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Koyaanis "Koyaanis" (Schwarzenbek, SH)

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A Quantum of Hits-the Music of James Bond
A Quantum of Hits-the Music of James Bond
Wird angeboten von Flohhaus24
Preis: EUR 4,49

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Bei allem, was 007 heilig ist - NEIN!, 9. Oktober 2012
Ich habe grundsätzlich Schwierigkeiten mit musikalischen Neuarrangements - wozu etwas Perfektes toppen wollen? (Ist natürlich rein subjektiv...)

Aber was hier abgeliefert wird, ist einfach nur grottenschlecht. Durch die Bank fürchterliche Stimmen, die statt Innovation krampfhaft versuchen, den Stil der Originale nachzuahmen. Bassey, McCartney, Easton, Turner, Harket...einer plärriger, dröhnender und falscher als der nächste.

Es ist eben nicht alles Bond, wo Bond draufsteht.


Die Grenze [2 DVDs]
Die Grenze [2 DVDs]
DVD ~ Benno Fürmann
Preis: EUR 10,99

6 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was wäre wenn...?, 16. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Grenze [2 DVDs] (DVD)
Man stelle sich vor: Mitte 2010. Die Weltwirtschaftskrise hat das stabil geglaubte Gefüge der Bundesrepublik auf sozialer wie politischer Basis komplett ausgehebelt und lässt die altgedienten Kräfte in Hilflosigkeit erstarren, worauf die kontrolliert geglaubten Auswüchse von Links- wie Rechtsaußen die Gelegenheit zum Umsturz ergreifen.Eine verstörende dystopische Zukunftsvision, sicherlich, aber letztendlich doch nur ein Stück Science-Fiction...oder vielleicht weitaus realer, als wir es uns eingestehen wollen?

Gerade der Haupthandlungsort Rostock spiegelt einen Teil Deutschlands wieder, der mit den gegebenen harten Realitäten klar kommen muss: über 15 % Arbeitslosigkeit, steigender politischer Zulauf für die Linken einerseits und die NPD andererseits bei gleichzeitiger schleichender Ausblutung der etablierten Parteien.

Klarer Fall: Einen nationalistischen Menschenfänger wie Maximilian Schnell (kongenial von Thomas Kretschmann verkörpert) gibt es nicht, aber wäre wirklich auszuschließen, dass eine weitere Verschlechterung der Verhältnisse den Schrei nach dem starken Mann wieder aufleben lassen würde? Oder, vielleicht noch näher an der Wahrheit, ein sozialistischer Marktschreier, der die Unzufriedenen und Ewiggestrigen in das Heil und Gut, das vor zwanzig Jahren aufgegeben wurde, zurückführen will?

DIE GRENZE ist ein Film, der nicht nur als eben solcher gesehen werden sollte; er ist vielmehr ein Flächen übergreifender Aufruf: Einerseits an die Verunsicherten, sich nicht von den Rattenfängern innerhalb unserer Gesellschaft einfangen zu lassen; andererseits an die Verfechter unserer demokratischen Wertvorstellungen, es erst gar nicht dazu kommen zu lassen, dass diese Rattenfänger für unzufriedene Meinungsschichten überhaupt attraktiv werden.


Vulkan [2 DVDs]
Vulkan [2 DVDs]
DVD ~ Matthias Koeberlin

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hält leider nicht ganz, was er verspricht, 26. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Vulkan [2 DVDs] (DVD)
Das Los eines Katastrophenfilms besteht in vielen Fällen darin, dass er sich primär auf die Suggestivraft des Desasters verlässt, um zu kaschieren, dass die Darsteller so gut wie keine Möglichkeit haben, sich künstlerisch auszuzeichnen. Die RTL-Zweiteiler Vulkan bildet da (leider) keine Ausnahme.

Positiv ist hervorzuheben, dass das Szenario sich größtenteils an wissenschaftliche Fakten hält und somit trotz des gewaltigen Spezialeffekte-Einsatzes nicht völlig aus dem Ruder gerät. Die apokalyptischen Bilder (insbesondere das menschenleere Frankfurt im quasi-nuklearen Winter) bleiben in bedrückender Erinnerung.
Matthias Koeberlin in einer sympathischen und pragmatischen Hero-Rolle und Yvonne Catterfeld als Vulkanologin ragen aus einer Besetzung heraus, in der vor allem Charakterköpfe wie Heiner Lauterbach und Armin Rohde Mühe haben, so viel wie möglich aus ihren skripttechnisch verwursteten Rollen herauszuholen.
Zum Schluss geht der Handlung dann aber leider die Puste aus. Armin Rohde in der Rolle des dienstbeflissenen Außenseiters, der die Katastrophenwirren nutzt, um sich an seinen Peinigern zu rächen (vergleichbar mit der Figur des Jody aus dem 70er-Klassiker Erdbeben) wird zu einem völlig inkonsequenten Ende geführt, und Jenny ElversŽ Abgang im Frankfurter Aschenregen ist so überflüssig wie ein Kropf (wie überhaupt ihr gesamter Auftritt, aber das war schon vorher zu erahnen....)

Wer das Destruktiv-Kino und Vorlagen wie DanteŽs Peak liebt, kommt bei diesem Film voll auf seine Kosten; aber wenn die Werbetrommel im Vorfeld derart gerührt wird, darf schon ein wenig inhaltliche Tiefe verlangt werden.


Asterix HC 21 Das Geschenk Cäsars
Asterix HC 21 Das Geschenk Cäsars
von René Goscinny
  Gebundene Ausgabe

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Viel Altbekanntes, wenig Innovation, 7. November 2007
Die Dorfbewohner lernen es einfach nicht! Kaum taucht ein unerwartetes Problem in Form einer gallischen Familie auf, die das Dorf für sich in Besitzanspruch nimmt, bricht die Einigkeit mit einer Leichtigkeit auseinander, als ob die früheren Kontakte mit Ränkeschmied Tullius Destructivus (STREIT UM ASTERIX) oder Seher Lügfix (DER SEHER) und die daraus entstandenen Katastrophen nie stattgefunden hätten.

Dieses Geschehen ist zwar wieder mit einem großen Witz dargestellt, der sich im Gegensatz zu den direkten Vorbänden endlich wieder einmal in ausufernder Situationskomik präsentiert, ohne groß zu moralisieren, erweckt aber auch berechtigte Kritik an dem eher dünnen Storygerüst, welches bereits in den Vorgängern nicht gerade von Genialität zeugte. Dass Julius Cäsar zur Befriedigung seines gekränkten Egos einem versoffenen Armeeveteranen das verhasste gallische Dorf "schenkt", der es dann wiederum für einen Krug Wein an einen Kneipenbesitzer verhökert, ist schon reichlich starker Tobak.

Auch die Protagonisten agieren wieder so, wie man es von ihnen erwartet: Die Dorfzicken sorgen für Klatsch und Tratsch, Methusalix beeinflusst die jüngere Generation zu deren Schaden, und Asterix und Miraculix behalten als einzige die Übersicht.
Der "Hingucker" des Bandes, die Tochter des Kneipiers (mit atemberaubendem Minirock!), setzt die Reihe der verwöhnten Horrorkinder Marke Grautvornix und Pepe fort, indem sie mit divenhaftem Verhalten den armen Obelix an den Rand der Verzweiflung treibt und sich auch sonst wie eine antike Paris Hilton gebärdet...FÜRCHTERLICH!

Der einzig wirklich kritische Verweis in Form von Zeitsoldaten, die sich nach Ende ihrer Dienstzeit als dermaßen lebensuntauglich herausstellen, dass sie gleich wieder in die Armee eintreten, hätte sicherlich Potential gehabt, geht aber im zunehmend chaotischen Dorfgeschehen fast völlig unter.

Der Band in seiner Gesamtheit lohnt sich definitiv; im gesamten Asterix-Kontext zählt er jedoch zu den schwächeren Ausgaben.


Asterix HC 20 Korsika
Asterix HC 20 Korsika
von René Goscinny
  Gebundene Ausgabe

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein erstklassiger Jubiläumsband, 7. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Asterix HC 20 Korsika (Gebundene Ausgabe)
Frühere Asterix-Bände wie DIE LORBEEREN DES CÄSAR haben ja bereits zur Genüge bewiesen, dass aus einer im Grunde fürchterlich konstruierten Ausgangssituation dennoch (oder eben deswegen) ein ausgetüftelt hintersinniger Comic-Augenschmaus entstehen kann. ASTERIX AUF KORSIKA bildet da keine Ausnahme.

Der altbekannte Humor, der sich wieder aus der Kollision zwischen den Galliern und einem bis dato unbekannten Volk ergibt, wird mit der Darstellung der freiheitsliebenden Korsen, die einerseits ihre Unabhängigkeit vom usurpatorischen Rom mit einer Intensität betreiben, die ihrem Nachfahren Napoleon Bonaparte zur Ehre gereicht (selbstverständlich wird auch auf die Kaiserthematik eingegangen), sich andererseits aber mit ihrem überschäumenden Ehrgefühl, welches dazu führt, dass sie leicht beleidigt sind, regelrecht ausweglose Probleme schaffen, auf die Spitze getrieben.

Als Beispiel sei hier nur der Sippenstreit genannt, der nach der Erzählung der Alten auf den Großonkel der korsischen Hauptfigur Osolemirnix zurückgeht, der ein Mädchen einer dritten Sippe geheiratet hat, in welches jedoch ein angeheirateter Vetter des Großvaters des Vorstehers der verfeindeten Sippe verliebt hatte, während andere den hinkenden Esel, für den der Urgroßvater des verfeindeten Clanchefs dem Schwager des Busenfreundes von Osolemirnix nicht zahlen wollte... (Verstanden? Ach, egal...)

Nebenbei wird der Jubiläumsband noch durch das Auftreten der tapferen Mitstreiter aus den vorigen neunzehn Abenteuern gewürdigt, wodurch dem bunten modernen Treiben ein immer wieder wohltuender Hauch Nostalgie beigefügt wird.

Ein durch und durch gelungene Ausgabe, deren Inhalt allerdings einiges Knowledge in der französischen Historie voraussetzt.


Asterix HC 19 Der Seher
Asterix HC 19 Der Seher
von René Goscinny
  Gebundene Ausgabe

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein bildersprachliches Kunstwerk, 1. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Asterix HC 19 Der Seher (Gebundene Ausgabe)
Angesichts der sporadisch auftretenden Schwächen der gallischen Dorfbewohner, seien es Missgunst (STREIT UM ASTERIX, Nr. 15) oder Geldgier (DIE TRABANTENSTADT, Nr. 17) lässt bereits der Titel dieses Bandes sowie der exzellent gestaltete Einband vermuten, dass auch der geringste Aberglaube ausreicht, um die verschworende Gemeinschaft einmal mehr auseinanderbrechen zu lassen; und derartige verrückten Verhaltensauswüchse, die wie schon in STREIT UM ASTERIX vom Club der weiblichen Quasselstrippen um Häuptlingsgattin Gutemiene ausgehen, sucht man selbst im vorgenannten Band vergeblich.

Diese Vorgehensweise kommt dem Band aber sehr entgegen, da die Story vor allem zu Beginn geschickt mit den ureigensten Horrormotiven wie Gewitter, knarrenden Türen und Geisterschatten spielt, um darauf aufbauend die bewusst ins Karikierende gezogenen panischen Reaktionen der Dorfbewohner und den wie gewöhnlich rational denkenden Außenseiter Asterix darzustellen.

Erfreulich ist ferner, dass nach längerer Zeit mit Zenturio Gaius Ausgus endlich wieder einmal ein überzeugender römischer Uniformträger auftaucht, der den Aberglauben der Gallier auf ganz eigene Weise für sich auszunutzen versucht.

Was diesen Band jedoch absolut von seinen Vorgängern abhebt, ist seine Bildersprache, die mit einigen wirklich meisterhaft gestalteten Einzelbildern verschiedenen Werken aus früherer Kunstgeschichte die Ehre erweist. Hier möchte ich zwei Beispiele herausgreifen: Zum einen die Darstellung des Horrorschattens des Sehers (auch auf dem Einband zu sehen), der sich breit auf dem Boden der Häuptlingshütte abzeichnet und zwangsläufig Assoziationen an Murnaus "Nosferatu" weckt.
Und das Bild, in dem der Seher unter den fragenden Augen der Dorfbewohner einen Fisch seziert, ist eine Referenz an den niederländischen Barockmeister Rembrandt und sein weltberühmtes Gruppengemälde "Die anatomische Vorlesung des Dr. Tulp" aus dem Jahre 1632.

Auf diese Weise lädt DER SEHER Kunst- und Kulturfans geradezu ein, sich auf eine gründliche Detailsuche zu begeben, und das will bei einem Comic schon etwas heißen.


Asterix HC 18 Lorbeeren
Asterix HC 18 Lorbeeren
von René Goscinny
  Gebundene Ausgabe

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überraschend ernst und düster - eine Offenbarung, 27. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Asterix HC 18 Lorbeeren (Gebundene Ausgabe)
Die zweite ausgedehnte Darstellung der ewigen Stadt Rom nach ASTERIX ALS GLADIATOR stellt bildlich dar, welche Entwicklung Asterix im Lauf der Jahrzehnte auch im inhaltlichen Kontext genommen hat, und dementsprechend ist ein Vergleich zwischen dem erstgenannten und dem vorliegenden Band angebracht.

Wir erinnern uns: ASTERIX ALS GLADIATOR verweist mit den Problembereichen Sklaventum und Gladiatorenspiele erstmals auf das Barbarentum, stellt jedoch kind- und jugendgerecht Rom als bunt-launigen Mittelpunkt der Welt dar und verwandelt ohne jegliche sarkastischen Anspielungen den Circus Maximus, und somit den Hauptort des Barbarentums, in eine fröhlich-chaotische Spielwiese, die letztendlich sogar problemlos Raum zu einem menschlichen Appell lässt.

Wer das Rom in DIE LORBEEREN DES CÄSAR sieht, fragt sich, ob er in einer anderen Stadt angekommen ist oder der Vorband niemals existiert hätte. Bereits der entsetzlich verkrüppelte Bettler auf der ersten Seite gibt einen Einblick auf die hässlichen Seiten der Stadt, zu denen sich im weiteren Abenteuer weitere bildliche Eindrücke wie finstere Gassen, verschimmelte Kerker und stinkende Kloaken gesellen, während die nach außen hin verdeckte Häßlichkeit in Sklavenhandel, orgienlechzenden Großgrundbesitzern und sensationslüsternen Zirkusbesuchern einen verstörenden Ausdruck finden.

Abgesehen von der arg konstruierten Ausgangsposition (Majestix fühlt sich von seinem Schwager in seiner Kriegerehre gekränkt und schickt als Reaktion Asterix und Obelix nach Rom aus, damit diese Cäsars Lorbeeren als Würzkraut für das Festbankett stehlen...wer denkt sich bitte schön so etwas aus?!?) befindet sich der vorliegende Band auf dem Höhepunkt der düster-satirischen Darstellung des Römertums und kann somit als das vielleicht hintergündigste Asterix-Abenteuer angesehen werden...ernst genug wird der Stoff jedenfalls dargestellt.


Lexikon des Science Fiction Films
Lexikon des Science Fiction Films
von Ronald M. Hahn
  Broschiert

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DAS Standardwerk für Genrefans, 26. Oktober 2007
Eine alphabetische Auflistung sämtlicher Science-Fiction-Filme, die seit der Produktion des ersten anerkannten Genrebeitrags DIE REISE ZUM MOND (1902) im deutschsprachigen Medienraum ausgestrahlt worden sind...klingt im ersten Moment langweilig, ist es aber zum Glück nicht.

Ronald Hahn und Volker Jansen sowie eine Anzahl hochmotivierter Autoren haben für die Heyne-Filmbibliothek eine nahezu lückenlose Sammlung zusammengestellt, die buchstäblich vor NICHTS haltmacht. Neben der verdienten Würdigung der berühmtesten Klassiker dieses Genres stehen eine Unzahl von italienischen, japanischen, mexikanischen, philippinischen etc. Produktionen, die in brechreizerregender Deutlichkeit die Frage beantworten, warum Science-Fiction bis in die jüngere Geschichte mit einem fürchterlich schlechten Ruf zurechtkommen musste.

Dabei begehen die Autoren nicht den Fehler, stumpf und gradlinig Besetzungslisten und trockene Inhaltsangaben aneinanderzureihen; stattdessen werden bissige Kommentare, ironische Überspitzungen und vernichtende Pressekommentare auf dermaßen launige und respektlose Wise kombiniert, dass jede verarbeitete Filmbesprechung zwangsläufig Lust auf mehr macht.
Dabei ist die vermeintlich mangelnde Objektivität der eigentliche Gewinner des Lexikons. Hahn und Jansen deuten es im Vorwort an: "Es wimmelt auf der Welt von dermaßen idiotischen Science-Fiction-Filmen, dass man schon die Natur eines Nashorns haben muss, um bei ihrem Anblick trocken zu bleiben."

Eine wahre Pionierarbeit ist das Schaubild, welches in der Einführung eine übersichtliche und moderne Einteilung bietet, die von den drei Grundbereichen ÄNGSTE-BEDROHUNG, FORTSCHRITT und FRIEDEN-HOFFNUNG-RETTUNG ausgeht. Darauf aufbauend kann der Leser aus einem zehnteiligen Elemente-Katalog, der jeweils durch mehrere Titelbeispiele anschaulich gemacht wird, Wirkung und Gegenwirkung der Elemente entnehmen und auf diese Weise eine völlig neue Einsicht in das Genre erhalten.
Das wird vor allem bei der Durchsicht der Filme passieren, wenn unverhofft Titel auftauchen, denen man vor Genuss dieses Buches nie und nimmer einen Science-Fiction-Charakter zuerkannt hätte (z. B. Chaplins MODERNE ZEITEN oder Hitchcocks DIE VÖGEL).

Es zeigt sich somit deutlich: Science-Fiction ist mehr als Außerirdische, Raumfahrt, Laserschlachten und mutierte Monster; und das LEXIKON DES SCIENCE FICTION FILMS ist der beste Startpunkt, um den diesbezüglichen Horizont entscheidend zu erweitern.

Einziger Kritikpunkt: Filmserien wurden nicht als solche angeordnet, wodurch beispielsweise unter I, K und R geblättert werden muss, um die Artikel über die einzelnen Star Wars-Teile zu finden.

Ansonsten wird es definitiv Zeit für eine Neuauflage...


Filmgenres: Science Fiction
Filmgenres: Science Fiction
von Thomas Koebner
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,60

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Engagiert, aber auch lückenhaft, 26. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Filmgenres: Science Fiction (Taschenbuch)
Zur Einführung: Die Idee, die prägnantesten Genrevertreter aus der Welt des Kinos in eine chronologische Reihenfolge zu bringen, halte ich für eine ausgezeichnete und engagierte Idee, die dem Leser die ansonsten eher unübliche Möglichkeit bietet, eine Parallele zwischen Filmgeschichte und den jeweiligen historischen Abschnitten, in denen die Werke produziert wurden, zu ziehen...und welches Genre wäre dafür besser geeignet als Science-Fiction!

In der Vorbemerkung heisst es, dass besonders junge Autoren an der Vervollständigung mitgewirkt haben. Das ist auf der einen Seite mehr als lobenswert, weil auf diese Weise die Gefahr einer allzu trockenen wissenschaftlichen Abhandlung weitgehend gebannt ist; andererseits hätte ich mir bei einigen Autoren mehr Mut zum abstrakten Thesenbau (zu dem der Genrebereich Science-Fiction mehr als einlädt) und eine sorgfältigere Recherchetätigkeit gewünscht. So wechseln sich exzellente Ausarbeitungen (vor allem über die politisch motivierte Phase der 1950er Jahre im Lichte der stets gegenwärtigen "roten" Gefahr) mit Artikeln ab, die leider nicht über ein Schulaufsatz-Niveau hinausreichen; beispielsweise werden sich eingefleischte Star Trek-Fans über eine lieblos heruntergeschriebene Inhaltszusammenquetschung, die zudem nur so von inhaltlichen Fehlern strotzt, herumärgern müssen.

Dass bei der Auswahl der Filme selbstverständlich nicht jeder einzelne Individualwunsch berücksichtigt werden konnte, sollte die Fangemeinde nicht abschrecken (auch wenn die Ignorierung jeglicher japanischer Produktionen nicht gerade der geschickteste Zug war...); trotzdem hätten Blockbuster-Produktionen wie ARMAGEDDON, THE CORE und WATERWORLD ihren Weg in dieses Buch finden MÜSSEN, und sei es nur, um festzustellen, dass zur Rettung der Erde beizeiten nur millionenschwere Effekte, ein bescheuertes Drehbuch und ein paar aktionswillige Topstars miteinander kombiniert werden müssen...entscheidend genreprägende Science-Fiction bleibt es allemal!

So ist FILMGENRES SCIENCE FICTION eine engagierte Artikelsammlung, die bedauerlicherweise kein einheitliches Niveau bilden kann: Die Qualität der Beiträge variiert von spitzenklasse bis grottenhaft und bietet auf diese Weise genauso viele Antworten und Anregungen, wie sie Fragen offen lässt.
Als Infomaterial durchaus geeignet, aber für ein Standardwerk nur Durchschnitt.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 22, 2012 10:18 PM MEST


Asterix HC 17 Trabantenstadt
Asterix HC 17 Trabantenstadt
von Albert Uderzo
  Gebundene Ausgabe

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geld verdirbt auch den gallischen Charakter, 11. Oktober 2007
Dass es überraschend weniger Tricks und Intrigen bedarf, um das letzte Bollwerk der freien gallischen Nation ins absolute Chaos zu stürzen, hat erstmalig STREIT UM ASTERIX (Bd. 15) in erschreckender Deutlichkeit bewiesen; insofern überrascht es kaum, dass die erstbeste Gelegenheit zur privaten Geldanhäufung die hochgepriesenen Tugenden wie Einigkeit und Stolz ins Nichts verschwinden lässt.

Der Handlungsstrang bietet ein breites Forum für die Karikierung der Probleme der modernen Marktwirtschaft und spielt geschickt die politischen Ebenen gegeneinander aus, indem er die Ausbeutung der Arbeitergemeinschaften kritisiert, im Gegensatz dazu jedoch deren gewerkschaftliche Bestrebungen ins Beißend-Ironische abgleiten lässt.

DIE TRABANTENSTADT ist auf diese Weise ein volkswirtschaftliches Lehrheft und gleichzeitig ein sympathischer Aufruf gegen einen Fortschritt, der bei aller Notwendigkeit die humanen Aspekte außer acht lässt.


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