Profil für Cen > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Cen
Top-Rezensenten Rang: 259.609
Hilfreiche Bewertungen: 205

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Cen (Berlin, Hamburg)

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5
pixel
Karl-Theodor zu Guttenberg - Aristokrat, Politstar, Minister
Karl-Theodor zu Guttenberg - Aristokrat, Politstar, Minister
von Anna von Bayern
  Gebundene Ausgabe

36 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wenig hilfreich, 13. Oktober 2010
Das Buch ist natürlich eindeutig parteiisch, Anna von Bayern macht auch keinen Hehl daraus, dass sie mit "KT" gut bekannt ist, sie beginnt das Buch gleich mit einer Anekdote aus dem gemeinsamen Privatleben. Neben teilweise unangenehmer Lobhudelei sind manchmal auch zarte Töne der Kritik zu hören - insgesamt bleibt das Buch allerdings unausgewogen. Was ebenfalls enttäuscht: Die Autorin schafft es letztlich nicht, hinter die Kulissen des "Politstars" zu blicken. What makes him tick? Wir wissen es auch nach der Lektüre dieses Buches nicht. Es bleibt letztlich stecken in der oberflächlichen Betrachtung, in der Nacherzählung, dem Anekdotischen.

Angenehm hingegen ist von Bayerns Schreibe. Bei der BamS scheint sie gelernt zu haben, wie man den Leser mitnimmt, so dass die kleine Rundfahrt durch Guttenbergs Karriere zwar harmlos und verhältnismäßig nichtssagend bleibt, aber doch einen leidlichen Unterhaltungsfaktor aufweist.


Die Masche mit den Sternchen: Bankangebote unter der Lupe
Die Masche mit den Sternchen: Bankangebote unter der Lupe
von Udo Keßler
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,80

4.0 von 5 Sternen Gute Lektüre für Anfänger, 27. September 2010
In einfachen Worten klären hier die Autoren über die Tricks der Marketing-Profis bei den Banken auf, enthüllen dabei die Unseriösität der meisten Angebote und erklären nebenbei noch ein bißchen die Grundlagen der Anlageverwaltung. Das Buch ist eine Sammlung der ehemaligen Kolumne bei der SZ. Ein nettes Buch - wenn auch nicht direkt Rocket Science.


Föhn mich nicht zu. Aus den Niederungen deutscher Klassenzimmer
Föhn mich nicht zu. Aus den Niederungen deutscher Klassenzimmer
von Stephan Serin
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Etwas enttäuschend, 22. September 2010
Stephan Sedin ist seit Jahren Mitglied der Chaussee der Enthusiasten, wo er wöchentlich lustige Episoden aus seinem Alltag auf der Bühne zum Besten gibt.

Insofern überrascht das Buch ein wenig: Der Autor trifft den Ton nicht richtig, er pendelt zwischen lustigen Erzählungen, ernsthafter Kritik und Absurdem - das kann funktionieren, tut es in diesem Fall aber leider nicht.

Das lyrische Ich hat zudem den Hang zur Jammerigkeit, der einen schon oft bei Studienkollegen etc. geärgert hat, ganz authentisch und dadurch nicht besonders litarisch kommt das rüber.

Inhaltlich ist das Buch streckenweise interessant zu lesen: man hätte allerdings mehr erfahren wollen über die kleinen Geschichten, über die Persönlichkeiten der Schüler, das wird alles nur irgendwie lieblos angeschnitten, sie kommen im Grunde nur als Pointenbringer vor. Das macht so keinen Spaß.

Sedin hat hier die Chance vergeben, einen relevanten Beitrag zu den aktuellen Debatten zu liefern, dazu hat er einfach zu wenig interessantes geliefert.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 1, 2010 4:10 PM CET


Türken-Sam: Eine deutsche Gangsterkarriere Mit Helmut Kuhn
Türken-Sam: Eine deutsche Gangsterkarriere Mit Helmut Kuhn
von Cem Gülay
  Taschenbuch

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zornig, immerhin., 2. September 2010
Cem Gülay rechnet ab. Mit Deutschland, mit den ehemaligen Kollegen aus der Gangster GmbH, mit der Familie. "Türken-Sam" scheint noch immer ein zorniger Mann zu sein.

Das Buch schwankt zwischen cooler Gangster-Story, Sachbuchversuch und Autobiographie eines Gescheiterten. Cem Gülay scheint ein schlauer Kerl zu sein, der es aber letztlich nicht geschafft hat, sein Talent nutzbar zu machen. Was bleibt, ist dieses Buch.

Und das ist - immerhin - nicht schlecht. Ein Insider-Bericht aus dem Milieu. Keiner wird geschont. Auch unterhaltsam ist es. Aber was lernen wir aus diesem Buch? Wir bekommen den Zorn mit, die Wut der jungen Türken, der Außenseiter, der Ausgegrenzten. Gülays eigenes Leben bietet nicht viel Perspektiven, er bietet auch keine an. Es bleibt: eine interessante und lesenswerte Bestandsaufnahme der dunklen Seite Hamburgs der 90er Jahre. Das Buch wirbt ein bißchen damit, dass auch die großen Themen behandelt werden, dass hier also einer mal sagt wie es ist und, weil er von "der anderen Seite" kommt, vielleicht auch ein paar Lösungsvorschläge hat - "unbequeme Gesellschaftskritik". Das wiederum ist aber zu viel verlangt, das kann er nicht liefern.

Was unangenehm aufstößt ist allerdings die Tatsache, dass der Autor nicht den Eindruck macht, als hätte er sich wirklich von seinem Gangsterleben distanziert. Und nicht nur das: die latente Wehleidigkeit, mit welcher Gülay teilweise auftritt, macht die Sache auch nicht besser. Es ist eine Sache, ein schmieriger Betrüger und Gewalttäter gewesen zu sein. Eine andere, dann auch noch mit dem Finger auf die anderen zu zeigen.


Imperial Bedrooms
Imperial Bedrooms
von Bret Easton Ellis
  Taschenbuch

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Enttäuschend, 1. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Imperial Bedrooms (Taschenbuch)
3 Sterne - dies vorweg, sind trotz des Titels noch drin. Das liegt einfach darin, dass sich Ellis Buch immer noch deutlich über der Norm, jenseits der Norm befindet.

Mehr ist allerdings nicht drin. Ich bin eigentlich ein "Fan" von Ellis, wie wohl die meisten, die seine Bücher schätzen, habe ich sie alle gelesen. Dies hier ist das meiner Meinung nach schlechteste. Enttäuschend dünn zunächst. Diese rein physische Feststellung setzt sich auch bezüglich des Inhalts fort. Die Fortsetzung von "Unter Null" ist nicht geglückt. Im Grunde hat sich fast nicht verändert in der Welt von Clay und auch nicht in der von Herrn Ellis. Für ein Alterswerk fehlt jeder Ansatz einer Reflektion, für einen neuen Hit fehlt Spannung, Ideenreichtum, irgendetwas, das dem Werk eine Daseinsberechtigung schafft. Es wirkt in etwa wie ein Mix aus Unter Null und Lunar Park, so, als hätte der Autor einige überflüssige Seiten aus den genannten Büchern verwurstet.

Die Geschichte um die Liebschaft mit Rain ist ganz hübsch, eine Menage a trois oder mehr, die Motive der Beteiligten, die sich langsam offenbaren, das ist schön gemacht. Dem Buch fehlt aber der Drive, das Entschiedene, es bleibt leider Durchschnittskost, viel zu wenig für diesen Autoren.


Schöne Verhältnisse: Roman
Schöne Verhältnisse: Roman
von Edward St Aubyn
  Taschenbuch

2 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Überschätzt, 14. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Schöne Verhältnisse: Roman (Taschenbuch)
Ein ärgerliches Buch. St Aubyn erzählt eine Geschichte von Figuren, die er offensichtlich hasst. Das schlägt auch auf den Leser durch. Keine Sekunde kann man auch nur Interesse für die dargestellten Figuren aufbringen. Bis zuletzt habe ich ständig vergessen, wer die handelnden Personen eigentlich sind. Sogar der Missbrauch eines Kindes wird lustlos heruntergeschrieben, es passiert nichts - aber das auch nicht, wie so oft behauptet wird, auf hohem Niveau. Vielleicht liegt es an der Übersetzung, ich weiß es nicht, für mich eines der uninteressantesten Bücher seit langem. Die vielgelobte Subtilität etc - mir hat sich das alles nicht erschlossen.


Schuld: Stories
Schuld: Stories
von Ferdinand von Schirach
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,95

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gutes zweites Buch, 12. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Schuld: Stories (Gebundene Ausgabe)
Schuld ist sicherlich ein gutes Buch. Ich habe es sehr gern gelesen und habe mich abermals über Schirachs wunderbaren Duktus gefreut. Sprachmelodie und Ton sind großartig gelungen. Die Geschichten selbst sind wieder einmal großenteils Kapitalverbrechensgeschichten, allerdings diesmal mit einer erheblichen Dosis Sexualdelikte gewürzt. Das lässt den bösen Verdacht aufkommen, der Autor hätte "draufgesattelt." Etwas hat sich auch der Schirachsche Sound abgenutzt, der noch im ersten Buch eine sensationelle Überraschung war, auch hat man manchmal den Eindruck, das Buch sei etwas mit der heißen Nadel gestrickt. Manche Geschichten wirkten nicht ganz ausgewogen. Dies alles sind natürlich immer die Kritiken am zweiten Buch eines gefeierten Autors. Man sollte sich nicht täuschen: "Schuld" ist dennoch ein sehr gutes, empfehlenswertes Buch. Der Autor hat allerdings auch angekündigt, das nächste Werk würde "anders" werden, also keine Kurzgeschichtensammlung. Das ist eine gute Nachricht.


The Bloody White Baron
The Bloody White Baron
von James Palmer
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,80

4.0 von 5 Sternen Gelungen, 27. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: The Bloody White Baron (Taschenbuch)
Die Lebensgeschichte des Barons Ungern von Sternberg ist so unglaublich, dass sich ein Buch über ihn liest wie ein Fantasy-Epos. James Palmer schreibt dabei in einem etwas plauderigen Tonfall, lässt manche eigene Anekdote einfließen. Das ist gut und unterhaltsam. Manchmal geht diese angelsächsische Schreibart und auch die ebenso geprägte Sicht auf die Dinge aber auch etwas auf die Nerven. Dann erscheint einem diese lockere Art doch dissonant mit den Geschehnissen jener Tage, die sich für nonchalantes Storytelling doch manchmal eher wenig eignen. Insgesamt aber ein lohnendes Buch, das die Fakten zuverlässig zusammenträgt, ohne den schlechten Beigeschmack des in der Sovietzeit veröffentlichten Buches von Pozner.


Das Versprechen: Requiem auf den Kriminalroman
Das Versprechen: Requiem auf den Kriminalroman
von Friedrich Dürrenmatt
  Taschenbuch
Preis: EUR 5,90

4.0 von 5 Sternen Nicht sein bestes Werk, dennoch großartig, 25. Juli 2010
Aus irgendeinem Grund sind die Schweizer Autoren einfach diejenigen mit der besten Sprachbeherrschung - Suter, Widmer, Dürrenmatt, Frisch. Das gilt auch für dieses Buch. Warum es allerdings ein "Requiem" auf den Kriminalroman darstellen soll, hat sich für mich wohl nicht so ganz erschlossen - die Erkenntnis . Das Buch über den störrischen Kommissar, der sein Versprechen festhält, ist eigentlich mE eher eine Kurzgeschichte, so monothematisch, so straight ist die Story erzählt. Dennoch oder gerade deshalb: große Literatur.


Imperium der Zukunft: Warum Europa Weltmacht werden muss
Imperium der Zukunft: Warum Europa Weltmacht werden muss
von Alan Posener
  Broschiert

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Konservative Wortmeldung, 19. Juli 2010
Posener hat dieses Buch bereits im Jahr 2007 veröffentlicht. Es hat allerdings nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Der Autor ist entgegen seinen oft polemisierenden Kolumnen sehr der Sachbuchsprache verpflichtet und äußert seine Meinung zwar deutlich, aber nicht überpointiert (gut so).

Großenteils beschäftigt sich das Buch - wenn man so will - mit den Fragen, was ein Imperium ausmacht und ob Europa ein Imperium ist oder sein könnte - und warum es das sein sollte. Viele sub-Themen sind interessant aufbereitet und der Leser kann noch so manches lernen. Obwohl Posener ja kein Geschichtswissenschaftler ist, kann man hier doch einen sehr gebildeten Menschen aus den Zeilen herauslesen. Insgesamt ein interessantes Buch, das höchstens bezüglich der Griechenland-Frage ein kleines Update bräuchte.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5