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Rezensionen verfasst von
Dr. Dr. Markus Vette

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Das Hohe Haus: Ein Jahr im Parlament
Das Hohe Haus: Ein Jahr im Parlament
Preis: EUR 17,99

12 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Auch bei den Bewertungen und Kommentaren wird wohl manipuliert, 13. Mai 2014
In einem Kommentar zu einer euphorischen Bewertung dieses Buches legte ich im März dar, dass allein aus der Beobachtung des Plenums im Bundestag keinerlei Bewertung des Parlaments abgeleitet werden kann, denn Beobachtung ist nur eine der Methoden der empirischen Sozialforschung. An meinen Kommentar schlossen sich etwa 8 Erwiderungen bzw. Diskussionsbeiträge an.
Nun stelle ich fest, dass dies alles "verschwunden" ist. Es entsteht die Frage, ob hier bei den Bewertungen "vorgearbeitet", manipuliert und sortiert wurde. Warum dies geschieht ist wohl klar. Noch einmal: Der Ansatz, allein durch Beobachtung mehr als "Unterhaltung" zustande zu bringen - und genau das will der Autor - ist von vornherein abwegig. Erstaunlich, dass sich jemand, der intellerktuell ernst genommen werden will, auf so ein methodisch Untragbares überhaupt einlässt. Geht es ihm um den Gewinn? Schade!
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 4, 2014 11:55 AM MEST


Der neue Tugendterror: Über die Grenzen der Meinungsfreiheit in Deutschland
Der neue Tugendterror: Über die Grenzen der Meinungsfreiheit in Deutschland
von Thilo Sarrazin
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,99

18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Respektables lesbares Buch, 18. März 2014
Das Buch ist logisch aufgebaut, verständlich und lesbar geschrieben und zeigt aktuelle Probleme in Deuschland auf, die auf eine Forderung nach "Gleichheit" fokussiert werden, was der Autor in Frage stellt. Herr Sarrazin führt eine ganze Reihe von bekannten Meinungsmachern an, die bislang vor allem bei den Sarrazin-Büchern ihre Vorurteile pflegten und durch Unkenntnis oder Fehler der eigenen Interpretation glänzten. Auch die Behandlung seiner Frau ist eigentlich beschämend, ich kenne so etwas selbst.
Selbst wenn das Buch Fehler enthielte, wären dieselben zunächst zu benennen. Da ist es aber erstaunlich ruhig. Und selbst wenn man den Darlegungen von Herrn Sarrazin inhaltlich nicht folgen mag, so gehört ein solches Buch - von Artikel 5 GG gedeckt - zur politischen Debatte in Deutschland. Leider haben sich da wohl eher diejenigen disqualifiziert, die nur ignorieren und diskreditieren wollen bzw. können. Dass man Meinungsfreiheit erkämpfen miusste und diese praktizieren muss, ist leider 25 Jahre nach 1989 schon wieder (oder immer noch) in Vergessenheit geraten. Dort liegt wohl ernsthaft das tiefere Problem.
Dr. Dr. Markus Vette


Fermats letzter Satz: Die abenteuerliche Geschichte eines mathematischen Rätsels
Fermats letzter Satz: Die abenteuerliche Geschichte eines mathematischen Rätsels
von Simon Singh
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,90

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Motivation zur Beharrlichkeit in der Wissenschaft, 12. März 2014
Dem Autor ist ein überzeugendes Dokument für die in den Wissenschaften notwendige Beharrlichkeit und Ausdauer gelungen. Eine ganze Reihe von bedeutenden Mathematikern und anderen Geistesgrößen wird angeführt. Der das mathematische Rätsel lösende Andrew Wiles wird in seiner wichtigsten wissenschaftlichen Leistung gewürdigt.
Je nach den Voraussetzungen und Erwartungen des Lesers kann man über die Anreicherung des Stoffes mit dem Anhang verschiedener Auffassung sein. Manches wäre da im Einzelfall entbehrlich, manch anderes vielleicht zusätzlich hilfreich gewesen. Auf Seite 243 wird die Induktion als Methode eingeführt und auf die Unendlichkeit abgezielt. Schreibt man von der vollständigen Induktion, was m.E. hier gemeint sein dürfte, so wäre die vollständige Induktion als ein deduktives Verfahren zu klassifizieren, denn sie beruht ja gerade auf der Regelmäßigkeit der unendlichen natürlichen Zahlen ... Vielleicht liegt die im Buch zu lesende Formulierung eher an der Übersetzung?
Freilich habe ich im Buch keine knallharten fachlich vollkommenen mathematischen Beweise erwartet, womöglich noch "seminarverwendbar" aufbereitet. Gefreut habe ich mich über die "absolutistische Manier" der Mathematik auf Seite 290. Das ist sehr gut formuliert! Das Buch ist lesenswert für die Motivation zu einem anspruchsvollen Studium der "Königsdisziplinen" Mathematik oder Physik.

Dr. Dr. Markus Vette.


George Washington
George Washington
von Franz Herre
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 26,80

5.0 von 5 Sternen Lesenswerte und problemorientierte Lektüre, 25. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: George Washington (Gebundene Ausgabe)
Wer sich für die amerikanische Unabhängigkeitsbewegung interessiert, sollte dieses Buch lesen. Der Werdegang von Washington wird in seiner Widersprüchlichkeit vermittelt, war doch der Unabhängigkeitskrieg ein komplexes Unterfangen ohne eine womöglich wünschenswerte "Siegesserie" von Schlachten. Dennoch stellte sich Washington der Aufgabe. Diese Haltung nahm er auch später im öffentlichen Leben ein. Eindringlich vermittelte Herre die Wechselwirkungen der amerikanischen und französischen politischen Bewegungen bzw. Revolutionen in den 1770er Jahren und zeigt damit die großen Zusammenhänge der Zeit auf. Weitere führende Männer der Zeit wurden in ihrem Verhältnis zu Washington verortet.
Die Lektüre des Buches erleichtert das Verständnis der Wechselwirkung und des Spannungsverhältnisses von Person und Institution, Freiheit und Gleichheit, Republikanismus und Demokratie, Einzelstaat und Bundesstaat. Daher empfehle ich dieses Buch gern.


Warum ich kein Christ bin: Bericht und Argumentation
Warum ich kein Christ bin: Bericht und Argumentation
von Kurt Flasch
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein überzeugendes persönliches Buch, 22. Januar 2014
Das Buch von Kurt Flasch ist nach eigenem Bekunden ein persönliches Buch zu einer Frage, die viele Menschen bewegt. Das ist beeindruckend gelungen. Dafür persönlich: Respekt und Dank!
Dr. Dr. Markus Vette


Die Bachs: Eine deutsche Familie
Die Bachs: Eine deutsche Familie
von Klaus-Rüdiger Mai
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 26,99

17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Für Bach-Niveau gibt es schon noch Reserven, 17. Januar 2014
Mein Sohn schenkte mir das nicht gerade billige Buch zu Weihnachten, weil er meine Meinung zu Bach und mein Musizieren in der Kirche kennt und schätzt. Ich war dankbar und gespannt.
Eine Familie zu schildern ist nicht einfach, sondern anspruchsvoll. M.E. ist es leider nur in Ansätzen gelungen, die Familie Bach mit ihren über 50 Mitgliedern anschaulich und gewinnend dem Leser nahe zu bringen. Dazu wurden m.E. zu viele Namen eingeführt und der Leser viel zu wenig geführt. Eine Reihe von Fragen bleiben: So wird dem Glaubensflüchtling aus Ungarn doch ein Vorfahre in Wechmar als Reformationszeuge vorangestellt (S. 24), sodass sich die Flüchtlingssaga relativiert. Auf Seite 170 und 171 wechselte der Autor von Luther zu Bach und zurück zu Luther, was vom Ansatz her sicher geboten erscheint, jedoch vom Leser - ohne jeden Hinweis - als verwirrend und zu sprunghaft aufgenommen werden dürfte. In einem Film ist dies augenscheinlich, "sieht man das", beim Lesen ohne Führung stutzt man. Denn es wird doziert, ohne Positionen abzuwägen und es bleibt völlig offen, welchen Erkenntniszuwachs der Autor selbst erbringt und was er stillschweigend von anderen (von wem?) übernimmt. Dies ist umso problematischer, weil die erste Familienchronik ja von der Familie selbst stammt, daher eine entsprechende nicht unbedingt objektive Perspektive einnimmt. Es wäre interessant gewesen, hier Differenzierungen in den Beurteilungen zu erfahren statt quellenlos monologisch "So isses" mitgeteilt zu bekommen.
Auch sprachlich stutzte ich: Eine Rochade (S. 95) ist ein einmalig zulässiger Zug beim Schachspiel. Bevor er hier unzutreffend zu "typisch Bach" für den Wiederholungsfall uminterpretiert wird, (was mühselig in Belegarbeiten wieder gerade gerückt werden muss ...), wäre der Begriff der Seilschaft - der beim Bergsteigen ja doch positiv besetzt ist - treffsicherer gewählt worden. Von einer "altlutherischen Position" zu schreiben (S. 154), ist m.E. problematisch, da die altlutherische Kirche ja erst viel später entstand, hier könnte klarer formuliert worden sein. Auf Seite 190 wird eine originäre Beurteilung des Urheberrechts geboten, das liest man gern. Ein Druckfehler bei der Jahreszahl zu Beginn des neuen Kapitels auf Seite 192 sei verziehen. Einem Menschen die Frage der Wahrheit abzusprechen (S. 198) scheint mir aber gewagt. Der erste Satz im Kapitel auf Seite 209 ist recht missverständlich. Warum ist es tragisch, dass Wilhelm Friedemann Deutschlands erster Romantiker wurde (S. 345), obwohl es die Romantik später (S. 353) noch gar nicht gab? Und auf Seite 345 sind Vater und Sohn dieser anbrechenden Zeit wirklich voraus, obwohl sie selbst "aus der Mode kamen"? -

Ich denke, weniger "Namens-Diktate" und etwas mehr Führung für den Leser, die didaktisch mit nicht nur mit einem Stammbaum, sondern evtl. mit "Familienübersichten" oder Karten der Orte und Reisen hätte geboten werden können, würde dem Anspruch, "die Bachs" dem Leser verständlicher zu machen, besser genügen. Eigentlich ist diese Maxime für eine Publikation, zum "Druck also für jedermann" ... "weniger künstlich und geben mehr Zucker" bei Carl Philipp Emanuel auf Seite 369 original zu finden.
Ich habe die Bachs übrigens als Beispiel für einen erfolgreichen Familienbetrieb in Sozialwissenschaften in der Lehre angeführt. Unabhängig von diesen Bemerkungen ist und bleibt J. S. Bach eine faszinierende Persönlichkeit mit seinem Leben und Werk, was auch für seine Familie gilt und ich bleibe meinem Sohn für das Buch sehr dankbar.

Dr. Dr. Markus Vette


August Hermann Francke und sein Werk
August Hermann Francke und sein Werk
von Helmut Obst
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 15,80

3.0 von 5 Sternen Guter übersichtlicher Einstieg zu Francke, 14. Januar 2014
Das Buch bietet einen gut lesbaren Einstieg zur Befassung mit Francke. Die Hintergründe und Zusammenhänge der Entstehung der Stiftungen werden verständlich vermittelt. Deutlich wurde die quasi immerwährende Unterstützung der preußischen Könige bzw. des preußischen Staates, wenngleich sich diese in Qualität und Quantität änderte. Dass die Verbindung des Erziehungsanspruches mit der Politik der Herrschenden auch problematisch werden kann, hätte man für das 20. Jahrhundert herausarbeiten können. Das Zeitalter des Konfessionalismus (s. 111) wird m.E. anders gefasst. Inwieweit dem Lutheraner eine "calvinistische Tradition" zugeordnet werden mag (S. 124) scheint umstritten. Ein wenig deutlicher hätte ich mir die Darstellung der Entwicklung in der Pädagogik anhand der Verfassungsgeschichte und der politischen Veränderungen in Preußen-Deutschland vermittelt gewünscht. Denn die Nähe zur Macht lieferte ja die Stiftungen den Herrschenden im 20. Jh. erheblich aus. Während die internationalen Kontakte der Stiftungen eindrucksvoll erscheinen, wären vielleicht auch einige Zöglinge aus den Stiftungen in ihrer späteren Entwicklung nennenswert gewesen, wenigstens exemplarisch. Viele berühmte Schulen bieten das. Im letzten Teil des Buches werden die zahlreichen gegenwärtigen Aktivitäten in Halle zur Entwicklung und Entfaltung der Stiftung angeführt, was ohne Zweifel lobenswert und sinnvoll ist, aber doch ein wenig eklektisch, angestrengt und bemüht wirkt. Die Lebensdaten Franckes wurden separat zusammengestellt, eine weiter geführte Zeitleiste wäre dem Leser noch eine denkbare Hilfe gewesen. - Insgesamt wird das Buch als lesenswert und gelungen empfohlen.
Dr. Dr. Markus Vette.


Martin Luther: Rebell in einer Zeit des Umbruchs
Martin Luther: Rebell in einer Zeit des Umbruchs
von Heinz Schilling
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesenswert und lernenswert, 6. Januar 2014
Das Buch ist eine ausgezeichnete Darstellung des Menschen Martin Luther und seiner Zeit. Dass Professor Schilling seine Sache beherrscht, war zu erwarten und diese Erwartung wurde erfüllt. Darüber hinaus überzeugen mich besonders die zahlreichen Argumentationen und Abwägungen zu Konstellationen und Entwicklungen, ob denn die heute bei uns "gängigen einfachen Formeln" zu Luther und zur Reformation gerechtfertigt sind oder eher zu kurz greifen. Letzteres ist ersichtlich oft der Fall, wofür es auch nachvollziehbare Interessen bei Theologen, Politikern und Medien gab und gibt.
Da es in der Lutherdekade bis 2017 sicher zahlreiche weitere Publikationen zum Thema geben wird, wäre zu wünschen, dass die hier zugrunde gelegte Differenziertheit und Präzision als Maßstab fungieren mag. Für Studierende der Geschichte sollte ein solches Buch darüber hinaus ein "Muss" sein.
Dr. Dr. Markus Vette.


Nikolaus Kopernikus. Zwischen Mittelalter und Neuzeit
Nikolaus Kopernikus. Zwischen Mittelalter und Neuzeit
von Georg Hermanowski
  Gebundene Ausgabe

2.0 von 5 Sternen Interesse geweckt, 12. Mai 2013
Das Buch von Hermanowski stammt von 1985 und bietet eine Vielzahl von Informationen, Personen und Begebenheiten aus dem Leben des Kopernikus. Eingangs wird die Schreibweise des Namens diskutiert und immer wieder werden historische Ereignisse angeführt, sodass man eine detailgetreue und dennoch systematische Darlegung erwartet.
Leider bereitete es mir als "vor-belesenem" Interessenten doch zunehmend Schwierigkeiten, dem Gang der Darstellung zu folgen. Denn es werden längere Passagen von Briefen und Dokumenten angeführt, korrekt zitiert, die aber m.E. nicht zum vertieften Verständnis beitragen. Andererseits findet man keinen "einfach zu verstehenden" Fall einer Messung von Sternendaten, die die Skepsis des Kopernikus erregten und nährten, dies wird immer nur summarisch angeführt. Mir ist auch unklar, wie der Autor denjenigen, der Kopernikus' Buch zur Publikation wesentlich verfremdete bis verfälschte, anschließend noch als seinen "Freund" bezeichnet. Dass Kopernikus zum Bischof vorgeschlagen worden sei, erscheint mir unlogisch, da er nach Angaben des Autors ja keine Priesterweihe erhielt. Da bleiben bei mir Zweifel, was vielleicht wirklich vor allem an mir liegt. Die Ankündigung, Kopernikus' soziales Wirken zu erörtern, erfolgte m.E. nur in Ansätzen, was auf praktizierte Nächstenliebe hinausläuft. Sein staatsmännisches bzw. "verfassungsrechtliches" Wirken etwa bei der Landesordnung wurde verständlich vermittelt.
Der Autor stammt aus dieser Region, in der Kopernikus lebte und wirkte. Dies hätte auch zu einem vertieften Verständnis jener Epoche in dieser Region führen können, was ja den jüngeren Menschen ohne (groß)elterliche Überlieferung nicht mehr ohne weiteres gegeben ist. Eine deutlichere Gliederung und Systematik, vielleicht eine Karte, wären dem Leser sicherlich eine Hilfe gewesen.
Man kann mit diesem Buch Interesse finden und zahlreiche Hinweise zur Fortsetzung in der Befassung mit der Materie. Das lohnt in jedem Falle.

Dr. Dr. Markus Vette


Arnulf Zitelmann erzählt die Geschichte der Christen
Arnulf Zitelmann erzählt die Geschichte der Christen
von Arnulf Zitelmann
  Gebundene Ausgabe

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Sachlichkeit leidet unter journalistischem Stil, 21. April 2013
Natürlich ist es schwierig, auf 246 Seiten eine "Geschichte der Christen" zu liefern. Vielleicht ist es auch überhaupt nicht mit einer gewissen minimalen Gründlichkeit möglich.
Der Theologe liefert selbstverständlich die wichtigsten Fakten, Daten und weist auf Zusammenhänge hin. Auch die Zeittafel ist jedem Einsteiger eine Hilfe. Nur werden Vergleiche herangezogen (Hightech gegen Muslime, S. 148; Der kleine Prinz, S. 193) oder nahegelegt, die m.E. fragwürdig sind und bleiben, zumal die Zeitebenen leichtfertig verbunden werden. Die Wortwahl des Autors in seiner Darstellung ist wiederholt sehr plakativ und entfernt sich nach meiner Meinung immer wieder von der Qualität eines Sachbuches hin zur Aufmerksamkeit erheischenden journalistischen Schlagzeile. "Erzählen" kann man auch seriöser. Das ist m.E. schade.

Mit dem Buchtitel wäre auch zu erwarten gewesen, dass der rote Faden etwa das Verhältnis der "Geschichte der Christen" zur "Geschichte der Kirche(n)" ist, siehe Evangelikale etc., zuletzt zur Papstwahl in den Medien erörtert. Leider scheint dieses nicht zuzutreffen und war für mich nicht erkennbar.

Man kann solch ein Buch zum Einstieg in das Thema gern orientierend und in Abschnitten lesen, darüber hinaus scheint mir jedoch Vorsicht geboten zu sein.


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