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Rezensionen verfasst von
Colin "metal.de"

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Rush: Snakes & Arrows - Live [3 DVDs]
Rush: Snakes & Arrows - Live [3 DVDs]
DVD ~ Rush
Preis: EUR 9,78

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch live von einem anderen Planeten, 8. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Rush: Snakes & Arrows - Live [3 DVDs] (DVD)
Wenn die Herren Geddy Lee, Alex Lifeson und Neil Peart, kurz RUSH, ein neues Produkt auf den, latent übersättigten, Markt werfen, dann heißt es für alle Fans progressiver Musik: zurücklehnen, CD oder DVD in den Player schieben und die Musik von RUSH genießen. Mit dem visuellen Nachfolger zu der aktuellen “Snakes & Arrows Live“ Scheibe schließt sich für die Kanadier das äußerst erfolgreiche Kapitel “Snakes & Arrows“ via Triple-DVD.

Die aktuelle DVD bietet für alle, die nicht die Chance hatten, in den Genuss eines der Konzerte von RUSH zu kommen, einen hervorragenden Eindruck, was sie verpasst haben (zu denen sich leider auch der Rezensent zählen darf). Das Hauptaugenmerk der Tour lag, logischerweise, auf dem Material der aktuellen Scheibe. Diese wird nicht nur ausreichend gewürdigt (u.a. mit Stücken wie “Far Cry“ (ein kommender Klassiker) oder “The Main Monkey Business“), sondern verbindet die neuen Songs sehr gut mit den Klassikern der Band. Bei über 30 Jahren Bandgeschichte kann man es natürlich nicht jedem Fan recht machen und auch ich vermisse ein paar Highlights. Das bleibt bei einer derart beeindruckenden Diskographie, wie der von RUSH aber auch nicht aus. Deshalb verlieren wir hier keine weiteren Worte darüber. Aufgenommen in den Niederlanden, zeigt die DVD eine glänzend aufgelegte Band, die eine -auch vor dem Bildschirm beinahe greifbare- Spielfreude an den Tag legt, dass sich so manche Band wirklich eine Scheibe davon abschneiden kann. Zugegeben, pausenlos herum springende Musiker sieht man hier (auch aufgrund des Alters der Herren) nicht. Aber es kommt ja letztlich darauf an, wie die Musik präsentiert wird und hier können RUSH eben nur wenige (wenn überhaupt) das Wasser reichen.

Die Lightshow (inklusive Lasershow) ist ebenfalls über jeden Zweifel erhaben und wird effektvoll (manchmal dezent, manchmal die ganze Anlage) an die Songs angepasst. Gleiches gilt auch für die eingespielten Videos und Videosequenzen, die sinnvoll in die Songs integriert sind (u.a. bei „Distant Early Warning“). Hier kommt dann auch zum ersten Mal der Humor der Band zum Tragen. Wenn das Licht in der Halle ausgeht und als “Intro“ ein kompletter Nonsens-Kurzfilm mit den drei Bandmitgliedern gezeigt wird oder sich per Videoeinspieler vor “Tom Sawyer“ die “South Park“-Jungs zu Wort melden und Cartman den Song falsch spielt, ist der Spaßfaktor schon sehr hoch und bereichert den Konzertgenuss noch zusätzlich. Dazu zählt auch, dass sich Geddy Lee dieses Mal anstatt der Verstärkerwand drei Hähnchengrills hinter sich gestellt hat und diese abwechselnd von einem Koch und einem Roadie in Huhn-Kostüm immer wieder neu eingefettet werden. Übrigens die einzigen Szenen des Konzerts, bei denen sich Neil Peart auch mal ein Lächeln abringen kann.

Auch in Punkto Sound lässt “Snakes & Arrows Live“ im Gegensatz zur “Rush in Rio“-DVD (zur “R30“ kann ich nichts sagen, da ich die nicht kenne) keine Wünsche offen. Egal, ob im 5.1-Sound oder in der Stereovariante. Die Liveatmosphäre kommt in jedem Fall gut rüber. Die vielschichtigen Arrangements kommen ebenso gut zur Geltung, wie die Publikumsreaktionen.

Bis dahin kann sich die Triple-DVD also sehen und hören lassen. Auch das Bonusmaterial steht dem guten Eindruck in nichts nach. Auf der ersten DVD findet sich mit einem neuerlichen Kurzfilm (“What’s That Smell?“) abermals eine humoristische Einlage der Band, die zudem noch mit einem Gastauftritt von Jerry Stiller (“Arthur Spooner“ aus “King Of Queens“) punkten kann. Dazu gesellen sich Outtakes von den Dreharbeiten, alternative Versionen von Livematerial und so weiter. DVD zwei hat ebenfalls alternative Intros, etc. zu bieten. Insgesamt etwas weniger auf DVD eins, aber dennoch sehr sehenswert. Auch DVD drei, die als einziges Material vier offizielle Bootlegsongs enthält, ist allein deshalb sehenswert, weil mit “2112/The Temples Of Syrinx“ einer der besten RUSH Songs überhaupt enthalten ist. Gleiches gilt für die hier gespielten “Red Barchetta“ und “The Trees“.

Nicht nur für Fans von RUSH ist diese DVD sehenswert, weil sie einfach wunderbare Musik enthält (neben den Songs zum Beispiel auch das Drumsolo von Herrn Peart). Definitiv value for money.


Outlaw Racer
Outlaw Racer

4.0 von 5 Sternen Erstklassiger Thrash-Metal, 8. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Outlaw Racer (Audio CD)
Es ist doch immer wieder schön, wenn man schon nach wenigen Takten, der im Player rotierenden CD, merkt, dass es sich bei der Scheibe nicht um Schrott, sondern um gute Musik handelt. Das vereinfacht das Schreiben einer Rezension ungemein, wie ich finde. Bei NITROUS's Zweitwerk “Outlaw Racer“ ist das der Fall.

Aus Estland stammend, spielen die Jungs ihren als “Drag Race Thrash Metal“ bezeichneten Stil, tight wie alte Hasen. Stücke wie “Burning Up The Pavement“, der Opener “When The Devil Drives“ oder “Summons To Hephaestus“ machen keine Gefangenen und prügeln dem geneigten Hörer die Murmel weich, dass es eine Freude ist. Old-School-Thrash trifft auf einige, wenige Hardcore-Elemente und diverse Death-Metal-Riffs, die an die erste DISMEMBER erinnern. Das Fundament im Sound von NITROUS bildet aber definitiv der schnelle Thrash, den das Kleeblatt um Gitarrist und Mastermind Lauri Kuriks frisch und energiegeladen aus den Boxen knüppelt. Alle anderen Elemente sind nicht mehr als Zitate und Farbtupfer um den Sound zu bereichern.

Die Songs sind schnell, auf den Punkt gespielt, verlieren sich nicht in Endlosriffs und langweilen den Hörer dadurch nicht. Auch die überschaubaren langsameren Parts oder auch Songs, wie etwa in “Crash And Burn“ oder “Core (Of Molten Fire)“, sind nicht mehr als kurze Verschnaufpausen und doch eine Facette im Bandsound, die die Jungs klug eingeflochten haben. Sänger Mart Kalvet fühlt sich stimmlich sowohl im Death- als auch im Thrash-Metal-Genre zuhause und setzt seine Stimme entsprechend passend auch ein. Die wenigen cleanen Gesangspassagen meistert er ebenfalls ohne größere Probleme (ok, er trifft die Töne nicht immer, aber hey, es handelt sich hier um Thrash-Metal).

Der große Vorteil von NITROUS ist, dass sie genau die richtige Mischung aus Thrash- und Death-Metal gefunden haben und dazu noch frisch und unverbraucht klingen. Leider ist der Titeltrack ein Ausfall, dafür haben NITROUS aber mit “Burning Up The Pavement“ und vor allem “Black cargo Cult“ haben die Estländer auch noch zwei bärenstarke Hits am Start. Thrasher sollten der Band definitiv eine Chance geben, reinhören wird sich lohnen. Starke Scheibe.


To the Grave
To the Grave

3.0 von 5 Sternen "Kill For Metal" ist 'n Knaller - der Rest nicht unbedingt, 8. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: To the Grave (Audio CD)
IRON FIRE kann man ruhigen Gewissens als eine Konstante im Power- oder True-Metal-Bereich bezeichnen. Die Dänen sind schon lange dabei und schaffen es immer wieder, die Fans mit ihren Releases zufrieden zu stellen. Dass den Mannen um Martin Steene der große Durchbruch (obgleich in diversen Magazinen prophezeit) noch immer nicht gelungen ist, hat verschiedene Gründe. Die, in solchen Fällen obligatorischen, Line-Up Probleme sind zwar ein gewichtiger, aber nicht der Hauptgrund für den Status der Band. IRON FIRE sehen sich seit dem Nachfolger des Debüts “Thunderstorm“ mit dem Vorwurf konfrontiert, dass sie gute, aber keine Überragenden Alben aufnehmen. Daran soll der neuste Output “To The Grave“ natürlich einiges ändern.

Um ehrlich zu sein, glaube ich nicht daran, dass IRON FIRE mit “To The Grave“ etwas an ihrem Status in der Szene etwas ändern können. Das zeigt schon der Opener “The Beast From The Blackness“, der zwar recht gut losgeht und zum Kopfschütteln animiert, aber durch die zigfache Wiederholung des Refrains und völlig deplazierte Keyboardteppiche wird der Track schnell langweilig und nervt irgendwann einfach. Schlechter Einstieg in eine Platte. Da macht es das Nachfolgende “Kill For Metal“ schon um einiges besser. Ordentliches Riffing im Up-Tempo-Bereich, ein Killer-Refrain und alles auf den Punkt gespielt. Dem Song fehlt es an nichts und er zeigt, dass IRON FIRE doch das Potential haben oben mitzuspielen. Denn, derartige Hymnen kommen auch bei Combos wie HAMMERFALL nicht vom Fließband. Die Band muss sich deshalb fragen lassen, warum das denn nicht auch beim Opener so zielgerichtet ging?

Mit “Hail To Odin“ (sehr geile Schlachthymne) und “The Kingdom“ stehen noch zwei äußerst starke Nummern auf der Habenseite. Das ist aber insgesamt zu wenig für die Ansprüche der Band und um bei der heutigen Veröffentlichungsflut positiv aus dem Rahmen zu fallen. Songs wie das völlig belanglose „The Battlefield“ oder “Cover The Sun“ liegen wie dunkle Wolken über dem Restmaterial und schmälern den guten Eindruck, den oben genannte Songs (hierzu zählt auf jeden Fall auch “March Of The Immortals“) hinterlassen haben. Der Rest des Albums pendelt sich zwischen den Extremen ein und tut irgendwie keinem weh, haut aber auch niemanden vom Hocker. Schade, denn IRON FIRE haben eigentlich alles, was man in dem Genre an Zutaten für `nen guten Song braucht. Hörbar machen sie es aber nicht. So lange sich das nicht ändert, werden die Dänen im Mittelfeld ihr Dasein fristen. Fans sollten reinhören. Gute Songs plus schlechte Songs gleich durchschnittliche Platte gleich sechs Punkte.


Out of Sight
Out of Sight
Wird angeboten von Cyclone Empire
Preis: EUR 13,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Coole Grindcore-Platte, 7. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Out of Sight (Audio CD)
Die rülpsende Rübe ist schon seit 1987 in der Szene aktiv und hat sich vornehmlich durch sehr viele Gigs (u.a. mit PUNGENT STENCH) einen Namen gemacht. Veröffentlichungstechnisch sind BELCHING BEET bislang nur durch eine 7“ und diverse Split-CDs in Erscheinung getreten. Das hier vorliegende Album “Out Of Sight“ ist also die erste “richtige“ Veröffentlichung der Band. In 27 Minuten schwingt hier elf Mal die Grindcore-Keule. Und das nicht mal schlecht.

Die jahrelange Erfahrung die die Jungs auf den Brettern die die Welt bedeuten, sammeln konnten, hört man “Out Of Sight“ jederzeit an. Die Band spielt sehr gut zusammen und weiß Breaks und Tempowechsel richtig zu setzen. Die Mischung aus Blastbeat-Attacken und zähflüssigen, langsamen Parts ist hervorragend aufeinander abgestimmt. Das kommt Songs wie dem Opener “No More“, der quasi in gemäßigtem Tempo das kommende Inferno ankündigt oder “Dying Universe“ (der zudem noch über eine gute Note Crustcore verfügt) zugute. Da wird der eine sich auf der Platte befindende Akustikteil, zum Beispiel, im nächsten Moment gnadenlos nieder gegrindet (“Good Entertainment“). Oder die Revolutionshymne “Hasta Siempre Commandante“ in ein Grincore-Korsett gesteckt. BELCHING BEET sind immer versucht jedem der elf Stücke ein eigenes Gesicht zu geben und achten darauf, dass sich kein Song wie der andere anhört. Das ist zwar nicht immer einfach, aber BELCHING BEET sind um Abwechslung bemüht und das unterscheidet sie von manchen Kollegen.

Auch die Produktion kann sich hören lassen. Die einzelnen Instrumente kann man gut heraushören (auch wenn der verzerrte Bass eher wie eine zusätzliche Rhythmusgitarre klingt) und es wird ordentlich Druck erzeugt. Die Szene neu definiert haben BELCHING BEET mit “Out Of Sight“ sicherlich nicht. Das war aber auch nicht zu erwarten und schmälert den guten Eindruck der Scheibe aber in keiner Weise. Die Platte macht Spaß.


Soul Collector
Soul Collector
Wird angeboten von forever_rock-de
Preis: EUR 10,90

3.0 von 5 Sternen Früher war manches doch besser, 7. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Soul Collector (Audio CD)
Die Niederländer von VENGEANCE sind eine der bekanntesten Bands aus unserem Nachbarland und jeder Hard-Rock-Fan bekommt große Augen, wenn er an klasse Platten wie “Arabia“ denkt. Irgendwie ist die Band im Laufe der Jahre aber etwas aus der Spur gekommen und läuft im Hard-Rock-Bereich eher auf Sparflamme nebenher. Das wollen die Jungs um Sänger Leon Goewie mit ihrem neuen Output “Soul Collector“ ändern und es noch einmal wissen.

Ob VENGEANCE dieses Vorhaben allerdings in die Tat umsetzen können, bleibt abzuwarten. Denn auch nach mehrmaligem hören der Scheibe bleibt ein zwiespältiger Eindruck zurück. Auf der einen Seite gibt es auf “Soul Collector“ jede Menge klasse Rocker zu hören, die zum Autofahren ohne Verdeck einladen. Denn im Prinzip haben sie nichts verlernt, was Songs wie “Rock And Roll Band“ oder der Titeltrack (erinnert zudem ein wenig an MEGADETHs “Symphony Of Destruction“) mit ihrem latenten AC/DC-Touch auch eindrucksvoll unter Beweis stellen. Die Brüder Jan und Timo Somers harmonieren super an ihren Äxten und Herr Goewie hat eine angenehme Reibeisenstimme. Soweit wäre dann alles klar.

Auf der anderen Seite aber, befinden sich auf “Soul Collector“ auch Songs, die weniger ausdruckstark sind als die oben genannten. Der Opener der Scheibe –“Cross In The Rain“- ist zum Beispiel so ein Stück. Der Song ist gefällig, rifft recht ordentlich, wenn auch nicht außergewöhnlich, hat aber auch keine nennenswerten Höhepunkte zu vermelden. Für einen Einstieg in eine Platte, ist das ziemlich lahm. Da kommt der Nachfolger “Wait Until The Sun Goes Down“ schon deutlich knackiger aus den Boxen und reiht sich, mit seinem typischen US-Hard-Rock in die Liste der guten Songs ein. Stücke wie “Myspace Freak“ oder “Dance“ fallen dagegen schon wieder ab und bestätigen den oben erwähnten zwiespältigen Eindruck.

Alles in allem kann man sagen, dass “Soul Collector“ natürlich kein Totalausfall geworden ist. Dafür sind zu viele gute Songs auf der Scheibe und die beteiligten Musiker zu gut an ihren Instrumenten. Was der Platte aber fehlt, sind die zwei, drei wirklich überragenden Songs. Die unumstößlichen Highlights, die einen dazu animieren den Repeat-Knopf zu drücken. So bleibt “Soul Collector“ ein gutes, aber nicht überragendes Album. Fans des harten Rock dürfen natürlich trotzdem ein Ohr riskieren.


Unawakening
Unawakening
Wird angeboten von First Box
Preis: EUR 21,86

4.0 von 5 Sternen Gelungene Doom-Platte, 7. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Unawakening (Audio CD)
Meine Herren, ist das zäh was die Finnen von ASTRAL SLEEP auf ihrem Debütalbum “Unawakening“ zelebrieren. Das ist auch schon das richtige Stichwort. Die Jungs um Gitarrist/Sänger Markus Heinonen zelebrieren den Doom-Metal, den sie spielen nach allen Regeln der Kunst. Die fünf Songs auf dem Debütalbum (von denen lediglich einer unter zehn Minuten lang ist) sind dickflüssig wie Lava und bahnen sich ihren Weg in die Gehörgänge auf eine extrem langsame Art und Weise.

Dabei erstrecken sich die Einflüsse von ASTRAL SLEEP von BLACK SABBATH (logisch) über BATHORY und leicht psychedelische Farbtupfer bis hin zu altem US-Death-Metal. Das trifft vor allem auf die Vocals von Markus Heinonen zu. Über weite Strecken growlt der Mann passend zu den Kompositionen. Wenn er aber anfängt clean zu singen, passt das hinten und vorne nicht. Aus dem einfachen Grund, weil Heinonen es schlichtweg nicht schafft, die Töne zu treffen. Gleiches gilt für die hohen Schreie in “Expression“ beispielsweise. Das ist aber nur ein kleiner Kritikpunkt, denn daran kann man arbeiten. Viel wichtiger sind auch eher die Kompositionen als Ganzes und die sind wirklich gut. Von den dezent eingesetzten Keyboardteppichen im Hintergrund bis hin zu den stimmigen Gitarrenmelodien stimmt in den Songs alles.

Auch für Überraschungen ist in den ellenlangen Songs gesorgt worden. So vernimmt man genrefremde Instrumente wie die Mundharmonika, was dem Bandsound natürlich zusätzliche Nuancen beschert. Der plötzlich aus dem Nichts explodierende Up-Tempo-Part in “Cosmic Key“ ist auch ein gutes Beispiel für die wohldurchdachten Songs des finnischen Kleeblatts. Das unterstreicht auch das gekonnte Spielen mit den auf der Platte vertretenen Stimmungen. Die sowieso schon vorherrschende melancholische Grundstimmung wird beim, die Platte abschließenden, “Away From The World“ immer düsterer, bis sie gegen Ende des Songs beinahe erdrückend depressiv ist, ja fast schon misanthropische Züge hat.

Vom Gesang abgesehen (dafür gibt es natürlich Punktabzug), ist ASTRAL SLEEP ein starkes, düsteres Debütalbum gelungen, das dem geneigten Doom-Fan zusagen dürfte (wenn man nicht gerade CANDLEMASS-artige Melodien erwartet). Ein gutes Album um einen tristen Tag noch etwas trister zu machen. Sieben wohlverdiente Punkte mit Tendenz nach oben.


Loyal to None
Loyal to None

5.0 von 5 Sternen Grandioses Album des ACCEPT-Gitarristen, 7. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Loyal to None (Audio CD)
HERMAN FRANK? Da war doch was. Irgendwo in meinem Gehirn war der Name gespeichert. Wie aber so oft in solchen Fällen, wenn man etwas schnell abrufen will, weigert die richtige Information sich zu melden. Also den Promo-Flyer begutachtet und dann fällt es einem auch wie Schuppen aus den Haaren. Klar, ACCEPT und VICTORY. Aber nicht nur als Gitarrist jener Bands hat sich der gute HERMAN FRANK im Laufe der Jahre einen Namen gemacht. Er saß auch bei diversen Metal-Größen (u.a. SAXON, MOLLY HATCHET und ROSE TATTOO) als Produzent hinter den Reglern. Das alleine hat offenbar nicht mehr ausgereicht um den vielbeschäftigten Mann auszulasten. So liegt nun mit “Loyal To None“ das erste Solo-Album im Player und rotiert nicht zum ersten Mal.

Dass der gute Herman sich bei dem Album nicht lumpen lassen würde, war zu erwarten. So lebt die Scheibe nicht nur von der sehr guten Produktion und den Riffs des Herrn Frank, sondern auch von den exzellenten Musikern, die, außer Frank selbst, auf der Platte zu hören sind. Da wäre zunächst einmal die Rhythmusgruppe mit Peter Pichl (RUNNING WILD) und Stefan Schwarzmann (HELLOWEEN), die den Kompositionen von Herman den nötigen Druck und Groove verleihen. Sie stellen exakt das Gerüst dar, das HERMAN FRANK für seine harten Riffs, Licks und Soli braucht um diese richtig in Szene zu setzen. Darüber hinaus hat sich Herman mit Jiotis Parachidis genau den richtigen Sänger ins Studio geholt um seine Songs zu intonieren. Der VICTORY-Sänger macht hier einen erstklassigen Job und passt mit seiner Stimme hervorragend zu den Liedern von HERMAN FRANK, die immer in der Schnittmenge zwischen Hard-Rock und traditionellem Heavy-Metal liegen.

Der Opener “Moon II“ beginnt zwar recht flott, der berühmte Funke will hier aber erst nach mehrmaligem Hören richtig überspringen. Das ändert sich umgehend ab dem zweiten Track “7 Stars“. Hier nimmt das Schiff richtig fahrt auf und der Hörer bekommt Ohrwürmer en masse präsentiert. “7 Stars“ ist ein starker Up-Tempo Song, der durch sein unruhiges Riffing besticht und mit einem wunderbaren Mitsing-Refrain ausgestattet ist. In dieselbe Kerbe schlagen Kracher wie “Father Buries Son“, “Bastard Legions“ oder das Album-Highlight “Down To The Valley“. Genau genommen gibt es auf “Loyal To None“ nicht einen einzigen Ausfall. Auch ruhigere Stücke wie “Kill The King“ leben von den Gitarren des Namensgebers und seiner Hintermannschaft, der man jederzeit den Spaß an der Sache anmerkt.

HERMAN FRANK hat es geschafft seinen Background in ein zeitgemäßes Gewand zu kleiden, ohne diesen allzu sehr zu zitieren. Er hat außerdem genau die richtige Mischung zwischen Kompositionen und interpretierenden Musikern gefunden. “Loyal To None“ ist damit ein äußerst starkes Hard-Rock/Melodic-Metal Album geworden, das jeden Fan dieser Musikrichtungen begeistern sollte. Ich hoffe, dass es mit dieser Besetzung zu einer Tour kommen und man auch von HERMAN FRANK noch weitere Alben hören wird.


Strong Arm of the Law (Remaster 2009)
Strong Arm of the Law (Remaster 2009)
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker, 7. Juni 2013
Die dritte Scheibe einer Band ist ja immer das sogenannte “Make It Or Break It“-Album. SAXON erging es da mit “Strong Arm Of The Law“ im Jahre 1980 nicht anders. Das selbstbetitelte Debüt war noch mehr Hard-Rock als Metal. Das nachfolgende “Wheels Of Steel“ ging schon in die richtige Richtung (und war sehr erfolgreich), aber erst mit “Strong Arm Of The Law“ etablierten sich SAXON da, wo sie hingehörten: An die Spitze der jungen New Wave Of British Heavy Metal. Neben Acts wie IRON MAIDEN, ANGEL WITCH, DIAMOND HEAD oder TYGERS OF PAN TANG sorgten die Jungs aus Barnsley (Grafschaft Yorkshire) auch mit ihren Live-Shows für Furore.

Das ist aber auch nicht verwunderlich, wenn man auf Granaten wie den Titeltrack oder die Hymne “Heavy Metal Thunder“ zurück greifen kann. “Strong Arm Of The Law“ enthält gleich fünf (von acht Stücken auf dem Album) Songs, die bis heute immer wieder den Weg in die Setlist von SAXON finden. Allein daran kann man sehen, wie wichtig das Album für Biff Byford und seine Jungs war. Roh, aggressiv und trotzdem hochmelodisch fängt es beeindruckend die Energien ein, die SAXON auch heute noch immer bei ihren Konzerten entladen. Dabei hat die Band die perfekte Mischung aus schnellen, aggressiven Metal Songs wie “Heavy Metal Thunder“, “To Hell And Back“ und “20,000 Ft“, denen gegenüber mit “Strong Arm Of The Law“ und “Dallas 1 P.M.“ groovige Stampfer stehen, gefunden. Bei dem Album stimmte einfach alles. Vom Sound bis hin zum schlicht gehaltenen Cover.

Fans der Band haben das Album natürlich. Aber auch für die ist die Neuauflage, die in diesem Fall mit acht Bonustracks daher kommt, interessant. Es befinden sich unter den Bonustracks vier Songs einer BBC-Session von 1982 (“To proof that this is a live show, we now play a song that we’ve written only a few days ago. This one’s called “The Eagle Has Landed”.), die ebenfalls einen sehr rohen Sound haben. Dazu gibt es mit “Mandy“ eine sehr frühe Version des Songs “Sixth Form Girls“ zu hören. Die hätte man sich allerdings auch sparen können, denn sie kommt nicht an die Albumversion heran und ist eher langweilig. Auf der anderen Seite ist es natürlich interessant zu sehen, wie sich ein Song im Laufe der Zeit entwickelt. Eine alternative Version von “To Hell And Back“ und die beiden, in diesem Jahr neu gemischten (in den legendären Abbey Road Studios) Klassiker “20,000Ft“ und “Heavy Metal Thunder“, beschließen eine rundherum gelungene Neuauflage eines Klassikers der NWOBHM.


F.B.I.-Donnerwetter
F.B.I.-Donnerwetter
Preis: EUR 17,98

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Passender Re-Release, 7. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: F.B.I.-Donnerwetter (Audio CD)
Was ist das denn? FRANK ZANDER bei Metal.de? Auf den ersten Blick eine Kombination, die nicht so recht passen will. Tut sie aber dann doch, weil der Mann nicht nur die verschiedensten Comedians maßgeblich beeinflusst, sondern definitiv auch im Bereich Metal seine Spuren hinterlassen hat. Dazu aber später mehr. Außerdem haben wir dem guten Frank in den letzten Jahren sowohl Review- als auch Interviewtechnisch auf den Zahn gefühlt.

Man kann es schon erahnen. Dieses Review wird so etwas wie eine ultimative Lobhudelei werden. Warum aber auch nicht? FRANK ZANDER hat nicht nur Türen geöffnet und Wege geebnet, sondern ist bis heute einer der beliebtesten Künstler aus deutschen Landen. Deshalb überlasse ich an dieser Stelle mal ausnahmsweise jemand anderem das Wort, der es exakt auf den Punkt bringt:

“Frank war in den Siebzigern Kult…und er ist es bis heute. Seine flotten, frechen Songs, gesungen mit seiner einzigartig schönen Knatterstimme sind unvergessene Evergreens geworden und haben nun schon drei Generationen geprägt!“ (Hape Kerkeling)

Recht hat er, der Hape. Das hier vorliegende Doppel-CD Re-Release beinhaltet die beiden Alben “F.B.I.“ und “Donnerwetter“ aus den Jahren 1977, bzw. 1979. Nach den Erfolgen der ersten beiden Scheiben verfeinerte ZANDER sein Konzept aus Musik, Sketchen/Witzen oder Hörspieleinlagen. Seine Songs kommen meist leicht swingend, mal tanzbar und mal rockig daher. Immer passend zu den kleinen Geschichten, die er erzählt. Die sind mal witzig, mal albern oder auch mal ernst gemeint. Der leicht frivole Touch (der nie unter die Gürtellinie ging), den einige Texte manchmal aufweisen, hat damals für einiges Aufsehen in der Öffentlichkeit gesorgt. Aus heutiger Sicht ist das natürlich kein Maßstab mehr, aber wer genau hinhört, kann erkennen woher Bands wie J.B.O. ihre Inspiration nehmen. Als Beispiel dafür höre man sich “Der Fischer von Sorrent“ an. Musikalisch ist auf den beiden Alben ebenfalls viel los. Mal wird gerockt, mal hört man beinahe schon melancholische Klänge, aber in den meisten Fällen wird munter drauflos geswingt. Eine musikalisch ausgewogene Mischung, die auch ohne Hard-Rock und Metal funktioniert.

Es bleiben auf diesem Re-Release also eine Menge humorvoller Songs, die zwar kein Metal sind, aber Stücke wie “Captain Starlight“, “Zanders Rock 'n' Roll“ oder „Aber ich muss doch nach Hause“ machen auch ohne Bratgitarren enorm Spaß. Auch heute noch kann man sich das Schmunzeln nicht verkneifen, wenn man den Texten von FRANK ZANDER lauscht (der Text von “Aerobiegsam“ ist beispielsweise noch immer aktuell) und das ist gut so. Manchmal macht es einfach nur Spaß, Spaß zu haben. FRANK ZANDER beschert dem Hörer eine vergnügliche Zeit und das ist mehr als die Tagesschau bieten kann.


Anthems of a Degeneration
Anthems of a Degeneration
Wird angeboten von japazon
Preis: EUR 58,80

4.0 von 5 Sternen Feine Rotz-Rock Platte, 7. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Anthems of a Degeneration (Audio CD)
Das Interesse am klassischen, bluesigen Hard Rock erstarkt in der letzten Zeit wieder unheimlich, was nicht nur die Chartplatzierungen und Ticketverkäufe von AC/DC zeigen, sondern auch alte Weggefährten wie ROSE TATTOO wieder mehr Beachtung seitens der Öffentlichkeit beschert. Da ist es natürlich kein Wunder, wenn Bands nach- und in den Fokus rücken. AIRBOURNE, wie AC/DC und ROSE TATTOO ebenfalls aus Australien, ist eine solche Band. Aber auch in Europa weiß man den Hard Rock mit Blues-Schlagseite zu schätzen.

MILLION DOLLAR RELOAD kommen aus Nordirland und spielen einen Sound, der eher nach den Vereinigten Staaten klingt. Das musikalische Potpourri, das dem Hörer auf “Anthems Of A Degeneration“ geboten wird reicht von AC/DC über alte BON JOVI, ein bisschen GUNS 'N ROSES und MÖTLEY CRÜE bis hin zu Poser Rock der Marke POISON. Wobei die Elemente letzt genannter Richtung sich glücklicherweise dezent im Hintergrund halten und lediglich dafür sorgen, dass die fünfzehn Songs des MILLION DOLLAR RELOAD-Debüts noch ein wenig radiokompatibler daher kommen, als sie es sowieso schon tun.

Die Nordiren geben sich aber nicht mit den typischen Songstrukturen und Ingredienzien (Talk Box und Cowbell dürfen natürlich nicht fehlen) zufrieden, wie man sie von oben genannten Bands kennt. Sie versuchen vielmehr den vorhandenen Bausteinen ihren eigenen Stempel zu verpassen. Dabei heraus kommen Stücke wie “Cold Hard Day“, das sogar ein wenig Southern Rock-Luft atmet. Generell ist Abwechslung ein Wort, welches bei MILLION DOLLAR RELOAD groß geschrieben wird, wobei die Einflüsse der Band zwar heraus zu hören sind, die Iren aber nicht dreisten Diebstahl betreiben. Man hat irgendwie immer das Gefühl, dass gleich “Dr. Feelgood“ mit großem “Appetite For Destruction“ vorbei kommt, um dann festzustellen, dass es doch eigene Riffs und Melodien sind, die man gerade hört. Das zeigen beispielweise der Opener “Give It All“, “Fire Your Guns“ oder auch “Tattoos And Dirty Girls“, die ohne Ende rocken, eigenständig sind, einfach Spaß machen und ihre Einflüsse trotzdem nicht verhehlen.

Die Produktion ist klar und besitzt die nötige Härte, um das Album nicht als Weichspülerscheibe durchgehen zu lassen. Die Gitarren braten ordentlich, Schlagzeug und Bass erzeugen genau den Druck, den die Songs der Band braucht und der Gesang balanciert gekonnt zwischen melodischen und rotzigen Passagen. Die Zutaten auf “Anthems Of A Degeneration“ stimmen einfach. Das fängt bei der guten Produktion an und hört bei den sehr starken Songs der Iren auf. Klar, das Rad erfinden MILLION DOLLAR RELOAD nicht neu. Den Stil, den sie spielen sicherlich auch nicht. Sie machen aber Spaß und klingen frisch. Und das alleine zählt.


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