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Beiträge von Markus Schmidl
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Rezensionen verfasst von
Markus Schmidl
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RETURN TO MYSELF -SHINAI SHINAI NATSU.(regular)
RETURN TO MYSELF -SHINAI SHINAI NATSU.(regular)
Wird angeboten von JAPANSTAR
Preis: EUR 12,16

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ein bischen unergiebig..., 31. Dezember 2013
*Return To Myself* ist die mittlerweile vierte CD-Veröffentlichung der japanischen Metal-Women von Cyntia. Die Single wurde in der Besetzung Kanoko (Drums, Percussion), Yui (Guitars), Ayano (Keyboards, Piano), Saki (Vocals) und Azu (Bass) eingespielt. Mit dem selben Line-Up brachte man bereits recht erfolgreich (in Japan) das Album *Lady Made* auf den Weg.

Beim Titelsong handelt es sich um die Cover-Version eines japanischen Popsongs mit dem Titel *Shinai Shinai Natsu*, der seinerzeit wohl auch sehr erfolgreich in Japan gewesen war. Die Umsetzung des Stückes ist entsprechend poppig geraten. Obwohl die Band Cyntia dem Kei-Visual-Metal zugeordnet wird geben sich die fünf Damen dieses Mal eher zahm balladesk. Vermutlich auch um die ursprügliche Stimmung des Songs nicht durch ruppige Gitarren zu zerstören. Das Ganze klingt zwar durchaus gefällig, aber nicht sehr spektakulär.

Die beiden anschließenden Songs *Kira Kira Shangri-la* und *Day Dream* finde ich persönlich um einiges überzeugender. Beide können nahtlos an die Songs von *Lady Made* anschließen und zeigen das wahre Können von Cyntia, mit starker handwerklicher Arbeit an den Instrumenten. Die Stimme von Bandschönheit Saki verdient bei allen drei Songs eine Extraerwähnung. Die Frau kann einfach alles singen. Über die Dreingabe aller Songs in instrumentaler Version muß man dagegen keine Worte verlieren - ist halt mal so.

Die Single erschien in Japan in drei unterschiedlichen Editionen. Ich habe mich, wegen des günstigeren Preises für die reine Musik-CD entschieden. Die Ausgabe mit dem Zusatz Type-A wäre dabei durchaus eine Alternative gewesen, da die beigefügte DVD das sehenswerte Video zum Songs enthält. Die Edition Type-B dagegen ist wirklich nur für die weibliche Hauptzielgruppe der Band gedacht, da sich das genannte Goods nach längerem goggeln und surfen als One-Size-Bikini herausgestellte. Da warte ich doch lieber auf die nächste Maxi (soll Januar 2014 erscheinen) und investiere das gesparte Geld in Mucke...


Forgotten Dreams
Forgotten Dreams
Preis: EUR 19,35

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Überzeugendes Metal-Album, 29. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Forgotten Dreams (Audio CD)
Die Geschichte der britischen Heavy Metal-Band beginnt bereits im Jahre 1979. Die erste Veröffentlichung in Form einen Single mit den Songs *Cold As Steel* und *Reach To Eternity* datiert aus dem Jahr 1982. Trotz einer gewissen Reputation als Live-Band und insgesamt drei Demos konnte man allerdings keine Plattenfirma für einen entsprechenden Deal überzeugen.

2010 brachte dann Pure Steel Records diese drei Demos, nebst den beiden Single-Tracks und dem komplett neuem Song *Run For Your Life* in Form einer Doppel-CD auf den Markt (siehe meine Bewertung dort). Ich wurde 2011 durch einen Freund auf die Band aufmerksam und muß auch heute noch sagen das die Demos durchaus starkes, aussagekräftiges Material beinhalteten. Mit einer entsprechend starken Produktionen hätte man aus den Jungs eine schlagkräftige Truppe heranziehen können.

Und nun liegt das erste Album von Salem vor. Mit leichter (sehr starker!!!) Verspätung zwar, aber mit schlagkräftigen musikalischen Argumenten. Von den ursprünglichen Demos hat es lediglich der Song *Reach To Eternity* mit seinem signifikanten Riff (Armageddon lassen grüssen!) auf das Album geschafft. Ansonsten komponierte man komplett neue Songs. Der Pressetext von Pure Steel sparte nicht an Vorschußlorbeeren, und sprach sogar von neuem Maßstäben im Heavy-Genre.

Der Text erschien mir vorab bereits etwas befremdlich und wurde von der Band auch keinesfalls eingehalten. ABER es gibt gutes, bis erstklassiges Metal-Futter das stark in den 1980er Jahren verwurzelt ist und mit starker, handwerklicher Arbeit überzeugend kann. Allen voran die Herzstücke des Albums *Forgotten Dreams*, *High Stakes*, das oben bereits genannte *Reach To Eternity*, *X Rated* und *Ask The Lonely* sind echte Volltreffer der Komponierkunst, dazu gesellen sich einige starke balladeske Tracks und das hochdramatische *Aftershock*. Für volle Bedienung ist gesorgt! Die Truppe hätte mit diesem Album endlich die Chance verdient, die man ihr Jahrzehnte vorher nicht zugestanden hatte.

FAZIT: gutes Album, nur etwas zur spät veröffentlicht...


Birthcontrol
Birthcontrol
Wird angeboten von HippieRecords
Preis: EUR 12,35

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Birth Control No. 1..., 18. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Birthcontrol (Audio CD)
1970 debütierte die Band Frumpy, die ich persönlich für die wichtigste deutsche Rock-Band der 1970er Jahre halte, mit ihrem Album *All Will Be Changed*. Nahezu zeitgleich erschien die erste Scheibe der Berliner Band Birth Control, die ich ohne lange zu überlegen auf die selbe Stufe heben würde, auch wenn man die beiden Scheiben nicht unbedingt miteinander vergleichen kann. Der soundtechnische Unterschied war nämlich eminent.

Frumpy spielten ihr *All Will Be Changed* ohne Gitarristen ein, während Birth Control von einem komponierenden Gitarristen angeführt, aber musikalisch von einem dominanten Orgel-Sound geführt wurden. Eingespielt wurde *Birth Control* in der Besetzung Bruno Frenzel (Gitarre), Bernd Noske (Schlagzeug, Gesang), Reinhold Sobotta (Orgel) und Bernd Koschmidder (Bass).

Herausragend ist zunächst die Covergestaltung in Form einer Pillendose, die seinerzeit für mächtig Aufsehen sorgte. Heute belächelt man zwar diese eher naive Form der Plattencovers, aber 1970 schlugen die Uhren anders, und die selbsternannten Wächter des guten Geschmackes rümpften lautstark die Nasen. Es war zwar nur eine Pillendose, aber in Verbindung mit dem Bandnamen (Geburtenkontrolle) und der sexuellen Revolution in den späten 1960ern führte es zu allerlei kruden Gedankenspielereien.

Die Songs selbst sind ausgeklügelter Art-Rock. Kunstvoll, schwere und durchaus harte Nummern, die vom Orgelsound und einer ruppigen Gitarre getragen werden. Das Zusammenspiel der beiden Instrumente könnte man durchaus als heavy bezeichnen und gedankliche Querverbindungen zu den Briten von Atomic Rooster ziehen. Bereits der Opener *No Drugs * zeigte wo der Hammer zu hängen hatte. Und die gesamten Platte hielt diesem Niveau stand, auch wenn man teils bluesige und psychedelische Momente mit einbaute. Die Band spielte auf sehr hohem internatonalen Niveau und konnte sich gleichzeitig auch erlauben den Doors-Songs *Light My Fire* neu zu interpretieren.

Anspieltipps: *No Drugs*, *Foolish Action* und das zehnminütige *Sundown*

Über die Bonussongs dieser CD-Ausgabe kann ich nichts sagen, ich besitze die CD-Sammlerausgabe in Pillendosenform und in diesem speziellen Falle ist mir die Verpackung ausnahmsweise wichtiger als irgendwelche Bonussongs.

FAZIT: starker Einstand von Noske, Frenzel & Co...


Armaggedon (Remastered)
Armaggedon (Remastered)
Preis: EUR 18,02

5.0 von 5 Sternen Vergessenes Juwel..., 17. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Armaggedon (Remastered) (Audio CD)
Bei der CD *Armaggedon* handelt es sich um eine der vielen Kuriositäten, die die Musikwelt immer mal wieder hervorbringt. Die gleichnamige Band bracht nur dieses eine Album auf den Weg und bestand aus den Musikern Frank Diez (Solo-Gitarre, Gesang), Manfred Galatik (Klavier, Bass, Gesang), Michael Nürnberg (Bass, Rhythmus-Gitarre) und Jürgen Lorenz (Schlagzeug). Aufgenommen wurde die Scheibe im Juli und August 1970 in München.

Das Genre das Armaggedon vertreten wird gerne dem Kraut-Rock zugeschrieben, jene Bezeichnung mit der Rockmusik aus Deutschland früher deklassiert wurde. Kraut-Rock hat sich zwar mittlerweile zum feststehenden Begriff gemausert, auch wenn er, wie so viele Schubladen im Musikbereich, nichts konkretes aussagt. Armaggedon spielen ein frühe Mischung aus Hardrock mit dominanten Klaviersound, geballt mit Blues-Rock und psychedelischen Klängen.

Die Band verbindet die besten Zutaten, die die britischen Charts seinerzeit dominierten, fügten ein gehöriges Pfund deutschen Spielwitz dazu und zogen einfach mal ihr Dingens durch. Vier starken Eigenkompositionen stehen dabei zwei starken Coversongs gegenüber. Sechs Highlights geben sich die Klinke in die Hand. Zu Buche stehen der Heavy-Hammer *Round*, der Psycho-Trip *Open*, das bluesige *Oh Man* und das signifikante *People Talking*, mit dem man einer weiteren deutschen Rocktruppe eine Blaupause für einen Hit lieferte (einfach mit *Gamma Ray* von Birth Control vergleichen), stehen auf der Habenseite. Auf der Sollseite steht das ausufernd gespielte *Rice Pudding* und der Heavy-Hammer *Better By You, Better Than Me*, die schlagkräftig unter Beweis stellen, daß man nicht nur sehr gut von den britischen Bands gelernt hatte, sondern sich auch durchaus mit ihnen messen konnte.

Leider bleib es bei dieser einen LP. Von den beteiligten Musikern hat sich einzig Frank Diez als Musiker und Produzent einen Namen erarbeitet, der als Tausendsassa unteren anderen bei und mit Atlantis, Frumpy, Peter Maffay und Eric Burdon gespielt und zusammengearbeitet hat.

FAZIT: kleines, feines, deutsches Rockjuwel...


No More Tears
No More Tears
Preis: EUR 7,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nie mehr Tränen..., 11. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: No More Tears (Audio CD)
Im September 1991 erschien erstmals *No More Tears* von Ozzy Osbourne. Es war Ozzys sechstes Studio-Album und wurde in der Besetzung Zakk Wylde (guitar), Bob Daisley (bass), Michael Inez (bass), John Sinclair (keyboards) und Randy Castillo (drums) eingespielt. Das Album gilt bis heute zurecht als einer von Ozzys Album-Klassikern und enthält eine ganze Reihe an signifikanten Songs, die sich bis heute im Live-Set gehalten und bis zum Pflichtmaterial gemausert haben. Darunter befinden sich Songs wie *No More Tears*, *I Don't Want To Change The World*, *Desire*, *Road To Nowhere* oder *Mama, Im Coming Home*, die längst zu den Klassikern aus den 1980er Jahren aufgeschlossen haben.

Die fünf Song-Klassiker aus dem Album herauszufiltern ist dabei keine große Kunst, aber trotz allem sollte man die restlichen Kracher nicht außer acht lassen. Kracher wie *Zombie Stop*, *S.I.N.* und *A.V.H.*, genauso wenig wie den Song *Hellraiser*, der mit Lemmy Kilmister verfasst und später auch von Motörhead interpretiert wurde. *Time After Time* ist eine weitere starke, gefühlvolle Ballade, die leider etwas ins Hintertreffen gerät. Ozzy gab seinerzeit in einem Interview zu, daß er sich bei diesem Song sogar von der irischen Sängerin Sinead O'Conner inspirieren ließ. Was aber letztendlich völlig egal ist, denn die Songs stechen alle.

Ich persönlich halte das Album für ein erstaunlich ausgewogenes Stück Metal mit starken abwechslungsreichen Songs. Die Produktion hat heute noch Dampf und klingt nicht altmodisch. Der Zahn der Zeit hat dem Album weit weniger zugesetzt, als es bei den beiden Vorgängern *Ultimate Sin* und *No Rest For The Wicked* der Fall war. Gleichzeitig markiert das Album aber auch das Ende einer Ära. Ozzy Osbourne und Band griffen beim Komponieren erstmals konsequent auf Fremdautoren zurück. Lemmy von Motörhead verewigte sich als Mitverfasser gleich auf mehreren Songs. Was als kleiner Trend begann, wurde später bis zur Perfektion ausgebaut. Auf *Ozzmosis* gaben sich die professionellen Songwriter bereits die sprichwörtlichen Klinken in die Hand.

Zum Knalleralbum *No More Tears* lieferte das Rock Hard in seiner damaligen CD-Besprechung gleich noch einen Knaller hinterher. Der rezensierende Redakteur schreib vollmundig vom besten Album seit *Ultimate Sin*, vergaß dabei aber anscheinend vollkommen, daß trotz einer Zeitspanne von fünf Jahren nur ein Studio-Album dazwischen lag. So kann man mit gängigen *Schlagwörtern* nämlich auch für unfreiwillige Komik sorgen...


Surrender to No One
Surrender to No One
Preis: EUR 21,47

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie vor 23 Jahren..., 10. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Surrender to No One (Audio CD)
Ist das wirklich schon 23 Jahre her seit *For Those Who Dare* veröffentlicht wurde, ein Album mit dem bei Chastain eine Ära zu Ende ging? Es war das letzte Album auf dem die unvergleichbare Leather Leonie phonstark hinter dem Mikrofon stand und den Songs den letzten Schliff verpasste. Ihr Anteil am Songwriting war zwar nie besonders hoch, aber ihr aggressiver Gesangsstil bestimmte zu wesentlichen Teilen die Atmosphäre der frühen Alben.

David T. Chastain setzte in den 90er Jahren dann verstärkt auf Side-Projekte, veröffentlichte Instrumental-Alben, experimentierte mit verschiedensten Stilen und reaktivierte seine Band Chastain für nur drei Alben, die sich in der Spannbreite zwischen gut und hervorragend bewegten, aber von der Kate French getextet und eingesungen wurden. Eine Shouterin, die er dann an die Band *Vainglory* weiterempfahl.

Nun folgt ein Album bei dem das Wort Reunion durchaus berechtigt mitschwingt. Bandleader David T. Chastain greift auf *Surrender To No One* auf seinen klassischen Mitstreiter Mike Skimmerhorn und die Vocalakrobatin Leather Leonie zurück. Mehr noch, Chastain baut beim Songwriting auf eine gleichberechtigte Partnerschaft mit Leather, die für alle Texte verantwortlich zeichnet. Und das Album erfüllt alle Erwartungen!

Das klassische Feeling der alten Scheiben ist sofort wieder da. Die Produktion ist deutlich besser als früher, aber das alte Feuer lodert sofort wieder auf. Chastain entzünden ein Metal-Feuerwerk ersten Ranges mit düsteren, drückenden Songs voller Energie. Leather klingt, als hätte sie nie etwas anderes gemacht als Chastain-Alben einzuspielen. Sie schreit, beisst, kratzt und spukt. David T. Chastain steuert das nötige Riffing dazu bei. Songs wie *Stand And Fight*, *Call Of The Wild*, *Fear My Wrath* und all die anderen Nummer knallen hammerhart aus den Lautsprechern und das verhaltene *Bleed Through Me* baut ein schön morbide Atmosphäre auf. Drummer Stian Kristoffersen erwies sich aus echter Glückgriff für den Band. Der Mann hämmert staubtrocken und mit einer unglaublichen Power.

FAZIT: Klassischer Metal - hammerhart und gradlinig...


Stimmen aus dem Jenseits-Vol.45
Stimmen aus dem Jenseits-Vol.45
Preis: EUR 9,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen kurzweiliger Gruseltripp..., 4. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Stimmen aus dem Jenseits-Vol.45 (Audio CD)
Bei *Stimmen aus dem Jenseits* handelt es sich dieses Mal um keine Romanvertonung, sondern um ein eigenständiges Hörspiel. Für das Skript verantwortlich war Andreas Masuth, der für Maritim bereits einige Hörspiel-Serien ersonnen hatte und tatkräftig an der Sherlock-Holmes-Reihe mitwerkelte.

Nach der verangegangenen, etwas mauen Christoph-Schwarz-Edition, geht diese Geschichte wieder sehr wohltuend ins Ohr. Es wird klassische Spuk-Schloß-Atmosphäre geboten, d.h. in diesem Fall, daß sich zwei junge Pärchen in einem einsamen Haus in einer ziemlich ausweglosen Situation befinden. Ein Thema das in unzähligen Geschichten dieser Art zwar bereits bis zum Erbrechen ausgewalzt wurde, aber Masuth gelingt es ein paar überraschende Fäden zu ziehen.

Das Hörspiel wird von (nur) vier Hauptakteuren getragen und bietet mit Christian Rhode einen sehr starken Nebendarsteller, der sich dieses Mal als geisterhafte Stimme auszeichnen darf. Das makabre Ende wartet mit einer unerwarteten Überraschung auf und der Weg dahin führte über mysteriöse Anrufe zu einem leerstehendem Haus, einer Geisterbeschwörung, einer antwortenden Geisterstimme vom Tonband und allerlei kurzweiliger Wendungen.

Ich bin Hörer der Geisterschocker seit der ersten Folge und würde diese Geschichte, obwohl doch recht simple gestrickt, als ein weiteres atmosphärisches und gruseliges Highlight bezeichnen.

FAZIT: ich bin begeistert...


Vampirklinik des Dr. Satanas
Vampirklinik des Dr. Satanas
Preis: EUR 12,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Rückkehr eines alten Feindes..., 3. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Vampirklinik des Dr. Satanas (Audio CD)
Wie bereits zu Folge 10 geschrieben, warte ich immer noch auf einen richtigen Knaller bei der neuen Hörspielumsetzung der alten Larry-Brent-Romane. Ich fühlte mich zwar bei jeder Folge bisher gut bis sehr gut unterhalten, aber gleichzeitig nahm diese dialoglastige Umsetzung leider in den entscheidenden Momenten die Spannung immer etwas heraus. Diese soll an dieser Stelle nur ein indirekter Vorwurf an die Produzenten sein, denn sie können nichts für meine persönlichen Erwartungen und sie haben bisher immer überzeugende Arbeit angeliefert.

*Vampir-Klinik des Dr. Satanas* ist über weite Strecken ein Solo-Stück von Iwan Kunaritschew. Er erhält von David Gallen den Auftrag das Verschwinden der PSA-Agenten Brent und Ulbrandson aufzuklären. Kein leichte Aufgabe, wie sich bald herausstellt, denn es mischen nicht nur zwielichtige Gesellen und Vampir-Puppen mit, sondern die titelgebende Vampir-Klinik befindet sich auch noch in der tiefsten Pampe Afrikas. Das Auftauchen des zum Cyborg mutierten Erzfeindes Dr. Satans macht die Aufgabe nicht einfacher und ein paar neugierige Urlauber sorgen dafür, das sich ausreichend Blut in Reichweite befindet.

Das Hörspiel ist zunächst sehr kurzweilig erzählt und spart nicht an Action. Iwan läuft zur Hochform auf, auch wenn er gen Ende nur mal wieder der Assistent ist, der dem Helden und dessen blonder Mit-Agentin aus der Patsche helfen darf. Leider nimmt die Spannungskurve ab der Hälfte des Hörspieles wieder einmal beträchtlich ab und krankt an zu vielen Dialogen und dem Bemühen den Roman so werkgetreu wie möglich umsetzen zu wollen. Das Straffen der Handlungsstränge hätte die Handlung wohl kaum beeinträchtigt und der gezieltere Einsatz des Erzählers einige Länge ausklammern können. Ich persönlich finde, daß man diesen Roman etwas actionreicher auch auf 50 min. hätte erzählen können.

Gleichzeitig wirkt der Auftritt von Dr. Satanas nicht wirklich wie ein Knaller in einer Gruselfarce, sondern eher wie ein Knallbonbon im Komödienstadel - noch dazu von der Szenerie arg aufgeplustert. Satanas spricht, Brent kontert mit müden Witzen, wieder spricht Satanas und Brent haut wieder einen doofen Witz raus, etc. So hat man in den 1970ern zwar den Höhepunkt von Romanen gerne mal hinausgezögert um Seiten füllen zu können, aber das muß 2013 nicht zwangsweise so zäh wiedergegeben werden.

FAZIT: gut gemachtes Hörspiel, leider mit Längen an den sinnlosesten Stellen...


Lost Tapes of 1975,the
Lost Tapes of 1975,the
Preis: EUR 22,37

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Take me back to doomsday..., 3. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lost Tapes of 1975,the (Audio CD)
Sicherlich, die Überschrift hat reichlich wenig mit der vorliegenden CD zu tun. Es handelt sich um eine Textzeile der Jazz-Rock-Band Colosseum die 1973, im Jahr der Gründung von Witchfynde bereits wieder Geschichte war (zumindest vorerst). Ich finde aber, daß die Zeile recht gut paßt, denn die Songs auf dieser CD wurden lange vor Witchfyndes kultigem Debüt-Album *Give Em Hell* aufgenommen, als Demos um sich bei Plattenfirmen zu bewerben.

Die Besetzung Andro Coulton (bass), Trevor Taylor (guitar), Gra Scorsby (drums) und Steve Bridges (vocals) hatten sich im April 1975 mit dem Einstieg von Bridges gefunden. Die titelgebenden fünf Demos wurden 1975 in Leicester aufgenommen. Die Soundqualität ist überraschend gut, die Songs selbst haben aber sehr wenig mit dem typischen Witchfynde-Sound gemeinsamen, der in den 1980er Jahren dann schließlich auf Vinyl gebannt wurde. Es gibt durchaus gute Ansätze, aber die Melodien klingen wie ein Mischung aus den frühen U.F.O. (noch ohne Michael Schenker) mit einem kleinem Hauch Black Sabbath und einer altmodischem Portion Psychedelic. Die Demo-Produktion wirkt zudem extrem drucklos.

Anders verhält es sich mit den beiden Demosongs *Valkyrian Ride* und *Tetelestai* von 1977. Hier hatten sich Witchfynde soundtechnisch gefunden, waren im Stil erkennbar und fahren ein paar Melodien auf, die es bis auf das Debüt-Album geschafft haben. Die beiden Tracks würde ich als Witchfynde pur bezeichnen.

Die CD ist sicherlich schwer zu bewerten. Für Neueinsteiger ist sie komplett ungeeignet, da die Songs eher unspektakulär herüber kommen. Für Fans ist sie dagegen eine kleine Schatztruhe und gleichzeitig die zweite Veröffentlichung des Line-Ups Bridges-Taylor-Scorsby-Coulton, die bekanntermaßen nur auf *Give Em Hell* zu hören waren, bevor die Band sich mehrfach umbesetzen mußte. Verantwortlich für das CD-Release ist Ur-Bassist Andro Coulton, die *Lost Tapes* stammen aus seinem Privatarchiv, und für den Mut, dieses Material auf dem Markt zu bringen kann man ihn nur ein Lob aussprechen.

FAZIT: Mischwertung irgendwo zwischen unwichtig und Stoff für Musiksammler - als Fan vergebe ich 4 Sterne, weil damit eine Sammlung abgerundet werden kann und mir die CD auch ganz gut gefällt...


RUN TO THE FUTURE
RUN TO THE FUTURE
Wird angeboten von samurai media JPN402
Preis: EUR 16,82

4.0 von 5 Sternen Appetithäppchen zu *Endless World*..., 29. November 2013
Rezension bezieht sich auf: RUN TO THE FUTURE (Audio CD)
Die Debüt-Single der japanische Girl-Metal-Band Cyntia erschien im April 2012 und trug den Titel *Run To The Future*. Eingespielt wurde die CD in der Besetzung Saki (vocals), Yuki (guitar), Airi (bass), Kanoko (drums) und Ayano (keyboards). Die Single erschien bei Bright Star in Japan und war ein Vorgeschmack auf das Studio-Album *Endless World* das im September 2012 veröffentlicht wurde.

Die Single beinhaltet die Songs *Run to The Future*, *Meteor Calling*, *Voices* und eine instrumentale Version von *Run To The Future*. Vor allem der Titelsong besticht durch starkes Gitarrenspiel, sehr viel Drive und mächtig Power. *Meteor Calling* nimmt die Power etwas heraus, ist dafür ein spannendes schnell gespielter Stück mit eingängiger Melodie und starker Schlagzeugarbeit. Mit *Voice* bringt die Band ein weiteres Highlight unters Volk. Ein Hammersong mit hervorragendem Solo.

Die Band Cyntia wird dem japanischen Power-Metal zugeordnet und konnte mich bereits mit dieser Debüt-Single überzeugen. Der Sound ist überraschend hart und die Songs sehr eingängig und griffig. Und das Keyboard und Gitarre kein Widerspruch in einer Metal-Truppe sein müssen, wird hier sehr gut unter Beweis gestellt. Beide Instrumente bestimmen gleichberechtigt die Melodie der Songs und ebenen Vocalistin Saki den Weg für ihre ausdrucksstarke Stimme.

Bassistin Airi verließ die Band aus Gesundheitsgründen nach den Aufnahmesessions. Sie ist zwar auf dem folgendem Debüt-Album komplett zu hören, stand aber nicht mehr für die Photosessions zu Verfügung. So wirkt das düster gehaltene Artwork der Single, mit allen fünf Musikerinnen, im krassen Widerspruch zum weissen Cover des Albums auf dem nur vier Musikerinnen zu sehen sind. Trotz der qualitativ hochwertigen Tracks halt ich die Single aber für verzichtbar, denn für ein paar Euros mehr erhält man das Album *Endless World* auf dem die drei vollwertigen Songs ebenfalls enthalten sind...


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