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Rezensionen verfasst von
Colin "metal.de"

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Sacred Oath
Sacred Oath
Preis: EUR 20,18

4.0 von 5 Sternen Gut gespielter US-Metal - lohnt sich, 5. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Sacred Oath (Audio CD)
Eine Zeitspanne von zweiundzwanzig Jahren zwischen dem Debüt und der dritten Platte einer Band sind definitiv kein Pappenstil. Gut, man hat sich zwischenzeitlich mal aufgelöst. In Anbetracht der Tatsache, dass es sich hier um SACRED OATH und nicht um eine Größe der Szene handelt, ist das aber schon ein sehr langer Zeitraum. Mit “A Crystal Vision“ hat die Band um Frontmann Rob Thorne 1987 ein Album veröffentlicht, das im Underground Kultstatus genießt. Nach der Reunion kam 2007 das zweite Album “Darkness Visible“ heraus und nun liegt zwei weitere Jahre später eben das dritte, selbstbetitelte Album vor.

Den Sound, den SACRED OATH nach wie vor spielen, kann man am besten dem US-Metal zuordnen. Hier und da erinnern die Kompositionen der Band an ältere VICIOUS RUMORS, um mal einen Vergleich zu ziehen. Dabei achten die Amerikaner bei ihrer Musik darauf, dass technischer Anspruch und gefühlvolle Melodien gut nebeneinander existieren können. Die Songs auf “Sacred Oath“ sind teilweise vertrackt, gleiten aber nicht ins Progressive ab. Die Band packt einfach viele Riffs in die vierzehn Songs auf “Sacred Oath“, spielt aber immer auf dem Punkt und lassen die Kompositionen unter dem technischen Aspekt nicht leiden. Dabei wird Abwechslung natürlich groß geschrieben und die hier gebotene Palette reicht von Midtempo-Stampfern über sehr eingängige Stücke wie dem Highlight “Blood Storm“ bis hin zu aggressiven Nummern der Marke “Caught In The Arc“. Hinzu kommen langsamere, fast schon ruhige Songs wie “Counting Zeros“, die ebenfalls durch starke Melodien punkten können. Auch die Produktion der vierzehn Tracks ist Rob Thorne gelungen. “Sacred Oath“ besitzt die nötige Härte, positioniert den Gesang aber immer im Vordergrund, so dass dieser nicht unter geht. Bis hierhin also alles in Butter.

“Sacred Oath“ hat zweifelsohne viele richtig starke Momente. Es finden sich unter den vierzehn Liedern aber auch solche, die man sich getrost hätte sparen können. Als Beispiel sei hier einmal der letzte Track “Hunt For The Fallen Angel“ genannt. Technisch geht das Stück völlig in Ordnung. Es fehlt der Komposition aber eindeutig der Wiedererkennungswert. Ohne eine packende Melodie wirkt die Nummer irgendwie leer, trotz der guten Instrumentalarbeit. So in der Art befinden sich leider noch einige weitere Stücke auf “Sacred Oath“, die aber klar in der Minderheit sind. Für Fans ist das dritte Studioalbum von SACRED OATH sicherlich ein Pflichtkauf. Freunde des traditionellen Metal sollten auch mal reinhören, denn Nummern wie “Blood Storm“ sind echt geil. Weniger Material wäre in diesem Fall aber mehr gewesen.


City's Gonna Burn
City's Gonna Burn
Preis: EUR 17,21

4.0 von 5 Sternen Gelungenes Debüt, 5. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: City's Gonna Burn (Audio CD)
LÄÄZ ROCKIT gehören zu denjenigen Bay-Area-Bands, die ihren Stil im Laufe ihrer Karriere erst finden mussten. Es dauerte seine Zeit, bis die Jungs um Frontmann Michael Coons den für sie typischen Mix aus Thrash-Metal und Speed-Metal gefunden und mit Alben wie “Annihilation Principle“ oder “Know Your Enemy“ perfektioniert hatten. Massacre Records haben jetzt die ersten Alben der Band als Neuauflage veröffentlicht und im Zuge dieser Neuveröffentlichung kommt auch “City’s Gonna Burn“, das kultige Debütalbum der Band, zu neuen Ehren, da die Re-Releases alle mit Bonusmaterial daherkommen.

Auch wenn LÄÄZ ROCKIT ihren Stil noch längst nicht final gefunden hatten, so war ”City’s Gonna Burn“ doch kein Schuss in den Ofen. Der Sound der Band wurde damals, wir sprechen hier über das Jahr 1984, noch bestimmt von einer Mischung aus traditionellem US-Metal und Speed-Metal-Einflüssen, wobei sich letztere jedoch eher dezent äußerten. Wie gesagt, hat die Platte aber absolut ihre Berechtigung. Nicht nur, dass die ersten Anzeichen vorhanden sind, wo die spätere Reise hingehen soll, sondern auch das Songmaterial an sich ist eigentlich über jeden Zweifel erhaben. Immerhin befinden sich mit dem Titeltrack “Take No Prisoners“, “Caught In The Act“ und “Silent Scream“ nicht weniger als vier Bandklassiker auf der Platte, die auch heute noch regelmäßig den Weg in den Live-Set finden.

Neben den erwähnten Nummern stechen vor allem noch das von einem schönen Lick eingeleitete “Dead Man’s Eyes“ und das schnelle “Forced To Fight“ ins Auge. Diese beiden, wie auch die anderen Songs, belegen schon 1984 recht deutlich das teilweise eigenwillige, aber niemals stumpfe Songwriting der Band. LÄÄZ ROCKIT waren und sind noch nie eine Band gewesen, die sich mit 08/15-Nummern zufrieden gegeben hat. Innerhalb des Genres haben sie ihre Grenzen sowohl in Richtung Thrash-Metal, als auch bei der Stilmixtur aus Heavy- und Speed-Metal ausgelotet und haben dabei nie den Blick für Arrangements oder eingängige Hooklines verloren.

Zugegeben, “City’s Gonna Burn“ ist kein Überfliegeralbum. Dennoch sind hier sehr feine Nummern zu hören, die den damaligen Status Quo der Band gut wieder geben. Neueinsteiger sollten vielleicht mit einem späteren Album anfangen, in die Sammlung gehört das LÄÄZ ROCKIT-Debüt aber allemal. Auch für Fans der ersten Stunde, die noch die damals über SPV veröffentlichte Version der Scheibe haben, lohnt sich die Anschaffung genauso wie für Neulinge, da man “City’s Gonna Burn“ tatsächlich anhört, dass die CD remastert wurde. Der Basissound ist natürlich derselbe geblieben, allerdings kommt die 2009er Version etwas deftiger aus den Boxen. Hinzu kommen noch die beiden Bonustracks. Diese sind zwar unveröffentlicht, sprich live, aber beide sind schon bekannt. Hierbei handelt es sich um den Klassiker “Fire In The Hole“, ein schöner Thrasher und Live-Standard von “Annihilation Principle“. Der zweite Song ist das vom aktuellen Album stammende “Liar“. Der Sound geht in Ordnung und bringt ungefähr die Intensität von LÄÄZ ROCKIT in der Live-Situation rüber. Über ein, zwei Bonustracks mehr hätte man sich sicherlich gefreut. Schlussendlich bleibt die Neuauflage von “City’s Gonna Burn“ aber eine lohnenswerte Anschaffung. Ach ja, das Cover ist immer noch genauso schäbig wie 1984…


Speed Demon
Speed Demon
Preis: EUR 7,12

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Starke EP, 4. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Speed Demon (MP3-Download)
Die aus Hessen stammenden Schwermetaller von DRAGONSFIRE treiben nun schon seit 2005 ihr Unwesen im Underground. Nach einer EP, zwei vollwertigen Alben, die via Pure Steel Records veröffentlicht wurden, erblickt nun mit “Speed Demon” wieder eine EP das Licht der Welt. Viel verändert im Vergleich zu den Vorgängern hat sich dabei musikalisch nicht.

DRAGONSFIRE spielen ihren Metal noch immer sehr echt, sehr melodisch und mit dem nötigen Augenzwinkern. Dass dabei irgendetwas auf der Strecke bleibt, ist fast unvermeidlich. Im Fall der Riedstädter ist das die Innovation. Neue Wege oder sonderbares stilistisches Potpourri findet man auf “Speed Demon” nicht. Dafür wird dem Hörer mit dem Titeltrack gleich mal schön der Staub aus dem Mantel geklopft. Die zweistimmigen Gitarren sind schneidend, das Spiel von Drummer Jan Müller schön akzentuiert und der Ohrwurmcharakter der Nummer ist hoch. Gelungener Einstieg in dieses kurze, aber intensive Scheibchen. “Savior”, “The Gunslinger’s Fate” (mit schöner Gitarrenmelodie im Refrain unterlegt) und “The Prophet” stehen dem in nichts nach und gehen als starke Nummern, die live – ob ihrer Ohrwurmqualitäten – sicherlich einiges hermachen, über die Ziellinie. Die Vorbilder von DRAGONSFIRE muss ich an dieser Stelle nicht wirklich aufzählen. Englische, deutsche und skandinavische Gruppen stehen Pate für den Sound des Quartetts. Mit “Allied Force” gibt es noch eine Verbrüderungshymne für die Fans und der “Steel Eel” ist eine kurze Eruption, die eine Kooperation mit der Band IRON FATE darstellt. Sehr gelungene und abwechslungsreiche Platte bis hierhin.

Mit “Ask For More” und der Livezugabe “The Warrior” stehen am Ende des Minialbums aber leider noch zwei Stücke, die den Standard der anderen Tracks nicht halten. Erstgenannter will sich einfach nicht vernünftig im Gehörgang fest setzen. “The Warrior” zündet bei mir ebenso wenig. Hier kommt noch hinzu, dass Sänger Thassilo die Töne bei der Nummer nicht sauber trifft und der Song eher vor sich hin plätschert, als sich ins Hirn zu sägen. Das trübt den positiven Gesamteindruck ein wenig, da wir hier ja über eine EP sprechen, die sieben Punkte haben die Jungs aber sicher im Sack. Wer DRAGONSFIRE bislang nicht kannte, sich wenig an Klischees stört und Spaß an traditionellem Metal hat, sollte den Jungs auf jeden Fall eine Chance geben.


Destined Solitaire
Destined Solitaire
Preis: EUR 16,56

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zu kopflastig, 4. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Destined Solitaire (Audio CD)
Wie schon oftmals erwähnt, ist Schweden ein zwar kleines, aber umso mehr kreative Köpfe hervorbringendes Land. Die Gruppen, die aus Schweden kommen sind unzählig und bringen zumeist Platten von beachtlicher Qualität auf den Markt. Die Qualität von BEARDFISH ist ebenfalls unüberhörbar. Haben sich die Herren Musiker doch einer extremen Variante des Progressive-Rock verschrieben. Extrem vor allen Dingen deshalb, weil sie es mit ihrem Sound, der auf einer Mixtur aus Rock und Jazz basiert, auf die Spitze treiben.

Die Einflüsse de Band reichen dabei bis in die späten Sechziger zurück, was durch die omnipräsente Hammondorgel überdeutlich wird. Auch in den Siebzigern und Achtzigern fühlen sich BEARDFISH sehr heimisch. Dass dabei Kompositionen heraus kommen, die sehr schwer greifbar sind, dürfte nicht sonderlich überraschen. Die Skandinavier sind allesamt talentierte Musiker und lassen das auch innerhalb der Songs gerne mal durchblicken. Das macht das Ganze für Musiker und Fans von extremem Progressive-Rock sehr interessant und die werden auch eine Menge entdecken.

Für den normalen Prog-Fan hingegen sind die Nummern auf “Destined Solitaire“, dem fünften Album der Band, nur schwer nach zu vollziehen. Stücke wie “In Real Life There Is No Algebra“ haben derart viel Musik in sich, dass eine klare Linie fast gar nicht zu erkennen ist (auch, wenn jenes lediglich vier Minuten lang ist). Da wird in den Songs munter zwischen den oben schon genannten Komponenten hin und her gesprungen, wobei der Jazz hier eindeutig die Oberhand hat. Hinzu kommen Ausflüge in Richtung Musical oder Chanson, die zwar für weitere Farbtupfer im Sound der Schweden sorgen, aber ebenfalls nicht helfen einen roten Faden zu erkennen. Da sind auch die zahlreichen, teilweise recht eingängigen Melodien kein Anker, an dem man sich als Hörer festhalten könnte.

Musikalisch gehen BEARDFISH keine Kompromisse ein und haben dadurch das Wichtigste vergessen. Die Stücke auf “Destined Solitaire“ sind zu sperrig um richtig überzeugen zu können. Wenn man am Ende eines Songs angelangt ist, neigt man dazu sich zu fragen, wie der Song eigentlich angefangen hat. BEARDFISH haben hier die absolute Reizüberflutung abgeliefert und verwehren dem Hörer so ein tieferes Eintauchen in ihre Welt. “Destined Solitaire“ ist definitiv nur etwas für die ganz Verwegenen unter den Hörern. Musikalisch über jeden Zweifel erhaben, im Songwriting-Bereich leider durchgefallen.
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I Don't Like Metal-I Love It
I Don't Like Metal-I Love It
Preis: EUR 17,99

3.0 von 5 Sternen Nicht schlecht, können sie aber besser, 4. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: I Don't Like Metal-I Love It (Audio CD)
Neue Platten der fränkischen Spaßinstitution J.B.O. sind oftmals einer Wundertüte nicht unähnlich. Man weiß eigentlich nie so richtig was einen erwartet. Neben jeder Menge Hymnen schleichen sich hier und da auch eher mittelprächtige Songs ein. Das muss man sich auch als Fan der Franken eingestehen. So liegt heuer nun das neue Album “I Don’t Like Metal (I Love It)“ vor und die brennende Frage lautet: Haben es Hannes, Vito und ihre Jungs noch drauf?

Die Antwort ist ganz einfach: Jein.
Auf den letzten Platten kündigte sich schon an, dass die Witze der Band nicht mehr zu hundert Prozent zünden. Das ist leider auch auf dem neuen Album der Fall. Zwar hat die Scheibe mit dem Titeltrack, “Geh’ mer halt zu Slayer“ und der “D.I.S.C.O.“-Persiflage “M.E.T.A.L.“ drei echte Knaller am Start und auch Songs wie die Eigenkompositionen “Es muss ein Rock (durch Deutschland gehen)“ oder “Der böse Gott“ liegen auch über dem Durchschnitt der Platte. Nervig hingegen sind die drei sich mit dem Thema Ossi/Wessi beschäftigen Tracks “Der Ossi sucht das Glück“, “Wessi Girl“ und “Glenn Leipzig: Mudder“ (wobei letzterer Song noch der beste ist). Jungs, ist euch da echt nichts Besseres eingefallen? Unter die Rubrik “nervig“ fällt aber vor allem das absolut überflüssige “Hitler hatte keinen Sex“. Der Song ist mit Abstand die schwächste Nummer auf “I Don’t Like Metal (I Love It)“. Auch die FALCO-Coverversion “Angi“ (“Jeannie“ im Original) ist zwar textlich, als Statement zur kommenden Bundestagswahl, recht witzig, dennoch kann der Song dem Durchschnitt nicht entfliehen. Textlich wirken die Jungs irgendwie nicht mehr so spritzig wie auf früheren Releases.

Musikalisch hingegen ist, wie immer, alles im grünen Bereich. Vielleicht sogar besser denn je, denn ich werde den Gedanken nicht los, dass die Erlanger Spaßfabrik bei dem aktuellen Album den Fokus mehr auf die Musik gelegt hat. Die Eigenkompositionen kommen durchdacht und bei Songs wie „Der böse Gott“ schön heavy riffend daher. Auch eine Coverversion wie “Lieber Fieber“ (“Fever“) kann man ohne das nötige musikalische Feeling nicht so schön groovend und swingend bringen, wie es J.B.O. hier tun.

Alles in allem also wieder ein Album mit Licht und Schatten. Musikalisch machen J.B.O. einen Schritt nach vorne. Textlich fehlen, auf die ganze Distanz gesehen, etwas die zündenden Ideen und Witze. Fans werden die Platte dennoch blind kaufen und ihren Spaß haben.


Dominator
Dominator
Preis: EUR 16,89

5.0 von 5 Sternen Starke Platte von U.D.O., 4. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Dominator (Audio CD)
Eigentlich ist eine neue Veröffentlichung aus dem Hause Dirkschneider immer mit freudiger Erwartung verknüpft. Auf das neue Album “Dominator“ ist man im vorliegenden Fall allerdings doppelt gespannt, denn im Vorfeld wirbelte die vermeintliche „Reunion“ von ACCEPT (Wolf Hoffmann und Peter Baltes ohne die Herren Dirkschneider und Kaufmann) mächtig Staub auf. Angesprochen auf das Thema äußerte sich Udo immer diplomatisch und zurückhaltend. Nun liegt mit “Dominator“ quasi seine Antwort vor.

Vermutlich nicht beabsichtigt, aber dennoch so geschehen, hat Udo mit seinen Jungs eine Platte veröffentlicht, an der sich alle aktuellen Aktivitäten seiner alten Band messen lassen müssen. Udo scheint einen erneuten Frühling zu erleben und setzt seine Stimme bei den einzelnen Songs variabler denn je ein. Die Kompositionen sind im typischen U.D.O.-/ACCEPT-Stil gehalten, so dass Fans eigentlich jetzt schon aufhören zu lesen und die Platte auf dem Einkaufszettel notieren können. Der groovige Midtempo-Rocker “The Bogeyman“ ist mit seinem bewusst hypnotisch gehaltenen Refrain der optimale Einstieg in die Scheibe. Die Gitarren sägen ordentlich, die Rhythmusgruppe treibt den Song ohne großartige Schnörkel nach vorne und über dem Ganzen thront natürlich Udos einzigartige Stimme. “The Bogeyman“ ist das erste Highlight der Platte.

Der sich anschließende Titeltrack und “Black And White“ schlagen in dieselbe Kerbe wie der Opener, wobei letztgenannter Track qualitativ zunächst etwas abfällt, durch eine schöne Mitsing-Bridge jedoch gerade noch die Kurve kriegt. Es dauert trotzdem seine Zeit, bis der Song richtig im Ohr hängen bleibt. Mit “Infected“ schließt sich das nächste, schon von der voran gegangenen EP bekannte, Highlight an. Ein typischer Uptempo-Track mit einem sehr starken Refrain. So geht es auf “Dominator“ munter weiter bis zum abschließenden ”Whispers In The Dark“. Die Band hat es geschafft groovige Headbanger wie “Doom Ride“ neben schnellere Stücke wie das in der ACCEPT-Tradition stehende “Speed Demon“ zu stellen ohne den Fluss des Albums zu stören. Einzig die Halbballade “Stillness Of Time“ kann qualitativ nicht mit den anderen Stücken mithalten und ist ungefähr auf eine Stufe mit “Black And White“ zu stellen. Kein Ausfall, aber auch kein Kracher.

Die weiteren Highlights auf “Dominator“ heißen “Whispers In The Dark“ und “The Devil’s Rendezvous“. Erst genannter Song ist eine schöne, mit Piano unterlegte Ballade, bei der Udo beweist, dass er zum großen Teil auch ohne die Reibeisenstimme auskommt. Die Nummer ist also eine eher ungewöhnliche, die man von Herrn Dirkschneider und seiner Truppe so nicht erwartet. Gleichermaßen überraschender, wie gelungener Abschluss des neuen Albums. Dagegen ist “The Devil’s Rendezvous“ die totale Kontrastnummer. Zwar ist das Stück ebenfalls ungewöhnlich für U.D.O.-Verhältsse, aber weit davon entfernt eine Ballade zu sein. Hier haben die Jungs einen echten Klassiker verbrochen. “The Devil’s Redezvous“ ist ein Midtempo-Rocker, der konstant mit einem Swing-Rhythmus unterlegt ist und sofort ein Grinsen ins Gesicht zaubert. Entfernt kann man den Song mit “Cut Me Out“ von “Holy“ vergleichen (damals war das Stück in der Tradition der Sinti-Folklore gehalten) wobei “The Devil’s Rendezvous“ um Klassen besser ist und einen Stammplatz in der Setlist von U.D.O. bekommen dürfte. Definitiv das ungewöhnlichste, aber auch eins der besten Stücke auf „Dominator“. Perfekt gemacht.

Mit U.D.O. ist also nach wie vor zu rechnen und das ist gut so. Zwar haben sich auf “Dominator“ auch zwei etwas schwächere Songs eingeschlichen und ich persönlich hätte noch ein, zwei schnellere Nummern gerne gehört. Das ändert allerdings nichts an der Qualität der anderen Stücke und daher haben sich die Herren Dirkschneider, Kaufmann, Wienhold, Gianola und Jovino die hohe Benotung redlich verdient.


On This Perfect Day
On This Perfect Day
Preis: EUR 12,40

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Düsterer, aber genauso gut wie Ayreon, 4. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: On This Perfect Day (Audio CD)
Dass Arjen Lucassen nach dem verkündeten Ende von AYREON nicht ganz von der Bildfläche verschwinden würde, war irgendwie zu erwarten. Dafür wohnt dem Niederländer zuviel Kreativität inne. Die Frage war lediglich, wann und in welcher Form der Hüne mit neuem Songmaterial aufwarten würde. GUILT MACHINE heißt das neue Werkzeug um Lucassens Visionen freien Lauf zu lassen. Entgegen seiner Vergangenheit hat Lucassen sich im Fall seines neuen Projekts dagegen entschieden abermals ein Sammelsurium verschiedener international bekannter Rock- und Metal-SängerInnen ins Studio zu laden, um seine Geschichten zu erzählen.

Auf “On This Pefect Day“, so der Titel des GUILT MACHINE-Debüts, obliegt die ganze Verantwortung, die Ideen von Arjen Lucassen adäquat umzusetzen, allein auf den Schultern des Belgiers Jasper Steverlinck von der Alternative-Rock-Band ARID, der mit seiner angenehmen Stimme aber auch seinen Platz im AYREON-Kosmos gefunden hätte. Hier ist dann auch die größte Differenz zwischen AYREON und GUILT MACHINE zu sehen. GUILT MACHINE atmen Band-Feeling und haben nicht ausschließlich Projektcharakter. Aus der AYREON-Vergangenheit ist niemand mehr im Line-Up. Anstelle von Intimus Ed Warby trommelt der ehemalige PORCUPINE TREE-Drummer Chris Maitland auf “On This Pefect Day“ und die Leads hat Lucassen komplett seiner Partnerin Lori Linstruth überlassen (den Rest der Instrumente spielt er natürlich wieder selbst). Damit vertraut er also auf eine komplett neue Mannschaft.

An der Musik von Arjen Lucassen hingegen hat sich nicht ganz so viel geändert. Das liegt zum größten Teil daran, dass Arjen Lucassen im Laufe der Jahre und seinen vielen Rockopern ein unverkennbares Songwriting entwickelt hat, dass natürlich auch auf “On This Perfect Day“ in jeder Nummer steckt. Die Art wie er Spannungsbögen kreiert oder die vielen epischen Songstrukturen kommen dem Hörer während der Reise in eine lyrisch realere Welt als bislang bekannt vor. Der Unterschied liegt besonders in der Atmosphäre von Songs wie “Twisted Coil“, die oftmals wesentlich düsterer als bei AYREON daher kommen. Hinzu kommt ein deutlich stärker heraustretender PINK FLOYD–Einfluss, der den Stücken aber gut zu Gesicht steht. So hätte beispielsweise “Season Of Denial“ auch durchaus von den englischen Meistern stammen können und bildet eine perfekte Mischung aus eben PINK FLOYD und AYREON. Wenn auch nachdenklicher und latent melancholischer als früher. Die grandiosen Melodien in “Over“ oder auch “Perfection?“ scheint Arjen Lucassen seinem Sänger auf den Leib geschrieben zu haben, so gut fügt sich dieser in die Songs ein. Die Lead-Gitarren von Lori sind gefühlvoll gespielt, an den richtigen Stellen auch metallischer als bei AYREON eingesetzt. Während die Kompositionen selbst wie immer mit interessanten Spannungsbögen und einem perfekten Wechselspiel zwischen ruhigen, gefühlvollen Parts und intensiven Progressive-Elementen aufwarten.

Musikalisch lässt der Niederländer also mal wieder nichts anbrennen und man kann auch nach dem x-ten Durchlauf neue Facetten im Sound von GUILT MACHINE entdecken. Von daher gibt es nichts Neues im Hause Lucassen. Das soll an dieser Stelle keineswegs negativ klingen, gehört der Niederländer doch seit Jahren zur absoluten Speerspitze der progressiven Rockmusik und liefert qualitativ hochwertige Alben in beängstigender Regelmäßigkeit ab. So auch im Fall GUILT MACHINE geschehen. “On This Perfect Day“ ist nicht grundlegend anders als AYREON, es beleuchtet das Schaffen von Arjen Lucassen lediglich aus einem anderen Blickwinkel.


Endgame
Endgame
Preis: EUR 13,49

5.0 von 5 Sternen Nach schwachen Alben mal wieder ein Volltreffer, 4. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Endgame (Audio CD)
MEGADETH haben Metal-Geschichte geschrieben. Daran gibt es nichts zu rütteln. Mit Alben wie “Peace Sells…But Who’s Buying?“ oder “Rust In Peace“ wurde der Speed-/Thrash-Metal maßgeblich beeinflusst. Auch “Countdown To Extinction“ und “Youthanasia“ wussten zu überzeugen, wenn auch das Tempo zu Gunsten groovigerer Arrangements herausgenommen wurde. Nach dem sehr schwachen, weil kaum noch typischen, “Risk“ und einigen durchwachsenen Alben, wurden MEGADETH schon abgeschrieben. Auch eine kurzzeitige Auflösung der Band ließ den Fan nichts Gutes erahnen. Umso erstaunlicher, dass Dave Mustaine mit Alben wie “United Abominations“ und “The System Has Failed“ scheinbar die Kurve noch einmal bekam.

Diese Alben allerdings waren nichts anderes als Appetizer für das aktuelle Werk “Endgame“. Ließen sich auf den beiden Vorgängern schon deutliche Tendenzen erkennen, die in Richtung der alten MEGADETH gingen, kommt der neue Output wie ein Donnerschlag daher. Das vorab als freier Download erhältliche “Head Crusher“, ließ schon im Vorfeld die Erwartungen ansteigen und was soll man sagen? MEGADETH sind mit neuer Mannschaft wieder da!

Schon der instrumentale Opener “Dialectic Chaos“ lässt den Hörer kräftig an der Gesundheit seiner Ohren zweifeln. Dave Mustaine duelliert sich mit Chris Broderick (ex-JAG PANZER), seinem neuen Partner an den sechs Saiten, als gäbe es kein Morgen. So intensive Soli hat man von Herrn Mustaine schon lange nicht mehr gehört. Ich bin beeindruckt. Das sich anschließende “This Day We fight“ schlägt genau in dieselbe Kerbe. Nach Beginn mit angezogener Handbremse explodiert der Track in einer absoluten Thrash-Metal-Granate, wie man sie seit langer Zeit von den Amis nicht mehr gehört hat. Der Härtegrad wurde im Vergleich zu den letzten Produktionen noch mal deutlich angezogen und die Songs sind anspruchsvoll wie zu “Rust In Peace“-Zeiten.

Es treffen schnelle Speed-Metal-Parts mit pfeilschnellen Soli auf groovige, melodische Teile, die aber perfekt miteinander harmonieren. Harte Thrash-Nummern wie “Head Crusher“ oder “1,320“ stehen neben einem starken Headbanger der Marke “How The Story Ends“ und extrem melodischen, an die “Countdown To Extinction/Youthanasia“-Phase erinnernde Nummern wie “Nothing Left To Lose“. Es wird an allen Ecken und Enden aberwitzig gerifft, was das Zeug hält, die Breaks sitzen, und man kann definitiv behaupten, dass “Endgame“ eine positive Aufbruchstimmung versprüht, wie man sie bei MEGADETH in der Form schon lange vermisst hat. Die Tracks sind endlich wieder vertraut komplex arrangiert und behalten immer wieder Überraschungen in der Hinterhand, wie beispielsweise in dem an den Hit “Symphoy Of Destruction“ erinnernden “Bodies Left Behind“. Hier explodiert der Song nach groovigem Beginn gegen Ende abermals in einem Thrash- (Solo-) Inferno. Auch die Halbballade “The Hardest Part Of Letting Go/Sealed With A Kiss“ kann vollends überzeugen, stellt sie doch so was ähnliches wie eine Verschnaufpause auf der Scheibe dar, allerdings auch erneut mit metallischem Mittelteil und stellenweise unterlegt mit einer Violine. Oder der Stampfer “44 Minutes“, oder…, oder…

Man könnte jeden einzelnen Song von “Endgame“ gesondert herausheben, da jeder von ihnen ein absoluter Volltreffer ist und Fans der Band Freudentränen in die Augen treiben wird. “Endgame“ ist definitiv die beste MEGADETH-Scheibe seit 15 Jahren, soviel steht fest. Vielleicht wäre sie sogar das beste aller MEGADETH-Alben, gäbe es da nicht ein Scheibchen namens "Rust In Peace“…


Black Metal (Deluxe Edition) (CD+Dvd)
Black Metal (Deluxe Edition) (CD+Dvd)

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfekter Re-Release eines Klassikers, 4. Juni 2013
Seit geraumer Zeit gibt es von Universal Music eine “Deluxe-Edition“ diverser Metal- und Rock-Klassiker. Die Ehre, teil einer solchen Veröffentlichung zu sein, hatten bisher Bands wie BLACK SABBATH, DEF LEPPARD oder MÖTLEY CRÜE. Neuerdings reihen sich auch VENOM mit ihrem '82er Meilenstein “Black Metal“ in diesen illustren Kreis ein. Und um die Rabauken aus Newcastle geht es im Folgenden.

Dass “Black Metal“ ein Meilenstein ist, darüber muss man nicht diskutieren. Denn auch, wenn es damals technisch wesentlich bessere Bands gab, haben Rabid Captor Of Bestial Malevolence (Cronos), Grand Master Of Hades & Mayhem (Mantas) und Barbaric Gardian To The 7 Gates Of Hell (Abaddon) mit ihrem Image und ihrem Sound Geschichte geschrieben. Durch das Kokettieren mit Okkultismus, Satanismus und dem (damals) brachialen Sound der Band war VENOMs “Welcome To Hell“ in aller Munde und das Trio legte mit “Black Metal“ ordentlich nach. Nummern wie “Countess Bathory“, “Leave Me In Hell“ oder “Buried Alive“ verfehlten ihre Wirkung nicht und mit dem Titeltrack haben VENOM nicht nur den Namen für ein ganzes Genre erschaffen, sondern sich selbst auch ein Denkmal gesetzt. Die Scheibe besitzt auch heute noch ihren ganz eigenen Charme. Man hat sich Mühe gegeben den Sound so authentisch wie möglich zu remastern, so dass eben jener Charme auch im Jahr 2009 nicht verloren geht. Gleiches gilt auch für die elf Bonustracks, die sich aus Radio-Sessions, Outtakes, sowie Single A-und B-Seiten zusammen setzen. Hier wurde nochmals Hand angelegt, aber mit der Intention die Songs so nah am Original wie möglich zu halten.

Dabei kommen nicht nur nostalgische Gefühle auf, sondern man merkt bei einigen der Tracks auch, wie limitiert das Songwriting der Band im Prinzip war. “Hounds Of Hell“ beispielsweise, ist nicht umsonst ein Outtake. Da die meisten Versionen der Tracks von “Black Metal“ aber bereits bekannt sind, gehe ich an dieser Stelle nicht auf einzelne Nummern ein. Wesentlich interessanter ist da allemal die beiliegende Bonus-DVD, die eine Show der legendären “7 Dates Of Hell '84“-Tour aus dem Hammersmith Odeon beinhaltet (richtig, die mit METALLICA als Support). Abgesehen von “Black Metal“ selbst, fehlt keiner der damaligen Klassiker der Band. Die Band ist für ihre Verhältnisse sehr gut drauf und spielt relativ tight zusammen. Auch, wenn VENOM für alle Zeiten die wohl einzige Band bleiben werden, die komplett aneinander vorbeispielen kann und sich das immer noch irgendwie nach einem Song anhört. Die Pyro- und Lasershow ist beachtlich und hat beinahe KISS-Niveau. Das Outfit der Musiker ist kultig und hier und da wird man Zeuge unfreiwilliger Komik seitens der Band (u.a. Cronos’ “Basssolo“). Zwischendurch wird aber auch, in annehmbaren Sound, recht ordentlich gerockt. Für das Konzert gilt also, beide Daumen hoch. Dagegen fallen die drei Promotionvideos “Nightmare“, “Bloodlust“ und “Witching Hour“ deutlich ab. Diese bestehen nämlich nur aus zusammen geschnittenen Sequenzen des schon erwähnten Konzerts. Da hatte ich mehr erwartet.

Insgesamt kann man die “Deluxe-Edition“ von “Black Metal“ aber (inhaltlich) bedenkenlos empfehlen. Die DVD wird auf diversen Headbanger-Parties für Spaß sorgen und das Album ist mit seinen Bonustracks ebenfalls interessant. Speziell für Neulinge wird hier Value-For-Money geboten. Wer die Scheibe schon in der einen oder anderen Version besitzt, wird sicherlich zweimal überlegen, ob er noch mal soviel Geld für eine handvoll Bonustracks und eine DVD ausgeben will. Ein Klassiker bleibt “Black Metal“ aber nach wie vor.


Riot Squad
Riot Squad
Preis: EUR 16,62

4.0 von 5 Sternen Erstklassiger Thrash-Metal, 4. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Riot Squad (Audio CD)
Nach diversen Rückschlägen haben die deutschen Thrasher von PARADOX vor einem Jahr mit “Electrify“ ein beachtliches Comeback hingelegt. Die Frage, ob das Line-Up dieses Mal stabil bleiben und es ein weiteres Album der Deutschen geben würde, haben PARADOX mit vorliegendem “Riot Squad“ standesgemäß beantwortet. Standesgemäß, weil sie ihrem Stil absolut treu geblieben sind und auch anno 2009 dem Thrash-Metal frönen.

Die schon in den Achtzigern vorhandenen Einflüsse von METALLICA sind nach wie vor im Sound der Band zu finden. Dabei haben Charly Steinhauer und seine Meute aber bereits bei dem Vorgänger darauf geachtet, dass diese nicht allzu weit im Vordergrund stehen, wie beispielsweise noch auf “Collision Course“. Diesen Weg gehen sie auf “Riot Squad“ weiter. Gitarrentechnisch kann man die Amis zwar noch hier und da heraushören, PARADOX legen das Hauptaugenmerk bei ihren Songs aber auf eine gelungene Mischung aus Melodie und Härte, die am besten bei dem genialen “Hollow Peace“ zur Geltung kommt. Das nicht minder starke “Rise In Rank“ oder harte Thrasher wie das im ICE-Tempo auf einen niederprasselnde “No Place To Survive“, “Evolution Reset“ und “Psychofficial“ decken das ganze Songwriting-Spektrum ab, das man von PARADOX gewohnt ist.

Will sagen, es gibt reihenweise Riffs mit Champions-League-Niveau und ebenso viele messerscharfe wie melodische Soli auf “Riot Squad“ zu hören. Dabei achten PARADOX aber darauf, sich nicht innerhalb der Songs zu verzetteln. Die Songs gehen gut ins Ohr und kommen zumeist immer gut auf den Punkt. Die Songs auf “Riot Squad“ haben ihre Wurzeln klar in den 80ern, klingen dabei aber zu keiner Sekunde altbacken. Im Gegenteil, Nummern wie “Planet Terror“ bringen die 80er-Thrash-Elemente in Einklang mit dezent modernen Nuancen im Sound von PARADOX und klingen daher frisch. Einzig der Opener und quasi Titeltrack “Suburban Riot Squad“ kann in dieser Hinsicht nicht überzeugen. Die Nummer geht zwar thrashtechnisch auch voll aufs Ganze, kann mit den anderen Tracks aber qualitativ nicht mithalten. Es ist im Allgemeinen aber die Vielschichtigkeit von “Riot Squad“, die das Album so interessant macht. Es treffen in den Songs immer wieder groovige Mid-Tempo-Parts auf pfeilschnelle Thrash-Riffs und harmonieren hervorragend zusammen. Hier haben PARADOX beim Songwriting echt eine Nase für die richtigen Riffs und Breaks an der richtigen Stelle im jeweiligen Song bewiesen.

Die Deutschen bieten auf ihrem fünften Album also erstklassigen Thrash-Metal, der seine Wurzeln nicht verleugnet und trotzdem frisch klingt. Charly Steinhauer und seinen Jungs kann man eigentlich nur wünschen, dass PARADOX jetzt (endlich) ein stabiles Line-Up haben. In der bestechenden Form, in der die Jungs sich momentan befinden, wäre es schade, wenn die Band erneut auseinander brechen würde. PARADOX haben mit “Riot Squad“ eure Aufmerksamkeit verdient.


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