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Rezensionen verfasst von
Detlef S. "oksipitallappen"
(TOP 1000 REZENSENT)   

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Schmidt Spiele/Hans im Glück 48219 - Santa Cruz
Schmidt Spiele/Hans im Glück 48219 - Santa Cruz
Preis: EUR 24,23

4.0 von 5 Sternen netts Aufbauspiel mit mehr Tiefe, als es erscheinen lässt, 27. Juli 2014
Spielidee:
Die Spieler entdecken und besiedeln die Insel Santa Cruz. Durch das Besiedeln an sich und durch die Spieler bestimmte Wertungen gibt es Siegpunkte. Gewonnen hat der Spieler mit den meisten Siegpunkten.

Ablauf:
Auf der Insel werden Siedlungsplättchen verteilt: Am Ufer, im Landesinneren und am Vulkan. Die Plätze sind über ein paar Flüsse und zahlreiche Wege miteinander verbunden. Auf den Siedlungsplätzen ist eine Gebäudeart (Haus, Kirche, Leuchtturm) abgebildet sowie die Punkte, die es für den Bau gibt, sowie ggf. ein oder mehrere Sondersymbole. Zu Spielbeginn sind nur die Uferfelder offen.

Jeder Spieler erhält einen Satz Baukarten (Bauen am Ufer, über Wege, am Fluss entlang) sowie zufällig je zwei Wertungskarten.
In seinem Zug kann er entweder Siedeln oder eine Wertung auslösen. Dabei gilt: Wer eine Uferkarte spielt, kann an einem beliebigen Uferplatz bauen. Wer eine Flusskarte spielt, darf irgendwo an einem Fluss bauen, an dem er bereits eine Siedlung hat. Wer eine Wegkarte spielt, darf von einer bereits bestehenden Siedlung einen durch einen Weg verbundenen Nachbarbauplatz erbauen. Dabei muss der Spieler das passende Gebäude errichten (deren Anzahl entsprechend begrenzt ist) und erhält die Punkte für den Bau und Zugang zu den Sondersymbolen, die im Wesentlichen für die Abrechnung wichtig sind.

Bei den Wertungen erhält jeder Spieler Punkte, der bestimmte Bedinungen erfüllen kann: Z.B. eine Siedlung mit einem bestimmten Extrasymbol zu haben, viele Siedlungen an der Küste zu haben, alle verschiedene Gebäudetypen errichtet zu haben... Bei vielen Wertungen ist es sinnvoll, sie möglichst schnell zu erreichen, um die Punkte für das Erreichen der Bedingung einheimsen zu können, wenn die anderen Spieler die Bedingung noch nicht erfüllt haben, bei ein paar macht es aber auch Sinn, sie erst spät auszuspielen, weil man Punkte für z.B. jede eigene Küstensiedlung erhält, von denen man später natürlich mehr haben kann als früher.

Nachdem alle Spieler ihre Karten ausgespielt haben (und jeder damit zwei Wertungen ausgelöst hat) werden die Gebäude wieder vom Brett genommen und jeder Spieler sucht sich einen neuen Kartensatz aus (zusammen mit den Wertungskarten des entsprechenden Vor-Besitzers) und die Wertungskarten können noch ein bisschen getauscht werden. Es wird ein zweiter Durchgang gespielt, der im Wesentlichen wie der erste verläuft, nur dass inzwischen die meisten Siedlungsplättchen aufgedeckt sein dürften und man in etwa weiß, welche Wertungen im Spiel sind.

Spielspaß:
Das Spiel kommt zunächst schnell durchschaut daher und erfordert keine tiefschürfenden Strategien (daher die niedrige Altersempfehlung). Selbst wer mehr oder weniger auf Zufall baut wird Punkte nach Hause bringen und immer wieder mal ein paar Punkte durch Mitspielerwertungen einheimsen. Gleichzeitig können Strategen feststellen, dass unter dieser "seichten" Oberfläche das Potzenzial schlummert, unvorsichtigen Gegnern guten Baugrund abzugraben ("Du kannst nicht mehr die Flüsse entlang bauen und die Wege sind alle zugebaut? Ohhhhhhhh...") sowie bei geschickten Siedeln doch noch mal ein paar mehr Extrapunkte beim Werten einzuheimsen. Der Zufallsfaktor durch die verdeckten Plättchen ist meiner Meinung nach übrigens gering: Es gibt ausreichend Startpunkte, das Entdecken geht recht flott voran und man hat mehr als eine Möglichkeit, Punkte zu machen. Wenn man also nicht zu den Leuten gehört, die unbedingt diese eine xy-Strategie spielen müssen, weil das halt die mathematisch ausgerechnete beste ist, dann sollte man nicht durch Pech verlieren (ganz dumm kann es aber natürlich immer mal laufen).
Die einzelnen Züge gehen also recht flott voran, es macht Spaß ein bisschen nach den günstigen Bauplätzen zu suchen und es ist auch nett anzusehen, wie sich die Insel langsam füllt. Dieser spezielle Spaßfaktor aber eben schon von x anderen Spielen bedient wird, so dass das Spiel auch nicht herausragt.

Balance:
Kleine Kritik muss ich an den Wertungskarten anbringen. Es scheint einige zu geben, die man recht leicht für sich alleine erfüllen kann, während bei anderen Karten fast sicher die anderen Spieler zumindest ein bisschen wenn nicht sogar genauso gut mitmischen. Außerdem gibt es einige Karten, die potenziell SEHR viel mehr Punkte bringen können als andere. Es verleitet daher ein bisschen, auf diese Karten zu spekulieren (vielleicht hat ja einer der anderen Mitspieler sie?). Selbst wenn sich erweisen sollte, dass die Wertungskarte nicht im laufenden Spiel ist, hat man nicht zu viel verloren, da man mit jedem errichten einer Siedlung automatisch immer an verschiedenen Wertungsbedingungen baut.

FAZIT:
Das Spiel ist ein nettes Aufbauspiel mit einfachen Regeln und ohne große Hürden. Es lässt sich also gut von Gelegenheitsspielern spielen. Santa Cruz bietet aber auch Raum für Vielspieler, sich den Weg zum Sieg noch etwas zu vergolden oder die Mitspieler doch plötzlich in arge Schwierigkeiten zu bringen. Gleichzeitig ragt Santa Cruz aber nirgends heraus. Kaufempfehlung deswegen nur, wenn man dem Bereich "einfaches Aufbauspiel" noch nichts hat oder ein ausgemachter Genre-Fan ist.


Battlestar Galactica - Season 1-4/Die komplette Serie [Blu-ray]
Battlestar Galactica - Season 1-4/Die komplette Serie [Blu-ray]
DVD ~ Jamie Bamber
Wird angeboten von Celynox
Preis: EUR 72,06

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Dem Hype kann ich mich nicht anschließen, 21. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Info vorweg: Die Rezension bezieht sich sowohl auf die Serie an sich als auch auf die Box / den Datenträger (BD)

Der alte alte Kampfstern Galaktika hat mich als Kind begleitet und so gehöre ich zu der Generation, die der Neuinterpretation vieler Charaktere äußert skeptisch entgegenstand und mir mit Absicht viel Zeit ließ, bis ich mir ein eigenes Urteil bilden wollte. Immerhin sind seit Erscheinen inzwischen über 10 Jahre ins Land gestrichen.

Dass ich neue Charaktere mit alten Namen sehe, stört mich jetzt auch gar nicht mehr. Und die Serie gefällt auch, aber die ganzen Superlative, mit denen "Battlestar Galactica" überhäuft wurde, kann ich nicht nachvollziehen. Die alte Geschichte (Die Menschen werden von ihrer eigenen Kreation, den Zylonen, fast ausgerottet und die Überlebenden fliehen, immer die Gefahr neuer Angriffe im Nacken) wird um Intrige, Zwischenmenschliches und Spiritualität erweitert. Durch die ersten beiden Punkte gewinnt die Serie grundsätzlich, bei dem letzten bin ich mir da nicht so sicher: Gerade im letzten Drittel wird "Gott führt dich!" arg strapaziert und muss als "deus ex machina" herhalten, anstatt plausible Lösungen zu bieten; vermutlich ist das dem amerikanischen Zielpublikum geschuldet? Sehr gut gelungen ist es jedoch, den alten Retro-Look der Serie in die moderne Zeit zu tragen.

Warum die Serie aus meiner Sicht nicht über soliden Standard hinausgelangt, liegt vor allem an zwei Gründen:

Zu viel Drama: Ich kenne "Greys Anatomy" nur aus den TV-Vorschauen, habe aber manchmal den Eindruck, dass die Schreiber vom selben Funken inspiriert wurden: Drama, Drama, Drama! Und wenn für mehr Drama auf Plausibilität verzichtet werden muss, dann verzichten die Schreiber der Folgen darauf. Man sollte meinen, dass die Menschen näher zusammenrücken, aber nein, die politischen und religiösen Fraktionen wollen ihre kleinkrämerischen Forderungen wie eh und jeh mit aller Macht durchsetzen, einzelne Zerbrochene organisieren sich Maschinengewehre (!!!), um sich an vermeintlich Schuldige rächen zu können, das organisierte Verbrechen kann bis zu obersten Führungsebene Mordanschläge ausüben und wenn persönliche Gefühle eine Rolle spielen, dann geht es sowieso drunter und drüber. Und das als Kriegsflüchtlinge, die nie wissen, wie dicht der Feind ihnen auf den Fersen ist und wann die schwindenden Vorräte aufgefrischt werden können und man froh sein kann, überhaupt noch am Leben zu sein. Dass dabei manchmal offensichtliche Fragen nie gestellt werden (warum z.B. finden die Zylonen in einer der frühen Folgen die Galaktika immer innerhalb von 33 Minuten nach einem Überlicht-Sprung? Womöglich ein Verräter oder versteckter Peilsender? Niemand fragt sich das!) fällt dann schon nicht mehr ins Gewicht.

Zu viel Wackelkamera, Krisselfilter, schnelle Zooms: Dieser ganze Krams, der den Zuschauer "mitten in die Szene" holen soll und das Drama noch verschärft. Es gibt zwar Filme und auch Situationen, in denen das echt gut wirkt, aber eine ganze Serie - bei der Action ja sogar im Hintergrund steht - damit zu drehen, kam bei mir nicht so gut an, zumal auf BD krisseliges Dunkelgrau (= schwarz) nicht wie gewollter Effekt, sondern wie schlechtes Bild wirkt. Auch nicht, dass direkt nach dem Intro ein Zusammenschnitt mit den Höhepunkten der Folge gezeigt wird - das soll natürlich Vorgeschmack auf die nächste 3/4 Stunde packende Serie liefern, ist aber doch nichts weiter als übles Spoilern.

Das alles macht die Serie für mich zu einer 4-Sterne Angelegenheit. Für Fans von Serien, Sci-Fi und Intrigen empfehlenswert, alle anderen können ja mal reinschnuppern, aber wenn nicht, verpassen sie nichts.

Jetzt noch die Bewertung von Box und Datenträger bzw. Vertrieb: Hier wollte der Vertrieb offensichtlich an Sprachen sparen und verzichtet komplett auf Sprache. Die Menüführung funktioniert über Icons, die Episodneauswahl durch Nummer. Nicht einmal ein Minibild ist vorhanden, so dass man dann z.B. auch erst merkt, dass auf eine Folge dann die gleiche Folge in der extended Version folgt, wenn man begriffen hat, dass die Extra-Szenen nicht synchronisiert wurden und deswegen auch die ganze Folge nur auf Englisch abgespielt wurde. Später ist man dann cleverer - denkt man - und hat sich vorher schlau gemacht, ob eine extended version auf der Disc drauf ist und überspringt einen Titel. Doof nur, dass ab dann die Auswahl zwischen normal und extended in die Titelnummer gepackt wurde und man also eine Folge zu weit ist. Diesen Sparwillen sieht man auch während der Folgen, wo Texteinspieler einfach nur simpel und stur untertitelt wurden. Weiter hinten dann auch noch mit Schreib- und Grammatikfehlern bzw. ohne dass die Untertiteler bemerkt haben, dass bei der Einleitung im Original da plötzlich ein anderer Text steht. Für eine so hochgelobte und erfolgreiche Serie hätte ich mir etwas mehr Mühe und Liebe zum Detail gewünscht.

FAZIT: Die neue "Battlestar Galactica" ist eine gute Thriller-Serie in einem Sci-Fi-Setting, der es grundsätzlich gut gelingt, sowohl eine spannende neue Serie zu sein als auch an die alte "Kampfstern Galactica" anzuknüpfen. Allerdings kann ich weder in der Grundstory, noch im Folgendesign noch in den Charakteren etwas finden, dass Galactica den Titel einer der besten Serien aller Zeiten zugestehen würde. Dennoch für die Serie gute vier Sterne. Bezogen auf die Box und die Umsetzung, die ziemlich lieblos sind und auch nicht so richtig BD-Feeling aufkommen lassen, gibt es noch mal einen Stern Abzug. Für Fans von Sci-Fi, Thriller oder Serien im Allgemeinen sehenswert, aber kein Must-Have.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 11, 2014 8:27 AM MEST


CAPTAIN FUTURE
CAPTAIN FUTURE

4.0 von 5 Sternen erstaunlich gut, hat aber nix mit Captain Future zu tun, 1. April 2014
Rezension bezieht sich auf: CAPTAIN FUTURE (Spielzeug)
Für ein Spiel aus dem Jahre 1980 funktioniert "Captain Future" erstaunlich gut. Dabei hat das Spiel mit der Serie nichts zu tun, außer dass irgendwie Namen aus der Serie verwurstet wurden.

Spielidee: Jedem Spieler stehen 10 Handkarten und (je nach Anzahl der Spieler) 30 bis 50 Raumschiffe zur Verfügung. Auf dem Spielbrett mit einem Zahlen/Buchstabenraster sind einige Felder als Planeten (4, 6 oder 9 Felder groß) markiert. Jeder Spieler hat 2 Aktionen + die Möglichkeit, ein Ereignis auszuspielen.

Eine Aktion besteht im Wesentlichen aus dem Landen auf einem Planeten. Dazu spielt man eine Karte aus, auf der entweder die Buchstaben- oder die Zahlenreihe, die zu dem Zielfeld gehört, angegeben ist. Alternativ gibt es noch Landekarten, auf denen direkt der Planetenname steht sowie Joker, mit denen man überall landen darf. Besetzte Felder sind zunächst tabu.

Sobald ein Planet komplett kolonisiert wurde, darf erobert werden. Je nach der persönlichen Stärke auf dem Planeten (Mehrheit, Anwesenheit, Abwesenheit) kann man nun besetzte Felder durch das Ausspielen von 1, 2 oder 3 passender Karten besetzen und das vorher dort gelandete Schiff aus dem Spiel nehmen.

Sobald der erste Spieler sein letztes Schiff gesetzt hat, dürfen alle übrigen Mitspieler noch einen letzten Zug machen und dann wird abgerechnet. Für jedes Schiff auf dem Brett gibt es einen Punkt und für jede Mehrheit auf einem Planeten einen Zusatzpunkt. Einen richtig dicken Bonus von 3-5 Punkten erhält man, wenn man einen Planeten ganz für sich erobert hat.

Um dem Spiel noch einen einen kleinen Twist zu geben, gibt es den "mystischen Stein", der das besetzen einiger Felder verhindert sowie die Ereigniskarten, die den "mystischen Stein" bewegen oder besondere Züge erlauben.

Letzlich hat das Spiel wie gesagt nichts mit Captain Future oder auch nur SciFi zu tun. Es ist ein abstraktes Strategiespiel, bei dem es durch geschicktes Setzen seiner eigenen Steine gilt, Mehrheiten auf Feldergruppen zu sammeln und so zum einen Punkte zu kassieren und zum anderen den Gegner die Rückeroberung zu erschweren. Als solches ist das Spiel nicht spektakulär, aber funktioniert erstaunlich gut und kann schon mal zu der einen oder anderen Grübelei führen.


Sega Mega Drive Classic Collection Vol 4 Game PC [UK-Import]
Sega Mega Drive Classic Collection Vol 4 Game PC [UK-Import]

4.0 von 5 Sternen Für Sega-Nostalgiker, 27. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Sammlung enthält die angegebenen Sega-Mega-Drive-Spiele praktisch 1:1 übersetzt. Dabei gelten asd für die drei Buttons abc und die Pfeiltasten entsprechen dem Fadenkreuz. Einen Controller kann man wohl auch benutzen. Schön ist, dass man das Spiel jederzeit abspeichern kann (aber auf der PC-Ebene, nicht auf der Spielebene). Für alte Sega-Fans also eine tolle Kompilation. Einen Stern Abzug gibt es dafür, dass ich mir mehr klare Schwerpuntke gewünscht hätte. Mich haben nur die alten RP-Klassiker interessiert, und solche Spiele wie Final Fantasy habe ich schwer vermisst.
Jeder, der mit den alten Spielen (also Stand Anfang der 90er) nichts weiter anfangen kann, sollte vom Kauf eher absehen. Von der Grafik abgesehen sind insbesondere die Actionspiele einfach grausig zu steuern.

FAZIT: Eine Sammlung für Fans des alten Mega Drives und für niemanden anders.


Die soziale Eroberung der Erde: Eine biologische Geschichte des Menschen
Die soziale Eroberung der Erde: Eine biologische Geschichte des Menschen
von Edward O. Wilson
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,95

4.0 von 5 Sternen solide Zusammenfassung, aber kein Meilenstein, 27. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ganz klar kennt sich E.O. Wilson in seinem Fach (und einigen anderen) gut aus und hat schon mehrfach bewiesen, dass er gute und verständliche Bücher für Allerwelt schreiben kann. Auch die soziale Eroberung ist ein gutes Buch, aber ich finde es bei weitem nicht so stark, wie es zu oft bewertet wird.

Wilson baut gemäß der Frage "Woher kommen wir, was sind wir?, wohin gehen wir" sein Buch auf. Zunächst beschreibt er die grundsätzlichen evolutionären Prozesse, die zu der Erstehung unserer Art nötig waren. Dazu gehören diverse Voranpassungen und vermutlich auch diverse Krisen, die den Fastmenschen auch fast schon wieder ausgelöscht hätten. Als nächstes weitet er diese elementare Evolution aus, indem er die "epigenitschen" Prozesse berücksichtigt, die vermutlich auf Gruppenebene uns zu sozialen Wesen macht. Am Ende leitet er daraus das Wesen der Menschen inklusive Moral und Religion ab und schließt das Buch mit einem sehr schönen und hoffnungsvollen Appell, dass wir Menschen zwar auf dem besten Weg in den Abgrund sind, aber alle Chancen der Welt haben, die Kurve zu kriegen und das Elend der Menschheit zu beenden.

Da es dem deutschen Untertitel zum Trotz um die "soziale Eroberung der Erde" geht, und nicht um die "soziale Eroberung der Erde durch den Menschen" fließen daneben immer wieder Beschreibungen über evolutionäre und soziale Entwicklungen anderer Tiere, besonders eben der Insekten mit ein. Auch wenn diese Passagen mit der Vorbereitung seiner späteren Thesen dienen, vergleicht er nicht Mensch und Insekt und deutet sehr deutlich auf die Unterschiede hin. Auch bei den (rudimentären) Kulturleistungen anderer Tiere deutet er auf die qualitativen Unterschiede hin und erörtert Gründe, warum diese Unterschiede wohl immer qualitativer Natur bleiben werden.

Positiv ist zu vermerken, dass Wilson sehr moderat erklärt. Wo die Sachlage unbewiesen ist, spricht er von seiner Überzeugung, starken Hinweisen u.ä. Es bleibt aber klar, dass es am Ende vielleicht doch ganz anders ist.

Es gibt aber auch diverse Abstriche, die dem Buch das Herausragende verwehren. In manchen Passagen hat Wilson einen ungewohnt spröden bis sperrigen Erzähltstil. Das scheint auch nicht unbedingt an der Übersetzung zu liegen, wie man an sehr, sehr vielen Redundanzen sieht. Hätte ich Strichliste geführt, wäre ich wohl auf über ein Dutzend deutliche Hinweise gestoßen, dass zur Entwicklung von Eusozialität offenbar ein festes Nest (Bau, Höhle, Lager...) nötig ist. Dass dabei zu keinem Zeitpunkt wirklch konkret erklärt wird, was eigentlich das besondere an dem "Eu" vor die Sozialität ist, ist schon etwas schwach. Der Hinweis in der Mitte des Buchs, dass das Eu wörtlich für "echt" steht, hilft da nicht wirklich weiter.
Da liegt dann der nächste Schwachpunkt. Wilson bringt viele Argumente vor, sie sind oft jedoch schwach bis sehr schwach. Z.B. erklärt er die Arbeiterinnen in einem Insektenstatt zu "Robotern", quasi "mobilen Einheiten" des Körpers "der Königin", die als solche so viel Wert haben wir unsere Haare oder die nachwachsenden Zähne von Haien. Demnach würde das Argument, die natürliche Selektion (primär: was mach mit fortpflanzungsfähiger?) als Hinterfragung nicht gelten. Wie aber aus den selbstständigen Einzel-Invidiueen robotorähnliche Erweiterungen des Königinnen-Individuums entstanden sind, bleibt offen. Sie werden ja kaum aus den Flügeln der Königin gewachsen sein.
So bleiben auch viele andere Behauptungen und Thesen plausibel, aber eben nicht wahrscheinlich zwingend und mehr auf der Ebene der persönlichen Überzeugung von Wilson. Das ist sehr schade, da manch eine Aussage deutlich mehr Gewicht in sich trägt, als in diesem Buch. Beschwichtigend muss man hier aber vermutlich darauf hinweisen, dass Wilson eben Amerikaner ist, also in einem Umfeld schreibt, in dem jeder Zweite die darwinistische Evolution schlicht ablehnt.

Abschließend muss man sagen, dass zumindest wer sich regelmäßig akutelle wissenschaftliche Lektüre besorgt (in der Art vom Spekturm der Wissenschaft) wenig neues erfährt. Auch wenn einige Erkenntnisse erst ein paar Jahre alt sind, haben sich die meisten doch schon rumgesprochen.

FAZIT: E.O.Wilson schafft eine solide Zusammenfassung zur aktuellen Antwort auf die Frage: "Wie ist der Mensch zu dem geworden, was er ist?". Als Neben- bzw. Vorprodukt wird die Entwicklung staatenbildender Insekten erläutert. Dabei ist sein Schreibstil leider etwas spröde geworden und seine Argumentation oft eher schwach. Vor allem seine Schlussthesen in Bezug auf Moral oder Religion sind zwar plausibel (und im Wesentlichen würde ich sie unterschreiben), aber es fließen doch zu viel persönliche Überzeugung und zu wenig starke Argumente in sie hinein. Die persönliche Überzeugung beendet das Buch mit einem sehr schönen Hoffnungsappell für die Menschen und ihre Zukunft. Wer sich für das Thema interessiert, darf gerne zugreifen.


Dremel 2.615.S54.4JB SpeedClic Holz-Trennscheibe ø 38 mm (1 Stück)
Dremel 2.615.S54.4JB SpeedClic Holz-Trennscheibe ø 38 mm (1 Stück)
Preis: EUR 10,49

5.0 von 5 Sternen Holzsäge für den Dremel, 22. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich gehöre zu den diversen Leuten, die Probleme mit ihrer Dehnungsfuge beim verlegten Laminat hatten. Ich hatte mir zunächst nur den Dremel 3000 gekauft und mit den beigelegten Sägescheiben an der Wand gearbeitet. Das ging zwar, aber nicht schnell und die Scheiben verbrauchten sich sehr schnell (3 Stück für einen Meter). Habe mir dann trotz der teilweise mittelmäßigen Rezensionen die Holz-Trennscheibe zugelegt, da die Investition in den Dremel nun schon mal getätigt war.

Ich musste drei weitere Meter bearbeiten, die ich dann innerhalb von ca. 15 Minuten (Handwerks-N00b mit wenig Erfahrung) gekürzt hatte. Die Scheibe ging sehr leicht durch das Holz, nichts ist angebrannt. Wichtig ist offenbar vor allem, dass man den Dremel die Arbeit selbst machen lässt: Die eigene Hand führt nur das Werkzeug, baut aber keinen Druck auf, sonst bekommt der Dremel "Stress" und wird merklich langsamer.

Nach den drei Metern hat die Scheibe natürlich nicht mehr so schön geglänzt, aber ich kann keine nennenswerten Abnutzungserscheinungen feststellen. Zumindest für den Gelegenheitsgebrauch gibt es also keine Mängel zu beklagen.


Dremel Multifunktionswerkzeug-Set 3000-1/25
Dremel Multifunktionswerkzeug-Set 3000-1/25
Preis: EUR 65,90

5.0 von 5 Sternen vielseitiges Mini-Tool für alle Rotationsarbeiten, 22. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich schreibe hier aus der Sicht eines "Sesselpupsers" - normalerweise habe ich wenig mit handwerklichen Arbeiten zu tun und habe entsprechend wenig Erfahrung. Um so mehr bin ich vom dem kleinen Dremel begeistert.

Benötigt habe ich ein Kreissägenwerkzeug, mit dem ich die Fugen bei meinem Laminat kürzen konnte, nachdem nach knapp zwei Jahren der Boden plötzlich Wellen schlug. Minihandkreissägen und ähnliches vielen bald aus der Auswahl, da diese Geräte meist immer noch zu groß sind, um an schwierigen Stellen - z.B. unter der Heizung - arbeiten zu können. Über den Dremel bin ich eher zufällig gestolpert und ich muss gestehen, dass der Kauf ein bisschen "auf Risiko" statt fand, da viele Rezensionen und Foreneinträge eher auf ein reines Feinwerkzeug hindeuteten. Ausgepackt musste ich dann zunächst feststellen, dass ich direkt mit dem Dremel nicht arbeiten konnte, da der Griff halt dicker als die Sägescheiben im Durchmesser sind und ich damit nicht direkt an der Wand arbeiten kann. Zusammen mit der Welle, die dann gleichzeitig auch noch als Verlängerung funktioniert, war das Werkzeug aber einsatzbereit.

Zunächst bearbeitete ich mit dem Dremel eine ca. 1m breite Stelle, an der ich einen Wandvorsprung hatte. Das ging insgesamt auch halbwegs gut - der Dremel vibrierte wenig, die Welle lag gut in der Hand, nichts hat sich verkantet - , allerdings verbrauchte ich dabei drei der fünf mitgelieferten Sägescheiben. Immerhin: Die Stelle hatte schon einiges an Spannung aus dem Boden genommen und zwei meiner fünf Laminatbreiten legten sich wieder. Die nächste Stelle, an der ich arbeiten musste, war jedoch länger als drei Meter. Dafür noch mal 15 Sägescheiben zu verbrauchen, schien nicht sinnvoll, also hatte ich noch etwas weiter recherchiert und war dann auf den "Dremel 2.615.S54.4JB SpeedClic Holz-Trennscheibe"-Aufsatz gestoßen, ein kleines Sägeblatt speziell für Holz. Nach durchsicht der Rezensionen war ich wieder unsicher, ob das kleine Sägeblatt reicht, aber da ich nichts besseres hatte... Der Baumark wollte dafür fast 80% mehr Geld haben als Amazon, also war einen Tag nach Bestellung das Päckchen bei mir.

Aufgeschnappt und losgesägt war ich eine viertel Stunde später mit meinen drei Metern durch, einmal kurz den Boden inspiziert, "flupp" war die Welle weg und die neuen Dehnungsfugen hatten sich kaum geschlossen.

Egal, mit dem richtigen Aufsatz ging die Arbeit also erstklassig und das neue Sägeblatt weist noch keinen nennenswerten Verschleiß auf! Auch die sonst manchmal geschilderten Probleme (schwacher Motor, Rauchentwicklung u.ä.) kann ich nicht feststellen. Für mich als Laien wäre aber eine bessere Beschreibung der Aufsätze wünschenswert. Die sind nämlich nur ihrem Hauptzweck gekennzeichnet (Schneiden, Fräsen...), aber nicht für welches Material sie gedacht sind. Hier dürfte Dremel, der sich ja wohl als Prmemiummarke präsentiert, gerne etwas nachlegen.

Vorläufig werde ich den Dremel wohl nicht mehr brauchen, habe aber abgesehen von der kleinen Powersäge immer noch ein Schleif-, Fräs- und Polierwerkzeug bei mir zu Hause, und das für weit unter 100 EUR (wo andere Geräte ja oft erst anfangen).

FAZIT: Der Dremel ist ein kleines, leistungsstarkes Rotationswerkzeug. Die mitgelieferten Aufsätze bieten breite Anwendungsmöglichkeiten, ggf. muss man aber noch mal nach dem richtigen Aufsatz für Spezialarbeiten Ausschau halten. Auch wenn der Dremel wohl vor allem für Feinarbeiten gedacht ist, eignet er sich bei Gelegenheitsgebrauch auch für größere Arbeitsgänge. Und das zu einem bombigen Preis-Leistungs-Verhältnis.


Urmeer: Die Entstehung des Lebens
Urmeer: Die Entstehung des Lebens
von Dagmar Röhrlich
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 28,00

4.0 von 5 Sternen schönes Buch für Laien mit tollem Stil, 8. Februar 2014
Dagmar Röhrich beschreibt in ihrem Buch die Entwicklung des Lebens vom seinem Beginn vor etwa vier Milliarden Jahren an. Der Titel ist dabei eigentlich nicht ganz getroffen, denn die "Entstehung" des Lebens leitet das ganze eben nur ein. Im Meer bleibt sie aber tatsächlich überwiegend, was nicht nur daran liegt, dass sich das Leben den größten Teil seiner Geschichte über im Meer zugetragen hat.

Aber egal. Frau Röhrich arbeitet sich von Epoche zu Epoche und beschreibt, wie die ersten Lebewesen langsam komplexer wurden, mehrzellige Lebewesen entstanden, die Ozeane bevölkerten und irgendwann das Land eroberten. Der Laie erfährt dabei auch von den diversen Massensterben, von denen die Erde immer wieder einmal getroffen wurde. Teilweise bettet die Autorin die Texte in die Wissenschaftsgeschichte ein, wie die Menschen der Renessaince entdeckten, dass die Steine das Buch des Lebens sind und unter welchen Umständen sie "geforscht" haben. Diese Passagen haben mir fast am besten gefallen. Gerade im Mittelteil fehlt diese "Geschichte in der Geschichte". Hier beschreibt mir Frau Röhrich einach zu viel: Im Meer schwamm Kreatur xy (lateinischer Name), das so und so aussah, über den Boden huschte das Wesen wz (lateinischer Name), das diese und jene Besonderheit hatte. Diese Stellen bringen das Buch nicht wirklich weiter und wirken ein wenig wie Lückenfüller.

Sehr schön finde ich die Illustrationen und den ganzen Stil des Buches als solches gelungen. Sie geben dem Buch einen eigenen Charme und heben es aus der Masse heraus ab - auf der einen Seite für "Herrn und Frau Allerwelt" geschrieben, aber gleichzeitig mit einem sehr wertigen Anstrich. Dem Bücherfreund gefällt's!

Insgesamt fand ich das Buch "Tiefsee" von ihr aus der gleichen Reihe noch einen Tick besser.

FAZIT: Sehr schön aufgemachtes Buch über die Entwicklung des Lebens auf der Erde, dazu ein wenig Wissenschaftsgeschichte. Gerade für den Laien ist das Buch verständlich geschrieben, der Amateur oder gar Profi wird kaum wesentlich neues finden. Gelegentlich gibt es kleinere Längen, für die ich insgesamt einen Stern abziehe.


Pegasus Spiele 51340G - Puzzle: Packet Row - New York, 1842, deutsche Ausgabe
Pegasus Spiele 51340G - Puzzle: Packet Row - New York, 1842, deutsche Ausgabe
Preis: EUR 28,32

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Handelssimulation mit Pokertaktik, 22. Dezember 2013
= Haltbarkeit:4.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:3.0 von 5 Sternen 
New York, 1842. Die Schiffe reihen sich schon am Horizont zu einer langen Kette, bevor sie im Hafen einlaufen. Die Packet Row. All die Schiffe müssen natürlich abgewickelt werden. Die Gelegenheit, Geld zu scheffeln und Ruhm zu ernten!

Bei Packet Row ergreifen die Spieler diese Gelegenheit. Jeder ist mit ein wenig Geld und einem Auftrag, Handelswaren in die Alte Welt zu schiffen ausgestattet. Das Geld - das man über die Aufträge vermehren kann - ist dabei nur Mittel zum Zweck, denn vor allem will der Spieler Ruhm und Ansehen ernten. Das macht er am besten, in dem er Prestigebauten in der Stadt errichten lässt.

Es gibt vier Bereiche im Spiel:
Die Finanzwirtschaft ist eine zweite Alternative, Geld zu mehren. Zwar in nur kleinen Portionen, die aber im entscheidenden Augenblick den Ausschlag geben können und die zudem als Karten verdeckt auf der Hand gehalten werden können (Stille Reserven, sozusagen).
Der Markt, auf dem der Spieler seine Waren einkaufen oder Händler anheuern kann, die eine Warenart in eine andere umwandeln können.
Auf dem Hafen findet man natürlich die Schiffe, die die Waren zu ihren Zielort bringen. Oder auch mal einen Kapitän, der den eigentlichen Zielhafen kurzerhand in das für den Auftrag relevante Ziel ändern kann.
Die Auftragsbörse bietet, klar: Neue Aufträge.
Neben den vier Hauptaufgaben gibt es in allen Bereichen die Prestigegebäude zu erwerben und die eine oder andere Sonderkarte.

Jedem Bereich ist ein Spielbrett zugeordnet, auf dem einige Spielkarten verteilt werden. Neben den vier Spielkarten des aktuellen Angebotes gibt es noch einen Ausblick auf das zukünftige Angebot sowie einen verdeckten Nachfüllstapel. Der Startspieler wählt einen Bereich aus, in dem nun die anderen Spieler der Reihe nach eine Karte wählen können oder passen. Der Startspieler wählt als letztes seine Karte. Findet er jedoch nichts interessantes mehr vor, kann er zum nächsten Bereich wandern. Hier können nun zunächst wieder alle anderen Spieler ihre Karte wählen - wenn sie im vorigen Bereich nicht schon eine Karte gewählt haben! Das geht so lange, bis entweder alle vier Bereiche durchgearbeitet sind oder der Startspieler seine Karte nimmt und die Runde beendet. Wer bisher in der Hoffnung auf bessere Karten gepasst hat, geht leer aus.

Jedesmal, wenn ein Bereich angesteuert wird, wird abschließend das aktuelle Angebot entfernt und durch das zukünftige Angebot aufgefüllt. Egal, ob in dem Bereich tatsächlich Karten gewählt wurden oder nicht. Das Spiel endet, wenn in zwei Bereichen kein Angebot mehr vollständig zur Verfügung gestellt werden kann.

Spielspaß: Das Grundspiel (Aufträge sammeln, dazu passende Rohstoffe kaufen und ein in die richtige Richtung fahrendes Schiff chartern, um das gewonnene Geld in Siegpunktkarten zu investieren) ist relativ altbacken und unspektakulär. Der eigentliche Clou ist der Pokerpart. Kann ich als Startspieler meine Mitspieler mit kleinen Geschenken anfüttern, um mir selber den dicken Fisch zu angeln? Oder kann ich die Mitspieler zum passen bewegen, um sie dann alle für den Lohn einer mittelguten Karte leer ausgehen zu lassen? Andersherum: Meine beiden Vorderspieler haben schon gepasst - passe ich jetzt auch, wird der Startspieler uns alle leer ausgehen lassen; nehme ich jedoch eine Karte, passt er vielleicht nicht, ich bin aus dem Rennen und habe den anderen zugespielt...
Wichtig zu erwähnen ist noch, dass das Spiel recht schnell zu Ende sein kann. Wenn eine Gruppe viel passt, dann werden die Kartenstapel schnell kleiner, ohne das Karten tatsächlich unter die Spieler kommen und das Spiel ist vorüber, während die meisten gefühlt noch in der Aufbauphase sind. Die Verlockung zu passen ist leider recht groß, und sich zum Nichtpassen zu "zwingen", um das Spiel damit eigentlich spannender zu halten, fühlt sich schon ein bisschen doof an. Dafür einen Stern Abzug.

Sehr interessant ist auch das viergeteilte Spielbrett. Da es keine Not gibt, alle Bereiche in ein Brett zu integrieren, kann man die vier Pläne nach Bedarf arrangieren und z.B. der Tischgröße anpassen. Artwork und Aufmachung sind nicht übermäßig innovativ, aber dem Spiel angemessen und solide.

FAZIT: Packet Row ist eine Handelssimulation, in der nicht nur einfache Handelsketten erworben werdem, sondern die Mitspieler geschickt gegeneinander ausgespielt werden müssen. Auch wenn das Spiel kein Klassenprimus ist, funktioniert es sowohl für Familienspieler als auch für Vielspieler gut und kann immer wieder mal rausgeholt werden. Daher eine Kaufempfehlung. Weniger geeignet dürfte es für Genrespieler der Richtung fantastische und regelkomplexe Spiele sein.


Flower lover Quadrato Pflanzgefäß mit Bewässerungssystem 22 x 22 x 21 cm, anthrazit
Flower lover Quadrato Pflanzgefäß mit Bewässerungssystem 22 x 22 x 21 cm, anthrazit

4.0 von 5 Sternen formschön und praktisch, 24. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Topf lässt sich gut befüllen und sieht schlicht, aber doch stilvoll aus. Soweit habe ich nichts zu bemängeln.
Letztlich ist das Gefäß aber nur ein Kunststofftopf und auch das "Bewässerungssystem" ist eigentlich nur ein speziell geformtes Kunststoffsieb mit Wasserstandsanzeige. Dafür hat der Flower Lover dann doch einen recht stolzen Preis.
Ob ich das Sieb, wenn ich die Pflanze einmal umtopfe, wiederverwenden kann, oder ob es durch Wurzelbewuchs nicht mehr in einem Stück entfernt werden kann, wird sich dann in ein paar Jahren auch noch zeigen müssen.


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