ARRAY(0x9ed2d138)
 
Profil für Detlef S. > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Detlef S.
Top-Rezensenten Rang: 768
Hilfreiche Bewertungen: 802

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Detlef S. "oksipitallappen"
(TOP 1000 REZENSENT)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-18
pixel
Journey of a Roach
Journey of a Roach
Preis: EUR 19,97

3.0 von 5 Sternen Ja, aber..., 14. April 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Journey of a Roach (Computerspiel)
Ich kann mich den insgesamt sehr guten Rezensionen nicht voll anschließen und will deswegen mal mit einem "Ja, aber..." meinen Senf dazu geben.

Zunächst mal die positiven Seiten:
Die Idee eine Kakerlake zu spielen, die in einer postapokalyptischen Welt ihren Freund sucht, ist schon recht reizvoll. Neben der Idee selbst gehört dazu insbesondere die Bewegungsfreiheit des Charakters, der an Wänden und Decken laufen kann und damit dem Adventure eine wahrhaft neue Dimension verleiht.
Die Geschichte ist nett erzählt, die Rätsel sind grundsätzlich sinnvoll eingebaut. Am Anfang noch leicht erreichen sie schnell ein mittelschweres Niveau. Dabei behält das Adventure durchweg einen schrullig-skurillen Touch, wie man es von Daedelic-Spielen erwarten darf. Von der innovativen Grundidee ist aber nichts dabei, was das Adventure von anderen wirklich abhebt.

Nun zum Aber:
Zum einen ist "Journey of a Roach" zwar solide, aber nicht herausragend. Wenn alles andere stimmen würde, dann würde mir das für fünf Sterne reichen. Aber alles andere stimmt dann nicht.
Zum einen ist da die erwähnte kurze Spielzeit. Es gibt fünf Kapitel, das erste Kapitel, dass als Einführungskapitel nach fünf bis zehn Minuten durchgespielt ist, mitgezählt.
Zum anderen - und das hat mir von Anfang an quer im Magen gelegen (s.u.) - ist "Roach" nicht gezeichnet, sondern mit einer 3D-Engine animiert (und auch wenn die Engine versucht einen Comic-Stil zu wahren, so ist es doch eine 3D-Animation und nichts, was ich als "Comic" bezeichnen würde). Das Spiel verliert dadurch den Charme der "Hand" und die Steuerung wird vom Point zum Key verlegt. Mit links, rechts, hoch, runter steuert man die Kakerlake umher und bleibt schnell mal an einer Ecke hängen, verfehlt den Türeingang und läuft plötzlich die Wand hoch und ähnliche Navigationsprobleme (ich habe übrigens keinen Führerschein und weiß nicht, wie gut ich einparken kann... ;-). Das ist zwar nicht schlimm, aber mich hat's doch genervt. Die 3D-Engine führt bei mir auch recht bald zu leichter Übelkeit (liegt mir also wirklich quer im Magen) und ich habe das Spiel schließlich noch vor der kurzen Laufzeit ganz abgebrochen. Das Problem haben wohl nicht so wenige andere. Da Adventures i.d.R. auf 3D-Engines verzichten (dürfen), ist das mit einer der Gründe, warum ich eben Adventures spiele. Doch selbst wenn man damit keine Probleme hat, bleibt die Animation recht rudimentär. Ohne den nötigen Charme kann "Roach" diesen Mangel aus meiner Sicht nicht wettmachen und bleibt somit alles in allem nur durchwachsen.

FAZIT: Grundsätzlich funktioniert "Journey of a Roach" als leichtes bis mittelschweres Adventure mit einer witzigen Idee (Wändekrabbeln). Abstriche gibt es durch die kurze Spielzeit und die einfache technische Umsetzung, die dem kleinen Budget geschuldet ist, ohne es zu schaffen, einen echten "Independent-Charme" zu entwickeln. Auch der - außer bei Zwischensequenzen - Verzicht auf ein gezeichnetes Spiel zugunsten einer 3D-animierten Spielwelt konnte mich alles in allem nicht überzeugen. So bleibt für Genreliebhaber eine Kaufempfehlung, aber definitiv kein Must-have.


CAPTAIN FUTURE
CAPTAIN FUTURE

4.0 von 5 Sternen erstaunlich gut, hat aber nix mit Captain Future zu tun, 1. April 2014
Rezension bezieht sich auf: CAPTAIN FUTURE (Spielzeug)
Für ein Spiel aus dem Jahre 1980 funktioniert "Captain Future" erstaunlich gut. Dabei hat das Spiel mit der Serie nichts zu tun, außer dass irgendwie Namen aus der Serie verwurstet wurden.

Spielidee: Jedem Spieler stehen 10 Handkarten und (je nach Anzahl der Spieler) 30 bis 50 Raumschiffe zur Verfügung. Auf dem Spielbrett mit einem Zahlen/Buchstabenraster sind einige Felder als Planeten (4, 6 oder 9 Felder groß) markiert. Jeder Spieler hat 2 Aktionen + die Möglichkeit, ein Ereignis auszuspielen.

Eine Aktion besteht im Wesentlichen aus dem Landen auf einem Planeten. Dazu spielt man eine Karte aus, auf der entweder die Buchstaben- oder die Zahlenreihe, die zu dem Zielfeld gehört, angegeben ist. Alternativ gibt es noch Landekarten, auf denen direkt der Planetenname steht sowie Joker, mit denen man überall landen darf. Besetzte Felder sind zunächst tabu.

Sobald ein Planet komplett kolonisiert wurde, darf erobert werden. Je nach der persönlichen Stärke auf dem Planeten (Mehrheit, Anwesenheit, Abwesenheit) kann man nun besetzte Felder durch das Ausspielen von 1, 2 oder 3 passender Karten besetzen und das vorher dort gelandete Schiff aus dem Spiel nehmen.

Sobald der erste Spieler sein letztes Schiff gesetzt hat, dürfen alle übrigen Mitspieler noch einen letzten Zug machen und dann wird abgerechnet. Für jedes Schiff auf dem Brett gibt es einen Punkt und für jede Mehrheit auf einem Planeten einen Zusatzpunkt. Einen richtig dicken Bonus von 3-5 Punkten erhält man, wenn man einen Planeten ganz für sich erobert hat.

Um dem Spiel noch einen einen kleinen Twist zu geben, gibt es den "mystischen Stein", der das besetzen einiger Felder verhindert sowie die Ereigniskarten, die den "mystischen Stein" bewegen oder besondere Züge erlauben.

Letzlich hat das Spiel wie gesagt nichts mit Captain Future oder auch nur SciFi zu tun. Es ist ein abstraktes Strategiespiel, bei dem es durch geschicktes Setzen seiner eigenen Steine gilt, Mehrheiten auf Feldergruppen zu sammeln und so zum einen Punkte zu kassieren und zum anderen den Gegner die Rückeroberung zu erschweren. Als solches ist das Spiel nicht spektakulär, aber funktioniert erstaunlich gut und kann schon mal zu der einen oder anderen Grübelei führen.


Sega Mega Drive Classic Collection Vol 4 Game PC [UK-Import]
Sega Mega Drive Classic Collection Vol 4 Game PC [UK-Import]
Wird angeboten von POSTED! FROM UK UNITED KINGDOM!, IMPORT UK GAMES
Preis: EUR 2,99

4.0 von 5 Sternen Für Sega-Nostalgiker, 27. Februar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Die Sammlung enthält die angegebenen Sega-Mega-Drive-Spiele praktisch 1:1 übersetzt. Dabei gelten asd für die drei Buttons abc und die Pfeiltasten entsprechen dem Fadenkreuz. Einen Controller kann man wohl auch benutzen. Schön ist, dass man das Spiel jederzeit abspeichern kann (aber auf der PC-Ebene, nicht auf der Spielebene). Für alte Sega-Fans also eine tolle Kompilation. Einen Stern Abzug gibt es dafür, dass ich mir mehr klare Schwerpuntke gewünscht hätte. Mich haben nur die alten RP-Klassiker interessiert, und solche Spiele wie Final Fantasy habe ich schwer vermisst.
Jeder, der mit den alten Spielen (also Stand Anfang der 90er) nichts weiter anfangen kann, sollte vom Kauf eher absehen. Von der Grafik abgesehen sind insbesondere die Actionspiele einfach grausig zu steuern.

FAZIT: Eine Sammlung für Fans des alten Mega Drives und für niemanden anders.


Die soziale Eroberung der Erde: Eine biologische Geschichte des Menschen
Die soziale Eroberung der Erde: Eine biologische Geschichte des Menschen
von Edward O. Wilson
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,95

4.0 von 5 Sternen solide Zusammenfassung, aber kein Meilenstein, 27. Februar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Ganz klar kennt sich E.O. Wilson in seinem Fach (und einigen anderen) gut aus und hat schon mehrfach bewiesen, dass er gute und verständliche Bücher für Allerwelt schreiben kann. Auch die soziale Eroberung ist ein gutes Buch, aber ich finde es bei weitem nicht so stark, wie es zu oft bewertet wird.

Wilson baut gemäß der Frage "Woher kommen wir, was sind wir?, wohin gehen wir" sein Buch auf. Zunächst beschreibt er die grundsätzlichen evolutionären Prozesse, die zu der Erstehung unserer Art nötig waren. Dazu gehören diverse Voranpassungen und vermutlich auch diverse Krisen, die den Fastmenschen auch fast schon wieder ausgelöscht hätten. Als nächstes weitet er diese elementare Evolution aus, indem er die "epigenitschen" Prozesse berücksichtigt, die vermutlich auf Gruppenebene uns zu sozialen Wesen macht. Am Ende leitet er daraus das Wesen der Menschen inklusive Moral und Religion ab und schließt das Buch mit einem sehr schönen und hoffnungsvollen Appell, dass wir Menschen zwar auf dem besten Weg in den Abgrund sind, aber alle Chancen der Welt haben, die Kurve zu kriegen und das Elend der Menschheit zu beenden.

Da es dem deutschen Untertitel zum Trotz um die "soziale Eroberung der Erde" geht, und nicht um die "soziale Eroberung der Erde durch den Menschen" fließen daneben immer wieder Beschreibungen über evolutionäre und soziale Entwicklungen anderer Tiere, besonders eben der Insekten mit ein. Auch wenn diese Passagen mit der Vorbereitung seiner späteren Thesen dienen, vergleicht er nicht Mensch und Insekt und deutet sehr deutlich auf die Unterschiede hin. Auch bei den (rudimentären) Kulturleistungen anderer Tiere deutet er auf die qualitativen Unterschiede hin und erörtert Gründe, warum diese Unterschiede wohl immer qualitativer Natur bleiben werden.

Positiv ist zu vermerken, dass Wilson sehr moderat erklärt. Wo die Sachlage unbewiesen ist, spricht er von seiner Überzeugung, starken Hinweisen u.ä. Es bleibt aber klar, dass es am Ende vielleicht doch ganz anders ist.

Es gibt aber auch diverse Abstriche, die dem Buch das Herausragende verwehren. In manchen Passagen hat Wilson einen ungewohnt spröden bis sperrigen Erzähltstil. Das scheint auch nicht unbedingt an der Übersetzung zu liegen, wie man an sehr, sehr vielen Redundanzen sieht. Hätte ich Strichliste geführt, wäre ich wohl auf über ein Dutzend deutliche Hinweise gestoßen, dass zur Entwicklung von Eusozialität offenbar ein festes Nest (Bau, Höhle, Lager...) nötig ist. Dass dabei zu keinem Zeitpunkt wirklch konkret erklärt wird, was eigentlich das besondere an dem "Eu" vor die Sozialität ist, ist schon etwas schwach. Der Hinweis in der Mitte des Buchs, dass das Eu wörtlich für "echt" steht, hilft da nicht wirklich weiter.
Da liegt dann der nächste Schwachpunkt. Wilson bringt viele Argumente vor, sie sind oft jedoch schwach bis sehr schwach. Z.B. erklärt er die Arbeiterinnen in einem Insektenstatt zu "Robotern", quasi "mobilen Einheiten" des Körpers "der Königin", die als solche so viel Wert haben wir unsere Haare oder die nachwachsenden Zähne von Haien. Demnach würde das Argument, die natürliche Selektion (primär: was mach mit fortpflanzungsfähiger?) als Hinterfragung nicht gelten. Wie aber aus den selbstständigen Einzel-Invidiueen robotorähnliche Erweiterungen des Königinnen-Individuums entstanden sind, bleibt offen. Sie werden ja kaum aus den Flügeln der Königin gewachsen sein.
So bleiben auch viele andere Behauptungen und Thesen plausibel, aber eben nicht wahrscheinlich zwingend und mehr auf der Ebene der persönlichen Überzeugung von Wilson. Das ist sehr schade, da manch eine Aussage deutlich mehr Gewicht in sich trägt, als in diesem Buch. Beschwichtigend muss man hier aber vermutlich darauf hinweisen, dass Wilson eben Amerikaner ist, also in einem Umfeld schreibt, in dem jeder Zweite die darwinistische Evolution schlicht ablehnt.

Abschließend muss man sagen, dass zumindest wer sich regelmäßig akutelle wissenschaftliche Lektüre besorgt (in der Art vom Spekturm der Wissenschaft) wenig neues erfährt. Auch wenn einige Erkenntnisse erst ein paar Jahre alt sind, haben sich die meisten doch schon rumgesprochen.

FAZIT: E.O.Wilson schafft eine solide Zusammenfassung zur aktuellen Antwort auf die Frage: "Wie ist der Mensch zu dem geworden, was er ist?". Als Neben- bzw. Vorprodukt wird die Entwicklung staatenbildender Insekten erläutert. Dabei ist sein Schreibstil leider etwas spröde geworden und seine Argumentation oft eher schwach. Vor allem seine Schlussthesen in Bezug auf Moral oder Religion sind zwar plausibel (und im Wesentlichen würde ich sie unterschreiben), aber es fließen doch zu viel persönliche Überzeugung und zu wenig starke Argumente in sie hinein. Die persönliche Überzeugung beendet das Buch mit einem sehr schönen Hoffnungsappell für die Menschen und ihre Zukunft. Wer sich für das Thema interessiert, darf gerne zugreifen.


Dremel 2.615.S54.4JB SpeedClic Holz-Trennscheibe ø 38 mm (1 Stück)
Dremel 2.615.S54.4JB SpeedClic Holz-Trennscheibe ø 38 mm (1 Stück)
Preis: EUR 10,82

5.0 von 5 Sternen Holzsäge für den Dremel, 22. Februar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Ich gehöre zu den diversen Leuten, die Probleme mit ihrer Dehnungsfuge beim verlegten Laminat hatten. Ich hatte mir zunächst nur den Dremel 3000 gekauft und mit den beigelegten Sägescheiben an der Wand gearbeitet. Das ging zwar, aber nicht schnell und die Scheiben verbrauchten sich sehr schnell (3 Stück für einen Meter). Habe mir dann trotz der teilweise mittelmäßigen Rezensionen die Holz-Trennscheibe zugelegt, da die Investition in den Dremel nun schon mal getätigt war.

Ich musste drei weitere Meter bearbeiten, die ich dann innerhalb von ca. 15 Minuten (Handwerks-N00b mit wenig Erfahrung) gekürzt hatte. Die Scheibe ging sehr leicht durch das Holz, nichts ist angebrannt. Wichtig ist offenbar vor allem, dass man den Dremel die Arbeit selbst machen lässt: Die eigene Hand führt nur das Werkzeug, baut aber keinen Druck auf, sonst bekommt der Dremel "Stress" und wird merklich langsamer.

Nach den drei Metern hat die Scheibe natürlich nicht mehr so schön geglänzt, aber ich kann keine nennenswerten Abnutzungserscheinungen feststellen. Zumindest für den Gelegenheitsgebrauch gibt es also keine Mängel zu beklagen.


Dremel Multifunktionswerkzeug-Set 3000-1/25
Dremel Multifunktionswerkzeug-Set 3000-1/25
Preis: EUR 57,64

5.0 von 5 Sternen vielseitiges Mini-Tool für alle Rotationsarbeiten, 22. Februar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Ich schreibe hier aus der Sicht eines "Sesselpupsers" - normalerweise habe ich wenig mit handwerklichen Arbeiten zu tun und habe entsprechend wenig Erfahrung. Um so mehr bin ich vom dem kleinen Dremel begeistert.

Benötigt habe ich ein Kreissägenwerkzeug, mit dem ich die Fugen bei meinem Laminat kürzen konnte, nachdem nach knapp zwei Jahren der Boden plötzlich Wellen schlug. Minihandkreissägen und ähnliches vielen bald aus der Auswahl, da diese Geräte meist immer noch zu groß sind, um an schwierigen Stellen - z.B. unter der Heizung - arbeiten zu können. Über den Dremel bin ich eher zufällig gestolpert und ich muss gestehen, dass der Kauf ein bisschen "auf Risiko" statt fand, da viele Rezensionen und Foreneinträge eher auf ein reines Feinwerkzeug hindeuteten. Ausgepackt musste ich dann zunächst feststellen, dass ich direkt mit dem Dremel nicht arbeiten konnte, da der Griff halt dicker als die Sägescheiben im Durchmesser sind und ich damit nicht direkt an der Wand arbeiten kann. Zusammen mit der Welle, die dann gleichzeitig auch noch als Verlängerung funktioniert, war das Werkzeug aber einsatzbereit.

Zunächst bearbeitete ich mit dem Dremel eine ca. 1m breite Stelle, an der ich einen Wandvorsprung hatte. Das ging insgesamt auch halbwegs gut - der Dremel vibrierte wenig, die Welle lag gut in der Hand, nichts hat sich verkantet - , allerdings verbrauchte ich dabei drei der fünf mitgelieferten Sägescheiben. Immerhin: Die Stelle hatte schon einiges an Spannung aus dem Boden genommen und zwei meiner fünf Laminatbreiten legten sich wieder. Die nächste Stelle, an der ich arbeiten musste, war jedoch länger als drei Meter. Dafür noch mal 15 Sägescheiben zu verbrauchen, schien nicht sinnvoll, also hatte ich noch etwas weiter recherchiert und war dann auf den "Dremel 2.615.S54.4JB SpeedClic Holz-Trennscheibe"-Aufsatz gestoßen, ein kleines Sägeblatt speziell für Holz. Nach durchsicht der Rezensionen war ich wieder unsicher, ob das kleine Sägeblatt reicht, aber da ich nichts besseres hatte... Der Baumark wollte dafür fast 80% mehr Geld haben als Amazon, also war einen Tag nach Bestellung das Päckchen bei mir.

Aufgeschnappt und losgesägt war ich eine viertel Stunde später mit meinen drei Metern durch, einmal kurz den Boden inspiziert, "flupp" war die Welle weg und die neuen Dehnungsfugen hatten sich kaum geschlossen.

Egal, mit dem richtigen Aufsatz ging die Arbeit also erstklassig und das neue Sägeblatt weist noch keinen nennenswerten Verschleiß auf! Auch die sonst manchmal geschilderten Probleme (schwacher Motor, Rauchentwicklung u.ä.) kann ich nicht feststellen. Für mich als Laien wäre aber eine bessere Beschreibung der Aufsätze wünschenswert. Die sind nämlich nur ihrem Hauptzweck gekennzeichnet (Schneiden, Fräsen...), aber nicht für welches Material sie gedacht sind. Hier dürfte Dremel, der sich ja wohl als Prmemiummarke präsentiert, gerne etwas nachlegen.

Vorläufig werde ich den Dremel wohl nicht mehr brauchen, habe aber abgesehen von der kleinen Powersäge immer noch ein Schleif-, Fräs- und Polierwerkzeug bei mir zu Hause, und das für weit unter 100 EUR (wo andere Geräte ja oft erst anfangen).

FAZIT: Der Dremel ist ein kleines, leistungsstarkes Rotationswerkzeug. Die mitgelieferten Aufsätze bieten breite Anwendungsmöglichkeiten, ggf. muss man aber noch mal nach dem richtigen Aufsatz für Spezialarbeiten Ausschau halten. Auch wenn der Dremel wohl vor allem für Feinarbeiten gedacht ist, eignet er sich bei Gelegenheitsgebrauch auch für größere Arbeitsgänge. Und das zu einem bombigen Preis-Leistungs-Verhältnis.


Urmeer: Die Entstehung des Lebens
Urmeer: Die Entstehung des Lebens
von Dagmar Röhrlich
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 28,00

4.0 von 5 Sternen schönes Buch für Laien mit tollem Stil, 8. Februar 2014
Dagmar Röhrich beschreibt in ihrem Buch die Entwicklung des Lebens vom seinem Beginn vor etwa vier Milliarden Jahren an. Der Titel ist dabei eigentlich nicht ganz getroffen, denn die "Entstehung" des Lebens leitet das ganze eben nur ein. Im Meer bleibt sie aber tatsächlich überwiegend, was nicht nur daran liegt, dass sich das Leben den größten Teil seiner Geschichte über im Meer zugetragen hat.

Aber egal. Frau Röhrich arbeitet sich von Epoche zu Epoche und beschreibt, wie die ersten Lebewesen langsam komplexer wurden, mehrzellige Lebewesen entstanden, die Ozeane bevölkerten und irgendwann das Land eroberten. Der Laie erfährt dabei auch von den diversen Massensterben, von denen die Erde immer wieder einmal getroffen wurde. Teilweise bettet die Autorin die Texte in die Wissenschaftsgeschichte ein, wie die Menschen der Renessaince entdeckten, dass die Steine das Buch des Lebens sind und unter welchen Umständen sie "geforscht" haben. Diese Passagen haben mir fast am besten gefallen. Gerade im Mittelteil fehlt diese "Geschichte in der Geschichte". Hier beschreibt mir Frau Röhrich einach zu viel: Im Meer schwamm Kreatur xy (lateinischer Name), das so und so aussah, über den Boden huschte das Wesen wz (lateinischer Name), das diese und jene Besonderheit hatte. Diese Stellen bringen das Buch nicht wirklich weiter und wirken ein wenig wie Lückenfüller.

Sehr schön finde ich die Illustrationen und den ganzen Stil des Buches als solches gelungen. Sie geben dem Buch einen eigenen Charme und heben es aus der Masse heraus ab - auf der einen Seite für "Herrn und Frau Allerwelt" geschrieben, aber gleichzeitig mit einem sehr wertigen Anstrich. Dem Bücherfreund gefällt's!

Insgesamt fand ich das Buch "Tiefsee" von ihr aus der gleichen Reihe noch einen Tick besser.

FAZIT: Sehr schön aufgemachtes Buch über die Entwicklung des Lebens auf der Erde, dazu ein wenig Wissenschaftsgeschichte. Gerade für den Laien ist das Buch verständlich geschrieben, der Amateur oder gar Profi wird kaum wesentlich neues finden. Gelegentlich gibt es kleinere Längen, für die ich insgesamt einen Stern abziehe.


Packet Row - New York, 1842 (deutsche Ausgabe)
Packet Row - New York, 1842 (deutsche Ausgabe)
Wird angeboten von Spielebote
Preis: EUR 24,92

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Handelssimulation mit Pokertaktik, 22. Dezember 2013
= Haltbarkeit:4.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:3.0 von 5 Sternen 
New York, 1842. Die Schiffe reihen sich schon am Horizont zu einer langen Kette, bevor sie im Hafen einlaufen. Die Packet Row. All die Schiffe müssen natürlich abgewickelt werden. Die Gelegenheit, Geld zu scheffeln und Ruhm zu ernten!

Bei Packet Row ergreifen die Spieler diese Gelegenheit. Jeder ist mit ein wenig Geld und einem Auftrag, Handelswaren in die Alte Welt zu schiffen ausgestattet. Das Geld - das man über die Aufträge vermehren kann - ist dabei nur Mittel zum Zweck, denn vor allem will der Spieler Ruhm und Ansehen ernten. Das macht er am besten, in dem er Prestigebauten in der Stadt errichten lässt.

Es gibt vier Bereiche im Spiel:
Die Finanzwirtschaft ist eine zweite Alternative, Geld zu mehren. Zwar in nur kleinen Portionen, die aber im entscheidenden Augenblick den Ausschlag geben können und die zudem als Karten verdeckt auf der Hand gehalten werden können (Stille Reserven, sozusagen).
Der Markt, auf dem der Spieler seine Waren einkaufen oder Händler anheuern kann, die eine Warenart in eine andere umwandeln können.
Auf dem Hafen findet man natürlich die Schiffe, die die Waren zu ihren Zielort bringen. Oder auch mal einen Kapitän, der den eigentlichen Zielhafen kurzerhand in das für den Auftrag relevante Ziel ändern kann.
Die Auftragsbörse bietet, klar: Neue Aufträge.
Neben den vier Hauptaufgaben gibt es in allen Bereichen die Prestigegebäude zu erwerben und die eine oder andere Sonderkarte.

Jedem Bereich ist ein Spielbrett zugeordnet, auf dem einige Spielkarten verteilt werden. Neben den vier Spielkarten des aktuellen Angebotes gibt es noch einen Ausblick auf das zukünftige Angebot sowie einen verdeckten Nachfüllstapel. Der Startspieler wählt einen Bereich aus, in dem nun die anderen Spieler der Reihe nach eine Karte wählen können oder passen. Der Startspieler wählt als letztes seine Karte. Findet er jedoch nichts interessantes mehr vor, kann er zum nächsten Bereich wandern. Hier können nun zunächst wieder alle anderen Spieler ihre Karte wählen - wenn sie im vorigen Bereich nicht schon eine Karte gewählt haben! Das geht so lange, bis entweder alle vier Bereiche durchgearbeitet sind oder der Startspieler seine Karte nimmt und die Runde beendet. Wer bisher in der Hoffnung auf bessere Karten gepasst hat, geht leer aus.

Jedesmal, wenn ein Bereich angesteuert wird, wird abschließend das aktuelle Angebot entfernt und durch das zukünftige Angebot aufgefüllt. Egal, ob in dem Bereich tatsächlich Karten gewählt wurden oder nicht. Das Spiel endet, wenn in zwei Bereichen kein Angebot mehr vollständig zur Verfügung gestellt werden kann.

Spielspaß: Das Grundspiel (Aufträge sammeln, dazu passende Rohstoffe kaufen und ein in die richtige Richtung fahrendes Schiff chartern, um das gewonnene Geld in Siegpunktkarten zu investieren) ist relativ altbacken und unspektakulär. Der eigentliche Clou ist der Pokerpart. Kann ich als Startspieler meine Mitspieler mit kleinen Geschenken anfüttern, um mir selber den dicken Fisch zu angeln? Oder kann ich die Mitspieler zum passen bewegen, um sie dann alle für den Lohn einer mittelguten Karte leer ausgehen zu lassen? Andersherum: Meine beiden Vorderspieler haben schon gepasst - passe ich jetzt auch, wird der Startspieler uns alle leer ausgehen lassen; nehme ich jedoch eine Karte, passt er vielleicht nicht, ich bin aus dem Rennen und habe den anderen zugespielt...
Wichtig zu erwähnen ist noch, dass das Spiel recht schnell zu Ende sein kann. Wenn eine Gruppe viel passt, dann werden die Kartenstapel schnell kleiner, ohne das Karten tatsächlich unter die Spieler kommen und das Spiel ist vorüber, während die meisten gefühlt noch in der Aufbauphase sind. Die Verlockung zu passen ist leider recht groß, und sich zum Nichtpassen zu "zwingen", um das Spiel damit eigentlich spannender zu halten, fühlt sich schon ein bisschen doof an. Dafür einen Stern Abzug.

Sehr interessant ist auch das viergeteilte Spielbrett. Da es keine Not gibt, alle Bereiche in ein Brett zu integrieren, kann man die vier Pläne nach Bedarf arrangieren und z.B. der Tischgröße anpassen. Artwork und Aufmachung sind nicht übermäßig innovativ, aber dem Spiel angemessen und solide.

FAZIT: Packet Row ist eine Handelssimulation, in der nicht nur einfache Handelsketten erworben werdem, sondern die Mitspieler geschickt gegeneinander ausgespielt werden müssen. Auch wenn das Spiel kein Klassenprimus ist, funktioniert es sowohl für Familienspieler als auch für Vielspieler gut und kann immer wieder mal rausgeholt werden. Daher eine Kaufempfehlung. Weniger geeignet dürfte es für Genrespieler der Richtung fantastische und regelkomplexe Spiele sein.


Flower lover Quadrato Pflanzgefäß mit Bewässerungssystem 22 x 22 x 21 cm, anthrazit
Flower lover Quadrato Pflanzgefäß mit Bewässerungssystem 22 x 22 x 21 cm, anthrazit

4.0 von 5 Sternen formschön und praktisch, 24. November 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Der Topf lässt sich gut befüllen und sieht schlicht, aber doch stilvoll aus. Soweit habe ich nichts zu bemängeln.
Letztlich ist das Gefäß aber nur ein Kunststofftopf und auch das "Bewässerungssystem" ist eigentlich nur ein speziell geformtes Kunststoffsieb mit Wasserstandsanzeige. Dafür hat der Flower Lover dann doch einen recht stolzen Preis.
Ob ich das Sieb, wenn ich die Pflanze einmal umtopfe, wiederverwenden kann, oder ob es durch Wurzelbewuchs nicht mehr in einem Stück entfernt werden kann, wird sich dann in ein paar Jahren auch noch zeigen müssen.


Packet Row
Packet Row
Wird angeboten von Game World
Preis: EUR 44,31

4.0 von 5 Sternen Handelssimulation mit Pokertaktik, 3. November 2013
= Haltbarkeit:4.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Packet Row (Spielzeug)
New York, 1842. Die Schiffe reihen sich schon am Horizont zu einer langen Kette, bevor sie im Hafen einlaufen. Die Packet Row. All die Schiffe müssen natürlich abgewickelt werden. Die Gelegenheit, Geld zu scheffeln und Ruhm zu ernten!

Bei Packet Row ergreifen die Spieler diese Gelegenheit. Jeder ist mit ein wenig Geld und einem Auftrag, Handelswaren in die Alte Welt zu schiffen ausgestattet. Das Geld - das man über die Aufträge vermehren kann - ist dabei nur Mittel zum Zweck, denn vor allem will der Spieler Ruhm und Ansehen ernten. Das macht er am besten, in dem er Prestigebauten in der Stadt errichten lässt.

Es gibt vier Bereiche im Spiel:
Die Finanzwirtschaft ist eine zweite Alternative, Geld zu mehren. Zwar in nur kleinen Portionen, die aber im entscheidenden Augenblick den Ausschlag geben können und die zudem als Karten verdeckt auf der Hand gehalten werden können (Stille Reserven, sozusagen).
Der Markt, auf dem der Spieler seine Waren einkaufen oder Händler anheuern kann, die eine Warenart in eine andere umwandeln können.
Auf dem Hafen findet man natürlich die Schiffe, die die Waren zu ihren Zielort bringen. Oder auch mal einen Kapitän, der den eigentlichen Zielhafen kurzerhand in das für den Auftrag relevante Ziel ändern kann.
Die Auftragsbörse bietet, klar: Neue Aufträge.
Neben den vier Hauptaufgaben gibt es in allen Bereichen die Prestigegebäude zu erwerben und die eine oder andere Sonderkarte.

Jedem Bereich ist ein Spielbrett zugeordnet, auf dem einige Spielkarten verteilt werden. Neben den vier Spielkarten des aktuellen Angebotes gibt es noch einen Ausblick auf das zukünftige Angebot sowie einen verdeckten Nachfüllstapel. Der Startspieler wählt einen Bereich aus, in dem nun die anderen Spieler der Reihe nach eine Karte wählen können oder passen. Der Startspieler wählt als letztes seine Karte. Findet er jedoch nichts interessantes mehr vor, kann er zum nächsten Bereich wandern. Hier können nun zunächst wieder alle anderen Spieler ihre Karte wählen - wenn sie im vorigen Bereich nicht schon eine Karte gewählt haben! Das geht so lange, bis entweder alle vier Bereiche durchgearbeitet sind oder der Startspieler seine Karte nimmt und die Runde beendet. Wer bisher in der Hoffnung auf bessere Karten gepasst hat, geht leer aus.

Jedesmal, wenn ein Bereich angesteuert wird, wird abschließend das aktuelle Angebot entfernt und durch das zukünftige Angebot aufgefüllt. Egal, ob in dem Bereich tatsächlich Karten gewählt wurden oder nicht. Das Spiel endet, wenn in zwei Bereichen kein Angebot mehr vollständig zur Verfügung gestellt werden kann.

Spielspaß: Das Grundspiel (Aufträge sammeln, dazu passende Rohstoffe kaufen und ein in die richtige Richtung fahrendes Schiff chartern, um das gewonnene Geld in Siegpunktkarten zu investieren) ist relativ altbacken und unspektakulär. Der eigentliche Clou ist der Pokerpart. Kann ich als Startspieler meine Mitspieler mit kleinen Geschenken anfüttern, um mir selber den dicken Fisch zu angeln? Oder kann ich die Mitspieler zum passen bewegen, um sie dann alle für den Lohn einer mittelguten Karte leer ausgehen zu lassen? Andersherum: Meine beiden Vorderspieler haben schon gepasst - passe ich jetzt auch, wird der Startspieler uns alle leer ausgehen lassen; nehme ich jedoch eine Karte, passt er vielleicht nicht, ich bin aus dem Rennen und habe den anderen zugespielt...
Wichtig zu erwähnen ist noch, dass das Spiel recht schnell zu Ende sein kann. Wenn eine Gruppe viel passt, dann werden die Kartenstapel schnell kleiner, ohne das Karten tatsächlich unter die Spieler kommen und das Spiel ist vorüber, während die meisten gefühlt noch in der Aufbauphase sind. Die Verlockung zu passen ist leider recht groß, und sich zum Nichtpassen zu "zwingen", um das Spiel damit eigentlich spannender zu halten, fühlt sich schon ein bisschen doof an. Dafür einen Stern Abzug.

Sehr interessant ist auch das viergeteilte Spielbrett. Da es keine Not gibt, alle Bereiche in ein Brett zu integrieren, kann man die vier Pläne nach Bedarf arrangieren und z.B. der Tischgröße anpassen. Artwork und Aufmachung sind nicht übermäßig innovativ, aber dem Spiel angemessen und solide.

FAZIT: Packet Row ist eine Handelssimulation, in der nicht nur einfache Handelsketten erworben werdem, sondern die Mitspieler geschickt gegeneinander ausgespielt werden müssen. Auch wenn das Spiel kein Klassenprimus ist, funktioniert es sowohl für Familienspieler als auch für Vielspieler gut und kann immer wieder mal rausgeholt werden. Daher eine Kaufempfehlung. Weniger geeignet dürfte es für Genrespieler der Richtung fantastische und regelkomplexe Spiele sein.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-18