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Rezensionen verfasst von
Klaus Bremer
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Underground: Ein Jack-Reacher-Roman (Die Jack-Reacher-Romane, Band 13)
Underground: Ein Jack-Reacher-Roman (Die Jack-Reacher-Romane, Band 13)
von Lee Child
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lee Child meets Tom Clancy, 20. November 2012
Fast ein typischer Jack Reacher: die Story läuft ohne Längen spannend durch und hin und wieder gibt's von Reacher ordentlich was auf die Mütze.

Aber eben doch kein wirklich typischer Reacher: Reacher ist clever, aber nicht smart - in diesem Buch hat er aber irgendwie intellektuell mehr drauf als sonst. Reacher ist in New York und kennt sich dort aus wie in seiner Westentasche - sonst ist er auf der Durchreise, bevorzugt in der Provinz, bekommt dort Ärger und räumt dann auf. Die Geschichten sind oft komplex mit vielen Windungen, Wirrungen und kriminellen Hintergründen.

'Underground' ist auch komplex und mit Windungen, aber der Hintergrund verlässt das kriminelle Milieu und betritt die politische und (wieder) militärische Bühne. Lee Child meets Tom Clancy. Zumindest ein wenig. Und das geht schief - jedenfalls was die Figur Jack Reacher betrifft, der in dieser Rolle etwas fehlbesetzt wirkt. Schade. Reacher sollte wieder auf's Land fahren.


Leviathan erwacht: Roman (Expanse-Serie, Band 1)
Leviathan erwacht: Roman (Expanse-Serie, Band 1)
von James S. A. Corey
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

15 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannende Space Opera, 2. Mai 2012
Soll man Umschlagtexten trauen die bekannte Autoren zum ausloben eines weniger bekannten Autors zitieren? Natürlich dient dies der Verkaufsförderung und ein Blick in zumeist auf den ersten Seiten abgedruckte Inhaltsangaben sowie anlesen enttarnen solche Bücher oft schon dort als wenig gelungen.

Hier ist es genau anders herum: die Inhaltsangabe enthält Fehler die bezweifeln lassen, ob deren Verfasser das Buch überhaupt richtig gelesen hat; dafür weist das Zitat von George R. R. Martin "So muss ein Science-Fiction-Roman sein: episch und actiongeladen!" in die richtige Richtung und das Originalzitat im englischen trifft es genau: "It's been too long since we've had a really kickass space opera."

Leviathan erwacht ist eine interplanetare (d.h. auf das Sonnensystem beschränkte) Space Opera, spielt hauptsächlich im Asteroidengürtel, setzt sich praktisch nicht über die bekannte Physik hinweg und baut weitestgehend glaubhafte Charaktere auf. Zwei wichtige Punkte, deren Missachtung schnell von guter Science Fiction zu belangloser Fantasy führen.

Glücklicherweise hat James Corey keine Fantasy abgeliefert. Die Story ist in sich stimmig, hat praktisch keine Längen und liest sich als Mischung aus Action- und Detektiv-Roman flüssig durch.

Ein spannder Unterhaltungsroman und dieser Kategorie satte vier Punkte.


Das Vermächtnis: Roman (Die John-Sutter-Serie, Band 2)
Das Vermächtnis: Roman (Die John-Sutter-Serie, Band 2)
von Nelson DeMille
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Gepflegte Langeweile, 2. Dezember 2011
Eigentlich lese ich Bücher von Nelson DeMille ganz gerne, aber dieses macht eine Ausnahme. Zwar ist die Hauptperson, John Sutter, wieder schön respektlos dargestellt und nach etwa 200 Seiten ist ein fein gezeichneter Plot aufgebaut, auf dessen Basis die Story für die restlichen 600 Seiten nun endlich Fahrt aufnehmen könnte. Tut sie aber nicht. Statt dessen dümpelt sie in der Beschreibung gesellschaftlicher Verhältnisse daher - und bleibt auch dabei. Wer einen Spannungsroman erwartet, wird enttäuscht werden. Viel Potenzial des Plots bleibt ungenutzt, da reißt auch der Minishowdown am Ende nichts raus. Was bleibt, ist auf über 800 Seiten ausgedehnte gepflegte Langeweile. Wer Gesellschaftschilderungen mag und ansonsten wenig Aufregung wünscht, wird dieses Buch mögen. Ich mag es nicht.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 27, 2012 7:34 PM CET


Eve: Die Revolution der Imperien
Eve: Die Revolution der Imperien
von Tony Gonzales
  Taschenbuch

12 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein gescheiterter Roman, 25. August 2010
Holzschnittartig gezeichnete Charaktere reiten nach Laramie - sorry, düsen mittels Raumschiffen und Sprungtoren durch das All - und verhalten sich teils unbeherrscht und pubertär, so dass man sich unwillkürlich fragt, wieso solche Kindsköpfe Raumschiffe kommandieren können.

Nun muss man wissen, dass EVE-Online im Original ein Computer(Browser)spiel in der Tradition von Elite und Escape Velocity ist. Die dortigen Szenarien von Handel, Piraten und Schießereien funktionieren in einem Computerspiel gut und können auch Spaß machen. Die Story des Romans taucht in diese Welt hinein und fügt pseudobemüht ein paar Gewissenskonflikte und Intrigen hinzu, die allesamt recht oberflächig wirken.

Das Ausphantasieren von Computerspiel-Handlungssträngen mag im trauten Spielerkreis Freude bereiten, zu einer gehaltvollen Space Opera reicht es in dieser Form leider nicht. Ein gescheiterter Roman; schade.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 24, 2011 3:46 PM CET


Fiasko
Fiasko
von Stanislaw Lem
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannend und intelligent, 29. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Fiasko (Taschenbuch)
Fiasko erschien 1986 in der deutschen Übersetzung (Volk und Welt, DDR; Fischer Verlag, Bundesrepublik). Damals gekauft habe ich es unlängst aus dem Schrank geholt um es noch einmal zu lesen.

Lem gehört zu den Autoren, die Science-Fiction als literarisches Stilmittel für philosophische Überlegungen nutzen.

In Fiasko schildert er das Szenario der Kontaktaufnahme zu einer fremden Intelligenz in einem entfernten Sonnensystem. Wie kann mit Wesen einer fremden Denkweise kommuniziert werden, die dies - warum auch immer - womöglich gar nicht wollen? Als Folge läuft manches anders ab als erwartet und der Buchtitel wird zum Programm. Lem nutzt die Geschichte zu einer pessimistischen Warnung möglicher gesellschaftlicher Fehlentwicklungen vor dem Hintergrund des damals aktuellen kalten Krieges.

Glücklicherweise erscheint Fiasko heute noch in Neuauflage; der Roman ist spannend und intelligent. Empfehlenswert.


Menschen wie Götter
Menschen wie Götter
von Sergej Snegow
  Taschenbuch

8 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein großer Abenteuerroman für kleine Jungs, 8. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Menschen wie Götter (Taschenbuch)
"Menschen wie Götter" ist eine typische Space Opera der 60er/70er Jahre: die Menschheit ist in Frieden geeint und die bösen Feinde kommen aus den Tiefen des Alls. In der damaligen Sowjetunion erschienen, ist die Gesellschaftsform der zukünftigen Menschheit kommunistisch - als Utopie ist dies auch völlig in Ordnung. Der reinen Lehre gemäß benötigt eine kommunistische Gesellschaftsform einen neuen Menschen - auch den gibt es - und hier fangen die Probleme an: Nach 500 Friedensjahren sind die Protagonisten Gutmenschen, Arglist existiert nicht mehr, hochentwickelte Maschinen geben Entscheidungshilfen, ansonsten wird basisdemokratisch im Kollektiv abgestimmt, bisweilen befiehlt auch der "liebe Admiral". Fast beliebig viel Hightech-Ausstattung ist vorhanden oder wird bei Bedarf erfunden. All dies und die Zeichnung der Charaktere ist so unglaublich naiv, dass es gewaltig den Lesespaß trübt, selbst unter Ausschluß literarischer Ansprüche, deretwegen Space Operas eher weniger gekauft werden.

Maximal ein Stern als Bewertung, dennoch zwei Sterne als Mittelwert, denn die fast tausend Seiten lassen sich auch positiv in einem kurzen Satz zusammenfassen: ein großer Abenteuerroman für kleine Jungs.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 26, 2012 9:58 PM MEST


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