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Rezensionen verfasst von
Velvet Traffic

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Whiter Shade of Pale
Whiter Shade of Pale
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 84,95

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Procol's First, 24. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Whiter Shade of Pale (Audio CD)
1967 wurden viele tolle Bands gegründet, Procol Harum waren darunter sicherlich eine der besten. Ein sehr prägnanter Stil, der sich aus Psychedelic Rock, Blues und Orgeln zusammensetzte sowie Gary Brookers grossartige Stimme waren die Markenzeichen von Procol Harum. Im Gegensatz zu vielen anderen guten Bands (z.b. Skip Bifferty, Andwella's Dream, East Of Eden) bekamen die Procols den Erfolg, den sie verdienten.
Dies hier ist nun ihr Debütalbum, das ursprünglich "Procol Harum" hiess und nicht den Hit "A Whiter Shade Of Pale" enthielt, auf den die Band leider allzuoft reduziert wird. Die Band befindet sich hier zwar noch nicht ganz auf ihrem kompositorischen bzw. musikalischen Höhepunkt, aber das Resultat ist trotzdem sehr gut. Gut, "Mabel" und "Captain Clack" sind eher als Spasssongs zu bezeichnen. "Cerdes" dagegen ist beeindruckend. "Something Following Me" ist gut, "Kaleidoscope" ist auch ein sehr guter Song. "She Wandered Through The Garden Fence" ist grossartiger Psychedelic Pop. "Salad Days" ist ein typisches, langsames und melancholisches Procol-Stück. Die zwei besten Songs des Albums sind wohl "Conquistador" und "A Christmas Camel", zwei Meisterwerke die sicherlich zu den besten Werken der Ära zählen. Das Instrumental "Repent Walpurgis" schliesst das Album dann ab.
Insgesamt ein recht gutes Album. Die nächsten zwei Alben sind aber noch besser. Unter den Bonustracks finden sich viele alternative Versionen der Albumsongs zusammen mit den starken Single-Songs "Lime Street Blues" und "Homburg".
Ein Muss für alle Fans grossartiger Musik der 60er Jahre, die sich nicht mit einem dürftigen Best Of-Album zufriedengeben wollen!!!


Just a Poke/Darkness to Light
Just a Poke/Darkness to Light
Preis: EUR 5,99

21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sweet Smoke YEAH!!!!!!, 12. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Just a Poke/Darkness to Light (Audio CD)
Die grossartige Prog-Jazzrockband Sweet Smoke wurde Mitte der 60er in New York gegründet. 1969 zogen die Bandmitglieder dann nach Deutschland, hier wurden auch die beiden Alben Just A Poke(1970) und Darkness To Light(1972) aufgenommen.
Das Debütalbum Just A Poke zeichnet sich dadurch aus, dass es aus nur zwei Songs(!!!) besteht. Jedes der beiden Stücke ist sechszehneinhalb Minuten lang und füllte ursprünglich eine ganze Schallplattenseite. Die beiden überlangen Songs sind aber endlos aufwendig arrangiert(vor allem das erste Stück, "Baby Night"), wobei das technische Können der Band hervorragend dokumentiert wurde. "Baby Night" ist ein fantastisches Stück und sicherlich Sweet Smokes grösstes Werk. Ein Hammerding mit ruhigen, dann wieder lauten, lärmenden Passagen, tollen Solos, vielen Instrumenten und oftmals wechselndem Rhythmus. Das perfekte Beispiel dafür, wie grossartig Musik überhaupt sein kann! Das zweite lange Stück, "Silly Sally", ist wesentlich jazziger - nicht so brillant wie das erste, aber immer noch stark und auch noch mit einem einzigartigen Schlagzeugsolo.
Das tolle Cover des Albums passt auch noch perfekt zu der Musik!
Darkness To Light, das zweite Album, wurde nach einer Indienreise 1972 aufgenommen. Es bestand aus sechs Songs, davon waren vier ("Just Another Empty Dream", "I´d Rather Burn Than Disappear", "Believe Me My Friends" und "Show Me The Way To The War") mit Längen von vier bis fünf Minuten relativ kurz. Alle vier Songs sind ziemlich stark, haben tolle Melodien. Mit Jazz haben sie nicht viel zu tun, man könnte sie eher als progressiven Folk bezeichnen. Die restlichen zwei Songs sind dann wieder länger. "Kundalini" ist ein deutlich vom Indientrip beeinflusstes, leierartiges und etwas zu langes Stück, das nicht das Niveau der anderen erreicht. "Darkness To Light" allerdings zeigt dann wieder Sweet Smoke in Bestform - durch eine Wahnsinnsmelodie, ein tolles Arrangement und jazzige Improvisationen wird eine tolle Atmosphäre erzeugt, die auf den Hörer wirkt. Ein sehr schönes Album!
Sweet Smoke klingen eher wie eine britische Progband als wie eine amerikanische Band. Gerade deswegen sollten sie Fans von Bands wie Caravan, King Crimson und vielleicht auch Traffic liegen. Derart originelle Musik gehört jedenfalls in jede Prog-Sammlung!!!!!!!!


Spirit
Spirit
Wird angeboten von groovetemplemusic
Preis: EUR 22,99

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erstes Album der Überband SPIRIT!!!!!, 4. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Spirit (Audio CD)
Ich dachte lange Zeit, Spirit wären eine langweilige Hardrock-Band aus den späten 70ern. Dann erfuhr ich, dass diese Band eigentlich schon im Jahre 1967 ihr erstes Werk, nämlich dieses hier, veröffentlicht hatte. Als ich das Album dann hatte, haute es mich schier um! Eine Überband. Vielleicht sogar die am meisten unterschätzte Band dieser an unterschätzten Bands ja leider recht reichen Ära! Trotzdem eine eher untypische Band für Los Angeles, nicht zuletzt wegen ihrem glatzköpfigen Drummer Ed Cassidy. Was L.A.- Bands betrifft, so sind Spirit für mich das qualitativ sowie quantitativ gesehen perfekte Gegenstück zu den Doors.
Als erstes fällt schon mal das tolle Cover auf. Die Musik von Spirit ist allgemein sehr hoch entwickelt - eine extrem abwechslungsreiche Mischung aus Rock, Psychedelik, Jazz, Folk und anderen Elementen. Ein Song von Spirit enthält ungefähr soviel Melodie wie fünf Songs der Stones...
So, nun zu den Tracks. "Fresh-Garbage" ist ein grandioser Opener, eine Mischung aus Jazz und Rock - Spirit in Höchstform. "Uncle Jack" ist ein unwiderstehlicher Popsong mit kraftvollen Bluesriffs, während "Mechanical World" ein weitaus komplexerer Song mit abgehacktem Rhythmus, ruhigen und dann wieder rasanten Passagen ist. "Taurus" zeigt Spirits klassische Einflüsse und einige munkeln, Led Zeppelin hätten das Intro daraus für ihr "Stairway To Heaven" abgekupfert. "Girl In Your Eye" folgt dann unerwartet dem im Jahre 1966/67 aufgekommenen Indien-Trend - ein toller Song mit Sitarklängen und schönem Solo. "Straight Arrow" ist ein toller Folksong mit wildem Gitarrenspiel von Randy California. Mit "Topanga Windows", dem nächsten Stück, haben Spirit mal wieder den Vogel abgeschossen. Das Stück hat eine geniale Melodie, und die Verknüpfung der leisen und lauten Teile des Songs zeigen Spirits endlose Eleganz. Ähnlich gut ist auch "Gramophone Man", ein wunderschöner Song mit jazzigem Mittelteil. "Water Woman" ist ein kleines subtiles Meisterstück, sozusagen Spirits "Yellow Submarine". "The Great Canyon Fire" ist dann wieder ein schnelleres, bluesigeres Stück mit Randys dramatischem Gitarrenspiel. "Elijah", der Schlusstrack, ist ein elfminütiges, jazziges Instrumental. Spirit haben auf ihrem Debütalbum mehr Melodie und Einfallsreichtum gezeigt als so manch andere Band in der gesamten Karriere!
Die Bonustracks runden das Album sogar noch auf: "Veruska" - ein wildes Instrumental mit brutalen Riffs, "Free Spirit" - ein jazziges Instrumental und der tolle Song "If I Had A Woman" sowie ein Alternativtake von "Elijah" sind drauf.
Alle Fans grossartiger Musik der spät-Sechziger sollten dieses Juwel und die restlichen drei Spirit-Alben besitzen. Eine Band, die so gut wie jede andere von damals übertrifft. Entdeckt die wunderbare Welt von Spirit!!!!!!!


Side Trips
Side Trips
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 61,95

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Debüt von Kaleidoscope, 28. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: Side Trips (Audio CD)
Side Trips ist das Debütalbum von Kaleidoscope, einer der einzigartigsten Bands der Sechziger Jahre. Die
Band war sehr vielseitig und ihre Musik war eine einzigartige Mischung aus Folk, Rock, Blues, Jazz,
Psychedelic, Jug Band...doch das, was am meisten auffällt, sind die starken orientalischen Einflüsse, die in
den meisten Songs zu hören waren. Gerade deshalb waren Kaleidoscope nur schwer verdaulich für die breite
Masse, die eher auf Monkees und Tom Jones stand.
Das Debütalbum besteht, im Gegensatz zu den späteren Alben, aus eher kurzen Songs.
"Egyptian Gardens" ist als Opener perfekt gewählt: ein stark orientalisch angehauchter Song, bei dem schon
auffällt, wie sehr Solomon Feldhouse's Stimme zu der Musik passt. "If The Night", ein kurzer, ebenfalls
mystischer Song, ist dafür, dass er so kurz ist, ebenfalls gut. "Hesitation Blues" ist dagegen eher ein nettes
Füllsel, mehr nicht. Der nächste Song, "Please", ist dafür alles andere als ein Füllsel und beweist, dass
Kaleidoscope auch wunderschöne, subtilere Songs schaffen konnten. Das darauffolgende "Keep Your Mind
Open" ist dann wieder ein ruhigerer Song. Mit dem starken "Pulsating Dream" begeben sich Kaleidoscope
nun auf Byrds-Territorium, und sie spielen auch etwas überschwenglicher als es die Byrds tun. "Oh Death" ist
ein alter Folk-Standard, den die Band auf ihre typische derbe Art gut interpretiert hat. "Come On In" und
das bekannte "Minnie The Moocher" sind ebenfalls keine Bandoriginale, aber sie passen perfekt zu der Band.
"Why Try" schliesslich ist einer der Höhepunkte des Albums - ein melodisch sowie musikalisch großartiges
Stück - Kaleidoscope in Höchstform.
Schade, dass es bis heute keine Reissues der Kaleidoscope-Alben gibt.
Auf Side Trips hätte man z.b. die zwei Single-Songs von 1967, nämlich "Nobody" und den großartigen
Jug Band - Reißer "Elevator Man" draufpacken können. Man kann nur hoffen, dass mehr Leute irgendwie
Zugang zu Kaleidoscope und anderen aussergewöhnlichen Bands der damaligen Zeit finden werden, denn
die Musik ist es allemal Wert!!!


S.F.Sorrow
S.F.Sorrow
Preis: EUR 6,99

23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Meisterwerk der Pretties!!!, 28. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: S.F.Sorrow (Audio CD)
Das Jahr 1968 hat viele bahnbrechende Alben herausgebracht: Music In A Doll´s House von Family, das Weiße Album der Beatles, White Light/White Heat von Velvet Underground - nur um ein paar zu nennen. S.F.Sorrow von den Pretty Things, bis heute von vielen unterschätzt, gehört ebenfalls in diese Reihe. Die Pretties wurden so ab 1966/67 langsam psychedelisch, aber ihr erstes Album aus dieser Phase, Emotions(1967), war zum Teil noch unbeholfen und deutlich schwächer als Sorrow.
Zuallererst sollte gesagt werden, dass es keine einfache Musik ist. Es ist Musik ohne Grenzen, Musik, die aus den tiefsten verborgenen Löchern des menschlichen Unterbewusstseins zu kommen scheint...zumindest hört sie sich so an. Dabei fängt das Album mit dem Song "S.F.Sorrow Is Born" noch eher harmlos an. Trotzdem ein guter Anfang. "Bracelets Of Fingers" ist da schon wesentlich verzwickter und unschlüssiger, ein typisches Dokument der tiefsinnigen englischen Psychedelia aus den späten Sechzigern. Die Anfangsharmonien machen deutlich, von wem Queen zu ihren typischen Harmoniegesängen inspiriert wurden. Toller Song! "She Said Good Morning" ist wieder ein geradliniger Acidrock-Song, auch sehr gut. "Private Sorrow" und das rasante und einzigartige "Balloon Burning" sind psychedelische Meisterwerke, die ihresgleichen suchen. Der nächste Song, "Death", ist ein ganz langsames Stück, und dabei so tiefsinnig und erschreckend wie ein Song überhaupt nur sein kann. "Baron Saturday" ist ein verrücktes, irgendwie groteskes Stück, ebenfalls großartig. "The Journey" und "Trust" sind wunderschöne Songs, weniger tiefsinnig als die vorigen. "I See You" ist wieder ein Meisterwerk. Ein ganz langsamer, aber brutaler Song mit gewaltigem Hintergrundsound im Chorus. "Old Man Going" ist der vielleicht härteste Song auf dem Album. "Well Of Destiny" ist ein knapp zweiminütiges Instrumental, das Angst macht. Die seltsamen Geräusche und dann die Gitarre am Schluss...nie im Dunkeln anhören!
Mit den Bonustracks ist das Album sogar noch besser. "Defecting Grey" ist ein verrückter, aus vielen Teilen bestehender Song, "Mr.Evasion" ist auch toll, "Walking Through My Dreams" ist gut und "Talking About the Good Times" ist vielleicht der beste Pretties-Song überhaupt, es sind sogar orientalische Einflüsse hörbar(!).
Die Pretties haben bei einigen leider immer noch das Image der "Stones des armen Mannes." Dieses Album hier ist großartig: tiefgründig, subtil, originell, verzwickt, melodisch...dieses Niveau konnten die Stones höchstens mit einzelnen Songs, aber nie mit einem ganzen Album erreichen. Also, an alle abenteuerlichen Musikhörer - holt euch dieses psychedelische Meisterwerk dieser leider sehr unterschätzten Band!!!!!


Mad River-Paradise Bar & Grill
Mad River-Paradise Bar & Grill
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 28,18

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen San Franciscos dunkelste Band!!!, 26. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: Mad River-Paradise Bar & Grill (Audio CD)
Mad River sind eine der besten unbekannten Bands aus den 60er Jahren und sie übertreffen viele der bekannten Bands um Längen.
Ihre Songs sind großteils länger und komplexer als die der anderen San Francisco-Größen wie Jefferson Airplane oder Quicksilver. Eine Wahnsinnsband! Die Band repräsentiert auf perfekte Weise die dunkle Seite der Psychedelik. Lawrence Hammond mit seiner einzigartigen Stimme und der großartige Leadgitarrist David Robinson mit seinem manisch-treibenden Gitarrenspiel machen jeden Song zu einem Erlebnis.
Die Songs 1 bis 7 stellen das erste Album "Mad River" aus dem Jahr 1967 dar. Der erste Song, "Merciful Monks", ist ein schneller, treibender Acid Rock-Raver mit blitzschnellen Gitarren und Drums. "High All The Time" dagegen ist langsam, aber ebenso stark. "Amphetamine Gazelle", der dritte Song, ist ein Höllenstück mit freakigen Gitarren und Breaks, die an "Communication Breakdown" von Led Zeppelin, das 2 Jahre später aufgenommen wurde, erinnern. Überhaupt scheint es mir so, als hätten die Zeps Mad River gut zugehört... "Eastern Light" und das instrumentale "Wind Chimes" sind längere Stücke. Vor allem das letztere Stück zeigt das einzigartige Können dieser Band, atemberaubende Werke zu schaffen. "The War Goes On" ist schließlich der Höhepunkt: ein 12-minütiges Stück mit brutallen Gitarrenbreaks und den für die Band typischen Freakouts. Die Songs 8 bis 17 bilden dann das zweite Album "Paradise Bar & Grill" aus dem Jahre 1968. Einige von den Stücken sind kurze Instrumentals und erscheinen recht belanglos im Vergleich zu den Meisterwerken vom ersten Album. Der Rest ist aber wieder typisch für Mad River: "Leave Me Stay" ist ein wunderschöner siebenminütiger Acidrock-Song, "They Brought Sadness" ist unglaublich und "Revolution´s In my Pockets" ist ein starkes Acid-Funk-Stück mit tollem Rhythums, genauso wie das Instrumental "Academy Cementery."
Wer die Airplane, die Dead und Quicksilver mag, sollte sich Mad River unbedingt anschaffen. Ihre Musik gehört zum Feinsten, was in den 60ern produziert wurde - holt sie euch!!!!!!!


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