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Rezensionen verfasst von
Markus Schmidl
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Resilient (Ltd.Ed.)
Resilient (Ltd.Ed.)
Preis: EUR 16,99

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unverwüstlich...?, 6. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Resilient (Ltd.Ed.) (Audio CD)
Der erste optische Eindruck des neuen Running Wild Albums ist schon mal sehr angenehm. An die Stelle des *Darth Vader Verschnittes* vom Album-Vorgänger ist wieder die typische Piraten-Optik gerückt und Adrian prangt groß auf dem Artwork. Aber des stellt nur die Verpackung dar und läßt nicht unbedingt größere Rückschlüsse auf den musikalischen Inhalt zu. Vor allem weil ich von *Shadowmaker* rein musikalisch betrachtet auch nicht wirklich enttäuscht gewesen bin. Es war ein grundsolides und erwartetes Running-Wild-Album.

Und an dieser Stelle knüpft auch die neue Scheibe *Resilient* an. Heavy Metal in gewohnt spannender Melodieführung, mit der typisch lyrischen Thematik und Kaspareks unverkennbarer Stimme. Ein neuer Opus Magnum ist dabei zwar nicht herauskommen, aber auf jeden Fall ein sehr gutes Album das sich nicht hinter den starken Werken aus den 90er Jahren verstecken muß. Sicherlich könnte man jetzt auch bitter enttäuscht sein, weil Kasparek es nicht geschafft hat sich mal wieder selbst zu übertreffen, aber genauso gut kann man sich einfach nur im Wohnzimmersessel zurücklehnen und die Scheibe genüßlich auf sich wirken lassen.

Genauso habe ich es gemacht und ich kann sagen, daß ich von *Resilient* ganz und gar nicht enttäuscht bin. So *unverwüstlich*, wie ich den Titel übersetzen würde, ist die Scheibe aber nicht geworden. Und dennoch macht sich schnell ein wohliges Metal-Feeling breit, genau wie bei früheren Werken. Das Album klingt von der ersten Minute an sehr vertraut und wird einfach nicht langweilig, auch wenn die Scheibe auf Dauerrotation läuft. Highlights gibt's genügend. Da wären z.B. *The Drift*, *Down To The Wire*, *Fireheart* oder *Crystal Gold*. Ich finde es zusätzlich ganz angenehm, daß man nicht wieder sieben Jahre auf musikalischen Nachschub von den hanseatischen Piraten mußte. Die Gitarren knallen wieder, die Segel sind gesetzt und es geht wieder auf Kaperfahrt. Ob *Bloody Island* aber gleich laaaange 10 Minuten hätte dauern müssen, wage ich zu bezweifeln, hier wäre das Thema auch in der Hälfte der Zeit erledigt gewesen.

FAZIT: ohne größere Kritikpunkte - eben die erwartete neue Running-Wild-Scheibe...
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 6, 2013 10:44 AM CET


Heroes,Saints & Fools+7
Heroes,Saints & Fools+7
Wird angeboten von numusi
Preis: EUR 14,90

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hardrock-Juwel..., 28. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Heroes,Saints & Fools+7 (Audio CD)
Auf die Band Saracen wurde ich erstmals 1990 aufmerksam. Der Metal-Hammer erwähnte die Truppe nebst ihrem Debüt-Album *Heroes, Saints & Fools* in der Rubrik Forgotten Juwels. Kurioserweise gestaltete es sich weit weniger schwer die CD auszutreiben, als zunächst vermutet. Der damalige Plattenhändler meines Vertrauens hatte die Scheibe für einen größeren Betrag jenseits der 30-DM-Grenze vorrätig.

*Heroes, Saints & Fools* erschien erstmalig 1981 bei Nucleur Records und wurde eingespielt in der Besetzung Steven Bettney (vocals), John Thorne (drums), Barry Yates (bass), Richard Lowe (keyboards) und Robert Bendelow (guitars). Musikalisch ist die Band mehr Hardrock als Heavy-Metal und agierte entgegen dem entspechendem Zeitgeist der früher 1980er Jahre. Die Band könnte man am ehesten mit Magnum vergleichen. Die ausgewogene Melodienführung aus Gitarre und Keyboard würde dafür sprechen. Das man sich textlich eher mittelalterlichen Themen widmet spräche allerdings eher für eine zeitgemäße Version von Wishbone Ash mit Tastenspieler.

Songtechnisch bewegt man sich auf außergewöhnlich hohem Niveau. Die Gitarre von Robert Bendelow ist nicht ruppig, sondern melodisch songdienlich. Die sieben Original-Stücke bekommen durch den Einsatz von Richard Lowe's Spiel epische Tiefe. Die Band legt wenig Wert auf Härte, dafür dominiert Atmosphäre satt. Eine Atmosphäre die im Instrumentale *Dolphin Ride* deutlich wird und die epischen Stücke *Crusader*, *Horsemen Of The Apocalypse* und *Ready To Fly* bestimmt. Anspieltipps: ALLES!!!

FAZIT: eines der vielen vergessenen Werke der frühen 1980er Jahre...


Head on (Remastered+Expanded Edition)
Head on (Remastered+Expanded Edition)
Preis: EUR 16,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neuauflage eines Klassikers..., 24. September 2013
1980 erschien das zweite Album der britischen N.W.O.B.H.M.-Truppe Samson. Das Album trug den Titel *Head On* und wurde in der Besetzung Paul Samson (guitar), Thunderstick (drums), Chris Aylmer (bass) und Bruce Dickinson (vocals) eingespielt. Es dürfte mittlerweile kein Geheimnis mehr sein das sich kein geringerer als der legendäre (spätere) Frontmann von Iron Maiden hinter dem Pseudonym Bruce Bruce verbarg.

Musikalisch bewegten sich Samson auf der selben technischen und qualitativen Höhe wie zeitgleich veröffentlichte Alben wie *Angel Witch*, *Iron Maiden*, *Overkill* oder *Give Em Hell* der mächtigen Konkurrenz. Scharf gespielter Heavy Metal mit mächtig viel Booms wurde dargebracht, der sich durch das dynamische Spiel von Paul Samson gekonnt abzugrenzen wußte. Blickfang war aber zunächst mal das absolut schräge Albumcover auf dem Drummer Thunderstick, der auch live nur mit Maske auf die Bühne trat, mit einer Axt posierte.

Wer alle diesbezüglichen Bedenken beiseite wischen konnte, wurde mit einem Album par excellence belohnt. Ein Album das mit zehn spannenden Hammersongs angefüllt war und die N.W.O.B.H.M. aus jeder einzelnen Note atmete. Die Songs haben naturgemäß natürlich Patina angesetzt, aber das schmältert den Genuß und die Atmosphäre in keinster Weise. *Hard Times*, *Vice Versa*, *Manwatcher*, *Hammerhead*, *Take Me To The Leader* und *Thunderburst* stechen auch heute noch. Das Bruce Dickinson's Stimme so etwas die das i-Tüpfelchen ist, muß kaum näher erwähnt werden.

Leider bleib Samson der breite, kommerzielle Erfolg verwehrt. Die Original-Alben und die CD-Erstauflagen erzielen mittlerweile Höchstpreise. Umso erfreulicher, daß man dieses Kleinod, diesen Metal-Meilenstein nun endlich wieder kaufen kann. Das dicke Booklet bietet rare Fotos und zusätzlich gibt es noch zwei Bonustracks, die nicht Teil der LP waren. Bleibt nur zu hoffen, daß die nicht minder starke Nachfolge-Scheibe *Shock Tactics* bald ebenfalls wiederveröffentlicht wird.


The Rivalry/Limited Edition
The Rivalry/Limited Edition
Wird angeboten von Kuhlmann
Preis: EUR 12,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rivalitäten...?, 19. September 2013
Rezension bezieht sich auf: The Rivalry/Limited Edition (Audio CD)
Wieder keine Besetzungswechsel bei Running Wild? Was war denn hier los? Hatte Rolf Kasparek nun endlich die ideale Besetzung für seine Band gefunden? Es schien so als 1998 *The Rivalry* auf den Markt kam. Es war nämlich bereits das dritte Album in Folge auf dem man mit Thilo Herrmann, Jörg Michael und Thomas Smuszynski die selben Begleitmusiker hören konnte.

Wichtig war das weniger, denn Running Wild war nun mal Rolf Kaspareks Band, und demnach war es auch völlig zweitrangig, wer den Leader begleiten durfte. Allerdings durfte Thilo Herrmann sich dieses mal sogar mit der Track *Adventure Galley* am Songwriting beteiligen, der Rest wurde von Kasparek selbst in gewohnt hochklassiger und perfekter Manier komponiert. Es raucht, es kracht und es brodelt wieder, die Produktion der Scheibe ist auf allerhöchsten Niveau und kann sich sogar mit heutigen Produktionen noch mühelos messen lassen.

Bereits der Opener *The Rivalry* zeigt einmal mehr wo es lang geht. Heavy Metal bis der Notarzt einmarschiert. Songs wie z.B. *Firebreather*, *Return Of The Dragon*, *Ballad Of William Kidd*, *Fire & Thunder* und *Man On The Moon* können das Niveau problemlos halten. Und am Schluß der Scheibe versteckt sich mit *Love & Peace* noch ein echtes Sahnestück unter all diese Kleinoden.

FAZIT: eine weitere hochklassige Running-Wild-Scheibe...


Larry MacCloud Folge 25 Dämonische Hochzeit
Larry MacCloud Folge 25 Dämonische Hochzeit
Wird angeboten von popde
Preis: EUR 9,95

2.0 von 5 Sternen Larry und der Kampf gegen die Hörspiel-Scripten..., 11. September 2013
Es ist noch doch schon ein paar Tage her das die Folge 25 der legendären Hörspiel-Reihe *Larry MacCloud* aufgelegt wurde. Eine Fortsetzung scheint nicht in Sicht zu sein und die Hoffnung auf die angekündigte Folge 26 habe ich vor lange Jahren entgültig ad acta gelegt.

Bei der Bewertung der Serie und dieses Hörspieles bin ich ziemlich gespalten. Die Serie *Larry MacCloud* war lange Zeit die beste Serie, die im Horror-Genre auf dem Markt war. Und das schreibe ich aus vollster Überzeugung, denn es gab in den 90er Jahren einfach keine Serien mit Grusel-Hörspielen. Es gab höchstens ein paar Einzelgeschichtchen, die gelegentlich immer mal wieder erschienen sind.

Tonstudio Braun, die Macher hinter Larry MacCloud, beackerten ein komplett unbestelltes Feld. Erfahrung in der Hörspielproduktion hatte das Label bereits. Die legendäre erste John-Sinclair-Reihe wurde im Stammhaus in Wiesbaden produziert und ist mittlerweile zu einer Kultserie avanciert. Und das trotz der trashigen und teilweise ziemlich billigen Umsetzung der Heftromangeschichten. Ein Satz der gleichzeitig wieder ein Überleitung zu der hier vorliegenden *Dämonische Hochzeit* darstellt.

Die Geschichte ist ziemlich trivial, wie der oben lesbare Klappentext schon deutlich aussagt. Die Umsetzung mit Synthesizermusik und merkwürdiger Geräuschkulisse gerät zu einem schrottigem Mumpitz. Selbst die Sprecher wirken als müßten sie unter ihrem Niveau und der Schauspielausbildung agieren. Spannung kommt zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise auf. Sicherlich ist *Dämonische Hochzeit* eine der besseren Larry-MacCloud-Produktionen, kann aber keinen Vergleich mit den Serien bestehen, die in den letzten 10 bis 15 Jahren auf den Markt gebracht worden sind. Selbst das schwächste Geisterschocker-Hörspiel hat mehr Drive als das beste MacCloud-Dingens.

FAZIT: Trash mit geringem Unterhaltungswert...


The Rare and Unreleased
The Rare and Unreleased
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 36,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ... no haven for the raven!, 10. September 2013
Rezension bezieht sich auf: The Rare and Unreleased (Audio CD)
Die US-Metal-Band Malice wurde 1981 in Portland, Oregon gegründet und zählt zu den vielen völlig verkannten und erfolglosen Randerscheinungen im Heavy-Metal-Gerne. Trotz zweier Beiträge für die Metal-Massacre-Serie und mehrerer selbstfinanzierter Demos dauert es bis 1985 bis das Debüt-Album *In The Beginning* das Licht der Welt erblickte.

Ein kraftstrotzendes Metal-Album mit zehn spannenden Hammersongs. Musikalisch hatte man sich ein Konzept erarbeitet das eine amerikanisierte Version des klassischen N.W.O.B.H.M.-Sounds darstellte. Das ebenso starke zweite Album *License To Kill* wurde im Januar 1987 nachgeschoben und markierte bereits wieder einen Schlusspunkt in der Bandgeschichte. Kommerziell war der Erfolg beider Scheibe, trotz guter Kritiken, überschaubar und der Ausstieg von Sänger James Neal 1987 belastete das Bandgefüge.

1989 wurde noch eine EP mit dem Titel *Crazy In The Night* hinterher geschoben, die musikalisch nur bedingt überzeugend konnte. Durch den Einsatz von zwei Aushilfs-Sängern wirkten die Songs unausgewogen und identitätslos. Danach war erst mal Schluß mit Malice. Erst ab 2006 gab es wieder Bandaktivitäten, die in die Veröffentlichung der Sammlung *The Rare And Unreleased* mündete.

Die CD ist praktisch eine kleine Fundgrube für Alt-Fans. Es sind die beiden Songs *Captive Of Light* und *Kick You Down* enthalten, die 1982 auf dem ersten Metal-Massacre-Sampler erschienen sind. Gleichzeitig wurden die Songs der Crazy-In-The-Night-EP mit dazu gepackt bevor sich die bekannteren Songs wie *Stellar Masters*, *Air Attack*, *Murder*, *No Haven For The Raven*, *Dues Pay In Hell*, *Hellrider* und wie sie alle heissen in Demofassungen die Klinke in die Hand geben. Das ist bestes Metal-Futter, auch wenn erwartungsgemäß die Tracks nicht ganz so sauber wie auf den beiden Studio-Alben ausgearbeitet sind. Insgesamt 18 Tracks umfasst die CD und bringt sofort das Feuer, die Leidenschaft und den Zeitgeist der 80er Jahre zurück ins heimische Wohnzimmer. Da gibt es einfach nichts zu meckern.

FAZIT: gute Zusammenstellung einer der verkanntesten Bands der 80er Jahre...


License to Kill
License to Kill
von Malice
  Audio CD

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neun Metal-Juwelen..., 9. September 2013
Rezension bezieht sich auf: License to Kill (Audio CD)
Offenbar wartet hier eine CD auf eine standesgemäße Wiederveröffentlichung. Rein musikalisch wäre dieses Reissue durchaus vertretbar. *License To Kill* war das zweite Album der US-Band Malice, erschien erstmals 1987 und wurde in der Besetzung James Neal (vocals), Mick Zane (guitar), Jay Reynolds (guitar), Mark Behn (bass) und Cliff Carothers (drums) eingespielt.

Die Stilrichtung des Debüts wurde konsequent fortgeführt. Malice spielten einen blitzsauberen Metal, der seine Wurzeln eindeutig auf den britischen Inseln hatte. Am ehesten waren sie vergleichbar mit dem Szenegrößen Saxon und Judas Priest gemischt mit einer leichten Prise Iron Maiden. Die Zwillingsgitarren schnitten verdammt deftig und der Gesang von James Neal erinnerte an eine gekonnte Mischung aus Sprechgesang und der halfordschen Sirene. Der martialische Titel *License To Kill* paßte dabei genauso in die damals ausklingende Phase des N.W.O.B.H.M, wie das verwaschene Coverartwork der Original-LP.

Und den Beweis das diese Metal-Brüder auch verdammt starke Song schreiben konnten treten sie ein weiteres Mal an. Allen voran *Sinister Double*, *License To Kill* und *Chain Gang Women* stechen sofort heraus und entpuppen sich als hammermäßige Killer-Songs. *Murder*, *Vigilante*, *Breathin Down Your Neck* und *Circle Of Fire* sind atmosphärischer, hervorragender Metal-Stoff, der den Zeitgeist der 80er Jahre atmet. So müssen starke Metal-Songs klingen. Das Album ist ein starkes und kultiges Vergnügen, und die Produktion ist noch dazu eine Ecke kräftiger ausgefallen, als es die Debüt-Scheibe war.

FAZIT: kein Klassiker, kein Meilenstein, aber ein verdammt starkes Metal-Juwel, daß zu Unrecht heute völlig unbekannt ist...


10 Year Overnight Success
10 Year Overnight Success
Preis: EUR 14,18

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen leicht überraschungsarm..., 19. August 2013
Rezension bezieht sich auf: 10 Year Overnight Success (Audio CD)
*10 yr Overnight Success* erschien erstmals 1977 und war das dritte Album, daß Black Oak Arkansas für MCA auf die Reise schickten. Gleichzeitig war es auch das letzte Album auf dem der vollständige Name zu lesen war. Ab dem Nachfolger nannte man sich nur noch Black Oak. Das Zusammenschrupfen von Gründungsmitgliedern auf die Personalie James Mangrum machte diesen Schritt scheinbar notwendig.

Von einer Overnight Sensation konnte man bei Black Oak Arkansas nie sprechen. Sie waren zwar höchst erfolgreich unterwegs, auch wenn keines ihrer Alben jemals die Top 50 der amerikanischen Charts erreichte, aber außerhalb des Heimatlandes blieb man nur eine Randerscheinung hinter den bekannteren Südstaatenrockern The Allman Brothers Band und Lynyrd Skynyrd. Der Titel des Albums kann also nur augenzwinkernd verstanden werden, denn einen 10jährigen Übernacht-Erfolg gibt es nicht, dafür aber eine hartarbeitenden Truppe mit überzeugender Live-Show.

Das Album entstand in der Besetzung James Mangrum (vocals, washboard), Greg Reding (guitar), James Henderson (guitar), Jack Holder (guitar), Andy Tanas (bass) und Joel Williams (drums). Das Konzept blieb trotz Neubesetzung unangetastet und führte den bekannt gewohnten Stil aus Country-Rock, Hardrock und funkigen Elementen weiter. Die Musik wirkte aber bei weitem nicht mehr so frisch, wie auf den bandinternen Klassikern *High On The Hog* oder *Street Party* und kann bei näherer Betrachtung nicht einmal mit dem Vorgänger *Balls Of Fire* mithalten, aber die Songs sind dennoch recht kurzweilig. Auch wenn das Wort kurzweilig durch die geringe Laufzeit von 33 min. einen völlig anderen Klang erhält, als es die Band sicherlich beabsichtigte. Highlights sind genügend vorhanden, wenn auch nicht in der Dichte wie auf früheren Alben.

Als Anspieltipps kann man gut und gerne *Pretty, Pretty*, *Blame It On Me*, *Love Comes Easy* und *Fireball* nennen. Das restliche Material erreicht nicht ganz dieses Niveau, geht aber immer noch gut genug ins Ohr, das der Fan nicht ins größere Meckern verfallen muß. Alles in allen ist *10 Yr Overnight Success* ein solide Southern-Rock-Scheibe geworden, die erfolgstechnisch aber nicht an die Jahre vor 1975 anschließen kann.

FAZIT: ein bischen spannungsarm, aber grundsolide und okay...


High in the Hog
High in the Hog
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 29,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Southern Hard-Funk-Rock..., 19. August 2013
Rezension bezieht sich auf: High in the Hog (Audio CD)
Das vierte Studio-Album der Country-Rocker Black Oak Arkansas erschien erstmals im Oktober 1973 bei AtCo und trug den Titel *High On The Hog*. Das Album wurde eingespielt der in der Besetzung James Mangrum (vocals), Rickie Reynolds (guitar), Harvey Jett (guitar), Stanley Knight (guitar), Pat Daugerty (bass) und Tommy Aldridge (drums). Als Produzent saß Tom Dowd hinter den Reglern.

Den Vorgänger mit dem Titel *If An Angel Came To See You, Would You Make Her Feel At Home?* halte ich persönlich zwar für kein schlechtes Album, aber es wirkte über weite Strecke so sperrig wie der umständliche Albumtitel und die Songs konnten kaum Drive aufbauen, sondern walzten nur zäh aus den Lautsprechern. *High On The Hog* war da schon aus ganz anderen Holz geschnitzt. Bereits der Opener *Swimmin in Quicksand* punktet mit viel Drive und Spielfreude. Man merkte sofort das die Elemente der harten Rocks beim Songwriting wieder ein viel stärkere Rolle gespielt hatten. Der beschauliche Country-Rock des Vorgänger-Albums wurde mit einem kräftigen Up-Date aufgemischt. Gleichzeitig webte die Band funkige Elemete ein und ließ kräftige Wah-Wah-Effekte sprechen.

So einen richtig großen Hit konnten Black Oak Arkansas zwar nie landen, aber immerhin wurde das Cover von *Jim Dandy (To The Rescue)* zu einem ihrer signifikanten Songs, der so etwas wie das Herzstück des Albums darstellt. Darüber hinaus hat man auch ohne Hitsingles hochklassige Musik direkt vor der Nase. *Happy Hooker*, *Movin'*, *High'N'Dry*, *Red Hot Lovin'* und *Moonshine Sonata* würde ich zu uneingeschränkten Highlights zählen. Die Platte ist einfach fantastisch.

Mangrums Stimme knarrt sich durch Songperlen, die von drei singenden Gitarren mächtige druckvoll angeschoben werden und mit viel authentischen Feeling aufwarten können. Abgerundet wird das Hörerlebnis durch einen starken Bassisten, der über weite Strecken wie ein vierter Gitarrist wirkt und einem dampfendem Schlagzeugspiel von Jungschlagwerker Tommy Aldridge. Producer Tom Dowd hat dazu das Kunststück fertig gebracht, das die Songs auch heute noch relativ frisch und nicht angestaubt klingen.

FAZIT: feinster Southern-Rock, auch wenn die Band hierzulande keinen nennenswerten Bekanntheitsgrad erlangt hatte...


Karma
Karma
Wird angeboten von center21
Preis: EUR 10,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weren't you the one who said that you don't want me anymore..., 1. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Karma (Audio CD)
Alicia Keys zählt mit Sicherheit zu den vielseitigsten Künstlerinnen die der Soul in den letzten 15 Jahren hervorgebracht hat. Ihre Alben sprechen dafür eine sehr deutliche Sprache. Es gibt nahezu keinen roten Faden, der sich durch die Songs zieht, dafür aber mit viel Gefühl und nochmehr Ideenreichtum aufwartet.

In den Single-Charts wird sie hauptsächlich wegen Ihrer Balladen und luftigeren Songs wahrgenommen. Als *Karma* 2004 als vierte Single vom Album *The Diary Of Alicia Keys* ausgekoppelt wurde, hatte sie bereits die balladeskeren Songs *You Don't Know My Name*, *I Ain't Got You* und *Diary* erfolgreich in den Charts platzieren können.

*Karma* ist eine kräftige, fast ruppige R&B-Nummer, die sofort bewies das Alicia Keys die Charts auch mit härterem Material erobern konnte. Die Maxi-Single enthält den Song in drei verschiedenen Fassungen. Die Album-Version ist dabei nicht vertreten, aber *The Reggaeton Mix* und *The Club Mix* treten den Beweis an, daß man ein bereits fertiges Musik-Stück auch sinnvoll verfeinern kann. Als Dreingabe erhält man mit dieser Single das entsprechenden Promo-Video, was letztendlich auch nur zu einer Notenvergabe für die Maxi führen kann.

FAZIT: erstklassiger Song, starke Remixes und ein aussagekräftiges Video - was will man mehr?


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