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Rezensionen verfasst von
Colin "metal.de"

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The Evolution of Chaos
The Evolution of Chaos
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Muss man im Schrank stehen haben, 31. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: The Evolution of Chaos (Audio CD)
Neunzehn verdammte Jahre mussten wir auf ein neues Lebenszeichen von HEATHEN warten. Das mittlerweise offiziell und zwischenzeitlich als kostenloser Download auf der Homepage veröffentlichte “Recovered“ enthielt Neueinspielungen und Coverversionen, aber keinerlei neues Songmaterial. Jetzt aber hat Lee Altus (EXODUS) ein Erbarmen und kredenzt uns ganze elf neue Tracks, vereinigt auf dem aktuellen Album “The Evolution Of Chaos“.

Gespannt auf das Album war ich sowieso schon, als HEATHEN dann aber auf dem Rock-Hard-Festival im letzten Jahr einige Appetizer spielten, stieg die Spannung quasi ins Unermessliche und die bange Frage, ob sie an ein Meisterwerk wie “Victims Of Deception“ noch einmal herankommen würden, stand viel zu lange unbeantwortet im Raum. Die Antwort liegt nun in Form von “The Evolution Of Chaos“ vor und bläst einen sofort mit den ersten Takten des, schön mit orientalisch gehaltenen Licks unterlegten, Openers “Dying Season“ an die Wand. HEATHEN haben nichts verlernt und klingen absolut frisch und motiviert. Lee Altus und Kragen Lum schütteln sich dermaßen viele geile Riffs und Licks aus den Ärmeln, das es bei anderen Bands locker für zwei Alben gereicht hätte. Dabei lassen sie aber nicht nur die Thrash-Keule kreisen wie in “Control By Chaos“, sondern legen das Augenmerk auch auf melodische Parts und Twin-Leads. Das belegt nicht nur das über elf Minuten lange “No Stone Unturned“, welches durch viele Rhythmuswechsel und auch klug eingesetzte akustische Passagen sehr abwechslungsreich und zu keinem Zeitpunkt langweilig daher kommt.

Auch die kürzeren Nummern wie “Arrows Of Agony“, das vom Riffing her latent an EXODUS erinnernde “Fade Away“ oder “Bloodkult“ kommen gleichermaßen aggressiv wie abwechslungsreich aus den Speakern. Ausfälle gibt es auf „The Evolution Of Chaos“ nicht einmal ansatzweise zu finden. Selbst ein für HEATHEN eher untypischer Track wie “A Hero’s Welcome“, der über weite Strecken von akustischen Gitarren und einem stimmlich absolut auf der Höhe agierenden David White getragen wird, funktioniert perfekt. Ungewöhnlich wirkt die Nummern auch aufgrund des atmosphärischen Arrangements, passt aber dennoch optimal in den Kontext des Albums. Gleiches gilt für “Red Tears Of Disgrace“, welches ebenfalls sehr atmosphärisch beginnt, um sich dann in einen Headbanger ersten Güte zu verwandeln, der zum Solo hin richtiggehend explodiert. Die übrigen Nummern weisen genau wie die bereits genannten Stücke die typischen HEATHEN-Trademarks auf und können auch restlos überzeugen, da sie absolut in der Bay-Area-Tradition stehen.

HEATHEN haben sich mit “The Evolution Of Chaos“ eindrucksvoll zurück gemeldet. Wer weiß, wo die Band jetzt stehen würde, wenn sie “The Evolution Of Chaos“ im normalen Albumzyklus und nicht erst neunzehn Jahre später herausgebracht hätte. Wie dem auch sei. Fakt ist, dass HEATHEN ein Comeback-Album auf den Markt gebracht haben, dass keine Schwachpunkte aufweist und ebenbürtig neben “Victims Of Deception“ steht. Definitiv ein Highlight des Jahres 2010, das Fans sofort abgreifen sollten.


Forced to fight
Forced to fight

3.0 von 5 Sternen Muss man nicht im Schrank stehen haben, 31. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Forced to fight (Audio CD)
Seit ca. zehn Jahren thrashen sich HATCHERY schon munter durch den Underground und können dabei zwei Demos und einen kompletten Longplayer vorweisen. Mit “Forced To Fight“ steigt nun Full-Length-Album Nummer zwei in den Ring und kann sich ohne Zweifel hören lassen, wenn auch mit einer kleinen Einschränkung.

Musikalisch bewegen sich HATCHERY zwischen Thrash-Metal und…ähm…Thrash-Metal. Dabei bieten die aus dem Rhein-Neckar-Dreieck stammenden Thrasher eine ansprechende Mischung aus amerikanischem und europäischem Thrash-Metal, die weder zu technisch daher kommt, noch primitives Gerumpel enthält. Ein wenig EXODUS hier, da ein bisschen DESTRUCTION und obendrauf einen Schuss LIVING DEATH. Musikalisch kann man echt schlechtere Referenzen haben, wobei HATCHERY nicht stumpf abkupfern, sondern höchstens mal eine Verbeugung in Richtung der alten Helden machen. Der Titelsong beispielsweise verweist dezent in Richtung ANTHRAX (“Caught In A Mosh“).

Generell sind die Songs aber ansprechend arrangiert worden, so dass sich auf dem Album eine ausgewogene Mischung zwischen schnellen und langsameren Nummern befindet. Neben Abrissbirnen wie etwa “Nothing“ stehen Songs wie “Under One Flag“, die primär im Mid-Tempo gehalten sind und so wunderbar zum Matte schütteln einladen. Außerdem haben die Jungs mit “Thrash Metal Union“ auch noch einen Band-Hit am Start. HATCHERY verstehen es dabei, die Songs auf den Punkt richtig in Szene zu setzen. Keines der zehn Stücke kommt über fünf Minuten ins Ziel, was zeigt, dass sich die Band auf das Wesentliche konzentriert und Experimenten keinen Spielraum lässt. Da HATCHERY sich der alten Schule verschrieben haben, ist das sehr löblich und altbacken wirken die Songs deswegen aber nicht.

Der einzige wirkliche Kritikpunkt an “Forced To Fight“ ist das Geshoute von Fronter Christian “Zottel“ Müller. Der gute Mann wird wissen, dass er mit seiner Stimme extrem polarisierend wirkt. Ähnlich wie Toto von LIVING DEATH bewegt er sich in einer völlig eigenen Stimmlage. Zottel schreit sich in einer gefühlten Heiserkeit durch das Album, dass beim Zuhören die eigenen Stimmbänder anfangen zu schmerzen. Zudem kommen die Vocals sehr dünn daher und können sich nicht wirklich gegen die guten Riffs durchsetzen. Der Gesang bleibt natürlich, wie alles andere auch, Geschmackssache. Rein objektiv betrachtet, stört er aber ein Stück weit den Gesamteindruck der Scheibe. Mit kräftigeren Vocals wären hier definitiv mehr Punkte drin gewesen, denn das Gesamtpaket (also Songs, Produktion, Verpackung) weiß absolut zu überzeugen. Checkt die Band am besten selbst aus.


Moshpit
Moshpit
Preis: EUR 16,11

3.0 von 5 Sternen Ragt aus der Masse nicht heraus, 31. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Moshpit (Audio CD)
Das sechste Album von FATES WARNING gilt völlig zu Recht als Klassiker des Progressive-Metal. Das 1991 erschienene “Parallels“ zeigt die Band auf einem kreativen Zenit. Die spürbare Wandlung vom epischen Heavy-Metal der ersten drei Alben über anspruchsvolle Kompositionen mit noch immer präsenten Heavy-Metal-Roots (“No Exit“) hin zu reiner progressiver Musik (“Perfect Symmetry“), wurde mit “Parallels“ abgeschlossen und etablierte FATES WARNING spätestens jetzt im Lager des Progressive-Rock. Im Rahmen der Re-Issue-Reihe von Metal Blade Records kommt diese wunderbare Scheibe also zu neuen Ehren.

Das von Terry Brown (u.a. RUSH) produzierte und mit einem ebenso warmen wie differenzierten Sound versehene Juwel pendelt gekonnt zwischen musikalischem Anspruch, der sich in vielen vertrackten Rhythmen und Taktwechseln äußert und melodischen Hooklines. Die Eingängigkeit ist ein wichtiger Gegenpol zur Musikalität innerhalb der Songs, was Nummern wie “Point Of View“ oder “Life In Still Water“ sowohl für Technik-Fans als auch für Liebhaber von schönen, eingängigen und fernab von Kirmesmusik beheimateten Melodien interessant macht. Hinzu kommen noch Göttergaben wie “The Eleventh Hour“ oder “Eye To Eye“. Erstgenannter Song bringt die Quintessenz von “Parallels“ in etwas über acht Minuten wohl am besten auf den Punkt. Hier werden alle Facetten im Sound, die man von FATES WARNING kennt und erwartet, aufgefahren. Das Stück ist sowohl komplex als auch eingängig; gleichermaßen emotional wie technisch und berührt so den Hörer. So muss Progressive-Metal klingen. “Eye To Eye“ hingegen wäre ein potentieller Singlehit gewesen, wenn sich die Hörgewohnheiten der Fans zu dieser Zeit nicht drastisch geändert hätten und Airplay für diese Art Musik quasi gegen Null tendierte. So bleibt zu “Parallels“ zu sagen, dass FATES WARNING hier ein Album veröffentlich haben, welches kommerziell nicht sonderlich erfolgreich war, sich aber auch noch heute mit allen Genreveröffentlichungen messen kann.

Da bei den Re-Issues aus dem Hause Metal Blade immer tonnenweise Bonusmaterial beigegeben wird, ist auch “Parallels“ bis zum Rand voll mit zusätzlichem Material. Die zweite CD dieses Packages enthält neben acht Live-Tracks in guter Soundqualität aus dem Jahr 1992 noch sechs der acht Songs von “Parallels“ als Pre-Production Demos. Diese Versionen sind den finalen Albumversionen sehr ähnlich, jedoch kann man hier gut hören wie sich die Stücke im Studio noch entwickelt haben. Der Sound ist trocken, aber bei den meisten Nummern ansprechend. Für Fans sind diese Bonussongs sicherlich interessant. Der dritte Silberling enthält die obligatorische DVD. Neben einem 75-minütigen Konzertmitschnitt, dessen Sound Bootlegniveau hat. Negativer Punkt des Gigs ist die Kameraführung, die sich von heutigen Youtube-Handy-Mitschnitten nicht wirklich unterscheidet. Sei’s drum. Für Leute, die die Band noch nie, oder zu dieser Zeit, noch nie live gesehen haben, ist das Konzert trotzdem sehenswert. Weiterhin sind auf der DVD noch Interviews mit den Bandmitgliedern, Videoclips und ein “Making-Of“ von “Parallels“ zu sehen. Das “Making-Of“ ist sehenswert, da hier nicht nur die Musiker, sondern alle Leute, die mit der Produktion zu tun hatten, zu Wort kommen und retrospektiv Stellung zu den einzelnen Songs des Albums beziehen. Untermalt werden die Kommentare der beteiligten Personen durch Livesequenzen, die soundtechnisch besser sind als das Konzert. Warum auch immer. Das “Making-Of“ dürfte sowohl für alte Fans, als auch für Neueinsteiger interessant sein, da sich hier ganz offensichtlich Mühe gegeben wurde.

Alles in allem ist “Parallels“ also ein rundum gelungenes Package, das nicht nur eine grandiose Scheibe erneut in den Fokus rückt, sondern auch mit einer Vielzahl an interessanten Bonusmaterialien aufwartet. Wie bei eigentlich allen Wiederveröffentlichungen aus dem Hause Metal Blade Records kann man hier nur sagen: Daumen hoch!


Parallels-Expanded Edition
Parallels-Expanded Edition
Preis: EUR 21,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniales Paket, 31. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Parallels-Expanded Edition (Audio CD)
Das sechste Album von FATES WARNING gilt völlig zu Recht als Klassiker des Progressive-Metal. Das 1991 erschienene “Parallels“ zeigt die Band auf einem kreativen Zenit. Die spürbare Wandlung vom epischen Heavy-Metal der ersten drei Alben über anspruchsvolle Kompositionen mit noch immer präsenten Heavy-Metal-Roots (“No Exit“) hin zu reiner progressiver Musik (“Perfect Symmetry“), wurde mit “Parallels“ abgeschlossen und etablierte FATES WARNING spätestens jetzt im Lager des Progressive-Rock. Im Rahmen der Re-Issue-Reihe von Metal Blade Records kommt diese wunderbare Scheibe also zu neuen Ehren.

Das von Terry Brown (u.a. RUSH) produzierte und mit einem ebenso warmen wie differenzierten Sound versehene Juwel pendelt gekonnt zwischen musikalischem Anspruch, der sich in vielen vertrackten Rhythmen und Taktwechseln äußert und melodischen Hooklines. Die Eingängigkeit ist ein wichtiger Gegenpol zur Musikalität innerhalb der Songs, was Nummern wie “Point Of View“ oder “Life In Still Water“ sowohl für Technik-Fans als auch für Liebhaber von schönen, eingängigen und fernab von Kirmesmusik beheimateten Melodien interessant macht. Hinzu kommen noch Göttergaben wie “The Eleventh Hour“ oder “Eye To Eye“. Erstgenannter Song bringt die Quintessenz von “Parallels“ in etwas über acht Minuten wohl am besten auf den Punkt. Hier werden alle Facetten im Sound, die man von FATES WARNING kennt und erwartet, aufgefahren. Das Stück ist sowohl komplex als auch eingängig; gleichermaßen emotional wie technisch und berührt so den Hörer. So muss Progressive-Metal klingen. “Eye To Eye“ hingegen wäre ein potentieller Singlehit gewesen, wenn sich die Hörgewohnheiten der Fans zu dieser Zeit nicht drastisch geändert hätten und Airplay für diese Art Musik quasi gegen Null tendierte. So bleibt zu “Parallels“ zu sagen, dass FATES WARNING hier ein Album veröffentlich haben, welches kommerziell nicht sonderlich erfolgreich war, sich aber auch noch heute mit allen Genreveröffentlichungen messen kann.

Da bei den Re-Issues aus dem Hause Metal Blade immer tonnenweise Bonusmaterial beigegeben wird, ist auch “Parallels“ bis zum Rand voll mit zusätzlichem Material. Die zweite CD dieses Packages enthält neben acht Live-Tracks in guter Soundqualität aus dem Jahr 1992 noch sechs der acht Songs von “Parallels“ als Pre-Production Demos. Diese Versionen sind den finalen Albumversionen sehr ähnlich, jedoch kann man hier gut hören wie sich die Stücke im Studio noch entwickelt haben. Der Sound ist trocken, aber bei den meisten Nummern ansprechend. Für Fans sind diese Bonussongs sicherlich interessant. Der dritte Silberling enthält die obligatorische DVD. Neben einem 75-minütigen Konzertmitschnitt, dessen Sound Bootlegniveau hat. Negativer Punkt des Gigs ist die Kameraführung, die sich von heutigen Youtube-Handy-Mitschnitten nicht wirklich unterscheidet. Sei’s drum. Für Leute, die die Band noch nie, oder zu dieser Zeit, noch nie live gesehen haben, ist das Konzert trotzdem sehenswert. Weiterhin sind auf der DVD noch Interviews mit den Bandmitgliedern, Videoclips und ein “Making-Of“ von “Parallels“ zu sehen. Das “Making-Of“ ist sehenswert, da hier nicht nur die Musiker, sondern alle Leute, die mit der Produktion zu tun hatten, zu Wort kommen und retrospektiv Stellung zu den einzelnen Songs des Albums beziehen. Untermalt werden die Kommentare der beteiligten Personen durch Livesequenzen, die soundtechnisch besser sind als das Konzert. Warum auch immer. Das “Making-Of“ dürfte sowohl für alte Fans, als auch für Neueinsteiger interessant sein, da sich hier ganz offensichtlich Mühe gegeben wurde.

Alles in allem ist “Parallels“ also ein rundum gelungenes Package, das nicht nur eine grandiose Scheibe erneut in den Fokus rückt, sondern auch mit einer Vielzahl an interessanten Bonusmaterialien aufwartet. Wie bei eigentlich allen Wiederveröffentlichungen aus dem Hause Metal Blade Records kann man hier nur sagen: Daumen hoch!


Ashes to Ashes-Live
Ashes to Ashes-Live
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bärenstarke Liveplatte, 31. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Ashes to Ashes-Live (Audio CD)
Früher waren es Live-Alben, die veröffentlicht wurden um einen bestimmten Karriereabschnitt einer Band nochmals festzuhalten. Heute gibt es dafür die DVD, die sich eigentlich auch als das beste Medium für ein solches Vorhaben eignet. Neben den obligatorischen Live-Mitschnitten kann man den Fans zusätzliche Interviews, Fotogalerien und allerlei anderes Material kredenzen. Auf der anderen Seite kommen jeden Monat unzählige DVDs auf den Markt, die sich qualitativ stark voneinander unterscheiden.

Mit “Ashes To Ashes” legen uns die Doom-Könige CANDLEMASS nun ebenfalls eine neue DVD auf den Tisch und ich muss sagen, dass diese Veröffentlichung durchaus Sinn macht. Nach dem grandiosen Comeback-Album, schlicht “Candlemass” betitelt, kriselte es hinter den Kulissen ziemlich schnell wieder zwischen Sänger Messiah Marcolin und dem Rest der Band, so dass eine weitere Zusammenabreit irgendwann einfach nicht mehr möglich war. Als neuer Sänger, und laut Bandleader Leif Edling einzige Alternative zum Messiah, wurde SOLITUDE AETERNUS-Sänger Robert Lowe ins Boot geholt und die famosen Alben “King Of The Grey Islands” und “Death Magic Doom” veröffentlicht. Ein guter Zeitpunkt also, um sich mit einer neuen DVD zu präsentieren.

Enthalten sind auf “Ashes To Ashes” der ungefähr siebzig Minuten lange Gig vom “Sweden Rock Festival” 2009 und eine Clubshow in Athen aus demselben Jahr (ca. 100 Minuten). Miteinander verglichen zeigen die beiden Gigs vor allem, dass die Musik von CANDLEMASS sowohl bei Tageslicht und vor großem Auditorium, als auch in einem kleinen Club funktioniert. Neben Klassikern wie “At The Gallows End” oder “Solitude” werden auch neue Nummern wie das flotte “If I Ever Die” vom Publikum abgefeiert, da Robert Lowe die alten Songs ebenso intensiv intoniert, wie es seinerzeit Messiah Marcolin tat, und die Band sich insgesamt äußerst agil und spielfreudig präsentiert. Diese Spielfreude wird bei beiden Gigs auf das Publikum übertragen, was den Genuss dieser DVD erhöht. Fairerweise muss man aber auch attestieren, dass der Gig in Athen eher einer typischen CANDLEMASS-Show entspricht, da sich die Songs in dunklerer Atmosphäre eben doch ein Stück weit besser entfalten. Trotzdem sind beide Konzerte sehenswert und vermitteln einen guten Eindruck von der Magie, die CANDLEMASS live entfesseln.

Als Bonus sind auf der DVD – die in dem Package auch die CD-Version des “Sweden Rock”-Gigs enthält – ein knapp halbstündiges Interview mit den Kollegen vom griechischen Metal Zone-Magazin und eine Fotogalerie zu den jeweiligen, oben beschriebenen Konzerten zu finden. Das Interview ist sehenswert, weil sich Leif Edling hier detailliert zur Geschichte der Band und der aktuellen Situation äußert. Da CANDLEMASS das Augenmerk schon im Vorfeld auf eine Live-DVD gelegt haben, ist es zu verschmerzen, dass das Bonusmaterial eher dürftig ausfällt. Im Gegenzug dafür bekommt der Fan zwei schöne Konzerte der Band (beim “Sweden Rock”- Gig sogar inklusive der RAINBOW-Coverversion “Kill The King”) geboten, die absolut Lust machen, die Band mal wieder live zu erleben. Eine gute und passende Momentaufnahme einer immer noch sehr starken Band.


Anshur-Za
Anshur-Za
Preis: EUR 16,88

4.0 von 5 Sternen Eigenwillig, aber nicht schlecht, 31. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Anshur-Za (Audio CD)
Bereits ihr fünftes Album veröffentlichen die Polen von THY DISEASE dieser Tage. “Anshur ZA“ heißt das aktuelle Werk der aus Krakau stammenden und schon seit zehn Jahren aktiven Band. In ihrer Heimat Polen ist die Band gut angesagt und hat dort schon etliche Gigs und Touren mit u.a. KRISIUN, CANNIBAL CORPSE oder ihren Landsleuten von VADER gespielt. Verschrieben haben sich THY DISEASE dem mit Industrial-Elementen angereicherten Death-Metal. Dadurch entsteht interessante Mischung zu der man die Polen eigentlich nur beglückwünschen kann.

Wobei einigen Fans die Präsenz der Synthesizer ein wenig sauer aufstoßen könnte, da sie hier und da dann doch ein wenig die Brutalität aus den Kompositionen nehmen. An anderer Stelle wiederum erzeugen sie kombiniert mit den Riffs eine bedrohliche, endzeitliche Atmosphäre und fügen sich hervorragend in den Bandsound ein. THY DISEASE sehen jedenfalls weit über den Tellerrand hinaus und sorgen auf “Anshur ZA“ so für einen enormen Abwechslungsreichtum, der auch der modernen Ausrichtung der Band geschuldet ist. Neben den typischen Death-Metal-Growls setzt Sänger Psycho auch gerne cleane Gesänge als Stilmittel ein, was gerade in den Refrains gut zur Nachhaltigkeit der Songs beiträgt. Auch kurze Ausflüge in den Modern-Metal-Bereich sind auf der Scheibe zu finden (“Nightmare Scenario“, “Freedom For Anshur-ZA“) und passen erstaunlicherweise recht gut zu dem death-metallischen Basissound.

Es wird dem Hörer auf dem fünften Werk der Polen also viel geboten. Die Kunst bei einer derartigen Stilmixtur ist sicherlich, nicht den roten Faden zu verlieren und das ist THY DISEASE recht gut gelungen. Denn trotz vertrackter Rhythmen und Ausflügen in andere Genres, kommen die Kompositionen immer wieder auf den Punkt. Dabei versteht die Band es gekonnt zwischen Midtempo-Passagen und schnellen Blastparts zu wechseln, so dass die Songs immer wieder überraschende Momente bereit halten. Deshalb muss man bei THY DISEASE genau hinhören, um alle Facetten des Bandsounds zu erfassen.

Death-Metaller der alten Schule dürften sich mit dem Sound der Band schwer tun, Freunde von modernen Sounds sollten aber mal ein Ohr riskieren. Der Stil von THY DISEASE ist eigenwillig und auch die Synthesizer sind, in derartiger Präsenz, nicht jedermanns Sache. Die eine oder andere Knüppelnummer mehr, hätte “Anshur ZA“ sicherlich auch gut getan. Dafür hätte man die beiden blutleeren Coverversionen von DEPECHE MODE und MADONNA ruhig weg lassen können. Aber auch so ist das fünfte Album der Polen eine runde Sache, die aber sicherlich ebenso viele Kritiker wie Freunde finden wird.


Emotion & Commotion
Emotion & Commotion
Preis: EUR 13,52

4.0 von 5 Sternen Ruhig, aber fesselnd, 29. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Emotion & Commotion (Audio CD)
Über den hiesigen Protagonisten braucht man eigentlich keine Silbe mehr verlieren. Jedem, der sich etwas mit Musik beschäftigt, ist der Name JEFF BECK schon einmal über den Weg gelaufen. Unzählige Alben hat er mit seinem faszinierenden Gitarrenspiel veredelt und mindestens ebenso viele Musiker direkt oder indirekt beeinflusst. Sieben Jahre sind seit seinem letzten Album vergangen und so mancher hat sich gefragt, ob der gute Jeff mittlerweile nur noch an seinen Hot Rods herum schraubt. Nun hat er mit seiner nicht gerade kleinen Fangemeinde aber ein Einsehen und veröffentlicht dieser Tage mit “Emotion & Commotion“ eine neue Platte.

JEFF BECK war nie in Traditionen verhaftet und suchte immer neue Herausforderungen für sich und seine Strat. Auch “Emotion & Commotion“ bietet viel und unterstreicht nochmals den beckschen Ruf wenig konventionell an ein Album heran zu gehen. Die zehn Stücke der neuen Scheibe lassen sich nur insofern auf einen Nenner bringen, als dass man immer Jeffs Gitarren heraushört. Beck hat sich den Traum erfüllt, drei Stücke mit einem Orchester aufzunehmen. Darunter befinden sich Beck-Interpretationen des Klassikers “Somewhere Over The Rainbow“ und PUCCINIs “Nessun Dorma“. Bei erstgenanntem Stück lässt die Gitarre JUDY GARLANDs Stimme im Original beinahe völlig vergessen und erzeugt eine wohlige Gänsehaut beim Hörer. Definitiv eine der besten Versionen dieser Nummer. Bei “Nessun Dorma“ verhält es sich so, dass ich diesen Klassiker jeden Tenors seit der Verhohnepiepelung von MANOWAR nicht mehr gehört habe. Aber auch hier schafft es Beck, das Stück auf eine Art und Weise mit seiner Klampfe zu interpretieren, dass einem förmlich die Spucke weg bleibt. Gefühlvoll wird die Tenorstimme hier von der Gitarre ersetzt und JEFF BECK kann auch hier auf ganzer Linie überzeugen.

Diese klassische Seite von “Emotion & Commotion“ ist aber nur ein musikalischer Aspekt unter vielen. “I Put A Spell On You“ beispielsweise ist eine sehr relaxte Blues-Nummer, die von Grammy-Gewinnerin JOSS STONE wunderbar intoniert wird. Hier kommt der typische Stil von JEFF BECK ebenso gut zum Ausdruck wie bei dem gelungenen, treibenden “Hammerhead“, bei dem die Gitarre den Gesang ersetzt und man eine Gesangsstimme auch nicht wirklich vermisst. Gleiches gilt für die anderen Instrumentalnummern der Scheibe. JEFF BECK lässt an sängerstatt seine Gitarre “singen“ und macht dabei eine bessere Figur als so mancher Kollege. Den treibenden, bluesigen Stücken stehen Nummern wie das zerbrechliche, von IMELDA MAY gefühlvoll vorgetragene, “Lilac Wine“, das mit Rhythmen aus afrikanischer, bzw. Weltmusik versehene “Never Alone“ oder das luftig frische “Serene“ gegenüber. Hier zeigt JEFF BECK abermals mit wie viel Gefühl man eine Gitarre spielen kann. Ein ähnliches Feeling hat nur noch CARLOS SANTANA in der linken Hand.

Der Gitarrenvirtuose hat also wieder einmal seine Fans überrascht. Im Fall von “Emotion & Commotion“ ist es sicherlich der Klassikanteil (auch wenn dies nicht seine erste Berührung mit Klassik ist), bei dem JEFF BECK auf Risiko gespielt und gewonnen hat. Aber auch der Rest ist bedingt durch seine Vielfalt ein absoluter Hörgenuss und macht Laune auf Sommer, Sonne, Grillparties und vor allem “Emotion & Commotion“ direkt noch einmal zu hören.


UFO - Rockpalast: Hardrock Legends Vol. 1
UFO - Rockpalast: Hardrock Legends Vol. 1
DVD ~ Pete Way
Preis: EUR 19,01

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannenedes Livedokument, 29. Mai 2013
Dass im Rahmen der Sendung Rockpalast einige legendäre Konzerte gespielt und aufgezeichnet wurden, dürfte hinlänglich bekannt sein. Nach den bereits veröffentlichten DVDs von LYNYRD SKYNYRD, ZZ TOP oder MEAT LOAF steht nun eine neue Reihe in den Startlöchern, “Hard Rock Legends”. Der erste Teil beinhaltet eine, aus dem Jahr 1980 stammende, Show der britischen Hard Rock-Legende UFO.

Nachdem Michael Schenker 1979 das Ufo verlassen hatte, war es an Paul Chapman die riesigen Fußstapfen Schenkers auszufüllen. Chapman ging dabei klug vor und versuchte nicht den typischen Schenker-Stil zu imitieren, sondern brachte seine ganz persönliche Note in den Sound von UFO, was sich auf dem damals aktuellem Album “No Place To Run” gut nachhören lässt. Die Verschleißerscheinungen hinter sich gelassen, präsentieren UFO in der Dortmunder Westfalenhalle II also ein Potpourri ihrer größten Hits und Klassiker an besagtem Abend. Auffallend ist dabei schon zu Beginn, wie gut die Band miteinander harmoniert und dass sich Chapman perfekt in die Band einfügt. Der Sound ist erdig und authentisch. Aus heutiger Sicht natürlich alles andere als perfekt, aber dafür umso charismatischer. Zugegeben, der Drum-Sound hätte etwas mehr “Wumms” vertragen können, aber so war das damals eben und der Sound wurde zwar remastert, aber nicht künstlich nachbearbeitet.

Die Setlist beinhaltet Hard Rock-Klassiker wie “Rock Bottom”, “Too Hot To Handle”, “Lights Out” und natürlich das unwiderstehliche “Doctor, Doctor”, die die Stimmung in der Halle zum kochen bringen (was man dank der guten Kameraführung schön sehen kann) und auf keinem Konzert der Band fehlen sollten. Dazwischen spielen UFO einige Songs, die heute vielleicht etwas zu Unrecht in Vergessenheit geraten sind, wie beispielsweise “No Place To Run” oder “Long Gone”, die absolut gleichwertig neben den Klassikern stehen und auch bestehen. Die Band spielt tight zusammen, rockt dabei ohne Ende wie bei ELVIS-Cover “Mystery Train” und Phil Mogg ist sehr gut bei Stimme, so dass man durchaus von einem sehr gelungenen Konzerterlebnis reden kann, beim dem UFO sich beeindruckend präsentieren.

Weniger positiv fällt hingegen die komplette Abwesenheit von Bonusmaterial auf. Ich frage mich ernsthaft, ob es im Vorfeld solcher Veröffentlichungen nicht möglich ist Bonusmaterial aufzutreiben aus der entsprechenden Bandphase. Naja, sei’s drum. Das reine Konzerterlebnis ist für Fans von UFO sowieso, aber auch für alle anderen Hard Rock-Anhänger eine empfehlenswerte Sache, da man hier schön sehen kann, wie eine Band den Weggang eines ihrer Protagonisten richtig gut verkraftet hat. Bleibt zu hoffen, dass “Hard Rock Legends Vol.I” zu einem fanfreundlichen Preis in die Läden kommt.


Lucifer's Fate
Lucifer's Fate
Preis: EUR 16,03

3.0 von 5 Sternen Nicht die Klasse des King, 29. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Lucifer's Fate (Audio CD)
Eigentlich habe ich mich schon lange gefragt, wann denn jemand auf der Bildfläche erscheint, der versucht in die Fußstapfen von KING DIAMOND und MERCYFUL FATE zu treten. Mit den US-Metallern von A TORTURED SOUL scheint sich nun eine Band gefunden zu haben, die das Wagnis eingehen will. Wagnis, weil der King ja einen sehr eigenen, schwer zu kopierenden Gesangsstil hat. Dazu aber später mehr.

Musikalisch stehen hier eher MERCYFUL FATE als die Solo-Band des Königs Pate. Die Riffs sind ähnlich klug ausgetüftelt und die Songs durchdacht arrangiert worden wie die der Dänen. Hinzu kommt eine Brise typischen US-Metals und schon hat man eine ungefähre Vorstellung von der Musik die man auf dem zweiten Album, “Lucifer’s Fate” betitelt, der Amerikaner geboten bekommt. Dabei sind A TORTURED SOUL tief in der Tradition der Achtziger verankert und machen keinerlei Zugeständnisse an aktuelle Trends, was man Nummern wie “Eye Of Ra”, dem Titeltrack oder “Reign” zu jeder Sekunde anhört. Auch ohne moderne Einflüsse kommen die Kompositionen flüssig, frisch und keineswegs altbacken aus den Boxen. Zudem warten alle Songs mit kleinen Details auf, die man erst nach mehreren Durchläufen in ihrer Gänze erfasst.

Das klingt zunächst erst mal sehr gut und man kann der Band, was die Instrumentierung der Stücke angeht, auch nicht wirklich einen Vorwurf machen. Allerdings scheitert Sänger Rick Black grandios, wenn er versucht den King zu imitieren. Würde der Sänger über die Albumdistanz mit seiner normalen Stimmlage agieren, wäre “Lucifer’s Fate” ohne Wenn und Aber eine absolute Empfehlung für jeden Fan traditioneller metallischer Musik. So nervt Black vor allem in den hohen Tonlagen, da er hier öfter mal komplett neben dem Ton liegt. Dadurch schadet er den Songs und verwischt den guten Eindruck, den die Nummern auf der rein instrumentalen Ebene hinterlassen.

Was soll man jetzt für einen Schluss aus dem zweiten Album von A TORTURED SOUL ziehen? Mit einem anderen Gesangsstil würden die Amis unter Garantie in einem Atemzug mit PHARAOH oder CRESCENT SHIELD genannt werden. So aber bleibt eine sehr durchwachsene Platte die man höchstens die-hard Traditionalisten ans Herz legen kann. Unter der Voraussetzung, dass man sich mit dem Gesang von Rick Black anfreunden kann, natürlich. Eine wirklich zwiespältige Scheibe.


Road Salt One
Road Salt One
Preis: EUR 16,57

4.0 von 5 Sternen Nicht mehr wirklich Metal, dafür immer noch genial, 29. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Road Salt One (Audio CD)
Man kann den Kauf einer PAIN OF SALVATION-CD durchaus mit dem einer Wundertüte vergleichen. Ebenso wie man sich damals als Kind gefragt hat, was wohl in besagter Tüte enthalten ist, fragt man sich auch heute noch bei jeder neuen Veröffentlichung der Schweden, was einen als Hörer erwartet. Das verhält sich auch bei dem neuen Album “Road Salt One“ nicht anders. Man muss bei Daniel Gildenlöw und seinen Jungs eigentlich immer mit allem rechnen.

Dass sich PAIN OF SALVATION ständig in Bewegung be- und sich immer wieder neu erfinden, macht nicht nur die im Vorfeld veröffentlichte EP “Linoleum“ mehr als deutlich. Der Unterschied zu den vorangegangenen Alben war schon enorm und wer dachte, dass man sich anhand der EP einen ungefähren Eindruck von der Musik, die heuer auf “Road Salt One“ zu hören ist, machen kann sieht sich getäuscht. Zwar ist “Linoleum“ auch auf dem neuen Album vertreten, kann aber lediglich als ein Teilaspekt des Ganzen gesehen werden.

Wie nicht anders zu erwarten, hat die Band abermals ein extrem musikalisches Album aufgenommen, das sich tief vor den Vorbildern und Wegbereitern der progressiven Musik verbeugt. Sowohl die Art und Weise wie die Songs komponiert sind, als auch die Produktion atmen auf angenehme Weise den Spirit der 70er und deren musikalische Aufbruchsstimmung. Das Spektrum, das uns die Schweden auf “Road Salt One“ anbieten, ist enorm. Es finden sich darauf rockige Nummern wie der Opener “No Way“ und “Darkness Of Mine“, bluesige Stücke wie das relaxte “She Likes To Hide“ oder auch sentimentale, melancholische Songs wie das zerbrechliche “Sisters“. Daneben stehen Lieder, die selbst für PAIN OF SALVATION-Verhältnisse ungewöhnlich sind. “Of Dust“ beispielsweise ist einem Choral nicht unähnlich und hat fast schon sakrales Flair. Ebenso melancholisch, verzweifelt und fragil vorgetragen wie “Sisters“ berührt dieses intensive Stück den Hörer. Eine weitere Nummer ist sicherlich auch “Slepping Under The Stars“, das von der Band in die Nähe des französischen Chanson gerückt wurde und ebenfalls zu gefallen weiß.

Zu Gefallen weiß auch “Road Salt One“ als Ganzes ebenso wie die anderen Veröffentlichungen der Band – das war mir irgendwie im Vorfeld schon klar. Aber – und es ist hier ein dickes “aber“- man muss sich auf die Musik von PAIN OF SALVATION einlassen können. Es wird von der Band wahrscheinlich auch niemals ein Album geben, das unter die Rubrik “Easy Listening“ fällt. Deshalb ist es nötig, Zeit für “Road Salt One“ zu erübrigen. Das Album ist nicht so komplex und sperrig wie “Be“ seinerzeit, aber durch die vielen unterschiedlichen Stile, die vielen Nuancen und subtil eingeflochtenen Facetten, die man erst nach mehrmaligem hören vollends realisiert, braucht es trotzdem seine Zeit sich dem Hörer zu öffnen.

Von ihren progressiven Metal-Wurzeln sind PAIN OF SALVATION mittlerweile sehr weit entfernt, daher könnten Liebhaber dieser Richtung Schwierigkeiten mit der Platte haben. Vielmehr ist der Metal-Anteil nur einer unter vielen, den die Schweden munter in ihren Kompositionen etablieren. Für Fans beginnt mit “Road Salt One“ eine neuerliche Reise, die sich wieder einmal eminent von seinen vorherigen unterscheidet. Stagnation wird man vergebens suchen. PAIN OF SALVATION sehen Progressive Rock in seinem ursprünglichen Kontext und entwickeln sich stetig, mit dem nötigen Mut, weiter und man darf jetzt schon gespannt sein, was die Zukunft bringt. Hier und heute sollte dieses schöne und melancholische “Road Salt One“ die Fans zufrieden stellen.


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