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Rezensionen verfasst von
Colin "metal.de"

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Blind Faith Loyalty
Blind Faith Loyalty
Preis: EUR 17,52

3.0 von 5 Sternen Da ist noch Luft nach oben, 6. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Blind Faith Loyalty (Audio CD)
CROWN THE LOST haben mir bis zu deren aktuellem Album überhaupt nichts gesagt. Dabei haben die Thrasher aus Pittsburgh (Pennsylvania) vor drei Jahren bereits ein in der Öffentlichkeit wohlwollend aufgenommenes Debüt veröffentlicht. Gelandet sind die Amis mittlerweile bei Cruz Del Sur Music und die liegen mit Signings momentan ja eher selten daneben. Um es vorweg zu nehmen, auch mit CROWN THE LOST hat das Label eine vielversprechende Band unter Vertrag genommen. Auch, wenn noch nicht alles stimmig ist.

Frisch und unverbraucht gehen CROWN THE LOST ans Werk und bieten dem Hörer eine eigenständige Mixtur aus Thrash- und Power Metal. Völlig unbeschwert springen die Jungs dabei zwischen beiden Genres hin und her, so dass mit “Blind Faith Loyalty“ ein rifforientiertes und zugleich sehr melodisches Album entstanden ist. Dabei knallen die Gitarren an allen Ecken und Enden und kommen, dank der fetten Produktion, dennoch immer schön differenziert aus den Boxen. Die Gitarristen Joe Bonaddio und David E. Gehlke spielen sich bildlich gesprochen die Finger wund und bauen in die zehn Songs derart viele (Hammer-) Riffs ein, dass es bei manch anderer Combo auch locker für zwei bis drei Alben gereicht hätte.

Die Gitarrenfraktion harmoniert auf “Blind Faith Loyalty“ nahezu perfekt mit der Rhythmusgruppe, was sich in sehr vielen Takt- und Tempowechseln widerspiegelt. Durch derart vielschichtige musikalische Komponenten kommt man natürlich schnell und ohne große Umschweife auf den Begriff Progressive Metal. Der ist hier auch überhaupt nicht fehl am Platz, sondern zeigt eher, dass sich CROWN THE LOST nicht in eine bestimmte Schublade stecken lassen, sondern ihren eigenen musikalischen Visionen folgen. In diesem Zusammenhang stören zum Beispiel auch die vereinzelt eingestreuten Blastbeats nicht im Geringsten. Songs wie der Opener “Defame The Hypocrites“, “Finality“ oder “Drawing The Parallel“ gehen trotz ihres Anspruchs ordentlich nach vorne und lassen dem Hörer eigentlich kaum Zeit zu Atem zu kommen.

Musikalisch ist auf “Blind Faith Loyalty“ also alles im grünen Bereich. Die Produktion ist sehr gut, die Musik anspruchsvoll, aber immer mit der richtigen Portion Härte versehen und die Songs selbst strotzen vor Energie, die entladen werden will. Das entsprechende Ventil ist in solchen Fällen meistens der Gesang. Darauf haben vermutlich auch CROWN THE LOST gesetzt, was aber nicht so recht funktionieren will. Sänger Chris Renaldi verfügt zwar über ein eigenständiges, klares Organ, welches er auch kraftvoll in den Songs zur Geltung kommen lässt. So recht passen will es aber dennoch nicht zu hundert Prozent. Das liegt daran, dass sich die Gesangslinien zu gleich anhören und dadurch auch zu wenig Wiedererkennungswert besitzen. Zudem bewegt Renaldi sich bei allen Songs meist in derselben Tonlage, was seinen Gesang ein Stück weit monoton erscheinen lässt und das wirkt sich natürlich auch negativ auf die Lieder selbst aus.

Was bleibt also zu sagen? CROWN THE LOST haben ein musikalisch anspruchsvolles Werk abgeliefert, das sich völlig eigenständig in der Schnittmenge zwischen Thrash- und Power Metal bewegt und daher überzeugen kann. Im Soll stehen dagegen die Gesangsmelodien, die schlicht nicht einprägsam genug sind. Daran sollten die Pittsburgher noch arbeiten, denn das Potential ist zweifelsohne vorhanden. Als Anspieltipp nenne ich mal “Dreaming In Reverse“. Macht euch selbst ein Bild.


Dead Soil
Dead Soil
Preis: EUR 23,99

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3.0 von 5 Sternen Durchwachsenes Death-Metal-Album, 6. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Dead Soil (Audio CD)
CROPMENT aus der beschaulichen Schweiz lärmen seit nunmehr zehn Jahren im Underground und haben im Laufe der Zeit auch einige Alben aufgenommen. Das letzte Lebenszeichen der Band liegt aber beinahe fünf Jahre zurück und man kann in diesem Zusammenhang auch von einem veröffentlichungstechnischen Neuanfang sprechen, den die Band mit ihrer aktuellen Scheibe ”Dead Soil“ versucht.

Dass CROPMENT, die ähnlich wie NAPALM DEATH, ohne eines ihrer Gründungsmitglieder musizieren, noch immer im Underground ihr Unwesen treiben und bislang noch nicht den Weg in mein Gehör gefunden haben, mag mit dem Death Metal, den die Band spielt zu tun haben. Die Jungs stehen mit ihrem Sound fernab von jedweden Melodien und die Grenze zum Grindcore wird ein ums andere Mal überschritten. Die Platte ist schön brutal und für diese Art des Death Metal auch relativ differenziert produziert worden, was die meist kurzen Songs der Band noch ein ganzes Stück hasserfüllter und brutaler erscheinen lässt.

Ebenfalls zu beeindrucken weiß der Gesang von Frontmann René Barthoulot. Der Mann grunzt so tief, dass Chris Barnes vor Neid erblassen würde. Das beeindruckt zum einen selbstverständlich, bringt auf der anderen Seite aber gleichzeitig auch eine der Schwächen von “Dead Soil“ ans Tageslicht. Der “Gesang“ ist einfach nicht abwechslungsreich genug, um den Kompositionen der Band entscheidende Impulse zu geben. Es reicht heute eben nicht mehr einfach nur (wenn auch beeindruckend) tief zu growlen. Ähnlich verhält es sich bei den Riffs der Band, die recht simpel gehalten sind, aber dennoch nicht gut ins Ohr gehen. Das lässt die Songs irgendwie im Luftleerenraum stehen. Da nützt es auch nichts, wenn man viele Breaks und Tempowechsel in die Songs eingebaut hat und diese dadurch extrem abwechslungsreich klingen. Stücke wie “Pinned And Skinned“ oder “Till I’m Satisfied“ haben durchaus ihren Charme, sind durch die diversen Groove-Parts eigentlich gute Headbanger und von der Idee her in die richtige Richtung gedacht.

Allerdings fehlt den Kompositionen der vielzitierte Funke, der auf den Hörer überspringt und manche Songs, wie etwa ”Manifestations Of Deepest Horrible Dreams“, zünden auch nach dem zehnten Durchlauf noch kein Stück. Death Metal-Fans dürfen natürlich dennoch gerne in die Scheibe reinhören. “Dead Soil“ ist nicht überragend, aber auch kein Totalausfall.


Higher
Higher
Preis: EUR 17,59

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2.0 von 5 Sternen Mauer Klau, 6. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Higher (Audio CD)
Die Schweden von REINXEED legen mit “Higher“ ihr zweites Album vor und wollen der Welt ihre musikalische Vision, wie man europäischen Power-Metal spielt, vortragen. Die Band um Multitalent Tommy Johansson hat sich dem Erbe von STRATOVARIUS, EDGUY oder auch HELLOWEEN zu “Keeper“-Zeiten (die ersten beiden Teile wohlgemerkt) angenommen. Das hört man auch zu jeder Sekunde des Albums heraus.

Der eigentliche Haupteinfluss von REINXEED dürften hingegen aber ohne jeden Zweifel SONATA ARCTICA sein. Wie sonst ist es zu erklären, dass die Musik der Finnen bei jeder Melodie, in jedem Riff und den Arrangements allgegenwärtig ist, wie ein nervender Nachbar? Ich frage mich auch nach dem zehnten Durchlauf allen Ernstes, ob REINXEED das wirklich mit Absicht machen. Klar, die Arrangements haben alle internationalen Standard. Das habe ich allerdings erwartet. Auch die Produktion ist eigentlich schön transparent geworden und kann mit einigen Abstrichen zumindest halb überzeugen.

Nein, eigentlich auch nicht. Denn zunächst fragt man sich, warum sich die Double-Bass anhört wie eine Horde tapsender Mäuse. Wo bleibt denn da der Druck, den das Schlagzeug damit sonst immer erzeugt? So wirkt das alles ziemlich kraftlos. Außerdem kann man die Gitarren auf dem Album kaum wahrnehmen (abgesehen von ein, zwei Solo-Passagen) und sie kommen nie gegen die übermächtigen Keyboards an. Die sind im Übrigen keinesfalls atmosphärisch oder dergleichen, sondern einfach nur kitschig, nervend und, man möge mir den Begriff verzeihen, albern.

Das ist eigentlich absolut unbegreiflich, denn wir reden hier immerhin von einem Metalalbum und als Metal-Fan möchte man die Gitarren an allen Ecken und Enden knallen hören. Das ist auf “Higher“ definitiv nicht der Fall. Der Härtegrat des zweiten Albums der Schweden pendelt irgendwo zwischen einer Bohlen-Produktion und verkaterten POISON. Hinzu kommt, dass, obgleich die Musiker ihre Instrumente allesamt beherrschen, man auf “Higher“ keinen einzigen Hit ausmachen kann. Den Songs fehlt der letzte Kick, den beispielsweise ein “Hunting High And Low“ von STRATOVARIUS, EDGUY’s “Tears Of A Mandrake“ oder “FullMoon“ von SONATA ARCTICA noch besaßen. Der Gänsehauteffekt bleibt bei REINXEED komplett aus. Auch, wenn Stücke wie “Dragonfly“ nette Mitsingrefrains besitzen, hat man das alles irgendwo schon mal und vor allem besser gehört.

Das Hauptproblem von “Higher“ sind aber vor allem diese unerträglich kitschigen Keyboards, die jedwede gute Idee (sofern vorhanden) im Ansatz eliminieren. Völlig grausam. Dem kann man selbst als wohlwollender Mensch nichts abgewinnen und deshalb kann es für diesen SONATA ARCTICA-Klon auch in der Wertung nicht viele Punkte geben. REINXEED wärmen lediglich das auf, was Andere bereits zuvor gekocht haben und das ist keine Leistung.


Signs of Revolution
Signs of Revolution
Wird angeboten von Hausmusik
Preis: EUR 15,83

3.0 von 5 Sternen Durchwachsen, 6. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Signs of Revolution (Audio CD)
Lange, lange ist es her, dass ich zum letzten Mal etwas von STORMHAMMER gehört habe. Genauer gesagt, seit deren ersten Album “FireBall“. Das Album hat mir zwar sehr gut gefallen, jedoch habe ich die Jungs danach irgendwie aus den Augen verloren und sie eigentlich schon in den ewigen Jagdgründen gewähnt. Nun liegt mit “Signs Of Revolution“ plötzlich ein neues Album vor.

Da die beiden Nachfolger “Cold Desert Moon“ und “Lord Of Darkness“ (warum auch immer) völlig an mir vorbei gegangen sind, stelle ich mir natürlich die Frage, ob das neue Album ähnliche Qualitäten und starke Songs enthält wie das Debütalbum. Nun zunächst sei einmal gesagt, dass die Band auch fünf Jahre nach ihrem letzten Release dem ihr eigenen Stil, sprich, traditionellem Heavy-Metal teutonischer Prägung, treu geblieben ist und Fans der Band somit eigentlich nicht enttäuscht sein dürften vom neuen Opus der Deutschen. Warum mir das Album dennoch nicht im Ganzen zusagt, will ich im Folgenden gerne erklären.

Musikalisch ist auf “Signs Of Revolution“ weitestgehend alles im grünen Bereich. Die Songs sind abwechslungsreich gehalten und besitzen alle Trademarks die zu der Musik von STORMHAMMER gehören. Man hört den Jungs die jahrelange Erfahrung an, was sich natürlich auch auf das Songwriting und die Arrangements niederschlägt. Selbige haben zwar keine wirklichen Überraschungen zu bieten, sind aber gut durchdacht und werden auch so dargebracht. Gleiches gilt auch für die schon immer eingesetzten Keyboards, die sehr gut zur Geltung kommen, da sie präsent sind und die Songs sinnvoll ergänzen ohne sie gleichzeitig zu verweichlichen. So weit, so gut.

Denn eigentlich heißen die beiden Zauberwörter zu “Signs Of Revolution“ souverän und nett. Souveräne Kompositionen hat die Band, wie oben erwähnt, anzubieten. Was der Platte aber fehlt, sind die fetten Riffs, die einen hier und da aufhorchen lassen. Daher sind die Songs auf “Signs Of Revolution“ nicht herausragend, sondern eher nett anzuhören. Das gleiche Problem tritt bei den Melodien der Gesänge auf. Souverän, wie man es erwarten kann, arrangiert und interpretiert, keine Frage (bestes Beispiel “Ride On A Razorblade“). Was STORMHAMMER hier aber bei einigen Songs als Refrain anbieten, reicht bei manch anderer Band höchstens zu einer erweiterten Bridge. Da haben die Jungs früher erheblich bessere Kaliber auf CD gepresst. Hinzu kommen leider auch noch Totalausfälle, wie das völlig uninspirierte und lustlos an einem vorbeischippernde “Sham World“ oder “Permanent Menace“, die auch nicht gerade dazu beitragen einen positiven Endruck von der Platte zu bekommen.

Glücklicherweise stehen dem Songs entgegen, die an die Klasse der alten Kompositionen und deren Stärke heranreichen. “Pied Piper“ ist beispielsweise so ein Track. Hier stimmt alles. Von den harten, schön riffenden Gitarren bis hin zum wunderbaren Refrain zeigt der Track eindrucksvoll, zu was die Band eigentlich wirklich fähig ist. Gleiches gilt für das ebenso starke, wenngleich auch anders gelagerte “Kiss At The Abyss“. Die restlichen Songs pendeln sich irgendwo zwischen diesen Extremen ein.

Es bleibt also eine recht zwiespältige Platte, die eigentlich ein starkes Comeback hätte werden können. Da sich die Songs kompositorisch aber nicht alle auf demselben Niveau bewegen, kann man hier keine Höchstnote geben. Eine nette, souveräne Scheibe. Mehr nicht. Wer reinhören will, tut dies am besten bei “Pied Piper“ und “Kiss At The Abyss“. Schade.


Black Sails at Midnight
Black Sails at Midnight
Preis: EUR 19,99

4.0 von 5 Sternen Bester Piraten-Metal, 6. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Black Sails at Midnight (Audio CD)
Yo-Ho-Ho! Die schottischen Piraten sind nur knapp ein Jahr nach ihrem viel umjubelten Debüt “Captain Morgan’s Revenge“ und der kürzlich veröffentlichten EP „Leviathan“ erneut auf Kaperfahrt. Der zweite Streich von ALESTORM hört auf den Namen “Black Sails At Midnight“ und macht exakt da weiter, wo man ein Jahr zuvor mit dem Debütalbum aufgehört.

ALESTORM haben sich nicht von ihrem Kurs abgewandt. Sie segeln noch immer in der stürmischen See um Schottlands Küsten (und beweisen der Welt so, dass Schottland doch eine Seefahrernation ist). Die zehn Songs auf “Black Sails At Midnight“ bieten die schon bekannte Mischung aus Folk- und Power Metal, wobei ALESTORM heuer darauf geachtet haben die Songs abwechslungsreicher zu gestalten. Das steht den Tracks natürlich gut zu Gesicht. Zugegeben, innovative Momente kann man bei ALESTORM kaum erwarten. Muss man in vorliegendem Fall aber auch gar nicht, denn schon der schön harte, von galoppierenden Gitarren getriebene Opener “The Quest“ oder das bereits veröffentlichte “Leviathan“ zeigen, dass es den schottischen Vorzeigepiraten um Spaß und Unterhaltung geht.

Die Stücke auf “Black Sails At Midnight“ kommen im Vergleich mit dem Debütalbum dennoch anspruchsvoller und abwechslungsreicher daher, auch wenn die bereits bekannten Zutaten wie Akkordeon oder Fanfaren allgegenwärtig sind. So kann das Titelstück etwa mit latenten Thrash Metal-Elementen und dadurch gewonnener Härte punkten. Das kurzweilige Instrumental “No Quarter“ hingegen untermalt die Vermutung, dass ALESTORM nicht nur Freunde von TURISAS oder RUNNING WILD sind, sondern auch die “Fluch Der Karibik“-Trilogie ein oder zweimal gesehen haben. Das zumindest legt der orchestrale Teil am Ende von “No Quarter“ nahe, der sich schon sehr an dem Titelthema der Filme orientiert. Passt aber ins Bild und geht somit als Zitat und nicht als Kopie durch.

Die erwähnte Abwechslung zeigt sich aber auch in der Hinsicht, dass ALESTORM auf “Black Sails At Midnight“ nicht nur mit fröhlichen, trinkfreudigen Melodien und Stimmungen spielen, sondern auch leicht melancholische, Heimweh vermittelnde Momente wie in “To The End Of Our Days“ auf dem Album haben. Der Kontrast zu Party-Songs der Marke “Wolves Of The Sea“ oder “Keelhauld“ (beide perfekte Mitgrölsongs) wirkt krasser als er eigentlich ist, denn das Piratenleben beinhaltet ja ebenfalls beide Aspekte.

Insgesamt haben ALESTORM nicht den Fehler gemacht, sich auf ihren Lorbeeren auszuruhen und mit “Black Sails At Midnight“ lediglich das Debütalbum zu kopieren. Innerhalb ihres musikalischen Korsetts haben die Schotten ihre Grenzen ausgelotet, ihren Stil dementsprechend entwickelt und bereichert. Das Niveau auf dem sich die zehn Stücke befinden, ist gegenüber dem Debüt jedenfalls höher geworden. Natürlich muss man empfänglich für die Musik von ALESTORM sein. Wenn das der Fall ist, bekommt man ein Album ohne Ausfälle zu hören, welches irrsinnig viel Spaß macht. ALESTORM sind definitiv auf dem richtigen Weg und seit dem bekanntgewordenen Ende von RUNNING WILD in dem Metier quasi konkurrenzlos. Starke Platte.


Defiance
Defiance
Preis: EUR 20,21

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Starkes 'Comeback', 6. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Defiance (Audio CD)
Meine erste Begegnung mit DESTRÖYER 666 hatte ich anno 2002 morgens um elf auf dem Wacken Open Air. Auch, wenn mir das Material der Band völlig unbekannt war, konnten die Australier durch ihre intensive Mischung aus Black-Metal und Thrash-Metal plus einer energischen Bühnenshow absolut überzeugen. Sieben Jahre nach meinem Erstkontakt mit der Band rotiert nun also der Nachfolger des 2002 veröffentlichten Albums “Cold Steel…For An Iron Age“ in meinem CD-Player und es formuliert sich in meinem Hirn primär eine Frage: Kann die Band die nicht nur live, sondern auch auf den Tonträgern präsentierte Intensität auch auf das neue Werk transferieren?

Nach dem ersten Durchlauf wird klar: viel geändert hat sich im Hause DESTRÖYER 666 nicht. Von daher ist oben genannte Frage eigentlich schon beantwortet. Die Produktion von “Defiance“, so der Name der aktuellen Scheibe, kann zu beinahe hundert Prozent überzeugen, allein die Gitarren hätten etwas thrashiger und weniger Black-Metallastig produziert werden können. Das aber nur am Rande. Die Songs selbst sind durch die Bank erstklassig gelungen. DESTRÖYER 666 legen, anders als manche Genre-Kollegen, gehobenen Wert auf abwechslungsreiche Stücke, was der Platte natürlich gut zu Gesicht steht. Nicht nur das gekonnte Spiel zwischen hasserfüllten Black-Metal Blastbeats und präzisen Thrash-Riffs zeichnen die Songs aus, sondern auch die vielen Breaks, welche die Stücke zusätzlich tragen und interessant machen.

Da die Jungs in den sieben Jahren zwischen den beiden Veröffentlichungen genug Zeit hatten sich um die Arrangements der Stücke zu kümmern (und diese auch genutzt haben), können schnelle, garstige Titel wie “The Barricades Are Breaking“ neben groovigeren Songs wie dem genialen “A Thousand Plagues“ stehen, ohne dass es wirkt, als hätte die Band ihren Faden verloren. Dasselbe Aggressionspotential besitzen nämlich beide Arten von Songs. Auch, wenn mehrheitlich auf die Bremse getreten wird, verlieren die Stücke niemals ihre Intensität. Hinzu kommt noch der eher untypische und latent melancholische Rausschmeißer “A Sermon To The Dead“, der durch im Hintergrund statt findenden cleanen Gesang nicht nur der ideale Abschluss der Platte ist, sondern ebenfalls ins Bild passt, das die Platte vermittelt. Generell kann man der Band insgesamt attestieren, dass sie erwachsener geworden ist, ohne dabei ihre Wurzeln verleugnen zu müssen.

DESTRÖYER 666 hätten nach einem Zeitraum von sieben Jahren mit einer weniger gelungenen Scheibe sicherlich keinen Metaller ermutigt sein Geld in die Band zu investieren. Dass die Songs zum Großteil im Midtempo-Bereich liegen, sollte potentielle Käufer nicht abschrecken. Die Blastbeat-Ausbrüche sind zwar seltener, dafür aber umso effektiver. Wer nach so langer Zeit keinen Cent mehr auf die Band setzen wollte, wird hier klar eines Besseren belehrt. Mit „Defiance“ haben DESTÖYER 666 in Form eines echt starken Albums die richtige Antwort gegeben. Nachzuhören vor allem bei dem wirklich sehr geilen “A Thousand Plagues“.


The Avenger Ltd.(Re-Issue)
The Avenger Ltd.(Re-Issue)
Preis: EUR 20,99

5.0 von 5 Sternen Perfektes Package, 6. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: The Avenger Ltd.(Re-Issue) (Audio CD)
Über die Aufmachung der Neuauflage der ersten vier AMON AMARTH-Scheiben brauche ich an dieser Stelle nicht weiter zu berichten, die Fakten hat Kollege Eckart in seinem Review zur neuen Version von “Once Sent From The Golden Hall“ schon hinreichend dargelegt (als Pop-Up gibt es dieses Mal Basser Ted Lundströms Konterfei zu begutachten). Also stürzen wir uns direkt in die Schlacht und lauschen der zweiten Neuauflage, namentlich “The Avenger“.

Man muss nicht viele Worte über die Musik der Schweden verlieren, denn sie spalten die Metal-Gemeinde wie kaum eine zweite Band. Den einen sind sie zu lasch, den anderen zu wenig innovativ. Die einen lieben die Melodien, die sich Gitarrist Olli Mikkonen auf jedem Album aus dem Ärmel zaubert, die anderen stehen auf Johan Heggs Bart. Die Liste der Pro und Contras diese Band betreffend ist endlos lang und soll hier auch nicht diskutiert werden, da sie den Status Quo der Band beschreibt. Als “The Avenger“ vor zehn Jahren veröffentlicht wurde konnte man das so sicherlich noch nicht ganz absehen. Mit “Once Sent From The Golden Hall“ hatten die (damals) vier Wikinger eine erste Duftmarke hinterlassen (und mit “Victorious March“ den ersten kleinen Hit). Dann kam “The Avenger“ und man konnte direkt feststellen, dass die Jungs ihren Stil nicht nur beibehalten, sondern ihn auch weiter entwickelt haben. Auch in Sachen Produktion konnten AMON AMARTH eine Schippe drauflegen, so dass Songs wie “The last With Pagan Blood“ oder das epische Titelstück nicht nur melodischer, sondern auch fetter aus den Boxen hämmerten. Dadurch konnten die Songs ihre Wirkung natürlich viel besser entfalten, als noch auf dem Debüt.

Jetzt kommt also die Re-Issue mit einer remasterten Version von “The Avenger“ und man muss neidlos anerkennen, dass sowohl Band, als auch Plattenfirma am Fan nicht einfach nur ein paar Euro mehr verdienen wollen. Dagegen spricht zunächst die, wie schon erwähnt, gelungene Verpackung des Ganzen. Da haben sich die beteiligten Parteien wirklich mal Mühe gegeben. Glänzen kann auch die Musik, die durch das Remastern noch ein wenig intensiver daher kommt. Das macht Nummern wie die sowieso schon brutalen “God, His Son And Holy Whore“ oder “Bleed For Ancient Gods“ noch stärker als sie damals schon waren. Das i-Tüpfelchen auf “The Avenger“ ist aber eindeutig der Bonustrack “Thor Arise“. Pfeilschnell und relativ unmelodisch, zeigt der Song eindrucksvoll die Wurzel von AMON AMARTH auf. Deutlich beeinflusst von der ersten Welle des Schwedentods Anfang der Neunziger, stellt das Stück einen schönen Kontrast zu den bereits bekannten Songs von “The Avenger“ dar und ist dabei keinen Deut schlechter, lediglich ungewöhnlicher für AMON AMARTH Verhältnisse.

Auch die Bonus-CD mit dem zweiten Teil der “Bloodshed Over Bochum“-Konzerte im Dezember 2008 kann sich hören lassen. Der Sound ist völlig in Ordnung, Herr Hegg hört sich ein wenig dreckiger als auf Platte an und man bekommt einen guten Eindruck, welch famose Stimmung bei den Konzerten geherrscht haben muss. Die Songs auf Silberling Nummer zwei decken sich natürlich mit denen von “The Avenger“, da man damals ja bekanntlich an jedem der vier Abende den Schwerpunkt auf ein anderes Album gelegt hatte. Alles in allem also ein Produkt, dass man Fans wärmstens empfehlen kann, da sich offensichtlich sehr viel Mühe bei der Umsetzung des Konzepts gegeben wurde. So in der Art sollte ein Re-Release eigentlich immer aussehen.


When Death Comes
When Death Comes
Wird angeboten von Fulfillment Express
Preis: EUR 20,80

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mächtiges Comeback, 6. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: When Death Comes (Audio CD)
Oje, schon wieder so eine Band, die irgendwann in grauer Vorzeit eine relativ hohe Hausnummer war, den Durchbruch auf großer Fläche dann aber doch nicht geschafft hat. Nimmt man jetzt noch den nicht wirklich geglückten Reunion-Versuch von vor zehn Jahren (trotz sehr guter Platte) hinzu, grübelt man schon vor sich hin, warum die Stützer-Brüder jetzt erneut einen Versuch wagen ARTILLERY ins Gedächtnis der Fans zurück zu bringen. Ein Schelm, der denkt, das Thrash-Metal-Revival fördert zuweilen kuriose Blüten zutage.

Ein Grund, warum es damals nicht zum richtigen Durchbruch gereicht hat, dürfte sicherlich die ständig kriselnde Bandsituation sein, die die Band immer wieder zurückwarf. So haben sich die Dänen bei der neuen Platte “When Death Comes“ entschlossen auf die Dienste ihres ehemaligen Shouters Flemming Ronsdorf zu verzichten. Ob der neue Mann sich besser im Bandgefüge zu Recht findet als der alte Sänger, wird die Zukunft zeigen. Fakt ist aber, dass Sören Adamsen sich mit seiner Leistung keineswegs hinter Ronsdorf verstecken braucht. Damit hätten wir auch schon den größten Unterschied zu den bisherigen Alben der Band geklärt. Die wesentlichen Merkmale, die ARTILLERY bis dahin auf ihren Veröffentlichungen ausmachten, sind natürlich auch auf “When Death Comes“ an allen Ecken und Enden heraus zu hören.

Die typischen Trademarks sind also nach wie vor vorhanden und dürften nicht nur Fans des europäischen Thrash-Metal ein zufriedenes Grinsen ins Gesicht zaubern, sondern auch all jenen, die seit zwanzig Jahren nichts mehr mit der Band, die den Blitz geritten hat, anfangen können. Die Mischung aus knackigen, harten Riffs und einem hohem Melodieanteil ist beinahe perfekt ausgewogen. Michael und Morten Stützer riffen sich durch Nummern wie den Titeltrack, “Damned Religion“ oder “Not A Nightmare“, dass es eine wahre Freude ist. Dabei wurde bei den Kompositionen darauf geachtet, dass jedes Element der Band genügend Platz hat sich zu entfalten. Die Rhythmusgruppe weiß durch interessante gestaltete Breaks zu punkten und zieht immer an der richtigen Stelle das Tempo wieder an oder bremst entsprechend des Songfragments hier und da auch wieder ab. Dadurch wirken die Stücke extrem abwechslungsreich, aber niemals überladen oder konstruiert. So in etwa gilt das auch für Sören Adamsen. Er weiß genau, wo er seine Stimme melodisch und an welchen Stellen aggressiv einzusetzen hat. Nachzuhören beim dem genialen “Sandbox Philosophy“, welches gleichermaßen brutal wie melodisch ist.

Dass die Band nicht auf Nummer sicher geht, beweist der Song “Delusions Of Grandeure“. Immer wiederkehrende akustische Gitarren treffen auf Up-Tempo-Passagen und (sehr) dezente moderne Elemente. Die Nummer ist sicherlich die ungewöhnlichste auf “When Death Comes“, aber definitiv auch ein Highlight der Scheibe. Man könnte den Song stellvertretend (wie aber auch alle anderen) für die Frische und den Biss, den ARTILLERY nach all den Jahren immer noch haben, anführen. Die Band klingt absolut nicht altbacken, hat es geschafft ihren typischen Sound zu bereichern und Songs auf die Platte zu stellen, bei denen den Hörer die Spielfreude des Quintetts quasi aus den Boxen anzuspringen scheint. Ein derart starkes Comeback habe ich der Band in keinster Weise zugetraut und ich ziehe meinen Hut vor einer Scheibe, die einfach nur Spaß macht. Hierfür habe sich die Dänen fette neun Punkte verdient. Dafür und weil auf der Platte kein Ausfall zu erkennen ist.


Shackleton's Voyage
Shackleton's Voyage
Preis: EUR 17,03

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ruhiger Prog-Rock zum Wohlfühlen, 6. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Shackleton's Voyage (Audio CD)
Das Projekt EUREKA war mir bis vor ein paar Wochen noch überhaupt kein Begriff. Warum auch? Der Bandname klingt ja auch nicht typisch nach Rock, geschweige denn Metal. Mit beiden Musikarten hat das nunmehr vierte Album des Projekts um den kreativen Kopf Frank Bossert auch nur selten etwas zu tun. Es ist eher die musikalische Nähe zu MIKE OLDFIELD, die “Shackleton’s Voyage“ interessant macht. Dabei hat Frank Bossert ein weniger progressives als vielmehr atmosphärisch absolut stimmiges Album abgeliefert.

Bevor man sich mit dem musikalischen Inhalt beschäftigt, sollte aber zunächst geklärt werden, worum es in den Texten auf “Shackleton’s Voyage“ genau geht. Hier hat Bossert ein Stilmittel der progressiven Rockmusik gewählt und ein lyrisches Konzept erstellt, dass sich über das ganze Album hinzieht. Thematisiert hat er die wahre Geschichte über den Briten Sir Ernest Henry Shackleton, der mit 28 weiteren Abenteurern im Jahre 1914 zu einer Antarktisexpedition aufbrach. Ziel dieser Expedition war es, mit ihrem Schiff “Endurance“ die Antarktis als erste zu durchqueren. Kurz bevor sie dieses Ziel jedoch erreicht hatten, havarierte das Schiff und wurde vom Packeis zermalmt. Wie Shackleton überlebte und sich und die komplette Mannschaft der “Endurance“ rettete, wird auf “Shackelton’s Voyage“ sowohl textlich als auch musikalisch erzählt. Unterstützung erfährt der Gitarrist dabei von Billy Sherwood (ex-YES), der zwei Stücken seine Stimme leiht und dem britischen Schauspieler Ian Dickinson, welcher die Erzählparts übernimmt. Bossert achtet dabei aber darauf, dass nicht nur die Texte die Geschichte erzählen und in Prog-Songs gebettet werden. Er hat die Stücke so arrangiert (und das ist ja fast schon genial), dass auch die Instrumentalstücke die Geschichte weiterführen ohne auf Texte angewiesen zu sein. Man kann, mit dem Wissen worum es geht, quasi die Augen schließen, die Musik auf sich wirken lassen und die Emotionen, die die Songs transportieren, förmlich in sich aufsaugen (wie beispielsweise die Aufbruchstimmung in “Departure“). Das ist eigentlich große Kunst, die nur wenige beherrschen.

Die Musik ist, wie schon erwähnt, in der Nähe von MIKE OLDFIELD anzutreffen. Es dominieren klar die atmosphärischen Keyboards. Dies allerdings ohne zu nerven. Sie tun genau das was sie sollen: Atmosphäre erschaffen. Die Melodien sind teilweise melancholisch, hier und da auch fröhlich (“Plenty Of Time“), wirken aber nie aufgesetzt. Sie vermitteln dem Hörer ideal den Punkt der Reise, an dem sich die Besatzung der “Endurance“ gerade befindet. Die Gitarren von Frank Bossert stehen zwar gleichberechtigt neben den Keyboards, werden aber eher selten als Soloinstrument, sondern eher als ein weiteres Stilmittel in den Gesamtsound integriert. Das lässt ihre Präsenz, wenn sie dann im Vordergrund stehen, um einiges intensiver wirken. Das gilt auch für die drei gesungenen Nummern “The Challenge“,”Going Home“ und “Will You Ever Return?“. Wobei die ersten beiden von Billy Sherwoods weicher Stimme optimal umgesetzt werden und “Will You Ever Return?“ durch den schönen klaren Gesang von Sängerin Kalema. Das Gesamtbild wird wunderbar abgerundet durch die Erzählparts von Ian Dickinson, der ebenfalls eine Stimme besitzt, die perfekt zu den Vorgaben von Frank Bossert passt. Aus diesen Vorgaben heraus ist eine wunderschöne Platte mit Soundtrackflair entstanden, in die sich Progressive-Rock-Fans mal reinhören sollten.


Embalmed Existence (Ltd.ed.)
Embalmed Existence (Ltd.ed.)
Preis: EUR 22,51

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sollte man als Death-Metal-Fan besitzen, 5. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Embalmed Existence (Ltd.ed.) (Audio CD)
Als die Tampa-Boys von RESURRECTION 1993 ihr Debütalbum ”Embalmed Existence“ herausbrachten, hatten sie in der aufstrebenden Death-Metal Szene schon Kultstatus erlangt. Mit dem vorangegangenen 4-Track-Demo hatte das Quintett um Sänger Paul DeGoyler schon mächtig Staub aufwirbeln können. Bereits damals überlies die Band Jim Morris die Produktion. Nach dem ersten Deal ging es erneut ins Studio und es durfte abermals Jim Morris produzieren (an dem damals ja wirklich keine Death-Metal Band so richtig vorbei kam).

Jim Morris kredenzte den Jungs einen ordentlich fetten Sound, der die Stärken der Band schön auf den Punkt brachte. Die Mischung aus technisch anspruchsvollen Parts im Stil von MORBID ANGEL und groovigen Elementen der Marke OBITUARY machten”Embalmed Existence“ schon damals zu einem sehr abwechslungsreichen Album. Hinzu kommen die bis dahin im Death-Metal Bereich wohl einzigartigen Hörspielsequenzen, die zwischen den Songs immer wieder eingesetzt wurden. Durch diverse Line-Up Probleme lösten sich RESURRECTION 1996 entnervt auf und so blieb “Embalmed Existence“ das einzige Werk der Band. 2005 tat sich die Band wieder zusammen und legte 2008 mit “Mistaken For Dead“ ein Comeback nach Maß vor.

Nun ist endlich der Re-Release des längst vergriffenen Debüts mit neun (!) Bonustracks wieder erhältlich. Was soll man großartig sagen? Die Scheibe hat nichts von ihrer Intensität, geschweige denn von ihrer Brutalität, verloren. Die Breaks kommen immer noch überraschend und die Erzählparts sind nach wie vor genauso morbid wie vor sechzehn Jahren. Die Produktion ist eine typische Jim Morris-Produktion und hat die Zeit ebenfalls hervorragend überdauert.

Die hier enthaltenen Bonustracks bestehen aus Demo-Aufnahmen, mit teilweise vom Debüt bereits bekannten Songs, die sich vom Sound her (im Gegensatz zu manch anderem Re-Release) absolut hören lassen können. Da habe ich schon “offizielle“ Scheiben gehört, die einen wesentlich schlechteren Sound hatten. Dazu gibt es noch Outtakes der Erzählparts, die man je nach Gusto als interessant oder nervtötend erachtet. Massacre Records haben mit diesem Re-Release jedenfalls alles richtig gemacht. Sie haben eine Scheibe erneut veröffentlicht, die bestimmt nicht mehr täglich in den CD-Player wandert. Umso besser, dass ein starkes Album wie ”Embalmed Existance“ wieder erhältlich ist und RESURRECTION mit dieser Platte wahrscheinlich einige neue Freunde finden werden. Rundum gelungener Re-Release.


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