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Rezensionen verfasst von
Rhinoman (Rinteln)

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Ultima Ratio Regis
Ultima Ratio Regis
Preis: EUR 16,99

3.0 von 5 Sternen Technisch wieder hochwertig - es mangelt an brauchbaren Refrains, 21. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Ultima Ratio Regis (Audio CD)
Metal Inquisitor hatten mit ihren ersten 3 Alben und Ihrer Mischung aus NWoBHM und typischem US-Metal wirklich gute heisse Eisen im Feuer. Die Band gilt im Prinzip schon seit dem ersten Album als die Nr. 1 im Untergrund und als das kommende grosse Ding. Da die Band kaum Live spielt und die Alben in einem Rythmus von rund 4 Jahren veröffentlicht werden, ist leider bis heute kein nennenswerter Fortschritt in der Populärität der Ban festzustellen. In den Magazinen und auch hier auf Amazon bekommen die Alben regelmässig Höchstnoten, was auch an der musikalischen Eigenständigkeit der Band liegt und an der ausserordentlich hohen filigranen Fähigkeiten der Musiker, die sich in komplexen hochwertigen Musikarrangements äussern. Über allem thront die prägnante eigenständige Stimme von Sänger El Rojo, dessen seltsamer Sprechgesang aber nicht unbedingt jedermanns Sache ist. Der gebotene humorlose Echtmetal weisst eine ausserordentliche Dichte von Detailverliebtheit und professionellem ausgeklügelten Songwriting auf. Das ist auch auf Ultima Ratio Regis wieder genau so gegeben. Leider hat man sich diesmal fast ausschliesslich dem US-Metal gewidmet, was dazu führt dass kaum brauchbare mitsingkompatible Refrains auszumachen sind. Vom technischen Standpunkt betrachtet wieder ein ganz hervorragendes Album, bei dem leider trotz des kompetenten Songwritings, kaum ein Song im Ohr sitzen bleibt. Was nützt da alles Können und alle musikalische Kompetenz, wenn keine guten Refrains vorhanden sind und man sich nach dem Hören des Albums sich kaum an etwas greifbar schönes erinnern kann. Ich weiss nicht ob man diesmal zu kopflastig an die Sache ranging oder wo genau der Fehler bei dem Album liegt. Mir persönlich ist auch einfach zuviel schneller US-Metal der Marke Omen mit dabei und zu wenig NWoBHM.
Bei aller bisherigen Schätzung für diese Band, bin ich doch von der fehlenden Eingängigkeit des Albums enttäuscht und kann daher nicht mehr als durchschnittliche 3 Sterne vergeben. Als Anspieltipps sollen "Confession Saves Blood","Call the Banners" und "Servant of State" empfohlen sein, als belanglos unterdurchschnittliche Songs "Death on Demand","Self-Denial" und "The Pale Messengers". Vielleicht gehen das nächste mal wieder geniales musikalisches Können und packende Melodien Hand in Hand, diesmal zumindest nicht.


Power From The Universe
Power From The Universe

3.0 von 5 Sternen Authentisches gutes groovendes Midtempo-NWoBHM-Werk von 1984, 21. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Power From The Universe (Audio CD)
Eins von NWoBHM-Alben die damals wegen der hohen Zahl an Konkurrenz zurecht untergingen. Ausser dem bescheuerten Cover hält das Album aber mit seinen 8 Songs meist recht melodisch groovendes rifforientiertes starkes Material im Midtempo bereit, das recht einfache Melodien aufweist, die aber zünden. Nur die atmosphärische Halbballade "Fortune Lady" kann das hohe Niveau des restlichen Materials nicht ganz halten. Der angenehm raue prägnante Gesang des Sänger kann ebenso überzeugen, wie sämtliche Instrumentierung des Albums.
Das Album ist heute in meiner Gunst gegenüber damals gestiegen, weil es ein authentischer Vertreter dieser Zeit darstellt, und man das Album dank seiner meist leicht überdurchschnittlichen hymnischen Songs sehr gut ohne Langeweile durchhören kann.


Heavy Metal Sanctuary
Heavy Metal Sanctuary
Preis: EUR 18,98

4.0 von 5 Sternen Midtempo-NWoBHM-Album mit vielen gutklassigen Stampfern, 21. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Heavy Metal Sanctuary (Audio CD)
Solides groovendes rifforientiertes Heavy Metal-Album dass die NWoBHM-Zeit wieder adäquat und hervorragend produziert aufleben lässt. Die engagierte ambitionierte Instrumentierung sticht dabei genauso heraus wie der raue prägnante Gesang des Sängers. Ausfälle gibt es auf dem Album keine zu erkennen, es regiert meist stampfender melodischer Heavy Metal / Hardrock in langsamer bis flotter Geschwindigkeit, meist aber im Midtempo. Als Vergleichsbands nenne ich hier Saxon, Picture und auch Thunderhead. So hätte sich seinerzeit der Versuch von den ehemaligen Saxon-Mitglieder und Thunderhead-Sänger Ted Bullet unter dem Namen SonofaBitch anhören sollen, dann wären die Erfolgsaussichten höher gewesen.
Wer immer noch gerne in den guten alten Zeiten schwelgt, der hat hiermit frisches Futter gefunden.
Diejenigen die die Band aus den Achtzigern noch kennen, soll gesagt sein, dass sich das Album voll nach dem groovigen Midtempolastigen 1984-Power of the Universe-Album anhört und nicht nach dem deutlich schnelleren, punkigeren und raueren Debut Burn this Town1983.


Space Police-Defenders of the Crown
Space Police-Defenders of the Crown
Preis: EUR 12,99

18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Solides Standardwerk, 18. April 2014
Ein neues Edguy-Album ist wie eine Wundertüte voller bizarrer positiver neuer Einfälle. Das ist nicht jedermanns Sache und manchmal übertreibt es die Gruppe auch damit, erschafft aber eine helle aufgelockerte Atmosphäre. Zu jeder Album-Veröffentlichung kommen hier die Fans aus Ihren Löchern gekrochen, geben blind und einhellig 5 Sterne, stilisieren das neue Album zu einem Meisterwerk hoch und geben dabei erstmals zu dass das vorherige Album vielleicht doch nicht ganz so den Erwartungen stand gehalten hat, wie zunächst angenommen - mit dem es natürlich bei seiner Veröffentlichung genauso gemacht wurde.

Hat man sich zuletzt bei Age of the Joker mehr dem melodischen Hardrock verschrieben und seine Powermetal-Anfangstage eher verleumdet, so wird auf Space Police eine gelungene Melange aus beiden Richtungen geboten. Los gehts furios mit dem harten Uptempo-Stück "Sabre and Torch"3/5 dessen schnöder Refrain mit den vielen Oh-oh-oh-Chören mich jedoch nicht überzeugt. Ob es jetzt genial einem Album einen Titel zu geben, der aus gleich 2 Titalsongs besteht, soll jeder selbst entscheiden, natürlich finden Titelsongs immer eine besondere Beachtung beim Hörer, und dieses mal hat man gleich 2 davon. "Space Police"4/5 ist eine gelungene Midtempohymne, die spacigen Musikelemente im Mittelteil erinnern mich an Captain Future, kein Hammer, aber ganz Ok - ob das schräge Gejodel am Ende des Solos allerdings sein muss ? Beim 2. Titelsong "Defenders of the Crown"4/5 wird das Tempo dann wieder etwas angezogen, um dann im behäbigen Manowar-typischen, vor Pathos triefenden True-Metal-Refrain zu münden - inclusive typischer Manowar/Majesty-Hintergrundchöre. Der ultraeingängige, partytaugliche, fluffige, melodische, leicht kitschige Glam-Hardrock-Song "Love Tyger"5/5 stellt dann für mich den Höhepunkt des Albums dar, locker, cool, tolle leichte knackige Riffs und ein klasse melodischer Refrain stellen den Song auf eine Stufe mit früheren Gassenhauer-Hits, wie "King of Fool","Painting on the Wall" oder "Lavatory Love Machine". Der schnelle Powermetal-Hammer "The Realms of Baba Yaga"4/5 überzeugt mich dann auch mit viel Groove und Abwechslung, obwohl der Refrain wieder nicht richtig zündet. Das Falco-Cover "Rock me Amadeus"3/5 wird dann 1:1 mit Heavy-Gitarrensound dem Original nachgespielt, auch Tobias Sammet versucht verzweifelt nach Falco zu klingen - gut, ich mochte den voluminösen Song auch schon damals, von daher ist er für mich OK, gebraucht hätte es ihn aber nicht auf dem Album - und wo bei dem Song jetzt der Gag liegt, weiss ich auch nicht. "Do me like a Caveman"3/5 wäre als typischer Rocker besser geworden als laufend dieses penetrante nervige Klavier zu hören, im Metal-Bereich haben Klaviere finde ich eh nichts verloren - trotzdem kein schlechter mitsingbarer Abgeh-Schnulzen-Song. Die Uptemponummer "Shadow Eaters"2/5 mit ihrem langsamen Mittelpart und Ihrem wirklich gelungenen Solo hätte mit einem schönen Refrain wirklich ein hartes Highlight des Albums werden können - leider ist der Refrain sehr belanglos geworden. Die obligatorische stimmungsvolle triefende Herz-Schmerz-Ballade hört diesmal auf den Titel "Alone in Myself"3/5, kann aber irgendwie ihr Potential nicht richtig ausspielen und hat auch einen seltsamen Reggae-Rythmus, finde ich. Bei dem langen epischen orientalisch angehauchten "The eternal Wayfarer" habe ich im Vorfeld oft Vergleiche zu "The Piper never Dies"3/5 vom Hellfire Club-Album gelesen, musste allerdings bedauernswerter Weise feststellen, dass diese nicht haltbar sind. Es ist ein recht keyboardlastiger majestätisch groovender epischer Deep Purple-Rocker geworden mit einem ganz netten annehmbaren Refrain, der Song ist allerdings etwas zu lang geraten, und der Kanon im Mittelteil nervt eigentlich nur - der erhoffte alles niedergroovende Oberhammer ist der Song allerdings bei weitem nicht - trotzdem ein netter Album-Abschluss.

Produziert ist das Album wieder mal top, leider wieder mal sehr Klavier/Keyboard-lastig und mit gefälligen Durchschnitts-Songs ohne Klassikerambitionen, was einen zwangsweise auf die Idee bringt, ob das hier das Ausschussmaterial der Symphonie-geprägten Avantasia ist, was einem hier dargeboten wird, letztendlich wird man sich die besseren Melodien für das erfolgreichere Produkt aufheben, was derzeit Avantasia sein dürfte, die restliche Band muss davon ja nicht zwangsweise Kenntniss erlangen, welche genialen Melodien Tobias Sammet für Edguy preis gibt und welche nicht, bei der restlichen Band handelt es sich mittlerweile doch eh nur noch um Statisten, weil Herr Sammet die ganze Gewalt bei sich alleine trägt. Hauptsongwriter Tobias Sammet hat ja mittlerweile durch dauerhaftes Musikschreiben eine gewisse Routine darin, um auch aus eigentlich schlechten Ideen, die früher der Schere zum Opfer fielen, heute auch da noch was brauchbares anhörbares herauszupressen, mit ein paar Oh-oh-oh-Chören aufgepeppt, wie zum Beispiel den ansonsten sehr durchschnittlichen Opener "Sabre and Torch". Am ehesten ist das Album vielleicht mit Rocket Ride2006 zu vergleichen. Der wildere Powermetal der Anfangstage, den sich Viele mit dem neuen Album erhofft hatten, ist leider wieder nur in Ansatzweise erkennbar, so wie er im Prinzip seit Mandrake2001 nur noch sporadisch vorhanden ist. Es ist eben ein weiteres Mainstream-Alibi-Album, dessen Höhepunkte rar gesät sind - nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Mir persönlich wäre lieber wenn die Band sich deutlicher von Avantasia abgrenzen würde und Ihren härteren keyboardloseren Wurzeln wieder mehr Freiheit geben würde, aber man versucht hier wohl ein Stück weit beide Fangruppen zu befriedigen. Kann man kaufen, muss man nicht.


Louder Than Ever
Louder Than Ever
Preis: EUR 21,98

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 8 Neuinterpretationen + 4 neue Songs, 6. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Louder Than Ever (Audio CD)
8 neue Song-Versionen von Songs aus den Studio-Alben von 1995 - 2006, auf den brachialeren neumodischeren Sound getrimmt und mit dem aktuellen Produzenten Jakob Hansen aufgenommen, mit dem die Band seit Pandemonium ihren 3 Frühling erlebt. Eigentlich waren alle bisherigen Pretty Maids-Platten hervorragend produziert, und ich war eigentlich mit den bisherigen Versionen der Songs auch so wunschlos glücklich, und letztlich hat man auch an den Songs selbst wenig verändert, nur eben den Sound modernisiert - ob zum besseren oder schlechteren ist dabei Ansichtssache. Das Album macht für mich von daher eigentlich keinen Sinn.

Die 4 "neuen" Songs, die vermutlich doch aus den Motherland-Sessions stammen und bisher zurückgehalten wurden, sind natürlich der eigentliche Kaufanreiz, wobei der Opener "Deranged" seltsam uninspiriert rüberkommt, die typische ruhigere eingängige Pop-Hit-Nummer "My soul to take" erinnert mich an Songs wie "Another shot of your love" oder "Clay" und hat durchaus Potential. Die verträumte einschläfernde Abschlussballade "A Heart without a Home" hab ich in der Form auch schon mal irgendwo bei den Maids in fast identischer Form gehört, weiss im Moment nur nicht wo. Der harte traditionelle Powermetal-Song "Nuclear Boomerang" ist sicherlich der beste von den 4 neuen Songs.

Um die wiedererstarkte Karriere nicht wieder abflauen zu lassen und in Vergessenheit zu geraten haut man diese Scheibe mal zwischendurch raus, unter dem Albummotto Louder than ever geht man auch wieder auf Tour.
Ein gutes Album für Neueinsteiger, alle anderen brauchen es nicht zwangsläufig.


Davy Crockett und die Flusspiraten
Davy Crockett und die Flusspiraten
DVD ~ Fess Parker
Preis: EUR 8,99

3.0 von 5 Sternen Arg biedere Abenteuer-Komödie, 31. März 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Davy Crockett und die Flusspiraten (DVD)
Anders als im ersten Davy Crocket-Film, hat man hier eine in sich geschlossene Geschichte. Während aber im ersten Film das gesamte Leben David Crockets nachgebildet wurde, handelt es sich hier um eine rein fiktive Geschichte. Der Film ist eine Komödie, in der viel harmloser Slapstick und Situationskomik geboten wird.
Kein Film, den man unbedingt sehen muss, auch nicht als Westernfan, obwohl er seine kleinen Momente hat.


Davy Crockett, König der Trapper
Davy Crockett, König der Trapper
DVD ~ Fess Parker
Preis: EUR 8,99

3.0 von 5 Sternen Biederer bunter Abenteuerfilm, 31. März 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Davy Crockett, König der Trapper (DVD)
Bunt gefilmtes Walt Disney-Abenteuer mit sehenswerten Naturaufnahmen das Anfang des 1900 Jahrhunderts spielt. Es ist aber keine zusammenhängende Story erkennbar, sondern es sind eher logisch aneinandergereihte Kurzgeschichten, die das Leben David Crockets rekapitulieren sollen.
Sehenswert, aber zu harmlos als das man den Film unbedingt sehen müsste, selbst für Western-Fans.


Empire of the Undead
Empire of the Undead
Preis: EUR 13,99

1 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Starkes stimmiges melodisches Power-Metal-Brett, 30. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Empire of the Undead (Audio CD)
Sehr gutes stimmiges melodisches Powermetal-Album, dass mit dem epischen "Avalon"5/5 gleich richtig mächtig, majestätisch und durchaus abwechslungsreich in der Tradition von "Heading for Tomorrow" oder auch dem Helloween-Song "Keepers of the seven Keys" in das starke Gesamt-Werk gebührend einsteigt. Das Album beinhaltet die üblichen speedigen Doublebass-Songs wie den Titelsong "Empire of the Dead"4/5 oder "I will Return"4/5, es wird traditionell groovender Hardrock geboten bei "Pale Rider"5/5 und "Master of Confusion"4/5, das allseits beworbene modernere schwere "Hellbent"4/5 erinnert von der bombastischen Machart her sehr an Judas Priests Painkiller-Zeit, "Born to Fly"4/5,"Seven"4/5 und auch der Bonustrack "Built a world"4/5 sind schnellere, leicht und beschwingt wirkende Melodic-Metal-Songs mit äusserst eingängigem mitsingbarem Refrain, das düstere schleppend bedrohlich stampfende, teils behäbig groovende "Demonseed"3/5 und die etwas schwülstig-kitschige Piano-Ballade "Time for Deliverance"3/5 dienen zumindest der Abwechslung. Es geht nie verschachtelt oder zu sehr kopflastig zu, sondern superbe, sofort ins Ohr gehende Melodien werden favorisiert. Der Sound wird hervorragend in Szene gesetzt, auszusetzen gibt es höchstens etwas an der dünnen eunuchenartigen hohen Kinderstimme von Bandboss Kai Hansen, dass jetzt allerdings kein neues Problem ist. Bei so einem starken niveauvollen Album wie Empire of the Undead würde man sich einfach auch einen amtlichen Heavy Metal-Sänger dazu wünschen, wie es seiner Zeit eben Kiske oder auch Ralf Scheepers waren. Im Studio wird die Stimme Hansens zwar so gut wie möglich bearbeitet und kaschiert, besonders live ist es dann aber doch oft eine Zumutung seine Stimme zu ertragen. Ich verstehe aber auch die Argumente, dass Kai Hansen auch keine Kompromisse mehr eingehen möchte und sein Ding so durchzieht wie er es für richtig hält und dann eben auch die Songs selbst so einsingt wie er sie eben fühlt. Allerdings wird eben auch deswegen Gamma Ray nie zu den ganz Grossen des Genres gehören. Musikalisch hätten Gamma Ray zumindest mit diesem wirklich stimmigen Album das Zeug dazu, limitieren sich aber eben durch die gewöhnungsbedürftige Sangesleistung eines Kai Hansen selbst, das ist halt irgendwie auch schade.

Ich sehe die heutigen Gamma Ray musikalisch eh als die wahren Erben von Helloween an, bei Empire of the Dead werden diejenigen sich zu Hause fühlen, die auch mit den ersten 3 Hansen-Helloween-Scheiben warm geworden sind. Es wird hier ja eh mit den 5-Sterne-Wertungen recht inflationär umgegangen, und so gebe ich trotz der (zu) harten Kritik an Hansens Stimme hier 5 Sterne für ein musikalisch hervorragendes Powermetal-Brett in der Tradition alter Helloween.


Kingdom of the Night II Black Edition
Kingdom of the Night II Black Edition
Preis: EUR 14,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Viele mittelprächtige Songs - fast keine Gassenhauer, 28. März 2014
Schönes melodisches Power Metal-Album - die Songs auf der schwarzen Edition haben meist diese neuartige moderne Härte, die seit dem Time Machine einzug in den Axxis-Sound gehalten hat. Der Titelsong "Kingdom of the Night 2" erinnert als einziger musikalisch tatsächlich an das 1989er Debut-Album der Band. Schon mit der Single "Venom" sind dann modernere Gitarrenklänge und Arrangements zu vernehmen. So richtige Gassenhauer("Wind in the Night","Angel of Death","Lady Moon","My Fathers Eyes","Bloodangel","Heaven in Black","My little Princess","Flashback Radio" - um nur einige zu nennen) und Höhepunkte tun sich leider, auch nach oftmaligem Hören, nach der ersen beiden Songs, nicht mehr auf - man knüppelt sich durch die restlichen durchschnittlichen (keinesfalls schlechten!) Songs hindurch, ohne dass gross was im Ohr hängen bleibt. Irgendwie ist das Experiment mit dem deutschen Song "Lass Dich gehn" auch missglückt, kein schlechter Song, die englische Sprache ist mir aber lieber für diese Musik. Mit "The War" ist auch ein langsamerer balladesker Titel vorhanden.

Die weisse Edition ist dann natürlich die weichere Version, hier wird zumeist softerer Melodic-Rock geboten, abwechselnd mit einigen Balladen, zum Ende hin fällt die Qualität aber deutlich ab. Songs wie "We are the World","Take me far away","Gone with the Wind" oder auch die Schwester-Version von "Mary married a Monster" hätte man sich auch schenken können. Auch auf der weissen Version sind die ersten 3 Melodic-Rocker "Hall of Fame","Heaven in Paradise" und "Living in a Dream" zu den Höhepunkten des Albums zu zählen, auch die beiden folgenden Balladen "21 Crosses"(hier wird das Unglück der Duisburger Loveparade werbewirksam themanisiert und auf die Tränendrüse gedrückt) und das ruhige "My Eyes" können noch bedingt überzeugen - dann flacht das Album spürbar ins belanglose ab, bevor es mit dem Midtempo-Rocker "Temple of Rock" noch einen einigermassen versöhnlichen Abschluss gibt.

Was bei beiden Alben fehlt, das sind melodische Gassenhauer, die sich in die Gehörgänge festsetzen, für die Axxis eigentlich immer gut waren, wenn nicht gar ein Markenzeichen dieser Band war. Es fällt zwar nichts so richtig ab, nach oben schlägt das Pendel, nach jeweils gelungenem Album-Einstieg, allerdings auch nicht mehr grossartig aus. Alle Songs sind urtypisch und unverkennbar Axxis, ohne grössere Experimente, mal die härtere keyboardlastige hektische Metalgangart, dann wieder die weiche megamelodische Seite der Band. Allerdings ausser dem Titelsong knüpft das Album nicht wirklich an das 89er-Debutalbum an, es sind 2 moderne Alben geworden, die ihren Zeitgeist kontinuierlich aus den letzten Outputs des neuen Jahrtausends speisen - der verheissungsvolle und erwartungsvolle Albumtitel Kingdom of the Night 2 dient mehr dazu um aufzufallen und einige Einheiten mehr unters Volk zu bringen, als wenn man einen anderen unbefleckten Albumtitel gewählt hätte.

Mir stösst es auch übel auf, dass man 2 Alben mit jeweils knapp 43 Minuten Spielzeit rausbringt - hätte man 3 Songs weggelassen, hätte man 1 üppiges Album mit 75 Minuten Spielzeit gehabt. Das wäre dann echtes Value for Money gewesen, doch so bleibt ein fader Beigeschmack dass man sich gerne auf diese Art und Weise ein paar Euro extra in die Tasche steckt. Die vergleichbaren "Use your Illusion"-Guns n Roses-Alben waren wenigstens beide vollgepackt - bei Axxis hätte man sich guten Gewissens ein paar Songs sparen können. Als Axxis-Fan / Sympathisant legt man sich zwangsweise eh beide Alben zu - wenn vielleicht auch nicht sofort.


Long Stick Goes Boom (Live from the House of Rust)
Long Stick Goes Boom (Live from the House of Rust)
Preis: EUR 17,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Aktuelles Statement der besten Heavy Rock-Band EVER, 28. März 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Es wird ein recht grober Überblick über das Schaffen dieser Schweizer Rock-Ikonen geworfen. Dabei werden alle unentbehrlichen Klassiker("Headhunter" kann Marc Storace leider nicht mehr adäquat umsetzen) zum besten gegeben und zusätzlich hauptsächlich das aktuelle Studio-Album Dirty Dynamite promoted, Songs der 2.Reihe ihrer 80er-Erfolgsalben fehlen nahezu gänzlich. Ich persönlich bin froh dass wenigstens das erste musikalische Ausrufezeichen in neuer alter Besetzung, nämlich die Single "Live for the Action" mit drauf ist. Vom erfolgreichen Comeback-Album Hoodoo hat man leider nur den Quasi-Titelsong "Hoodoo Woman" mit dazu genommen. Darüber hinaus ist noch "Hellraiser" in einer umarrangierten abgehackteren Version zu hören, die allerdings nicht besser kommt als die Originalversion. Ansonsten sind gerade die Songs anfangs des Albums etwas ungenau gespielt, so dass die echte Heavy Rock-Power etwas verpufft, trotz dreier Gitarristen. Das Medley mit dem genialen Rock City und den beiden neuen angespielten Songs schafft auch nur einen kleinen Einblick in diese gelungenen Songs, bei "Easy Rocker" hat man den 2.Vers total unter den Tisch fallen lassen. Gerade bei den anfangs gespielten neuen Songs "Hallelujah RocknRoll" und "Go Baby Go" fällt auf, dass Sie eben doch qualitativ nicht an die Klassiker heranreichen können, obwohl sie in der Live-Version eine bessere knalligere Figur als auf der Studio-CD abgeben. An der erdigen Produktion von Basser Chris von Rohr gibt es nichts zu bemängeln, obwohl Sie hie und da etwas dumpf wirkt. Die raue dreckige Stimme des niemals alternden Marc Storace ist nach wie vor das Hauptaushängeschild der Altrocker.

Besser, energiegeladener und auch von der Setlist vollständiger finde ich die letzte Doppel-Live-CD von 2004 Fire and Gasoline, bei der nur wenige Wünsche offenbleiben. Wer sich aber nur mal einen groben Überblick und ein aktuelles Statement dieser Band zulegen möchte ist mit diesem Live-Album hier gut bedient.


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