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Rezensionen verfasst von
waltscher

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Abseitsfalle. Kadir Bülbüls zweiter Fall
Abseitsfalle. Kadir Bülbüls zweiter Fall
Preis: EUR 2,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr Satire als Krimi, aber einfach gut, 25. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wie schon der erste Teil der "Kadir Bülbül"-Reihe, hat mich auch der zweite richtig gut unterhalten und war ein flottes Lesevergnügen.
Die Handlung kann dem Klappentext entnommen werden und braucht hier nicht nocheinmal angerissen werden.

Zugegebenen, das Buch ähnelt weniger einem klassischem Kriminalroman,sondern vielmehr einer Satire auf die Fussballwelt. Aber die ist in meinen Augen mehr als gelungenen. Ja, natürlich wird hier übertrieben und es werden Anspielungen und Anleihen an Mannschaften und Vereine der 1. und 2. Bundesliga genommen, wenn z.B. das Maskottchen kein Geißbock ist, sondern ein Schaf. Oder wenn ein Provinzverein überraschend aufsteigt, wer denkt nicht an Braunschweig, Paderborn, Augsburg etc.
Das setzt aber nur den Rahmen und lädt zum schmunzeln ein, wenn einem die besagten und weitere Parallelen beim Lesen auffallen. Die Zeichnung der Charaktere, die Konflikte und Animositäten innerhalb der Mannschaft, die Einflüsse von Außenstehenden und vor allem die beschriebene Eitelkeit und Selbstüberschätzung einiger im Fussball-Biotop Tätigen treffen es auf den Punkt. Ich fühlte mich mehr als einmal an eigene Erlebnisse während diverser "Trainingslager" und Saisonabschlussfahrten im Amateurfussball erinnert. Und Amateure sind ja bekanntlich die eigentlichen den Profis ;)
Allerdings muss man kein ausgewiesener Taktikexperte oder Fussballfan sein, um die skurilen Situationen und Charaktere genießen zu können oder die Anleihen an den realen Fussballbetrieb zu erkennen. Dafür sind einfach zu viele Anleihen aus der sportbegleitenden Boulevardpresse eingeflochten. Jeder, der in den letzten 3 Jahren einmal eine Titelseite einer Großbuchstaben-Zeitung oder das Intro eines Fernseh-Boulevardmagazin mitbekommen hat, erkennt die satirischen Seitenhiebe (als Beispiel sei auf die Familiensaga der "van der Vaarts" verwiesen).
Was diesmal, im Vergleich zum ersten Buch, weitestgehend auf der Strecke bleibt, ist der augenzwinkernde Blick auf den türkisch-deutschen Kulturclash. Das ist ein wenig schade, aber zwangsläufig der Handlung geschuldet.

Sprachlich ist das Buch, wie schon der erste Band, sehr gut lektoriert. Es liest sich entsprechend dem Erzähltempo flott, ohne dabei den Leser zu unterfordern. Die Leistung des Autors/ der Autorin liegt meiner Meinung nach darin, immer an der Grenze zum Klamauk zu erzählen, ohne diese zu überschreiten. Groteske ja, Klamauk nein.

Fazit: Eine sehr gelungen Satire, nicht nur auf den Fussballbetrieb, sondern auf alle Vereine, Firmenabteilungen und Clübchen, ummantelt mit einer Krimihandlung. Ich habe mehrfach herzhaft lachen können. Wieder ein klare Weiterempfehlung.


Rückkehr in Golgrimms wundersame Welt
Rückkehr in Golgrimms wundersame Welt
Preis: EUR 2,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fortsetzung und Einstieg, 9. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die in "Rückkehr in Golgrimms wundersame Welt" beschriebene Fantasywelt "Notrak Husch" ist eine Mischung aus Pratchetts "Scheibenwelt" und Lewis "Narnia".
Der Hilferuf einer entführten Prinzessin erreicht Sarah, die Heldin des ersten Teils per Post und sie macht sich zusammen mit dem Kobold Golgrimm und ihrem Teddybären Mister Barkeley auf den Weg nach Notrak Husch, um die Welt in Notrak Husch wieder ins Lot zu bringen. Unterstützt wird sie dabei von den Gefährten aus Teil eins.
Daneben entwickelt sich in einem zweiten Handlungsstrang, die Geschichte der "Finsteren Kaiserin", die Notrak Husch, die Welt und das ganze Universum ins Dunkel stürzen will.
Wie der Titel es schon verrät, knüpft das Buch an die Handlung von "Golgrimms wundersame Welt" an. Natürlich erleichtert es den Einstieg in die Handlung von der "Rückkehr...", wenn man mit den Charakteren schon vertraut ist, zwingend notwendig ist es aber nicht. Man braucht halt etwas länger, um in die Geschichte zu tauchen. Die ist dafür, meiner Meinung nach, deutlich besser geschrieben, als noch im ersten Teil. Die im ersten Teil kritisierten Wiederholungen und unnötigen Erklärungen der Wortspiele hat der Autor diesmal weggelassen. Dadurch gewinnt die Handlung an Fahrt und zieht den Leser mit, so dass man das Buch nicht nur zügig lesen kann, sondern es auch zügig weiterlesen will. Daneben wartet er wieder mit einigen schönen Ideen, wie z. B. einem Angler, der nichts angeln will, und neuen Charakteren auf. Ist am Ende des Buches ein Handlungsstrang aufgelöst, bleibt der zweite als Cliffhanger im Raum und macht Lust auf Band 3.
Fazit: Gelungenes Buch für Freunde humoriger Fantasy. Wer sich beim ersten Teil noch nicht so recht entscheiden konnte, ob er das Buch mag oder nicht, dem sollte dieser Teil eigentlich gefallen. Ich betrachten den ersten Teil jetzt einfach mal als unausgereiftes Prequel, und überlege, ob ich auch noch Teil 3 kaufen soll.


Mrs. Commingdale 3 - Scheinheilig
Mrs. Commingdale 3 - Scheinheilig
Preis: EUR 0,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Überbrückungsquickie, 24. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Im dritten Teil der "Mrs. Commingdale"-Reihe, hat sich gleichnamige Titelheldin fest vorgenommen eine Pause einzulegen und die Füße eine Weile still zu halten, damit niemand misstrauisch werden kann, ob der vielen plötzlichen Todesfälle in ihrer Umgebung. Durch einen ortsansässigen Katzenhasser sieht sie sich dann aber doch genötigt, ihre Pläne kurzfristig und spontan abzuändern und zügig zur Tat zu schreiten.

Handwerklich (Rechtschreibung, Grammatik) gibt es an der Geschichte nichts zu meckern, aber trotzdem hat es mich nicht so richtig gepackt. Das liegt meiner Meinung nach schon an der Ausgangssituation. Eigentlich wollte Mrs. Commingdale pausieren und fühlt sich dann zu einem Mord-Quickie genötigt. Ebenso wie der Mord schnell über die Bühne gehen muss, werden auch die Motivation von Mrs. Commingdale und ihre Ausführung der Tat im Text schnell abgehakt.

Mir fehlen dabei die Details über den Katzenhasser und die Gründe, warum Mrs. Commingdale seine Taten derart verwerflich findet, dass sie dafür mordet. Die Protagonistin selbst erscheint mir in diesem Band eher als verbittert beschrieben, während sie im ersten Teil zwar bösartig aber gewitzt daher kam. Vor allem vermisse ich ihre zynischen und sarkastischen Gedankenspiele und Kommentare, mit denen sie ihre Skrupel beiseite schiebt und den Mord vor sich selbst rechtfertigt. Das war es, was mir beim ersten Teil dieser Reihe so gut gefallen hat, was für mich den bissigen, schwarzen Humor der ersten Folge ausmacht und diese Reihe erst lesenswert macht. Die eigentliche Handlung ist vorgezeichnet, vorhersehbar, ohne große Überraschungsmomente und für mich eigentlich nebensächlich. Daher wirkt diese Folge der Mrs. Commingdale-Reihe auf mich, wie der Mord an dem Katzenpeiniger: kurz eingeschoben, um die Lücke zwischen Mord 2 und Mord 4 zu überbrücken.

Herausgekommen ist eine durchsichtige, dennoch ordentliche Kurzgeschichte, die sich schnell lesen lässt.
Der schwarze Humor der ersten Folge ist hier aber weitestgehend auf der Strecke geblieben.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 28, 2013 2:13 PM MEST


Tödlicher Wind (Tödliche Legenden 2)
Tödlicher Wind (Tödliche Legenden 2)

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Fantasy nicht nur für junge Leser, 23. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der zweite Band der Buchreihe "Tödliche Legenden" ist gute Fantasy, hauptsächlich für junge Leser.
Die Handlung wird zügig und zielstrebig vorangetrieben, sodass man schnell in die Geschichte hineingezogen wird.
Sprache und Schreibstil sind ebenso eingängig wie in Band 3, aber die Figuren sind meiner Meinung nach besser gezeichnet. Nachdem ich zuerst den dritten Teil der Reihe gelesen hatte, sind meine Erwartungen von dem zweiten Teil übertroffen worden. Insbesondere Sally, zuerst als eigenbrötlerischer und kratzbürstiger Neuankömmling beschrieben, die sich später als taffe Draufgängerin entpuppt, finde ich gut gezeichnet.
Zur Handlung sei dem Klappentext nur soviel hinzugefügt, dass sich die Heldinnen einem Vampir stellen müssen.
Dieser eigentlich reichlich ausgelutschten Thematik werden in dieser Geschichte einige nette Facetten und Wendungen hinzugedichtet, was dazu führt, dass man trotz der absehbaren Handlung nicht gelangweilt wird.

Fazit: Gute Fantasy in der es um Freundschaft geht und die dem Vampirthema neue Facetten hinzufügt. Dieser Band ist wirklich gelungen und nicht nur etwas für Jugendliche.

Anmerkung: Wie oben bereits geschrieben, hatte ich versehentlich zuerst den dritten Teil der Reihe gelesen. Für die eigentliche Handlung des jeweiligen Bandes ist die Reihenfolge auch irrelevant, da jeder Band ein eigenes abgeschlossenes Abenteuer schildert. Allerdings gibt es, die einzelnen Buchbände übergreifend, als "Nebenhandlung" die Entwicklung der Charaktere und ihrer Freundschaft zueinander. Man nimmt sich also selbst ein Stück Lesespaß, wenn man die Bücher nicht in der chronologischen Reihenfolge liest. Und das wäre schade.


Tödliche Träume (Tödliche Legenden 3)
Tödliche Träume (Tödliche Legenden 3)

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Fantastische Jugendbuch-Reihe, 19. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Tödliche Träume" ist der dritte Band einer Fantasy-Buchreihe, in der magisch begabte Teenager, allesamt Mädels, fantastische Rätsel lösen müssen. Hierbei zeichnet sich jedes Mädchen durch eigene übernatürliche Fähigkeiten aus, die sie zur Lösung der Rätsel einbringen. Ansonsten sei zur Handlung auf den "Klappentext" verwiesen.
Das Buch lässt sich flott lesen, die Sprache ist eingängig, leicht verständlich und leicht lesbar. Die in älteren Rezensionen angemerkten umständlichen Formulierungen oder Fehler, sind mir nicht aufgefallen. Hier scheint das von der Autorin angekündigte Lektorat erfolgreich gewesen zu sein.
Anfangs hatte ich etwas Probleme die einzelnen Personen auseinander zu halten. Daher macht es wahrscheinlich Sinn die Reihe chronologisch zu lesen, auch wenn dies für die eigentliche Handlung dieses Bandes nicht notwendig ist.
Wie von einer Vorrezensentin bereits beschrieben, wirken die Charaktere der Protagonistinen auch auf mich etwas stereotyp, aber das empfinde ich bei einem Jugendbuch nicht unbedingt als Nachteil. Im Gegenteil, ich unterstelle der Autorin einfach mal, dass sie beabsichtigt ihre Charaktere als "role-model" darzustellen. Ähnlich den Figuren in Märchen oder anderen Jugendbuch-Reihen, wie zum Beispiel TKKG, Die drei Fragezeichen, Fünf Freunde etc.
An diese fühlte ich mich beim Lesen auch ein wenig erinnert.
Für meinen persönlichen Büchergeschmack ist das dann zu sehr auf eine jugendliche Leserschaft zugeschnitten, daher auch "nur" 3 Sterne.
Ich denke aber, Leser ab 12 Jahren werden mit dieser Buchreihe gut bedient sein und kann mir auch gut vorstellen, dass sich die Reihe zu einem Pausenhof-Renner entwickelt: Rätsel lösen, Freundschaft, Zoff zwischen Geschwistern, der erste Freund... all das wird angeschnitten und sollte dafür sorgen, dass sich fast jeder Jugendlich in einem der Charaktere wiederfindet.

Nachtrag: Mittlerweile habe ich auch den zweiten Band der Reihe gelesen. Da sich die Charaktere und ihre Freundschaften zueinander in jedem Band weiterentwickeln und auch die Mitglieder der Gruppe anscheinend von Band zu Band variieren, macht es auf jeden Fall Sinn die Bände in der chronologischen Reihenfolge zu lesen. Es erhöht den Lesespaß und man würde sich sonst selber diese "Nebenhandlung" vorenthalten.
An meiner Bewertung ändert es nichts, ich finde den zweiten Teil der Reihe insgesamt runder und besser ausgearbeitet.


Halsabschneider. Kadir Bülbüls erster Fall
Halsabschneider. Kadir Bülbüls erster Fall
Preis: EUR 2,98

4.0 von 5 Sternen Spannendes, sommerlich leichtes Lesevergnügen, 31. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Krimi "Halsabschneider: Kadir Bülbüls erster Fall" lässt sich flott und flüssig lesen und bietet amüsante und spannende Unterhaltung. Titelgebender Held Kadir Bülbül, einst Polizist in D'land, ist mit seinen Eltern in die Türkei ausgewandert. Hier ist er Sicherheitschef von mehreren Hotelanlagen und wird von einem der zuständigen Hotelmanager beauftragt, den Mord an einem Gast möglichst schnell und geräuschlos aufzuklären. Unterstützt wird er hierbei von einer vorlauten und vorwitzigen Rezeptionistin und einem pensionierten Kommissar aus Hamburg. Darüber hinaus muss er sich mit einer sehnsüchtig auf Enkel und Schwiegertochter wartenden und allzu fürsorglichen Mutter, einem pomadigen und inkompetenten Polizeichef, einer heiratswilligen Ärztin, einem spleenigen Onkel und einem arroganten Chef herumschlagen.
Mir hat der Krimi sehr gut gefallen. Der Ton des Buches ist angenehm zu lesen, das Erzähltempo ist hoch und die Dialoge witzig. Manche der geschilderten Szenen, die auch schon mal makaber oder grotesk sind, kommen einem aus eigenem Erleben bekannt vor. In Kadir Bülbül hat man einen Protagonisten, der zwischen Familie und Arbeit, Tradition und Moderne schwebt und dabei ein wenig melancholisch und grüblerisch auf der Suche nach seinem Wohlfühlplätzchen im Leben ist. Neben der eigentlichen Krimihandlung, wird diese Suche dabei so beiläufig geschildert und mit Hilfe seiner Reibereien mit der vorlauten Rezeptionistin Seda auch gebrochen, dass es einfach Spaß macht Bülbül auf seiner Suche zu begleiten.
Wenn man unbedingt Mängel suchen will, dann kann man sicherlich anmerken, dass die Beschreibung der Charaktere manchmal etwas ins Klischee abgleitet und das Ende ein wenig überhastet und konstruiert daherkommt. Aber das fällt nicht allzu sehr ins Gewicht und insbesondere die genüssliche Übertreibung der Klischees an einigen Stellen des Buches macht auch seine komischen Aspekte aus (z. B. bei der Typisierung deutscher Touristen).
Wer gerne Krimis von Agatha Christie, Gisbert Haefs, Wolf Haas oder Inspector Jury-Krimis liest, sollte hier gut bedient sein.
Ich freue mich jedenfalls schon auf den nächsten Fall mit Kadir Bülbül und empfehle dieses Buch sehr gerne weiter.


Schneemord - Kurzgeschichte
Schneemord - Kurzgeschichte

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nicht einmal geschenkt, 7. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schneemord - Kurzgeschichte (Kindle Edition)
Ich hätte nicht gedacht, dass ich einmal eine solch harsche Kritik über ein selbstverlegtes Buch verfasse, da ich die Courage der Autoren bewundernswert finde. In diesem Fall ist sie meiner Meinung nach aber angebracht.
Die Kurzgeschichte "Schneemord" liest sich, als ob sie mal ebenso in der Straßenbahn runtergeschrieben worden wäre und dann auch direkt, ohne jegliche Korrektur, veröffentlich worden ist. Auf ihren 19 Seiten versammelt sich wirklich all das, was man NICHT in einem Buch haben möchte: einfachste Rechtschreibfehler (z. B. Aß statt Aas), alle Arten von Grammatikfehlern (Zeichensetzungsfehler, Genusfehler, Modusfehler) und unmotivierte Sprünge in der Erzählzeit. Alles Mängel, die mit etwas Sorgfalt hätten vermieden werden können.
Dazu kommen ein Plot, der keine Spannung aufkommen lässt, und Charaktere, die völlig blass bleiben und nur aus ihrem Namen bestehen. Mein Eindruck ist, dass sich der Autor selbst nicht für seine Geschichte interessiert. Sonst wäre er sorgfältiger mit dem Text umgegangen.
Kurz gesagt, es wirkt wie "hingeschmiert".
Mir ist diese Kurzgeschichte, leider, selbst geschenkt noch zu teuer.


Wie ich John Lennon die Haare schnitt, vor Romy Schneider davonlief und Catherine Deneuve zum Lachen brachte: Erinnerungen eines Fotografen
Wie ich John Lennon die Haare schnitt, vor Romy Schneider davonlief und Catherine Deneuve zum Lachen brachte: Erinnerungen eines Fotografen
Preis: EUR 9,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eher für Fans, 28. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
ACHTUNG, diese Rezension bezieht sich auf die KINDLE-Version des Buchtitels.
Ich kann mich den begeisterten Rezensionen meiner Vorgänger nicht anschließen. Das wird wahrscheinlich vorallem daran liegen, dass mir der Eindruck gut reproduzierter Fotos fehlt. Zwar sind auch in der Kindle-Version Bilder dargestellt, das ist aber kein Vergleich zu einem gedruckten Foto.
Die biographischen Anekdoten aus Vollmers Leben fand ich jetzt auch nicht sehr aussagekräftig, meistens beschäftigen sie sich mit den organisatorischen Herausforderungen während seiner Fotoaufträge (Kameramann im Weg, kein Posieren der Filmstars möglich, Ast im Weg, schlechter Winkel zur Motivszene etc.). Die Beschreibungen der Stars bleiben meist sehr oberflächlich auf dem Niveau von "XY war nachher doch nett/ ist göttlich". Das Ganze häufig in einer Sprache, die mich an Schulaufsätze á la "Mein schönstes Ferienerlebnis" erinnerte.
Einige Kapitel sind gut z.B. am Anfang die Kapitel über die Beatles oder die schon von anderen erwähnte Schützenverein-Episode. Hier schildert Vollmer Personen oder Ereignisse, die er über einen längeren Zeitraum begleitet hat und man merkt, dass er hier deutlich mehr Eindrücke gewonnen hat und etwas über sie zu erzählen hat.
Für Fans von Herrn Vollmer oder passionierte Hobbyfotografen mögen die Texte toll sein, mir haben nur einige Kapitel Spass gemacht. Daher, wie gesagt für die Kindle-Version ohne Berücksichtigung der Fotos, 3 Sterne.


Genug ist genug (Kurzgeschichte)
Genug ist genug (Kurzgeschichte)
Preis: EUR 0,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein bleibender Eindruck und sehr kurz, 21. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mir ist schon klar, dass es sich bei "Genug ist genug" um eine Kurzgeschichte handelt. Allerdings empfinde ich diese als zu kurz. Das liegt meiner Meinung nach hauptsächlich daran, dass der Autor versucht sowohl die Entwicklung der häuslichen Gewalt und des Missbrauchs als auch die Geschehnisse eines bestimmten Tages in die 9 Seiten zu packen. Dadurch entsteht keine Atmosphäre, kein aussagekräftiges Bild. Wahrscheinlich wäre es, gerade bei dieser Länge, besser gewesen, sich auf einen der beiden Aspekt zu konzentrieren und den anderen als kurze Einleitung oder Schlusspointe zu verwenden. Das ist ja das Besondere an Kurzgeschichten, dass mit der Schilderung einer Szene, beim Leser ein ganzer Film bzw. Roman im Kopf startet. So wirkt das Ganze eher wie ein Aufzählung von Fakten und erinnert teilweise an einen Zeitungsbericht bei dem Blatt mit den 4 großen Buchstaben.
Die Sprache ist, wie vom Autor angegeben, teilweise explizit, was auch den beschriebenen Ereignissen geschuldet ist. Der Text gut lektoriert.

Trotz des Themas hat diese Geschichte, wegen der oben genannten Gründe, bei mir keinen großen Eindruck hinterlassen. Gäbe es die Möglichkeit 2.5 Sterne zu vergeben, hätte ich sie hier gegeben. Weder Fisch, noch Fleisch.


Die dunkle Seite der Dinge
Die dunkle Seite der Dinge
Preis: EUR 2,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Solider Krimi, 19. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die dunkle Seite der Dinge (Kindle Edition)
Hauptkommissar Wellingers erster Fall ist ein solider, sauber konstruierter Krimi.
Die Handlung konzentriert sich auf den Fall/die Fälle und zerfasert nicht in ausgiebigen Nebenhandlungen mit der Schilderung der privaten Sorgen und Nöte des Ermittlerteams. Dies verkürzt natürlich die Buchlänge, sorgt aber gleichzeitig auch für Tempo und zieht den Leser mit. Trotzdem erfährt der Leser einiges über Wellinger und zumindest mir ist der als etwas bärbeißig beschriebene Hauptkommissar sympathisch.
Angenehm ist, dass der in Köln spielende Krimi ohne die übliche schunkelnde Kölsch- und Karnevalsfolkore auskommt und auch auf ausgelutschtes kalauerndes D'dorf-/Leverkusen-Bashing weitestgehend verzichtet.
Circa zur Mitte des Buches wird dann unnötigerweise einmal die Moralkeule geschwungen. Das fand ich schade und auch überflüssig, wirkte es auf mich wie die Holzhammermethode oder der Oberlehrer. Die dort geschilderten Zweifel und Gedanken werden durch die Thematik (Medikamentenstudien) und die vorherige Handlung des Buches sowieso beim Leser hervorgerufen/provoziert.

Zusammengefasst lässt sich über das Buch sagen, es ist zügig zu lesen und gut lektoriert. Die Sprache ist klar und gradlinig. Vielleicht ist es etwas zu sehr konstruiert und damit auch vorhersehbar. Die Moralkeule hätte man sich schenken können. Das Schriftart (Schreibmaschinen-Optik) ist Geschmackssache und stört nicht weiter.

Ich habe mich beim Lesen gut unterhalten gefühlt.
Für Krimifans, die einen kurzen, schnörkellosen Krimi für 2-3 Leseabende suchen, eine kurze Auszeit von Elizabeth Georges Wälzern und mal wieder ein "Hah, hab' ich's mir doch gedacht"-Gefühl haben wollen, ist das hier das passende Buch.


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