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Rezensionen verfasst von
Vincent

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Very Best of (2cd-Edition)
Very Best of (2cd-Edition)
Preis: EUR 20,61

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bravo - wirklich das Beste!, 1. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Very Best of (2cd-Edition) (Audio CD)
Best-of-Alben von bekannten Bands gibt es viele, und oft enthalten sie dann nur die bekanntesten Titel, wärend die schönen Songs, die man persönlich am meisten mag, dann z.T. fehlen, weil sie keine Hits waren.
Hier ist es anders: Neben den goldenen Hits aus der Rumours-Zeit enthält die Sammlung auch die ungewöhnlichen, etwas tiefer gehenden Stücke wie etwa "I'm so afraid", "World Turning", "Sisters of the Moon" und andere, die wohl nicht jedem gefallen können. Damit wird zum einen Fleetwood Mac einer Vielseitigkeit sichtbar, die über die Wiederholung altbekannter Hits hinausgeht. Zum anderen hat die Mischung damit meinen persönlichen Geschmack getroffen, was zwar für andere Hörer nichts bedeuten muss, aber für mich viel.
Wenn man kein eingeschworener Fleetwood-Mac-Fan ist, der eine vollständige Sammlung ihrer Musik braucht, sondern findet, dass die Band z.T. einfach gute Musik gemacht hat (und z.T. eben auch nicht so), dann bekommt man mit dieser Mischung tatsächlich das Beste auf einem Album. Das ist durchaus nicht selbstverständlich, denn wo "Best of..." draufsteht, ist nur selten auch wirklich "Best of..." drin.


King's Bounty: Warriors of the North
King's Bounty: Warriors of the North
Wird angeboten von ZOXS
Preis: EUR 5,93

14 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unbrauchbar, 16. Dezember 2012
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Auch ich war bis heute ein Fan der King's Bounty-Reihe - vor allem "The Armored Princess" halte ich für die Referenz aller Strategiespiele. Entsprechend gespannt war ich auf den neuen Titel, den ich bereits seit vielen Monaten vorbestellt hatte. Mit etwas Verspätung ist er nun angekommen, und ich habe gleich versucht zu installieren.

Dabei kam die Enttäuschung: Man braucht eine Internetverbindung UND einen Steam-Account. Das sind für mich schon zwei AUS-Kriterien, die das Spiel für mich zu Software-Müll machen. Mein Daten- und Spiele-Rechner hat aus Sicherheitsgründen keine Internetverbindung und wird auch keine bekommen. Mein Netbook hat zwar Internet, kommt aber bei Weitem nicht an die Systemvoraussetzungen des Spiels ran, er ist eben kein Spiele-Rechner. Und selbst wenn das Spiel dort laufen würde, würde ich mich trotzdem nicht zu einem Steam-Account gängeln lassen.

Wie hätte ich das Monate vor Erscheinen wissen können, als ich das Spiel vorbestellte? Zumal die früheren King's Bounty-Titel immer ohne diese Steam-Sch***e verkauft wurden? Ich gehe davon aus, dass die Entwickler sich für diese Mogelpackung noch mehr Ohrfeigen einfangen werden.

Von Amazon würde ich mir wünschen, dass man in Zukunft mit null Sternen bewerten kann. Ich sehe nicht ein, wieso ich ein für mich unbrauchbares Produkt mit einem Stern auszeichnen muss, den es nicht verdient hat.
Kommentar Kommentare (14) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 6, 2013 1:16 PM CET


Somewhere Else
Somewhere Else
Wird angeboten von SellerHit Deutschland
Preis: EUR 10,95

4.0 von 5 Sternen Gut, aber nicht hinreißend., 4. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Somewhere Else (Audio CD)
Es ist erstaunlich, wie sehr die Marillion-Fans von einer Platte zur nächsten hin- und hergerissen werden, und auch, wie jede einzelne Platte die Fan-Gemeinde in verschiedene Lager zerreißt. Kaum etwas, worüber sich eine Mehrheit einig wird, zu fast jeder Meinung findet man bald auch das Gegenteil – man kommt kaum aus dem Kopfschütteln heraus.
Weitgehender Konsens besteht allenfalls darüber, dass man das Album "Somewhere else" öfter hören sollte, bevor man sich eine Meinung leistet, und darüber, dass der Song "Most Toys" nichts taugt – beides sehe ich auch so.

Ansonsten wundere mich über manche Vorredner, denn solche Extreme, wie nicht wenige Leute hier zu entdecken meinen, kann ich kaum sehen bzw. hören. Es gibt Höhen und Tiefen bei größtenteils ordentlicher Qualität, aber keine wirkliche Exzellenz.

Der Versuch eines Vergleichs mit "Marbles" ist zwar verständlich, aber am Ende gegenstandslos, weil sich hier wie dort die Geister gleichermaßen scheiden und die Ergebnisse dann allzu subjektiv ausfallen. Ich fand "Marbles" eher durchschnittlich und "Somewhere else" ganz leicht überdurchschnittlich. Das soll reichen.

Unter den Songs finde ich Hörenswertes (wie "See it like a Baby", "Thank you, whoever you are"), auch richtig gute Songs (wie "Somewhere else", "The Wound"), aber doch nichts wirklich Überragendes. Der einzige Song, der mich eine Zeit lang richtig gepackt hat: "No such Thing". Das schwebt im Raum, das macht nachdenklich. das klingt traurig und schön.


In the Eye of the Storm
In the Eye of the Storm
Preis: EUR 5,99

12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kein Ersatz für Supertramp!, 26. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: In the Eye of the Storm (Audio CD)
Wenn Hodgson es vielleicht nach der Feststellung, dass Supertramp musikalisch inzwischen in allzu seichtes Wasser geraten war, mal auf eigene Faust versuchen wollte, so könnte ich das verstehen - wenn es denn so gewesen wäre. Aber offenbar lagen die Dinge anders. Denn was hat er mit der Freiheit des Solo-Interpreten angefangen? Er machte ein keyboard-lastiges Pop-Album, welches die instrumentale Vielfalt ebenso vermissen ließ wie die Eleganz und Subtilität der klassischen Supertramp-Ära (also der Mitt-70er).
Falls er Supertramp hinter sich lassen wollte, so ist ihm das in dieser Hinsicht gelungen. Falls Hodgson aber an die musikalischen Tugenden von Supertramp anknüpfen wollte, die er einst selbst mit-definiert hatte, so scheint ihm nicht klar gewesen zu sein, dass er allein nicht die ganze Band ersetzen konnte, die 10 Jahre zuvor mit einem unverwechselbaren Instrumenten-Mix das Schöne mit dem Anspruchsvollen zu verbinden wusste.
Davon ist auf „In the Eye of the Storm“ fast nichts mehr übrig. Die ehemals charakteristischen Blasinstrumente verkümmern hier hinter dem übermächtigen Pop-Piano, welches meist im Vordergrund herumwabert, ohne sich auf klare Melodien einzulassen und diese dann zu variieren. Es ist eben nur noch Hodgson – seine Stimme und seine Keyboards – als Ego-Trip ohne musikalische Vision, welche über die Entstehungszeit hinausginge.
Um dieser Musik konzentriert zuzuhören, ist sie mir bei Weitem zu belanglos, und als Hintergrundmusik für ein gutes Gespräch ist sie mir viel zu aufdringlich. Sie gehört eben ins Radio der 80er Jahre, nicht in mein Wohnzimmer der Gegenwart.

An dieser Stelle meiner Beschreibung angelangt, kam ich auf die Idee, mal die anderen Bewertungen bei Amazon zu lesen – und war dann im höchsten Maße verblüfft! Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, und wer das Album mag, der mag es eben, das ist auch in Ordnung.
Aber was ich hier (über viele Kommentare verteilt) an ziemlich „gewagten“ Aussagen lese, ist schon sehr bemerkenswert:

- „Dieser Mann war und ist Supertramp“ – Komisch eigentlich, dass er dann unter anderem Namen Platten veröffentlicht – und dass sie auch anders klingen...
- „unglaublich eigentlich, dass dieses album damals so ein fürchterlicher flop war.“ – Angesichts zwei Millionen verkaufter Alben eine mutige Aussage...
- „Alle Spielarten von Supertramp übeträgt R.H. in seine Solo-Projekte!“ – Oh Mann, da muss ich beim Hören ja einiges verpasst haben...
- „man muß auch sagen, das es ein wenig rockiger zugeht wie bei supertramp.“ – Das soll Rock sein?? Nie im Leben...
- „Leider werden wir wohl nicht mehr erleben, dass diese Scheibe remastered neu veröffentlicht wird. Damals leider gefloppt, da wagt sich keiner mehr ran.“ – Tja, so kann man sich täuschen...
- „Musikalisch merkt man an vielen Passagen keinen Unterschied zu den Zeiten von Supertramp" – Ich weiß ja nicht, wer 'man' ist, aber für mich ist der Unterschied entscheidend...
- „7 Supertramp-typische Songs waren es die Hodgson da fast im Alleingang komponierte einspielte und arrangierte und die den Supertramp Sound 1:1 fortführten“ – Ok, das hatten wir schon. Manche Irrtümer verbreiten sich wie Gerüchte.

Dass man das erste Solo-Album von Roger Hodgson mit Supertramp vergleicht, finde ich durchaus natürlich, denn es war in dem Moment der Maßstab, den man hatte. Aber daraus zu folgern, dass Hodgsons Musik genau wie die von Supertramp sei, weil Hodgson eigentlich schon immer allein Supertramp gewesen sei, ist nicht nur reichlich trivial, sondern für den größten Teil der Supertramp-Geschichte auch falsch. Was an Supertramp anders war, glaube ich oben schon deutlich genug gesagt zu haben.
Und wer mir trotzdem nicht glaubt, der sollte sich mal wieder „Crime of the Century“ komplett anhören und dann mit „In the Eye of the Storm“ vergleichen. Die stilistische Ähnlichkeit wird sich dann auf die (von Hodgson geschriebene) 3,5-Minuten-Hitsingle „Dreamer“ beschränken, auf die „Crime of the Century“ meiner Ansicht nach auch gut hätte verzichten können. Der Rest des Albums war dann das, was Supertramp den Ruf einer „progressive Rockband“ eingebracht hat. Und „progressiv“ ist das Hodgson-Album „In the Eye of the Storm“ nun wirklich nicht – eher das Gegenteil, nämlich radiotauglicher Mainstream-Pop der Mitt-80er.
Wer sowas mag, der kann hier als Kunde ruhig mal zugreifen, denn es mag ja meinetwegen „guter“ Pop sein. Aber wer Supertramp will, der sollte Supertramp kaufen und dabei auf das Produktionsdatum achten, damit er sich nicht in der Epoche irrt. Denn dass Supertramp mit den Jahren immer mehr in Richtung Kommerz-Pop verflacht ist, lag wohl nicht unwesentlich gerade an Hodgson. Insofern ist es zumindest richtig, dass Hodgsons Erstling den Supertramp-Sound der gemeinsamen Endphase (1983) konsequent in Richtung Pop weiterentwickelte. Das kann aber keine Empfehlung für jemanden sein, der die progressive Phase der Mitt-70er liebt.
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 5, 2015 1:59 PM MEST


Etherlords
Etherlords
Wird angeboten von Rare-Games
Preis: EUR 29,95

5.0 von 5 Sternen Ein Spiel, das noch nach Jahren fesselt, 5. November 2012
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Etherlords (Computerspiel)
11 Jahre nach seinem Erscheinen ist Etherlords noch immer ein faszinierendes Strategiespiel, welches sich über all die Jahre prima gehalten hat und mich bis heute immer wieder beschäftigt. Die technischen Probleme aus der Anfangszeit (Abstürze, fehlende Spielmodi, Abhängigkeit vom richtigen Betriebssystem), die von früheren Rezensenten berichtet wurden, sind durch Patches schon lange gelöst, das Spiel läuft auch auf Win7-64Bit recht stabil.
Was bleibt, ist das erstaunliche Spielvergnügen an den unendlich scheinenden Kombinationen, die durch den Deckbau in den wunderbar unterschiedlichen Rassen möglich sind. Auch das graphische Aussehen ist für Rundenstrategie noch immer ein gutes Beispiel. Da die Entwickler nicht den Fehler gemacht haben, eine echte 3D-Graphik zu benutzen, hat man als Spieler eine gute Übersicht. Aus diesem Grund ist das Spiel auch dem 2003 erschienenen Nachfolger Etherlords II klar überlegen, in welchem man als Spieler oft unter der schlechten Orientierung einer 3D-Umgebung mit subjektiver Perspektive leidet. Etherlords II ist bei mir lange passé - Etherlords I dagegen ist ein goldener Klassiker.


Domination: Phantom Renaissance [Premium]
Domination: Phantom Renaissance [Premium]

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schönes Strategiespiel, 4. Mai 2012
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Domination ist ein anspruchsvolles Rundenstrategiespiel, das mich so anhaltend gefesselt hat, dass ich beide Kampagnen-Teile und alle Einzelkarten komplett durchgespielt habe - für mich eine große Seltenheit.

Die Umsetzung der Idee ist erstklassig: Es gibt ein gut bedienbares Interface, ein großartiges Tutorial macht den Einstieg leicht, und das Spielprinzip ist wunderbar. Es gibt keinen Glücksfaktor, deshalb muss man muss genau überlegen, was man tut. Jeder Fehler wirkt sich aus, weil die spielstarke KI sich keine Gelegenheit entgehen lässt, einem die Hölle heiß zu machen. Die Graphik ist ansprechend und für diese Art Spiel völlig ausreichend. Der Hotseat-Modus funktioniert gut und macht Spaß. Einen LAN-Modus gibt es auch, er ist aber im Grunde witzlos, da die Züge nicht simultan gespielt werden können.

Schade ist, dass die Einheiten sich im Laufe des Spiels nicht durch Erfahrung weiterentwickeln können - das würde dem Spiel noch mehr Tiefe geben.
Man würde sich auch eine längere Kampagne und mehr Einzelkarten wünschen - zumal auch kein Karteneditor vorhanden ist, mit dem man sich selbst neue Karten machen könnte. Mehr Einheiten wären ebenfalls gut. Auch eine dritte oder gar vierte Kriegspartei hätte noch mehr Spannung gebracht. All diese Wünsche hätten auch durch eine nachgereichte Erweiterung leicht erfüllt werden können, aber meines Wissens gibt es keine.

Leider beinhaltet der Kopierschutz des Spiels einen bestimmten Treiber, welcher von Windows 7 (und wohl auch Vista) als inkompatibel geblockt wird. Deshalb ist es ohne Patches nur auf XP-Systemen spielbar. Es gibt allerdings einen Patch (2.0.136 oder 2.0.164), der das Problem löst.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 14, 2013 6:21 PM CET


Supertramp
Supertramp
Preis: EUR 6,99

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Geschmackssache, 22. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Supertramp (Audio CD)
Die Musik selbst ist wohl Geschmackssache. Dass es sich dabei um Supertramp handelt, merkt man allenfalls an der Stimme, denn der Stil, die Instrumentierung und der Gruppensound sind völlig verschieden von Supertramps klassischer Phase (1974 - 1980), welche mit dem 3. Studio-Album "Crime of the Century" begann und mit dem repräsentativen Live-Album "Paris" zum Abschluss kam.
Als Supertramp vor rund 30 Jahren auf dem Höhepunkt ihres Ruhmes standen, wurde das Debut-Album (sowie auch sein Nachfolger) von vielen Fans schlichtweg ignoriert und wurde auch in den Plattenläden oft nicht angeboten, weil man weithin der Ansicht war, dass es sich dabei um aus der Art geschlagene Kuriositäten handle. Das ging freilich zu weit, denn man kann einer Gruppe sicher nicht einfach so ihre Wurzeln und ihre ersten Entwicklungsschritte abschneiden. Dennoch bleibt bis heute das Urteil bestehen, dass es sich bei beiden Alben tatsächlich um Kuriositäten handelt, wenn man die (noch immer attraktiven) Standards jener klassischen Phase anlegt. Auch heute noch gelangt wohl mancher Hörer im Vergleich mit späteren Alben zu dem Eindruck, dass das Debut-Album eher unausgegohrene Experimente mit einem gewissen Hippie-Flair bietet als "echte" Supertramp-Musik.
Ich kann es daher nur solchen Fans empfehlen, die Wert auf Vollständigkeit legen, oder auch Leuten, welche die etwas experimentelle Ästhetik dieser Zeit besonders mögen. Wer Supertramp im klassischen Sinne sucht, sollte eher Abstand nehmen.


Borboletta
Borboletta
Preis: EUR 7,99

4 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Plätschert vor sich hin., 7. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Borboletta (Audio CD)
Wenn ich eine Santana-Platte auflege, dann erwarte ich Rockmusik von eigener Art, die durch Latin-Akzente und -Rhytmen verfeinert wurde und allenthalben von Santanas unverwechselbarem Gitarrenspiel überstahlt wird. So sehe ich z.B. Santanas Meisterwerk "Inner Secrets", an dem ich jedes andere seiner Alben qualitativ messen würde, ohne Santana grundsätzlich auf diesen Stil festzulegen.
"Borboletta" beginnt und endet mit je einem Titel, der nur aus Klangeffekten besteht, welche nicht interessant genug sind, um die Musik zu ersetzen, die man eigentlich erwartet. Auch der zweite Titel ist allenfalls ein Intro, so dass insgesamt 4 Minuten vergehen, bis Santana musikalisch überhaupt kenntlich wird. Die folgenden Songs bieten in weiten Teilen einförmiges und wenig inspiriertes Sytheziser-und Saxophon-Gedudel, welches mit Rockmusik wenig zu tun hat und stattdessen eher seichter Pop mit gelegentlichen Jazz-Anklägen ist. Nur manchmal bricht Santanas Gitarre durch das Einerlei und bringt in Anflügen in Erinnerung, was man eigentlich hatte hören wollen. Latin-Akzente sind zwar durchaus auch vorhanden, bleiben aber (mit wenigen Ausnahmen) eher unauffällig, wie auch das ganze Album irgendwie im Hintergrund bleibt, als traue es sich nicht an den Hörer heran. Zum richtigen Zuhören taugt es daher kaum, und bei dem Versuch erliegt man dann leicht der Versuchung, sich ein Buch oder eine Zeitschrift zu greifen.
Hat man dies getan, und die Aufmerksamkeit hat einigen Abstand genommen, entfalten sich schließlich doch noch die Qualitäten der Platte, welche immerhin noch darin liegen, gute Hintergundmusik zu sein, wo es für den Vordergrund nicht reicht. Die Musik plätschert dann unaufdringlich ästhetisch vor sich hin und kann durchaus zu einer gefälligen Atmosphäre beitragen - womit sie sich bei mir den zweiten Stern in der Wertung verdient. Allerdings wird man es nicht unbedingt bemerken, wenn sie dann irgendwann zuende ist.
Wem solches Hintergundgeplätscher reicht, dem sei das Album empfohlen. Wer etwas fürs Herz und Gemüt sucht, um hineinzutauchen und etwas zu erleben, dem würde ich dagegen abraten.
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 17, 2015 3:38 PM CET


Risiko des Ruhms: Director's Cut
Risiko des Ruhms: Director's Cut
von Rocko Schamoni
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,95

2.0 von 5 Sternen Leicht abgeschmackt..., 2. September 2009
An schrägem Einfallsreichtum und schnodderiger Wortgewandtheit ist "Risiko des Ruhms" wohl schwer zu übertreffen. Allerdings ist es sehr fraglich, ob allein damit eine geballte Ladung groben Unfugs zu rechtfertigen ist. Die Komik kommt über gelegentliches Schmunzeln kaum hinaus, und eine Satire über alles ist am Ende ein Buch über nichts.
Schamonis "Dorfpunks" ist um Längen besser, und zwar vor allem, weil es trotz seiner Schrägheit und Zeitgebundenheit fühlbar aus dem Leben gegriffen ist.


Wer hat an der Uhr gedreht? Wie 300 Jahre Mittelalter erfunden wurden
Wer hat an der Uhr gedreht? Wie 300 Jahre Mittelalter erfunden wurden
von Heribert Illig
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

10 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Über weite Strecken überzeugend und für Vorgebildete spannend, 2. Mai 2009
Die These selbst ist allemal interessant, und sollte selbst Leuten, die niemals daran glauben werden, eine gewisse Neugier abnötigen.
Die Argumentation wirkt über weite Strecken überzeugend und ist für historisch Vorgebildete spannend, aber nicht gänzlich makellos. Letzte Zweifel an der These bleiben schon deshalb, weil es sich bei den vorgebrachten Fakten fast ausschließlich um Indizien handelt. Dass außerdem die von Illig ausgewiesenen mittelalterlich-religiösen Motive für die Zeit-Manipulation den Menschen des 21 Jahrhunderts etwas abseitig erscheinen mögen, liegt nicht an Illigs Argumentation, sondern an den profunden Mentalitätsunterschieden, die sich in den vergangenen 1000 Jahren entwickelt haben.
In den meisten Fällen kann man Illigs Ausführungen und Argumente zwar inhaltlich nachvollziehen, aber nicht wirklich überprüfen. Dies nicht, weil sie so wenig greifbar wären, sondern einfach weil er sich mit reichem Detailwissen so mühelos zwischen den Disziplinen (Geschichte, Archäologie, Kunst- und Architekturgeschichte, Astronomie, etc.) bewegt, dass diese Ausführungen das jeweils relevante Fachwissen des gebildeten Laien meist ebenso weit hinter sich lassen wie das gestandener Quellen-Historiker.
Allerdings ist die interdisziplinäre und auch weltumspannende Betrachtung gerade eine von Illigs großen Stärken. Dass die traditionelle Historikerzunft ihm aus Mangel an Kenntnissen nicht in alle Sachgebiete folgen kann, ist am Ende nicht Illigs Problem. Wenn ein Historiker auf dem Vorrang der Schriftquellen beharrt, nur weil er von Archäologie und Architektur keine Ahnung hat, so macht er sich zur Karikatur eines Wissenschaftlers. Und die Tatsache, dass jeder Mittelalter-Historiker genau weiß, dass ein großer Teil seiner Schriftzeugnisse ohnehin Fälschungen sind, macht dies freilich noch absurder.

Ob man die These der erfundenen Zeit nun akzeptiert oder nicht: Ein Nachdenken über die Grundlagen unseres Geschichtswissens wird sich bei unvoreingenommenen Lesern allemal einstellen. Die gravierenden Lücken in unserem Geschichtsbild, die Illig aufzeigt, sind in jedem Fall erklärungsbedürftig. Wer sich diesem Nachdenken verschließt - nach dem Motto "es kann nicht sein, was nicht sein darf" - der ist kein Wissenschaftler, sondern Fundamentalist seines Glaubens. Und es ist wahrlich erstaunlich, wie viele solche Fundamentalisten sich im Rahmen der von Illig entfachten Diskussion bereits geoutet haben.
Illigs eigene Überzeugung halte ich übrigens für echt, auch wenn sie stellenweise etwas zu dominant daherkommt und manchmal vielleicht mehr Raum für mögliche Alternativen lassen sollte. Immerhin kann man ihm nicht vorwerfen, für die Argumente seiner Gegner so taub und blind zu sein wie diese teilweise für seine. Man wird Illig zwar nicht so leicht umstimmen können, aber er bleibt stets diskussionsbereit und nimmt Einwände zur Kenntnis.
Im Übrigen hoffe ich, dass dies nicht alles war - es wäre schön, in Zukunft mal vom Fortgang der Diskussion zu hören.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 17, 2014 1:09 AM CET


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