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Rezensionen verfasst von
FederKobold

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Von Den Elben
Von Den Elben
Preis: EUR 6,49

23 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wenn Schmetterlinge wieder zu Raupen werden, 26. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Von Den Elben (Audio CD)
Kurzversion: >>> Schlager <<< :,-(
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Langversion:

Ja, es ist leider wahr: Was einst wundervoll harmonische Musik war, ist nun zum Schlager verkommen. Lediglich die Auswahl ihrer Instrumente hebt sich noch etwas vom Einheitsbrei ab. Zudem scheint jedwede Mystik und Spiritualität - banalen, wie belanglosen Texten gewichen zu sein. Eine Schande, dass sich Fiona erst jetzt als Frontsängerin versucht. Es ist schön ihre klare Stimme einmal im Vordergrund zu hören, doch der Gesang selbst, klingt einfach nicht mehr nach Faun. Stünde nicht auf dem Cover das es Faun ist, würde ich beim hören niemals auf den Gedanken kommen, das es meine Lieblingsband ist, die ich da "erleide".

Ein weiterer Punkt ist die verlorengegangene Artenvielfalt sowohl in Klang, aber vorallem in den Sprachen die mir bitter aufstößt. Ja selbst die in "Alt-Deutsch" eingesungenen Lieder, wurden durch glasklares Hochdeutsch ersetzt. Sehr Schade.

Praktischer Weise wird dem geneigten Fan die Möglichkeit geboten den direkten Vergleich zu ziehen - und zwar mit dem Titel: Von den Elben, der dem der zweiten CD (Licht) entspricht.
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Zwei Dinge will ich trotz meiner Enttäuschung noch loswerden:

Erstens:
Ich wünsche den Faunen natürlich alles Gute auf ihrem neuem Weg, den sie (zumindest im Moment) wohl ohne viele ihrer Fans gehen wollen. Ich bin sicher sie werden an ihrem Ziel ohnehin neue und womöglich sogar mehr finden. Es ist nur legitim mit seiner Leidenschaft wenigstens so viel Geld verdienen zu wollen, dass man davon auch leben kann. Das kann ich nachvollziehen und dahingehend drücke ich ihnen die Daumen.

Zweitens:
Ich bin ihnen nicht böse das sie sich zu diesem Schritt entschieden haben, denn immerhin haben sie mir 10 Jahre lang feinste Musik auf 7 Cd's geboten.

P.S.
Wer sich längere Hörproben antun möchte, kann das aktuell auf der Universal-Seite erledigen und sich selber von dieser -für Fans- bedauernswerten Transformation überzeugen. Einen Link stelle ich in den Kommentar.

Auf Bald

Der Kobold
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 26, 2013 4:57 PM CET


Helios
Helios
Preis: EUR 8,49

14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Trailermusik: Gewohnt Episch - gewohnt inspirierend, 29. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Helios (MP3-Download)
Als Hobby Autor bemesse ich Musik vor allem nach ihrer Tauglichkeit, mich während des Schreibens zu animieren oder inspirieren. In meinem Fall ist Trailermusik - oder besser gesagt epische Orchestral/Choral-Musik dafür natürlich besonders gut geeignet. Einzelne Titel sind so emotionsgeladen, dass sie wie von selbst Geschichten (einem Filmtrailer gleich) in meinem Kopf entstehen lassen, dessen Hintergrund sich dann wie von selber schreibt.

Was alle Lieder gemein haben:

- Sämtliche Titel haben eine Steigerung und einen relativ kurzen Höhepunkt! Mal schneller, mal langsamer.
- Sie sind allesamt episch und mit choralem Gesang.
- Alle Lieder sind zwar recht kurz, doch aufgrund ihrer sehr ähnlichen Anfangs- und Endmelodien hervorragend in Endlosschleife genießbar.

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Des weiteren möchte ich die Titel einzeln und nach ihrem "Anwendungsgebiet" bewerten:

1.) Colosus:
Imposantes Stück mit konstanter Steigerung, aber relativ arm an Melodie - Wohl am besten geeignet um "Bilder für sich sprechen zu lassen", die auf den Zuschauer oder Leser einfach nur wirken sollen. Vermittelt ein, dem Titel gerecht werdendes, kolossales Gefühl.

2.) Sol Invictus (unbesiegbarer Sonnengott):
Heroisches Stück, dass von Glanz und Glorie; Sieg und Triumph erzählt - Geeignet für eben solche Szenen, die von einem perfekten Ende berichten.

3.) Helios:
Energiereicher Titel, der in der ersten Hälfte Spannung aufbaut und sich dann relativ schnell zum Höhepunkt steigert - Hilfreich für spannende Szenen, in denen es auch schnell und "actionreich" zugehen soll.

4.) Requiem of the Night:
Dramatisches Lied, mit Wandel von ruhig und langsam zu laut und mittelschnell. - Äußerst nützlich für Dramatik und Situationen in denen "Die letzten Reserven aufgeboten werden".

5.) The Odyssey:
Ein ziemlich schnelles, kraftstrotzendes Stück das sich konstant steigert - Geeignet für Szenen die von Kraft und deren Aufbringung erzählen. Kampf wäre da ein Stichwort, oder gar ein klassischer Showdown

6.) Land of Shadows:
Eher ein ruhiger Titel, der Bilder von Wiederauferstehung zeichnet - Geeignet für alles, was den Phönix aus der Asche steigen lässt.

7.) Four Horsemen:
Ebenfalls dramatisches Lied, das sich nicht allzu sehr steigert - Steht vorzugsweise für eine gewisse Hoffnungslosigkeit.

8.) Rising Dawn:
Mal ein Stück der nach Hoffnung klingt, dem Licht am Ende des Tunnels - Dementsprechend gut geeignet für alles was Hoffnung macht und wieder aufbaut was zerstört wurde.

9.) Phoenix Rising:
Ein schneller kraftvoller Titel - Hat für mich ebenfalls eher etwas kriegerisches, als etwas das dem Titel gerecht werden würde.

10.) Farewell To Earth:
Melancholisches Lied, das vor allem Trauer birgt - Geeignet für alle Situationen in denen es um ewig währende aber notwendige Abschiede geht, wie etwa dem (Opfer)Tod.

11.) Sirens of Hyperion:
Energetisches mittelschnelles Stück mit langsamer Steigerung - Hilfreich bei Actionreichen Sequenzen in denen es um "Rettung in letzter Sekunde" geht.

12.) March on the Black Gate:
Imposanter nach Schlacht riechender Titel - Geeignet für Szenen die von Verzweiflungstaten erzählen.

13.) Apollo's Triumph:
Recht ruhiges heroisches Lied, dass ebenfalls von Helden erzählt - Nützlich für alle Szenen in denen es um den Sieg geht, ohne dabei allzu dick aufzutragen.
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Ich sehe davon ab Empfehlungen auszusprechen, da „gute“ Lieder ganz im Auge des Betrachters und auch deren Präferenzen liegen. Natürlich können auch Meinungen und Ansichten bei meiner Beurteilung der einzelnen Lieder auseinander gehen, denn auch das ist schließlich Geschmackssache.

Hoffe damit dem einen oder anderen weitergeholfen zu haben - und sei es auch nur bei der Auswahl eines „Anspiel-Titels“.

Auf Bald

Der Kobold


Der Hobbit: Eine unerwartete Reise
Der Hobbit: Eine unerwartete Reise
DVD ~ Sir Ian McKellen
Preis: EUR 4,97

107 von 160 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In der Tat: Eine unerwartete Reise..., 13. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Hobbit: Eine unerwartete Reise (DVD)
Um das Lesen der Rezension zu beschleunigen, ist sie untergliedert in:

Hintergrundinformationen
Adaption
Technische Umsetzung
Pro's & Contra's
Fazit
_____________________________________________________________________________________
_____________________________________________________________________________________

Nicht unwichtige Hintergrundinformationen:
------------------------------------------

Für alle Nicht-Tolkien-Fans sollte zu aller erst einmal gesagt sein, dass es sich bei "Der Hobbit" um die Vorgeschichte zum "Herrn der Ringe" handelt. Auch sei gesagt, dass der (an StarWars erinnernden) umgekehrten Reihenfolge, unter anderem rechtliche Streitigkeiten zu Grunde liegen.

"Der Hobbit-Eine unerwartete Reise", stellt den Ersten, einer erneut dreiteiligen Filmreihe dar.

Dies bringt mich zu dem Vorwurf: Man versuche durch eine künstliche Verlängerung der Geschichte, noch mehr Geld zu scheffeln. Zugegeben, der Gedanke liegt nahe ... wenn man alle Bücher nur auf seine Seitenzahl reduziert.
Aber da der "Der kleine Hobbit" als Kinderbuch angelegt und geschrieben wurde, hatte Tolkien kurzerhand, viele wirklich wichtigen Ereignisse in kurzen Absätzen (teilweise sogar nur in Sätzen) abgefertigt. Ereignisse, für deren filmische Umsetzung - Zeit benötigt wird.

Außerdem hat "Der kleine Hobbit" eine (in meinen Augen) weit ereignisreichere Geschichte, als alle drei Teile des Herren der Ringe zusammen. Sie wurde einfach nur stark komprimiert.

Des weiteren hat man sich (zum Glück!!!) entschieden, auch viele jener Geschichten zu erzählen, die Herr Tolkien, nur am Rande und sehr grob erzählte – etwa in den Anhängen zum Herren der Ringe.

_____________________________________________________________________________________

Adaption (Umsetzung des Buches in einen Film)
---------------------------------------------

In drei Worten: Mehr als gelungen!

Die Drehbuchautoren Peter Jackson, Fran Walsh ( P.J. Ehefrau) und Philippa Boyens haben es wahrhaftig vollbracht, den Hobbit sowohl neu zu erzählen, als auch dem Buch treu zu bleiben!

Das funktioniert, indem man die bekannte Hobbit-Geschichte mit den o.g. Geschichten (der Anhänge) vermischt. Es entsteht ein fantastischer Mix, der das Herz jedes Fans höher schlagen lässt und auch Fantasy-Fremde zu begeistern weiß.

Schon der Beginn des Films ist clever inszeniert. Der Zuschauer wird sorgfältig darauf vorbereitet, dass es sich um die Vorgeschichte zum Herren der Ring handelt. Besonders wichtig für Menschen ohne Vorkenntnisse!

Darauf folgt der eigentliche Beginn der Geschichte, der jedem Eingeweihten ein Grinsen ins Gesicht meißelt. Beinahe Wort für Wort wurden einzelne Dialoge aus dem Buch übernommen und Szenen kopiert! Einfach Wundervoll!

Die im Buch zu kurz gekommenen Charaktere wurden liebevoll mit Leben und Eigenheiten ausgestattet, die sich sofort einprägen und einen den Rest des Films über begleiten werden.
Zwar tat man dies nicht ohne eine erhebliche Portion Humor, doch mag das dem unkonzentrierten Zuschauer dennoch, möglicherweise als zu langatmig erscheinen.

Ab hier wird der Hobbit mehr und mehr eigenständig erzählt, was die einstige Kindergeschichte erwachsen werden lässt. Allerdings, dass sei gesagt, ohne sein "Erbe" zu verleumden! Es macht aus dem Film eine seltsam-schöne Kombination aus Erwachsenen-Drama und Kinder-Abenteuerfilm.

Zweifellos wird das nicht jedem gefallen. Mir als Fantasy-Fan und Hobbit-Liebhaber (es war mein erstes Buch) dagegen sehr!

Eine meiner Sorgen im Vorfeld war, dass die fraglos immer noch wunderschönen Landschaftsaufnahmen aus den Herrn der Ringe, mehr oder weniger recyceld werden würden. Ich hatte keine Ahnung wie sehr ich mich damit irren konnte.
Tatsächlich glänzt "Der Hobbit" mit noch schöneren und unglaublichen Bildern, die in jedem Reiselustigen den unstillbaren Drang auslösen, sich diese wundervollen Orte auch ganz real ansehen zu wollen.
Natürlich erkennt man "Mittelerde" aka Neuseeland sofort wieder, doch diese neuen Aufnahmen treiben mir noch immer eine Gänsehaut über den Pelz.

_____________________________________________________________________________________

Technische Umsetzung:
---------------------

In zwei Worten: Wahnsinn! Aber ...
hieran werden sich die Geister scheiden - denke ich, denn "Der Hobbit" ist ein Pionier!

Sofern das Kino/der Fernseher das neue Ultra-HD ( so nenne ich es einfach mal – 48FPS statt 24FPS und 4K Auflösung statt 2K) überhaupt unterstützt, hat man einiges zu sehen, womöglich auch mehr als einem lieb ist.
------
Viele Testzuschauer, gaben zu verstehen der Unterschied von HD zu Ultra-HD, sei so stark wie von Analog-TV zu HD-TV. Dies habe ich nicht so empfunden.
Wahr ist aber, dass man einen starken Unterschied erkennen kann. Es ist definitiv noch schärfer und noch klarer zu sehen. Was, wie ich noch beschreiben werden, Nachteile hat.
Ferner wurde bemängelt, schnelle Bewegungen seien dadurch noch verschwommener als bei normalem HD. Auch das, hab ich nicht so empfunden. Schnelle Bewegungsabläufe waren für mich weder klarer, noch verschwommener als sonst auch.

So oder so, gibt es Zuschauer, die diesen neuen Detailgrad nicht mögen. Obwohl ich vorab deswegen auch bedenken hatte, gefiel es mir aber außerordentlich gut!
Ob man diese neue Technologie nun gut oder schlecht findet, lässt sich leider nur heraus finden, indem man sich den Film einmal ansieht.

Man braucht sich davon allerdings nicht abschrecken lassen. Wer dem Ultra-HD misstraut, kann sich den Film auch in normalen HD und mit 24FPS anschauen. - nette Geste!
------
Kommen wir zu dem Problem des Ultra-HD - CGI (Animation).
Besser gesagt, ist dies nun ein Problem der Animationen und weniger das, der Ultra-HD Auflösung. Denn, durch den neu erreichten Schärfe- und Detailgrad, reicht der aktuelle Stand der CGI-Technik offenbar nicht mehr aus. Das soll bedeuten, man erkennt sie als diese, wenn auch nicht allzu oft. Zum Glück.

Ich möchte gleich jedem, der mir erzählen will, man würde es "total oft" sehen, von vornherein dazu raten, einmal darüber nachzudenken, dass ein Film mittlerweile zu gefühlten 70% aus dem Computer stammt. Wer das nicht glaubt, kann sich ja auf YouTube einmal die Produktionsvideos zum Hobbit anschauen.
Damit will ich sagen; selbst wenn man 20 mal die CGI erkennt, dann hat man sie immer noch 980 mal übersehen.

Mit persönlich sind beim ersten Anschauen nur 3 Animationen auch als solche aufgefallen.
Ich schließe damit nicht aus, dass es sicher aufmerksamere Zuschauer geben wird, die mehr erkennen, als ich.
------
Kommen wir zum 3D.

Was haben wir Film-Liebhaber doch alle zusammen gelitten!
Vor fast genau 3Jahren ließ uns James Cameron's "Avatar" vom neuem 3D-Zeitalter träumen und stellte zeitgleich unser aller Augen von ungeahnte Herausforderungen. "Avatar" legte die Messlatte für 3D so hoch, dass jeder nachfolgende möchte-gern 3D-Film selbst mit Anlauf, ausgestreckten Armen und einem Trampolin nicht heran kam! Im Gegenteil!
Man folterte uns (und wird es zweifellos noch weiter tun) mit unterirdisch schlechtem "3D" und raubte uns damit soviel Geld aus der Tasche, dass man den Wunsch verspürt, sämtliche Kinos und Filmverleiher wegen Erpressung zu verklagen.

Und nun kommt "Der Hobbit"... mit einer so sagenhaften 3D Technik, dass ich das erste Mal seit "Avatar" sagen kann: Der 3D Aufschlag ist 100% gerechtfertigt.

Während mir die 3D Film-Trailer noch den gewohnten Dusel verpassten, fragte ich mich während der ersten Sekunden des Hobbits, ob ich meine 3D-Brille überhaupt auf habe!
Nicht etwa, weil ich keinen Effekt gesehen hätte, sondern weil die Augen sich so sehr entspannten, wie bei einem normalen 2D-Streifen.
Und ich war bei Liebe nicht der Einzige der dies bemerkte! Wir sahen den Film mit über zehn Leuten, von denen einige normalerweise, wirkliche Schwierigkeiten(Schwindel, Kopfschmerzen) mit den 3D Effekten haben. Keiner von ihnen hatte Probleme.
Ein wirklich großes Lob an die Technik dieses Film.

Peter Jackson scheute offensichtlich keine Kosten und leistete sich für den Hobbit die modernsten stereoskopen Kameras die es zur Zeit auf dem Markt gibt. Ein Aufwand, der sich mehr als bezahlt gemacht hat.
Obwohl von geringer Körpergröße, erreicht "Der Hobbit" mühelos die 3D Messlatte und setzt sie noch viel höher wieder an. Qualität hat nun einmal seinen Preis.
Schlechte Nachrichten für die nachfolgenden Trampolin springenden Ausbeuter-Filme. Oder wohl eher schlechte Nachrichten für uns Filmliebhaber...
-------
Sound/deutsche Synchronisation:

Was wäre ein Film nur ohne seinen Sound. Auch hier ist "Der Hobbit" auf der Höhe der Zeit und wartet (allerdings nicht als erster) mit dem neuen Dolby Atmos Surround Sound auf.
Allerdings sind im Moment kaum Kinos mit diesem neuen System ausgestattet, welches auch Boxen ÜBER dem Publikum vorsieht und bis zu 64 Lautsprecher unterstützt. In diesen Genuss kommen nach meinem derzeitigen Informationsstand nur Kinobesucher in Barcelona. Somit kann ich den neuen Sound auch nicht bewerten.

Allerdings reicht auch der "normale" Klang voll und ganz aus, um aus dem Hobbit ein Erlebnis zu machen. Zumindest soweit ich das beurteilen kann, denn zugegebenermaßen fehlt mir das feine Gehör eines Sound-Begeisterten.
Dafür kann ich als Filmmusik-Sammler durchaus die Arbeit von Howard Shore bewerten, die mir doch ganz stark nach einem Oscar riecht. Denn genau das ist sie wert.
War ich vom Herr der Ringe Soundtrack, ob seiner mangelnden "Alltagstauglichkeit" doch eher mäßig begeistert, reißt mich der des Hobbits absolut mit. Die Musik klingt gewohnt pompös und episch, mit einem sich wiederholendem Thema und unterstützt die Emotionen des Films in Perfektion. Großartig!

Selbst die deutsche Synchronisation hat mich ausnahmsweise positiv Überrascht. Es gab in meiner ersten Begeisterung kaum etwas zu bemängeln.

Nach dem Tod von Joachim Höppner 2006, der Gandalf noch im Herren der Ringe synchronisierte, hatte ich Sorge, dass seine "neue" Stimme unpassend sein könnte. Eine Sorge die sich als unbegründet erwies. Sie fügt sich nahtlos ein!

_____________________________________________________________________________________

Zeit für eine Auswertung:

Pro's & Contra's
----------------

Da in Rezensionen das Negative meist interessanter ist, beginne ich mit den

möglichen Contras:

1.) Ultra HD – Es besteht das Risiko, dass man es nicht mag
2.) CGI/Animation – Wegen des neuen Detailgrads sind einige Animationen leider als solche zu erkennen
3.) Vermischung der Original-Geschichte mit der aus den Anhängen aus dem HdR – dies könnte zu Verstimmungen führen.
4.) Der Ringfund stellt sich leicht anders dar, als im Rückblick des Herrn der Ringe
5.) Einige Wesen die im Herrn der Ringe eher wie Monster dargestellt wurden, erhielten nun sehr menschliche Züge, die sehr verwirrend sein können. Es ist aber tatsächlich in der Geschichte so vorgesehen!
6.) Längen zu Beginn des Films

Pros:

1.) Zwerge! Verdammt noch mal, ZWERGE !!!
2.) Ultra HD – Es besteht die Möglichkeit das es einen Begeistert
3.) Vermischung der Original-Geschichte mit den Anhängen aus dem HdR – Gibt einen Wunderbaren Mix, wenn man damit klar kommt!
4.) Unfassbar schöne Landschaftsaufnahmen
5.) Fantastische 3D Technik
6.) Musik
7.) Wundervolle Geschichte
8.) Gollum! Auch bekannt als Smeagol.

_____________________________________________________________________________________

Und zu guter Letzt - Fazit:
-----------------------------

Ein unfassbar schöner Film, der sich mit jeder Minute in der Hitliste meiner persönlichen Lieblings-Fantasy-Filme weiter hoch gearbeitet hat, bis er schließlich auf Platz 1 ankam.
Ich mochte den Herren der Ringe und auch wenn sie weit oben auf meiner Liste stehen, auf Platz 1 hatten sie es nie geschafft, der Hobbit schon.

Ich bin froh, dass die Reihenfolge auf den Kopf gestellt wurde, denn so kann die (für mich) bessere Geschichte, viel schöner erzählt werden, als man es vor 10Jahren hätte tun können, als „Die Gefährten“ in die Kinos kam.

Ein Film, in den mal voll und ganz eintauchen kann! Herrlich.

Auf Bald

Euer Kobold
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 15, 2013 9:52 PM CET


Der Hobbit - Eine unerwartete Reise [Blu-ray 3D + Blu-ray]
Der Hobbit - Eine unerwartete Reise [Blu-ray 3D + Blu-ray]
DVD ~ Cate Blanchett

81 von 125 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In der Tat: Eine unerwartete Reise..., 13. Dezember 2012
Um das Lesen der Rezension zu beschleunigen, ist sie untergliedert in:

Hintergrundinformationen
Adaption
Technische Umsetzung
Pro's & Contra's
Fazit
_____________________________________________________________________________________
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Nicht unwichtige Hintergrundinformationen:
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Für alle Nicht-Tolkien-Fans sollte zu aller erst einmal gesagt sein, dass es sich bei "Der Hobbit" um die Vorgeschichte zum "Herrn der Ringe" handelt. Auch sei gesagt, dass der (an StarWars erinnernden) umgekehrten Reihenfolge, unter anderem rechtliche Streitigkeiten zu Grunde liegen.

"Der Hobbit-Eine unerwartete Reise", stellt den Ersten, einer erneut dreiteiligen Filmreihe dar.

Dies bringt mich zu dem Vorwurf: Man versuche durch eine künstliche Verlängerung der Geschichte, noch mehr Geld zu scheffeln. Zugegeben, der Gedanke liegt nahe ... wenn man alle Bücher nur auf seine Seitenzahl reduziert.
Aber da der "Der kleine Hobbit" als Kinderbuch angelegt und geschrieben wurde, hatte Tolkien kurzerhand, viele wirklich wichtigen Ereignisse in kurzen Absätzen (teilweise sogar nur in Sätzen) abgefertigt. Ereignisse, für deren filmische Umsetzung - Zeit benötigt wird.

Außerdem hat "Der kleine Hobbit" eine (in meinen Augen) weit ereignisreichere Geschichte, als alle drei Teile des Herren der Ringe zusammen. Sie wurde einfach nur stark komprimiert.

Des weiteren hat man sich (zum Glück!!!) entschieden, auch viele jener Geschichten zu erzählen, die Herr Tolkien, nur am Rande und sehr grob erzählte – etwa in den Anhängen zum Herren der Ringe.

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Adaption (Umsetzung des Buches in einen Film)
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In drei Worten: Mehr als gelungen!

Die Drehbuchautoren Peter Jackson, Fran Walsh ( P.J. Ehefrau) und Philippa Boyens haben es wahrhaftig vollbracht, den Hobbit sowohl neu zu erzählen, als auch dem Buch treu zu bleiben!

Das funktioniert, indem man die bekannte Hobbit-Geschichte mit den o.g. Geschichten (der Anhänge) vermischt. Es entsteht ein fantastischer Mix, der das Herz jedes Fans höher schlagen lässt und auch Fantasy-Fremde zu begeistern weiß.

Schon der Beginn des Films ist clever inszeniert. Der Zuschauer wird sorgfältig darauf vorbereitet, dass es sich um die Vorgeschichte zum Herren der Ring handelt. Besonders wichtig für Menschen ohne Vorkenntnisse!

Darauf folgt der eigentliche Beginn der Geschichte, der jedem Eingeweihten ein Grinsen ins Gesicht meißelt. Beinahe Wort für Wort wurden einzelne Dialoge aus dem Buch übernommen und Szenen kopiert! Einfach Wundervoll!

Die im Buch zu kurz gekommenen Charaktere wurden liebevoll mit Leben und Eigenheiten ausgestattet, die sich sofort einprägen und einen den Rest des Films über begleiten werden.
Zwar tat man dies nicht ohne eine erhebliche Portion Humor, doch mag das dem unkonzentrierten Zuschauer dennoch, möglicherweise als zu langatmig erscheinen.

Ab hier wird der Hobbit mehr und mehr eigenständig erzählt, was die einstige Kindergeschichte erwachsen werden lässt. Allerdings, dass sei gesagt, ohne sein "Erbe" zu verleumden! Es macht aus dem Film eine seltsam-schöne Kombination aus Erwachsenen-Drama und Kinder-Abenteuerfilm.

Zweifellos wird das nicht jedem gefallen. Mir als Fantasy-Fan und Hobbit-Liebhaber (es war mein erstes Buch) dagegen sehr!

Eine meiner Sorgen im Vorfeld war, dass die fraglos immer noch wunderschönen Landschaftsaufnahmen aus den Herrn der Ringe, mehr oder weniger recyceld werden würden. Ich hatte keine Ahnung wie sehr ich mich damit irren konnte.
Tatsächlich glänzt "Der Hobbit" mit noch schöneren und unglaublichen Bildern, die in jedem Reiselustigen den unstillbaren Drang auslösen, sich diese wundervollen Orte auch ganz real ansehen zu wollen.
Natürlich erkennt man "Mittelerde" aka Neuseeland sofort wieder, doch diese neuen Aufnahmen treiben mir noch immer eine Gänsehaut über den Pelz.

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Technische Umsetzung:
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In zwei Worten: Wahnsinn! Aber ...
hieran werden sich die Geister scheiden - denke ich, denn "Der Hobbit" ist ein Pionier!

Sofern das Kino/der Fernseher das neue Ultra-HD ( so nenne ich es einfach mal – 48FPS statt 24FPS und 4K Auflösung statt 2K) überhaupt unterstützt, hat man einiges zu sehen, womöglich auch mehr als einem lieb ist.
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Viele Testzuschauer, gaben zu verstehen der Unterschied von HD zu Ultra-HD, sei so stark wie von Analog-TV zu HD-TV. Dies habe ich nicht so empfunden.
Wahr ist aber, dass man einen starken Unterschied erkennen kann. Es ist definitiv noch schärfer und noch klarer zu sehen. Was, wie ich noch beschreiben werden, Nachteile hat.
Ferner wurde bemängelt, schnelle Bewegungen seien dadurch noch verschwommener als bei normalem HD. Auch das, hab ich nicht so empfunden. Schnelle Bewegungsabläufe waren für mich weder klarer, noch verschwommener als sonst auch.

So oder so, gibt es Zuschauer, die diesen neuen Detailgrad nicht mögen. Obwohl ich vorab deswegen auch bedenken hatte, gefiel es mir aber außerordentlich gut!
Ob man diese neue Technologie nun gut oder schlecht findet, lässt sich leider nur heraus finden, indem man sich den Film einmal ansieht.

Man braucht sich davon allerdings nicht abschrecken lassen. Wer dem Ultra-HD misstraut, kann sich den Film auch in normalen HD und mit 24FPS anschauen. - nette Geste!
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Kommen wir zu dem Problem des Ultra-HD - CGI (Animation).
Besser gesagt, ist dies nun ein Problem der Animationen und weniger das, der Ultra-HD Auflösung. Denn, durch den neu erreichten Schärfe- und Detailgrad, reicht der aktuelle Stand der CGI-Technik offenbar nicht mehr aus. Das soll bedeuten, man erkennt sie als diese, wenn auch nicht allzu oft. Zum Glück.

Ich möchte gleich jedem, der mir erzählen will, man würde es "total oft" sehen, von vornherein dazu raten, einmal darüber nachzudenken, dass ein Film mittlerweile zu gefühlten 70% aus dem Computer stammt. Wer das nicht glaubt, kann sich ja auf YouTube einmal die Produktionsvideos zum Hobbit anschauen.
Damit will ich sagen; selbst wenn man 20 mal die CGI erkennt, dann hat man sie immer noch 980 mal übersehen.

Mit persönlich sind beim ersten Anschauen nur 3 Animationen auch als solche aufgefallen.
Ich schließe damit nicht aus, dass es sicher aufmerksamere Zuschauer geben wird, die mehr erkennen, als ich.
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Kommen wir zum 3D.

Was haben wir Film-Liebhaber doch alle zusammen gelitten!
Vor fast genau 3Jahren ließ uns James Cameron's "Avatar" vom neuem 3D-Zeitalter träumen und stellte zeitgleich unser aller Augen von ungeahnte Herausforderungen. "Avatar" legte die Messlatte für 3D so hoch, dass jeder nachfolgende möchte-gern 3D-Film selbst mit Anlauf, ausgestreckten Armen und einem Trampolin nicht heran kam! Im Gegenteil!
Man folterte uns (und wird es zweifellos noch weiter tun) mit unterirdisch schlechtem "3D" und raubte uns damit soviel Geld aus der Tasche, dass man den Wunsch verspürt, sämtliche Kinos und Filmverleiher wegen Erpressung zu verklagen.

Und nun kommt "Der Hobbit"... mit einer so sagenhaften 3D Technik, dass ich das erste Mal seit "Avatar" sagen kann: Der 3D Aufschlag ist 100% gerechtfertigt.

Während mir die 3D Film-Trailer noch den gewohnten Dusel verpassten, fragte ich mich während der ersten Sekunden des Hobbits, ob ich meine 3D-Brille überhaupt auf habe!
Nicht etwa, weil ich keinen Effekt gesehen hätte, sondern weil die Augen sich so sehr entspannten, wie bei einem normalen 2D-Streifen.
Und ich war bei Liebe nicht der Einzige der dies bemerkte! Wir sahen den Film mit über zehn Leuten, von denen einige normalerweise, wirkliche Schwierigkeiten(Schwindel, Kopfschmerzen) mit den 3D Effekten haben. Keiner von ihnen hatte Probleme.
Ein wirklich großes Lob an die Technik dieses Film.

Peter Jackson scheute offensichtlich keine Kosten und leistete sich für den Hobbit die modernsten stereoskopen Kameras die es zur Zeit auf dem Markt gibt. Ein Aufwand, der sich mehr als bezahlt gemacht hat.
Obwohl von geringer Körpergröße, erreicht "Der Hobbit" mühelos die 3D Messlatte und setzt sie noch viel höher wieder an. Qualität hat nun einmal seinen Preis.
Schlechte Nachrichten für die nachfolgenden Trampolin springenden Ausbeuter-Filme. Oder wohl eher schlechte Nachrichten für uns Filmliebhaber...
-------
Sound/deutsche Synchronisation:

Was wäre ein Film nur ohne seinen Sound. Auch hier ist "Der Hobbit" auf der Höhe der Zeit und wartet (allerdings nicht als erster) mit dem neuen Dolby Atmos Surround Sound auf.
Allerdings sind im Moment kaum Kinos mit diesem neuen System ausgestattet, welches auch Boxen ÜBER dem Publikum vorsieht und bis zu 64 Lautsprecher unterstützt. In diesen Genuss kommen nach meinem derzeitigen Informationsstand nur Kinobesucher in Barcelona. Somit kann ich den neuen Sound auch nicht bewerten.

Allerdings reicht auch der "normale" Klang voll und ganz aus, um aus dem Hobbit ein Erlebnis zu machen. Zumindest soweit ich das beurteilen kann, denn zugegebenermaßen fehlt mir das feine Gehör eines Sound-Begeisterten.
Dafür kann ich als Filmmusik-Sammler durchaus die Arbeit von Howard Shore bewerten, die mir doch ganz stark nach einem Oscar riecht. Denn genau das ist sie wert.
War ich vom Herr der Ringe Soundtrack, ob seiner mangelnden "Alltagstauglichkeit" doch eher mäßig begeistert, reißt mich der des Hobbits absolut mit. Die Musik klingt gewohnt pompös und episch, mit einem sich wiederholendem Thema und unterstützt die Emotionen des Films in Perfektion. Großartig!

Selbst die deutsche Synchronisation hat mich ausnahmsweise positiv Überrascht. Es gab in meiner ersten Begeisterung kaum etwas zu bemängeln.

Nach dem Tod von Joachim Höppner 2006, der Gandalf noch im Herren der Ringe synchronisierte, hatte ich Sorge, dass seine "neue" Stimme unpassend sein könnte. Eine Sorge die sich als unbegründet erwies. Sie fügt sich nahtlos ein!

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Zeit für eine Auswertung:

Pro's & Contra's
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Da in Rezensionen das Negative meist interessanter ist, beginne ich mit den

möglichen Contras:

1.) Ultra HD – Es besteht das Risiko, dass man es nicht mag
2.) CGI/Animation – Wegen des neuen Detailgrads sind einige Animationen leider als solche zu erkennen
3.) Vermischung der Original-Geschichte mit der aus den Anhängen aus dem HdR – dies könnte zu Verstimmungen führen.
4.) Der Ringfund stellt sich leicht anders dar, als im Rückblick des Herrn der Ringe
5.) Einige Wesen die im Herrn der Ringe eher wie Monster dargestellt wurden, erhielten nun sehr menschliche Züge, die sehr verwirrend sein können. Es ist aber tatsächlich in der Geschichte so vorgesehen!
6.) Längen zu Beginn des Films

Pros:

1.) Zwerge! Verdammt noch mal, ZWERGE !!!
2.) Ultra HD – Es besteht die Möglichkeit das es einen Begeistert
3.) Vermischung der Original-Geschichte mit den Anhängen aus dem HdR – Gibt einen Wunderbaren Mix, wenn man damit klar kommt!
4.) Unfassbar schöne Landschaftsaufnahmen
5.) Fantastische 3D Technik
6.) Musik
7.) Wundervolle Geschichte
8.) Gollum! Auch bekannt als Smeagol.

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Und zu guter Letzt - Fazit:
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Ein unfassbar schöner Film, der sich mit jeder Minute in der Hitliste meiner persönlichen Lieblings-Fantasy-Filme weiter hoch gearbeitet hat, bis er schließlich auf Platz 1 ankam.
Ich mochte den Herren der Ringe und auch wenn sie weit oben auf meiner Liste stehen, auf Platz 1 hatten sie es nie geschafft, der Hobbit schon.

Ich bin froh, dass die Reihenfolge auf den Kopf gestellt wurde, denn so kann die (für mich) bessere Geschichte, viel schöner erzählt werden, als man es vor 10Jahren hätte tun können, als „Die Gefährten“ in die Kinos kam.

Ein Film, in den mal voll und ganz eintauchen kann! Herrlich.

Auf Bald

Euer Kobold
Kommentar Kommentare (26) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 22, 2013 1:30 PM CET


Prometheus - Dunkle Zeichen [Blu-ray]
Prometheus - Dunkle Zeichen [Blu-ray]
DVD ~ Ridley Scott
Preis: EUR 7,97

8 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Auf den Blickwinkel kommt es an..., 12. August 2012
Prometheus (der nach der griechischen Mythologie die Menschen schuf) als Namens-Paten für einen Film zu verwenden, der sich mit den Ursprüngen der Menschheit beschäftigt - ist zu Aller erst ein schöner Einfall. Doch anders als der Titan, der die Menschen lehrte, hinterlässt uns der Film nur logische Löcher, Antworten - auf Fragen die keiner stellte - und statt nur einer, gleich ein Dutzend unbeantworteter Fragen.

Ridley Scott gelingt es, nach wie vor, wundervolle Bilder und ein perfektes Setting, auf die Leinwand zu zaubern. Das alleine macht aber kein Meisterwerk mehr aus. Die Schwächen des Films sind so frappierend, dass sie das Gesamtkunstwerk beinahe schon ruinieren und einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen.

An Marc Streitenfeld(Musik) scheint der Altmeister, seit einiger Zeit einen Narren gefressen zu haben ... sehr zum Nachteil der Atmosphäre, sofern man (wie ich) ein echtes Prequel zu Alien erwartet.
Bis zum Bersten mit Spannung überladene Musik (wie der Trailer sie verspricht), sucht man bis auf einige Ausnahmen vergeblich. Statt dessen werden etliche düstere und potenziell packende Szenen, mit einer abenteuerlichen "Entdeckermelodie" à la Walt Disney, in Gänze zunichte gemacht.
Hier mag es, wie in der Überschrift angedeutet, auf den Blickwinkel ankommen. Lässt man den Alien-Hintergrund komplett weg und fokussiert sich voll und ganz auf den "Forschen und Entdecken-Aspekt" des Films, mag das erhaben drein kommende Liedchen sehr stimmig sein.

Ferner sprangen mir die absolut Farb- und Charakterlosen Figuren, mit beiden Füßen voran, ins Gesicht. Dabei kann ich mich der Kritik der Fachpresse nur anschließen (die ich erst nach dem Film gelesen habe). Wem seelenlose Dialog-Lieferanten genügen, dessen einzige Aufgabe darin besteht die nächste Szene einzuleiten, der ist bei Prometheus sicherlich gut aufgehoben. Mir jedenfalls, reicht das bei Leibe nicht.
Zu Keinem der Protagonisten baut man einen Bezug, geschweige denn eine Bindung auf. Anteilslos nimmt man hin, dass Person A,B und C über die Klinge springen. Man kennt ihre Namen nicht, und hat in der nächsten Szene auch schon vergessen, dass sie überhaupt mitgespielt haben. Man fiebert mit keinem der Crewmitglieder mit, sie sind einem Egal – von einigen weiß man nicht einmal, in welcher Funktion sie mitreisen. Außer dem, möglichst gruselig oder sinnlos zu sterben natürlich. Traurig. Bis auf ein/zwei Ausnahmen haben die Figuren nicht einmal Charaktereigenschaften und die DIE sie haben, wechseln diese, wie ein paar Turnschuhe. So wird aus einem cool daher redenden Macho, ein weinerlicher Angsthase.
Von lebendigen Figuren, wie es sie in Alien 1-4 gab, dessen Verhalten wir nach 20-30 Minuten Film abzuschätzen vermochten, ist nicht der Hauch einer Spur zu sehen.
Aus jedem dieser Filme kann ich mindestens drei Protagonisten nennen und beschreiben, was für Typen sie waren.
Und das erwarte ich auch von einem Film! Bilder alleine, reichen da nicht aus. Diese guckt man sich in einer Galerie an - nicht im Kino.

Kommen wir zu den riesig und tief klaffenden Logiklöchern. Um niemanden zu spoilern, setze ich konkrete Beispiele in die Kommentare.
Wenn man einen Film als Prequel bewirbt, dann sollte man zu sehen, dass man erstens noch weiß, was da überhaupt in dem eigentlichen Film passiert ist und zweitens, dass man einige der Fragen beantwortet, dessen Erklärungen man bislang schuldig blieb.
Leider geschieht nichts von beidem. Oder besser gesagt... man erhält Antworten, die sich aber nicht nahtlos in das Puzzle einfügen lassen. Als ob die Frage ein Dreieck und die Antwort ein Quadrat wäre.

Wie ich eingangs erwähnte, ist die Bildgewalt des Films immens, und Ridley Scott, macht seinem Ruf damit alle Ehre. Für ein Meisterwerk reicht es allerdings auf keinen Fall - nicht mit solchen Mängeln.

Es bleibt die Hoffnung, dass die Geschichte noch fortgeführt und einige Brücken geschlagen werden, wo bislang noch gewaltige Schluchten liegen. Allerdings befürchte ich, dass diese Hoffnung, wie shon in dem Mythos, in Pandoras Büchse verschlossen bleiben wird, mit der Zeus - Prometheus und seine Menschen bestrafte.

Auf Bald

Der Kobold
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 13, 2012 11:45 PM MEST


John Carter - Zwischen 2 Welten [Blu-ray]
John Carter - Zwischen 2 Welten [Blu-ray]
DVD ~ Taylor Kitsch
Preis: EUR 9,97

18 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine 100 Jahre alte Scince-Fiction Geschichte...., 11. März 2012
...die den Charme der Science-Fiction-Pioniere eines vergangenen Jahrtausends, in dieses rettet.

Dies war der erste Gedanke, der mir nach diesem Film kam. Denn John Carter from Mars, basiert tatsächlich auf dem 1912 erschienenen Roman: "Die Prinzessin vom Mars", von Edgar Rice Burroughs.
Da ich das Original nur in der Zusammenfassung kenne, kann ich auch keinen sinnvollen Vergelich hierzu anstrengen; muss aber gleichwohl anmerken, dass der Film auch nur auf dem Roman "basiert" und keine Verfilmung des selbigen Werks ist - Was bedeutet, dass Film und Buch, sich in eingigen Punkten deutlich voneinander unterscheiden.

Dem Film an sich, hat dies allerdings nicht geschadet!
Natürlich, darf man nicht alles für bare Münze nehmen, was man bei 'John Carter' so geboten bekommt. Es gibt schon die eine oder andere Szene, die "über-kritisch" betrachtet, den Film leicht schwachsinnig erscheinen lässt. Hierbei hilft es jedoch, wenn man sich das Alter des Originals stets im Hinterkopf behält.
Tut man dies, erwartet den wohlgesonnenen Zuschauer ein gut gelungener Mix aus wundervollen Bildern, amüsannten Dialogen, clever plazierten -nicht übertriebenen- Witz, schön inszenierter und umgesetzter Action - sowie einer detailierten "Beschreibung" einer fiktiven Mars-Kultur.

Die Story, kommt natürlich etwas phantastisch daher, selbst nach der Anpassung an das 21. Jahrhundert, aber welche von uns liebgewonnenen Geschichten (wie z.B. Reise zum Mittelpunkt der Erde) tun dies nicht?

Man kann 'John Carter' aus der heutigen Perspektive ohne weiteres einige Schwächen zur Last legen, aber seine Stärken überwiegen um ein vielfaches.

Es ist einer dieser Abenteuer-Filme, die es heutzutage leider nur noch selten gibt, wie wir sie in den späten Achzigern und Neunzigern alle gesehen und irgendwie lieb gewonnen haben, weil sie ihren ganz eigenen Charme mit sich bringen.

Das Schauspiel zu bewerten, ohne den Film im O-Ton gesehen zu haben, ist meiner Auffassung nach fahrlässig und bedeutunglos, da die schauspielerische Leistung nun mal zum Großteil durch die Sprache vermittelt wird. Und die bekommen wir in Deutschland nun mal nicht zu hören.
Daher bewerte ich es als durchaus gutes und akzeptables Schauspiel, mit ein/zwei kleineren Mimik-Patzern.

Was die 3D-Effekte angeht; gucke ich mir die 3D-Filme der letzten Jahre an, hätte man sich 90% aller 3D Zuschläge getrost sparen können, nämlich immer dann, wenn die Filme eben nicht in 3D gedreht - sondern nur am Computer nachberechnet wurden.
Trotz oben erwähnter Nachberechnung, bietet 'John Carter' zwar kein WoW!-Erlebnis (wie etwa bei dem aktuellen Maß aller 3D-Dinge Avatar) aber verstecken braucht sich dieser Film, meiner Ansicht, nach auch nicht.
Mir persönlich fehlten lediglich, die aus der Kino Leinwand "poppenden" Objekte, bei denen Man das Gefühl bekommt, sie anfassen zu können. Der Rest jedoch, war schon auf sehr hohem Niveau.

Bevor ich nun noch einige Spoiler einbringe, die dem einem oder anderen bei der Entscheidung helfen sollen, möchte ich noch ein Fazit aus dem Film ziehen.

Wie eingangs beschrieben, lässt der Film das selbe Gefühl zurück, wie etwas die Geschichten von Jules Verne (Reise zum Mittelpunkt der Erde) oder Herbert George Wells (Die Zeitmaschine), wodurch er einem durchaus das Gefühl zu vermitteln im Stande ist, etwas erlebt zu haben - nämlich tolles Kino.

SPOILER - die bei der Enscheidung helfen sollen
_________________________________________________

Mangelhafte Logik, auf die man sich einstellen sollte.

1.) Da wären z. B. fliegende Schiffe, derren Antriebskraft nicht geklärt wird; außer der immer wiederkehrenden Beschreibung, man würde "Auf Licht seegeln/fliegen".
2.) Ein unrealistisch/übertriebener "Hund" mit offensichlichen Superkräften :-)
3.) Eine vorhandene planetare Atmosphäre, ohne jedwede Vegitation, dessen Urspung nur in dem originalen Buch erklärt wird.
4.) Ein paar Kreaturen von verwirrender Anatomie (z. b. Blinde, scheinbar Fleischfressende Riesen-Affen mit weißem Fell)
5.) Ein Hauptdarsteller, der (zum Glück nur in einer Szene) in einer ziemlich schlecht, choreographierten Kampfszene, ganze Heerscharen dahin-schlachtet.
6.) Hochtechnisierte Marsianer, die fliegen und mit Strahlenwaffen feuern können, aber dennoch den Kampf mit Schwert und Rüstung vorziehen

Zwar kein Logik-Fehler aber dennoch schade; Natürlich hat ein Walt-Disney Film ein Happy-End ... das Original hat es nicht. Ich muss gestehen, dass mir letzteres auch deutlich lieber gewesen wäre :-)

Kommen wirzu den positven Seiten!

1.) Schöne Landschaften, die das Mars-Gefühl fördern.
2.) Die "Anpassung" an die Schwerkraft an den Mars, ist einfach nur grandios inszeniert, ebenso umgekehrt, bei der Rückkehr auf die Erde.
3.) Der vorher erwähnte "Hund", ist bei aller Häßlichkeit, nicht nur großartig animiert sondern sorgt für viele heitere Momente des Films!
4.) Generell alle Figuren und Kreaturen sind wunderbar animiert
5.) Die Kultur und auch das Verhalten der vier-armigen Tharks ist wohl und clever Überlegt und Dargestellt. Wie etwa die Nutzung ihrer Hörner bei Rivalitätskämpfen oder die "Verteilung" der frisch geschüften Thark-Babys.
6.) Die Emanzipation ist gut gelungen und wirkt nicht erzwungen. Wenngleich die Prinzessin durch ihr knappes Outfit, leider wieder etwas zum Objekt herab degradiert wird ...
7.) Eine ( nicht im Original vertretene ) dritte Rasse, die das Geschick des Mars steuert, und die auch am Ende des Film nicht vollständig erklärt wird; dessen Technologie John Carter überhaupt erst auf den Mars bringt ( im Original ist es einfach nur eine mysteriöse Kraft)
8.) Eine interesannte Mythologie
9.) Cleverer Witz, den man aber überhören kann, wenn man nicht genau aufpasst! z.B. hört man mitten im Gefecht: Gib mir deine Hand! Du hast vier davon, gib mir wenigstens eine!
10.) Eine schöne Ergänzung der Hauptgeschichte auf der Erde. Wenn auch etwas vorhersehbar, aber dennoch schön abgeschlossen.

SPOILER Ende
____________________________________________________________

Sollten noch Fragen offen sein, oder braucht ihr mehr Hilfe bei der Entscheidung oder aber seid ihr anderer Meinung, kommentiert einfach diese Rezennsion.

Ich hoffe wieder geholfen zu haben

Gruß
Der Kobold
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 15, 2012 7:34 AM CET


Conan [Blu-ray]
Conan [Blu-ray]
DVD ~ Jason Momoa
Preis: EUR 7,99

152 von 196 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Enttäuschende Neuauflage mit schönen Bildern, 9. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Conan [Blu-ray] (Blu-ray)
Zu aller erst: Filmbewertungen sind und bleiben subjektiv.

Sicher gibt es den Einen oder Anderen der diesen Film ganz großartig findet. Wer aber -zurecht- hohe Ansprüche an dem Film, ob der starken literarischen Vorlage, hat, der wird (denke ich) mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ebenso enttäuscht vom Remake sein, wie ich.

Es gibt gleich mehrere Kritikpunkte die ich hier anführen möchte.

Der für mich Wichtigste ist wohl, dass dem Remake jedwede puristische Spiritualität, für die ich Conan so liebe, entzogen wurde. Die kläglichen Versuche einige der Botschaften aus Robert E. Howards Geschichten einzubringen, wirken deplatziert, erzwungen und vollkommen überflüssig, angesichts der Tatsache, dass der Conan dieser Geschichte, diese Werte weder glaubhaft verkörpert, noch selber über sie spricht. Das funktionierte in der Verfilmung von 1982 meiner Meinung nach deutlich besser. Dialoge und Handlung waren damals einfach und scheinbar oberflächlich, entpuppen sich aber als durchaus tief gehend. Bei dem Remake ist es genau anders herum. Dialoge und Handlung versuchen durch Tiefe zu glänzen, sind aber in Wahrheit hohl und ohne Essenz.

Des weiteren ist da noch die Musik von Tyler Bates, von dem ich offen gestanden mehr erwartet habe. Meiner Meinung nach gelingt es ihm kaum die Emotionen der jeweiligen Szene zu unterstützen oder sie gar zu intensivieren. Auch als Standalone taugt der Soundtrack wenig. Die Lieder plätschern so vor sich her, ohne das man sie dem Film tatsächlich zuordnen kann. Wie auch. Der Film ist ja beinahe schon nur eine lange Aneinanderreihung von stupiden Actionszenen. Wer weiß da schon ob Lied X zu Kampfszene Y oder Z gehörte. Vor allem, da Lied X ohnehin wie Lied A, B und C klingt.

Das bringt mich auch gleich zu dem dritten Kritikpunkt. Die Action-Sequenzen:
Ich will es kurz machen.... Die Kampfszenen haben frappierende Ähnlichkeit, mit dem Aufbau eines typischen Hack 'n Slay-Computerspiels. Denn ganz gleich wo unser Held auch hingeht; es tauchen aus dem Nichts ganze Heerscharen von Gegnern auf, die sich bereitwillig auf möglichst spektakuläre Art und Weise von unserem Heroen ins Jenseits befördern lassen. Am Ende des Massakers, wartet dann auch gleich der Endgegner der Szene, den es zu besiegen gilt. Ist der fiese Zwischengegner beseitigt, geht es dann auch schon zum nächsten Setting, wo erneut böse Buben vom Himmel fallen und ein weiterer Boss auf sein Ticket in die Unterwelt wartet.

Natürlich ist Conan schon immer überaus brutal gewesen - sowohl in den Büchern, als auch in der Verfilmung mit Arnold Schwarzenegger. Folglich habe ich nicht erwartet, einen Gänseblümchen-Film zu sehen. WAS ich aber erwarte, selbst von Actionfilmen auf fiktionaler Basis, ist, dass sie ihrer eigenen Filmlogik treu bleiben. Und eben dies ist der vierte große Kritikpunkt.
Diese Neuverfilmung tut genau dies nicht.

Ich will das anhand einiger WENIGER Beispiele konkretisieren:

SPOILER!
____________________________________________________________________________________
Da folgt die "holde Jungfrau" ihrem Retter an einer steinigen Küste in eine Höhle um sich ihm darzubieten, ehe sie mit dem vor Anker liegenden Schiff verschwindet. Doch der Akt scheint die Welt in ihren Grundfesten erschüttert zu haben, denn als sie sich auf den eigentlich kurzen Rückweg zum Schiff macht, steht da plötzlich ein gewaltiger Wald, in dem sie, oh Wunder, von der bösen Schurkin prompt festgesetzt und entführt wird. Als reichte das nicht, taucht auch plötzlich Conans Pferd wieder auf, dass er einige Szenen zuvor bei seiner Flucht vor dem Bösewicht, der vorab jede Gelegenheit sich des Barbaren zu entledigen, konsequent abgelehnt hat, auf einer einsamen Klippe hatte stehen lassen.

Dann wäre da noch die magiekundige Tochter des Schurken, die dem armen Conan mit ihrer finsteren Magie ordentlich einheizte, im Showdown aber plötzlich all ihre Zauberfähigkeiten verloren zu haben schien - da war wohl das Mana alle....

Oder das gewaltige Schiff, des Bösewichts, dass auf den Rücken von mutmaßlich 20 Elefanten über das Land geschleppt wurde. Soweit so gut, doch fragt man sich, wozu dann noch die Hundertschaften an Sklaven dienten, die das Schiff scheinbar an zwei mächtigen Tauen durch die Pampa zogen. Laufen die Elefanten dadurch schneller? Wohl kaum.

Bleiben wir gleich bei dem Schiff, dessen Mast gefühlte 50 Meter in den Himmel ragte und dem es dennoch gelingt einen Überraschungsangriff auf ein Kloster zu starten, von dessen Mauern man Meilen in die Landschaft hätte spähen können. Dazu sei noch gesagt, dass dieses sinnfreie Gefährt mit dem Bug voran (VOR dem sich ja noch Hunderte von Sklaven an nutzlosen Seilen festhielten) "plötzlich" durch die Klosterwand hindurch bricht ....
_____________________________________________________________________________________

SPOILER ENDE

Wie mein Vorredner schon erwähnte überzeugten auch die 3D Effekte, nicht einmal im Ansatz. Unscharf und viel zu zwei-dimensional. Eben wie ein Pop-Up-Kinderbuch.... Fast schon symptomatisch für unsere Zeit, in der man mit allen Mitteln versucht, die fette 3D-Kuh zu melken. Mein Tipp: informiert euch z.b. bei Wiki, ob ein Film tatsächlich mit 3D-Kammeras gefilmt wurde, wie z.B. Avatar, oder ob es nur auf 3D hochgerechnet wurde. Auf Letzteres kann man nämlich in 95% der Fälle, guten Gewissens verzichten.

Es gibt aber auch positives anzumerken. Was mir an diesem Conan sehr gut gefiel, waren die CGI-Landschaften, die ein ansehnliches und glaubhaftes Hyboria schufen. Und dann wäre da auch noch Jason Momoa (bekannt aus Stargate Atlantis oder Game of Thrones), der mir als Conan durchaus sympathisch war. Auch wenn viele kritische Stimmen der Meinung sind, er wäre nicht muskulös genug für einen Barbaren - muss ich sagen das Conan nicht nur durch seine Kraft, sondern auch durch seine Wenigkeit so erfolgreich war. Nimmt man dies als Basis, ist die Besetzung mehr als treffend. Arnold Schwarzenegger war mir dahingehend einfach zu brachial.
Über die schauspielerische Leistung der Akteure, will und werde ich mich nicht auslassen, ohne den Film im O-Ton gesehen zu haben - obwohl ich doch sehr bezweifle, dass ich das jemals werde.

So, ich hoffe dem einen oder anderem damit weiter geholfen zu haben.

Der Kobold
Kommentar Kommentare (27) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 13, 2012 5:55 PM MEST


Tear The World Down
Tear The World Down
Preis: EUR 5,49

5 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Zwilling von Evanescence, muss sich Vergeliche gefallen lassen..., 23. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Tear The World Down (MP3-Download)
Als erstes sollte man wohl sagen das "We are the Fallen" tatsächlich unverkennbare Ähnlichkeit zu Evanescence aufweist, was kein Wunder ist, da 3 von 5 der Band-Mitglieder tatsächlich auch vorher bei Evanescence tätig waren. Um es zu spezifizieren: Ben Moody (der mit Amy Lee Evanescence gegründet hatte), John LeCompt und Rocky Gray. Alle 3 verließen Evanecsense im Laufe der Jahre und gründeten (wer es genauer wissen möchte, schlägt bitte bei Wiki nach ;- "We are the Fallen".
Der Bandname ist mutmaßlich eine direkte Anlehnung an das erste Album ihrer Ex-Band, dass den Namen "The Fallen" trägt.

Die Ähnlichkeit der Gruppe zu ihrer Ex-Band wird viel diskutiert und stößt nicht überall auf begeisterte Resonanz.

Das wird wohl vor Allem daran liegen, dass "We are the Fallen" etwas gelungen ist, von dem ich persönlich nicht geglaubt hätte, dass es möglich sei: Sie haben die sehr markante Stimme (sicher ein Markenzeichen Evanescence's) ihrer einstigen Bandkollegin Amy Lee ersetzten können. Ich denke der Großteil der Hörer wird mir wohl zustimmen, dass die Ähnlichkeit zwischen der Stimme von Carly Smithson (so heißt die gute Dame nämlich) und der von Amy Lee überaus verblüffend ist. Gleichwohl sollte unbedingt erwähnt werden, dass sie durchaus auch komplett anders klingen kann! Wer ihre Stimme noch nicht gehört hat, sollte einen Click auf die Hörproben riskieren :-).

Das neben der Stimme, auch die Songs denen Evanescens gleichen, ist bei der Hintergrundgeschichte in meinen Augen nicht verwunderlich und absolut legitim. Schließlich hat sich die ursprüngliche Gruppe nicht wegen musikalischer Differenzen getrennt, sondern wegen unterschiedlicher Karrierevorstellungen.

Ich persönlich war schon von Evanescence angetan, lange bevor die Band in Deutschland popularität erlangte. Neben Amy's nicht mehr ganz so einmaligen Stimme gefiel mir auch der Stil der Gruppe unheimlich gut. Als dann das zweite Album von Evanescence auf den Markt kam, war ich persönlich ziemlich entäuscht, da sich der Stil in meinen Augen/Ohren grundlegend verändert hatte. Irgendetwas fehlte, das spürte ich, ohne zu wissen, dass die Gruppe sich zu dem Zeitpunkt von Ben Moody (dem Mit-komponisten) getrennt hatte. Es hatte für mich eine poppige note bekommen, was mir damals wie heute ziemlich missfiel. Ich erwartete etwas anderes und zwar...

...genau das, was mir "We are the Fallen" mit diesem Album bietet. Der Stil ist meiner Meinung nach etwas rockiger, als der des ersten Evanescense Albums, dafür aber etwas weniger "gothic".

Die Titel im Überblick
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1. Burry Me Alive - *****+ Gelungener GothicRock mit klasse Melody und energetischem Refrain
2. Burn - *** Guter Refrain, wechselhafte Melody mit Hardrock-Elementen
3. Paradigm - ***** Schöner Rocktrack, klasse Melody, die bedingt durch die Stimme Carly Smithson's einen leichten Gothic-Touch bekommt
4. Don't Leave Me Behind - ***** Absoluter GothicRock mit Elementen einer Ballade
5. Sleep Well, My Angel - **** Typische, romantische Rock-Ballade, die mir stellenweise, besonders aber am Höhepunkt, ein wenig zu sehr nach Musical klingt
6. Trough Hell - **** Gutes Rocklied, wieder mit leichtem Gothic Touch, dessen Melody manchmal geöhnungbedürftig ist und manchmal richtig reinhaut
7. I Will Stay - **** Langsame aber laute Ballade, mit schwachem Start dafür Ohrwurm Refrain - Gut geeignet für das Happy-End eines Liebsfilms ;-)
8. Without You - *****+ Klasse Rock-Track in dem Carly's Stimme komplett anders und doch gleich klingt, großartig und erfrischend! Allerdings geht dadurch der Gothic-Touch verloren
9. St. John - *** Gewöhnungsbedürtig. Viele zusammengewürfelte Elemente die einen seltsamen Klang ergeben, durchaus aber in Ordnung sind, besonders nach mehrmaligen hören
10. I Am Only One - *****+ Die definitiv bestete Ballade des Albums, bei der alles richtig gemacht wurde. Ein schöner Ohrwurm den man immer wieder hören möchte
11. Tear The World down - *****+ Super Gothic-Rock. Ein schöner Wechsel zwischen ruhig und laut, wunderbare Melody und Refrain und leichten Symphonic-Metall-Elementen wie z.B. Nightwish

Rein nach sterenne gerechnet ergäben die Tracks zwar eine Wertung von grob gerechnet 4,3, aber durch die vier PLUSpunkte der wirklich gelungenen Tracks vergebe ich somit geren 5 Sterne für dieses Album.

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BEACHTET BITTE DAS ICH LAIE BIN !!!
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Natürlich ist es unwahrscheinlich schwierig Musik vernünftig und objektiv zu bewerten - vor allem als Laie. Es ist ein wenig so, als würde man versuchen Essen zu bewerten. Was dem einem mundet, schmeckt dem anderem nicht.
Meine Einschätzungen der einzelnen Tracks oder vieleicht des gesammten Albums, werden sich aller Wahrscheinlichkeit nach, nicht unbedingt mit euren Einschätzung decken!
Ich versuche im Sinne der Rezessionen einen möglichst objektiven Eindruck von dem Album zu vermitteln - in Sofern man bei Geschmack von Objektivität sprechen kann.

FAZIT:
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"We are the Fallen" mag Evanescence ja ähnlich klingen, aber für meinen Geschmack sind sie einfach besser.
Es gibt nur sehr wenige Alben, bei denen mir tatsächlich alle Lieder gefallen. Zugegeben, einige Tracks waren dabei die mich zwar nicht aus dem Stuhl gerissen haben, doch zumindest waren und sind sie gut genug um sie komplett durchzuhören, ohne das dringende Bedürfnis zu haben, den nächsten Track anzuklicken.
Das alleine ist für mich verdammt viel wert!

Ich hoffe ich konnte dem einem oder anderem behilflich sein

Euer Kobold
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 26, 2011 6:08 AM CET


The Witcher Enhanced Edition - Platinum Edition
The Witcher Enhanced Edition - Platinum Edition

30 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen An diesem Meisterwerk muss sich jedes RPG messen..., 3. April 2011
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Es gibt wohl noch kaum etwas über The Witcher zu sagen, was nicht die absolute Mehrheit der Rezensoren bereits gesagt hätte.
Da ich aber so -über alle Maßen- begeistert von diesem Kunstwerk bin, komm ich nicht drum herum, es mit seinen wohl verdienten 5 Sternen zu bewerten.

Dieses Spiel bescherte mir ein gewaltiges Problem: Es legte den Maßstab für gutes RPG so unglaublich hoch, dass ich fortan JEDES Computer RPG daran gemessen habe... und keines - weder vor noch nach The Witcher - war dieser Herausforderung auch nur im entferntesten gewachsen. Das einzige Spiel dem ich dieses Kunststück zutraue, ist kein geringeres als (das demnächst erscheinende) The Witcher 2 selbst. Und selbst da ist meine Sorge und Furcht gewaltig, enttäuscht zu werden.
Letztlich sollte aber auch eine Rezension nicht nur von Emmotionen bestimmt sein, vielmehr sollte sie auch sachdienliche Hinweise zum Produkt liefern. Deswegen gehe ich hier noch auf einige Details ein, die weitestgehend unerwähnt geblieben sind.

1.)Die Atmosphäre
Schon das Intro-Video (eines der längsten und besten die ich kenne) beginnt damit die stimmige Atmosphäre aufzubauen, die den Spieler bis zum grandiosen Ende (garniert mit einem ebenso langen und noch besseren End-Video)begleitet und fesselt. Hinzu kommen eine Reihe von erstklassigen Ingame Sequenzen, die einem häufig das Gefühl geben einen Film zu spielen.
Um das mal zu verdeutlichen... Das Intro-Video und das bei Spielbeginn startende Intro-INGAME-Video sind zusammen über 15 Min lang !!! Legendär und noch nie da gewesen! Man kann sich vorstellen, dass einen eine derart liebevolle Einführung in die Spielwelt, einer Sirene gleich, in den Bann zieht.

2.)Grafik und die Welt
The Witcher glänzt mit einer bemerkenswert guten Grafik(Selbst für heutige Spiele). Inspesondere bei der Animation der Gesichter hat man sich bemerkenswert viel Mühe gegeben. So hohen Detail-Reichtum und Wiedererkennungswert bei NSC's habe ich in RPG's erst sehr spät wieder gefunden. Einziger Wehmutstropen hier, bei aller Detail-Liebe beschränkte man sich insbesondere bei "Statisten" auf sehr wenige Vorlagen, so dass man sich manchmal vorkommt wie beim Angriff der Klonkrieger ;-)
Die Landschaften sind herlich anzusehen und generieren darüber hinaus eine überaus glaubhafte Fantasy-Welt. Es ist zwar Schade, dass man sich nur bedingt frei bewegen kann, wird aber kaum als störend empfunden. Den Machern ist hier ein interesannter Spagat gelungen. Zwar sind die Areale an die Spiel Kapitel gebunden, doch ist man erst mal in einem dieser Areale, sind sie weitestgehend frei begehbar. Soll heißen: Ist man neugierig genug, gerät man auch schon mal an Gegner die eindeutig zu stark sind!

3.)Kampf
Über das Kampfsystem wurde schon viel gesagt, darum halte ich es kurz. Es ist schön anzusehen und mir persönlich gefällt die Mischung aus Zauberei und Waffenkampf enorm gut. Insbesondere die Nahkampfzauber schaffen ein berauschendes Gefühl.

4.)Details
Was The Witcher für mich am Meisten auszeichnet sind die Details. Damit meine ich nicht etwa die endlosen Möglichkeiten, die man bei der Ultima-Reihe genoss (Einrichtungen verschieben, Kerzen an und aus machen etc) sondern vielmehr die bereits erwähnten, wundervoll ausgearbeiteten Gesichter der Figuren - Die Spielleute die in der Taverne eine Lied einstimmen - Saufgelage und Würfelspiel in der selbigen - Rauch aus den Schornsteinen - Dunkelheit die auch wirklich dunkel ist! Soll heißen; je weiter du dich von einem Höhleneingang entfernst, desto weniger siehst du - bis du schließlich unweigerlich zur Fackel greifen MUSST! Da hilf auch kein Monitor heller stellen ;-) -Ein simuliertes soziales Leben der Statisten und NSC's - Der Tag/Nacht Zyklus usw und so fort.

Besonders hervorheben möchte ich, dass meiner Ansicht nach nicht nur die Kampfanimationen mit Motion-Capturing aufgenommen wurden, sondern vielmehr einfach JEDE Bewegung und sei es ein noch so kleiner Handschlag. Ganz gleich ob es um einen NSC geht, der mit einem Gegenstand interagiert oder um einen Statisten der sich an ein Lagerfeuer setzt. Einfach alle Bewegungen wirken so realistisch das eine unfassbar lebendige Spielwelt entsteht. Unnötig zu erwähnen das CD-Projekt natürlich auch daran gedacht hat, die Figuren wie bei Gothic, miteinander reden zu lassen.
Eine derartige Beseelung der Figuren kreiert die wohl bislang perfekteste Version einer Fantasy-Welt.

5.)Story
Die Krönung des ganzen bietet die überaus spannende und vor allem Facettenreche Story. Sie beginnt zwar mit einer augenscheinlichen Banalität, entwickelt sich aber rasch zu einer weitaus bedeutenderen Geschichte bei der, wie schon so oft erwähnt, die eigenen Entscheidungen eine gewaltige Gewichtung und Einfluss haben. Den Autoren gelingt es eindrucksvoll, Sympatien für jeden Lösungsweg zu erzeugen und zwar ohne dabei in das schnöde und plumpe Gut/Böse-Schema zu verfallen.

Genug der Lobpreisungen.
__________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

Trotz meiner offenkundigen Begeisterung für dieses Spiel, will ich keinem die (für mich) negativen Punkte vor enthalten.

1.)Questen
Das Questlog ist tatsächlich leicht Konfus und es bedarf einiger Zeit bis man sich darin sicher bewegt. Desweiteren verleitet es einen auch schnell mal dazu Questen lösen zu wollen, die man noch gar nicht lösen kann - so sucht man z.B. verzweifelt nach dem Weg in eine Höhle, um eine Aufgabe zu lösen bevor man dann doch noch ein paar Stunden verzweifelt aufgibt, nur um irgendwann "automatisch" zu der Höhle geführt zu werden (Schluüssel).

2.)Kampf
Trotz der nicht von der Hand zu weisenden Ästetik des Kampfes, tut man sich doch grade zu beginn äußerst schwer mit dem Kampfsystem. Ich würde es nciht grade als intuitiv bezeichnen, man sollte sich davon jedoch auf GAR KEINEN FALL entmutigen lassen. Hat man den Bogen erst einmal raus, ist es später dafür um so leichter.

3.)Klone
Das die Statisten extrem viele Klone "haben", erwähnte ich ja. Noch schlimmer ist es für mich aber bei den Monstern.
Zugegeben: Es ist mir noch kein RPG unter gekommen bei dem Wölfe, Eber, Insekten, Skellette oder Dämonen sich voneinander unterscheiden würden (wäre auch zu schön) aber bei den meisten RPG's wird das durch eine hohe Anzahl von unterschiedlichen MonsterTYPEN kompensiert. Hierbei versagt The Witcher leider ein wenig, denn es gibt eindeutig zu wenige unterschiedliche Monsterklassen. Dies führt zwangsläufig dazu, dass es von den VORHANDENEN Monster-Archetypen um so mehr gibt. Das erzeugt bei Kämpfen leider eine (für meinen Geschmack) recht hohe Monotonie.

4.)Bettgeschichten
Ich bin keineswegs prüde. Hatte demnach auch anfangs durchaus meinen Spaß daran, die eine oder andere weibliche Figur zu "verführen" - Eine lustiges "Minigame" - so dachte ich. Allerdings entwickelten sich diese Bettgeschichten irgendwann immer dominanter, bis sie zu guter letzt sogar Quest entscheidend wurden. Das war der Punkt an dem es für mich dann doch etwas zu viel wurde.
Ich handle mit meinene Charaktern in RPG's beinah immer so wie ich im realen Leben auf eine Situation reagieren würde und da ich in meinem Privatleben nun einmal äußerst viel von treue halte, war ich überaus entäuscht darüber, dass man bei The Wichter (nachdem man sich bei einer Frau "festgelegt" hatte) regelrecht zur Untreue getrieben wird. Schade - da ging die sonst hervoragende Entscheidungsfreiheit etwas verloren.

Zwar gibt es noch hier und da etwas was man hätte besser mahcen können, doch insgesammt sind die Makel so klein, dass ich dazu neigte sie zu ignorieren. Zumeist waren sie ohnehin viel zu nichtig.

Zu der Box
-------------
Ich kann der vorangegangenen Rezession -die sich damit ausführlich beschäftigt- nichts sinnvolles hinzu fügen.

Die Premium Edition lässt keine Wüschne offen, verbindet alle nützlichen und nötigen Patches und Modes miteinander - was will man da mehr. Ich kann, will und werde, eine Firma die sich so sehr um ihre Community kümmert und sich mit ihr auseinander setzt, nur unterstüzen.

Was einige sicher nicht wissen:
Die erste Version von The Witcher hatte eine KATASTROPHALE Synchronisation - jedenfalls in Deutsch. Sie war sogar derart schlecht, dass ich dieses Juwel unter den RPG's zuerst gar nicht spielen wollte. Schlechte "schauspielerische" Leistung, unpassende Lippenbewegung, abgehackte Dialoge usw.
CD-Projekt reagierte darauf ... natürlich auch im Interesse ihrer eigenen Verkaufszahlen, da braucht man sich nichts vor machen. Aber es dauerte nicht lange und der Entwickler bot eine neue, bessere Synchronisation zum Download an. Später machte man daraus die Enhanced Edition.
Der Punkt ist, dass so etwas in meinen Augen nicht grade selbstverständlich ist. Schließlich kostet sowas viel Geld und viel Arbeit. Und das wiederum nur für einen einzigen Markt(Deutschland). Wie wichtig der Deutsche Markt für CD-Projekt war, kann ich natürlich nicht einschätzen. Trotzdem hat es mir imponiert.

Hinzu kommt, dass einige der in dieser Box enthaltenen Addons/Modes von der Fangemeinde entwickelt wurden. Es ist schon ein großes Zeichen des Respekts von Seiten CD-Projekts gegenüber seinen Fans, dass sie deren Arbeit als derart würdig befinden und sie sie in diese Box mit aufgenommen haben. Eindrucksvoller hat mir noch keine Spielschmiede bewiesen wie wichtig ihnen ihre Community ist.

Falls ihr noch mehr Einzelheiten zu The Witcher benötigt, schaut euch ruhig die anderen Rezessionen an. Ich wollte lediglich die Gründe für die Faszination an diesem Kunstwerk ein wenig mehr beleuchten.

Ich hoffe der eine oder andere unter euch, konnte noch Nutzen daraus ziehen.

MFG

Der Kobold
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 21, 2014 2:26 AM MEST


Stargate Universe - Season 1 [6 DVDs]
Stargate Universe - Season 1 [6 DVDs]
DVD ~ Robert Carlyle
Preis: EUR 9,99

167 von 197 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr Sci-Fi als Stargate - trotzdem großartig, 20. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Stargate Universe - Season 1 [6 DVDs] (DVD)
Ich bin ein großer Liebhaber von Sci-Fi Serien und habe somit natürlich auch die ersten beiden Stargate Serien (SG1 und Atlantis)gerne geschaut.

Zugegeben; Stargate Universe hat mit SG-1 oder Atalantis nicht viel mehr als den Hintergrund gemein. Die Serie ist deutlich düsterer, ernster, tiefgehender und auch spannender als seine Vorgänger. Waren bei o.g. Serien die einzelnen Folgen in sich abgeschlossen, verfolgt SG-U ein anderes Konzept.
Viele Folgen sind zusammenhänged, ergeben so eine größere und tiefere Geschichte. Und selbst in scheinbar abgeschlossenen Geschichten werden Handlungsstränge offen gelassen und später wieder aufgegriffen (nicht unbedingt gleich in der nächsten Folge). Menschen die sich an eine Serie nur so lange erinnern, wie ihr Kurzzeitgedächnis reicht, werden damit also vermutlich keine Freude haben.

Was die angeblich oberflächlichen und lieblosen Charaktere angeht so kann ich dem ganz und gar nicht zu stimmen. Ganz im Gegenteil. Wie ich schon sagte gucke ich auch die ersten beiden Stargate Serien gerne. Aber was ist bitte an einer unrealistisch intelligenten Samantha Carter (geschätzter IQ von 300 :-) ), oder einem beinahe schon tollpatschigen, nichts begreifendem Jack O'Neil(wenn es im US Militär solche Leute tatsächlich zum General bringen würden, dann hätten die Amerikaner sicher jeden Krieg verloren) so besonders tiefschürfend und realistisch? Es war nett und es war lustig, ohne Frage. Aber Comedy ist kein notwendiger Bestandteil einer Sci-Fi Geschichte/Serie.
SG-Universe setzt auf realistische, erwachsene Charaktere mit sehr viel Tiefgang. Was man über die einzelnen Personen an Bord in Erfahrung bringt ist alles andere als lieblos. Man erfährt alleine in der ersten Staffel SG-U mehr über eine einzelen Figur, als über alle anderen Protagonisten aus 15 Staffeln Stargate SG-1 und Atlantis zusammen. Das hat auch nichts in einer Seifenoper zu tun.

Desweiteren wird man vergeblich nach einem strahlendem Helden in glänzender Rüstung suchen, dem alles gelingt und der alles richtig macht. Der die Moral wie eine hell leuchtende Fackel durch die Serie trägt. Stattdessen gibt es eine Reihe von Anti-Helden, die fehlbar sind und dunkle Seiten an sich haben. So, wie wir Menschen nun mal sind.

Genau hier liegt auch der Reiz der Serie. So viele Menschen, eingepfercht auf einem maroden, unbekanntem Schiff - ohne Aussicht auf Heimkehr. Kein Fachpersonal das sich mit allem auskennt, alles heile macht und für alles eine Lösung hat. Sondern nur ein einziger fachkundiger Wissenschafler, dessen Absichten oft unmoralisch und selbstsüchtig sind. Kein Arzt der Jesus-gleiche Heilungen vollbringt und nahezu alles erforschen und entwickeln kann. Nur eine Sanitäterin, der es an allem mangelt und die mit ihrer Situation hoch unzufrieden ist. Kein Anführer, der unangefochten führt und keine Fehlentscheidungen trifft und als moralische Instanz fungiert. Sondern ein einst ehebrechender, Colonel, der mit seiner eigenen Vergangenheit nicht klarkommt - stets am Rande der Entmachtung und häufig Fehlentscheidungen trifft - weil er seinen eigenen Stolz nicht hinunterschlucken kann.

SG-U hat ohne Zweifel auch oftmals etwas von einer Charakter-Studie. Die Serie wirft etnische Fragen auf, die der Zuschauer sich häufig selber beantworten muss. Was man dabei gut heist und was man hinnehmen muss, liegt natürlich an jedem von uns Selbst. Doch regt es in jedem Fall zum nachdenken an.

In der ersten Staffel ist Action in der Tat eher selten. Aber man vermisst sie auch nicht besonders. Stargate Universe ist nun mal mehr etwas für den Verstand als fürs Auge, obwohl die Effekte sich durchaus sehen lassen können.

Die Schauspielerische Leistung finde ich absolut in Ordnung. Besonders Robert Carlyle sticht dabei natürlich ins Auge. Dazu muss ich allerdings sagen, dass ich Stargate Unverse nur im O-Ton gucke, da ich die deutsche Synchronisation einmal mehr grauenvoll finde. Jedem, der über genug Englischkentisse verfügt sei also geraten die Serie im O-Ton zu genießen.

Gekrönt wird das ganze schließlich von einer genialen und vor allem spannenden Musik, die oft am Ende einer Folge von sehr stimmiger "normaler" Musik abgelöst wird. hierbei allerdings sei gesagt das Geschmäcker ja bekanntlich verschieden sind und es dem einem oder anderem Zuschauer nicht gefällt.

Fazit: Stargate Universe ist voll und ganz gelungen und sondert sich von seinen Vorreitern deutlich ab. Wer also nicht engstirnig auf die herkömmliche leichte Kost von SG 1 und Atalantis besteht, wird seine Freude an SG-U haben. Wie schon mein Vorredner sagte: selbst wenn man Stargate nicht sonderlich mochte, solte man SG-U eine Chance geben. Die Serie ist beinahe schon ein Stand-alone.
Kommentar Kommentare (22) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 1, 2014 12:13 PM MEST


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