Fashion Sale Hier klicken Jetzt informieren reduziertemalbuecher Cloud Drive Photos Erste Wahl Eukanuba Learn More Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16
Profil für Nocturne > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Nocturne
Top-Rezensenten Rang: 317.680
Hilfreiche Bewertungen: 242

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Nocturne "Kat" (Aachen)

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8
pixel
Heaven - Stadt der Feen
Heaven - Stadt der Feen
von Christoph Marzi
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Originelles Fantasy-Märchen, 3. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Heaven - Stadt der Feen (Gebundene Ausgabe)
In London geschehen sonderbare Dinge. Über großen Teilen der Stadt ist der Nachthimmel verschwunden und niemand weiß wieso. Ein geheimnisvoller Fremder streift nachts durch die Straßen und raubt den Menschen ihre Herzen. Und in mitten all dieser Geschehnisse steht die 17-jährige Heaven, die als Einzige ohne Herz überleben kann, auch wenn sie sich selbst nicht erklären kann, wie das möglich ist. Auf der Flucht vor ihren Verfolgern, trifft sie David, der sich sogleich für Heaven verantwortlich fühlt. Gemeinsam versuchen die beiden herauszufinden, was Heaven so besonders macht.

Wie gewohnt erschafft Christoph Marzi vor der geheimnisvollen Kulisse Londons eine sehr originelle Geschichte. Dabei bleibt er seinem bisherigen Stil treu. Düstere und mystische Kreaturen bevölkern das heutige London und auch die Charaktere sind allesamt sehr individuell und lebendig. Wie in den meisten Romanen Marzis steht auch hier ein junges Mädchen im Mittelpunkt das durch eine rätselhafte Begegnung aus ihrem gewohnten Leben gerissen wird und sich von nun an auf der Flucht befindet. Dabei legt Marzi wieder großen Wert auf das Motiv der Freundschaft und der Selbstlosigkeit. So ist David, für den Heaven eine Fremde ist, eigentlich sofort bereit ihr beizustehen und sich für sie in Gefahr zu begeben.

Auch das Erzähltempo ist bei Heaven - Stadt der Feen ziemlich hoch. Die Protagonisten geraten aus einer gefährlichen Situation in die nächste. Nie scheint es auch nur einen Moment des Verschnaufens zu geben. Dadurch wird der Roman zu einem fesselnden Leseerlebnis, das man so schnell nicht unterbrechen möchte. Dabei weiß man bis zum Ende nicht wem man, außer David und Heaven wirklich trauen kann und wem nicht.

Besonders gut gelingt Marzi der Spagat zwischen der Realität und Phantasie. Die fantastischen Figuren und Elemente sind gekonnt mit der gewöhnlichen Welt der Menschen verwoben, so dass ein rundes Gesamtbild entsteht. Der Leser bekommt tatsächlich das Gefühl vermittelt, als würde die Geschichte in der Realität spielen und nicht in einer konstruierten Welt. So schafft es Marzi, wie bereits bei seiner Reihe über die Uralte Metropole oder Fabula, den Leser mit Haut und Haaren in sein Buch zu entführen.

Leider haben mich bei Heaven jedoch zwei Dinge sehr gestört. Wer andere Bücher von Christoph Marzi kennt, weiß wie gerne dieser Filme, Bücher und Lieder in seine Geschichten einbaut. Bislang hat mich das nie gestört, im Gegenteil ich mochte diese Querverweise in die wirkliche Welt, weil sie Marzis Geschichten noch lebendiger wirken ließen. Bei Heaven hingegen hat mich die ständige Erwähnung von Songs und Filmen jedoch nach einer Weile wirklich genervt. Zwischendurch hatte ich den Eindruck, als versuche Marzi mit seinem Wissen auf diesen Gebieten zu glänzen, ohne darauf zu achten ob es seiner Geschichte schadet oder nicht. In dieser Hinsicht hätte er besser daran getan sich zumindest etwas zu bremsen. Der sonst so flüssige Lesespaß wurde auf so stellenweise arg gebremst.

Was mir zudem nicht gefallen hat, waren die Beschreibungen von Mr. Mickey und Heavens Nachbarin. Diese sahen laut Marzi aus wie Morgan Freeman und die junge Sinead O'Connor. Auch das empfand ich als etwas unglücklich formuliert. Dadurch überkam mich das Gefühl als wolle Christoph Marzi mir vorschreiben, wie ich mir die Charaktere vorzustellen habe. Dabei hatte ich zunächst eine eigene Vorstellung von den Personen aufgebaut, doch die Erwähnung "sah aus wie..." hat mir zwangsläufig ein anderes Bild aufgedrängt.

Dennoch würde ich Heaven allen empfehlen die gerne Urban Fantasy lesen oder sich einfach in eine märchenhafte und geheimnisvolle Welt entführen lassen wollen. Wer Christoph Marzi bereits kennt, wird bei Heaven das bekommen, was er bereits gewohnt ist; spannende und originelle Unterhaltung.


Das Lächeln der Fortuna: Historischer Roman (Waringham Saga)
Das Lächeln der Fortuna: Historischer Roman (Waringham Saga)
von Rebecca Gablé
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Geschichte - Schwache Charaktere, 28. Oktober 2009
Leider kann ich mich den begeisterten Rezensionen zu Das Lächeln der Fortuna nicht so recht anschließen. Dabei ist die Geschichte im Grunde sehr interessant. Der zwölfjährige Robin of Waringham verliert nach dem Tod seines Vaters Land und Titel, da dieser angeblich Hochverrat an seinem König verübt hat. Dennoch entscheidet Robin sich dafür seine Klosterschule zu verlassen und auf das Gut der Waringhams zurück zu kehren. Dort findet er Anstellung als Stallbursche, doch seine Feindschaft zu Mortimer, dem Sohn des neuen Earls of Waringham macht ihm das Leben zur Hölle. Als Robin das Gut verlässt und zum Vertrauten des Duke von Lancesters wird, erlangt er wieder Titel und Ruhm, doch die Feindschaft zu Mortimer bestimmt auch weiterhin sein Leben.

Rebecca Gablé gelingt es wirklich ausgezeichnet das Bild des Mittelalters vor dem geistigen Auge des Lesers wieder auferstehen zu lassen. Orte und Begebenheiten werden sehr plastisch dargestellt, so dass man sich regelrecht in die Geschichte hinein versetzt fühlt. Auch die Handlung setzt sie sprachlich gekonnt um. Das Lächeln der Fortuna wirkt zu keinem Zeitpunkt langweilig und lässt sich daher auch sehr flüssig lesen.

Was mich jedoch sehr an dem Roman gestört hat waren die Charaktere. Keiner von ihnen wirkte auf mich in irgendeiner Weise sympathisch. Eigentlich hatten sie in meinen Augen gar keine Wirkung. Die Frauenfiguren waren vom Charakter her allesamt gleich und vollkommen gegeneinander austauschbar. Auch die restlichen Protagonisten waren eher blasse Abziehbilder, die keine wirklichen Charaktereigenschaften besaßen. Die Ausnahme bildet der Duke of Lancester, der als einzige Figur des Buches wirklich lebendig wurde. Am allerschlimmsten fand ich jedoch Robin. Selten ist mir ein so unsympathischer Hauptcharakter untergekommen. Zu Beginn der Geschichte gefiel er mir noch ganz gut aber von Seite zu Seite wurde er unerträglicher. Robin weiß alles, Robin kann alles und alle bewundern ihn. Dabei ist er auch noch so selbstgerecht, dass einem schlecht werden kann. Seine Fähigkeit als Pferdeflüsterer hat ihn als Figur wirklich absolut ins Lächerliche gezogen. Ich weiß, dass es Menschen gibt die ausgesprochen gut mit Tieren umgehen können, aber dass jemand ein ausgebildetes Schlachtross im Kampf Kraft seiner Gedanken zum Anhalten bringen kann, fand ich ziemlich absurd und vor allem unnötig. Robin wurde für mich nicht zu einem echten Menschen aus Fleisch und Blut, sondern zu einem konstruierten Stereotyp, der zudem unfreiwillig komisch wirkte.

Uneingeschränkt empfehlen kann ich das Lächeln der Fortuna daher leider nicht. Wer sich mehr auf die Geschichte konzentriert und nicht unbedingt Charaktere erwartet, an die man sich als Leser bindet, dem wird der Roman sicherlich gefallen. Für mich persönlich war er jedoch ein wenig enttäuschend und ich denke nicht, dass ich noch weitere Bücher von Rebecca Gablé lesen werde.


Das Spiel des Engels. Roman
Das Spiel des Engels. Roman
von Carlos Ruiz Zafón
  Gebundene Ausgabe

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schöner Roman mit Schwächen, 23. Oktober 2009
Da mir Der Schatten des Windes unheimlich gefallen hat, war ich sehr gespannt auf den zweiten Roman von Carlos Ruiz Zafón. Zwar kann Das Spiel des Engels dem Erstlingswerk nicht ganz das Wasser reichen, dennoch weiß auch dieser Roman den Leser in seinen Bann zu ziehen, auch wenn er die eine oder andere Schwäche hat.

Wie bereits im Schatten des Windes dreht sich auch hier alles um Bücher, Freundschaft und Liebe. Der junge, ehrgeizige David Martin träumt davon als Schriftsteller sein Geld zu verdienen. So steigt er vom Journalisten bei der Zeitung "Stimme der Industrie" zum Autor von kitschigen Gruselgeschichten auf. Dies stillt jedoch nicht seine Ambitionen und als ein geheimnisvoller Verleger mit dem Namen Andreas Corelli ihm einen Vertrag anbietet, willigt er zögernd ein. Corellis Wunsch ist allerdings mehr als nur Unheil verkündend; er möchte das David eine neue Religion für ihn begründet.

Die Grundidee, die hinter dem Spiel des Engels steht ist wieder einmal originell und fesselnd und bildet den Grundstein für einen guten Roman. Auch der Anfang ist sehr stark und zieht den Leser sofort in ein düsteres und geheimnisumwobenes Barcelona. Hier liegt auch eindeutig die Stärke Zafóns. Mit wenigen Sätzen schafft er es Orte lebendig werden zu lassen und eine so stimmungsvolle Atmosphäre zu schaffen, dass man meint den Nebel in den Straßen auf der eigenen Haut fühlen zu können. In seiner Darstellung von Barcelona, den Umschreibungen der einzelnen Figuren, allen voran David, erkennt man schnell den Einfluss von Charles Dickens.

Auch die Charaktere die dieses Barcelona bevölkern, werden auf den einzelnen Seiten lebendig. Am meisten mochte ich jedoch Isabella, die sich nicht einfach in eine vorgefertigte Form pressen lässt sondern immer ihren eigenen Kopf hat und durchsetzt.

Die surrealen Elemente haben mir ebenfalls sehr gefallen, auch wenn ich mir hier eine bessere Auflösung gewünscht hätte, denn tatsächlich bleiben ein paar lose Enden zurück. Deswegen bekommt das Buch auch nur vier Sterne von mir und das obwohl ich dem Surrealen und Phantastischen nicht abgeneigt bin. Dennoch hat mir hier ein wenig der Bezug zum Rest der Geschichte gefehlt.

An das Spiel des Engels sollte man nicht mit den selben Erwartungen heran gehen wie bei dem Vorgänger, denn die werden leider nicht gänzlich erfüllt. Lesenswert ist dieser Roman in meinen Augen ebenfalls, vor allem im Hinblick auf einige alte Bekannte, die man hier wieder trifft und natürlich die gelungenen Beschreibungen der Handlungsorte.


Summer Crossing
Summer Crossing
von Truman Capote
  Gebundene Ausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Verhängnisvoller Sommer, 22. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Summer Crossing (Gebundene Ausgabe)
Summer Crossing war mein erster Roman von Truman Capote und so wusste ich zunächst nicht genau was mich erwarten würde. Anfänglich hat man das Gefühl eines leichten Buches über die ersten unbeaufsichtigten Ferien eines jungen Mädchens in den vierziger Jahren zu lesen, doch dann entwickelt der Roman sich doch ganz anders als erwartet.

Die Handlung lässt sich (ohne zuviel zu verraten) recht schnell zusammenfassen. Grady McNeil ist siebzehn als ein einziger Sommer ihr Leben verändert. Ihre reichen Eltern wollen den Urlaub in Europa verbringen und Grady beschließt ihre Ferien alleine zuhause in New York bleiben. Natürlich nutzt sie die elternfreie Zeit dazu um sich mit ihrem heimlichen Freund zu treffen. Was jedoch als harmlose Sommerferien anfängt, wird jedoch von Tag zu Tag komplizierter und schließlich verliert Grady die Kontrolle über die Geschehnisse.

Eben dieser Verlauf, der einen gewöhnlichen Sommer in bitteren Ernst verwandelt, macht den Reiz des Buches aus. Gesellschaftliche Schichten prallen aufeinander und Grady die anfangs die Handlung dominiert muss sich ihr mit jeder Seite mehr und mehr unterordnen, bis sie sich so tief in ihr verstrickt, dass es keinen Ausweg mehr zu geben scheint.


Shopaholic & Baby: (Shopaholic Book 5)
Shopaholic & Baby: (Shopaholic Book 5)
von Sophie Kinsella
  Taschenbuch
Preis: EUR 6,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neues von Becky Brandon (née Bloomwood), 21. Oktober 2009
Becky Brandon, née Bloomwood, ist schwanger. Natürlich bringt die freudige Nachricht sie komplett aus der Fassung, schließlich kann sie jetzt für zwei einkaufen! Während Luke versucht auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben, macht Becky sich derweil daran die Babyläden leer zu kaufen. Außerdem ist eine neue Geburtshelferin, in die Stadt gezogen, die der letzte Schrei unter Hollywoodstars ist und natürlich will Becky ebenfalls Patientin bei Venetia Carter werden. Bei ihrem ersten Termin stellt sich jedoch heraus, dass Venetia Lukes Exfreundin ist und sich schamlos an ihn heran macht. Plötzlich verbringt Luke seine Abende lieber mit seiner Ex, als mit seiner schwangeren Frau und Venetia setzt alles daran Becky während ihrer Schwangerschaft so unansehnlich wie möglich aussehen zu lassen. Versucht Venetia wirklich ihre Ehe zu zerstören oder bildet Becky sich alles nur ein? Auf eine Antwort wartet Becky gar nicht erst, statt dessen versucht sie auf eigene Faust ihre Ehe zu retten und stößt so auf das eine oder andere Geheimnis.

Wie man es von Becky bereits gewöhnt ist, stiftet sie auch im fünften Teil der Shopaholic-Reihe eine Menge Chaos und Verwirrung. Dabei ist sie jedoch, wie immer, herrlich naiv und sympathisch. Dieses Mal kommt außerdem noch eine gehörige Portion Paranoia hinzu. Heraus kommt eine Mischung, bei der kein Auge trocken bleibt, denn Beckys Einfälle sind abgedreht wie eh und je. Man kann einfach nicht anders, als mit ihr vom Anfang bis zum Ende mitzufiebern.

Sophie Kinsella lässt, in meinen Augen, nicht an Qualität nach, was ihre Buchreihe angeht. Bei Shopaholic and Baby habe ich mich genauso amüsiert, wie beim ersten Teil, eine Tatsache die man nicht jeder Buchreihe zusprechen kann. Die Komplikationen in Becky und Lukes Ehe, die Einmischungen Ellinors und nicht zuletzt die Szene im Krankenhaus, als Becky Venetia endlich die Meinung geigen will, sind besonders gelungen.

Shopaholic-Fans kommen wie immer voll auf ihre Kosten und wer Becky Brandon, née Bloomwood noch nicht kennt, sollte sich schnellstens bei Confessions of a Shopaholic mit ihr anfreunden. Es lohnt sich allemal.


Shopaholic & Sister: (Shopaholic Book 4)
Shopaholic & Sister: (Shopaholic Book 4)
von Sophie Kinsella
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Familienzuwachs bei den Bloomwoods, 20. Oktober 2009
Shopaholic and Sister setzt da an wo Shopaholic Ties the Knot aufhört. Becky Brandon, née Bloomwood, und Ehemann Luke lassen es sich auf einer ausgedehnten Hochzeitsreise, quer durch die ganze Welt, gut gehen. In ihrer Beziehung könnte es nicht besser laufen, nur Beckys Kaufsucht trübt das junge Glück, aber nach dem Becky beschließt ihre Funde einfach nach Hause schicken zu lassen, ohne dass Luke es merkt, ist auch das kein Thema mehr. Nach zehn Monaten in der Ferne beschließen die Brandons jedoch wieder zurück nach England zu fahren um Familie und Freunde zu überraschen. Leider hat Becky sich die Ankunft zuhause ganz anders vorgestellt, denn niemand scheint sich so recht über ihr Auftauchen zu freuen; Suze hat eine neue beste Freundin, mit der sie sich über Kinder und Erziehung austauschen kann und auch Beckys Eltern scheinen ein Geheimnis zu haben. Schließlich lässt Beckys Vater die Bombe platzen: Becky hat eine ältere Schwester, Jess. Sofort ist Becky Feuer und Flamme und plant wunderbare Shoppingtouren und Fernsehabende mit ihrer neuen Schwester. Leider erfüllt Jess nicht unbedingt Beckys Erwartungen; Fernsehabende findet sie öde und nichts ist ihr so zuwider wie Shoppen. Statt dessen interessiert sie sich für Steine und Lukes Unternehmen. Becky hingegen wird, was Lukes Beruf angeht, nicht nach ihrer Meinung gefragt und als sich herausstellt, dass sie bei ihrem Versuch zu helfen, einen dubiosen Kunden an Land gezogen hat, muss sie sich sowohl von Luke als auch von ihrer Schwester schwere Vorwürfe anhören. Als es zwischen Becky und Luke anfängt zu krieseln, macht sich diese auf den Weg zu ihrer Schwester um zu lernen Verantwortung zu übernehmen. Ihr Besuch bei Jess endet jedoch beinahe in einer Katastrophe.

Shopaholic and sister ist nach altbewährtem Muster gestrickt. Nach dem anfangs alles in Beckys Leben wunderbar zu laufen scheint, gerät sie im Laufe des Buches immer weiter in Schwierigkeiten, die sie sich größtenteils selbst eingebrockt hat. So muss sie wie immer die eine oder andere Katastrophe meistern, ehe es das wohl verdiente Happy End gibt.

Zwar ist die Handlung von Shoppaholic and Sister ein wenig an den Haaren herbeigezogen (die verlorene Schwester die plötzlich aus heiterem Himmel auftaucht), aber so charmant umgesetzt, dass man auch diesen Shopaholic-Teil nicht aus den Händen legen kann. Die Protagonisten bleiben sich treu und auch die neuen Charaktere, wie die ruppige Jess, schließt der Leser rasch ins Herz. Vor allem Becky, bleibt trotz oder gerade wegen ihren Schwächen so frisch und sympathisch, dass es schwer fällt sie nicht zu lieben, auch wenn sie manchmal wirklich einen Schlag auf den Hinterkopf verdient.

Wem die ersten drei Bücher der Reihe gefallen haben, der wird auch Shopaholic and Sister mögen. Wer Becky Bloomwood noch nicht kennt, sollte zunächst mit Confessions of a Shopaholic anfangen.


Shopaholic Ties The Knot: (Shopaholic Book 3)
Shopaholic Ties The Knot: (Shopaholic Book 3)
von Sophie Kinsella
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,99

5.0 von 5 Sternen Shopaholic, die Dritte, 19. Oktober 2009
Becky Bloomwoods Leben ist wieder einmal rasant wie eh und je. Ihre beste Freundin Suze heiratet! Selbstverständlich weckt das auch in Becky Sehnsüchte, schließlich läuft alles bei ihr und Traummann Luke super. Um Luke nicht zu drängen, versichert Becky ihm jedoch, in einem Anfall von Wahnsinn, dass sie frühestens in zehn Jahren heiraten will. Wenn überhaupt! Wie schön, dass Luke seine Becky doch etwas besser kennt und ihr auf der Hochzeit von Suze und Tarquin einen Heiratsantrag macht. Beckys Glück ist perfekt und auch ihre Mutter ist begeistert von ihrem Schwiegersohn in spe. Voller Tatendrang fängt Mrs. Bloomwood an, die Hochzeit ihrer einzigen Tochter zu planen. Bei der Rückkehr nach New York, erwartet Becky allerdings eine Überraschung. Lukes Mutter will es sich nicht nehmen lassen, die Hochzeit ihres Sohnes zu einem gesellschaftlichen Ereignis zu machen. Ehe Becky sich versieht hat sie zwei Hochzeitsvorbereitungen am laufen, eine in England und die andere in New York. Natürlich kann Becky nicht das Herz ihrer Mutter brechen, in dem sie die Heirat zu Hause absagt, aber Lukes Mutter ist unerbittlich und die Location im Plaza Hotel, die von Hochzeitsplaner und Anhang in einen Märchenwald verwandelt werden soll, ist auch nicht ohne. Und so kommt es wie es kommen muss; Becky reitet sich wieder einmal richtig tief in Schwierigkeiten.

Im dritten Teil der Shopaholic-Reihe stehen Beckys Shopping-Exzessen ein wenig im Hintergrund. Dieses Mal dreht sich alles um die bevorstehende Hochzeit von Becky und Luke und natürlich die große Frage, wo diese am Ende statt finden wird. Dabei gerät Becky, wie es nun mal ihre Art ist, in eine Spirale aus Verdrängung und Lügen, schließlich kann sie weder ihrer Mutter noch Ellinor die Wahrheit von der jeweils anderen Hochzeit sagen. Bei ihren Versuchen aus der ganzen Geschichte wieder raus zu kommen, amüsiert Becky den Leser wieder einmal ungemein. Gleichzeitig spitzt sich die Lage von Kapitel zu Kapitel mehr zu, so dass sich der Leser unweigerlich die Frage stellt, wie die ganze Geschichte dieses Mal zu ihrem Happy End geführt wird.

Shopaholic ties the Knot bleibt nicht hinter seinen Vorgängern zurück. Wie die bereits die ersten beiden Romane lebt auch der dritte Teil von seinen charmanten Charakteren, allen voran der naiven aber herzensguten Becky, die auf ihrem Weg zum Traualter wirklich keine Katastrophe auslässt. Aber auch Beckys Eltern, Suze und Luke sind gern gesehene Bekannte auf die man sich freuen kann.

Wie immer gelingt Sophie Kinsella eine leichte, witzige Lektüre, die sich ausgezeichnet für den Urlaub oder einen langen Sonntag eignet. Wer die ersten beiden Teile der Shopaholic-Reihe kennt, weiß auch was ihn bei Shopaholic ties the Knot erwartet; ein kurzweiliges Buch über Freundschaft, Familie, Liebe und natürlich übers Shoppen.


Angels & Demons - Movie Tie-In
Angels & Demons - Movie Tie-In
von Dan Brown
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,49

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannende Popcorn-Literatur, 16. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Angels & Demons - Movie Tie-In (Taschenbuch)
Romane von Dan Brown haben nur ein einziges Ziel; zu unterhalten. Mit Angels und Demon gelingt das Dan Brown ausgezeichnet. Jedes Kapitel ist ein kleines Highlight und lässt den Leser am Ende in der Schwebe, so dass man notgedrungen weiter lesen muss, um zu erfahren wie des Rätsels Lösung ist. So ist es nicht verwunderlich wenn man Angels and Demons in einem Rutsch durch liest.

Die Geschichte fängt bereits spannend an. Ein renommierter Wissenschaftler wird im CERN-Labor in der Schweiz brutal ermordet. Auf seiner Brust ist das Wort Illuminati eingebrannt. Das ruft Robert Langdon, einen Harvard Professor, der sich mit der Entschlüsselung und Deutung religiöser Symbole befasst auf den Plan. Er soll einen Hinweis auf den Mörder liefern, vor allem da dieser gefährliche Antimaterie entwendet hat, die eine halbe Stadt in die Luft jagen könnte. Bei seinen Nachforschungen verschlägt es Langdon und seine Begleiterin Vittoria, die Tochter des Toten, in den Vatikan. Dieser befindet sich nach dem Tod des Papstes in Konklave. Vier Kardinäle, unter ihnen der Favorit, werden allerdings vermisst und ein Unbekannter droht sie an öffentlichen Plätzen hinzurichten, ehe er auch den Vatikan auszulöschen gedenkt. So beginnt eine rasante Schnitzeljagd durch Rom, während Langdon Rätsel entschlüsselt und so versucht den drohenden Untergang der Kirche zu verhindern.

Bereits nach wenigen Seiten ist klar, dass Angels and Demons wie ein Hollywood-Blockbuster aufgebaut ist. Die Handlung spielt sich beinahe in Echtzeit ab, nur knapp 22 Stunden haben die Helden um dem Bösewicht das Handwerk zu legen. Das Tempo der Geschichte ist dementsprechend hoch und auch die Spannung lässt nie für lange nach. Wilde Autojagden durch Rom, schockierende Ritualmorde und geheimnisvolle Botschaften, alles in der schönen Kulisse Roms und des Vatikans, vermitteln ebenfalls das Gefühl, das Drehbuch eines Actionfilms in Händen zu halten. Natürlich bleibt auch die eine oder andere Explosion nicht aus. Der Unterhaltung sind wirklich keine Grenzen gesetzt.

Auch die Charaktere sind nach altbewährtem Muster gestrickt; der intelligente, charmante Harvard-Professor, die schöne, von Schuldgefühlen geplagte Wissenschaftlerin, der herzensgute Camerlegno und natürlich der durch und durch böse Schurke, der natürlich nur der Handlanger in einem höheren Plan ist.

Nach diesem Rezept gelingt Dan Brown ein wirklich atemberaubender Thriller, der von Seite zu Seite spannender wird, so dass der Leser das Ende kaum abwarten kann. Natürlich ahnt man nach einiger Zeit bereits wie die Geschichte ausgehen wird, aber das tut dem Buch keinen Abbruch. Wie im Kino, kann man sich bei Angels and Demons mit einer Tüte Popcorn zurück lehnen und sich von der Story mit reißen lassen, denn wer sich einfach nur unterhalten lassen möchte, ist mit Dan Brown wirklich bestens bedient. Angels and Demons ist eben ganz großes Kino - in Buchform.


Atonement
Atonement
von Ian McEwan
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abgründe der Phantasie, 15. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Atonement (Taschenbuch)
Es ist der heißeste Tag des Sommers 1935, als die 13-jährige Briony ihre ältere Schwester Cecilia dabei beobachtet wie diese sich vor ihrem Kindheitsfreund Robbie auszieht. Briony, ein Mädchen mit einer sehr lebhaften Phantasie, das seine Zeit damit verbringt Geschichten und Theaterstücke zu schreiben, glaubt ihre Schwester in Gefahr zu wissen. Ihr lebhafter Geist spinnt sogleich eine Geschichte um die rätselhafte Szene, die sie heimlich beobachtet hat. Als Robbie ihrer Schwester einen, in Brionys Augen, obszönen Brief schreibt, beschließt das Mädchen Cecilia vor diesem vermeintlichen Monster zu schützen. Als am selben Abend ihre Kusine Lola verschwindet und nach einigen Stunden verstört wieder aufgefunden wird, bezichtigt Briony Robbie eines schrecklichen Verbrechens und verändert auf diese Weise das Leben aller beteiligten Personen.

Der Roman gliedert sich in zwei Teile. Im Ersten wird, aus wechselnden Perspektiven, der verhängnisvolle Tag im Sommer 1935 beschrieben, während der zweite Teil fünf Jahre später angelegt ist. Robbie ist im Krieg, Cecilia arbeitet in London als Krankenschwester und Briony wünscht sich nichts mehr, als ihren Fehler aus Kindertagen wieder gut zu machen. Der erste Teil des Romans, der auf dem Anwesen der Familie Tallis spielt, ist dabei der gelungenere von beiden. Ian McEwan beschreibt das Geschehen so atmosphärisch und packend, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Vor allem der Wechsel der Perspektiven und das Wissen, dass Briony das Leben Cecilias und Robbies, und damit auch ihr eigenes, zerstören wird, machen das Buch zu einem intensiven Erlebnis. Der zweite Teil büßt zwar ein wenig von der Spannung des ersten Teils ein, lässt sich jedoch trotzdem flüssig und ohne Langeweile lesen. Vor allem die Entwicklungen der einzelnen Charaktere sind interessant, sowie die Rückblenden, die den Zeitraum zwischen 1935 und 1940 mosaikartig ausfüllen.

Mit Atonement weist Ian McEwan auf wie mächtig die Vorstellungskraft sein kann und welchen Schaden sie anrichten kann. Briony, die ihren Fehler aufrichtig bereut, muss für den Rest ihres Lebens mit der Schuld leben, die sie auf sich geladen hat und die, trotz aller Bemühungen, nicht ohne weiteres ungeschehen gemacht werden kann. Auf diese Weise erschafft er eine fesselnde und sehr stimmungsvolle Geschichte die von der ersten Seite zu überzeugen weiß.


Revolutionary Road
Revolutionary Road
von Richard Yates
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kampf gegen die Mittelmäßigkeit, 12. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Revolutionary Road (Taschenbuch)
Frank und April Wheeler, ein junges Ehepaar aus einem mittelklassigen New Yorker Vorort, führen ein gewöhnliches, langweiliges Familienleben in den 50er Jahren. Frank hat einen öden Bürojob in der Knox Company. April, die ihren Traum von der Schauspielerei begraben musste, ist eine typische Hausfrau und Mutter. Dennoch sind April und Frank überzeugt, dass sie zu etwas besonderem berufen sind, schließlich sind sie gut aussehend, intelligent und voller Tatendrang. Nach einem misslungenen Auftritt von Aprils Laientheatergruppe beschließt die junge Frau ihr Leben neu zu ordnen. Gemeinsam mit Frank und ihren beiden Kindern möchte sie nach Paris auswandern. Dort könnte sie als Sekretärin arbeiten, während Frank Zeit hätte, seine Bestimmung zu finden. Voller Enthusiasmus gelingt es April ihren zögernden Gatten von ihrem Plan zu überzeugen und während der Planungen blüht das junge Ehepaar wieder auf. Doch der Traum währt kurz, denn dann kommt es unerwartet anders als geplant.

Richard Yates fängt gekonnt die Ereignislosigkeit und Monotonie des amerikanischen Vorortlebens ein. Diese wirkt auf den Leser geradezu erdrückend. Die Mittelmäßigkeit, welche das gesamte Leben der Bewohner der Revolutionary Road ausmacht, ist geradezu schmerzlich präsent. Die Nebencharaktere, etwa die Nachbarn der Wheelers oder Mrs. Givings, ihre Maklerin, fügen sich dabei nahtlos in die eintönige Umgebung ein. Lediglich der psychisch kranke John Givings sieht die Absurdität der Gesamtsituation. Mit Frank und April erschafft Yates im Gegensatz dazu zwei Protagonisten die überzeugt sind über diesem öden Leben zu stehen. Die Einsicht, dass dem nicht so ist, ist die eigentliche Tragödie des Romans. Trotz aller Versuche müssen April und Frank sich eingestehen, dass sie ebenso wie ihre Nachbarn nicht einfach so aus ihrem Leben ausbrechen können. Der Versuch es dennoch zu tun, endet für die Familie katastrophal.

Revolutionary Road weist mit erschreckender Einfachheit die bedrückende Bedeutungslosigkeit des Einzelnen auf. Gleichzeitig zeigt das Schicksal der Wheelers, wie sinnlos die Auflehnung gegen die festgelegten Normen ist. Auf diese Weise entsteht ein packender, atmosphärisch dichter Roman, den man nicht so leicht aus der Hand legen kann.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8