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Rezensionen verfasst von
Markus Schmidl
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Sign Of The Hunter
Sign Of The Hunter
Wird angeboten von cdwasteland
Preis: EUR 5,99

5.0 von 5 Sternen Im Zeichen des Jägers..., 24. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Sign Of The Hunter (Audio CD)
Die Band Hunter gehört zu den Myriarden an Metal-Truppen, die erfolgstechnisch nie einen Fuß auf die Erde bekamen. Von der Promo im Stich gelassen und der Presse geschmäht, gab es in der 1980er Jahren wenig Möglichkeiten sich zu positionieren. Es sei denn man supportete einen größeren Act, der sich seine Vorgruppen allerdings aus eben diesen Myriarden an Metal-Truppen aussuchen konnte.

Hunter brachten es zu Lebzeiten auf die beiden Studio-Alben Sign Of The Hunter (1985) und Keep The Change (1987), aber ich kann mich bewusst nicht zurückentsinnen, irgendwann einmal etwas ausführliches in den Metal-Postillen über die Jungs aus Mannheim gelesen zu haben. Das Album *Sign Of The Hunter* selbst habe ich mir, aufgrund des düster gehaltenen Original-Artworks irgendwann Ende der 1980er Jahre zugelegt. Das Artwork assoziierte ich zur damaligen Zeit mit Thrash-Metal oder dem, was man in den 1980ern als Black-Metal bezeichnete. Von Thrash- oder Black-Metal war zwar nach dem ersten Höreindruck nichts über geblieben, aber gelangweilt hatte ich mich definitiv nicht.

Die fünf Mannheimer (Bertram Wegmann (vocals ), Stefan Brandtner (guitars ), Peter Hartung (guitars), Nico Boutris (bass), Bernd Herrmann (drums)) rockten megamäßig ab. Sie spielten frischen, treibenden Heavy-Metal, der gelegentlich im Hardrock wilderte, und brachten ein kurzweiliges Debüt-Album heraus, das sich nicht in irgendwelchen Nebensächlichkeiten verzettelte. Die Produktion war angenehm rough und es wurde nicht versucht die Ecken und Kanten der Songs weg zu polieren. Wenn Accept oder Priest durchklangen, dann war das halt so, Musiker sind schließlich auch irgendwie nur Fans.

Auf die Ohren gibt es zehn starke Songs (rein subjektiv betrachtet natürlich). Highlights wie *Sign Of The Hunter*, *Stage Attack* oder *Black Hole*kristallisieren sich sehr schnell heraus. Bei *Crusaders Of Hell* und *Magnum 45*würde ich sogar von Hammersongs sprechen und die Tracks *The Wheels Turn On* und *Lonely Hell* überstrahlen nochmals alle Songs. Wobei ich sogar so weit gehen würde *Lonely Hell* als das signifanteste Riff der kompletten Scheibe zu bezeichnen, was bei der Fülle an erstklassigen Nummern aber fast schon wieder völlig egal ist. Die Scheibe ist einfach nur Klasse.

Die originale Vinyl-Platte hat bei mir einen Sonderstatus. Ich hörte sie selten, aber mit Genuss. Irgendwann habe ich mir die Scheibe als MP3 konvertiert, was dafür sorgte das ich den Hunter öfter anhören konnte ohne mir Sorgen um die Vinyl-Scheibe machen zu müssen. Aber das Beste scheint mir zu sein, daß man das Album überraschenderweise endlich auch CD kaufen kann, wobei die angefügten Demo-Songs, die Cult-Metal-Classics aus den Archiven gezerrt nur für wirkliche Sammler von Interesse sein dürften. Schade ist nur, daß das originale Platten-Cover scheinbar nicht überlebt hat und gegen ein Neues getauscht wurde…


Regie Sathanas (A Tribute To Cernunnos)
Regie Sathanas (A Tribute To Cernunnos)
Preis: EUR 8,99

4.0 von 5 Sternen A Tribute To Cernunnos, 20. November 2014
Die EP *Regie Sathanas* erschien erstmal 1998. Sie ist so ein Art Requiem an den Original-Schlagzeuger Cernunnos, der kurz vor den Aufnahmen zum zweiten Enthroned-Album *Towards The Skullthrone Of Satan* Selbstmord begangen hatte. Die EP wurde eingespielt in der Besetzung Lord Sabathan (bass, vocals), Nornagest (guitars, vocals), Nebiros (guitar) und Namroth Blackthorn (drums).

Mit vier Songs, zwei Instrumentals und einem Cover-Song bringt es die EP auf eine Laufzeit von 28 Minuten. Trotz des traurigen Anlasses wildert sich die Band querbeet durch diverse Genres. Die Songs sind eine Mischung aus Thrash-, Death- und Black-Metal, und bleiben dennoch zu 100% Enthroned (für ungeübte Ohren ist das sowieso alles der gleiche Lärm).

Eröffnet wird mit einem atmosphärischen Instrumentalstück bevor sich die Riffs pfeilschnell in *By Dark Glorious Thoughts* entladen. *Walpurgis Night* im Anschluß ist so ziemlich der interessanteste Song der EP. Er beginnt mit Soundeffekten, langsamer Melodie, bis zur Explosion eines Stahlgewitters mit voller Geschwindigkeit. Die Erkenntnis das *Satan Never Sleeps* ist zwar nicht wirklich neu, der einfach gestrickte, langsame Death-Metal-Song dieses Titels dafür aber ausgesprochen spannend.

Der Song *Conquerer* ist im Original von Sodom bereits ein Killer. Enthroned können ihn genauso stark adaptieren und zeigen gleichzeitig das Sodom nicht zu Unrecht zu den Wegbereiter des Black-Metal zählen. *Deny The Holy Book Of Lies* dagegen befand sich bereits auf dem Debüt-Album. Die EP endet mit einem 15 Sekunden dauernden und der Einfachheit betitelten Outro.

Unterm Strich ist das eine typische Enthroned-Scheibe. Bei genauer Betrachtung bleiben allerdings nur vier echte, zusätzliche Enthroned-Songs übrig, was mich daran hindern die Höchstnote zu verteilen. Der Grundgedanke, nämlich an den Bandmitbegründer Cernunnos zu erinnern, wurde aber voll und ganz erfüllt...


The Bronze Years (Remastered 4cd Box)
The Bronze Years (Remastered 4cd Box)
Preis: EUR 35,99

5.0 von 5 Sternen Girlschool's Jahre bei Bronze..., 18. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Man stelle sich mal folgende Situation vor: es gäbe da eine Girlgroup, die, sagen wir mal 1977 gegründet wurde, einen Stapel insgesamt gelungener Alben abgeliefert hat, in den Anfangsjahr höchst erfolgreich war und selbst heute noch Konzerte gibt? Das klingt irgendwie schöner als es wahr sein könnten, oder?

Und dann stelle man sich weiter vor, eigentlich ein unmöglicher Umstand, daß diese Girlgroup nicht von einem Produzenten zusammen gecastet wurde um Pop-Trallala aufzunehmen, sondern sich bereits während der Schulzeit gegründet hatte um Hardrock zu spielen. Gibt’s nicht? Doch, gibt’s es. Und wenn man diesen Gedankengang weiter verfolgt landet man fast automatisch bei den Mädels von Girlschool, einer Band die eine deftige Duftmarke im Genre der harten Musik gesetzt hatte. Gerade ihre ersten beiden Alben zeigten deutlich das Girls im Rockbereich mehr können als nur halbnackt auf Plattencovers zu posieren.

Die Alben *Demolation* (1980) und *Hit And Run* (1981) sind heute noch die härtesten Scheiben, die die vier Girlschool’s jemals abgeliefert hatten. Songs wie z.B. *Not For Sale*, *Midnight Ride*, *Emergency*, *Victim* oder *The Hunter* haben ziemlichen Dampf und sind rotzig heruntergespielt. An Spielwitz und Handwerkskunst konnte man sich locker mit den damaligen Szenegrößen messen. Was schließlich zu einer spannenden Zusammenarbeit mit den Jungs von Motörhead führte und die kuriose EP *St. Valyntine's Day Massacre* hervor brachte.

Leider folgt 1982 der erste Besetzungswechsel, meines Erachtens sogar der signifikanteste Besetzungswechsel der Bandgeschichte. Nach musikalischen Differenzen verließ Bassistin Enid Williams die Band. Die 1982er Scheibe *Screaming Blue Murder* erlebte in Folge dessen eine musikalische Modifikation. Aus rotzigem, wurde gut ausgewogener, um nicht zu sagen ausgefeilter Hardrock. Ein Jahr später folgte mit *Play Dirty* eine deutlich kommerziell ausgelegte Glam-Rock-Platte, die der Band etwas die eigene Identität raubte und allzusehr nach dem Zeitgeist schielte.

Schwach ist dennoch keine der hier enthaltenen Studio-Alben, auch wenn *Demolation* und *Hit And Run* sowas wie das musikalische Gerüst bilden von dem Girlschool heute noch zehren können. Die Box enthält, dem Titel *The Bronze Years* folgend, neben den regulären Album-Tracks, die kompletten Songs der raren 1983er EP *1-2-3-4 Rock’n’Roll*, sowie jede Menge Bonus-Songs, die chronologisch hinzugefügt wurden und ein sehr gutes Gesamtbild von den ersten Schaffensjahren der mittlerweile dienstältesten Girl-Group der Welt bietet. Auch wenn editorisch leichte Abstriche im Vergleich mit den Remastered-Ausgaben in Kauf genommen werden müssen.

Einen Hinweis möchte ich an dieser Stelle unbedingt noch loswerden. Gegründet wurden Girlschool von Kelly Johnson (guitar), Denise Dufort (drums), Enid Williams (bass) und Kim McAuliffe (guitar). McAuliffe und Dufort waren immer Teil des Bandgefüges. Kelly Johnson stieg 1983 aus, war erneut Mitglied von 1993 bis 2000 und erlag 2007 ihrem Krebsleiden. Ur-Bassistin Enid Williams ist seit 2000 wieder Teil der Band. Von der aktuellen Besetzung, verstärkt durch Gitarristin Jackie Chambers gibt es bei youtube einige gutklassige Live-Clips, die die vier *Girls ab 50* live beim Abrocken zeigen.

FAZIT: die vier wichtigsten Girlschool-Alben mit viel Bonus-Material...


The Witch Of Berkeley-Live
The Witch Of Berkeley-Live
Wird angeboten von forever_rock-de
Preis: EUR 12,32

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Hexe von Berkeley..., 17. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Witch Of Berkeley-Live (Audio CD)
Im Bezug auf das Album *The Witch Of Berkeley* habe ich in den letzten 25 Jahren alle möglichen Titulierungen gehört. Es wurde als Meisterwerk bezeichnet oder gar als Meilenstein tituliert. Beide Bezeichnungen halte ich für ein Stück weit übertrieben, vor allem weil Ende der 1980er Jahre kaum noch jemand die Scheibe oder die Bandmitglieder kannte. Ich persönlich würde die Scheibe eher als vergessenes Juwel bezeichnen.

A II Z's *The Witch Of Berkeley* erschien erstmals im Oktober 1980 und wurde in der Besetzung Dave Owens (vocals), Gary Owens (guitar), Cam Campbell (bass) und Karl Reti (drums) eingespielt. Gegen alle Gewohnheiten handelt es sich bei diesem Debüt-Album um eine Live-Scheibe. Und zwar um das Paradebeispiel eines treibenden Live-Werkes, daß stark schwitzend aufgezeichnet wurde. Die Band gibt alles und hat mit den neun Original-Songs die besten Argumente auf ihrer Seite - Heavy Metal ohne Schnick-Schnack und ohne die Barrieren eines Studios.

Herauspicken muß man keinen der neun Tracks, was bei der durchgehend hohen Qualität der Songs auch kein Wunder darstellt. Dazu gesellen sich präzise handwerkliche Fingerfertigkeiten und ein verdammt gutes Songwriting. Die rohe Energie des Konzertes ist immer noch spärbar und macht Songs wie *Fun After Midnight*, *Glastonbury Massacre*, *Witch Of Berkeley* oder *The Romp* noch immer zu einem handfesten Vergnügen.

Die Edition von Krescendo-Records packt dazu zehn weitere Songs auf eine Doppel-CD. Enthalten sind fünf Stücke die 1981 auf Singles veröffentlicht wurden. Besonders *Treason* halte ich für ein weiteres Highlight, sowie *Valhalla Force* und *Ringside Seat*, die zwar nicht ganz die Power der Live-Songs aufweisen, aber dafür mit gutem Spielwitz punkten. Ein Erfolg wollte sich scheinbar aber nicht einstellen und so kann der kurze Mitschnitt *BBC Live in Concert* auf CD 2, mit neuer Rhymus-Sektion, durchaus als letztes Lebenszeichen der Band gewertet werden.

Hier werden nochmals die Stücke *The Witch Of Berkeley*, *Walk In Distance* und *Danger U.X.B.* zum besten gegeben, genauso wie die beiden neuen Stücke *S.O.S.* und *Rest In Peace*, die erahnen lassen, was von A II Z noch hätte kommen können. Gary Owens Ausstieg 1982 besiegelte das Ende der Truppe, die zwar versuchte mit dem neuem Namen Aurora weiterzumachen, aber sich nach einer Single unwiederbringlich auflöste, als Polydor den Plattenvertrag kündigte. Die Musiker verschwanden schließlich fast alle im luftleeren Raum. Einzig Kurzzeitschlagzeuger Simon Wright konnte sich einen Namen machen. Er war zur Stelle als z.B. AC/DC oder Dio den Platz hinter der Schießbude neu besetzen mußten...


Trail of Fire-Live in North America
Trail of Fire-Live in North America
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Clubatmosphäre..., 14. November 2014
Eigentlich wäre die Überschrift *Satan und die erste Tour* treffender gewesen. Nichts anders als die erste Tournee der Originalen Satansbraten dokumentiert die CD *Trail Of Fire - Live In North America*. Auf das Line-Up muß vermutlich nicht näher eingegangen werden. Es handelt sich natürlich um Brian Ross (vocals), Steve Ramsey (guitar), Russ Tippins (guitar), Greame English (bass) und Sean Taylor (drums), die 1983 den Metal-Klassiker *Court In The Act* und 2013 den ebenbürtigen zweiten Longplayer *Life Sentence* für die Nachwelt auf Tonträger verewigt hatten.

Wie der Aufkleber auf der Verpackung bereits hinreichend erklärt wurden sechs Konzerte mitgeschnitten. Aus diesen sechs Konzerten wurde 15 Songs extrahiert und auf CD gebannt. Wie meine Überschrift verrät herrscht durchgehend Clubatmosphäre, was soviel bedeuten soll das die Anzahl der Konzertbesucher überschaubar gewesen sein dürfte. Das geht zumindest aus der Geräuschkulisse hervor. Dem musikalischen Vortrag hat diese in keinster Weise geschadet. Vor allem Brian Ross (Blitzkrieg) dürfte ein zahlenmäßig kleines Publikum gewohnt sein und Ramsey und English haben mit Skyclab bekanntlich auch nicht immer nur auf großen Festivals gespielt.

Sei's drum. Die fünf Briten rocken auf jeden Fall was das Zeugs hält und liefern eine sauber produzierte, erstklassige Live-Scheibe ab. Das Schlagzeug poltert, die Zwillingsgitarren bieten perfekte Power und Befürchtungen, daß die Songs der beiden Studio-Alben nicht harmonieren könnten kann man getrost beiseite wischen. Es wirkt alles wie aus einem Guß. Die Klassiker vom Kaliber *Trail By Fire*, *Blades Of Steel*, *Break Free* oder *Alone In The Dock* stechen genauso wie die neuen Highlights *Siege Memtality*, *Testimony* und *Incantations*.

Mit *Oppression* gibt es sogar einen alten Demo-Song im Live-Set, der es nicht auf eine der beiden regulären Studioalben geschafft hat. Gleichzeitig liegt mit dem Album *Trail Of Fire* für mich der Beweis vor, das das sägende, klassische Gitarrenspiel aus den Niederungen der N.W.O.B.H.M. immer noch sticht und komplett begeistern kann – ob das jüngere Metal-Publikum sich dafür allerdings erwärmen kann, steht auf einem anderen Blatt.

FAZIT: britisches Stahlgewitter in bester Tradition...


No Use Crying
No Use Crying
Wird angeboten von forever_rock-de
Preis: EUR 19,90

5.0 von 5 Sternen Keine Zeit zum Weinen..., 12. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: No Use Crying (Audio CD)
1987 erschien das zweite und leider auch letzte Album der britischen Metal-Band Satanic Rites unter dem Titel *No Use Crying*. Das Album wurde aufgenommen in der Besetzung Deborah Ingham (vocals), Stuart Page (guitar), David Ingham (bass), Graham Dyson (keyboards) und Dave Kershaw (drums).

Das Debüt-Album war nur mäßig erfolgreich gewesen. Die Mischung aus N.W.O.B.H.M. mit Keyboards und weiblichem Gesang traf nicht den Geschmack der breiten Massen. Vor allem die musikalische Spielart des N.W.O.B.H.M. war durch neue Einflüsse und technische Neuerungen im Metal-Bereich immer mehr in den Hintergrund gerückt. Die Band trat verkaufstechnisch zwar auf der Stelle, wagte aber trotzdem den Versuch ein weiteres Album auf den Markt zu bringen.

*No Use Crying* präsentierte eine Truppe, die sich songtechnisch deutlich gesteigert hatte. Die Songs wirken komplexer als auf dem Vorgänger, die Keyboards klingen sogar komplett runderneuert durch den neuen Tastenspieler. Die größte Überraschung war allerdings die Entwicklung von Sängerin Deborah Webster. Nicht nur, daß sich nun als Deborah Ingham genannt wurde, sie lieferte auch eine extrem starke stimmliche Leistung ab, die sich deutlich von den teilweise unsauber Gesangspassagen von "Which Way The Wind Blows* unterschied. Die Songs sind komplett erste Sahne. Allen voran *Never So Easy* mit seinen funkigen Passagen, *Borderline* und *Cast My Spell* stechen nach dem ersten Hördurchlauf sofort heraus und sind doch letztendlich nur drei von insgesamt 10 Klasse-Songs.

Das Label Cult Metal Classics brachte 2010 diese vergessene Metal-Präzisiose runderneuert wieder auf dem Markt. Runderneuert heisst in dem Fall das das Original-Artwork (mit dem Auge und dem Atompilz) gegen ein düsteres Sensenmann-Artwork getauscht wurde. Das neue Cover passt zwar wunderbar zum Bandnamen, entspricht aber nicht unbedingt der musikalischen Spielart. Satanic Rites haben mit *Tod und Teufel* nämlich überhaupt nichts zu tun. Als weitere Neuerung wurden zwei Demo-Tracks angehängt, die sich marginal von den Original-Songs unterscheiden.

FAZIT: noch so ein vergessenes Hardrock/Metal-Kleinod...


Which Way The Wind Blows
Which Way The Wind Blows
Wird angeboten von forever_rock-de
Preis: EUR 19,90

4.0 von 5 Sternen The Satanic Rites Of Dracula..., 12. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Which Way The Wind Blows (Audio CD)
Um es gleich vorweg zu schreiben. die Band Satanic Rites hat mit dem Black-Metal-Genre rein gar nichts zu tun. Meine Überschrift bezieht sich lediglich auf den Dracula-Film nachdem sich die Band scheinbar benannt hatte. Satanic Rites spielen einen starken, melodisch geprägten Metal, den man durchaus noch zu den Spätausläufern der N.W.O.B.H.M. zählen kann.

Ihr Debüt-Album *Which Way The Wind Blows* erschien erstmals 1985 und wurde in der Besetzung Deborah Webster/Ingham (vocals), Stuart Page (guitar), David Ingham (bass), Kevin Doyle (Keyboards) und Dave Kershaw (drums) eingespielt. Und es enthält neun absolut starke Songs, die selbst heute noch ganz gut ins Ohr gehen. Man hört dem Album zwar deutlich an in welcher Dekade es aufgenommen wurde, aber der Versuch das sägenden N.W.O.B.H.M-Gitarrenspiel mit fast poppigen Keyboards zu verbinden wirkt extrem spannend. Das Songwriting überzeugt, die Instrumental-Passagen sind sorgsam ausgearbeitet, ohne allzusehr ins technische Detail abzudriften.

Für die gesangliche Abrundung sorgt Deborah Webster, die den Songs die nötige Dramatik verleiht. Sie ist allerdings auch der einzige Kritikpunkte den ich für das Album finde. Sie singt über weite Teile des Albums sehr stark, aber es gibt einige Passagen in den sie ihre Stimme nicht im Griff zu haben scheint. Ein Umstand der einem Gelegenheitshörer vermutlich gar nicht erst auffällt, mir aber immerhin wichtig genug erscheint um der CD die Höchstnote zu verweigern. An der Qualität von Songperlen wie *Burn In Hell*, *Fear Of the Night*, *Law Of The Land*, *Matter Of Evolution* oder dem dramatischen Titelsong ändert das aber überhaupt nichts. Sie sind, wie sie sind - und vielleicht auch deshalb so gut.

Ein größeres Publikum hat die Band leider nie erreicht. Vielleicht war die Welt auch noch nicht reif genug für Satanic Rites' originellem Stilmix. Zumindest hat Cult Metal Classics 2010 eine überzeugende CD-Ausgabe auf dem Markt gebracht. Neben den bekannten neun Songs des Albums, enthält die CD noch die beiden Songs *Live To Ride* und *Hit And Run*, die 1981 als Single veröffentlicht und von Ur-Sänger Daz Bingham eingesungen wurden.

FAZIT: aus meiner Sicht liegt hier ein vergessenes Juwel vor...


LIGHT IN THE DARK/NO SALVATION(+DVD)
LIGHT IN THE DARK/NO SALVATION(+DVD)
Wird angeboten von TOMMY's STORE
Preis: EUR 17,04

4.0 von 5 Sternen erstklassig, aber viel zu kurz..., 8. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Single *Light In The Dark* ist die neueste Veröffentlichung der japanischen Metal-Girls BRIDEAR aus Fukuoka, Japan. Es ist die insgesamt dritte Veröffentlichung seit der Bandgründung 2011. Das Line-Up war mit Kimi (vocals), Haru (bass), Kai (drums), Mitsuru (guitar) und Misa (guitar) konstant geblieben.

Zu Buche standen bereits eine erstklassige Single und die erstklassige EP *Overturn The Doom* (siehe meine Bewertung dort). Ich hatte eigentlich dieses Jahr mit dem Erscheinen eines vollständigen Albums gerechnet und war zugebenermaßen etwas enttäuscht als die Veröffentlichung einer weiteren Single angekündigt wurde. Das Songmaterial konnte meine Enttäuschung aber sofort in Begeisterung ändern.

Bridear packen den absoluten Metal-Hammer aus und donnern sich durch zwei düstere Power-Songs, die ein unerwartetes Up-Date erfahren. Als zweite Stimme ist Gitarristin Misa zu vernehmen, die mit gutturalem Grollen den Songs zusätzliche Würze verleiht und einen spannenden Kontrast zur klaren Stimme von Sängerin Kimi gibt. Die beiden Songs *Light In The Dark* und *No Salvation* sind erstklassiges Material. Das Bonus-Material auf DVD ist ebenfalls nicht zu verachten, allein das Music-Video von *Light In The Dark* ist bereits den vollen Kaufpreis Wert.

Leider ist und bleibt die Single etwas unergiebig, was mich daran hindert die Höchstpunktzahl zu vergeben, auch wenn es das enthaltene Material durchaus verdient hätte. Mir persönlich wäre ein komplettes Album lieber gewesen, aber ich denke mal, damit dürfte erst 2015 zu rechnen sein...


Black Lotus
Black Lotus
Preis: EUR 12,40

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Da ist Pfeffer drin..., 6. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Black Lotus (Audio CD)
Sister Sin pflegen einen harten, eingängigen Mix aus Hardrock und Heavy Metal und geben dabei mächtig Gas. Man kann durchaus sagen, daß die *Sündigen Schwestern* uns mit einer neuen Scheibe beehren. Was sie bisher veröffentlichten hatte Hand-und Fuß, war stimmig und verdammt knackig. Das neue Album macht da keine Ausnahme.

Für das songwriting waren wie (fast) immer Gitarrist Jimmy und Schlagwerker Dave verantwortlich. Die Krönung erhalten die neun Tracks durch die kräftige, eigenwillige Stimme von Frontfrau Liv Jagrell, die sich als klassische Shouterin die buchstäbliche Seele aus dem Leibe schreit. Die Band selbst habe ich eher zufällig für mich entdeckt als sie 2011 mit U.D.O. auf Tour waren.

Obwohl Sister Sin sicherlich nur eine kleine Erscheinung im großen Ozean des Heavy Metal sind, gab es bisher keine CD die mich nicht überzeugen konnte. Die Scheiben wurden selbst bei längerer Dauerrotation nicht langweilig. Sister Sin stehen für satten Rock (der Einfachheit mal so bezeichnet) und demonstrieren diesen in Nummern wie *Chaos Royale*, *Ruled By None*, *Desert Queen*, die ich einfach mal wahllos aus dem Reigen herauspicke. Ich glaube sogar einige experimentelle Spielereien entdeckt zu haben. Das balladeske *The Jinx* klingt etwas banduntypisch, ist aber verdammt stark.

Einziges Manko ist die kurze Spielzeit von nur gut 37 Minuten. In den 1970ern und 1980ern war es zwar völlig normal das sich Langrillen um die 30-Minuten-Marken bewegten, aber heute wirkt das irgendwie komplett aus der Zeit gefallen. Was natürlich nichts an der Spitzenqualität der 9 Nummern ändert – und es ist mir allemal lieber, als wenn sinnfreies Füllmaterial dazu gepackt worden wäre und eine längere Spielzeit zu heucheln.

FAZIT: bewährte Rezeptur - erstklassiger Stoff...
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 9, 2014 5:19 PM CET


Original Album Series
Original Album Series
Preis: EUR 13,13

3.0 von 5 Sternen Nur zwei Perlen..., 1. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Original Album Series (Audio CD)
Die günstige Original-Album-Serie ist genau genommen eine sehr lukrative Sache. Man erhält originale Musik in originalem Klang und muß sich nicht mit sinnfreien Bonus-Tracks herum ärgern. Das man dafür einige Abstriche in der Ausstattung in Kauf nehmen, ist dabei ein zu vertretenden Umstand. Wie immer heißt es auch hier die Devise, keine Booklets, nur CDs in Papersleeve.

Um eine lukrative Sache handelt er es sich auch bei dieser Box. Rein auf das Preis/Leistungs-Verhältnis bezogen macht man definitiv nichts falsch. Beim musikalischen Wert der fünf Alben muss man allerdings gewaltige Abstriche in Kauf nehmen (rein subjektiv betrachtet). Genau genommen erhält man mit der Box, nämlich nur zwei wirklich gute Hardrock-Alben, und zwar die beiden Klassiker *Montrose* und *Paper Money*, die gemeinsam mit Sammy Hagar an den vocals entstanden.

Ab *Warner Bros. presents Montrose* (ein sinnfrei sperriger Album-Titel) verzettelte sich die Band um Leader Ronnie Montrose in allerlei Nebensächlichkeiten und experimentierte mit musikalischen Nebenschauplätzen. Gleichzeitig drehte sich das Personalkarussell, was dafür sorgte das nach *Jump In* zunächst mal Schluß war im Hause Montrose. Das Album *Open Fire* versprach vom Titel dann auch mehr als es zu halten im Stande war. Bei genauer Betrachtung handelt es sich nämlich nur um ein Album, dass von einen Gitarrenliebhaber für andere Gitarrenliebhaber eingespielt wurde.

Unterm Strich bleiben hier wirklich nur zwei echten Hardrock-Perlen und jede Menge Ballast übrig. Ballast, den man nicht unbedingt braucht. Ich würde an dieser Stelle eher den Rat erteilen, nur die beiden Werke *Montrose* und *Paper Money* zu kaufen. Da beide Alben aber den momentan Preis der 5-CD-Box von 13.97 Euro (Stand, 01.10.2014) bei weitem übersteigen kommt man an dieser Box wohl nicht vorbei...


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