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Rezensionen verfasst von
Tuxman "Musikfetischist"

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Todo.txt
Todo.txt
Preis: EUR 1,48

5.0 von 5 Sternen Fünf Sterne., 9. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Todo.txt (App)
Ich habe schon so manche Todoverwaltung ausprobiert - Todo.txt ist die bisher durchdachteste. Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht? Volle Punktzahl.


Fly from Here
Fly from Here
Preis: EUR 19,29

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Yes? Yes!, 13. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Fly from Here (Audio CD)
Nach der Veröffentlichung des Vorgängeralbums "Magnification" im Jahr 2001 und einer anschließenden Tour mit dem European Festival Orchestra verließen Rick Wakeman und Jon Anderson die Band erst aus gesundheitlichen, dann aus irgendwelchen anderen Gründen. Das ist in der Geschichte von Yes ja durchaus nicht ungewöhnlich, bandinterne Zerwürfnisse kamen immer mal wieder zum Vorschein, und Bassist Chris Squire ist folgerichtig der einzige Musiker, der seit der Gründung Mitglied jeder Yes-Besetzung war. Dazu gehört sicher eine Menge Toleranz oder wenigstens Dickköpfigkeit, meines Kompliments hierfür kann er sich sicher sein.

Dass Chris Squires markantes Bassspiel nun seit über 40 Jahren ein essenzieller Bestandteil von Yes' Musik ist, lässt mich eines schon mal vorwegnehmen: Er kann es immer noch.

Nun ist "Fly from Here" nicht das erste, sondern bereits das zweite Album ohne den Gesang Jon Andersons. Die Studioarbeit nach dem durchwachsenen Album "Tormato", das die vorläufige Abkehr vom Bombast-Prog einläutete, verlief offenbar nicht ganz nach den Vorstellungen der Musiker, und so verließ er mit Rick Wakeman, der seine Tätigkeit bei Yes ja alle paar Jahre mal beendet und wieder aufnimmt, die Band. Die verbliebenen Mitglieder hatten allerdings keine Lust, wegen solcher Personalien das Musizieren einzustellen. Praktischerweise waren die Buggles ("Video killed the radio star"), Trevor Horn und Geoff Downes, gerade zugegen, um Yes ein paar Liedideen anzubieten, also machte man Nägel mit Köpfen und nahm die Buggles als Vollwertmitglieder auf. Diese bislang einmalige Formation spielte das gleichfalls einmalige Album "Drama" ein, die Buggles gingen danach wieder eigene Wege, Yes besetzten sich noch mal um und nahmen unter anderem das scheußliche "Owner of a lonely heart" (1983) auf.

Von den Aufnahmen für "Drama" blieb anscheinend einiges Material übrig, für das die Buggles keine Verwendung mehr hatten. Dieses Material lag dann einige Jahrzehnte lang herum. Zwischendurch hatte sich Yes mal wieder umbesetzt: Für Rick Wakeman kam sein Sohn Oliver Wakeman, für Jon Anderson kam Benoît David, Sänger von Mystery und ehemals Frontmann der Yes-Coverband Close to the Edge.

Chris Squire nun erinnerte sich vor einer Weile daran, dass zu "Drama"-Zeiten das Stück "We can fly from here" live gespielt, aber nie im Studio aufgenommen wurde, und rief Trevor Horn an, um das Vorhaben in die Tat umzusetzen. Keyboarder Geoff Downes folgte bald und ersetzte Oliver Wakeman, der auf dem Album stellenweise noch zu hören ist und den das also ziemlich überraschte. Ja, so schnell kann es gehen bei Yes.

Mit Ausnahme des Gesangs ist "Fly from Here" also sozusagen die Fortsetzung von "Drama". Was bedeutet das? Nun, zunächst einmal nicht viel.

Die fünfteilige - plus Ouvertüre - suite "Fly from Here" ist das Überbleibsel, das der Anlass für das Album war. Die Zerstückelung in fünf "Akte" hätte nicht sein müssen, durch sie wirkt das Werk nicht homogen, aber denkt man sich diese Zwischenräume weg, eröffnet sich "Fly from Here" dem Hörer. Mit dem großartigen "Machine Messiah" von "Drama" hat das Gehörte nicht viel zu tun, es ist fröhlicher, bombastischer. Benoît David tut sein Bestes, um mehr wie Jon Anderson (damit hat er ja Erfahrung) und weniger wie Trevor Horn zu klingen, und der Yes-typische Duettgesang trägt sein Übriges dazu bei, dass auch Teil 2, "Sad Night at the Airfield", trotz der bedrückenden Stimmung nicht zum Ausfall wird. Teil 4, "Bumpy Ride", ist seltsam, es klingt, wie es heißt. Zusammengehalten wird das Ganze vom Thema des Wegfliegens, "we can fly from here", Teil 5 ist folgerichtig das reprise des Eingangsthemas. Nur, falls noch jemand dachte, Yes könnten keinen Progressive Rock mehr spielen.

Außer diesem Kern des Albums gibt es auch wieder die typischen kürzeren Yes-Stücke zu hören, Gitarrist Steve Howe steuert mit "Solitaire" auch mal wieder ein formidables Solostück bei, Chris Squire mit "The Man You Always Wanted Me To Be" ein eingängiges Poprockstück, das eigentlich mal für eines seiner Soloalben vorgesehen war. Bekannt sollte den Anhängern der beteiligten Musiker übrigens "Life On A Film Set" vorkommen, das in einer frühen Version als Demoaufnahme unter anderem Namen auf neuen Auflagen des zweiten Buggles-Albums "Adventures in Modern Recording" zu finden ist.

Sicher, hier und da kommt zum Vorschein, dass eben doch eine andere als die "klassische" Besetzung hier zu hören ist. In diesen wenigen Momenten klingen Yes wie eine Band, die eine Band covert, die Yes covert und der auch Änglagård, Gentle Giant und Wobbler nicht fremd sind. Aber sollte man das mit Punktabzug bestrafen und nicht vielmehr als Zeichen dafür werten, dass Yes trotz der Rückkehr in ihre musikalischen 70-er und frühen 80-er Jahre immer noch frisch, modern und unverbraucht sind? Sollte man Yes dafür bestrafen, dass auch nach 43 Jahren ein Yes-Album immer die Summe der Beiträge der jeweiligen Mitglieder und nie ein wirklich homogenes Werk ist? Ich meine: Nein. Darum vergebe ich für "Fly from Here" die volle Punktzahl. Aus Überzeugung.


Ice Cream & Sadness: More Comics from Cyanide & Happiness
Ice Cream & Sadness: More Comics from Cyanide & Happiness
von Kris Wilson
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,10

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Böse? Ja. Aber gut!, 29. November 2010
Ich scheue mich davor, auf die üblichen leeren Phrasen wie "herrlich böse" zu verfallen, also möchte ich das getrennt verstanden wissen.

Was die vier Zeichner in diesem Buch - wie auch auf explosm.net - darbringen, ist sicher alles andere als jugendfrei, aber das sind die diversen Serien auf MTV ebenfalls. "Cyanide and Happiness" ist ein Titel, der für sich spricht, "Ice Cream and Sadness" ebenfalls. Weniger martialisch als Happy Tree Friends, weniger Hau-Drauf-Komik als die Zeichnungen von Hugleikur Dagsson, weniger gesellschaftskritisch als das (m.E. zu alberne) "American Dad", aber von allem ein wenig.

Die "Interactivities" in diesem zweiten Buch könnten auch aus der "Titanic" stammen, und das sollte man keinesfalls negativ werten. Wer Cyanide & Happiness noch nicht kennt, aber schwarzen Humor mag, der sollte sich einmal auf explosm.net umsehen und beide Bücher käuflich erwerben. Die paar Euro lohnen sich allemal.

Alle anderen erwarten pro Buch immerhin 30 bisher unveröffentlichte Strips (scheußliches Wort), die in ihrem Witz den anderen Episoden nicht nachstehen.


Plastic Beach
Plastic Beach
Preis: EUR 5,99

10 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schade drum, 3. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Plastic Beach (Audio CD)
Die bisherigen Alben der Gorillaz hatten noch ein wenig Eigenständigkeit zu bieten. Dieses Werk ist nur noch langweilig. Ich trauere um diese Band.
(.. und höre noch mal "Demon Days".)
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 20, 2010 3:11 AM MEST


Heavy Cross
Heavy Cross
Preis: EUR 6,99

16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich mal eine Qualitätssingle auf dem Markt!, 26. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Heavy Cross (Audio CD)
Man ist es ja gewohnt: Von neuen Alben erscheinen erst mal Singles mit mainstreamtauglichen, zweitklassigen Stücken, die wahren Perlen verstecken sich auf ewig als Nicht-Single auf dem jeweiligen Album und werden unter Umständen niemals angemessen gewürdigt.

Nicht so bei The Gossip: Heavy Cross stellt meiner Meinung nach tatsächlich das beste Stück auf "Music For Men" dar. Ein treibender Discorhythmus, pumpender Bass und die immer noch unglaublich energiegeladene Stimme von Beth Ditto - grandios!


Darker My Love
Darker My Love
Preis: EUR 14,97

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Velvet Underground in ihrer Hochphase ..., 22. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Darker My Love (Audio CD)
... standen hier offensichtlich Pate. Das Album "Darker My Love" wird getragen von einem metronomartigen Schlagzeug und Gitarrenfeedbacks, und wären da nicht die vergleichsweise unauffälligen Texte, könnte dieses Album als Improvisation aus einer Neuaufnahme der White-Light-/White-Heat-Sessions durchgehen. Ja, hier wird gelärmt, dass es eine wahre Freude ist. Der psychedelische, an The Raveonettes erinnernde (allerdings männliche) Gesang unterstreicht die Wirkung der Musik; The Black Angels sind (hier irrt Amazon.de ausnahmsweise nicht ;-)) ein treffender Vergleich.

Musik zum Schweben.


The Koala
The Koala
Wird angeboten von musicbox-feichtinger
Preis: EUR 15,29

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Stoner-Rock anno 1969, 22. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: The Koala (Audio CD)
Die eher unbekannte New Yorker Band mit dem amüsanten Namen "The Koala", die damals als australische Band vermarktet wurde (vermutlich, um den Skurrilitätsfaktor zu erhöhen), nahm Ende der 60-er Jahre dieses Album auf. Natürlich weht auch hier noch der Geist der späten Hippiephase, Einflüsse der Beatles lassen sich nur schwer verstecken; und dennoch geben The Koala dem Album einen ganz eigenen Anstrich: Blendet man die eher balladesken Teile aus, ist hier das zu hören, was Bands wie Colour Haze mehrere Jahrzehnte später perfektioniert haben: Den Stoner-Rock. Jaulende Gitarren, donnerndes Schlagzeug und ein unauffälliger Bass markieren dieses Genre, das damals sicherlich innovativ war. Allein der teilweise nervend weinerliche Gesang des Frontmannes (zum Beispiel in "Nothing's Changed") hält mich noch davon ab, diesem Album mehr Punkte zu geben. Für Freunde später 60-er-Jahre-Musik halten The Koala auf jeden Fall einige Überraschungen parat.


M(E)Iosis
M(E)Iosis
Wird angeboten von capital-music
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Irgendwas fehlt., 8. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: M(E)Iosis (Audio CD)
Eigentlich könnten Nihiling ganz oben mitspielen. Sie schaffen es, dem eigentlich schon abgegrast scheinenden Genre des Postrock eine weitere Nuance zu geben, die weniger an Mogwai und Mono als an Tool oder Isis in einer Lo-Fi-Variante erinnert. Leider jedoch hat man während des gesamten Albums das Gefühl, dass hier eine Band weit unter ihren Möglichkeiten agiert. Viel zu lieblos sind die Melodien, viel zu emotionslos der Gesang. Nach den durchaus starken, etwas roher, ungeschliffener klingenden EPs ist das Album zwar noch immer eine grandiose Abwechslung von dem, was in Deutschland sonst an Musik fabriziert wird, jedoch fehlt ein Puzzleteil auf diesem Album. Es ist schwer zu sagen, welches dies ist.

Zugute halten muss man Nihiling: Im Genre des Postrock - so weit es auch gefasst ist - ist es grundsätzlich schwer, die Energie von Livekonzerten einzufangen. Vor dem Kauf dieses Albums ist anzuraten, ein Konzert der Band zu besuchen. Eindrucksvoller präsentiert wird's auch auf einer CD nicht.


Mei
Mei

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einzigartig., 30. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Mei (Audio CD)
"mei" aus dem Jahr 2002 besteht im Grunde aus einem einzigen Stück von fast 50 Minuten Länge, das in mehrere, jeweils 5:33 Minuten lange "Kapitel" aufgeteilt wurde.

Auf diesem zweiten Album nach der Neuformierung der Band im Jahr 2000 und dem Americana-lastigen Vorgänger Cowboy Poems Free spielen echolyn den bisher wohl druckvollsten Progressive Rock der Bandgeschichte, der neben metalartigen Ausbrüchen auch Gesangspassagen der Marke Yes bietet und mit den Keyboards vereinzelt auch dem Canterbury Sound die Ehre erweist.

Der Text beschreibt aus der Ich-Perspektive den Seelenzustand eines Liebenden, der offenbar verlassen wurde und sich nunmehr leer und einsam fühlt. "God won't perform here anymore" - es ist ein Genuss. :)
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 27, 2012 9:41 AM MEST


Censored Colors
Censored Colors

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Macht gute Laune, 14. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Censored Colors (Audio CD)
Ich ertappe mich selbst nur selten dabei, Lieder im ÖPNV, in Mathematikvorlesungen und/oder während der Körperreinigung mitzusummen, aber Lay Me Back Down ist ein verdammter Ohrwurm, seit Monaten schon. Das vom Feuilleton gepriesene Vorgängerwerk Church Mouth war durchaus auch recht nett, aber Censored Colors ist schlicht grandios.

Das Eröffnungsstück (das bereits erwähnte Lay Me Back Down) führt, was heutzutage nicht mehr allzu selbstverständlich ist, tatsächlich in die Stimmung des Albums ein; es mag durchaus sein, dass da der Überschwang aus mir spricht (und im Kopf den Refrain von Lay Me Back Down mitsummt), jedoch ist die sprichwörtliche Sonne, die beim Hören aus dem Gesäß des Konsumenten strahlt, noch eine fast zu blasse Metapher.

Der hohe Gesang wird vermutlich an sich nicht jedermanns Geschmack entsprechen, aber er passt zur Musik. Mal im Ernst: Metal-Gegrunze zu Sommermelodien?

'Tanzbar' ist, wenn auch ein recht metaphorischer Kunstbegriff, eins der beiden Wörter, mit dem sich dieses Album am besten zusammenfassen lässt. Das andere ist 'fröhlich'.

Macht Spaß!


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