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Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
DVD ~ Robert Gustafsson
Preis: EUR 7,99

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Forrest Gump als Schweden-Happen, 10. Januar 2016
"Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" ist nicht nur ein unglaublich sperriger Filmtitel, es ist auch der Versuch, den Roman-Bestseller von Jonas Jonasson auf die Filmleinwand zu zaubern. Zuerst war also wie so oft das Buch, danach folgt der Film. Beide Veröffentlichungen finden ihre jeweiligen Liebhaber, haben ihre Berechtigung und versprühen ihren eigenen, voneinander unabhängigen Charme.

Allan Karlsson (Robert Gustafsson) langweilt sich in seinem kargen Zimmer des örtlichen Altenheimes. Nun gut, die Angelegenheit mit dem in die Luft gesprengten Fuchs war nicht nett, aber die Faszination Sprengstoff begleitet ihn bereits sein ganzes Leben. Noch lange kein Grund, mit zahlreichen Gästen eine Marzipan-Torte zu verschlingen und dem Leben in freier Wildbahn gänzlich abzuschwören. Kurzerhand steht der Senior mit Pantoffeln auf dem Fensterbrett und flüchtet.

Das Geld ist knapp, das Ziel nicht vorgegeben, der Zufall spielt Schicksal - optimale Voraussetzungen für ein klassisches und vergnügliches Roadmovie. Ehe Allan die Situation begreift, ist er - noch unbewusst - im Besitz eines Koffers mit 50 Millionen Kronen und strandet per Bus im schwedischen Niemandsland. Dort trifft er auf den pensionierten Bahnwärter Julius (Iwar Wiklander). Bei Speis und Trank entwickeln die beiden schnell eine spontane Männerfreundschaft, deren witzige und skurrile Dialoge jäh gestört werden, als der ursprüngliche Bote des Geldkoffers Bulten (Simon Säppenen) in der Tür steht. Mit gemeinsamen Kräften entledigten sich die beiden rüstigen Herren dem Problem aus dem Rocker-Milieu, allerdings nachhaltiger als gewollt, denn der Prügelknabe erfriert kurzerhand in der Kühlung. Spätestens jetzt haben die zwei nicht nur eine Menge Geld, sondern auch eine Leiche an der Backe. Und plötzlich sind es sehr viele Menschen, die nachhaltig am Verbleib des Rentner-Duos interessiert sind, auf jeden Fall die schwedische Polizei und ein Rocker-Klub unter Führung der Mafia.

Die Voraussetzungen für eine gelungene Flucht aus der Misere sind nicht optimal, aber Allans Lebensweisheit und Erfahrung sorgen für eine erstaunliche Gelassenheit. Fortan bewegt sich der Film zwischen Rückblenden in die Vergangenheit des Hauptprotagonisten und der fortschreitenden Handlung der Gegenwart. Ironisch, lustig und mit einem Feuerwerk an Seitenhieben wird dabei das politische Weltgeschehen eines Jahrhunderts auf den Arm genommen, denn Allan hat als Sprengstoffexperte und Geheimdienstmitarbeiter zahlreiche Tänze mit den Mächtigsten der Weltgeschichte geführt. Und das, obwohl Männer seiner Ansicht nach gar nicht tanzen (aber trinken...) sollten. Sei es General Franco, die US-Präsidenten Ronald Reagen und Harry S. Truman, der Diktator Stalin oder der Erfinder der Atombombe, Julius Robert Oppenheimer. Allan sorgte schon immer für Jubel, Trubel und Heiterkeit.

Dabei ist es fast unerheblich, dass aus dem Duo im Laufe der Spielzeit ein waschechtes Quartett, verstärkt durch den ewigen und unvollkommenen Langzeitstudenten Benny (David Wiberg) und die Hofbesitzerin Gunilla (Mia Skäringer), geworden ist. Letztere bringt auch noch ihre schwergewichtige Elefantendame in das Geschehen mit ein, was den weiteren Ablauf nun wesentlich beeinträchtigt, bevor das indonesische Bali als geeignetes Ziel und Ende aller Strapazen auserkoren wird.

Die Lebensgeschichte von Allan ist umfangreich, die Handlungsstränge ebenso. Die Bemühungen, ein sehr umfangreiches Buch in einen Film von nicht ganz zwei Stunden zu pressen, sind unübersehbar. Der Film lebt von der Rolle Allans, dessen lakonische, fast schon völlig gleichgültige Art, eine gesunde Portion Ironie, Witz und Charme versprüht. Es ist bizarr, wenn ein Mann von 100 Jahren mit dem Tod bedroht oder als Gammelfleisch bezeichnet wird. Die stoische Ruhe und Gelassenheit von Allan wirken tiefschwarz und begleiten den kompletten Film. Der ist per se nicht übermäßig lustig, sondern stimmt vor allem nachdenklich, veralbert herrlich die Politik der Vergangenheit und ist dabei unterhaltsam, verstörend und herrlich unkorrekt.

Freunde von Absurditäten und Zynismus werden diesen Film lieben. Nur Anhänger von Comedy-Filmen a`la Schenkelklopfer, tränenden Augen und vibrierenden Magenwänden, sollten um diese schwedische Verfilmung einen weiten Bogen machen. Denn Popcorn-Kino sieht anders aus. Ob leider oder zum Glück, entscheidet der jeweilige Betrachter.


Evil Dead Woods
Evil Dead Woods
DVD ~ Vicki Rivard
Preis: EUR 3,64

1.0 von 5 Sternen B-Movie Nullnummer der untersten Kategorie, 10. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: Evil Dead Woods (DVD)
Unabhängig von der arg konstruierten Handlung, ist es extrem ärgerlich, wenn Filmfreunde im Rahmen halbgarer Aufgüsse und mit falschen Versprechungen geködert werden. Im Original lautet der Titel "Abandoned Souls" und nur unter diesem Namen wird der Streifen seinem Inhalt auch gerecht. Fast vier Jahre nach der Erstveröffentlichung wird das Konstrukt kurzerhand in eine neue Hochglanz-Verpackung inklusive einem schicken Cover-Artwork gepackt, mit völlig überzogenen Teasern versehen und in die Nähe eines Klassikers wie "The Evil Dead" gerückt. Immerhin der Klappentext der DVD hält mit "Wie ein Schlag ins Gesicht", was er verspricht.

An dieser Stelle wäre es fast überflüssig zu erwähnen, dass Dämonen, Besessene, ja noch nicht einmal eine Kettensäge oder ein Teppichmesser in "Evil Dead Woods" überhaupt eine Rolle spielen. Selbst die mysteriöse Hütte im einsamen Wald wirkt deplatziert und künstlich. Fehlen nur noch die bereits erwähnten Teenager, als genretypische Quotenopfer, die mit fortschreitender Handlung arg unspektakulär das Zeitliche segnen.

So nimmt das Übel seinen Lauf. Und anstatt Blut regnet es Tränen - zumindest beim Filmbetrachter. Die Anfangssequenz der Häftlings-Revolte erzeugt keine düstere Stimmung, sondern erinnert an amateurhafte Drehversuche in einem x-beliebigen Abbruchhaus. Die schauspielerischen Leistungen der gesamten Truppe fügen sich nahtlos in das schwache Gesamtbild ein und werden auch in der zuerst idyllisch wirkenden Seenlandschaft unter Tageslicht nicht erhellender.

Langatmige 92 Minuten wird das Trash-Gewurstel konstant durchgehalten. Der Grund für das unterirdische Gefängnis und die inhaftierten Psychopathen bleibt bis zum Ende ebenso im Dunkeln, wie die Herkunft der Söldner und dessen Auftraggeber, der die Entflohenen jagt. Selbst die Jugendlichen sind eher verfeindet, anstatt befreundet - was den gemeinsam geplanten Wochenend-Trip ad absurdum führt. Was bleibt, ist wenig. Ein paar Liter Kunstblut und ein überzeichneter Massenmörder, der eher an einen lethargischen Zombie erinnert und seine Opfer nach und nach zur Strecke bringt. Wobei sich diese zugegeben auch sehr bereitwillig als Beute präsentieren und auffallend gerne von links nach rechts durch den einsamen Wald rennen.

Zu allem Überfluss leidet die technische Umsetzung des Films unter eklatanten Mängeln, bis hin zu handwerklichen Totalausfällen. Während die Bildqualität noch als annehmbar eingestuft werden kann, läuft die Synchronisation völlig aus dem Ruder, Lippen und Ton sind teilweise sogar komplett asynchron. Damit nicht genug - die Tonspur ist lieblos über die Handlung gelegt, Hintergrundgeräusche sind niedergebügelt, Dialoge aufgrund der aufdringlichen Musik kaum verständlich.

Zusammengefasst ist das Ergebnis Angst einflößend und macht aggressiv. Aber sicher nicht in der Form, wie es sich der Publisher Paragon Movies wünscht. Sondern nur deshalb, weil dem Horror/Splatter-Fan 1,5 Stunden Lebenszeit, von einem belanglosen und schlechten Film geraubt wurden.


Locked in a Room
Locked in a Room
DVD ~ Robert Miano

1.0 von 5 Sternen Saw im B-Movie Format? Nicht einmal im Ansatz., 10. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: Locked in a Room (DVD)
Würde im optisch hübsch illustrierten CD-Tray auch nur annähernd eine filmische Umsetzung nach dem beworbenen Teaser zu finden sein, dann könnte "Locked in a Room" ein ganz ansprechender Film sein. Alleine die Suggestion der Story und die unmittelbare Anlehnung an einen Genre-Klassiker wie Saw, lässt die Hoffnung auf wenigstens annähernd gute Unterhaltung in jedem Filmfreund aufleben. Umso trauriger, dass vom Charme des Altmeisters aus dem Jahr 2004 nichts, aber wirklich überhaupt nichts, in diesen traurigen Aufguss zehn Jahre später übertragen werden konnte.

Zuerst - der Film ist langweilig. 107 lange Minuten plätschert eine unlogische, wenig durchschaubare Handlung aus dem Flimmerkasten und vergrault selbst eingefleischte und leidensfähige Anhänger. Eindringlich und spannend ist die Umsetzung zu keiner Zeit, obwohl das miserable Schauspiel der Laiendarsteller noch nicht einmal auf die beschriebenen Gefangenen-Räume begrenzt wird. Erzählt werden viele Handlungsstränge. Ein vergangener Familienurlaub in Mexiko spielt eine nicht untergeordnete Rolle, dazu zwei (vermeintliche) Todesfälle der Mutter und Großmutter. Letztere hat, typisch Oma, zu Lebzeiten eine ganze Menge Geld gebunkert und zusätzlich in eine Sterbeversicherung investiert. Und dort, wo viel zu holen ist, entwickelt sich ganz gerne ein stattlicher Erbstreit zwischen den Nachkommen. Die ganz ansehnliche Summe der Todespolice will die Versicherung ganz gerne für sich behalten und beauftragt einen Anwalt und Ex-Cop mit der Untersuchung der Todesumstände. Klingt verwirrend und hat mit dem Klappentext der CD-Hülle wenig zu tun? Stimmt. Und ist leider bittere Realsatire.

Alle Versuche, einen in irgendeiner Art logischen Spannungsbogen aufzubauen, schlagen gänzlich fehl beziehungsweise sind fast schon eine Beleidigung für den Intellekt des jeweiligen Betrachters. Ein nebulöser Mörder mit elektronischer & kabelgebundener Heckenschere (!) läuft auf der Suche nach Opfern, durch kilometerlange Gänge. Stromversorgung inklusive. Die Protagonisten trinken während der Gefangenschaft aus Einmachgläsern, abwechselnd gefüllt mit Wasser und Urin. Die Verhöre der Betroffenen übernimmt wahlweise ein "Interviewer" mit Maske oder eine Bauchrednerin mit dämlicher Handpuppe. Zur Abwechslung schaut auch gerne ein lauthals lachender Glatzkopf vorbei und überbringt wahllos einige abgetrennte Gliedmaßen. Und zuletzt wandelt ein blutgetränktes, dabei aber erstaunlich fittes junges Mädchen durch die einzelnen Räume. Das ist ganz, ganz harte Kosten - nur leider nicht im ursprünglichen Sinne der Verantwortlichen. Hofft man zumindest.

Was bleibt ist wenig. Nach knapp zwei Stunden endet das zweifelhafte Vergnügen, mit akzeptabler Bild- und Tonqualität, genau so, wie es begonnen hat. Plötzlich, willkürlich und nicht ohne leichtes Stirnrunzeln. Was der Film vermitteln möchte? Dieses Geheimnis nehmen Schauspieler, Regisseur und alle Verantwortlichen sprichwörtlich mit in das Grab. Vielleicht auch besser so.


Kosmos 691936 - Die Legenden von Andor - Erweiterung Der Sternenschild, Brettspiel
Kosmos 691936 - Die Legenden von Andor - Erweiterung Der Sternenschild, Brettspiel
Preis: EUR 11,99

5.0 von 5 Sternen Temporeiche Erweiterung des Grundspiels, 7. Februar 2015
Neue Teile, neuer Spaß ...

"Der Sternenschild" ist die erste Erweiterung zu "Die Legenden von Andor" und nur mit dem Grundspiel spielbar. Die Packung enthält einige zusätzliche Figuren, kleinere Kartonteile und 36 Spielkarten, die zusammen eine Legende ergeben. Diese sieht jedoch bei jedem Spiel völlig anders aus, da immer nur ein Teil der Karten zum Einsatz kommt. Jeweils eins von sechs Bedrohungen muss von den Helden bekämpft werden. Neben Feuergeist, Krahder, Wassermonster Irlok und einem Geistertempel greifen auch die bösen Kreaturen mit einem Belagerungsturm oder einem Katapult an. Fünf mögliche Ausgangssituationen (vor allem Anzahl und Standort der Kreaturen), fünf verschiedene Fürstenaufgaben und vier Arten, wie beispielsweise wann der Sternenschild gefunden wird, sorgen für noch mehr Abwechslung. Außerdem hängt natürlich manches davon ab, wie die Würfel fallen. Eine zusätzliche Karte „E“ erschwert das Gewinnen. Sie sollte am besten erst ab drei Spielern zum Einsatz kommen. Die Stärke der Bedrohungen hängt jeweils von der Anzahl der Gesamtspieler oder derjenigen, die gemeinsam gegen sie kämpfen, ab. Dadurch ist "Sternenschild" unabhängig von der Spielerzahl interessant.

... altes Prinzip, neue Möglichkeiten

Das Spiel ist gewonnen, wenn die Burg – wie gehabt - erfolgreich gegen die Kreaturen verteidigt, die Fürstenaufgabe gelöst und die Bedrohung besiegt wurde. Dabei hilft nicht nur der Sternenschild. So dürfen die Helden am Anfang drei der vier Gaben der Andori auswählen. Diese unterstützen sie, indem sie mehr Zeit zum Handeln oder zusätzliche Willenspunkte geben, den Gegner im Kampf schwächen oder Kreaturen zurückdrängen. Außerdem gibt es drei Wölfe. Der Kampf gegen diese ist relativ sinnlos. Wird der Leitwolf jedoch mit Würfelglück und Strategie gezähmt, so werden die Wölfe zu Verbündeten. Die Figuren und Materialien sind schön gestaltet und passen sehr gut zum Hauptspiel. Die unterschiedlichen Ausgangssituationen, Aufgaben und Bedrohungen machen das Spiel sehr abwechslungsreich. Manche Spielrunden sind deutlich schwieriger zu meistern als andere.
Kommt eine schwierige Ausgangssituation - ohne Kampf landen mehrere Figuren aufgrund der Überspring-Regel sehr schnell in der Burg - mit einer kniffeligen Aufgabe und einer großen Bedrohung zusammen, dann sind strategisches Denken, Absprachen mit dem Team und vorausschauendes Denken besonders gefragt. Im Alleingang sind die Legenden nicht zu gewinnen, das macht den besonderen Reiz des Spiels aus.

Das kleine Set bietet mit seinem Zusatzmaterial jede Menge zusätzlichen Spielspaß. Ein Spiel dauert etwa 60 bis 90 Minuten, wobei der Aufbau wie auch beim Hauptspiel relativ viel Zeit in Anspruch nimmt. Das liegt teilweise daran, dass für das Verstauen des Spielmaterials nur Plastiktüten zur Verfügung stehen anstelle eines Pappeinsatzes. Die Rückseite des Spielplans aus dem Basisset kommt hier übrigens nicht zum Einsatz.

Für Andor-Fans ist diese Erweiterung ein Muss! Mit alleine sechs Bedrohungen bietet der Sternenschild mehr Abwechslung als das Hauptspiel. Theoretisch gibt es bei 36 Karten 600 unterschiedliche Kartenzusammenstellungen. Wem das zu langweilig wird, der darf sich jetzt schon auf "Neue Helden" freuen.


KOSMOS 691745 - Die Legenden von Andor, Kennerspiel des Jahres 2013
KOSMOS 691745 - Die Legenden von Andor, Kennerspiel des Jahres 2013
Preis: EUR 27,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniales Rollen-Gesellschaftsspiel, 7. Februar 2015
"Die Legenden von Andor" ist kein normales Gesellschaftsspiel. Gespielt werden der Reihe nach gefährliche Abschnitte aus der Geschichte des Landes, sodass es eigentlich viele unterschiedliche Spiele sind. Am ehesten ist es mit einem Rollenspiel vergleichbar. Jeder übernimmt die Rolle eines Helden oder einer Heldin (Zwerg, Bogenschütze, Zauberer, Krieger). Die Figuren haben verschiedene Fähigkeiten. Die Spieler können eine Legende nur gewinnen, wenn sie als Team gegen die bösen Kreaturen kämpfen. Dabei müssen sie vorausschauend handeln, die Aktionen gemeinsam planen und sich absprechen, wer entsprechend seiner Fähigkeiten welchen Teil übernimmt.
Eine Aufgabe, die immer gleich bleibt – zumindest solange die Vorderseite des Spielplans benutzt wird – ist die Verteidigung der Burg. Sobald eine bestimmte Zahl böser Kreaturen in die Burg gelangt ist, ist das Spiel verloren. Auf der anderen Seite müssen Aufgaben erledigt werden, die weit weg von der Burg ihren Platz haben. Bauern werden gerettet, Gegenstände eingesammelt. Im Kampf brauchen die Helden zum einen Stärkepunkte, zum anderen Willenspunkte und natürlich Würfelglück. Doch nach sieben Schritten oder Kampfrunden ist der Tag vorbei. Und bei Sonnenaufgang rücken die bösen Kreaturen weiter auf die Burg zu.

Es sind insgesamt sechs Legenden enthalten. Der Aufbau vor dem Spiel nimmt relativ viel Zeit in Anspruch, was unter anderem auch an der großen Menge Zubehör liegt, die man nicht für jede Runde braucht. Die Aufmachung ist sehr schön, die Figuren sind aus Pappe in Plastikfüßen und sehen ganz unterschiedlich aus. Ein Spiel dauert etwa 90 bis 120 Minuten. Zu viert ist es deutlich leichter zu gewinnen, da die Helden zusammen dann insgesamt 28 Stunden pro Tag haben statt nur 14.

Sechs Legenden und dann ...?

Das Spiel wirkt zunächst sehr kompliziert. Doch das ist kein Problem, denn die erste Legende nimmt die Spieler mit der "Losspielanleitung" an die Hand und führt sie durchs Spiel. Bei der zweiten Legende sind der Aufbau und der Hergang des Spiels dann schon kinderleicht, zu gewinnen ist weiterhin eine Herausforderung und erfordert Taktik und Vorausdenken. Das Spiel gestaltet sich zwar jedes Mal anders, aber mit einer guten Strategie können die Helden jede Legende gewinnen. Darum ist es wenig reizvoll, die gleichen Legenden zu wiederholen, nachdem man sie einmal gewonnen hat. Doch das ist kein Manko. Die sechste Legende besteht aus leeren Karten. Jetzt ist die eigene Fantasie gefragt. Wie könnte "Das Erbe des Drachen" aussehen und ausgehen? Es gibt unendlich viele Möglichkeiten! Wer nicht so kreativ ist, kann sich von der Internetseite jede Menge Ideen ausdrucken, und die Fan-Legenden spielen. Apropos Internet: Hier gibt es auch weitere Charaktere, die dem Spiel noch mehr Leben einhauchen. Außerdem ist bereits die erste Erweiterung erschienen, zwei weitere sind für 2014 geplant.

"Die Legenden von Andor" ist kein Spiel für den normalen Spieleabend. Es ist das "Kennerspiel" des Jahres 2013. Diesen Titel hat es verdient. Es ist sicher nicht für jeden etwas, aber es ist etwas ganz Besonderes. Es fördert Teamgeist, Kreativität und strategisches Denken. Es begeistert Kinder und Jugendliche und sicher auch viele Rollenspielfans.


Yeti Quest - [PC]
Yeti Quest - [PC]
Wird angeboten von Cmal2_GmbH
Preis: EUR 15,89

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Knobelspiel für Grundschulkinder, 7. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Yeti Quest - [PC] (Computerspiel)
Pflanzen sammeln

Um die Insel vom Schnee zu säubern, werden in hundert Leveln Steine mit gleichen Symbolen gesammelt und Eiswürfel entfernt. Wenn sich drei gleiche Symbole berühren, können diese durch Klicken entfernt werden und von oben rutschen neue Steine nach. Während jeder Runde kann der Spieler beliebig zwischen drei verschiedenen Modi wechseln, neben Klicken sind das Austauschen oder Markieren. Die letzte Funktion kommt im Spiel allerdings fast nie vor.
Wer taktisch klug zwischen den Modi wechseln möchte, muss mit einer Enttäuschung rechnen: Sobald das "Verschiebe"-Symbol angeklickt wird, verschwinden plötzlich alle Gegenstände, die in einer Reihe liegen, andere rutschen nach und die Situation ist völlig anders als vorher. Andererseits spart dieser Wechsel eine Menge Arbeit.
Doch das Erfüllen der Aufgaben ist nicht immer einfach: Würmer versperren den Weg nach unten und können nur durch geschicktes Entfernen der daneben liegenden Steine verjagt werden.

Pinguine füttern

Zwischen den Symbolen finden sich manchmal auch Fische. Wenn diese ganz unten landen, fressen die Pinguine sie und setzen dann auf Wunsch ihre Sonderfunktionen ein. Welche das sind? Ich möchte nicht zu viel verraten. Doch eins ist wichtig: In den späteren Levels sind diese Sonderfunktionen teilweise notwendig, damit du gewinnen kannst. Du solltest sie daher überlegt einsetzen.

Taktik, Glück und Zeit

Prinzipiell macht es Spaß, sich die besten Wege zu überlegen, um in jedem Level die Aufgaben zu erledigen. Störend finde ich, dass durch den Wechsel in die Verschiebefunktion prinzipiell eine Kettenreaktion ausgelöst wird und taktisches Handeln hier nicht möglich ist. Außerdem sind die Aufgaben teilweise einfach nur langweilig. Es kommt relativ häufig vor, dass zum Beispiel noch fünfzig Blumen eingesammelt werden müssen, in den Feldern aber nur sechs vereinzelt verteilt sind. Da müssen dann viele andere Symbole entfernt werden, damit neue Blumen herunterfallen. Das hat mit Strategie nichts zu tun. Außerdem wird nie die aktuelle Levelzahl angezeigt, auch das wurde meiner Ansicht nach schlecht gelöst.
Insgesamt ist die Abwechslung zwischen den einzelnen Leveln gering. Die Level werden mit der Zeit schwieriger, aber zwischendurch gibt es immer wieder einfache Level. Am meisten Spaß macht Yeti Quest daher, wenn es nicht am Stück gespielt wird.
Der Yeti kommt übrigens nur am Rande vor - im wahrsten Sinne des Wortes.
Die Grafik ist recht einfach gestaltet und nur wenig animiert. Wer das Cover anschaut, hat bereits das Meiste gesehen. Für ein reines Taktikspiel ist das aber in Ordnung. Das Ende wurde allerdings ziemlich vernachlässigt, selbst bei Spidersolitär erscheint der Jubelfaktor größer. Die Musik ist ziemlich gut für ein solches Spiel und geht nicht gleich auf die Nerven.
Yeti Quest ist geeignet für Kinder ab dem Grundschulalter, die Spaß am Knobeln haben. Allerdings sollte ein Erwachsener jüngeren Kindern die Texte am Anfang vorlesen, damit sie wissen, was zu tun ist. Sonst gibt es leicht Frust, obwohl natürlich auch durch Ausprobieren einiges entdeckt werden kann. Die Texte kommen nur in den ersten Leveln als Starthilfe vor.


Sherlock: Ein Schnüffler auf 4 Pfoten
Sherlock: Ein Schnüffler auf 4 Pfoten
DVD ~ Benjamin Eroen
Wird angeboten von cook29
Preis: EUR 8,90

2.0 von 5 Sternen Lieblose DVD-Aufbereitung eines annehmbaren Kinderfilms, 20. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Sherlock: Ein Schnüffler auf 4 Pfoten (DVD)
Ein sprechender Hund als Detektiv, der zusammen mit einem Jungen einen Kriminalfall löst? Wer dabei etwas anderes als einen Kinderfilm erwartet, dem ist nicht mehr zu helfen.
Die Produktion hatte sicher nicht allzu viel Geld zur Verfügung, und so wurden auch die normalen Maulbewegungen des "sprechenden" Hundes einfach nur mit mehr oder weniger passenden Worten unterlegt. Das wirkt oft nur mit ziemlich viel gutem Willen echt.

Auch das Drehbuch weist so manche Albernheit oder Logikschwäche zuviel auf, die man aber einem solchen Film verzeiht. Trotzdem ist es ärgerlich, dass einige DVD-Produzenten meinen, für diesen Kundenkreis müsse man sich nicht besonders anstrengen. Die Bildqualität ist ausgesprochen schwach, und das, obwohl ganz offensichtlich ein 4:3-Bild auf 16:9-Format gezoomt wurde - mit dem Ergebnis, dass nun Teile des Bildes fehlen. Und bei Einblendung der End-Credits bluten dem Zuschauer schon fast die Augen vor lauter Unschärfe.

Auch die Synchronisation ist nicht besonders gelungen. Abgesehen von einigen erbärmlich miesen Leistungen sind die meisten Stimmen zu weit in den Vordergrund gemischt. Im Vergleich zur Original-Tonspur fehlen häufig die Hintergrundgeräusche. So stehen Vater und Sohn in einer Szene am Hafen und unterhalten sich in totaler Stille. In der englischen Fassung schreien im Hintergrund Möwen und tuckern Boote vorbei. Eine solche Aufbereitung verdient leider nur die Bezeichnung lieblos.

Stören diese Kritikpunkte die eigentliche Zielgruppe, nämlich Kinder im Grundschulalter? Wahrscheinlich nicht. Doch so, wie der Film jetzt daher kommt, wird er die Eltern, die zum Mitgucken genötigt werden, mehr quälen, als es nötig gewesen wäre. Wirklich positiv wird der Streifen wohl nur von jungen Zuschauern aufgenommen werden, die seine Schwächen nicht bemerken und sich zehn Jahre später fragen, wie ihnen so etwas mal gefallen konnte. Ähnlich geartete Filme wie "Cats & Dogs" oder auch die guten alten "Beethoven"-Streifen haben gezeigt, dass man das auch anders machen kann.


Schiff der tausend Träume: Roman
Schiff der tausend Träume: Roman
von Leah Fleming
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lebensfäden bilden ein stabiles Gewebe, 21. März 2013
Um die RMS Titanic rankt seit der unglückseligen Jungfernfahrt ein Mythos. Mit Schrecken gedenken wir noch heute der 1500 Menschen, die am 15. April 1912 beim größten Unglück der Neuzeit den Tod fanden. Gleichzeitig fasziniert aber auch der gigantisch anmutende Schiffsrumpf mit den vier Schornsteinen, der mit 31.000 PS den bis dahin stärksten Antrieb hatte. Die Titanic galt wegen ihrer Konstruktion mit Schotten als unsinkbar. Mit den Auswirkungen, die eine Kollision mit einem Eisberg hervorrufen kann, hatte niemand gerechnet. Vielleicht hatte man aus diesem Grund auf eine ausreichende Anzahl von Rettungsboten verzichtet. Durch diese Fahrlässigkeit und der vorherrschende Gedanke der Klassengesellschaft konnten nur knapp 800 Reisende gerettet werden. Erst Stunden später nahm die Carpatia die Schiffbrüchigen auf und transportierte sie zum Zielhafen New York.

Leah Fleming malt in diesem Roman ein detailliertes Gesellschaftsportrait vom beginnenden 20. Jahrhundert. Sie lässt ihre Charaktere aus den unterschiedlichen Schichten am Schluss an einem Strang ziehen. Wohlproportioniert sind dabei fiktive und wahre Ereignisse. Gerade beim Untergang der Titanic hält sich die britische Autorin eng an die Fakten. Wo andere Romane ihr Ende finden, beginnt aber hier die eigentliche Erzählung. May und Celeste haben auf den ersten Blick keine Gemeinsamkeiten. Das Erlebnis der Rettung schweißt die beiden Frauen aber für den Rest ihres Lebens zusammen. Celeste ermöglicht May die Rückkehr nach England und ein nahezu unbehelligtes Leben. Sie ahnt nicht, dass sie damit auch die Herkunft der kleinen Ella verschleiert. Das Thema Selbstfindung und Herkunft wird zu einem späteren Zeitpunkt mit viel Fingerspitzengefühl von der Autorin verdeutlicht. Auch andere emotionale Themen wie Trauer, Gewalt in der Ehe oder Kindesentführung werden aus allen Blickwinkeln beleuchtet und ermöglichen den Lesern, sich eine eigene Meinung zu bilden. Ebenso verfährt sie mit dem Handlungsstrang um den italienischen Auswanderer Angelo, der mit der Trauer um seine erste Familie die Geduld seines Umfeldes arg strapaziert. Die erzählerische Dichte mit dem Wechsel zwischen Gefühl und Spannung kommt hier uneingeschränkt zum Tragen.

Der Roman ist in fünf Abschnitte unterteilt und deckt ein halbes Jahrhundert ab. Darin enthalten sind drei große Katastrophen des beginnenden 20. Jahrhunderts. Geschickt bewegen sich dabei die drei angelegten Erzählstränge aufeinander zu bis zum Schluss ein farbiges, einheitliches Bild präsentiert wird. Immer wirken die Handlungen authentisch und vermitteln ein Lebensgefühl der entsprechenden Zeit. Ob es nun in Amerika die aufkommende Bewegung der Frauenrechtlerinnen, der harte Alltag einer englischen Fabrikarbeiterin oder die nur gerade über die Runden kommende Bauernfamilie in der Toskana im Zweiten Weltkrieg ist, stets wirken die Umstände angemessen. „Schiff der tausend Träume“ ist der achte Roman von Leah Fleming, jedoch der erste, der auch auf Deutsch übersetzt wurde. Es bleibt zu hoffen, dass auch weitere Romane folgen. Nicht nur Fans von Kate Morton oder Theresa Révay werden sich darüber freuen.


Die Templer [Blu-ray]
Die Templer [Blu-ray]
DVD ~ Maher Kamoun
Preis: EUR 7,97

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Historie? Ja! Drama? Naja..., 26. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Templer [Blu-ray] (Blu-ray)
La commanderie (so der französische Originaltitel) wurde offensichtlich mit hohem Aufwand gedreht, doch leider können die Drehbücher mit dem physischen Aufwand nicht immer mithalten.
Die beteiligten Figuren haben wenige positive Eigenschaften, sondern wirken wie ein Kaleidoskop der mittelalterlichen Bosheiten: scheinheilige Priester, brutale Adlige, frauenverachtende Widerlinge aus allen Klassen und so weiter. Zwar mag dies historisch korrekt sein, aber der Identifikation mit den Hauptfiguren hilft es nicht gerade, wenn man sie eigentlich widerlich findet.
So findet beispielsweise der Captain, der scheinbar aus Liebe zur Baronin handelt, offenbar nichts dabei, einer Dienerin in der Komturei quasi nebenbei das Herz zu brechen. Überhaupt treiben es scheinbar alle Charaktere kreuz und quer miteinander, was jedoch meistens fast nebenbei geschieht und in sehr unangenehmer Weise dargestellt wird.
Jede Folge stellt einen Aspekt des mittelalterlichen Lebens in den Mittelpunkt, und obwohl immer wieder die gleichen Figuren auftauchen, wirken einige der Inhalte seltsam konstruiert und insgesamt unzusammenhängend. Erst gegen Ende der Serie laufen die verstreuten und immer wieder scheinbar vergessenen Fäden der Handlung wieder zusammen und führen zu einem für den Zuschauer versöhnlichen Abschluss. Wäre nicht die letzte Szene, die einfach nur platt und sinnlos auf eine weitere Staffel hinarbeiten soll, könnte man von einem zwar zynischen, aber gelungenen Ausklang sprechen.
Letztendlich bleibt der Eindruck, dass man die Geschichte der Commanderie d' Assier besser in der halben Zeit und mit weniger Abschweifungen hätte erzählen sollen.

Die Blu-ray an sich ist einfach und ohne irgendwelche Extras. Bild und Ton sind in Ordnung, ragen aber nicht aus dem Üblichen heraus.

Wer sich für eine Aufbereitung kirchlichen Lebens im späten Mittelalter interessiert, der kann sich ruhig an "Die Templer" heranwagen. Wer sich jedoch eine dramatische und spannende Historien-Serie erhofft, der wird möglicherweise enttäuscht sein.


Phantastische Film Box Vol. 2 [Blu-ray]
Phantastische Film Box Vol. 2 [Blu-ray]
Wird angeboten von hds24
Preis: EUR 11,11

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nette Filme, miese Ausstattung., 26. Februar 2013
Die Ausstattung dieser Box ist wieder einmal geradezu unterirdisch, denn es gibt keinerlei Extras und ein sehr einfach gehaltenes Menü, das gerade den Aufruf der drei enthaltenen Filme gestattet (unterlegt ist es interessanterweise mit einem Song, dessen Film auf dieser Blu-ray gar nicht enthalten ist).
Außerdem sind alle drei Filme nur mit einer deutschen Tonspur aufgespielt worden. Wenigstens wurde aber diesmal - anders als bei Vol. 1 - nicht fälschlicherweise auf dem Cover angegeben, dass eine englische Tonspur vorhanden ist.

Die enthaltenen Filme sind auch nicht unbedingt das Beste, was der Horror-Film-Markt zu bieten hat, sondern eher für B-Film-Freaks geeignet.

Jack Brooks - Monsterslayer ist sicherlich der beste der enthaltenen Filme, eine splatterige Komödie, die vor allem mit einem hervorragend aufgelegten Robert Englund als Abendschullehrer aufwarten kann. Die Monster, auf die der wütende Anti-Held trifft, sehen zwar aus, als seien sie einer Kiste mit bösartigen Riesen-Gummitieren entsprungen, aber irgendwie passt das zum trashigen Charme des Streifens, der sich immer wieder über seine eigenen Unzulänglichkeiten lustig macht.

Auch Shadow - Dead riot weiß, dass er nicht mehr sein kann, als er wirklich ist, nämlich ein blutiges Machwerk mit vielen attraktiven Frauen, Zombies und Tony Todd als augenrollendem Satanisten.
Wem das reicht, der wird sich bei diesem Film sicherlich gut unterhalten fühlen. Hier ist das Klischee noch wach!

Was The Rage 2 - Dead Matter angeht, sollte man zunächst klarstellen, dass dieser Film nicht das Geringste mit seinem angeblichen Vorgänger The Rage zu tun hat.
Stattdessen handelt es sich um das erste Filmprojekt der Band Midnight Syndicate, die sich normalerweise mit "Soundtracks zu imaginären Filmen" beschäftigen.
Und leider muss man ihnen wohl attestieren, dass sie besser dabei bleiben sollten, denn Dead Matter (so der Original-Titel) kommt eher holprig und primitiv daher, oft sogar unfreiwillig komisch. Wirkliche Gruselstimmung kommt trotz der Horror-Ikonen Andrew Divoff und Tom Savini kaum auf, und vieles wirkt amateurhaft überzogen.

Ganz klar, jeder der enthaltenen Filme ist bereits zuvor in anderen (und häufig besseren) Editionen erschienen. Die Zielgruppe solcher Boxen wie der Phantastischen Filme Box - Volume 1 ist aber sicher nicht der qualitätsbewusste Filmfreak, sondern der Schnäppchenjäger.
Und wer bereit ist, für ein paar billig eingekaufte Filme auch ein paar Abstriche an der Ausstattung hinzunehmen, der kann hier ruhig zuschlagen und seiner hoffentlich vorhandenen Leidenschaft für herzerfrischend schlechte Filme frönen.


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