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Rezensionen verfasst von
Markus Schmidl
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Anthology-Digital Remastered
Anthology-Digital Remastered
Wird angeboten von samurai_media_JPN4DE
Preis: EUR 76,06

5.0 von 5 Sternen 30 Years Of Grand Funk Railroad..., 9. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Anthology-Digital Remastered (Audio CD)
Das Box-Set *30 Years Of Funk* erschien bereits 1999. Es enthält insgesamt 45 Songs und ist sehr hochwertig in Digipaks und stabilem Pappschuber gearbeitet. Die Songs wurde für die Box remastered und auf den neuesten Stand der Technik gebracht.

Leider ist es bis heute auch das letzte plattentechnische Lebenszeichen der Band. Nach der 1997er Live-Scheibe *Bosnia* und der darauffolgenden Tour war zwar eine Studio-Scheibe geplant, diese Pläne wurde allerdings rasch über den Haufen geworfen, als Mark Farner die Gruppe 1999 wieder verließ. Seitdem sind Grand Funk nur noch als Live-Band unter Don Brewers Führung in den Vereinigten Staaten unterwegs.

Die 3er-Box läßt den Glanz der Gruppe nochmals aufleben. Es wurde hauptsächlich die Frühphase während der 70er Jahre abgedeckt, als Grand Funk als führende amerikanische Heavy-Band die Goldenen Schallplatten stapeln konnten. Die etwas dürftige Reunion in den 80ern ist aber genauso vertreten wie rare Live-Aufnahmen und seltene Studio-Tracks. *30 Years Of Funk* bietet einen sehr guten Überblick über das Schaffen der Band und den ungewöhnlichen Stil, den sie spielten und der auch heute noch zu fesseln vermag.

FAZIT: 3-CD-Box randvoll mit Grand Funk...


All the Girls in World Beware
All the Girls in World Beware
Wird angeboten von samurai_media_JPN4DE
Preis: EUR 58,62

2.0 von 5 Sternen Schreckliches Artwork - dürftige Musik, 9. August 2014
Rezension bezieht sich auf: All the Girls in World Beware (Audio CD)
1975 war noch nicht abzusehen das die Grand Funk Railroad nur zwei Jahre später zum musikalischen Stillstand und letztendlich zum kompletten Erliegen kommen würden. Genau wie mit den beiden Vorgängern befand man sich mit *All The Girls In The World Beware* auf dem kommerziellen Höhepunkt.

Das Coverartwork, naja, was soll man dazu sagen? Hüllen wir den Mantel des Schweigens darüber, man muß solche Machoallüren nicht noch kommentieren. Ich werte die Scheibe mal als eine Platte, bei der Inhalt wichtiger ist als die Verpackung.

Aber konnte man die 74er *Shinin' On* toppen? Die Antwort ist rasch gegeben: Nein, nicht einmal ansatzweise. Der Inhalt *dieser* Verpackung blieb akkustisch weit hinter den Erwartungen zurück. Mit *Reponsibility* beginnt man zwar sehr vielversprechend, aber bereits danach zeigen sich die Ermüdungserscheinung, die sich zwischen Tourneen, Songwriting und Plattensessions in sechs Jahren aufgebaut haben mußten. Der Akku war leer, die Songs, launig, langweilig, zerfahren und nervig. Grand Funk als Schatten seiner selbst...

FAZIT: wie schon in der Überschrift: gräßliches Artwork, dürftige Mucke, aber die anschließende Tour war noch Ratzekahl ausverkauft...


Horrorscope
Horrorscope
Preis: EUR 7,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hammer-Album..., 31. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Horrorscope (Audio CD)
1990/1991 stellte sich doch glatt ernsthaft die Frage, wie es mit Overkill weitergehen würden. Gitarrist Bobby Gustafson war nicht mehr Teil des Line-Ups und das führte zu allerlei wüsten Spekulationen, die zum Teil von der Musikpresse angeheizt wurden, von denen Bobby Gustafson als Leader der Band verkauft wurde. Das Gustafson nur einer von vielen Gitarristen sein würde, die sich bei Overkill schließlich die Klinken in die Hand gaben, war damals zwar nicht mal ansatzweise zu erahnen, aber das das Führungspersonal der Band auf anderen Postionen zu finden war, bereits eine unbestrittene Tatsache.

Rein musikalisch wurde der Vorgänger *The Years Of Decay* bereits kontrovers diskutiert. Der Crossover-Versuch mit dem Doom-Metal traf nicht unbedingt jeden Geschmack. Thrash-Metal wurde mit aggressiven, nach vorne heizenden Songs verbunden, nicht mit intelligent arrangierten, schweren Lawasongs mit der Wucht einer fahrenden Dampflok. Was aber nichts daran ändert, daß *The Years Of Decay* bis heute eines der stärksten Overkill-Alben ever ist.

Als *Horrorscope* im September 1991 erschien waren sich einige Metal-Fans aus meinem Umfeld ziemlich einig, daß der Band die Rückführung zum alt, gewohnten Knüppel-Stil gelungen sei. Ich hielt das Album für eine starke Weiterentwicklung, die aber nur durch den Einstieg von gleich zwei Gitarristen, den beiden Overkill-Neulingen Merritt Gant und Rob Cannavino, in dieser Intensivität durchgeführt wurden konnte. Die von Vokal-Akrobaten *The Blitz* Ellsworth und Bass-Spieler D.D. Verni ersonnenen Songs sparen nicht an Härte, Geschwindigkeit, sind gleichzeitig aber komplex und wuchtig.

Das Album beginnt mit einem absoluten Killersong: *Coma*. Knallhartes, dichtes Riffing mit Ellsworths Stimme als dunkler Präsenz. *Infectious*, *Bloody Mary* und *Thanx For Nothin* sind weitere Hammersongs mit schnellen, wuchtigen Grooves. Der Titelsong *Horrorscope* entpuppt sich als düstere, schwere Lawa-Walze in all seiner Bedrohlichkeit. *New Machine* dagegen ist fast schon ein lässiger Mid-Temp-Thrasher. Der Song *Nice Day* ist eher dem Heavy-Metal verpflichtet. Zwar immer noch knallhart, aber wesentlich melodiöser als der Rest des Albums. Und das es auch eine ganze Ecke ruhiger gehen kann, zeigt die balladeske Nummer *Soulitude*.

Das einzige Stück dem ich nicht wirklich etwas abgewinnen kann ist das Instrumental-Cover *Frankenstein*. Es wirkt wie ein Fremdkörper und passt nicht unbedingt in die Grundstimmung des Albums, was wohl aber nur daran liegt, das ich das Original von Edgar Winter für einen Hammersong halte, den man nicht toppen kann (rein subjektiv natürlich).

Und während Bobby Gustafson (ganz gleich wie man zu seinem Abgang nun steht, oder nicht) sich in der Kurios-Band *Cycle Sluts From Hell* als Session-Musiker verdingte, nahmen seine Ex-Kollegen mal so flockig ein abwechslungsreiches Hammer-Album auf, das locker an die Intensität des genialen Vorgängers heranreichen konnte und gleichzeitig die Weichen für spätere Glanztaten stellen sollte...
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 22, 2014 7:39 PM MEST


Hyperactive
Hyperactive
Preis: EUR 14,26

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vergessenes Meisterwerk..., 22. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hyperactive (Audio CD)
Die britische Metal-Band Savage gehörte in den Jahren 1983 bis 1986 zu den vielen musikalischen Hoffnungsträgern, denen der breite kommerzielle Erfolg verwehrt blieb. Die Band startete während der Blütezeit der N.W.O.B.H.M. und brachte es mit ihrer hammerharter 1983er Debüt-Scheibe *Loose & Lethal* sogar bis in die britischen Charts. Gerüchten zufolge sollen in den ersten beiden Monaten etwa 25.000 Tonträger abgesetzt worden sein. Es folgte eine Support-Tour, mit der man die Popularität weiter ausbauen konnte, ein Labelwechsel, eine EP und schließlich die zweite Studioscheibe.

Die Scheibe trug den Titel *Hyperactive* und erschien erstmals im Jahre 1985. Die Band als solche präsentierte sich als Einheit. Das Line-Up bestehend aus Chris Bradley (bass, vocals), Andy Dawson (guitar), Wayne Renshaw (guitar) und Mark Brown war stabil geblieben und perfekt eingespielt.

Der Sound des Albums setzt das harte, aggressive Riffing des Debüts nahtlos fort. Es entstand ein weiteres *Tritt-in-den-Arsch*-Album, auch wenn die Produktion deutlich feinkörniger ausgefallen war. Die Songs wirken weit weniger verwaschen, sind aber durchgehend roh und aggressiv. Handwerklich gibt es ein Feuerwerk an rauen Metal mit roher Energie und kraftstrotzenden Soli, der ganz der ausklingenden Ära das N.W.O.B.H.M. verpflichtet ist, aber nie altmodisch klingt. *Cardiac* ist z.B. ein prägnanter Donnerer mit eingängiger Melodie und brettharten Gitarren. Als weitere Beispiele überragender Metal-Kunst können die Nummern *Eye For An Eye*, *Blind Hunger*, *Stevie’s Vengeance* und *We Got The Edge*, sowie *Hard On Your Heels* heran gezogen werden, die aus dieser herausragende Scheibe zusätzlich hervorstechen. Bradleys ruppiger Bariton verdient dabei eine extra Erwähnung. Er dominiert die neun Songs und setzt ihnen die buchstäbliche Krone auf.

Leider erwiesen sich das neue Label Zebra Records als absolut unfähig, die weiter steigende Popularität der Band in die richtigen Bahnen zu lenken. Trotz guter Verkäufe und gutem Feedback bei Fans und Presse folgte 1986 nicht etwa eine Tour, sondern die Bandauflösung. Ich bin mir sicher das die Band mehr erreichen hätte können. Erst ab 1995 gab es wieder Bandaktivitäten unter der Führung von Bradley und Dawson…


Loose N'lethal
Loose N'lethal
Wird angeboten von forever_rock-de
Preis: EUR 11,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterschätztes Meisterwerk…, 21. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Loose N'lethal (Audio CD)
Die Überschrift sollte eigentlich schon aussagekräftig genug sein. Als heutige Sicht ist es nämlich unerklärlich warum eine Band wie Savage sich mit ihrem Debüt *Loose'N'Lethal* nicht erfolgreich oder langfristig in der Metal-Landschaft positionieren konnten. Diese Scheibe ist ein Gewitter aus Heavy-Metal von einer Band, die sich ihren metallischen Wurzeln verpflichtet sah und sich nicht verbiegen lassen wollte, um ein paar Plattten mehr zu verkaufen. Und sie spielten sich ganz nebenbei einer der interessantesten, wenn nicht sogar die brillantesten LPs des Jahres 1983 ein.

Vom ersten bis zum letzten Song herrscht brachialer Metal. Klar und scharf in struktureller Einfachheit, aggressiver Grundaussage, mit herausragenden Riffs und messerscharfer Soli - auch wenn dabei die großen Vorbilder nie verleugnet werden können (welcher Newcomer kann das schon?). Einflüsse der Metalpriester von Black Sabbath und Judas Priest sind genauso vorhanden, wie Querverweise auf Montrose und die Scorpions. Dennoch präsentierten Savage mit ihren Songs ein weitaus höheres Niveau als viele ihrer Konkurrenzbands. Songs wie *Letting Loose*, *Berlin*, *Dirty Money* und *On The Rocks* sprechen hier für sich, auch wenn die stärksten Momenten wohl in den Songs *Cry Wolf*, *China Run* und *Hot White* zu finden sind (rein subjektiv natürlich).

Natürlich kann man die Produktion des Longplayers nicht mit heutigen Standards vergleichen. Nach über 30 Jahren haben die Songs naturgemäß Patina angesetzt. Aber selbst die verwaschene Original-Produktion konnte die Aussagekraft der acht Hammersongs nicht schmälern, warum sollte also der Zahn der Zeit der Power etwas anhaben können? Chris Bradley (bass, vocals), Andy Dawson (guitar), Wayne Renshaw (guitar) und Mark Brown (drums) sind wohl die sträflich unterbewertetsten Musiker, die der N.W.O.B.H.M. hervor gebracht hat, nicht mal ein Kultstatus sollte für die vier Savage-Streiter nach der Auslösung ein paar Jahre später übrig bleiben. Übrig geblieben ist nur die Musik! Und die wild-agressiven Riffs und straight nach vorne donnernden Songs sind heute noch einzigartig...
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 23, 2014 11:57 AM MEST


Dark Legacy
Dark Legacy
Preis: EUR 18,37

4.0 von 5 Sternen Totgeglaubte leben länger..., 18. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dark Legacy (Audio CD)
Eigentlich hatte ich gar nicht mehr mit einer Scheibe von The Storyteller gerechnet. Eine offizielle Auflösung der Gruppe war zwar nie irgendwo lesbar, aber nachdem die vierte Scheibe *Unterworld* bereits 2005 auf dem Markt gebracht worden war, hatte ich die Band insgeheim schon zu Grabe getragen. Nachdem die vier Schweden völlig unterschätzt eine Art Nischendasei führen mußte und von der Metalpresse, mangels zugkräftigen Labels, schlicht totgeschwiegen wurden, hätte es mich auch nicht weiter verwundert wenn sich die Jungs komplett aufgelöst hätten.

Nun aber wollen es L-G Persson (vocals), Jacob Wennerqvist (guitar, keyboards) und Martin Hierpe (drums) mit dem neuen Mitstreiter Marcus Backlund (bass, keyboards) nochmal wissen. Optisch schließt die CD direkt an das düstere Artwork von Vorgänger Underworld an. Musikalisch deckte die Band schon immer den melodischen Power-Metal ab, der irgendwann Mitte der 1990er Jahre entstanden war. Daran hat sich nichts verändert hat, bis auf die Tatsache das hier moderne Riffs gespielt werden, auch wenn die Band sich melodisch an ihre bekannteren Vorbilder hält. Es sollte also nicht verwundert, wenn man das ein oder andere ähnlich klingende Riff schon mal bei Helloween oder Blind Guardian erlauscht hat. Textlich gibt man sich episch bis mystisch und kann auf den hohen stimmlich Wiedererkennungswert L-G Perssons bauen.

Die Band strickt dabei ziemlich starke Stongs wie *Strength Of Valhalla*, *Dark Legacy*, *Upon Your Icy Throne*, *Battle Of Yggdrasil* und *God Of Gods*. Das Stück *God Of Gods* stellt dabei, rein subjektiv und nicht nur wegen des Titels, scheinbar eine Huldigung an den 2010 verstorbenen Sangesgottes Ronnie James Dio dar. Meineserachtens melden sich The Storyteller mit Dark Legacy eindrucksvoll und atmosphärisch und in bestechender Form zurück.

Bleibt nur zu hoffen, daß The Storyteller mit dieser Scheibe etwas mehr Aufmerksamkeit erhalten als Anfang bis Mitte der 2000er Jahre – obwohl: Hoffnung habe ich da eigentlich keine, denn ich selbst habe diese CD nur durch reinen Zufall acht Monate nach der Veröffentlichung entdeckte , und ich würde mich sogar als Fan der Gruppe bezeichnen. Im Grunds genommen habe ich nicht mal die Hoffnung das meine Bewertung gelesen wird, um auf die Band aufmerksam zu machen...


Danzig
Danzig
Wird angeboten von mario-mariani
Preis: EUR 23,87

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht von dieser Welt..., 15. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Danzig (Audio CD)
1988 erschien erstmals Danzigs selbstbetiteltes Debüt-Album. Federführend war Glenn Danzig, der bereits in Bands wie Misfits und Samhain seine Spuren hinterlassen hatte. Danzig war und blieb sein persönliches Projekt. Alle weiter beteiligten Bandmitglieder waren nur Musiker. Danzig stellte dies durch Aussagen in der Metal-Presse immer wieder deutlich unter Beweis: *ich schreibe die Songs und meine Musiker müssen spielen*.

Trotz aller Dominanz konnte er um 1987 eine Besetzung präsentieren die allgemein als sogenanntes klassisches Line-Up gilt. Dem kann man, muß man aber nicht zustimmen. John Christ (guitar), Eerie Von (bass), Chuck Biscuits (drums) begleiteten Glenn Danzig aber bis 1994 und symbolistierten nach außen hin eine gewisse Geschlossenheit innerhalb der Truppe.

Musikalisch strickten Danzig einen recht eigenwilligen düsteren Heavy-Stil. Eine Art Crossover-Gebräu aus Metal, Alternative, Punk und Blues, bei dem Danzig sein mächtiges Gesangsorgan perfekt in Szene setzen konnte. Eine Stimme die an eine Mischung aus Elvis Presley, Roy Orbison und Barry White erinnerte und die harten, kompakten Songs eine ganze Ecke düsterer erscheinen ließ.

Anspieltipps kann man sich an dieser Stelle getrost sparen. Man kann die Qualität der zehn Hammersongs höchstens so beschreiben, wie Hauptsongwriter Danzig es selbst bereits in den Songtiteln getan hat. Irgendwie ist diese Dämonie nämlich nicht von dieser Welt und auch nach über 25 Jahren noch deftigstes Futter, dem man sehr leicht verfallen kann. Das was Danzig hier abgeliefert hatte, war weit mehr als nur eine Duftmarke im Bereich der harten Mucke, sondern ein Glanzstück aus roher Energie, das nur noch von der formidablen Nachfolgescheibe Lucifuge übertroffen wurde.

FAZIT: heftig, deftig und roh...


Danzig 2
Danzig 2
Wird angeboten von jazzfred1975
Preis: EUR 12,95

5.0 von 5 Sternen Was für ein Brett...!, 15. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Danzig 2 (Audio CD)
Im Sommer 1990 erschien erstmals Danzigs Opus Magnum *Danzig II - Lucifuge*. Das Album wurde von Rick Rubin produziert und in der Besetzung Glenn Danzig (vocals, songwriting), John Christ (guitar), Eerie Von (bass) und Chuck Biscuits (drums) akustisch für die Nachwelt festgehalten.

Das musikalische Glanzstück *Danzig* mit dem die Band 1988 debütierte kann man als Vergleich zwar gerne heranziehen, genauso wie den direkten Nachfolger *How The Gods Kill* von 1992, vor allem schon weil Glenn Danzig mit diesen Alben seine kreativste und stärkste musikalische Phase hatte, aber dennoch ist *Lucifuge* auf seine Art einzigartig, unvergleichbar und vor allem genial.

*Evil Elvis*, wie ihn die Presse seinerzeit oft bezeichnete, liefert auf *Lucifuge* nämlich das eindrucksvollste Werk seiner Karriere ab. Ein drückendes Brett aus hartem, rohem Metal, bei dem gelegentlich der Blues und der alternative Rock durchblitzen durften. Herausragende Nummern wie *Long Way Back From Hell*, *Devils Plaything* und das wie eine diabolische Karrikatur wirkende *777* (für alle denen 666 nicht diabolisch genug ist ^^) bedienten bereits die komplette Palette des düsteren Metals. Dazu kamen Hämmer der Marke *Pain In The World*, *Killer Wolf*, *Girl* und *Her Black Wings*.

Besonders überragend finde ich *Blood & Tears*, eine atmosphärische Ballade mit spärlicher Instrumentierung, die Danzigs stimmliche Wandlungsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis stellt. Und den brachialen Heavy-Hammer *Snake Of Christ*, den ich als das absolut stärkste Stücke der Scheibe betrachte. Das Mr. Danzig in seinen Bestreben so diabolisch wie möglich zu wirken *live* immer am Rande des Lächerlichen wirkte soll hier nur eine kleine Randnotiz sein, die keinen Einfluß auf die Wertung des Albums hat. Mit *Lucifuge* ist ihm als Künstler die stärkste Scheibe seiner Karriere gelungen.

FAZIT: brachial, düster und gnadenlos diabolisch...


Danzig III-How the Gods Kill
Danzig III-How the Gods Kill
Wird angeboten von music_fun
Preis: EUR 9,00

4.0 von 5 Sternen Starkes drittes Danzig-Album..., 15. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Danzig III-How the Gods Kill (Audio CD)
1992 erschien das dritte Album von Danzig unter dem epischen Titel *How The Gods Kill*. Es wurde in der bewährten Besetzung Glenn Danzig, John Christ, Eerie Von und Chuck Biscuits eingespielt. Das Konzept der beiden Hammer-Alben *Danzig* und *Lucifuge* wurde in unverminderter Heftigkeit fortgeführt.

Ich habe mir die Scheibe in der Erstverkaufswoche geholt und war sofort begeistert von dieser düsteren Mischung aus Metal, Blues und Punk, und diesen harten Zusammenspiel von knallenden Gitarren, krachenden Drums und dem dunklen, mächtigen Organ von Glenn Danzig. Die Scheibe hatte zwar nicht die selben durchschlagenden Wirkung wie *Lucifuge *, aber ich würde sie in meinem persönlichem Ranking jederzeit mit dem Debüt gleichsetzen.

Auch wenn auf der Scheibe sich bereits ein leichter Wiederholungseffekt einzustellen schien. Es waren nämlich nicht alle Songs in letzter Konsequenz treffsicher. Der Versuch mit *Sinistas* eine weitere starke Ballade zu platzieren scheiterte, der Song wirkt lediglich wie ein unausgereifter Album-Füller. Dann fällt auf das eine ganze Reihe von Riffs merkwürdig vertraut klingen, vertraut in dem Sinne das man sie von den beiden Vorgängeralben mit herüber gerettet hatte. Allgemein wird solche Arbeitsweise immer gerne als eigener Stil interpretiert wird, aber bei den Bluessequenzen greift man *ohren*scheinlich eher auf die Standards zurück, als selbst etwas neues beizusteuern.

Den Gesamteindruck der CD schmälert das nicht. Danzig bringen ein weiteres fulminantes Album auf den Markt das perfekt mit *Godless* eröffnet wird und harte Knaller der Sorte *Bodies*, *Left Hand Black*, *Heart Of The Devil* und *Dirty Black Summer* bereit hält. Gerade das Video zu *Dirty Black Summer* dürfte der Band erfolgstechnisch sehr hilfreich gewesen sein, es wurde seinerzeit mehrfach täglich auf MTV gesendet. Der Opus Magnum des Albums bleibt aber das epische Titelstück. Ein spannender Sechsminüter mit sanften Intro und knallendem Höhepunkt. Atmosphärischer und packender kann man Metal nicht gestalten, das läßt dann auch schon mal über kleinere Unzulänglichkeiten hinwegblicken.

FAZIT: trotz kleinerer Kritikpunkte ein starkes drittes Danzig-Album...


Danzig 4
Danzig 4
Wird angeboten von dutchtoni
Preis: EUR 15,00

3.0 von 5 Sternen spannungsarm..., 2. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Danzig 4 (Audio CD)
Das Album *Danzig 4* brachte rückwirkend betrachtet zwei wichtige Änderungen. Es war für lange Zeit das letzte Album das von Rick Rubin produziert wurde und es war das letzte Album auf dem die *klassische* Besetzung Glenn Danzig, John Christ, Eerie Von und Chuck Biscuits zusammen agierte.

Die vorangegangene EP *Thrall - DemonSweatLive* hatte die Band in erfolgstechnischer Weise einen Schritt nach vorne gebracht. Ein Umstand der der enthaltenen Live-Version von *Mother* geschuldet war, dessen Videoclip wochenlang auf MTV gesendet wurde. Die Studio-Songs der EP wirkten zwar eher unfertig, steigerten allerdings die Spannung bis zum Erscheinen von *Danzig 4*.

Und *Danzig 4* machte optisch schon gleich einiges her und ließ die Scheibe aus der Masse herausragen. Schwarze, edle Digipaks waren anno 1994 nur eine Randerscheinung. Dann folgte die erste Verwirrung. Das Cover sprach von 12 Songs, das Display meines CD-Players dagegen von 66 Nummern. Aha, also wieder mal eine CD mit Endlos-Pause und Hidden-Track. Das Danzig ausgerechnet dieses Idee aufgriff war seltsam und damals schon arg ausgeluscht. Die zweite Verwirrung war die Musik als solche. Ich kann mich erinnern das ich den ersten Hördurchgang mehrfach unterbrach um *Danzig II* oder *Danzig III* zu hören, weil keiner der neuen Songs zünden wollte.

Und ich muss zu meiner Schande gestehen, das sich daran bis heute nichts geändert hat. Das Album ist handwerklich perfekt und produktionstechnisch überragend, aber die Songs zünden immer noch nicht. Schlimmer noch, ich empfinde die Songs lediglich als eine Aneinanderreihung von unausgereiften Fragmenten. Es fehlen spannende Momente und interessante Melodien, und es fehlt dem Album eine klare Linie. Dinge also, die die Vorgängeralben so stark machten. Dafür gibt es nur launige Spielereien, die nahezu ohne Highlights auskommen. Die Lyrics sind gewohnt stark, machen aber leider nur einen Teil des Albums aus.

FAZIT: optisch zwar edel aufgemacht, aber ohne nennenswerten Höhepunkt...


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