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Rezensionen verfasst von
Steppenwolf (Landkreis Oldenburg)
(VINE®-PRODUKTTESTER)   

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Fünf Götter Zyklus: Erzählungen aus Bantol
Fünf Götter Zyklus: Erzählungen aus Bantol
von Dominik Schmeller
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,50

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein kleines feines Büchlein, 13. März 2012
In einer magielosen Zeit wird die Bestimmung der Menschen von den Glaubensvertretern der fünf Götter Bantols gelenkt. Loran, der oberste der Götter, hat jedwede Art der Zauberei verboten. Es geht um das Schicksal von fünf Bewohnern Bantols: Grofan kehrt nach langer Zeit in sein Heimatdorf zurück und berichtet von fantastischen Entdeckungen, Atrik ist indes in Kämpfe gegen Räuberbanden verwickelt, um seine Heimat zu schützen. Antzgard kommt zu unverhofftem Reichtum und wird betrogen. Reuben steht noch am Anfang seines Lebensweges und schließt seine Lehre ab. Zu guter letzt ist da der Geweihte Palt Apelbis, welcher den dubiosen Machenschaften eines anderen Geweihten auf die Schliche kommt und in Lebensgefahr gerät.

Die fünf Geschichten spielen an verschieden Orten auf dem Kontinent Bantol und erzählen jeweils einen kleinen Ausschnitt aus dem Leben eines seiner Einwohner. Jede dieser Figuren ist in den Fokus eines der fünf Götter von Bantol gerückt. Dies hat dazu geführt, dass man sich schon ein gutes Bild von der Welt machen konnte.
Es sind relativ einfach gestrickte Geschichten, in denen es auch um ganz alltägliche Dinge geht. Allen Charakteren gemein ist, dass sie Entscheidungen treffen müssen und das ihre Leben an einer Art Wendepunkt stehen. Dabei sind die Geschichten aber auch sehr unterschiedlich, da auch jedem Gott, welcher thematisiert wird, eine andere Aufgabe zukommt.
Ich wusste zunächst nicht, was ich von einem Band mit Kurzgeschichten halten soll. Natürlich würde es nicht so ausführlich sein wie in einem Roman, aber leidet darunter nicht auch die Spannung und das Hineinversetzen in die Charaktere? Nun, nachdem ich die erste Geschichte gelesen hatte, fühlte ich diese Befürchtung anfangs noch bestätigt. Wenig Details, ein paar fantastische Elemente, noch nicht wirklich mitreißend und dann ein recht plötzliches Ende.
Aber es wurde besser. Der Schreibstil erschien mir in der ersten Geschichte noch sehr schlicht und sogar beinahe belanglos, aber von Geschichte zu Geschichte vermochte mich der Stil mehr zu überzeugen. Es gab eine regelrechte Steigerung, die Sprache gefiel mir zum Schluss hin immer besser. Wahrscheinlich liegt es auch ganz einfach an der Kurzgeschichte an sich. Wenn man das Lesen von Romanen gewohnt ist, dann muss man schon gewillt sein, sich auf etwas Anderes einzulassen und natürlich kann man Kurzgeschichten nicht mit der Ausführlichkeit und dem Detailreichtum eines komplexeren Werkes gleichsetzen.
Der Autor schafft es diese Welt mit ein paar kurzen Erzählungen lebendig werden zu lassen. Das Schicksal der fünf Protagonisten ist sehr authentisch beschrieben, es gibt keine ausufernden Überzeichnungen oder abnorme Handlungsweisen.
Ein besonderer Pluspunkt ist die Ausstattung dieses, eigentlich doch recht schlichten, Büchleins. Im Anhang befinden sich eine Farbkarte und ein handgezeichneter Stadtplan. Zudem ein kleiner aufschlussreicher Glossar und eine Tabelle zur Erläuterung der Längenmaße und Jahres-/Tageszeiten. Dies hat mir besonders gefallen, da sich hier dieses System nach den Göttern Bantols richtet. Man kennt das sicherlich auch aus anderen Fantasy-Werken, ist aber trotzdem nicht immer Standard. Es ist ein logischer und konsequenter Schritt derartige Anpassungen an die Welt vorzunehmen.
Was mich letztlich maßgeblich dazu veranlasste meine anfängliche Skepsis zu überwinden, war im Besonderen die Tatsache, dass mich die Geschichten teilweise sehr an so manchen Rollenspielabend erinnert haben und ohne Probleme einem solchen entsprungen sein könnten.
Der Debütroman von Dominik Schmeller ist in der Mache und dieser kleine Band macht wirklich neugierig auf das, was noch kommen möge.

Fazit: Der Fünf Götter Zyklus beschreibt in fünf kurzen Episoden jeweils einen Ausschnitt aus dem Leben eines Bewohners Bantols vor dem Hintergrund eines Gottes. Damit gelingt ein guter Einstieg in diese neue Welt, zu welcher bald ein zweiter Band sowie ein Roman folgen sollen. Die Charaktere sind authentisch, greifbar und auch alles Weitere ist sehr stimmig. Der Schreibstil überzeugt und vermag die Welt lebendig und nah zu gestalten. Man darf gespannt sein wie es in Bantol weitergehen wird.


Der Machdi
Der Machdi
von Wolfgang Hohlbein
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zurück zu den Wurzeln, 10. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Machdi (Gebundene Ausgabe)
Zum Inhalt: Die Unsterblichen Andrej und Abu Dun hat es nach den Ereignissen in Venedig nach Konstantinopel verschlagen. Ehe sie sich versehen geraten sie in einen Machtkampf zwischen Sultan Süleyman und einem selbsternannten Propheten, von seinen fanatischen Anhängern der Machdi genannt. Der Sultan droht dieser neuen Gefahr nach seiner Niederlage vor den Toren Wiens zu unterliegen.
Nachdem Abu Duns Leben, durch den Verzehr von Kat, in Gefahr gerät, bleibt den beiden Unsterblichen nichts anderes übrig, als sich dem Sultan anzuschließen, denn die Blätter der Kat-Pflanze verleihen den Aufständischen zwar schier übermenschliche Kräfte, aber sie macht sie auch abhängig und vermag scheinbar auch Unsterbliche unweigerlich in den Tod zu ziehen. So beginnt die Suche nach dem Machdi, denn nur er kann Abu Dun noch retten, bevor er qualvoll sterben - oder zu einem Dämon wird...

Nachdem der letzte Band doch rückwirkend betrachtet ziemlich enttäuschend war, war ich mir nicht sicher, was ich mir vom Machdi erwarten konnte. Also stellte ich keine großen Erwartungen an Hohlbeins neuesten Streich und siehe da, prompt wurde ich überaus positiv überrascht.
Das Buch beginnt, als starte Hohlbein eine Art Neuanfang und das ist blendend gelungen. Endlich kehrt die Chronik zu alten Stärken zurück. Andrej war in den letzten Teilen der Reihe immer recht wehleidig, was mit der Zeit doch etwas nervig wurde. Hier ist zum Glück davon keine Spur mehr. Auch wirkt dieser Band nicht so überfüllt, mit sich immer wiederholenden Floskeln wie schon so oft davor.
Wirklich sehr schön finde ich, dass der alte Sprachwitz wieder da ist. Die zurückliegenden Episoden waren doch sehr düster und da kam das Zusammenspiel der beiden Protagonisten manchmal einfach zu kurz. Da merkte ich beim Lesen, dass mir das richtig gefehlt hat. Andrej und Abu Dun gehören zu den interessantesten Figurenkonstellationen, die ich bisher kennen gelernt habe und nach der Lektüre dieses Buches wurde mir wieder einmal klar warum. Andrej, bemüht seine Stärken möglichst geheim zu halten und teilweise etwas ernst, steht Abu Dun gegenüber, ein nubischer Riese, der auf jedermann ungeheuer einschüchternd wirkt und dennoch immer wieder wie ein zu groß geratenes Kind agiert. Daraus ergeben sich einfach herrliche Dialoge.
Im Verlauf der Chronik sind Hohlbein etliche Logikfehler unterlaufen. Auch dieser Band ist davon nicht ausgenommen, aber ich empfand es nicht als Stolperstein, da hier kaum Bezug auf vorige Ereignisse genommen wird, was diesen Teil sogar für Quereinsteiger interessant machen könnte.
Sehr positiv empfand ich, dass nun auch Abu Dun Schwäche zeigt. Das Kat könnte also tatsächlich tödlich für den Unsterblichen sein und nicht nur das, es ist zu befürchten, dass Abu Dun durch die Pflanze in einer Form verändert wird, die ihn zu einer Art Dämon machen könnte. Man fiebert mit ihnen und Spannung baut sich auf, während die Protagonisten dem Machdi immer näher zu kommen scheinen.
Hohlbeins Schreibstil ist indes unverkennbar und er schafft es einfach immer wieder stimmungsvolle Bilder zu erzeugen. Auch ist der Text nicht mehr mit den ständig selben Phrasen angefüllt. In anderen Teilen der Reihe konnte so was schon mal zu einem regelrechten Ärgernis werden, wenn man gewisse Gedankengänge immer und immer wieder vorgesetzt bekommt.
Viele Fragen werden auch diesmal aufgeworfen und Verstrickungen gesponnen. Leider bleiben jedoch abermals viele dieser Fragen ungeklärt. Aber damit muss man als Leser der Chronik leben können, denn dies ist eine der wenigen Konstanten, welche sich durch die gesamte Reihe zieht.
Auch wenn ich die Suche nach dem Machdi als sehr spannend empfunden habe, so ist doch der Mittelteil des Buches fast etwas zu lang geraten. Bestimmt hätte man das auch kürzer darstellen können, aber weil ich einfach gern gelesen habe, empfand ich es nicht als störend. Abu Duns Kat-Problem wird aber leider etwas zu intensiv ausgebreitet. Da hat man schon das Gefühl auf der Stelle zu treten und in der Handlung nicht sonderlich voranzukommen. Auch ärgerlich war die Tatsache, dass die Verwirrungen immer mehr zunahmen und man nach Aufklärung förmlich lechzte, aber wie so oft im Laufe der Chronik wird man hier enttäuscht.
Das Ende ist wieder einmal sehr offen gehalten, in diesem Fall vielleicht sogar so offen, wie selten zuvor. Damit fühlt man sich wie im Regen stehengelassen. Wird es im nächsten Teil nahtlos weitergehen oder lässt Hohlbein, wie auch früher schon, einige Jahre verstreichen?
Dies Gefühl, mit leeren Händen dazustehen, ist eigentlich auch schon mein größter Kritikpunkt, jedoch einer, mit dem man in der Chronik immer rechnen muss.

Fazit: Endlich ist die Chronik wieder zu ihren alten Stärken zurückgekehrt und neue Aspekte der Unsterblichkeit kommen ins Spiel. Abu Dun zeigt Schwäche und Andrej hat seine ständige Wehleidigkeit abgelegt. Ein neuer Weg ist eingeschlagen, jedoch mit ungewisser Richtung. Die Reihe zu kennen ist von Vorteil, aber da hier wenig Bezug auf vergangene Ereignisse genommen wird, können sogar Quereinsteiger mit diesem Buch angesprochen werden.
Ich habe lange überlegt, ob eine hohe Wertung gerechtfertigt ist und bin zu dem Entschluss gekommen: Ja, denn ich habe das Buch einfach sehr gern gelesen. Für mich nicht der beste Band der Reihe, nicht der schlechteste, aber überdurchschnittlich gut. Für mich ein ganz starker Teil der Chronik. In jedem Fall, auch wenn man das Buch eher schwächer sehen sollte, die eingeschlagene Richtung stimmt.
4,5 Sterne


Die Eule von Askir
Die Eule von Askir
von Richard Schwartz
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Perle im Bücherregal, 9. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Eule von Askir (Taschenbuch)
Zum Inhalt: Im Hafenviertel der Stadt Askir wird eine Leiche gefunden. Es handelt sich um den Botschaftsdiener Jenks. Die Ermittlungen werden aufgenommen. Was hat das Opfer in dieser Gegend gewollt und warum wurde er so übel zugerichtet?
Hilfe kommt in Form der jungen Magierin Desina. Sie ist die erste Zauberbegabte seit langem im Reich und durch ihre Fähigkeiten stoßen sie und die Ermittler auf Feinde, die schwarze Magie beherrschen und damit ganz Askir bedrohen.

Nach den ersten vier Teilen um "Das Geheimnis von Askir", erschien mit "Die Eule von Askir" ein Einzelroman, der erstmals nicht aus der Ich-Perspektive des Kriegers Havalds erzählt wird. Während er und seine Gefährten auf dem Weg nach Askir sind, befindet sich der Leser in diesem Roman mitten in der Reichsstadt. Bekannte Namen tauchen auf und man bekommt einige interessante Hintergrundinformationen.
Zunächst erhält man hier eine sehr gut gestrickte Detektivhandlung, die bis zum Schluss spannend bleibt. Darüber hinaus erfährt man einiges über die Magie und ihre Funktionsweise, denn Desina ist seit langer Zeit die erste Zauberbegabte, die den Turm der Eulen betreten kann. Eulen werden in Askir die Magier genannt und nur diejenigen, die diese Gabe besitzen können den Turm der Eulen überhaupt betreten. Zusammen mit ihr lernt der Leser nicht nur mehr über die Magie kennen, sondern auch über die Geschichte der Stadt.
Besonders gut gelungen sind die Charaktere, wie auch schon in der ersten vier Romanen. Schwartz schafft es abermals vielschichtige Figuren zu entwickeln, die auf der einen Seite zwar typische Klischees bedienen, aber dennoch aus der Masse der Stereotypen herausstechen. Schnell bauen sich Sympathien auf und man fiebert mit den Protagonisten mit. Zudem verleiht eine gut dosierte Prise Humor diesem Werk seine ganz besondere Würze.
Sicherlich ist es übertrieben dieses Buch als Meisterstreich oder dergleichen zu bezeichnen, aber es ist ein gutes Beispiel für eine tolle Fantasy-Geschichte, die auch mit bekannten und durchaus geschätzten Zutaten überzeugen kann.
Ein großer Pluspunkt ist der Schreibstil. Von der ersten Seite an war Schwartz unverkennbar auszumachen. Einfach, schnörkellos, mitreißend und nie langweilig. Die Bilder vor Augen entstehen wie von selbst, wenn man mit Desina durch die Reichsstadt spaziert.
Sinnvoll ist es den Roman nach den ersten vier Bänden der "Askir-Reihe" zu lesen. Er kann aber auch durchaus losgelöst davon gelesen werden, macht dann aber vielleicht weniger Spaß. Es gab beim Lesen doch einige interessante Momente, bei denen die vorherige Lektüre der ersten vier Teile vonnöten war.

Fazit: Richard Schwartz ist mit diesem Werk ein wirklich toller Fantasy-Roman gelungen, der eine sehr schöne Ergänzung zur "Reihe Das Geheimnis von Askir" bietet. Er ist bestimmt nicht innovativ und bedient sich eher bekannter Zutaten, dies jedoch in einer sehr harmonierenden Komposition. Die Charaktere, der flüssige Schreibstil und die erzeugten Bilder tun ihr Übriges, um diesen Roman zu Recht als eine außergewöhnliche Perle im Bücherregal zu bezeichnen. Für Fans der Reihe absolut empfehlenswert, aber auch für diejenigen, die es noch werden wollen.


Bannkrieger
Bannkrieger
von Bernd Frenz
  Broschiert

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eine tolle Idee leidet an Detailarmut und mattem Hauptcharakter, 9. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Bannkrieger (Broschiert)
Der junge Schmied Rorn begegnet der Jademeisterin, die dafür verantwortlich ist, dass die Einwohner in seinem Heimatland ein Leben ohne Sorgen und Plagen führen können mit fruchtbaren Feldern und reicher Ernte. Doch da er der Jademeisterin seine Hilfe angeboten hat, wird er ungewollt in Ereignisse verstrickt, die er nicht vorausgeahnt hat. Mysteriöse in Lederflicken gehüllte Krieger, beschworen vom ihnen feindlich gesinnten Nachbarvolk, greifen hierauf Rorns Dorf an. Seine letzte Rettung ist die alte Hexe Hatra, die in widerwillig mit einem mächtigen Bann belegt. Als Bannkrieger stellt sich Rorn den mächtigen Feinden in den Weg, doch sein Schicksal verläuft anders als er es sich erahnen konnte.

Die ersten Kapitel beginnen viel versprechend. Es ist zunächst nicht klar wen man zu den Bösen, und wen zu den Guten zählen kann. Es gibt in Bezug hierauf einige interessante Wendungen. Damit ist ein wirklich guter Grundstein gelegt und die Spannung scheint garantiert.
Was sich aber leider wie ein roter Faden durch das gesamte Buch zieht, sind die fehlenden Details und Ausschmückungen. Man erfährt einfach zu wenig, sowohl über die Welt als auch über ihre Bewohner. Die Charaktere bleiben zum größten Teil oberflächlich und auch im Verhältnis zu anderen Büchern übermäßig unsympathisch. Besonders der Hauptcharakter erscheint matt, farblos und zudem, für mein Empfinden, unpassend impulsiv und wankelmütig. Zunächst heißt es Rorn sei ein guter Schmied, der sich auch ausgezeichnet aufs Jagen versteht. Zwei Berufe in denen Geduld sicherlich eine große Rolle spielt. Im nächsten Moment aber ist Rorn das genaue Gegenteil.
Magie spielt in der beschriebenen Welt eine wichtige Rolle, wird aber genau wie vieles andere nicht näher erläutert. So hat man eigentlich nicht den leisesten Schimmer, was es nun mit diesem Bann und dem damit erzeugten Bannkrieger tatsächlich auf sich hat. Seine Fähigkeiten müssten immens sein, aber eine richtige Überlegenheit war nicht auszumachen. Nun gut, das muss nicht schlecht sein, aber warum dann diese ganze Bann-Geschichte? Vielleicht weiß Rorn auch einfach nicht damit umzugehen. Nur fragen kann er auch niemanden,' was bringt also ein noch so mächtiger Bann, wenn man ihn dann nicht auch nutzen kann? Man hat also beim Lesen immer wieder das Gefühl als fehlen einem wesentliche Informationen. Die Ereignisse plätschern zur Buchmitte irgendwann einfach nur dahin und alles was dem Leser geboten wird, sind etliche Action-Szenen, deren Ablauf man teilweise nur schwer folgen kann. Die Schilderung der Kampfhandlunge ist stellenweise etwas unglücklich geraten.
Auf den letzten 70 Seiten gewinnt die Geschichte dann aber doch noch etwas an Fahrt, allerdings hat zuvor bereits zu viel gefehlt, sodass das Finale dies leider nicht wettmachen kann. Der große Mittelteil enttäuscht durch Detailarmut und den fehlenden Blick fürs Wesentliche. Viele Fragen werden aufgeworfen und nicht beantwortet und so hat man immer wieder das Gefühl als fehle etwas.
Der Schreibstil ist in Ordnung, das Buch lässt sich recht flüssig lesen, wenn auch an manchen Stellen etwas holprig.
Eine unbestreitbar gute Idee steckt hinter den Ereignissen, doch wird ihr Potential bei weitem nicht ausgeschöpft. Möglicherweise kann jedoch mit einer Fortsetzung der Reihe Abhilfe geleistet werden. Zwar wirkt der Roman abgeschlossen, aber laut Verlagsinformationen wird "Bannkrieger" voraussichtlich im August 2012 mit "Bannstreiter" fortgeführt. Bislang ist nichts über weitere Fortsetzung bekannt, aber auch die ordentlich gestalteten Karten im Buch deuten auf mehr hin, hier waren sie praktisch überflüssig.

Fazit: "Bannkrieger" hat ein wirklich immenses Potential an guten Ideen, nur leidet die Handlung an Detailarmut, teilweise recht oberflächlichen Charakteren und einem farblosen Protagonisten. Das Interesse wird zwischenzeitlich zwar immer wieder geweckt, aber letztlich hält sich die Spannung arg in Grenzen. Größtes Manko sind eindeutig die fehlenden Ausschmückungen. Schade, denn das Buch ist wirklich nicht schlecht, aber hier wäre deutlich mehr möglich gewesen.


Drachenland
Drachenland
von Michael Reaves
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine nette und einfache Fantasy-Geschichte, 11. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Drachenland (Taschenbuch)
Ein kleiner unbedeutend scheinender Erfinder namens Amsel gerät zwischen die Fronten zweier Länder, Fandora und Simbala, die zum Krieg gegeneinander aufrüsten. Zuvor kamen in beiden Ländern Kinder auf mysteriöse Weise ums Leben und nun weisen sich die Parteien gegenseitig die Schuld zu. Doch eine dritte Macht tritt auf den Plan: die Drachen. Haben sie etwas mit den Todesfällen zu tun oder stehen sie unter dem Befehl der Fandoraner?

Meine Erwartungen an das Buch waren recht hoch, da ich viel Positives darüber gelesen hatte. Leider wurden sie nicht erfüllt. Der Auftakt ist zunächst sehr klassisch. Wichtige Figuren werden eingeführt, Intrigen werden gesponnen und mysteriöse Todesfälle wollen aufgeklärt werden.
Es geht um die zwei Länder Fandora und Simbala. Beide wissen praktisch nichts voneinander, zumal sie durch ein breites Gewässer voneinander getrennt sind und niemand bisher das Risiko auf sich genommen hat es zu überqueren.
Nachdem nun aber der Sohn eines der Ältesten aus Fandora ums Leben gekommen ist, wird der Verdacht schnell auf den Einsiedler Amsel gelenkt. Man wirft ihm vor ein simbalesischer Spion zu sein. Also rüstet man sich recht schnell entschlossen zum Krieg. Genau diese Ereignisse gehen sehr schnell vonstatten und es ist auch etwas unglaubwürdig, dass ein einziger Mann soviel Einfluss auf das Volk haben kann. Letztlich ist er allein für den Krieg verantwortlich. Es gibt kaum aktiven Widerstand gegen seine Pläne.
Auf der anderen Seite des Stroms, in Simbala, ist währenddessen Prinzessin Evirae damit beschäftigt den jungen König Falkenwind vom Thron zu stoßen. Ihre Versuche wirken allerdings recht plump und ihre Argumente sind auch etwas aus der Luft gegriffen.
Die Geschichte liest sich sehr einfach und so ist sie auch inhaltlich gestrickt. Der angebliche Protagonist Amsel ist dabei in der ersten Buchhälfte kaum wahrzunehmen und scheint keine besonders bedeutende Rolle zu spielen. Immer wieder kommen neue Geheimnisse ans Licht, gerade so wie es der Handlung dienlich ist. Das wirkt mir an manchen Stellen einfach etwas zu offensichtlich konstruiert. Der Tiefgang fehlt vor allem. Die Charaktere werden nicht besonders stark beleuchtet und bleiben zumeist in ihren stereotypen Handlungen gefangen. Sämtliche Figuren sind also sehr zweckorientiert und entwickeln sich praktisch nicht.
Die Handlung ist von Anfang an sehr vorhersehbar. Wobei der Schluss dann durchaus überraschen kann, aber eher in der Weise, dass er nicht zwingend ersichtlich ist, sondern dass er leider bedauernswert schlicht und kurz gehalten wird. Alles in allem hat mich das Finale doch ziemlich enttäuscht. Nichtsdestotrotz habe ich das Buch gern gelesen. Es ist sehr einfach und schlicht und hat einen sympathischen Helden, den man allerdings kaum kennen lernt, da hierzu einfach im gesamten Werk die Charaktertiefe fehlt.
Man kann der Geschichte aber dennoch eine gewisse Moral" entnehmen. Es wird ja doch gezeigt welche Konsequenzen es geben kann, wenn man nur auf einen verblendeten Mann hört. Aber besonders glaubwürdig wirkt es dabei leider nicht.
Zu guter Letzt wären da noch die Drachen, die für meinen Geschmack einfach zu kurz kommen. Nachdem bereits auf den ersten Seiten noch recht spannend auf diese Wesen hingeführt wird, erfährt man später nur noch etwas von alten Legenden und Geheimnissen, die aber leider nie weiter ausgeführt werden. Natürlich treten die Drachen noch in Erscheinung, aber dann sind es nicht einmal echte" Drachen. Von den waren Drachen heißt es immer wieder, sie seien eine ausgestorbene Rasse. Wenn man sich auf Drachen freut ist das schon etwas bitter.

Fazit: Drachenland ist bestimmt nicht das definitive Drachen-Epos. Es ist ein simpel gestrickter Fantasy-Roman, der nun schon mehr als 30 Jahre auf dem Buckel hat. Nette Charaktere, nette Handlung, nett zu lesen, aber eben alles nur nett. Reicht mir nicht zu einem großen Fantasy-Werk. Da alles zu vorhersehbar ist will sich keine rechte Spannung aufbauen. Aber wirklich schlecht ist der Roman auch nicht. Vielleicht etwas zu durchschnittlich oder mittelmäßig. Mir hat das Lesen trotzdem Freude bereitet.


Der ultimative Ratgeber für alles
Der ultimative Ratgeber für alles
von Dieter Nuhr
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

24 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Etwas lustig, etwas langweilig, etwas unnötig, 10. August 2011
Es heißt dieses Buch sei etwas völlig Neues, es mache schlau. Denn es sollen elementare Fragen beantwortet werden. Versprochen wird ein Ratgeber für alle Gelegenheiten in dem Dieter Nuhr einen Haufen an Ratschlägen zu verschiedenen Themen gibt.
Brüllend komische Weisheiten werden dem Leser versprochen und das mag für eingefleischte Nuhr-Fans auch zutreffen, aber ich konnte mit dem Großteil des Buches dann letztlich doch nicht viel anfangen.
Es fängt recht interessant an und gipfelt im 4. Kapitel nach einem etwas holprigen Einstieg in einen ersten humoristischen Höhepunkt. Leider war dieser auch der letzte. Der Mittelteil des Buches ist mir dann etwas zu langatmig geraten und auch größtenteils nur langweilig. Im letzten Viertel gab es noch ein paar lustige Momente, aber das hat dann nicht wirklich viel wettmachen können.
Das, was das Buch im Klappentext verspricht, wird zudem einfach nicht erfüllt. Sicherlich wird man hier nicht die Antworten auf sämtliche Fragen finden, aber wenn hier behauptet wird, dieses Buch mache schlau, dann hätte ich mehr erwartet. Zumindest hinter den angepriesenen Ratschlägen hätte mehr stecken können. Die sind mir etwas zu flach geraten, da kann ich beim besten Willen nicht mehr von geistreichem Humor reden.
Was das Lesen zudem erschwert, sind die konfus angeordneten Fußnoten und die fehlende Struktur. Das mag gewollt sein, aber macht es damit nicht gerade zu einem Lesevergnügen. Die Idee mit den Fußnoten ist eigentlich ganz nett, aber sie wirken letztlich doch ein wenig überladen.
Eigentlich mag ich Dieter Nuhrs Humor, die Bühnenprogramme haben mir immer sehr gefallen, aber dieses Buch kann meine gewonnenen Eindrücke nicht bestätigen. Es ist leider eine ziemliche Enttäuschung.

Fazit: Für Nuhr-Fans könnte dieser Ratgeber sicher etwas sein. Wer aber schon mit anderen Nuhr-Büchern nichts anfangen konnte, dem wird es hier wohl nicht besser gehen. Es gibt einige Lichtblicke, aber die Enttäuschung überwiegt deutlich. Ich hätte mir mehr echte" Ratschläge geschickt ironisch verpackt gewünscht, denn genau das hatte ich beim Lesen des Klappentextes erwartet.


Königsklingen: Roman
Königsklingen: Roman
von Joe Abercrombie
  Taschenbuch
Preis: EUR 15,00

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Würdiger Schluss mit leicht fadem Beigeschmack, 9. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Königsklingen: Roman (Taschenbuch)
Bisher erschienen:

Die Trilogie The First Law":
01 Kriegsklingen
02 Feuerklingen
03 Königsklingen
und der bisher eigenständige Roman Racheklingen".
Für August 2011 ist der neue Roman von Joe Abercrombie mit dem Titel Heldenklingen" angekündigt.

Logan Neunfinger muss abermals eine Entscheidung treffen, deren Fortwirken für die kommenden Ereignisse er unmöglich abschätzen kann und schließt sich letztlich seinen ehemaligen Gefährten, den Nordmännern an, um in die Schlacht zu ziehen.
Sand dan Glokta weiß derweil nicht mehr wem er noch trauen kann, denn zu viele Intrigen sind gesponnen und er muss sich vorsehen, wem er noch den Rücken zuwenden kann. Kann er abermals das Blatt zu seinen Gunsten wenden?
Die Gurkhisen nähern sich zur selben Zeit unaufhaltsam aus dem Süden, der König liegt im Sterben und Jezal dan Luthar kehrt von seiner Reise ans Ende der Welt zurück, doch statt der wohlverdienten Ruhe warten andere Aufgaben auf ihn, Aufgaben die er sich wahrlich nie im Leben hätte träumen lassen. Ganz unbeteiligt daran scheint auch Bayaz nicht zu sein, der nach wie vor im Hintergrund operiert und die Fäden zieht.
Die Spannung wird auch hier wieder konstant hoch gehalten. Es fällt wirklich noch schwerer, das Buch aus der Hand zu legen, da nun alles auf ein großes Finale zuläuft. Die wechselnden Perspektiven tragen ihr übriges dazu bei.
Die begonnene Umkehrung der Sympathien für die einzelnen Charaktere wird weitergeführt bzw. bestätigt. Jezal hat dabei wahrscheinlich die größte Wandlung durchlebt und hat gänzlich ungewollt eine große Lasst zu tragen. Mir hat er teilweise wirklich Leid getan. Bayaz hingegen ist richtig unsympathisch geworden: Selbstgefällig, arrogant und besserwisserisch. Kurioserweise alles Eigenschaften, die zuvor noch Jezal auszeichneten, der seine Einstellung komplett geändert hat.
Erwartungsgemäß trifft Logan wieder mit den Nordmännern zusammen und das Ausmaß seines Rufes wird erstmals in vollem Umfang deutlich. Er hat sich eine Menge Feinde geschaffen, da sein dunkler Bruder, der blutige Neuner, nichts von Regeln hält und weder Freund noch Feind kennt. Eine Tatsache die auch die kommenden Ereignisse stark beeinflusst.
Abercrombie scheut nicht davor zurück, den Tod zuschlagen zu lassen. Seine Sprache ist abermals schlicht und schnörkellos direkt. Das macht die gesamte Trilogie sehr gut lesbar und ist zudem auch absolut stimmig.
Der einzige Wehmutstropfen, der bleibt, ist das Ende. Abercrombie hat hier einen Spagat zwischen den Charakteren hingelegt, die sowohl eine Art Happy End bekommen, wenn man es denn so ausdrücken möchte, ein tragisches Ende und ein offenes. So ist die Trilogie zwar abgeschlossen, lässt aber durchaus Raum für eine Fortsetzung. Ob das jedoch vom Autor geplant ist, wage ich zu bezweifeln, da hierzu das Ende einfach zu passend ist. Im ersten Moment sehr unbefriedigend, aber rückblickend auch einfach richtig.

Fazit: Wem bereits die beiden Vorgänger gefallen haben, der wird auch diesen Band verschlingen. Der fade Beigeschmack am Ende mag manchem missfallen, passt aber doch gut ins Konzept. Königsklingen" ist der würdige Abschluss einer einzigartigen Fantasy-Trilogie, die ihresgleichen sucht.


Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod
Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod
von Bastian Sick
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Deutsch kann auch Spaß machen, 5. Juni 2011
Dieses Buch beinhaltet die gesammelten Artikel der Spiegel-Online Kolumne "Zwiebelfisch". Bastian Sick hat es sich im Mai 2003 zur Aufgabe gemacht gegen falsches Deutsch und schlechten Stil ins Gefecht zu ziehen. Dabei allerdings nicht, laut eigener Aussage, als desillusionierter Sprachzyniker sondern als ironischer Geschichtenerzähler. So bringt Sick dem Leser Artikel für Artikel die größten Missverständnisse der deutschen Sprache unterhaltsam näher und sagt wie's richtig geht.
"Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" ist definitiv, wie es der Untertitel verspricht, "Ein Wegweiser durch den Irrgarten der deutschen Sprache". Vom missachteten Genitiv, über verwirrende "Apostroph's" und einen Haufen "Binde-Striche" bis hin zum "Ultra-Perfekt" versteht es Sick auf sehr unterhaltsame Weise die Sprachverwirrungen der Deutschen zu beleuchten.
Jeder Artikel verweist auf ein anderes Problem und dabei wird es nie langweilig. Man wägt sich in dem Glauben zu wissen wie unsere Sprache funktioniert, doch man entdeckt hier vieles, das man vielleicht in der Schule mal gelernt aber einfach vergessen hat. Womöglich hört man vieles auch zum ersten Mal. Auf jeden Fall hatte ich beim Lesen häufiger einen "Aha-Effekt" und habe nach der Lektüre einiges dazu gelernt. Vor allem musste ich mit Entsetzen feststellen, wie viel ich doch manchmal falsch mache.
Das Zwiebelfisch-Abc im hinteren Teil des Buches ermöglicht es einem dann noch gezielt nachzuschlagen. Für Zwischendurch ein wirklich sehr empfehlenswertes Buch. Man kann es natürlich auch einfach am Stück lesen. Jedoch ist von letzterem abzuraten, da Sick schon eine sehr spezielle Art hat seine Sichtweise vorzutragen. Er möchte zwar kein Sprachzyniker sein, wirkt aber dennoch so, als drohe er immer mit dem erhobenen Zeigefinger. Dadurch kommt er etwas arrogant rüber und manch einer mag sich durchaus beleidigt fühlen, aber wenn man die Lektüre zwischendurch in den vorgesehenen Abschnitten liest, dann macht das Buch wirklich Spaß und man lernt auch noch etwas dazu.
Für mein Empfinden hätte Sicks Buch aber noch besser sein können, denn letztlich hat jeder Artikel den gleichen Unterton und das kann schon nerven, wenn man zu sehr darauf achtet. Der Autor hätte vielleicht einen anderen Standpunkt einnehmen müssen. Einfach mehr den ironischen Geschichtenerzähler, den er eigentlich auch vorhatte darzustellen.

Fazit: Deutsch kann auch unterhaltsam sein. Ein gutes Beispiel hierfür liefert Bastian Sick mit seinen "Zwiebelfisch-Kolumnen". Unterhaltsam, verständlich und nie langweilig hat man hier einen Wegweiser zur Hand mit dem man sich mutig in die Wirrungen unserer Sprache stürzen kann. Mit Sick macht Deutsch wieder Spaß, wenn man ihn nicht allzu ernst nimmt.


Salter 392 WHXR 4-fach multi Timer mit Speicherfunktion und 4 unterschiedlichen Signaltönen weiß
Salter 392 WHXR 4-fach multi Timer mit Speicherfunktion und 4 unterschiedlichen Signaltönen weiß
Preis: EUR 11,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ordentlicher Timer für den Alltag, 22. Mai 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Gerät verfügt über 4 verschiedene Signaltöne in passabler Lautstärke. Ich empfinde sie jedenfalls als recht angenehm. Die Bedienung ist kinderleicht: Man wählt einen Timer aus (eine der grünen Tasten) und gibt mit den oberen Tasten Stunden, Minuten und Sekunden sein. Danach drückt man unten auf Start und die Zeit läuft. So kann man problemlos die anderen Timer auch einstellen. Will man einen bestimmten Timer auf dem Display sehen, drückt man einfach die entsprechende grüne Taste. Für die Uhrzeit drückt man links auf Clock und will man einen Timer auf Null setzen drückt man rechts die Clear-Taste.
Habe das Gerät seit zwei Monaten im Einsatz und bin sehr zufrieden. Kritikpunkt ist die nicht ganz einwandfreie Verarbeitung. Es kommt etwas "billig" rüber, aber bis jetzt ist nichts auseinandergefallen und bleibt stabil. Das Drücken der Tasten könnte einfacher sein, aber ich für meinen Teil kann gut damit leben. Zuletzt ist die Preis-/Leistung doch recht mangelhaft. Das Gerät ist für die gegebene Qualität meiner Meinung nach zu teuer.

Pro
- Vier Signaltöne
- leuchtende Timer-Tasten
- sehr einfache Bedienung

Contra
- recht billige Verarbeitung
- dafür viel zu teuer
- Tasten etwas schwergängig (man muss ordentlich drücken)

Fazit: Guter Timer mit leichter und intuitiver Bedienung, perfekt für den Alltag. Einzig Verarbeitung und Preis-/Leistung lassen zu wünschen übrig. Die Tasten könnten zudem besser reagieren. Da mich letzteres nicht stört, runde ich auf 4 Sterne auf.


Feuerklingen: Roman
Feuerklingen: Roman
von Joe Abercrombie
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,00

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Reise beginnt, 20. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Feuerklingen: Roman (Taschenbuch)
Bisher erschienen:

Die Trilogie The First Law":
01 Kriegsklingen
02 Feuerklingen
03 Königsklingen
und der bisher eigenständige Roman Racheklingen".

Der Krieg rückt näher und die Union muss an zwei Fronten gleichzeitig kämpfen. Im Norden nähern sich unaufhaltsam die Truppen der Nordmänner unter der Führung Bethods und Oberst West muss nicht nur seine Truppe zum Kampf rüsten sondern auch noch auf den übermütigen Prinzen Ladisla aufpassen.
Im Süden ist der frisch ernannte Superior Glokta damit beschäftigt eine Intrige gegen seinen Vorgänger aufzudecken und die Stadt Dagoska zur Verteidigung gegen die Gurkhisen zu rüsten.
Der Magus Bayaz ist unterdessen mit einer ungleichen Truppe, wozu auch der Barbar Logen und der Hauptmann der Königstreuen Jezal zählen, unterwegs ein magisches Artefakt zu finden. Ihre Reise soll sie ans Ende der Welt führen.

Die Stärken des ersten Buches werden konsequent fortgeführt. Die Charaktere beleben und tragen die Geschichte. Aus verschiedenen Perspektiven kann der Leser in die Ereignisse eintauchen und durch die Wechsel der Sichtweisen wird zudem Spannung erzeugt, da die Kapitel nahezu immer offen enden und man einfach wissen will wie es mit den jeweiligen Charakteren weitergeht.
Da Feuerklingen" bereits der zweite Roman der Reihe ist, sind die Figuren schon ausgebauter und vertrauter. Es kommt immer wieder zu sehr unterhaltsamen Situationen, wobei der Humor auch nicht zu kurz kommt. Das ist für mich auch ein großer Pluspunkt, da es einfach viele Momente gibt, in denen man sich das Lachen nicht verkneifen kann. Dabei ist die Geschichte keinesfalls eine Komödie, der Humor entsteht sozusagen ganz natürlich.
Daneben geht es auch hier wieder ordentlich zur Sache. Die Kampf- und Folterszenen sind nicht unbedingt etwas für schwache Gemüter, aber es ist umso beeindruckender wie man gerade jemanden, der es auf unnachahmliche Weise versteht, Menschen zum Reden zu bringen, sympathisch finden kann. Auch verhält es sich so, dass sich die Sympathien beinahe komplett umgekehrt haben, je besser man die Figuren kennen gelernt hat.
Die Handlung steht, aufgrund der großartigen Charaktere, wieder etwas im Hintergrund, ist aber dadurch dennoch nicht vorhersehbar oder gar langweilig geraten. Man blickt zwar zunächst nicht durch die Zusammenhänge, aber es fügt sich doch recht interessant zusammen und den vollkommenen Durchblick dürfte man dann wohl erst im abschließenden dritten Teil der Reihe gewinnen.

Fazit: Alles, was bereits Kriegsklingen" so herausragend macht, ist auch hier wieder brillant in Szene gesetzt und sogar noch ein Quäntchen besser. Feuerklingen" macht einfach Spaß. Eine perfekte Fortsetzung eines außergewöhnlichen Fantasy-Epos.


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