Profil für R. Richter > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von R. Richter
Top-Rezensenten Rang: 7.500
Hilfreiche Bewertungen: 257

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
R. Richter (Gummersbach, Deutschland)
(REAL NAME)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2
pixel
Der Medicus
Der Medicus
DVD ~ Tom Payne
Preis: EUR 12,99

1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Geringe Erwartungen, noch enttäuscht, 29. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Medicus (DVD)
Hallo,

ich habe wirklich nicht erwartet, das man den Stoff des Medicus, den Roman in allen Facetten in einen knapp 2 1/2 stündigen Film quetschen kann. Das vieles der Länge des Filmes bzw. dem Umfang des Buches zum Opfer fallen würde war mir schon klar.

Aber dass der Film so grandios an der Vorlage scheitert, das hätte ich dann doch nicht erwartet. Dass die Charaktere neu gezeichnet oder gleich ganz durch Abwesenheit glänzen wurden hat mich maßlos enttäuscht.

Wenn der Film in sich stimmig wäre würde ich ihn - quasi als "Soloprojekt" - wegen der ansprechenden schauspielerischen Leistung und den tollen Bildern ja noch empfehlen. Aber Umstände wie der, dass es quasi nur einen Schnitt braucht um plötzlich fliessend eine Landessprache in Wort und Schrift zu beherrschen stören mich auch dann, wenn ich den Roman ausblende.

Man hätte dem Film die Länge zubilligen müssen, die man dereinst "Vom Winde veweht" oder "Lawrerence von Arabien" zugestanden hat. Ist das Publikum heute nicht mehr in der Lage einem Vierstünder zu folgen oder gibt das ein Budget heute nicht mehr her? Dann ist die Zeit der epochalen Filmwerke aber auch vorbei und man sollte sich an so üppigen Romanvorlagen gar nicht mehr versuchen.

Ich tröste mich mit dem Gedanken, dass diejenigen die Gefallen an dem Film gefunden haben vielleicht doch noch zum Buch greifen.


Drei Mann in einem Boot
Drei Mann in einem Boot
Preis: EUR 0,00

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein ganz wunderbares Buch, 25. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Drei Mann in einem Boot (Kindle Edition)
Guten Abend,

bei der Betrachtung dieses Buches muss man drei wichtige Tatsachen beachten:

Erstens wurde das 1889 geschrieben, zweitens hat es nichts aber auch gar nichts mit den unsäglichen Verfilmungen der 60er Jahre zu tun und drittens ist es mehr eine Anekdotensammlung rund um die Rahmenhandlung einer Flußfahrt auf der Themse.

Ich muss nicht für dieses Buch, da es ja für lau zu bekommen ist werben. Es ist einfach ein nettes kleines Buch geschrieben in einer fabelhaft altmodischen Sprache, und mit einigem an Lebensweisheiten ausgestattet.

Das Buch entlockt mir mit seinem altmodischen Humor seit 40 Jahren immer wieder ein Lächeln; Leute die auf Zeitgeistromane aus sind deren Humor eher auf Schenkelklopfer aufbaut, werden "Drei Mann in einem Boot" sicherlich nicht mögen.

Lieber Leser, riskieren Sie einen Blick (es kost' ja nichts)und geben Sie sich in diesen hektischen Zeiten diesem wunderbar altmodischen Buch hin.

Beste Grüße

Ronald


Silent Night
Silent Night
Preis: EUR 0,89

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr schön!, 10. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Silent Night (MP3-Download)
Hallo,

es gibt Lieder, die muss man (Frau auch) einfach singen, so wie sie geschrieben wurden und ohne Pathos.

Wer dieses Lied hört merkt sehr schnell, dass hier die klare, saubere Stimme im Vordergrund steht und sich in einer erholsamen Art und Weise von anderen Interprtationen absetzt.

Hier kann jemand singen und tut es auch.

So einfach kann es sein ein Lied zu singen ... wenn man's kann...


Asterix 35: Asterix bei den Pikten  KT
Asterix 35: Asterix bei den Pikten KT
von Jean-Yves Ferri
  Broschiert
Preis: EUR 6,50

8 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ... Bon retour, Astérix, 29. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich hoffe, das wird die kompakteste Kritik am neuen Asterix:

1. Asterix ist charmant wie früher

2. Wir – die Leser – sind 40 Jahre älter geworden

3. Wegen 2. Können wir (leider, leider, leider) die Asterixbände nicht mehr mit den Augen eines 10-jährigen lesen.

4. Deshalb kritisieren wir ihn, anstatt ihn zu genießen und uns wieder (ein bisschen) wie 10 zu fühlen...

@Asterix: Das ist alles nicht Deine Schuld….


WMF 0617016030 Eierpikser Clever & More
WMF 0617016030 Eierpikser Clever & More
Preis: EUR 9,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Das Ei platzt tatsächlich nicht mehr beim Kochen, 15. Oktober 2013
Hallo,

schaut man in die "Beschreibung des Herstellers" für dieses Produkt findet man/frau folgende Kernaussage:

--------------------
Produktbeschreibung des Herstellers
Einfaches Einpiksen der Eier, dadruch platzt das Ei beim Kochen nicht.
--------------------

Das ist vollkommen zutreffend.

Ein Ei, das bereits durch die Anwendung des Piksers zerbrochen ist, wird wohl kaum den Weg in den Kochtopf finden und kann daher logischerweise beim Kochvorgang nicht mehr platzen. Und ich kann versichern, die Eier werden brechen, da die ganze Konstruktion hakelig ist und die im Inneren dieses Hightechgerätes befindliche Feder zu klemmen scheint.

Der WMF-Eierpikser sei also all denen empfohlen, die ihr Ei für die Zubereitung von Rührei auf unkonventionelle Art und Weise öffnen möchten.

Denjenigen, die die (umstrittene) Methode des Eianstechens für das Kochen von Eiern anwenden wollen empfehle ich ohnehin eine stabile Pinnwandnadel (die kosten weniger als 2 Cent pro Stück)

Gruß

Ronald


Kindle Paperwhite [Vorgängermodell], 15 cm (6 Zoll) hochauflösendes Display mit integrierter Beleuchtung, WLAN
Kindle Paperwhite [Vorgängermodell], 15 cm (6 Zoll) hochauflösendes Display mit integrierter Beleuchtung, WLAN

65 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das E-Book, der Kindle und der Paperwhite. Eine Denkschrift für Unentschlossene, 9. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Liebe Freunde der gepflegten Literatur,

ich fühle mich nun doch bemüßigt, einige Worte über das E-Book, den Kindle, den Paperwhite und das Buch an sich zu verlieren.

Das Ebook als solches:

Sicherlich wird es der Aufmerksamkeit der geschätzten Leserschaft nicht entgangen sein, dass es sich beim Kindle - wie auch bei anderen Geräten dieser Spezies - um einen so genannten E-bookreader handelt. Der E-bookreader ist ein technisches Gerät das dazu dienen soll, elektronische Bücher zu visualisieren.

Der E-bookreader ist - und das mag für die radikalen Verfechter der auf Papier gedruckten Literatur überraschend sein - kein Angriff auf das Buch, sondern lediglich ein Angriff auf den Druck. Genauso wie seinerzeit die zu Recht als epochale Erfindung des Buchdruckes durch Johannes Gensfleisch, genannt Gutenberg (nicht der ehemalige Verteidigungsminister) kein Angriff auf das Buch war, sondern lediglich das Buchmonopol der Klöster beendete.

Selbstverständlich werden auch die Kopisten in den Klöstern des ausgehenden Mittelalters gesagt haben, dass nur ein handgeschriebenes Buch ein richtiges Buch ist und dass sich dieser neumodische Kram nie durchsetzen wird.

Das E-Book beendet mehrere Dilemmata:

- Das Hortungsdilemma

Es ist bekannt, dass sich Menschen eher von ihren Ehepartnern als von Büchern trennen (zu Recht, denn Bücher machen IMMER Freude). Dies führt zu einer Ansammlung von irrsinnigen Mengen an brandfördernden Materialien in Wohn- und Schlafbereichen. Entledigt man sich doch einiger Bücher, die man definitiv nicht mehr lesen wird bzw. nie gelesen hat und nie lesen wird (siehe Geschenkdilemma) so geschieht dies in der Regel durch „weiterverschenken“.

Bei vielen Büchern gleicht dieses „Weiterverschenken“ (siehe noch einmal Geschenkdilemma) einer Weitergabe von Infektionskrankheiten, für die sich der Beschenkte auch noch zu bedanken hat.

Das Hortungsdilemma ist – wie auch das Suchdilemma auf das ich hier nicht weiter eingehen will – dank der Cloud gelöst.

- Das Geschenkdilemma

Ich lebe mit Gottes Hilfe seit 50 Jahren auf dieser Erde und habe seit meiner Kindheit immer Bücher jeder Art gelesen, mit Ausnahme derjenigen, die mir geschenkt wurden. Bei einem großen Teil dieser Geschenke wurde ich Opfer des Hortungsdilemmas des Schenkenden. Der Gedanke, dass ich fürderhin keine Bücher als Geschenk mehr erhalten werde erfüllt mich mit großer Zufriedenheit.

- Das Verleihdilemma

Wenn ich launig und begeistert im Freundeskreis über ein Buch referiere höre ich irgendwann den Satz „Das musst Du mir 'mal leihen“.

Ich hasse diesen Satz! Aber ich habe nie geantwortet: „Wieso muss ich das Buch verleihen? Du wirst es sowieso nicht lesen! Du wirst es nur verschmutzen und/oder es mir gar nicht und /oder es mir nach Monaten ungelesen zurückgeben“

Das Ebook und mein Kindle entbinden mich von der lästigen gesellschaftlichen Konvention des Bücherverleihens, die zudem die Autoren finanziell schädigt.

Ich könnte noch unendlich über die Vorteile des E-Books schwadronieren. Ich möchte aber auch ausdrücklich mein Bedauern darüber zum Ausdruck bringen, dass mit dem E-Book sicherlich das Sterben des normalen Buchhandels einhergehen wird. Der Gedanke, dass es diese begeisterten Buchverkäuferinnen (es sind ja hauptsächlich Frauen), die mit einer so unendlichen Begeisterung über Bücher sprechen können irgendwann nicht mehr geben wird, bricht mir wirklich das Herz. Nein, das ist kein Witz…

Das Buch als solches:

Ich bin auf meiner Werbetour für den Kindle und für E-Books immer wieder auf das Argument gestoßen, dass meine Diskussionspartner bei einem Kindle gegenüber dem „echten Buch“ das "sinnliche Erleben" vermissen.

Ich finde diese Argumentation höchst merkwürdig. Wenn ich ein Buch lese, nehme ich das Buch körperlich nur insoweit wahr, als dass ich eine Last in den Händen halte die meinen Lesegenuss erheblich stört. Insbesondere der Konsum von gebundenen Büchern jenseits der 500-Seiten Grenze kann mit Fug und Recht schon als mittleres Hanteltraining bezeichnet werden.

Keinesfalls ist es auch so, dass ich liebevoll über den Einband streiche, bevor ich mich dem Lesevergnügen hingebe (ich streichele meine Tochter, meine Katzen und meine Frau in genau dieser Reihenfolge, aber nie ein Buch).

Die sinnliche Erfahrung des Lesens erfolgt ausschließlich über die Augen und natürlich über die Phantasie die mir die Handlung des Buches in einer Art und Weise in meinem Geist verfilmt, wie es kein Regisseur der Welt je könnte.

Und hier beginnt schon das Problem: Die Augen.

Nein, so schlecht sind meine Augen gar nicht. Aber seitdem auch in Verlagen jungdynamische Controller am Ruder sind die via Excel Tabelle beweisen konnten, dass man durch eine Reduzierung der Schriftgröße auf Arial kleiner 8 bei einer Taschenbuchauflage von 50.000 Stück sage und schreibe 2.000 € an Papier einsparen kann (und diese Pfeifen haben sich offensichtlich auch durchgesetzt) macht das Lesen eines Taschenbuches keinen Spaß mehr. Die Schriftgröße eines E-bookreaders kann auf ein Maß eingestellt werden die insbesondere dem abendlichen Lesen zuträglich ist.

Halten wir an dieser Stelle der Einfachheit aber nur fest:

Ein Buch ist nicht bedrucktes Papier und nicht der Einband; genau so wenig, wie ein Mensch ein Haufen Fleisch und Knochen ist. Ein Buch ist die Handlung der Inhalt, die Story... whatever. Und wenn man in einem guten Buch nicht versinkt, der Geist sich nicht mit dem Buch verbindet, man nicht selbst der Protagonist der Handlung wird, sondern Hülle und Papier noch wahrnimmt, dann ist es ein schlechtes Buch.

Die Macht des Buches bzw. die Macht über die Bücher:

Ein konventionelles Buch muss gedruckt und vertrieben werden. Das wäre normalerweise kein Problem, wenn ein Druck nicht einen gewissen Aufwand verursachen würde, der sich in Geldeinheiten berechnen lässt. Wer die Produktionsmittel hat, der hat die Macht – eben auch über die Literatur.

Ein E-book hingegen ist mit einem relativ geringen Aufwand für jeden, der sich zu Autor berufen fühlt leicht herzustellen und zu verbreiten. Das erinnert nun tatsächlich fatal an Martin Luther, der seine, für die damalige Zeit radikalen, Ansichten ohne den Druck nicht hätte verbreiten können.

Genauso wenig, wie Luther seine anti-papistischen Streitschriften in den Klöstern hätte kopieren lassen können, lassen Verlage jedes Buch drucken. Es mag sein, dass viele Werke, die nun auf uns zukommen einen Druck auch wirklich nicht verdient haben. Aber ich möchte wissen, wie viele Manuskripte, die es hätten zu einem Teil der Weltliteratur bringen können nie in Buchform erschienen sind.

Ich bin daher überzeugt dass das E-book die Bücherlandschaft bereichern wird.

Der Kindle als solcher:

Er ist ein handliches Gerät, das es ermöglicht mit einer unglaublichen Menge an Büchern zu reisen ohne Gepäckzuschlag zu bezahlen. Er ermöglicht es zudem sich weltweit via Wlan mit weiterer Literatur zu versorgen. Dort, wo man sich nicht via Wlan mit Literatur versorgen kann – etwa in den Urwäldern Neuguineas – wird man auch anderen Tätigkeiten als dem Lesen beschäftigt sein, etwa mit der Suche nach Trinkwasser, Nahrung oder der Fluch vor Mensch und Tier.

Der Kindle ist scharf, angenehm für die Augen und mit aufgeladenem Akku wochenlang zu nutzen sofern man Wlan ausschaltet. Dies macht ja auch Sinn, denn dort wo man seinen Kindle nicht laden kann hat man in der Regel auch kein Wlan… logisch, oder?

Der Paperwhite

Toppt den nicht beleuchteten Kindle eindeutig und zwar wegen was? Wegen der Beleuchtung. Dies hat den unglaublichen Vorteil, dass man auch abends im Bett in jedweder Position unabhängig von einer Raumbeleuchtung lesen kann und dieser Lesegenuss andere im gleichen Bett befindliche Personen nicht stört.

Hätte es das in meiner Kindheit schon gegeben, so hätte ich mir für das Geld das ich für Taschenlampenbatterien zum Lesen unter der Bettdecke ausgab Bücher kaufen können. (falls sich jemand erbarmt, das Buch „Tom und der lachende Fuchs in das E-bookformat zu konvertieren, ich wäre unendlich dankbar).

Selbst eine nur schwach eingestellte Beleuchtung ermöglicht das Lesen ohne Leselampe; Die Akkulaufzeiten sind geringer als die des unbeleuchteten Kindle, jedoch stellen sie kein Problem dar. Anlässlich meines 14-tägigen Urlaubs habe ich trotz täglicher stundenlanger Nutzung den Paperwhite nur einmal aufgeladen und er war bei weitem noch nicht leer. Es ist daher nur für technikverliebte Statistiker interessant die genaue Laufzeit zu ermitteln.

Ich möchte etwas zu der Diskussion um die Wolken beitragen:

Wenn man sie sehen will, sieht man sie. Mein Gott, ich habe mich von dieser Diskussion hier anfangs selbst verrückt machen lassen und viel zu lange überlegt ob ich mir den Paperwhite zulegen soll. Schade um die verlorene Zeit.

Wenn es beim Lesegenuss stört, liest man gerade ein schlechtes Buch. Aber ein richtig schlechtes. Dass diese hier völlig überbewertete Unzulänglichkeit geeignet sein soll zu stören halte ich schlicht für unzutreffend.

Ich gebe meinen Paperwhite nie wieder her, es sei denn, es kommt ein besserer…. Irgendwann.

Ich danke für die Aufmerksamkeine und entschuldige mich an dieser Stelle für die aufgrund der vorgerückten Stunde nicht adäquate Orthographie

Ronald
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 23, 2014 11:40 AM MEST


Gigapur 24345 G18 7Z 7-Zonen Kaltschaummatratze, Klimaband, Härtegrad 3 90 x 200 cm
Gigapur 24345 G18 7Z 7-Zonen Kaltschaummatratze, Klimaband, Härtegrad 3 90 x 200 cm
Preis: EUR 149,00

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich ohne Rückenschmerzen aufwachen, 9. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hallo,

nur ganz kurz:

Ich schlafe auf der Matratze wie auf einer Wolke und wache entspannt und ausgeschlafen auf. Deutlich entspannter als ich jemals auf meiner viel teureren Federkernmatratze geschlafen habe.

Die Verpackung war sehr gut (gerollt, vakuumiert in einem stabilen Karton) und die Lieferung sehr schnell.

Ein unangenehmer Geruch ist mir nicht aufgefallen.

Natürlich kann ich nach wenigen Tagen nichts über die Haltbarkeit sagen, aber das ist auch letzlich egal. Bei dem Preis kann man es sich leisten, alle paar Jahre die Matratze zu wechseln. Dieser (notwendige) Wechsel wird einem leichter fallen als der (ebenso notwendige) Wechsel bei einer 500-Euro-Matratze.

Wer also (wie 46 % der Bundesbürger) auf einer Matratze schläft, die älter als 10 Jahre ist, der möge hier nur beherzt zugreifen. Es ist eine günstige und sehr lohnende Investition :)


Über das Unglück, ein Grieche zu sein
Über das Unglück, ein Grieche zu sein
von Nikos Dimou
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 7,95

128 von 132 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine falsch verstandene Liebeserklärung, 21. Februar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Liebe Leser,

ich möchte meine Rezension über das Buch "Über das Unglück, ein Grieche zu sein" mit einem Zitat aus der 3sat Kulturzeit beginnen:

"Ganz wohl ist Dimou nicht dabei, dass sein Buch gerade jetzt auf Deutsch erscheint. Eigentlich will er der lauten ausländischen Kritik nicht noch Munition liefern, denn Nikos Dimou will seine Kritik als Liebeserklärung verstanden wissen."

Recht hat er, denn genau das, was Nikos Demou befürchtet, tritt - wie man an der ersten Rezension sehen kann - ein.

"Ein Grieche" - so Dimou - "nimmt die Realität prinzipiell nicht zur Kenntnis. Er lebt zweifach über seine Verhältnisse. Er verspricht das Dreifache von dem, was er halten kann".

Natürlich übertreibt hier auch Dimou; wie sollte er - als Grieche - auch nicht?

Ist dieser Hang des Griechen zur maßlosen Übertreibung eine heilbare Krankheit?

Nein, sie ist Teil der griechischen Mentalität, die ich in den 25 Jahren in denen ich Griechenland bereist habe, erleben konnte. Eine Mentalität ist nichts, was man sich aussuchen kann. Sie ist Teil der eigenen Kultur und eines erlernten Selbstverständnisses.

Was Dimou an dieser Stelle vergisst zu erwähnen ist, dass auch Herz und Seele des Griechen mindestens vier mal so groß sind wie die des durchschnittlichen Nordeuropäers.

Wenn also ein Grieche das Vierfache von dem verspricht was er halten kann so ist dieses Versprechen nicht von vorneherein als eine Worthülse angelegt. Ein Grieche glaubt tatsächlich, dass er diesen an sich selbst gestellten, völlig überhöhten Anspruch ohne Schwierigkeiten zu erfüllen in der Lage ist.

Im täglichen Leben wird ein Grieche ständig an diesen Ansprüchen scheitern.

In der Geschichte aber halten die Spartaner unter vollständiger Selbstaufgabe bei den Thermopylen der Übermacht des persischen Heeres stand, vermöbeln die scheinbar überlegenen italienischen Truppen im zweiten Weltkrieg, leisten der deutschen Wehrmacht auf Kreta erbitterten Widerstand und werden völlig überraschend Fußballeuropameister.

Das griechische Wesen ist nicht alltagstauglich. Griechen erfanden nicht die Buchhaltung sondern die Mathematik. Griechen bauen keine Uhren um die Zeit zu messen, sie erkannten und erklärten die Zeit. Griechen neigten sich nicht vor ihren Göttern, sie bekämpften die Götter und erhoben die menschliche Moral über sie.

Wer mit der griechischen Mentalität nicht geboren wurde, der kann sie erlernen. Spätestens nach vier Wochen unter dem griechischen Himmel (Griechenland hat definitiv einen eigenen Himmel) versteht man, warum griechische Motorradfahrer - bis sie dazu gezwungen wurden - keine Helme trugen. Nur in Griechenland kann man ein Gefühl der Unsterblichkeit erfahren.

Das Buch von Nikos Demou ist sicherlich eine gelungene Beschreibung des griechischen Wesens und griechischer gesellschaftlicher und politischer Zustände.

Wer Munition sucht um über Griechenland und die Griechen herzuziehen und nachzutreten wird in diesem Buch fündig werden.

Wer Griechenland und die Griechen eben wegen ihrer Eigenheiten zu lieben gelernt hat und wen es genau wegen des griechischen Wesens, dieser unvergleichlichen Mischung aus Melancholie, Übertreibung, Inkonsequenz und Fröhlichkeit immer wieder nach Griechenland gezogen hat wird schmunzeln; und er wird sich fragen, ob Griechenland nach der Krise als disziplinierte europäische Nation als Reiseziel noch taugt.

Denn mich hat es über viele Jahre nicht trotz, sondern wegen des griechischen Wesens immer wieder nach Griechenland gezogen.
Kommentar Kommentare (12) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 1, 2013 12:50 PM CET


Die Känguru-Chroniken: Ansichten eines vorlauten Beuteltiers
Die Känguru-Chroniken: Ansichten eines vorlauten Beuteltiers
von Marc-Uwe Kling
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein besonderes Buch für anders gebliebene Menschen, 17. Februar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hallo,

dieses Buch entzieht sich jeder objektiven Beurteilung.

Es ist wie bei Schuhen: Selbst der tollste Schuh wird nicht gefallen, wenn er zwei Nummern zu klein gekauft wurde.

Deshalb hier der ultimative Partnerschaftstest zwischen Ihnen und den "Känguru Chroniken":

- Waren Sie auf den Friedens- oder Anti-Gorleben-Demos der 1980er Jahre und
- haben Sie bedauert zu jung zu sein, um schon bei den 1968ern mitgemischt zu haben und
- fahren Sie heute ein Auto der (mindestens) gehobenen Mittelklasse?

Sie werden es mögen!

- Können Sie wenigstens ein Vogonengedicht teilweise auswendig ?

Sie werden es mögen!

- Haben Sie einen Dackel?
- haben Sie eine Einfriedung an der Grenze ihrer Doppelhaushälfte errichtet?
- reichen Sie auf Parties Morzarella- und Tomatenscheiben?

Sie werden es NICHT mögen!

- Tragen Sie braune Schuhe?
- Suchen Sie auf Blanchet eine Jahrgangsangabe?
- Lesen Sie sich bei Medikamenten den Beipackzettel durch?

Sie werden es NICHT mögen!

- Sind Sie ein Känguruh, oder
- haben Sie mit bewußseinserweiternden Substanzen experimentiert?
- lieben Sie den Geruch der Berliner U-Bahn?

Sie werden es mögen.


Milchaufschäumer mit integrierter Induktionsheizung
Milchaufschäumer mit integrierter Induktionsheizung

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eigentlich der beste Milchaufschäumer, leider Mängel im Detail, 23. Januar 2012
Hallo,

nachdem ich schon 3 verschiedene Milchaufschäumer anderer Marken probiert (und "verbraucht") habe erhielt ich zu Weihnachten den Milchaufschäumer mit intergrierter Induktionsheizung.

Von der Anwendung her ist das Gerät top. Der Schaum wird mit ein wenig Übung sehr gut, der Behälter ist sehr leicht zu reinigen.

Dass man hier keinen beschichteten, sondern einen Edelstahlbehälter genommen hat ist ein großer Vorteil.

Allein die Befestigung des Griffes am Edelstahlbehälter ist so filigran, dass der Griff sich bereits nach kurzer Zeit verabschiedete.

Trotzdem würde ich das Gerät wieder kaufen
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 5, 2012 10:09 AM CET


Seite: 1 | 2