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Rezensionen verfasst von
Krink

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Freaks of the Heartland
Freaks of the Heartland
von Steve Niles
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leise und bildgewaltig, 5. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Freaks of the Heartland (Gebundene Ausgabe)
Tervors Bruder Will, ein riesiger und monströs entstellter Sechsjähriger, wird von seinem alkoholkranken und tyrannischen Vater in einem Schuppen hinter dem Haus in Gristlewood Valley, im mittleren Westen der USA, wie Vieh an einer Kette gehalten. Trevor hat sich immer um seinen kleinen Bruder gekümmert und versucht, ihn vor fremden Blicken zu schützen. Eines Tages überhört er einen Wutausbruch des Vaters, der ankündigt, der miserablen Existenz des ungeliebten Nachwuchses ein Ende zu bereiten. Anscheinend ist Will nicht die einzige „Mutation“ im Dorf – und auch nicht der Einzige, der beseitigt werden soll. Trevor begibt sich mit dem sensiblen Geschöpf auf die Flucht durch das Heartland und begegnet auf dem Weg in eine bessere Zukunft Gleichgesinnten, Feinden und einem schrecklichen Geheimnis.

„Freaks of the Heartland“, ein Sammelband, der alle sechs Teile rund um das ungleiche Geschwisterpaar beinhaltet, vereint alles, was schaurig-schöne Horrorliteratur braucht: Beeindruckend stimmungsvolle Bilder, eine düstere Geschichte und nicht zuletzt einen Hauch Wehmut. Autor und Zeichner gelingt es besonders eindrucksvoll dem Leser die bigotte, idyllische und dabei gottverlassene Atmosphäre des Bible Belt-Landstriches näher zu bringen.

Die Zeichnungen Greg Ruths, der sich schon für „Conan“ (Dark Horse Comics, 2003) oder „The Matrix“ (Burlyman Entertainment, 2003) verantwortlich zeigt, sind so ausdrucksstark, dass ohne Weiteres als Kunst durchgehen. Bräunlich-blasse Wasserfarben und warme Erdtöne spiegeln die Landschaft des ländlichen Herzstückes Amerikas wider. Die Bevölkerung ist so wortkarg und rückständig wie die Weite ihrer Umgebung endlos und abgeschieden ist.

Die von Steve Niles („30 Days of Night“) wundervoll in die Bilder gewebte Geschichte der beiden Brüder, die sich gegen falsche Moralvorstellungen, Inhumanität und verfaulte Traditionen zur Wehr setzten, erscheint als krasser Gegensatz zu der bedrohlichen Dorfgesellschaft Gristlewood Valleys und erinnert entfernt an John Steinbecks tragische Geschichte von Lennie und George („Of Mice and Men“). Die rührende Liebe, der Zusammenhalt und die Solidarität der jungen Generation gegen die älteren Tyrannen lässt Erinnerungen an die idyllischen Tage des Heartlands aufkommen – oder viel mehr an das, was man damit verbindet: den Duft nach Apfelkuchen, den Geschmack von selbstgemachter Limonade und das Gefühl vom Gras unter den nackten Füßen.

Positives und Negatives wird von Autor und Zeichner so eigentümlich amalgamiert, dass morbider Horror nostalgische Wehmut kreuzt, Bildgewalt auf Unaufgeregtheit stößt. Die genialen Bilder brennen sich dem Leser in die Netzhaut und die Geschichte von Will und Trevor zieht einem das Herz zusammen. Obwohl das Schicksal der beiden Protagonisten offen gehalten wird, nimmt das Comic im Gegensatz zu „Pandämonium“ (Rezi hier: KLICK) ein hoffnungsfrohes Ende – was für mich zu einem brillanten Leseerlebnis und hochkarätigem Augenschmaus macht. Ein Meisterwerk!


Geisterstunden vor Halloween
Geisterstunden vor Halloween
Wird angeboten von Audible GmbH

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Verbreitet schaurig-schöne Lagerfeuer-Stimmung, 3. Oktober 2013
Stefan Melneczuk, der kurioserweise am 31. Oktober 1970 zur Welt kam und Autor des hoch gelobten Gruselromans à la Stephen King, „Marterpfahl – Sommer der Indianer“, ist, hat 31 seiner Kurzgeschichten aus 23 Jahren literarischer Praxis zusammengestellt, die täglich in kleinen aber wirksamen Dosen auf das Gruselfest vorbereiten sollen – von Mutigen aber auch am Stück genossen werden können. Gelesen werden die fiktiven Horrorlegenden eindringlich von Antje Peters.

Dieses Hörbuch begeistert im wahrsten Sinne des Wortes: Die verschiedenen Geschichten sind von überschaubarer Länge, sodass sie sich hervorragend zum Hören vor dem Einschlafen eignen – jedenfalls wenn man entsprechend starke Nerven hat. Denn nicht zuletzt durch Antje Peters' atmosphärisches Wispern, Säuseln und Raunen entsteht Lagerfeuer-Schauerstimmung vom Feinsten. Die fantastischen Geister-, Werwolf- und Vampirgeschichten sind so unterschiedlich wie die Subgenres selbst. Zwar greift Melneczuk auf altbewährte Stilmittel zurück. Dabei wirken seine Szenarien aber keineswegs abgedroschen. Vor allem die Personen wurden teilweise äußerst liebevoll entworfen und wirken lange nach. Die Kurzgeschichten sind intelligent geschrieben, mühevoll konzipiert und hingebungsvoll zusammengestellt worden. Nicht alle von ihnen erscheinen allerdings – wie so oft bei Anthologien – vollständig ausgereift, sondern wirken teilweise wie Fingerübungen, was angesichts des Entstehungszeitraums nicht unbedingt verwundert. Da der Autor ansonsten äußerst talentiert herüberkommt, fallen Ungereimtheiten, mangelnde Tiefe oder allzu abrupte Lösungen natürlich umso mehr ins Gewicht, tun der Sammlung aber insgesamt keinen Abbruch. Einige Texte sind durchaus verzichtbar, hätten mit ihrem Fehlen aber den Spaß des „Kalenders“ geschmälert.

Melneczuk trifft grundsätzlich die richtigen Töne und schildert Stimmungen professionell und vielseitig – dicht und düster, einfühlsam und zart oder grausam und dramatisch. Durch die Stimme der Sprecherin wirken die Geschichten noch lange nach und wehen wie ein kalter Windhauch an düsteren Herbstnächten um das Hörerherz. Für Gruselfans ein Genuss!


Night School. Denn Wahrheit musst du suchen
Night School. Denn Wahrheit musst du suchen
von C. J. Daugherty
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,95

17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ernüchternder Mittelteil, 2. Oktober 2013
Die Handlung des dritten Bandes der „Night School“ rund um Allie und die Elite-Schule Cimmeria schließt etwas zeitversetzt an die des Vorgängers an. Es ist unbedingt erforderlich die ersten beiden Bände zu kennen. Allie ist nach dem Tod ihrer Freundin Jo am Boden zerstört und versucht ihren Schmerz durch altbewährt-pubertäres Verhalten zu bekämpfen. Dazu gehören Flucht, Extrawünsche, Chaos und Beleidigungen – das volle Allie-Programm. Nachdem sie jede Menge Schaden angerichtet hat und ihre legendäre Großmutter Lucinda sich gezwungen fühlt, einzugreifen, reißt sie sich dann etwas am Riemen um dem eigentlichen Ziel näherzukommen: der Rache an Nathaniel und der Suche nach dem Maulwurf in Cimmeria.

Wie so oft weiß weder Allie noch der Leser, wer der Verräter sein kann, so dass alle verdächtig erscheinen. Leider unterstützt die Protagonistin den Leser nicht beim Rätselraten, sondern bringt sich und andere wie immer durch unbesonnenes Verhalten und unverantwortliche Alleingänge in Gefahr. Das trägt weder zur Klärung noch zum Lesespaß bei. Allie erscheint nicht mehr als die erfrischend unkonventionelle Außenseiterin mit Herz wie zu Beginn der Serie, sondern als ein zickiges, unreifes Gör, dass sich partout nicht anpassen mag, aber immer greint, wenn es durch seine Kopflos-Aktionen auf die Nase fällt. Das betrifft nicht nur die Suche nach Jos Mörder, sondern auch die Dreiecksbeziehung zwischen ihr, Carter und Sylvain. Nachdem sie sich im zweiten Band dazu entschlossen hat, lieber mit einem Beinah-Vergewaltiger anzubändeln, anstatt mit ihrem eigenen Freund, lässt sie nun im dritten Band diesen ohne ein Wort der Klärung doch wieder links liegen, um über Carter und dessen neuer Beziehung in Selbstmitleid zu versinken.

Schade – denn das junge Mädchen hatte sich bereits zu einer fleißigen, cleveren Schülerin gemausert. Leider spiegeln ihre charakterlichen Rückfälle den Fortgang der Handlung wider, der genauso holprig und ergebnislos ist, wie Allies pubertäres Aufbäumen. Am Ende des Romans ist der Leser ebenso schlau wie zuvor. Denn wo ist sie denn, die Wahrheit, die man laut Titel suchen muss?

Auf der einen Seite ist es nostalgisch-schön, wieder in den Mauern Cimmerias umherwandeln zu können. Auf der anderen Seite fühlt sich der Leser hingehalten und an der Nase herumgeführt. Dieser Band verursacht im Gegensatz zum überaus grandiosen Erstling und seiner soliden Fortsetzung keinerlei Schnappatmung, neue Erkenntnisse oder wenigstens die Aufrechterhaltung des Status Quo. Da können auch einige gewitzte Formulierungen und starke Nebenfiguren nichts ausrichten – die Story bleibt blass und die Protagonistin divenhaft-lächerlich.

C. J. Daugherty war für mich „Night School – Du darfst keinem trauen“ meine absolute Newcomer-Heldin. Der erste Teil rund um Allie und Cimmeria war DER Überraschungserfolg des Jahres. Es bricht mir das Leserherz, dass die Stärken dieser Autorin von Band zu Band verblassen und eine mittelmäßige Geschichte zurückbleibt. Noch ist nach oben – aber auch nach unten – hin alles offen. Bleibt zu hoffen, dass Daugherty meinen Glauben in ihr Können nicht enttäuscht und das Ruder in den nächsten beiden Bänden herumreißen wird.


Der Fälscher: Kriminalroman
Der Fälscher: Kriminalroman
von Cay Rademacher
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Auf Heller und Pfenning sein Geld wert, 19. September 2013
Mit "Der Fälscher" legt Cay Rademacher nach "Der Trümmermörder" (2011) und "Der Schieber" (2012) den dritten Band seiner historischen Kriminalfälle im Dumont Verlag vor. Rademacher, geboren 1965, ist seit 2006 geschäftsführender Redakteur bei GEO Epoche, und das bedeutet: er ist versiert in der Zeitgeschichte und geübt im Umgang mit der Sprache. Beides bewährt sich in seinem neuen Roman, der im Frühjahr 1948 spielt.

Im zerbombten Hamburg sind nicht nur die Häuser beschädigt; auch die Menschen, einschließlich Oberinspektor Stave, haben sichtbare und unsichtbare Traumatisierungen davongetragen. Stave ist ein Mitläufer, oder noch weniger als das: Er war kein Mitglied der NSDAP, wurde während der Nazi-Herrschaft dafür mit Degradierungen bestraft und hat doch keine weiße Weste, denn auch er hat tatenlos dem Unrecht zugesehen. Insofern schlägt seine große Stunde, als in einem Trümmerfeld Kunststücke und eine verweste Leiche gefunden werden, die sich als ein jüdischer Mitbürger herausstellt. Eigentlich hätte der 1943 gar nicht mehr in diesem Haus sein dürfen; zudem weist er Schädelverletzungen auf, die auf ein Verbrechen hindeuten. Aber der Leiter der Mordkommission, ein renitenter Nazi, will davon nichts wissen.

Stave macht sich auf den Weg, dem Verbrechen auf die Spur zu kommen, obwohl er sich gerade von den Krimsches (der Mordkommission) in das Chefamt S (wie Schwarzmarkt) hat versetzen lassen um dem Fälscher von 5 und 10 Pfennigscheinen (!) auf die Schliche zu kommen, die dieser unmittelbar vor der Währungsreform unter die Leute bringen will...

Rademacher trifft den richtigen Ton: Das Nachkriegsgeschehen wird souverän, aber ohne falsches Pathos und ohne Aufgeregtheit erzählt. Der Kriminalroman entpuppt sich als gutrecherchiertes Stück Zeitgeschichte mit all seinen Brutalitäten und Absonderlichkeiten, aber auch mit einem Hauch Nostalgie und Hoffnungsschimmer. Der Autor versteht sich darauf, Geschichte und Kriminalroman gekonnt zu verknüpfen, was auch jenen Lesern, die dem Genre reserviert gegebüber stehen, eine interessante und lohnenswerte Lektüre bereitet.


Mein kleiner Horrortrip: Die kürzesten Schockgeschichten aller Zeiten
Mein kleiner Horrortrip: Die kürzesten Schockgeschichten aller Zeiten
von Harper Collins Children's Books
  Gebundene Ausgabe

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen kompaktes Grauen für Lesefaule, Freizeitlose, Liebhaber und Reisende, 15. September 2013
Das handliche Format des Buches ist äußerst praktisch; man sollte sich dabei aber nicht von dem kleinen Umfang täuschen lassen – dieses Werk hat es in sich. Hochkarätige internationale Autoren haben sich an der Sammlung beteiligt und unter Aufwendung der verschiedensten Talente zu einer abwechslungsreichen Mischung beigetragen. Nicht nur Bekannte aus Jugendbuch- und Horrorliteratur sind darunter, sondern auch etablierte Illustratoren und Comiczeichner.

Natürlich sind nicht alle Geschichten wirklich haarsträubend. Der Leser wird oft auch zum Schmunzeln oder Miträtseln eingeladen. Aber gerade diese Abwechslung macht den Charme dieses kleinen Büchleins aus. Es beinhaltet wenig Geschichten, die nicht auf die ein oder andere Art ansprechend sind. Dadurch, dass der Konsum der Stories nicht viel Zeit einnimmt, wird man schnell und vergnüglich unterhalten. Weniger spannende Abschnitte fallen nicht negativ ins Gewicht, da sie schnell von interessanteren abgelöst werden. Für jeden Geschmack und jede Altersgruppe ist hier etwas Schauriges dabei. Mir gefielen vor allem die etwas makaberen Illustrationen oder die boshaft-amüsanten Gedichte.

Das Buch wird für Kinder ab 12 Jahren empfohlen, ist aber durchaus für Ältere geeignet. Durch die oft subtile psychologische Spannung, wird es jedem Leser selbst überlassen, inwieweit er sich gruseln möchte. An Horrormotiven wird alles eingesetzt, was man sich vorstellen kann: Spinnen, Monster, Untote, Mord, Clowns, Wälder, Vampire, Werwölfe, Geschwisterneid – es gibt nichts, was nicht behandelt wird. Allerdings fehlt natürlich auch nicht die Moral, das Gute oder familiärer Zusammenhalt, was dem Bösen in der ein oder anderen Geschichte Paroli bietet.

Eigentlich wollte ich meine Favoriten nennen, aber es sind mittlerweile so viele, dass ich euch einfach das ganze Buch ans Herz lege. Wer nicht viel Zeit haben wird, sich auf Halloween einzustimmen, der sollte sich diesen künstlerisch-kreativen Leseschatz zulegen und im Alltag ab und zu darin schmökern. Eine Geschichte lesen, während die Badewanne einläuft, eine Zeichnung beim Kochen begutachten, ein Gedicht vorm Schlafengehen genießen - diese Sammlung bietet kompaktes Grauen für Lesefaule, Freizeitlose, Liebhaber und Reisende.

Dieses Buch macht den Eindruck, dass viele Künstler hier nicht nur „gestiftet“, sondern „mitgewirkt“ haben, sodass ein facettenreiches, kreatives Objekt entstanden ist. „Mein kleiner Horrortrip“ ist nicht nur eine Bereicherung für jedes Regal und jeden Gruselfan, sondern ein beeindruckendes kleines Kunstwerk.


Abrechnung: Ein Fall für Kostas Charitos
Abrechnung: Ein Fall für Kostas Charitos
von Petros Markaris
  Gebundene Ausgabe

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbedingt empfehlenswert, 15. September 2013
Der mit der Goethe-Medaille ausgezeichnete Petros Markaris gehört zu den großen Schriftstellern Griechenlands. Gebürtig aus Istanbul, zuhause in Athen und gebildet in Wien und Stuttgart, amalgieren sich in seinen Kriminalroman die Liebe zur griechischen Heimat mit dem kritischen Blick des Außenstehenden. Markaris‘ originelle Schreibweise zeigt sich bereits im Auftakt. Der achte Fall des Athener Kommissaren Kostas Charitos verbindet die finstere griechische Vergangenheit mit der Zukunft: Der Roman beginnt in der Nacht zum Neujahr 2014. Griechenland ist aus dem Euroverbund ausgestiegen und zur Drachme zurückgekehrt. Charitos kriegt das nicht nur zu spüren, als er zu Krawallen gerufen wird; gleich am ersten Diensttag wird ihm mitgeteilt, dass er für die nächsten drei Monate kein Gehalt zu erwarten hat.

Petros Markaris schildert den Athener Alltag mit allen seinen Schattenseiten – Demonstrationen, Armut, Zukunftsangst – aber er zeigt auch die Sonnenseite: Solidarität, Besinnung auf immaterielle Werte und Glauben an die Kraft des Landes.
Als Ermittler der Mordkommission gibt es trotz Gehaltssperre indessen keine Ruhepause, nacheinander fallen Männer einem Verbrechen zum Opfer, die vierzig Jahre zuvor als Aktivisten in Erscheinung getreten sind, die während der Militärjunta das Polytechnikum besetzt hielten. Was die Studentenbewegung damals versprach – Brot, Bildung, Freiheit, so auch der Originaltitel – haben ihre inzwischen etablierten Vertreter verraten. Bis auf einen…

Petros Markaris Krimis sind zugleich Zeitromane, die brisante aktuelle Themen aufgreifen und mit zum Teil drastischen Sarkasmus dem Leser anbieten. Warum ist der Einsatz des Militärs während der Krawalle nicht zu befürchten? Weil weder das Geld für Ersatzteile noch für Benzin aufzutreiben ist! Markaris‘ Anliegen ist es, wie er einmal sagte, die »Globalisierung der kriminellen Tätigkeit, die parallel zur wirtschaftlichen Globalisierung läuft«, zu zeigen, und er erreicht sein selbst gestecktes Ziel.

Klug und konzise entwickelt er den zunächst undurchsichtigen Fall, den sein knorriger Ermittler ebenso routiniert wie eigenwillig löst. Unaufdringlich wird konstruiert, wie der Familienmensch Charitos in die Ermittlung hineingezogen wird, bevor die erste Leiche gefunden wird – und lange bevor sich an den Verbrechen die gesellschaftliche Brisanz zeigt. Er selbst ist so, wie man ihn kennt: Ein Durchschnittspolizist mit überdurchschnittlichem Gespür, sympathisch mit unsympathischen Zügen. Vor allem aber boshaft - was dem Lesegenuss keineswegs abträglich ist. Im Gegenteil. Unbedingt empfehlenswert.


Zorn - Wo kein Licht: Thriller
Zorn - Wo kein Licht: Thriller
von Stephan Ludwig
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein typischer Zorn, 12. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Zorn - Wo kein Licht: Thriller (Taschenbuch)
Der dritte Fall, den der skurrile Hauptkommissar Claudius Zorn mit seinem dicken Kollegen Schröder zu lösen hat, scheint aus vielen Puzzleteilen zu bestehen, die sich nur schwer zusammenfügen lassen: der Selbstmord eines alten Bankers im Schlafanzug, eine Massenkarambolage auf der Hochstraße, ein Giftanschlag bei einem Polizeiball, zwei Vermisste. Und dann ist da noch dieser seltsame Lampenmann…

Die Aufgabe, alles aufeinander zu beziehen und den Fall zu lösen, erweist sich gerade für Zorn als Herausforderung, da dieser nicht nur exorbitant faul und verpeilt ist, sondern auch noch infolge privater Turbulenzen gestresst. Seine neue Flamme Malina kommt ihm wegen eines seltsamen Herrmann, der aus der Vergangenheit wieder auftaucht, abhanden. Kaffee- und Tabakkonsum und mancher Schlag vor oder auf den Kopf macht die Sache nicht besser. Und dann erleidet Zorn noch einen Nervenzusammenbruch - der zu dem Witzigsten gehört, was das Buch zu bieten hat.
Aber da ist ja noch der verlässliche Schröder im Hintergrund: Korpulent und (fast) kahlköpfig, immens klug und belesen, ist Schröder nicht nur der bessere Polizist, sondern auch der bessere Mensch. Ohne dem Chef zu grollen, liefert er die Informationen, die zur Klärung des Falls wesentlich beitragen. Allerdings erst, als er sich von einer Gehirnerschütterung erholt hat, die er sich infolge eines Autounfalls zugezogen hat.
Im Übrigen muss sich Schröder in dieser Folge um seine Familie kümmern und die strapaziert seine Nerven nicht weniger als Zorn. Schröder kann nicht verhindern, dass es um Zorn zum Schluss wieder finster wird. Als es licht wird, ist er mitten im Zentrum des Grauens.
Der dritte Fall ist nach altbekannten Mustern erzählt, die aber so gekonnt in Szene gesetzt sind, dass sie nicht langweilig werden. Die Charaktere sind inzwischen ausgearbeitet, so dass sie zwar vertraut sind, aber keineswegs uninteressant wirken. Die Fabel ist gewagt, aber durchaus nicht unrealistisch. Vor allem: der Spannungsbogen lässt bis zum Finale nicht nach, und dieses, obwohl der Erzähler auf Tricks wie Täter-Placebos verzichtet.

Kurz: Ludwigs Thriller ist ein - konträr zum finsteren Titel - ein erhellender Lesegenuss.


Pandämonium
Pandämonium
von Christophe Bec
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Asylum-Horror im Comicformat, 2. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Pandämonium (Gebundene Ausgabe)
Ganz Amerika wird Anfang des 20. Jahrhunderts vom Tuberkolse-Virus heimgesucht. Das "Waverly Hills Sanatorium" in Luisville, Kentucky, ist eine renommierte Klinik. Da zu dieser Zeit aber weder Antibiotika noch andere heute erprobte Behandlungsmethoden bekannt sind, fallen tausende Menschen dem „weißen Tod“ zum Opfer. Die Leichen der Verstorbenen werden durch einen Tunnelschacht zum örtlichen Bahnhof gebracht, um dort per Zug zu den Krematorien abtransportiert zu werden. Im Sommer 1951 spricht Doris Greathouse, selbst ehemalige Patientin, im Tuberkulose-Sanatorium vor, in der Hoffnung, trotz fehlender Mittel eine Aufnahme ihrer erkrankten Tochter Cora zu erwirken. Der tödliche Virus grassiert nach wie vor in den USA, auch wenn der medizinische Fortschritt inzwischen zu einer Besserung der Lage beigetragen hat. Doris bekommt vom Direktor eine Stelle als Krankenschwester zugewiesen, die ihr die Bezahlung von Coras Aufenthalt ermöglicht. Doch die siebenjährige scheint sich nicht recht einzufinden: Sie fragt nach Menschen, von deren Existenz sie nichts wissen dürfte, da diese längst verstorben sind. Bald wird klar, dass Cora von Geistern ehemaliger Bewohner mit Informationen über das Sanatorium versorgt wird. Informationen, die das uneigennützige Image der Einrichtung in ein ganz anderes Licht rücken und die Cora in höchste Gefahr bringen...[Spoilerwarnung]

Der Hardcover-Band aus dem Hause Egmont/Ehapa umfasst alle Teile der Trilogie (Das Santorium/Der Tunnel/Der weiße Tod) auf etwa 160 Seiten. Die Geschichte spielt in drei unterschiedlichen Zeiten: Anfangs findet sich der Leser in der Gegenwart wieder, in der das Sanatorium abgerissen werden soll und die örtlichen Bauarbeiter nächtens auf seltsame Geräusche und Schatten stoßen. Dann wird die Handlung in die Zeit 1951 versetzt, die wiederum unterbrochen wird von kurzen Erzählungen aus der Gründungszeit der Klinik. Dieser Ebenenwechsel bringt die Geschichte des unheimlichen Gebäudes anschaulich näher und lässt eine schön-schaurige Gruselstimmung aufkommen.

Doch die bedrohliche Atmosphäre kippt rasch ins Horrorhafte. Je mehr Cora von den Geistern heimgesucht wird und je eindringlicher Doris Nachforschungen zu den unlauteren Machenschaften der Ärzte anstellt, desto makaber-düsterer wird die Geschichte, die in einem albtraumhaften Showdown endet. Das möchte ich gerne vorwegnehmen, da dieses "Bad Ending" vielleicht nicht für jedermann geeignet ist. Ich selbst hatte ein gutes Ende erwartet, jedenfalls in dem Sinne, wie es bei Horror-Geschichten eben vorkommt: mit einer Menge Toten zwar, die aber wenigstens abschließend gerächt werden. Hier wird niemand gerächt und der Leser bleibt seltsam grauen-erfüllt zurück.

Wer eine typische Asylum-Horror-Story erwartet, der wird auf seine Kosten kommen. Die splatterhaften Szenen sind allerdings nichts für schwache Nerven und wirken auf mich nicht immer moralisch einwandfrei, wenn nicht sogar vulgär. Diese Gore-Elemente wirken gerade deshalb so schwer verträglich, weil die sympathischen Protagonisten am Ende nicht siegen und sodass das Mitleid regelrecht aufs Gemüt schlägt und das Entsetzen lange nachwirkt. Auch eine Horrorgeschichte sollte den Leser – meiner Meinung nach – am Ende befriedigt zurücklassen – und ich bezweifle, dass eine Darstellung psychopathischer Gewalttaten ohne jegliche Folge bei den meisten Lesern viel mehr als Verstörung oder Traurigkeit hervorruft. Fairerweise muss man anfügen, dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruhen soll - die Ruine des Waverly Hill Sanatorium gehört heute zu den zehn unheimlichsten Orten der Welt. Wenn es also in der Realität mit den Menschen kein guten Ende nahm, dann ist es den Autoren nicht unbedingt vorzuwerfen, dass die Umsetzung sich an die realen Geschehnisse hält. Trotzdem hätte ein positiver Wink dem Ganzen die Schwere genommen.

Die Gestaltung der Bilder wiederum ist extrem gelungen. Passend zum Grusel-Flair spielt die Haupthandlung im Herbst/Winter, was in detailreichen Landschaftsbildern mit entsprechend dezenten Farben sorgfältig ausgearbeitet wurde. Das 29 x 22 cm große Format lässt dem Leser viel Raum, um die aufwändigen Bilder zu studieren, die mühelos eine geisterhafte Atmosphäre erschaffen.

Insgesamt hat „Pandämonium“ alles, was eine richtig gruselige Geistergeschichte braucht. Leider ist der Ausgang so deprimierend, dass man hinterher nicht nur gegruselt, sondern auch geschädigt zurückbleibt. Für mich war es etwas zu viel des Guten (oder auch Bösen), zumal sich ein hoffnungsvoller Twist am Ende leicht hätte realisieren lassen, ohne das die Geschichte ihren düsteren Ausgang verloren hätte. Wer sich von all diesen Kritikpunkten nicht abschrecken lässt, dem sei ans Herz gelegt, dieses Comic nicht unbedingt allein unter der Bettdecke zu lesen. Im Sonnenschein bei 30° ist es immer noch beklemmend genug.


Doktor Faustus: Das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde (Fischer Klassik)
Doktor Faustus: Das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde (Fischer Klassik)
von Thomas Mann
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Handliches Format mit Schwächen, 30. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Vorweg: Diese Bewertung bezieht sich nicht auf den Inhalt des Romans, also nicht auf Thomas Manns Geschichte über den Tonsetzer Adrian Leverkühn (denn der Inhalt wird jedem Thomas Mann-Liebhaber bekannt sein), sondern lediglich auf die neue Taschenbuch-Ausgabe in der Fassung der Großen kommentierten Frankfurter Ausgabe, herausgegeben von "Fischer Klassik".

Pro: Die Taschenbuchversion besticht durch ihr außerordentlich praktisches Format. Auch unterwegs lassen sich diese Fischer-Klassik-Ausgaben gut konsumieren, ohne dass man viel Gewicht mit sich herumschleppen muss. Die Faustus-Ausgabe ist zudem ein optischer Augenschmaus. Zwar hätte eine etwas anders gewichtete farbliche Gestaltung meiner Meinung nach besser zu Thomas Manns unheilvoller Geschichte gepasst (schwarzer statt weißer Hintergrund, und weiße statt schwarze Schrift). Aber davon abgesehen gefällt mir das puristische Cover mit dem inhaltlich passenden Metronom sogar besser als das Titelbild der ohnehin gelungenen Fischer Taschenbuch Ausgabe von 1990. Am Ende des Werkes findet sich ein zweiseitiges Nachwort von Ruprecht Wimmer und eine Time-Line mit den wichtigsten Daten zu Leben und Werk des Autors.

Kontra: Leider bestehen die Seiten aus äußerst dünnem Papier, sodass nicht nur die Buchstaben der vorangegangenen Seiten, sondern auch leichte Bleistiftmarkierungen (Stärke 0.7!) kräftig durchscheinen. Durch die dünnen, mehr als 700 Papierseiten und den ebenfalls instabilen Einband, "wabbelt" das Buch, wenn man es geschlossen in der Hand trägt. Im Rucksack oder in der Tasche kommt es deshalb leicht zu Schäden, Knicken und Eselsohren. Dies lässt sich durch ein Lesezeichen mit Gummizug oder einen Einband aus Karton vermeiden, ist aber insgesamt störend.
Andererseits: Für den im Vergleich zur Hardcoverausgabe (ca. 40,00 Euro) geringen Preis (etwa 13,00 Euro), lassen sich gewisse Nachteile hinnehmen.
Auch das etwas dürftige Zusatzmaterial lässt sich wohl auf den erschwinglichen Preis zurückführen. Für Thomas Mann-Kenner ist die Timeline wohl eher überflüssig, wenn auch nicht störend. Das Nachwort, das über Fassung und Entstehungsumstände Auskunft gibt, hätte dagegen nach meinem Geschmack etwas länger ausfallen dürfen. Aber auch hier gilt einzuwenden, dass es für weitere Informationen nicht nur eine Fülle von Sekundärliteratur, sondern auch die "Entstehung des Doktor Faustus" vom Autor selbst und den "Kommentarband" der "Großen kommentierten Frankfurter Ausgabe" gibt.

Fazit: Eine ästhetisch ansprechende Ausgabe, die den Wunsch weckt, alle Bände zu sammeln und in seinem Regal auszustellen. Leider schwächelt die Haptik etwas im Vergleich zur gelungenen Optik. Besseres Papier (auch für ein paar Euro mehr) würde dem Format guttun.


Untot - Sie sind zurück und hungrig
Untot - Sie sind zurück und hungrig
von Kirsty McKay
  Gebundene Ausgabe

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Zombieland" meets "Black Sheep", 26. August 2013
Bobby wacht mit kahlrasiertem Schädel nach sechs Wochen Koma in einem Militärkrankenhaus auf. Die Illusion der Sicherheit wird schnell zerstört, als eine Zombiewelle die Einrichtung überschwemmt. Während Bobby Überlebensregel Nummer 1 befolgt (immer in Bewegung bleiben!), trifft sie auf ihre Frenemies Alice und Pete, sowie Russ, einen weiteren Überlebenden des Busunglücks. Schnell stellen sie fest, dass das Krankenhaus von Xanthro geleitet wird und nicht nur wandelnde Leichen, sondern auch quicklebendige Soldaten Jagd auf sie machen. Gemeinsam erkämpfen sie sich den Weg in die Freiheit, wo ebenfalls Horden von Untoten auf sie warten - denn inzwischen ist ganz Schottland infiziert und unter Quarantäne gestellt worden...

Kirsty McKay verschwendet auch im Nachfolger von „Untot – Lauf, solange du noch kannst“ keine Zeit und lässt die rasante Handlung dort einsetzen, wo sie in Band 1 endete. Duch Band 1,5, "Pausensnack", durften wir schon rätseln, wie es weiter gehen könnte und erahnten, dass Schottland sich nun als "Schrottland" auf eine apokalyptische Katastrophe vorbereiten muss. In Band zwei begleiten wir wieder Bobby, die im Präsens über die aktuellen Ereignisse referiert. Ihr unverwechselbarer Erzählstil ist gewohnt spritzig (im wahrsten Sinne des Wortes, es fliegen Körperflüssigkeiten), makaber und äußerst amüsant.

Die Figuren haben sich weiterentwickelt und sind dabei so sympathisch wie eh und je. Die „Freindschaft“ zwischen Alice und Bobby bringt, wie schon im ersten Band, frischen Wind in die ohnehin explosive Handlung. Dass sich hinter ihrer jeweiligen Boshaftigkeit Freundschaft und Fürsorglichkeit verbirgt kommt deutlich zum Vorschein und gibt dem ganzen Splatter-Szenario einen herzlichen Touch. Da Smitty zunächst nicht in der Episode im Krankenhaus dabei ist, ist das Viererteam dieses Mal in ungewohnter Zusammensetzung unterwegs, was für Nostalgiker schade ist, aber auch Wiederholungen und das allseits bekannte „Schema F“ vermeidet. Allerdings werden Liebhaber des Paares "Smobby" natürlich auf die Folter gespannt, wie es denn nun mit den beiden weitergeht. Ein kleiner Trost sind die schizophrenen Halluzinationen Bobbys in Gestalt von Smitty, die sie in Gefahrensituationen mit bissig-liebevollen Kommentaren zur Handlung antreiben. Der „Neue“ in der Runde ist weniger arrogant und schlagfertig als Smitty, aber ebenso interessant. Pete wurde ein Make-Over verpasst, das ihn selbstbewusster erscheinen lässt, auch wenn er die guten alten Geek-Qualitäten natürlich noch beherrscht. Alles in allem bleibt die familiäre Atmosphäre erhalten, wird aber durch neue Elemente ergänzt.

Die Handlung folgt dem klassischen Zombie-Genre: gruseliges Krankenhaus, nebliger Wald, Großstadt samt Straßenbarrikaden voller Untoter und skrupelloser Gangs. Auch mit Referenzen auf andere Zombie-Werke wird nicht gespart: Da wären Erwähnungen von Fallout ("Fallout 5"? WTF?! Ich will auch!), Witze über Racoon City ("Resident Evil") und eine Hommage an „Black Sheep“ durch die Episode auf dem Bauernhof. Määäääh-rghrghll...

Natürlich gibt es auch einige Logik-Fehler, die so klassisch sind, wie das Genre selbst. Dass die Story hier und da etwas, nun ja, unrealistisch ist, dürfte nicht weiter ins Gewicht fallen. Der große Twist am Ende ist dann allerdings doch zu vorhersehbar und obendrein widersprüchlich – was dem Lesespaß zwar keinen Abbruch tut, aber etwas enttäuschend wirkt, zumal Kirsty McKay das mit Sicherheit besser gekonnt hätte. Nichtsdestoweniger gibt es von mir für Grundidee, Umsetzung, Schreibstil, Figuren, Cover (wie bei Chicken House üblich: in Sachen Haptik und Optik ansprechend; Band drei dann bitte in schwarz-grau oder olive!) und Spaß die volle Punktzahl!

„Untot – Sie sind zurück und hungrig“ ist – ebenso wie seine anderthalb Vorgänger – ein actiongeladenes, mitreißendes Abenteuer mit großartigen Charakteren in klassischem Splatter-Gewand. Ein Muss für jeden Zombie-Fan!


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