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Beiträge von Colin
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Rezensionen verfasst von
Colin "metal.de"

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Invasion
Invasion
Wird angeboten von forever_rock-de
Preis: EUR 18,14

3.0 von 5 Sternen Kein Hit, aber in Ordnung, 22. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Invasion (Audio CD)
Bereits 1977 von Mark ‘The Shark’ Shelton gegründet, dauert es drei Jahre bis die aus Wichita stammende Formation MANILLA ROAD ihre erste Scheibe auf den Markt bringt. Nach zwei Demos, die der Band nicht den erhofften Plattenvertrag einbrachten, gründete man kurzerhand das Bandeigene Roadster Records Label. Die erste Veröffentlichung wurde “Invasion” getauft und damit der Grundstein für die kommenden Epic-Metal-Großtaten gelegt.

Wobei die Ausflüge in das Genre, das in ein paar Jahren unter dem Namen Epic-Metal bekannt werden sollte, auf dem Debütalbum von MANILLA ROAD noch eher zaghaft in Erscheinung treten. “Invasion” zeigt vor allem eine Band, die noch tief in den Siebzigern verwurzelt ist. Im Klartext heißt das, es gibt straighte Rocknummern ebenso zu hören wie psychedelisch gefärbte Stücke der Marke “The Dream Goes On”. Man kann hier durchaus schon das später typische Riffing vom Shark erkennen, doch klingen Stücke wie der genannte Opener oder “Far Side Of The Sun” noch nicht so zwingend, wie es in Zukunft der Fall sein sollte. Mit dem atmosphärischen Akustikstück “Centurian War Games” und dem ausufernden, schon erste epische Ansätze zeigenden “The Empire” können MANILLA ROAD schon zwei Volltreffer landen. Vor allem das dreizehn Minuten lange “The Empire” lebt von einem gelungenen Spannungsbogen und dem Wechselspiel zwischen ruhigen, psychedelischen Parts und harten Riffs und ausufernder Soli. Gerade auch “The Empire” zeigt das Potential, das sich hier verbirgt. Noch kann die Band ihre Ideen und die ihr eigene Energie aber noch nicht vollends fokussieren. Das belegen neben dem Opener auch “Cat And Mouse” und “Street Jammer”, die nett anzuhören sind, aus der Masse aber nicht herausstechen können. Was hingegen nicht für den Gesang vom Shark gilt, der schon auf dem Debütalbum zu polarisieren wusste und es auch heute noch tut.

“Invasion” geht als Debütalbum in Ordnung und ist vor allem für Allessammler interessant. Auf den Einkaufszettel muss die Platte aber nicht unbedingt geschrieben werden. Das Album ist sicherlich nicht langweilig und im geschichtlichen Kontext von MANILLA ROAD ebenfalls interessant, zwingend hingegen ist es nicht.

3 Sterne (5/10 Punkte)


Reanimated Homunculus
Reanimated Homunculus
Preis: EUR 20,56

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Saustarkes Comeback, 17. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Reanimated Homunculus (Audio CD)
PROTECTOR aus Wolfsburg hatten in den Achtzigern das Pech der späten Geburt. Während die Großen des deutschen Thrash schon um 1984 erste Ausrufezeichen setzen konnten (ob nun mit Veröffentlichungen oder noch im Demostadium), wurden PROTECTOR erst 1986 gegründet. Trotz guter bis sehr guter Platten wie "Golem" oder "Urm The Mad" konnte die Band nicht wirklich Anschluss finden. Besetzungswechsel, sowie eine stilistische Kurskorrektur vom Thrash- hin zum Death-Metal, taten ihren Teil dazu bei, dass PROTECTOR keine großen Erfolge feiern konnten. Mit "Reanimated Homunculus" versucht die Band nun erneut einen Fuß in die Tür zu bekommen.

Dabei handelt es sich bei dieser 'Reunion' nicht wirklich um eine. Lediglich Sänger Martin Missy, der die ersten Scheiben eingesungen hat, ist aus alten PROTECTOR-Tagen mit an Bord. Um sich hat der mittlerweile in Stockholm lebende Sänger drei einheimische Musiker geschart, die dem Sound von PROTECTOR nicht nur huldigen, sondern ihn auch wieder zurück zu seinen Wurzeln führen. Das heißt im Klartext, die Tendenz geht wieder eindeutig in Richtung Thrash Metal, was vor allem Freunde der ersten Releases freuen dürfte. Die Riffs von Gitarrist Michael Carlsson erinnern nicht selten nach einer Mischung aus alten PROTECTOR, sowie SODOM zur "Persecution Mania"-Phase und auch Sänger Martin klingt mit seinen giftigen Shouts wie zu seinen besten Zeiten. Überhaupt wirkt "Reanimated Homunculus" nicht wie die Scheibe einer Band, die durch eine Reunion noch einmal Aufmerksamkeit auf sich ziehen will. PROTECTOR zeigen sich hungrig, wie eine junge Band. Songs wie der Opener "Sons Of Kain", "Birth Of A Nation" oder "Holiday In Hell" atmen zu jeder Sekunde den Spirit der Achtziger und dürften jeden Thrasher in Verzückung oder zumindest bildlich angenehm in die goldene Ära des Thrash zurück versetzen. PROTECTOR präsentieren uns schneidige Riffs, aggressives Geknüppel, für die Band typische Songstrukturen und Arrangements. Also all das, wonach es dem Thrasher der alten Schule verlangt. Was hier nicht so ganz zu dem eigentlich schönen Old-School-Gesamtsound (die Gitarren sägen schön, sind aber keineswegs überproduziert) passen will, ist hingegen der Klang der Schlagzeugs. Die getriggerten Bassdrums harmonieren schlecht mit dem Sound der Gitarren, was unter dem Strich Abzüge in der B-Note bedeutet.

Dennoch dürfen sich Thrasher das Album, das mit einem gelungenen Kristian Wahlin-Cover ausgestattet ist, aber guten Gewissens auf den Einkaufszettel schreiben. PROTECTOR sind wieder da und setzen genau dort an, wo sie nach "Urm The Mad" aufgehört haben und das ist meiner Meinung nach gut so.

4 Sterne (8/10 Punkte)


The lord of steel - live
The lord of steel - live
Preis: EUR 12,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Unnötiger Release, 4. September 2013
Rezension bezieht sich auf: The lord of steel - live (Audio CD)
Fakt ist, dass Nummern wie "Expandable", "Thunder In The Sky" oder "El Gringo" live nicht annähernd die Magie entfalten, wie die Band es heute teilweise noch immer bei ihren Klassikern schafft. Gerade "El Gringo", das zu den besseren Nummern der letzten Scheibe gehört, wirkt auf "The Lord Of Steel Live" absolut zahnlos. Zahnlos ist auch die Produktion, bei der ich ehrlich gesagt nicht sicher bin, wie viel hier im Studio entstanden ist. Irgendwie passt da was nicht zusammen. Der Gitarrensound hört sich jedenfalls verdächtig nach externer Soundkarte der Marke Line6 oder ähnlichem an. Auch der Gesang kommt mit dem Hall viel zu 'sauber' aus den Boxen. Ich möchte da echt keinem zu nahe treten, aber wenn man zum Vergleich das erste Livealbum "Hell On Wheels" auflegt, ist das doch ein Unterschied wie Tag und Nacht. Ob der Sound einem jetzt Bauchschmerzen bereitet oder nicht, muss jeder 'Manowarrior' für sich selbst entscheiden.

Das viel größere Problem ist schlicht das Songmaterial. Die Stücke kommen live noch weniger zwingend als auf Platte daher und ich finde keinen Grund, warum ich hier eine Kaufempfehlung aussprechen sollte. Für mich riecht das Ganze nach Bereicherung unter dem Deckmantel den Fans etwas Gutes tun zu wollen.

2 Sterne (3/10 Punkte)


Ines de Castro - EP
Ines de Castro - EP
Preis: EUR 4,99

3.0 von 5 Sternen Noch nicht ausgereift, 29. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Ines de Castro - EP (Audio CD)
Im Prinzip bin ich es leid bei jeder zweiten Band mit weiblichem Gesang den NIGHTWISH-Vergleich zu ziehen. Im Fall der österreichischen Band NOSGOTH ist er hingegen angebracht. Die Grazer spielen nach eigener Aussage 'Opera-Metal' und liegen damit goldrichtig. Nach zwei Releases in den Jahren 2004 und 2006 bezeichnet die aktuelle 3-Track-EP "Inês De Castro" so etwas wie einen Neuanfang für die Band.

Nicht unbedingt musikalisch, denn die Band spielt nach wie vor Metal, der mit einer klassischen Komponente ergänz wird. Im Vordergrund steht dabei Frontfrau und Sopranistin Isabella Zündel, die hörbar eine klassische Gesangsausbildung genossen hat. Mit ihrer klaren Stimme steckt sie das Gros der Sangesdamen, die sich seit dem Erfolg von Tarja Turunen berufen fühlen in Bands zu singen, ohne mit der Wimper zu zucken in die Tasche. Hier sitzt jeder Ton perfekt und auch die Gesanglinien können überzeugen. Da kann der musikalische Unterbau leider nicht so recht mithalten. Die Riffs kommen aus dem traditionellen Heavy Metal, sind in der Form auch schon das eine oder andere Mal gehört worden. Dadurch grenzt sich die Band nicht von anderen Genrekollegen ab, sondern bietet zwar technisch sauber gespielten, aber keineswegs auffälligen Metal. Das finde ich etwas schade, denn das Potential der Band ist durchaus erkennbar. Hier ein gelungenes Riff, dort eine schöne Keyboardmelodie. Das reicht für eine eigene Identität leider nicht aus.

Wir reden hier nur über drei Nummern, aber mit zwei Alben im Rücken habe ich mir etwas mehr von NOSGOTH versprochen. Auf der anderen Seite kann man bei drei vorliegenden Tracks noch kein abschließendes Urteil fällen. Ich bin gespannt, wie sich die Band in Zukunft über die volle Albumdistanz schlägt. Potential ist, wie gesagt, vorhanden und auch die Idee, sich thematisch mit historischen Figuren auseinander zu setzen passt zu dem Bild, das NOSGOTH vermitteln. Da kann in Zukunft noch was kommen.


Impermanent Resonance
Impermanent Resonance
Preis: EUR 17,18

4.0 von 5 Sternen Gefällt überraschend gut, 27. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Impermanent Resonance (Audio CD)
Ich bin nicht der größte Fan von JAMES LaBRIEs Hauptband DREAM THEATER und stehe auch seinem Gesang eher kritisch gegenüber. Was ich allerdings anerkenne, sind der Arbeitseifer und die Professionalität, mit der der Sänger immer wieder an seine Projekte herangeht. Auch das neue, nunmehr dritte Studioalbum, das unter seinem Namen veröffentlicht wird, steht der gewohnten Herangehensweise in nichts nach. Abermals hat LaBrie mit seinem Hauskomponisten Guillroy zusammen gearbeitet und erneut kann man von einem gelungenen Album reden.

Dabei fällt "Impermanent Resonance" weit weniger progressiv aus als ich gedacht habe. Die Songstrukturen sind wesentlich direkter gehalten und die progressiven Elemente im Sound der LaBrie-Band gehen eher auf komplexere Riffs zurück. Die Songs auf "Impermanent Resonance" sind dem Hörer somit leichter zugänglich, bieten auf der anderen Seite aber auch genug Abwechslung, so dass keine Langeweile aufkommt. Gleiches gilt auch für das Schlagzeugspiel von Drummer Peter Wildoer, der immer wieder mit interessanten Fills und Breaks die Stücke bereichert. Einen Gang zurück geht es hingegen das Aggressionslevel der Platte betreffend. Die Metal-Attacken werden punktierter eingesetzt und weichen an einigen Stellen einer eher poppigen Melodieführung, der auf dem neuen Album mehr Raum eingeräumt wird. Die Platte bekommt hierdurch einen modernen Anstrich, der den Stücken gut zu Gesicht steht und "Impermanent Resonance" frisch wirken lässt. Songs wie "Undertow" oder "Lost In Fire", mit ihren Reminiszenzen in Richtung LINKIN PARK und ähnlich gelagerter Bands, klingen für Fans von LaBries Hauptband zunächst gewöhnungsbedürftig, keine Frage. Wer aber 'open-minded' an die Scheibe herangeht, wird ein Album entdecken, das sich mit jedem Durchlauf weiter entwickelt und auch immer wieder den Weg in den Player der Fans finden dürfte.

Was "Impermanent Resonance" hingegen abgeht, ist trotz der eingängigeren Ausrichtung der Platte, der Hitfaktor. Die Songs sind alle melodisch und bleiben auch im Ohr, aber die Gänsehautmomente gehen dem dritten Longplayer von JAMES LaBRIE ab. Als Beispiel hierfür nenne ich einmal die gelungene (Halb-)Ballade "Say You're Still Mine", die zwar Airplay-Potential besitzt, aber trotz des eingängigen Refrains und der schönen Arrangements nicht als 'Hit' durchgeht. So geht es vielen Songs des neuen Albums - gut, aber nicht überragend. Wer sich an diesen minimalen Mängeln nicht stört, sollte "Impermanent Resonance" eine Chance geben. Die-Hard-Fans wissen sowieso was zu tun ist.

4 Sterne (7/10 Punkte)


Converse Chuck Taylor All Star 015860-70-10 AM, Unisex - Erwachsene Sneakers, Blau (Navy),  44.5 EU (10.5 UK)
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Preis: EUR 44,05

5.0 von 5 Sternen DER Klassiker, 13. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Was soll man zu den 'Chucks' noch großartig schreiben? Der perfekte Freizeitschuh. Super verarbeitet, bequem zu tragen und vor allem zeitlos im Design. 'Chucks' kommen nie aus der Mode und machen nicht nur bei Marty McFly 'nen schlanken Fuß. :-D
Im Ernst, dieser Schuh ist zu Recht schon seit so langer Zeit bei Jung und Alt beliebt. Definitiv das beste Produkt aus dem Hause Converse.


Mark of the Beast
Mark of the Beast
Preis: EUR 19,42

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein schlechtes Debüt - aber auch kein Knaller, 13. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Mark of the Beast (Audio CD)
Mit SIGN OF THE JACKAL macht sich erneut ein Newcomer in Sachen traditionellem Metal auf den Weg in den Fokus der Öffentlichkeit. "Mark Of The Beast" heißt das Debütalbum der Italiener und es hat erfreulich wenig mit epischem Kitsch, wie man ihn von anderen Bands aus Italien kennt, zu tun. Auch mit der okkulten Rockszene haben SIGN OF THE JACKAL, abgesehen von einigen thematischen Parallelen, nicht so viel gemein. "Mark Of The Beast" enthält keine ausgedehnt bombastischen Frickelpassagen, aber auch keine deutlichen Seventies Reminiszenzen, wie es bei ähnlich gelagerten Bands der Fall ist.

SIGN OF THE JACKAL gehen ihre Musik wesentlich basischer an, als viele ihrer Landsleute. Zwei Gitarren, die zudem nur dezent auf Twin-Leads setzen, Bass, Drums und mit Frontfrau Laura Coller hat die Band eine Sängerin in ihren Reihen, die über eine ziemliche Rockröhre verfügt, die sich phasenweise wie eine dreckigere Version von DORO anhört. Dementsprechend gehen Songs wie der Opener "Heavy Metal Possession", "Fight For Rock" oder "Sign Of The Jackal" gezielt nach vorne und setzen eher auf Energie, als auf technische Kabinettstückchen. Handwerklich kann man der Band hierbei nichts vorwerfen. Die Songs sind alle sauber gespielt und kompetent arrangiert worden. Stücke wie "Night Of The Undead" verfügen auch über einen gewissen Hymnencharakter und auch die textlichen Themen (u.a. alte Horror-Filme) wissen zu gefallen. So ganz will der Funke dann aber doch nicht überspringen. Mir fehlt ein wenig der 'aha'-Effekt und die packenden Momente, die Gänsehaut erzeugen und mich verleiten den Repeat-Knopf zu drücken.

SIGN OF THE JACKAL haben zweifellos gute Ideen. Auch den textlichen Ansatz und das Old-School-Cover, das schön in die MERCYFUL FATE Richtung geht, finde ich gelungen. Das Nachhaltige fehlt mir allerdings auch nach etlichen Durchläufen von "Mark Of The Beast" noch. Auf der anderen Seite dürfte die Musik von SIGN OF THE JACKAL live wiederum hervorragend funktionieren. Unter dem Strich haben die Italiener ein souveränes Debüt abgeliefert, das sich sowohl Fans von okkultem Metal/Rock, als auch Traditionalisten gerne anhören dürfen.

3 Sterne (6/10 Punkte)


Wild Racer
Wild Racer
Preis: EUR 19,55

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Stark gemachter Metal, 25. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Wild Racer (Audio CD)
Ich bekam bei einem Interview mit VOIVOD auf die Frage, warum so viele gute und außergewöhnliche Bands aus Kanada kommen, einmal zur Antwort, dass in dem Land recht wenige Menschen leben und man es sich nicht leisten könne, schlechte Musik zu machen. Klingt plausibel. In Fall von AXXION giert eine weitere talentierte Band mit ihrem Debütalbum "Wild Racer" nach Aufmerksamkeit. Dabei ist die Musik von AXXION (sprich: Action) nicht unbedingt außergewöhnlich, wenn man sie im Kontext mit Gruppen wie VOIVOD, ANNIHILATOR oder RUSH sieht, dafür hört man der Band aber an, dass sie mit Herzblut an die Sache herangeht und es durchaus ernst meint.

Musikalisch reden wir hier von traditionellem Metal, wie ihn die Landsmänner von SKULL FIST auch zelebrieren. Die musikalische Nähe zu der Band um Jackie Slaughter lässt sich nicht nur am Gesang von Dirty D Kerr - der sich verdächtig nach dem SKULL FIST Frontmann anhört - festmachen, sondern auch songtechnisch geht es auf "Wild Racer " in die gleiche Richtung. Was auf der anderen Seite nicht verwundert, immerhin hat die Hälfte der Band schon in den Diensten von SKULL FIST gestanden. Für die Musik heißt das, die Riffs kommen knackig und unruhig aus dem Boxen (selten steht ein Akkord länger als einen Takt), Schlagzeugerin Alison Thunderland tritt ihre Mitmusikern gekonnt in den Hintern und schafft es dabei noch treibende Grooves zu spielen. Darüber steht die Stimme von Dirty D, der die gesangliche Höhe betreffend immer an der Schmerzgrenze agiert. Das muss man natürlich mögen, aber da ich auch SKULL FIST nicht abgeneigt bin, kann ich mit den hohen Vocals gut leben. Songs wie der titelgebende Opener, "Tonight", "On The Edge" oder "Still Hungry" kann man sich auch nur schwer in einer anderen Tonlage vorstellen. Die Songs fesseln den Hörer und Ausfälle kann man auf "Wild Racer" keine ausmachen. Wenn man etwas bemängeln könnte, dann, dass AXXION noch mehr an einer eigenen Identität arbeiten müssen.

Die Band kupfert nicht blind ab und man kann auch Bands wie GRIM REAPER oder RIOT im Sound der Kanadier ausmachen. Gänzlich mit eigener Note versehen ist das Debüt von AXXION aber noch nicht. Allerdings klingen die Songs frisch und vor allem, wie schon erwähnt, mit viel Herzblut eingespielt. AXXION haben Spaß bei dem, was die machen und das kann man deutlich hören. Traditionelle Metaller, die sich für oben genannte Bands erwärmen können, sollten sich AXXION auf den Einkaufszettel schreiben.


The Fourth and Final Horseman (Limited First Edition im Digipack inkl. Bonustracks)
The Fourth and Final Horseman (Limited First Edition im Digipack inkl. Bonustracks)
Preis: EUR 19,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen So geht True Metal, 18. Juli 2013
LONEWOLF sind schon lange keine Unbekannten im Underground. Die Band hat sich durch zahlreiche Auftritte eine kleine, aber treue Fangemeinde erspielt und konnte in der Vergangenheit vor allem auf dem Live-Sektor überzeugen. Mit "The Fourth And Final Horseman" legt die Truppe um Sänger/Gitarrist Jens Börner bereits ihr siebtes Album vor. Die musikalische Ausrichtung hat sich seit dem letzten Album "Army Of The Damned" glücklicherweise nicht geändert, was Fans der Band freuen dürfte.

Das wiederum ruft aber erneut die Kritiker der Band auf den Plan. Die Nähe zu einigen Szenegrößen des teutonischen Stahls wird LONEWOLF seit jeher vorgeworfen. Man kann die durchaus vorhandenen Einflüsse natürlich auch auf "The Fourth And Final Horseman" (teilweise deutlich) heraushören, aber die Franzosen adaptieren nicht blind die Riffs der Vorbilder. Dass sich einige der Melodien nach RUNNING WILD anhören, wie beispielsweise in "The Brotherhood Of The Wolves", lässt sich nicht von der Hand weisen und auch die älteren HELLOWEEN werden hier und da zitiert. Das kann man der Band natürlich negativ auslegen. Allerdings hat das ehemalige Heavy-Metal-Flaggschiff RUNNING WILD so fesselnde Melodien schon seit 1996 nicht mehr auf die Kette gekriegt (die packenden zweistimmigen Gitarrenduelle liegen bei HELLOWEEN sogar noch länger zurück). Deshalb kann ich mit den Reminiszenzen gut leben. Das wäre natürlich anders, wenn das Material songwriterische Schwächen aufweisen würde, tut es aber nicht. Stücke wie der die Platte abschließende Ohrwurm "Destiny", "Hellride", der Titeltrack oder "Dragonriders" gehören definitiv mit zum Besten, was der True Metal momentan zu bieten hat und bringt alle Facetten des Genres gut auf den Punkt. Es gibt haufenweise Mitsinghymnen, kernige Riffs, wunderbare Gitarrenmelodien und ansprechende Arrangements auf "The Fourth And Final Horseman" zu hören. Verglichen mit ihren vorherigen Alben haben sich LONEWOLF im kompositorischen Bereich sogar noch gesteigert.

Zwar zündet nicht jede Nummer auf Anhieb und auch der Gesang von Jens Börner ist sicherlich gewöhnungsbedürftig. Dennoch können LONEWOLF mit ihrem neuen Album spätestens nach drei Durchläufen überzeugen und ich kann für Genrefreunde ohne schlechtes Gewissen eine Kaufempfehlung aussprechen. "The Fourth And Final Horseman" eignet sich hervorragend die nächste Gartenparty mit dem Kumpels musikalisch zu untermalen. Macht Spaß, dat Dingen.


Dio - Finding the Sacred Heart: Live in Philly 1986
Dio - Finding the Sacred Heart: Live in Philly 1986
DVD ~ Ronnie James Dio
Wird angeboten von collectorsheaven
Preis: EUR 12,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pflichtkauf für Fans, 24. Juni 2013
Ich habe mich schon kurz nach Ronnie James Dios Tod gefragt, wie es mit seinem Vermächtnis wohl weitergehen und ob er auch ein typisches Opfer von Leichenfledderei werden würde. Bislang hat seine Witwe Wendy die Sache aber wohl gut im Griff und so sind noch keine obskuren ‘Best Of’-Alben oder die Diskographie lieblos wiederveröffentlicht worden. Dafür gebührt ihr der Dank der ganzen Szene. Viel zu oft schon ging es nach dem Tod eines populären Musikers primär um Geld und nicht um Respekt gegenüber dem Schaffen des verstorbenen Künstlers. Mit “Finding The Sacred Heart (Live In Philly 1986)” hat Wendy Dio jetzt aber ein Juwel zur Veröffentlichung frei gegeben, dass sich Fans von DIO sofort auf den Einkaufszettel schreiben müssen.

Wie der Titel schon verrät, wurde die DVD 1986 in Philadelphia (USA) während der Tour zum dritten DIO-Album “Sacred Heart” mitgeschnitten. Die Video- und Tonaufnahmen wurden remastert, was man deutlich hören kann. Der Authentizität schadet das aber nicht, denn die Konzertatmosphäre wird hierdurch nicht beeinträchtigt und über die Fähigkeiten der Musiker muss man eigentlich keine Worte mehr verlieren. Craig Goldy ersetzt den vor der Tour ausgestiegenen Vivian Campbell optimal und kann mit seinem Gitarrenspiel absolut überzeugen. Mit Vinny Appice (Drums) und Jimmy Bain (Bass) befindet sich zudem eine der stärksten Rhythmusgruppen der Achtziger in den Reihen der DIO-Band. Auch die Kameraführung ist sehr gelungen. Hektische Schnitte gibt es nicht, so dass die Kameras gerne auch mal länger bei einem Musiker verweilen, was mir persönlich besser gefällt, als so manche aktuelle Aufnahme. Hektische Kameraschwenks wären bei der opulenten Show von DIO aber definitiv fehl am Platz, denn man möchte doch jedes Detail des Bühnenaufbauten begutachten können. Höhepunkt der Show ist natürlich Ronnie James Dios Kampf gegen den Drachen in “Sacred Heart”, der heute showtechnisch obsolet wirkt, aber im Kontext von DIOs Musik wie die Faust auf das berühmte Auge passt.

Man kann an dieser Stelle trefflich darüber streiten, ob die Show ein Drum-, ein Gitarren- und ein Keyboardsolo braucht, aber vermutlich wird - da die Bühne beinahe komplett dunkel gehalten ist – während der Soli einfach der Drache konstruiert. Das kann man nachvollziehen, ist auf der anderen Seite aber ärgerlich, weil so einige Klassiker lediglich in Form von Medleys zum Zug kommen. Generell möchte ich über die Setlist nicht mosern, aber es ist zu erkennen, dass die Songs vom “Sacred Heart”-Album qualitativ nicht ganz an Nummern wie “Rainbow In The Dark”, “Don’t Talk To Strangers”, BLACK SABBATHs “Heaven And Hell” oder “We Rock” anknüpfen können (mit Ausnahme von “Hungry For Heaven” und dem Titeltrack vielleicht). Ein Makel, über den man aber generös hinwegsehen kann, denn als Fan wird man hier trotzdem wunderbar unterhalten.

Zu meckern gibt es also nicht viel, zumal sich auch das Bonusmaterial sehen lassen kann und ein paar interessante Infos für den Zuschauer parat hält. Aufgrund des visuellen Aspekts würde ich die DVD der ebenfalls erhältlichen Doppel-CD jederzeit vorziehen, da die Magie von DIOs Musik hier ihre ganze Wirkung entfaltet. Wie oben schon erwähnt, ist “Finding The Sacred Heart – Live In Philly 1986” für DIO-Fans ein Muss. Musikalisch und theatralisch alles top und neben den hervorragenden Leistungen der Musiker, zeigt die DVD vor allem eines: DIO wird auch im dritten Jahr seines Ablebens von der Szene schmerzlich vermisst.


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