in eine furiose Harte Metal-Hymne übergeht, für Manowar-Fans genau das richtige und das Optimum, für den Rest der Menschheit ein guter Heavy Metal-Song, an dessen einfachem geshouteten Refrain man sich aber auch schnell abgehört hat 4/5

9:Warum ein Grossvater seinem Enkel eine Kriegsgeschichte erzählt und das dann hier auf dem Album als "The Warriors Prayer" landet, erschliesst sich mir in keinster Weise. Für mich nur ein ärgerlicher Füller 1/5

10:Der Text zu "Blood of the Kings" setzt sich aus vielen Manowar-Songs zusammen, man war wohl zu faul sich einen geeigneten Text zu überlegen. Ansonsten beinhaltet der treibende Rocker alle Trademarks, die ein Manowar-Song haben sollte, inklusive eines mitreissenden Refrains. Allerdings nervt dieses megalanggezogene Ende - so kann man auch die Spielzeit eines Albums hochtreiben 4/5

Das eigentliche Manko des Albums ist, dass es nur aus 7 echten Songs besteht, wovon der Bonus-Track "Pleasure Slave" ein Totalausfall ist. Also bleiben noch 6 Songs, die es allerdings tatsächlich in sich haben - aber man muss sich eben leider auch durch viel langweiligen sinnlosen Lückenfüller-Kitsch hindurch kämpfen. Gäbe es noch ein paar mehr Songs wie die 6 genannten, wäre Kings of Metal zurecht ein 5-Sterne-Album geworden, aber die gibt es leider nicht.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 20, 2013 12:11 PM CET


Viva! Hysteria
Viva! Hysteria
Preis: EUR 21,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungenes Gesamtpaket, 11. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Viva! Hysteria (Audio CD)
Ich war eigentlich noch nie ein ausgesprochener Def Leppard-Fan, habe wie so Viele 1984(mein Kaufjahr)mit Pyromania angefangen, dann High n Dry und On through the Night besorgt, dann kam 1987 nach jahrelanger Ankündigung endlich Hysteria auf den Markt. Das Album hatte kaum noch kernig raue Momente, war eher aufs Radio und auch für ein Nicht-Hardrock-Publikum zugeschnitten - hatte allerdings wieder viele geniale magische Momente zu bieten. Adrenalize war vom Sound her recht ähnlich, war aber insgesamt nicht mehr ganz so stark wie seine beiden überragenden Vorgänger. Alles was danach kam konnte nicht mehr annährend dieses magisch hohe Niveau erreichen, auch das (zu)hoch gelobte letzte Studio-Album Songs from the sparkle Lounge(2008) kam da bei weitem nicht ran. Ich hatte die Band Def Leppard eigentlich längst abgeschrieben, obwohl ich seit 30 Jahren die gesamte Hardrock/Heavy Metal-Szene verfolge, wozu man eben auch mit Informationen von Def Leppard regalmässig ungewollt versorgt wird. Von der Ankündigung von den Live-Shows in Las Vegas eine DVD zu veröffentlichen und darauf das gesamte Hysteria-Album zu spielen, war ich anfangs nicht besonders angetan. Als ich die Information erhielt, das eben auch viele Songs der ersten 3 Studio-Alben darauf enthalten sind, konnte ich mich doch dazu durchringen mir das Album-Set zu holen, weil ich gerade diese Songs gerne live umgestzt hören möchte - dem Live-Album Mirror Ball(2011) wurden die Alben ja nur sehr unzureichend berücksichtigt. Ich wurde sehr positiv überrascht von dem CD/DVD-Set. Alle 28 Songs klingen einen ganzen Zacken kerniger und rauer, gerade den Songs von Hysteria steht das sehr gut zu Gesicht. Die Sound-Qualität ist einfach perfekt und bombastisch umgesetzt, die Las Vegas-Bühne mit den grossen Bildschirmen schön in Szene gesetzt und die Bedingungen für eine Live-Aufnahme anscheinend ideal. Das Hysteria-Album wird in gewohnter Album-Reihenfolge durgespielt, danach noch die 2 Pyromania-Gassenhauer "Rock of Ages" und "Photograph". Die restlichen Songs wurden als 2 verschiedene Opening-Sets mit Bandnamen Ded Flatbird gespielt am 29.und 30.März 2013. Wo der Gag bei dem eigenen Vorgruppen-Namen Ded Flatbird liegen soll, habe ich leider bis jetzt noch nicht verstanden, aber egal. Zumindest muss ich zugestehen dass mich der Sound auf DVD/CD umhaut und die Songauswahl nahezu keine Wünsche offenlässt für Altfans der 80er, Adrenalize(1992) bleibt übrigens unberücksichtigt(also kein "Lets get rocked"). Die Stimme von Joe Elliott scheint einer Frischzellenkur unterzogen worden zu sein, er bekommt auch die hohen Stimmlagen wieder ansprechend(wenn auch recht dünn) hin. In den letzten 15 Jahren hat er einige peinliche Auftritte hingelegt, bei denen er nicht annährend an die respektable Form von Viva!Hysteria herankam. Gut - richtiges Hardrock-Stage-Acting-Gepose findet kaum statt, allerdings ist man schon desöfteren in gemässigter Bewegung, besonders auch weil in der Bühnen-Mitte ein Laufsteg in die ersten Reihen der Zuschauer hineinführt, den man natürlich nutzt.
Ich bin begeistert von dem Album und hege dadurch neue(vergessene) Hoffnung, doch noch einmal ein Studio-Album serviert zu bekommen, dass sich wieder rockiger anhört und mich an die guten alten Zeiten erinnern lässt - darüber würde ich mich freuen.

FAZIT:
Ein rundum gelungenes Gesamt-Paket, dass einfach spass macht und visuell, wie auch soundtechnisch hervorragend umgesetzt wurde.


Lord of Steel [Hammer Edition]
Lord of Steel [Hammer Edition]

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nervendes Gebrumme - laue Songs - kein Glanzstück, 11. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Lord of Steel [Hammer Edition] (Audio CD)
Man wollte mit The Lord of Steel offensichtlich wieder weg vom Irrweg mit den überfrachteten Konzeptalben mit Orchester, Streichern und überdimensionalen Zwischenspielen. Manowar waren in der Vergangenheit dafür bekannt Produkte abliefern zu wollen mit einem gewissen künstlerischen Anspruch, daher wurden auch immer wieder orchestrale Sounds oder ähnliche Mittel eingesetzt um die jeweilige Thematik zu vertiefen und anschaulicher zu gestalten, was von vielen Echt-Rockern häufig auch als überflüssiger Kitsch angesehen wurde - egal, es hatte aber irgendwie immer einen gewissen edlen hochwertigen Touch. Auf The Lord of Steel setzt man eher auf straighte langsame typische Manowar-Heavy-Metal-Songs, auf denen leider die Höhepunkte so gut wie ganz fehlen, die meisten Songs kommen recht einfältig und langweilig daher, selbst der Titelsong und Opener "The Lord of Steel" vermag es nicht einen in seinen Bann zu ziehen - der 2 Titel Manowarriors ist dann genauso wenig mitreissend, was der fast peinliche, höchst einfallslose Titel fast schon suggeriert hat, die beiden epischeren "Born in a Grave" und "Righteous Glory" quälen sich gar beängstigend schwach und austauschbar durch die Gehörgänge. Das epischere "El Gringo" mit seinen dauernden nervenden öden Glocken gehört sicherlich zu den besseren Songs, neben dem hitverdächtigen(niveaulosen) Ohrwurm-Gassenhauer "Touch the Sky", der aber auch von einer beliebigen anderen Band hätte stammen können. Was diesmal fehlt ist dieses künstlerisch anspruchsvoll gewollte Material(was bei Manchen Hörern vielleicht auch positiv zu sehen ist), neben einigen genialen raffinierten Mitgröhl-Hymnen, meist geht es recht gemähchlich auf dem Album zu, aber alles viel zu vorhersehbar ohne Spannungsbögen.

Das Album ist extrem Basslastig ausgefallen, leider brummt es als Beigeräusch beim Bass, als wenn ein kapputter Vertstärker ständig laut brummt. Dieses ständige laute Gebrumme, der sich auf den gesamten Sound überträgt und diesen überstrahlt, nervt einfach nur und schmälert den Hörgenuss leider sehr deutlich. Ich weiss nicht, ob Manowar hier etwas neues ausprobieren wollte oder ob da bei der Produktion einfach was schief gelaufen ist - wie auch immer, ist dieser nervige Sound einer modernen Musikproduktion unwürdig, ich verstehe nicht dass man dafür auch noch verschiedene Studios benutzt hat.

The Lord of Steel ist kein Meilenstein geworden, es ist eher eine recht farblose, belanglose Scheibe geworden, die Ihren (zu?)hohen Erwartungen zu keiner Zeit gerecht wird. Der Sound nervt einfach, und das Album braucht eigentlich niemand zu Hause, ausser Alles-Sammler der Band. Bei einer gezielten Auswahl von stilprägenden guten Manowar-Alben spielt The Lord of Steel sicherlich keine Rolle. Es ist ein seltsames Phänomen bei vielen Bands, dass ein grösserer vorhandener Zeitraum zum Schreiben und Produzieren eines neuen Albums die Qualität nicht zwangsweise verbessert, sondern eher verschlechtert - so auch hier. 3 Sterne fürs Song-Material, 1 Punkt Abzug für dieses komische Gebrumme.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 27, 2014 6:15 PM CET


Live in Germany 1991
Live in Germany 1991
Preis: EUR 16,02

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Abzocke + falsche Jahresangabe, 11. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Live in Germany 1991 (Audio CD)
*WARNUNG*

Keine authorisierte Saxon-Veröffentlichung der echten Saxon um Peter Byford!

Hierbei handelt es sich um eine grottige Bootleg-Veröffentlichung aus der Fundgrube des ehemaligen Saxon-Mitglieds Graham Oliver. Der Sound ist sehr verwaschen und schlecht. Noch schlimmer finde ich aber den irreführenden Albumtitel. Tatsächlich handelt es sich hier um eine Aufnahme von der Rock n Roll Gypsies-Tour aus dem Frühling 1990. Die Setlist ist somit ähnlich wie die damals zur Tour veröffentlichte Live-Scheibe/Live-Video(DVD) Greatest Hits Live. "Solid Ball of Rock" hat man damals als Appetit-Happen fürs kommende Album bereits gespielt, allerdings nicht aufs Live-Album mit übernommen. Zur Setlist gibt es eigentlich nur zu sagen, dass "Broken Heroes" und auch "Strong Arm of the Law"(was auf Greatest Hits Live LP/CD weggelassen wurde)gespielt werden, dafür wurden aber auch im Vergleich zur Greatest Hits Live einige Songs weggelassen, was bei einem Inhalt von 14 Songs logisch ist.

Es ist traurig mitansehen zu müssen, wie man offensichtlich noch nicht mal mehr die richtigen Jahreszahlen zusammenbekommt, oder war das vielleicht sogar Kalkül die falsche Jahreszahl heranzunehmen? Ich persönlich hätte ein Live-Album zur Solid Ball of Rock-Tour 1991 durchaus auch in mieser Sound-Qualität noch halbwegs akzeptiert, denn man hat damals zurecht 6-7 neue Songs von Solid Ball of Rock auf Tour gespielt, was doch auch vielleicht interessant gewesen wäre, wobei ja auch 6 Songs vom Solid Ball of Rock-Album auf dem Live-Album The Eagle has Landed 2 aus dem Jahre 1996 enthalten sind.

Was noch der Zusatz soll, die Konzert-Aufnahmen sind während der Studio-Aufnahmen(1994) zu Dogs of War(1995) entstanden, ist dann völlig Gaga. Die Setlist und die gespielten Songs stammen eindeutig, zweifelsfrei von der Rock n Roll Gypsies-Tour 1990 - lasst Euch hier bitte nicht ins Bockshorn jagen von den unqualifizierten abgedruckten Kommentaren.

Übrigens stammt nach meiner Meinung nicht mal das Photo des Album-Covers aus dem Jahre 1991, das müsste wiederum zur Forever Free-Tour 1992/1993 entstanden sein.

Live in Germany 1991 ist ein absolut überflüssiges Produkt, das absolut niemand braucht. Hier wird nur wieder versucht auf dem Rücken der Fans ein paar Euro extra zu verdienen. Die echten Saxon um Peter Byford können allerdings absolut nichts dafür.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 20, 2013 8:56 AM CET


Out of This World
Out of This World
Preis: EUR 9,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Überproduzierter Plüsch-Teenie-Rock, 28. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Out of This World (Audio CD)
Out of this World teilt das Schicksal vieler Alben die nach einem genialen megaerfolgreichen Vorgänger erschienen sind, der Nachfolger ist dann meist noch poppiger, softer, radio- und mainstreamfreundlicher produziert, was dann den letzten echten interessierten Hardrocker abschreckt und vertreibt. Es gibt jede Menge Radio-Singles, wie das grandios melodische "Superstitious", die Stadion-Hymne "Let the good times Rock", die neu aufgenommene Powerballade "Open your Heart", den flotten Gute-Laune-Song "More than meets the Eye" oder auch die für mich eher belanglose Akkustik-Ballade "Tomorrow". Ein Song wie "Coast to Coast" trieft nur so voller Schmalz, während die Songs im hinteren Teil wie "Just the Beginning","Never say Die","Lights and Shadows" und "Towers Calling" einfach nicht richtig zünden wollen und recht bieder und belanglos daherkommen, was vielleicht auch mit an der viel zu plüschigen Über-Produktion liegt. Die Keyboards sind penetrant überpräsent und es kommt auf Out of this World einfach keine richtige Rockstimmung auf. Die einzigen beiden Songs auf dem Album die richtig Hardrock-Kompatibel sind, sind das fetzige "Ready or not" und der Stadion-Rocker "Let the good times Rock", der Rest ist nett anzuhören, hat aber mit straightem Hardrock nicht mehr viel gemeinsam. Deshalb kann ich dem Album auch nur 3 Sterne zugestehen. Europe-Interessierte sollten sich vor diesem überproduzierten lauen Werk besser erst mal den Megaseller The Final Countdown und den rockigeren raueren ernsteren Nachfolger Prisoners in Paradise holen und reinziehen, das ist auf jeden Fall die bessere Wahl.


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