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Rezensionen verfasst von
S. Gräning "Smohn" (Saarbrücken)
(REAL NAME)   

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Atlas-Deluxe Edition
Atlas-Deluxe Edition

19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Starke Scheibe!, 26. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Atlas-Deluxe Edition (Audio CD)
Parkway Drive haben mit ihrem fünften Langeisen "Atlas" eine hervorragende Platte abgeliefert und festigen in meinen Augen ihre Position an der Spitze des modernen Metalcore.
Ich habe nach den vorab gehörten Songs "Dark Days" und "Old Ghost/New Regrets" eigentlich mehr simple Songs und Hooklines erwartet, jedoch scheint mir die neue Scheibe ähnlich vielschichtig zu sein wie die letzte Platte. "Atlas" klingt jedoch definitiv anders als "Deep Blue". Die fünf Australier legen augenscheinlich mehr Wert auf neue, bislang fremde Einflüsse und drosseln ein wenig das Tempo. Jedoch nur ein ganz klein wenig, im Großen und Ganzen knallen dem geneigten Hörer bei "Atlas" altbekannte, passend gesetzte und harte Breakdowns entgegen und Winston McCall brüllt und gröhlt sich die Seele aus dem Leib, als gäbe es kein Morgen mehr. Der Sound ist allgemein nicht mehr ganz so dumpf und basslastig wie auf dem Vorgänger, betont ein wenig mehr die Mitten, ist aber jederzeit glasklar und ausgewogen.
Nun zu den einzelnen Songs, zu denen ich keine explizite Punktvergabe mache, für mich zählt mehr der Gesamteindruck.

SPARKS - Kurzes, aber schickes Intro, mit klasse Text. Sehr guter Einstieg!

OLD GHOST/NEW REGRETS - Simpler Brecher mit einer Menge Breakdowns und fetter Hookline. We're born with nothing and we die alone!

DREAM RUN - Es geht ein wenig gedrosselter weiter, hat es zunächst den Anschein. Jedoch knallt die Doublebass nach wenigen Sekunden voll durch und befeuert einen klasse Midtempo-Song mit wunderbaren Harmonien im Refrain.

WILD EYES - Erste kleine Überraschung: Es folgt nach schöner Gitarrenmelodie ein Chor ganz nach dem Schema von "Home is for the heartless". Die Melodie trägt den gesamten, doch recht schnellen und teilweile mit Blastbeats gefütterten Song.

DARK DAYS - Der erste, vorab veröffentlichte Song des Albums. Enthält bzgl Melodien, Breakdowns und Hookline klassische PD-Trademarks.

THE RIVER - Beginnt mit einer wunderschönen, von Frauenstimmen vorgetragenen Chor-Harmonie und einer melancholischen Gitarrenmelodie. Wieder im Midtempo-Bereich anzusiedeln. Klasse Refrain. Einer meiner Favoriten!

SWING - Ein eher simplerer Brecher vom Schlage "Old Ghost/New Regrets". Fällt meiner Meinung nach im Vergleich zu den anderen Songs eher ab, weil er tatsächlich simpel aufgebaut ist und kaum Überraschungen bietet. Die Hook gegen Ende ist allerdings super! Im Großen und Ganzen ein guter Song.

THE SLOW SURRENDER - Der Beginn mit tiefen Gitarren hat mich direkt an "Come as you are" von Nirvana erinnert. Man müsste die Band mal fragen, ob das beabsichtigt ist...?! Midtempo-Song mit klasse Gitarrenparts! Die kurze Scratch-Einlage gegen Ende verwirrt zunächst, passt aber ins Konzept des Songs. Hat mich direkt angesprochen und gehört zu meinen Favoriten auf "Atlas"!

ATLAS - Beginnt mit Doublebass und Akustik-Gitarre, was ein wenig Lagerfeueratmosphäre erzeugt. Mit cleanen Gitarrenparts und - man höre und staune - Streichern ein Song mit wirklich sehr schönen Melodien. Vielleicht der experimentellste Song des Albums.

SLEIGHT OF HAND - Typischer PD-Knaller. Hier wird das Tempo nochmals angezogen und es ballert an allen Ecken und Enden.

SNAKE OIL AND HOLY WATER - Es geht weiter auf dem Gaspedal in Richtung Ende der Scheibe. Blastbeats und jede Menge altbekannte Breakdowns. Klasse Song!

BLUE AND THE GREY - Der Beginn des Songs ist geprägt von etwas, das sich für mich so anhört wie ein Schiffshorn oder Ähnliches. Der Hörer bekommt Akustikparts und einen zunächst getragenen, dann aber deutlich härteren und schnelleren Song geboten. Die Gitarren treiben sich gegenseitig immer wieder an. Starker Abschluss!

Im Großen und Ganzen kann ich festhalten, dass meine - nicht gerade geringen - Erwartungen mehr als erfüllt wurden! Parkway Drive scheinen im positiven Sinne erwachsen geworden zu sein und bauen in ihre Songs neue, passende Elemente wie einen Frauenchor oder Streicher ein. Für manche mag dies anfangs eventuell etwas gewöhnungsbedürftig sein, jedoch bin ich mir sicher, dass nach mehrmaligem Hören der Großteil der Fangemeinde das ungeheuere Potenzial von "Atlas" erkennt! Zudem gibt es bei diesem Package noch eine sehenswerte Tour-Doku beigepackt, was das Gesamtpaket abrundet. Fünf Sterne von mir!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 31, 2012 11:52 AM CET


4th Crusade
4th Crusade
Preis: EUR 13,99

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Album für die Ewigkeit!, 21. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: 4th Crusade (Audio CD)
Wir schreiben das Jahr 1992. Die Welt wird überschwemmt von gecasteten, geldgeilen und nicht gerade talentierten Künstlern und Bands, die allerdings meist kurz darauf wieder von der Bildfläche verschwinden. Es dominiert chart-taugliche Musik, hauptsächlich Pop. Der Grunge-Hype hat die Metal-Szene für Jahre in den Untergrund gebombt.

Doch eine Band aus England, die maßgeblich am Aufkommen der Death-Metal-Szene Ende der 80er beteiligt war, liefert unter diesen grauenhaften Vorraussetzungen ein Album ab, dessen Status heute (im Jahre 2010) nur ein Prädikat verdient: LEGENDÄR!
Die Band nennt sich Bolt Thrower, wurde im Jahre 1986 gegründet und hat bis dato schon 3 Alben veröffentlicht, die den Death-Metal in seinen Grundfesten erschütterte.
Doch waren "In Battle There Is No Law" (1988), "Realm Of Chaos" (1989) und "War Master" (1991) noch gespickt mit Blastbeats und grindcore-typischen Songstrukturen, so weist "The IVth Crusade" aus dem Jahre 1992 nun erstmals die für Bolt Thrower so typischen Trademarks auf: gedrosseltes, manchmal schleppendes Tempo, grandiose und abwechslungsreiche Melodiebögen und eine Soundwand, die einen förmlich erschlägt.

Schon der als Opener angesetzte Titeltrack ist ein Klassiker seiner Zunft: die Melodie, die sich durch den gesamten Song zieht, ist unverwechselbar und sollte jedem Metalhead bekannt sein. Die beiden Gitarristen Barry Thompson und Gavin Ward liefern hier eine Meisterleistung ab! Dazu kommt das knallharte Schlagzeug von Andy Whale, der wummernde Bass von Jo Bench und zu guter letzt natürlich die beispiellosen Growls von Fronter Karl Willets, dem (meiner bescheidenen Meinung nach) bis heute niemand das Wasser reichen kann.
Jeden Song einzeln zu rezensieren wäre hier des Guten zuviel, von "Icon" über "Embers" (mit DEM Bolt Thrower Riff schlechthin, wer andere Alben kennt, weiss was ich meine!), "This Time It's War" (Gänsehaut-Melodien) bis hin zum abschliessenden "Through The Ages": hier stimmt einfach alles, jeder Ton sitzt an der richtigen Stelle und die Nackenmuskulatur wird so derbe beansprucht, dass man schon nach dem ersten Durchlauf nicht mehr weiss, wo oben und unten ist!
Besonders hervorheben will ich neben dem Titeltrack noch "Where Next To Conquer" (grandiose Tempowechsel und ultra-brutales Drumming!) und "Ritual" (hat es mir einfach angetan).

Mit diesem Album fanden Bolt Thrower, produziert von Colin Richardson, zu ihrem ganz eigenen, oft kopierten aber nie erreichten Stil: massive Soundwände, die wie Panzergeschwader daherkommen, unvergleichliche Gitarrenläufe und -melodien, häufig gedrosseltes Tempo (Drums!) und eine Atmosphäre, die durch die Growls von Karl Willets so intensiv erscheint, so dass der Finger den Weg zur "Repeat"-Taste ganz von alleine findet...

Kurzum: ein Album für die Ewigkeit, mit dem Bolt Thrower ihren Legenden-Status zementierten!

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