summersale2015 Hier klicken mrp_family studentsignup Cloud Drive Photos Learn More Dyson DC52 gratis Zubehör Fire HD 6 Shop Kindle SummerSale
Profil für Rhinoman > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Rhinoman
Top-Rezensenten Rang: 9.587
Hilfreiche Bewertungen: 942

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Rhinoman (Rinteln)

Anzeigen:  
Seite: 1-10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21-30
pixel
Screw It!
Screw It!
Preis: EUR 16,18

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Starker gitarrenlastiger Mainstream-Melodic-Hardrock, 5. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Screw It! (Audio CD)
Nettes Gitarrenlastiges radiotaugliches Mainstream-Melodic-Hardrockalbum vergleichbar mit Winger, Warrant, Mr.Big. Die Songs sind alle recht schmissige mitsingbare Gute-Laune-Kompositionen. Die seidenweiche, aber doch druckvolle Stimme eines Ted Poley ist sicherlich ein Markenzeichen der Band. Die Band war damals das grosse neue Ding auf dem Wege ganz nach oben, wurde aber wegen interner Querelen und dem zwischenzeitlichen Wandel des Musikgschmacks ausgebremst. Die Powerballaden-Single "I still think about you" konnte als einziger Song etwas Aufmerksamkeit erlangen, als weitere Anspieltipps gebe ich "Monkey Business","Slipped her the Big one","Beat the Bullet","Everybody wants some" und "Dont blame it on love", die andere Balladen-Single "Coming Home" empfinde ich eher als eine entspannte langweilige Angelegenheit. Ansonsten ist halt der grosse Unterschied zum Debutalbum, dass man auf Screw it! weniger Keyboard-geschwängert zu Werke geht, und mehr die nach vorn rockenden Gitarren krachen lässt, dass die Songs meist auf einem gleichbleibend hohen Niveau sind, dass aber auch ein paar echte Single-Hits fehlen, wie es sie mit "Naughty Naughty" und "Bang Bang" eben auf dem Debut gab.
Wer auf die Vorgenannten Vergleichsbands steht, der kann hier bedenkenlos zugreifen und sollte auch am besten gleich das Debutalbum mitordern -- hier kann man nichts falsch machen.


Revolve
Revolve
Preis: EUR 20,93

3.0 von 5 Sternen Belangloses AOR-Album, 5. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Revolve (Audio CD)
Die überschwenglichen Reaktionen auf dieses Album kann ich nicht ganz nachvollziehen. Waren Danger Danger anfangs eine melodische Mainstream-Hardrockband vergleichbar mit Winger oder Mr. Big, so ist das Material auf Revolve eher noch softerer AOR-lastiger Stoff der Marke Journey. Die seidenweiche Stimme eines Ted Poley ist nach wie vor da, aber das Songmaterial ist halt zumeist ohne jegliche Hits durchschnittlich bis belanglos, richtig überzeugen kann eigentlich einzig der recht rockige Opener "Thats Im talkin about" mit Stadionhymnencharakter, der Rest ist dann weicherer Radio-AOR-Stoff mit massig Keyboardunterstützung, der zwar nicht schlecht ist und mit vielen Chören in den schmissigen Refrains professionell unterstützt wird, aber eben auch trotz guter Produktion nichts mehr herausragendes bieten kann. Fans werden trotzdem nicht enttäuscht sein und sich das Album schönhören können, der Rest braucht dieses Album allerdings nicht. Balladenfreunde dürfen aber gerne mal ein Ohr riskieren.


Judgement Day Ltd.Edit.+Bonus
Judgement Day Ltd.Edit.+Bonus
Preis: EUR 21,64

3.0 von 5 Sternen Schweres stampfendes Hardrock-Album mit eher miesem Sänger, 3. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Judgement Day Ltd.Edit.+Bonus (Audio CD)
Riffbetonter satter Melodic-Rock langsamen Tempos, zwar professionell routiniert dargebracht, aber irgendwie fehlen echte Highlights und Überraschungsmomente. Bandchef Mat Sinner ist halt auch nicht gerade der beste Sänger, mit seiner tiefen Stimmlage kann er vielleicht in einem Gesangverein überzeugen, aber als Metalsänger ist er meineserachtens ungeeignet und singt damit als Schwachpunkt ein jedes Sinner-Album kapputt. Denn musikalisch ist alles im grünen Bereich, die Gitarren brillieren in den durchdachten Solos und sind schön fett bei den Riffs, und die Refrains sind auch meist recht brauchbar, wenn auch nicht hammermässig.
Als Anspieltipps gebe ich den harten Mitgröhlgassenhauer "Used to the Truth", das schleppende "Troublemaker" und die beiden epischen mit tollen Melodien hinterlegten "Judgement Day" und "Streets of Sin".

Hätte es Mat Sinner zugelassen einen ordentlichen Rocksänger zuzulassen hätte aus der Band echt was werden können, den gute schmissige Melodien und Refrains kann er durchaus schreiben, und hier ging das Material ja noch zu 100% an Sinner, und nicht an Primal Fear. Es ist fast schade dass so amtliches Rockmaterial nicht besser in Szene gesetzt wird, der Erfolg von Sinner war ja trotz immer guter Magazin-Kritiken nie wirklich da. Judgement Day gehört mit den beiden Nachfolgern The Nature of Evil und The End of Sanctuary sicherlich zu den besten Sinner-Veröffentlichungen, kommt aber wegen der geschilderten Makel doch nicht über Durchschnitt hinaus.


The Grave Digger
The Grave Digger
Wird angeboten von thebookcommunity
Preis: EUR 79,59

4.0 von 5 Sternen Düsterer stampfender fetter Heavy Metal, 3. August 2014
Rezension bezieht sich auf: The Grave Digger (Audio CD)
Nach der Mittelaltertrilogie präsentiert man hier mit Neugitarrist Manni Schmidt(der seine Sache gut macht und sich ordentlich einfügt) das nächste Konzeptalbum, diesmal wird passend in meist schleppend schwerfälligen dunklen stampfenden Songs den Geschichen von Edgar Allen Poe gehuldigt. Schnellere Songs sind lediglich der Titelsong "The Grave Digger","Spirit of the Dead","Haunted Palace" und "King Pest". Es ist ein gutes Album auf dem viel wert auf fette Gitarrenriffs gelegt wird, und am Ende ist mit der 7-minütigen Ballade "Silence" die intensivste und ergreifendste Ballade in der Geschichte Grave Diggers enthalten, das ist nochmal grosses Kino mit einem auch gefühlvoll singen könnenden Chris Boltendahl. Richtige Hits gibt es nicht auf dem Album, dafür ist aber alles auf gutem Niveau, so dass ich keinen Ausfall finden kann, "The House" ist sicherlich der Track, der mit seiner netten Melodie am ersten im Ohr bleibt. Die Produktion ist wie zuletzt amtlich gut -- kein Hammeralbum, aber ein recht gutes Album ohne Ausfälle, dass man sich durchaus zulegen kann. Manni Schmidt bringt halt mit seinen Riff-Ideen und seiner Art die Solos zu spielen auch etwas neuen frischen Wind in die Kompositionen. Sicher bis dahin das langsamste Grave Digger-Album, was aber nicht heissen soll, dass es soft wäre -- es ist meist recht stampfend mit fetten Gitarrenriffs und hymnischen Refrains gehalten. Durch diese düstere Grundatmosphäre ist es eben auch nicht jedermanns Sache.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 14, 2014 10:42 PM MEST


Return of the Reaper (Limited Edition, Mediabook)
Return of the Reaper (Limited Edition, Mediabook)
Preis: EUR 22,61

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandioses Heavy Metal-Brett -- Bitte reinhören!, 2. August 2014
Mit der prägnanten düsteren brutalen Schreistimme des Sängers Chris Boltendahl werden nie alle von der Band überzeugt werden können, noch dazu hört es sich oft gewollt schief an. Eigentlich sind alle Alben der Band seit deren Comeback The Reaper 1993 auf einem relativ gleichbleibend hohen Niveau, ohne dass man sich dabei je vom angestammten Musikstil zu weit entfernt hätte. Der Unterschied war eben meist(neben den verschiedenen Albumkonzepten) der prozentuale Anteil von rauem Speed, hymnischem Midtempo und epischen Nummern. Diesmal hat man mit "War God"(Refrain leider misslungen)3/5,"Resurrection Day"4/5,"Road Rage Killer"4/5 und "Satans Host"5/5 gleich 4 pfeilschnelle kurze Speed-Killer auf dem Album mit drauf. "Season of the Witch" ist eine langsam schleppende eindringliche Metal-Hymne, deren Verse mich stark an Sinners "Judgement Day" erinnern. "Hell Funeral"4/5, die hitverdächtigen schmissigen "Tattoed Rider"(mit Turbo Lover-Gedächtnis-Intro)5/5 und "Grave Desecrator"(im Refrain werfen sich Sänger und der Chor die Bälle intelligent gegenseitig zu)5/5, und das düstere "Dia de los Muertos"4/5 sind vier stampfende schmissige Midtempo-Hymnen, die wirklich klasse geworden sind. Das verschachtelte "Death smiles at us all"3/5 ist anfangs etwas schwerer zugänglich mit seinen vielen Taktwechseln, weiss aber dann auch bald zu gefallen. Die an "Yesterday" erinnernde Ballade "Nothing to believe"4/5 ist auch gelungen. Von den Bonustracks gefällt mir noch der schmissige Midtempotrack "Rebel of Damnation"5/5 sehr gut. Die Unplugged-Versionen der alten Hits sind Geschmackssache, Ich persönlich stehe auf so abgespeckte stromlose Versionen nicht, so ist es für mich uninteressant.

Das Album tritt mehr Arsch als zuletzt die beiden Vorgänger, ist irgendwie schmissiger und die Songs kommen wesentlich schneller auf den Punkt - alles ist sehr abgespeckt und auf das wesentliche reduziert, es kommt ungeheuer frisch und ambitioniert rüber, als wenn man es nun wirklich nochmal wissen möchte. Axel Ritt ist denke ich spätestens mit diesem Album endgültig bei Grave Digger angekommen, wobei Manni Schmidt und Uwe Lulis meineserachtens sich einen Hauch banddienlicher eingebracht haben. Axel Ritt hat aber seinen eigenen Stil und haut hier ein paar tolle Riffs und Solos raus, ich hatte immer Angst er würde die Band auf Dauer auf softere Pfade führen, was mit diesem Album wiederlegt scheint und man sich wohl doch keine Sorgen in dieser Richtung mehr zu machen braucht. Nachdem Grave Digger mit Ihrer Konzept-Alben-Trilogie in den 90ern in die 1. erste Heavy Metal-Liga aufstieg und an Bekanntheit und Popularität stark gewann, hat man das Konzept seither meist beibehalten und die Musik immer geschickt auf die jeweilige Thematik abgestimmt, sich damit aber auch jeweils selbst Beschränkungen auferlegt - diesmal kann man ohne Konzept kompromisslos genau das machen was man machen will, und das kommt dam Album zugute. Als musikalisch stilistischer Vergleich ist das Album für mich eine Mischung aus The Reaper(nicht ganz so kompromisslos derb heftig) und Ballads of a Hangman(auch meist harte kurze knackige Songs). Die Produktion knallt voll rein und lässt keine Wünsche offen.

Return of the Reaper ist ein äusserst frisches knackiges energiegeladenes Album geworden, das für mich eines der allerbesten in der Karriere Grave Diggers geworden ist, und das es verdient hätte voll durch zu starten. Wer also irgendwie Interesse an der Band hat, dann ist dieses Album genau das richtige zum Einstieg oder es nochmal mit Grave Digger zu versuchen. Die Hymnen "Tattoed Rider","Grave Desecrator" und "Season of the Witch" sind grandiose Heavy Metal-Kracher, die das Zeug zum Klassiker haben. -- Kaufen - Kaufen - Kaufen
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 21, 2014 7:45 PM MEST


Ultimate Collection
Ultimate Collection
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 53,95

3.0 von 5 Sternen Solider, dennoch belangloser Glam-Party-Rock, 2. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Ultimate Collection (Audio CD)
Black n Blue reiht sich in die durchschmittlichen Glamrock-Party-Bands ein, die es ab Mitte der 80er zu Hauf gab. Vermutlich würde die Band heute niemand mehr kennen, wenn die Band 1985/86 nicht im Vorprogramm von Kiss gewesen wäre und Gene Simmons daraufhin das 3.+ 4. Album der Band produziert hätte. Ursprünglich aus Portland stammend, versuchte man alsbald sein Glück in L.A.. Protegiert von Don Dokken nahm man das Debutalbum in Köln mit Scorpions-Produzent Dieter Dierks auf, am 2.Album durfte der spätere Erfolgsproduzent Bruce Fairbairn herumwerkeln.

Die Band spielt mit 2 Gitarristen und ohne Keyboarder einen recht melodischen schmissigen Party-Glamrock, der mich oft an Bands wie Helix oder Keel erinnert. Sänger Jaime St.James ist zwar ein guter Sänger, hat aber leider keine prägnantes Wiedererkennungsmerkmal in seiner sauberen reinen Stimme, am ehesten erinnert er mich an Jani Lane von Warrant. Es gibt auf dieser Best-of der ersten 4 Alben zwischen 1984-1988 recht gefälligen Mainstream-Radio-Rock irgendwo in der Schnittmenge Bon Jovi, Ratt und Britny Fox, herausragend ist aber nur wenig. Man fragt sich, wenn dies schon ein Best of-Album sein soll mit meist solidem, aber unauffälligem, und meist zu glatt poliert produziertem Material ohne Ecken und Kanten, was dann erst die 4 Original-Alben zu bieten haben(?), weil durchschnittlicher kann es eigentlich nicht mehr werden. Von Album 1+2 sind jeweils 6 Songs zu finden, von den Gene Simmons-Alben 3+4 jeweils 4 Songs.
Als einzigen Übersong mit echtem Hitpotential sehe ich den Opener "Rockin on Heavens Door" an, "Hold on to 18","Miss Mystery" und "Nasty Nasty"(wurde später bei Kiss zu "Domino" umgearbeitet) sind die anderen hörenswerten Songs des Albums. Was aber eine belanglose Popanbiederung wie "Suspicious" darauf zu suchen hat, ist mir rätselhaft, genauso wie die totalen Langweiler "Nature of the Beach","Does She oder doesnt She" und "Bombastic Plastic". Es gibt aber keine einzige Ballade auf dem Album mit drauf. Die Solos und die musikalische Darbietung ist durchweg hochwertig, die Refrains und Gitarrenriffs meist blosser Durchschnitt, die Songs ohne Durchschlagskraft und immer relativ radiotauglich soft gehalten.

Ich weiss nicht wem man dieses Album empfehlen soll - brauchen tut es absolut niemand. Kann man sich holen, wenn man wirklich ein Allessammler der 80er amerikanischen Glamrock-Szene ist, oder sich für die vorgennanten Vergleichsbands interessiert, aber aufpassen, auch die Vergleichsbands sind die besseren Alternativen, wobei Black n Blue ihre Sache auch solide machen. Ich frage mich eh immer, warum alle Bands immer so scharf darauf waren sich von Schlabberzunge Gene Simmons produzieren zu lassen, zu dieser Zeit hatte Simmons ja eine absolute Durststrecke an brauchbarem Kiss-Material und ich persönlich kenne keine Simmons-Produktion einer anderen Band, die mir wirklich gefallen hätte und auch Erfolg versprochen hätte.

Seit 2002 versuche ich mich mit dem Album immer mal wieder anzufreunden, aber ausser dem starken Opener bleibt da wenig hängen.


The Reaper-Remastered 2006
The Reaper-Remastered 2006
Preis: EUR 6,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Straightes raues speediges Heavy Metal-Brett, 14. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: The Reaper-Remastered 2006 (Audio CD)
Tolles Speedmetal / Heavy Metal Brett, dass teils schwindelerregende("Ride on","Fight the Fight","Spy of mas on") Geschwindigkeiten erreicht, aber immer mit einem tierischen Powerriff verbunden. Der Rest sind Riffbetonte harte Heavy Metal-Kracher die keine Gefangenen machen, der Titelsong ist dabei besonders herausragend. Gut, gegen Ende gibt es dann aber ab der seltsam düsteren Ballade "Legion of the Lost 2"(der schnelle Mittelteil ist aber klasse) nicht mehr wirklich gutes Material zu hören, aber bis zum pfeilschnellen "Fight the Fight" ist jeder Song absolut gelungen.
Dieses fette Heavy Metal-Brett gehört in jede Heavy Metal-Sammlung, hier wird wirklich leidenschaftlich und gekonnt arsch getreten. Die Produktion ist diesmal im Vergleich zu den 80er-Vorgängern vorzüglich gelungen, die Kreisch-Stimme von Sänger Chris Boltenthal Markenzeichen und prägnant, aber nicht Jedermanns Sache.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 16, 2014 11:42 AM MEST


Ballads of a Hangman
Ballads of a Hangman
Preis: EUR 22,07

5.0 von 5 Sternen Raue simple kurze Heavy Metal-Kracher, 13. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Ballads of a Hangman (Audio CD)
Treibender rauer furioser Abgeh-Heavy Metal regiert auf dem Album, nach dem obligatorischen Intro wird uns mit dem hymnenhaften Titelsong mit tollem Mitgröhlrefrain gleich das erste gnadenlose Pfund um die Ohren gehauen. Danach gehts genauso weiter mit meist treibenden schnellen, aber zumindest in den Refrains, hochmelodischem Doublebass-Heavy Metal. Alle Songs können auf hohem Niveau überzeugen, ein Rohrkrepierer ist bei den zumeist knackigen kurz gehaltenen Songs keiner zu finden. Zur Mitte gibt es mit "Lonely the Innocence Dies" zur Abwechslung eine schmalzige Duettballade mit Benedictum-Sängerin Veronica Freeman, am Ende kommt die massen-/radiotaugliche eingängige hochmelodische Mitgröhlsingle "Pray" zum Einsatz und gibt dem Album einen starken Ausklang. Nach dem schweren, auf anspruchsvoll, und meist mit viel zu lahmen und mit langweiligen überfrachteten Progressiv-Songs ausgestatteten Vorgänger Liberty or Death(2007), der irgendwie so gar nicht zu Grave Digger passen wollte und dessen Experiment total in die Hose ging, hat man sich hier auf Ballads of the Hangman nun wieder auf seine alten Stärken konzentriert, nämlich kurze knackige simple melodische Doublebass-Songs, irgendwo zwischen Heavy Metal und Speedmetal angesiedelt, alles überflüssige wird über Bord geworfen und zu den Wurzeln zurückgegangen - es wird einem ordentlich eins auf die Glocke gegeben und keine Gefangenen gemacht, mich erinnert das Album an das 1993-Comeback-Werk The Reaper. Hier bieten die Jungs echt eine Glanzleistung und haben die Kurve endlich wieder bekommen, nach allerlei Konzeptalben(wobei die auch gut waren).

Wer auf rauen, simplen, straighten, traditionellen Heavy Metal steht, der sollte hier unbedingt zuschlagen.


Redeemer of Souls
Redeemer of Souls
Preis: EUR 8,49

22 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Solides höhepunktarmes Heavy Metal-Album, 11. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Redeemer of Souls (Audio CD)
Für mich schliesst das Album stilistisch an das Comebackalbum Angel of Retribution(2005) an. Es gibt wieder teilweise diesen postmodernen trashigen blechernen Gitarrenschnottersound zu hören, Rob Halford singt allermeist in mittleren bis tiefen Tonlagen(auch die Refrains), seine früheren Markenzeichen die Superhohen Sirenen-Schreie und seine kraftvolle Stimme in hohen Stimmlagen finden kaum noch statt - was so leider auch zu erwarten war. Ohne seine früheren Stärken ausspielen zu können hat seine jetzige normale Art zu singen aber das prägnante Alleinstellungsmerkmal verloren und er ist nun nichts weiter als ein mittelmässiger Sänger unter Vielen dessen Stimme recht monoton und fad rüberkommt. Die Band schreibt seit geraumer Zeit an neuem Material und hat auch der Presse immer wieder in Superlativen versichert, was für ein Hammeralbum auf die Musikwelt zurollt. So wundert es mich schon ein recht bemühtes, doch letztlich eher ein durchschnittliches, jedoch auch ein solides priestiges Heavy Metal-Album zu hören, dass den hohen Vorschusslorbeeren leider nicht ganz Stand halten kann, der letzte Kick fehlt einfach um der Metalwelt noch mal zu zeigen wo der Hammer hängt. Es hört sich eindeutig alles nach Judas Priest an und dieser intellelktuelle Ansatz von Nostradamus ist zum Glück kaum mehr vorhanden, allerdings sind weder richtige Gassenhauer-Hymnen("Turbo Lover","Living after Midnight","Breaking the Law","Youve got another thing comin") verhanden, noch echte Heavy Metal-Kracher/Brecher-Songs("Metal Gods","Riding on the Wind","Freewheel Burning","Painkiller","Ram it down","Running Wild","Jawbreaker") oder anspruchsvollere Epen("The Sentinel","Victim of Changes") vertreten, solche wirklich herausragenden Songs sind absolute Fehlanzeige. Wenn man sich vor Augen führt welch tolle Alben man früher in den 80ern im Jahresrythmus herausgebracht hat, dann stellt man sich schon die Frage wo das ganze Kompositionstalent abgeblieben ist, ob es an K. K. Downings Weggang liegt ? Der dumpfe monotone "Keller"-Sound trägt sein übriges zum missfallen mit bei, über allen Instrumenten thront die viel zu laut in den Vordergrund gemischte (heute!)monotone Stimme von Rob Halford.

Mit dem fetzigen Opener "Dragonaut"(4/5) und dem hymnischen brachialen Titelsong(4/5) geht es traditionell flott los, danach folgen mit "Halls of Valhalla"(3/5) und "Sword of Damocles"(3/5) eher 2 epischer angelegte progressive Songs, die aber beide enorm einfältige, jedoch auch prägnante Refrains aufweisen. Der langsam schleppende hypnotisch düstere coole Groover "March of the Damned"(4/5), das flottere traditionell gehaltene schmissige "Down in Flames"(4/5) und der lavaartig stampfende Groover "Hell and Back"(4/5) können da schon besser punkten, weil Sie einfach ins Ohr gehen. Das langsamere "Cold Blooded"(4/5) hat wenigstens einen netten Refrain aufzubieten, das mit schnottrig wummernden trashigen Gitarren beginnende, das speedige an Painkiller angelehnte "Metalizer"(3/5)ist blosser Durchschnitt mit einem sehr banalen Refrain, das nachfolgende Black Sabbath / 70er-Rock Retro-lastige monotone lahme unscheinbare "Crossfire"(2/5) und ebenfalls das recht langsam schleppende atmosphärische doomige "Secrets of the Dead"(2/5) kann meine Gunst nicht erringen mit seinem belanglosen Refrain. Beim furiosen Metal-Song "Battle Cry"(5/5) zieht das Tempo dann endlich wieder merklich an, mit wirklich gelungenen Solos, die noch mal die eigentlichen Stärken von Judas Priest zum Ausdruck bringen, für mich der Beste Song des höhepunktarmen Albums. Die langweilige, absolut überflüssige akustische schnulzige Abschlussballade "Beginning of the End"(2/5) beschliesst dann ein durchschnittliches, aber recht solides Heavy Metal-Album.

Die simpleren Bonustracks sind dagegen irgendwie rockiger, flüssiger und leichter zu verdauen als das eigentliche Album, hier ist mit "Never Forget"(5/5) auch die wesentlich emotionalere, bessere Ballade plaziert worden, in der man zum Abschluss noch mal schön versinken kann - "Snakebite"(3/5) ist ein simpler cooler Midtempo-Rocker, "Tears of Blood"(3/5) ein flotter typischer Priest-Metal-Kracher, der schwächste der Bonustracks "Creatures"(3/5) ist eine ungeheuer dunkle angsteinflösende schleppende Nummer mit trashigem Gitarrensound, "Bring it on"(4/5) eine lässige langsame coole Rocknummer mit 80er-Jahre-Hymnen-Flair, die ich mir auch live wünschen würde. So würde auch ich Jedem empfehlen, der das Album haben möchte / muss, es auf jeden Fall mit der Bonus-CD zu ordern, denn dort sind nicht die schlechtesten Tracks des Albums vertreten, sondern eher die Tracks die auch auf 70er-Alben wie Stained Class / Killing Machine eine gute Figur gemacht hätten, während die normalen Albumtracks eher etwas moderner versuchen rüber zu kommen(bis auf das auf retro getrimmte "Crossfire").

Ich kann auch die Argumentation für die Bonus-Cd mit Ihren 5 Songs nicht ganz nachvollziehen, denn wenn man einen Song weggelassen hätte, wäre alles unter 80 Minuten auf einem Album untergekommen. Also ist das mit der Bonus-CD letztlich auch nur Politik der Plattenfirma. Hätte man den Fans tatsächlich die gesamte komponierte Musik zugänglich machen wollen, hätte es dafür keine verschiedenen Formate gebraucht, es hätte alles auf eine CD gepasst.

Einerseits ist das Problem Rob Halfords alternde Stimme, andererseits sind die Kompositionen, gerade im hinteren Bereich recht durchschnittlich ausgefallen. Da gibt es in diesem puren Heavy Metal-Genre mittlerweile viele Gruppen, die regelmässig genausogute oder bessere Alben veröffentlichen als die grossen Originale, als einige Beispiele seien hier nur die Deutschen Bands Mystic Prophecy, Primal Fear oder auch Metal Inquisitor genannt. In dieser durchschnittlichen musikalischen Verfassung, aber hauptsächlich wegen dieser miesen Kellersound-Produktion kann man dem Album nicht die Höchstwertung geben. Bei reichlich 18 Songs kann man im hinteren Teil ein paar wenige Ausrutscher gut verkraften. Klar, die Judas Priest-Fans werden solide bedient und man wird sich das Album auch irgendwie schönhören können, auch mit dem üblichen Argument dass wir doch alle froh sein dürfen überhaupt noch ein neues Judas Priest-Album erleben zu dürfen mit dem Metal-God himself. Der Musikwelt hätte nichts essentielles gefehlt wenn es Judas Priest bleiben gelassen hätten, andererseits tut Redeemer of Souls aber auch keinem weh, da es professionelle, solide, trockene Heavy Metal-Standard-Kost enthält. Komischerweise sind auch die Soloalben Rob Halfords besser gelungen als das vorliegende. Es ist nicht mehr wie in der guten alten Zeit als man bei Judas Priest blind zugreifen konnte, man sollte schon mal vorher reinhören, um später dann nicht zu enttäuscht zu sein was man hier für ein durchschnittliches höhepunktarmes Heavy Metal-Album erworben hat. Trotzdem kann man mit den vorhandenen 18 Songs gut leben, die ein gewisses Grundniveau nie unterschreiten, Rob Halfords Stimme wird nicht mehr besser werden können, aber insgesamt ist Redeemer of Souls doch ein gelungenes routiniertes Heavy Metal-Werk einer altgedienten Band, die gerade nach dem enttäuschenden Nostradamus nochmals professienell halbwegs die Kurve bekommen hat und wenigstens Ihre Fans nochmal zufrieden stellen kann, allerdings ohne dass der Funke jeh so richtig nochmal überspringt!
Kommentar Kommentare (45) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 4, 2014 10:27 PM MEST


Best of Britny Fox
Best of Britny Fox
Preis: EUR 12,72

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hammer-Hardrock-Perle im harten Cinderella-Stil, 8. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Best of Britny Fox (Audio CD)
Von Britny Fox muss ich offen zugeben, hatte ich bis vor ein paar Jahren noch nie etwas gehört - und ich bin seit 34 Jahren Metalinteressiert. An der schlechten Qualität des musikalisch gebotenen kann dies nicht liegen, gut man erfindet nichts neues, schwimmt aber auf dieser harten melodischen Ami-Rock-Welle doch gut mit, ist dabei härter als Ratt, Mötley Crüe oder Bon Jovi, in meinen Ohren hört sich die Band wie eine catchy Klon-Ausgabe von Cinderella an, was hauptsächlich auch an der nahezu identischen Stimme von Sänger Dean Davidson zu Tom Keifer liegt, man geht hier nur etwas weniger bluesig zu Werke, sondern es ist eher eingängiger satter harter Melodic-Hardrock mit einem gewissem catchy Einschlag, fetter Gitarrensound dominiert, Keyboards werden nur mal hie und da als Grundteppich eingesetzt.
Diese Best of erstreckt sich nur über die beiden Erstwerke Britny Fox und Boys in Heat, was auch die besten CDs der Band aus Philadelphia sind, auch weil Sänger Dean Davidson danach nicht mehr dabei war. 5 Songs stammen vom starken Debut, der schmissige Ohrwurm "Girlschool" und das hymnische "Long way to love" sind neben allerlei hochkarätigem Stoff sicherlich die bekanntesten und auch stärksten Songs, wobei auch alles andere in dieselbe Kerbe schlägt und nicht zu unterschätzen ist. Ich habe schon viele Vergleiche zu Bands wie AC/DC, KIX, Aerosmith, Ratt usw. gehört, allerdings empfinde ich das als falsch, die Band hört sich eindeutig nach Cinderella zu Night Songs-Zeiten an, was aber die Band wohl auch so möchte, denn selbst die Videos sind denen von Cinderella zum verwechseln ähnlich. Jeder, der gerne kernige satte Gitarren krachen hört und dem hymnische raue Mitgröhl-Refrains und eine heisere Rockröhre zu gefallen wissen, die werden an diesem Album Ihre helle Freude haben. Hier sollte jeder Hardrock-Fan unbedingt mal ein Ohr riskieren, es lohnt sich wirklich. Bei dem Bekanntkeitsgrad ist es quatsch zu schreiben, dass es jeder Hardrock-Fan im Schrank stehen haben sollte, aber eigentlich und von der hohen Qualität der Musik her, müsste es so sein. Also Gleichgesinnte -- auf jeden Fall kaufen - Ihr bereut es nicht -- Britny Fox - das ist diese unentdeckte Hammer-Perle nach der wir immer Alle suchen.


Seite: 1-10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21-30