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Rezensionen verfasst von
Markus Schmidl
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Original Album Series
Original Album Series
Preis: EUR 13,97

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nur zwei Perlen..., 1. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Original Album Series (Audio CD)
Die günstige Original-Album-Serie ist genau genommen eine sehr lukrative Sache. Man erhält originale Musik in originalem Klang und muß sich nicht mit sinnfreien Bonus-Tracks herum ärgern. Das man dafür einige Abstriche in der Ausstattung in Kauf nehmen, ist dabei ein zu vertretenden Umstand. Wie immer heißt es auch hier die Devise, keine Booklets, nur CDs in Papersleeve.

Um eine lukrative Sache handelt er es sich auch bei dieser Box. Rein auf das Preis/Leistungs-Verhältnis bezogen macht man definitiv nichts falsch. Beim musikalischen Wert der fünf Alben muss man allerdings gewaltige Abstriche in Kauf nehmen (rein subjektiv betrachtet). Genau genommen erhält man mit der Box, nämlich nur zwei wirklich gute Hardrock-Alben, und zwar die beiden Klassiker *Montrose* und *Paper Money*, die gemeinsam mit Sammy Hagar an den vocals entstanden.

Ab *Warner Bros. presents Montrose* (ein sinnfrei sperriger Album-Titel) verzettelte sich die Band um Leader Ronnie Montrose in allerlei Nebensächlichkeiten und experimentierte mit musikalischen Nebenschauplätzen. Gleichzeitig drehte sich das Personalkarussell, was dafür sorgte das nach *Jump In* zunächst mal Schluß war im Hause Montrose. Das Album *Open Fire* versprach vom Titel dann auch mehr als es zu halten im Stande war. Bei genauer Betrachtung handelt es sich nämlich nur um ein Album, dass von einen Gitarrenliebhaber für andere Gitarrenliebhaber eingespielt wurde.

Unterm Strich bleiben hier wirklich nur zwei echten Hardrock-Perlen und jede Menge Ballast übrig. Ballast, den man nicht unbedingt braucht. Ich würde an dieser Stelle eher den Rat erteilen, nur die beiden Werke *Montrose* und *Paper Money* zu kaufen. Da beide Alben aber den momentan Preis der 5-CD-Box von 13.97 Euro (Stand, 01.10.2014) bei weitem übersteigen kommt man an dieser Box wohl nicht vorbei...
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 11, 2015 11:32 PM MEST


Cyntia - Shouri No Hanataba Wo Gonna Gonna Be Hot! (Type A) (CD+DVD) [Japan LTD CD] VIZL-701
Cyntia - Shouri No Hanataba Wo Gonna Gonna Be Hot! (Type A) (CD+DVD) [Japan LTD CD] VIZL-701
Wird angeboten von musicjapan-jp
Preis: EUR 17,40

4.0 von 5 Sternen überzeugende CD-Edition..., 30. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Im September 2014 erschien die vierte Single der japanischen Metal-Band Cyntia. Das Line-Up bestand aus den bewährten und gut eingespielten Musikerinnen Saki (vocals), Yui (guitar), Azu (bass), Ayano (keyboards) und Konoko (drums). Der Titel der Single *Shouri No Hanataba Wo* mit dem englischen Untertitel Gonna Gonna Be Hot, und das merkwürdige Cover-Artwork, ließ mich im ersten Moment schlimmstes erahnen.

Aber der Titelsong entpuppt sich als lupenreiner kräftiger Rocker, dem mit *Naked* eine nicht minder starke B-Side hinterher geschoben wird. Die beiden Songs wurden von Bassistin Azu (music) und Sängerin Saki (vocals) verfasst und lassen einen kleinen Ausblick auf das wohl bald zu erwartende vierte Album zu. Wie immer gibt’s melodischen, treibenden, bewusst kommerziell gehaltenen Metal auf die Ohren.

Die Single ist in Japan in drei unterschiedlichen Versionen erhältlich. Ich habe für den limitierten Typ A entschieden. Man erhält zu den genannten neuen Songs auch einen kurzen Live-Mitschnitt von der Limit Break Tour erhält, der die Tracks *Night Flight*, *Senkou Strings* und *SSS* enthält. Die Songs präsentieren fünf waschechte Rockerinnen, die *On Stage* mächtig viel Dampf unters Volk bringen können. Die DVD bietet den neuen Video-Clip und zwei Live-Clips von den Nummern *GeAr.* und *Ride On Time*, die ebenfalls während der Limit Break Tour aufgezeichnet wurden.

Insgesamt überzeugt die CD sowohl musikalisch, als auch editorisch. Dafür das es sich nur um eine einfache (!?!) Single handelt erhält man sehr viel zusätzliches Material. Wie in meinen anderen Bewertungen, die die Band Cyntia betreffen, möchte ich es auch an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen, daß es sich bei Cyntia um eine japanische Metal-Band handelt und die vocals komplett auf japanisch sind, was bei einer Kaufentscheidung unbedingt berücksichtigt werden sollte...


W.F.O.
W.F.O.
Preis: EUR 9,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen kein Meilenstein..., 25. September 2014
Rezension bezieht sich auf: W.F.O. (Audio CD)
Anfang der 1990er Jahre war es irgendwie vorbei mit den fetten Jahren des Thrash-Metal. Bands änderten ihren Stil, wurden kommerzieller und eine Hysterie, die sich Grunge nannte, mähte durch die Musiklandschaft. Nunja, Overkill waren vorher da und haben den Grunge und allerlei sonstige musikalische Wendungen überlebt, aber das hauptsächliche Stil-Mittel des Thrash wurde immer mehr in den Hintergrund gedrängt.

Das Album *W.F.O.* erschien erstmals im Juli 1994 und wurde in der Besetzung Bobby Ellsworth (vocals), D.D. Verni (bass), Tim Mallare (drums), Rob Cannavino (guitar) und Merritt Gant (guitar) eingespielt. Und ich bin immer noch zwiegespalten was das Werk betrifft. Man kann Overkill sicherlich nicht vorwerfen daß sie sich dem Grunge anbiedern wollten, was sie boten war Metal. Wer aber nach *Horrorscope* oder *I Hear Black* auf einen weiteren Versuch wartete, daß die Band ihren Göttern Black Sabbath mit Thrash-Doom huldigen würden, wurde genauso entttäuscht wie ein Verfechter des lupenreinen Thrash-Metals.

Schlecht war das Album nicht, aber die Produktion klang im ersten Moment ziemlich schauderhaft und unausgewogen. Vernis Bass-Spiel erstickte die Gitarren unter sich. Die Scheibe war aber dennoch (oder gerade deshalb) erstaunlich druckvoll ausgefallen, selbst der Zahn der Zeit konnte daran nichts ändern. Der Dosenöffner zum Album nannte sich dieses Mal *Where It Hurts*, ein schneller reiner Thrasher. *Fast Junkie* im Anschluß bot fast schon halsbrecherische Geschwindigkeiten. Es war/ist immer wieder erstaunlich wie The Blitz in seinen Vocalparts aufgeht.

Weitere starke Songs waren *Bastard Nation*, *Gasoline Dream* und *The Wait/New High In Lows*. Das restliche Material konnten einen kreativen Verschleiß nicht von der Hand weisen und kamen über den Durchschnitt nicht hinaus. Das Instrumental *R.I.P0*. erschien mir diese Mal komplett nutzlos, den Song *Up To Zero* würde ich persönlich sogar als Füllmaterial bezeichnen, dass offenbar aus der Not heraus geboren wurde. Gleichzeitig wirkte es äußerste befremdlich das manche Gesangsparts irgendwie erzwungen und merkwürdig geknurrt herüber kamen.

Mit etwas zeitlichen Abstand kann ich mir die Scheibe mittlerweile zwar relativ ungezwungen anhören, aber ein Hauch von Enttäuschung schwingt jedes Mal mit. Ein Umstand der aber durchaus verschmerzbar ist, wenn man bedenkt das es wiederum mal nur wieder ein launiger Ausreisser ist und ich bis heute (nach 26 Jahren) Overkills *Under The Influence* noch immer als schwach empfinde...


I Hear Black
I Hear Black
Preis: EUR 10,95

5.0 von 5 Sternen Höchste Handwerkskunst..., 23. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: I Hear Black (Audio CD)
Overkills *I Hear Black* erschien erstmals im März 1993 und wurde in der Besetzung Bobby Ellsworth (vocals), D. D. Verni (bass), Tim Mallare (drums), Rob Cannavino (guitar) und Merritt Gant (guitar). Ich erinnere mich, dass bereits vor der Veröffentlichung von einer Art Anbiederung geschrieben wurde. Die Kritiker bescheinigten der Band eine immer stärkere Abkehr von eigentlichen Stil des Thrash-Metals und ein allzu offensichtliche Orientierung am Zeitgeist.

So ganz von der Hand zu weisen waren diese Kritiken zwar nicht, aber es muß an dieser Stelle natürlich auch erwähnt werden, dass der Thrash mit der ganzen Grunge-Hysterie dieser Jahre stark ins Hintertreffen geraten war. Außerdem durfte man nicht vergessen, das eine Truppe wie Overkill bereits eine paar Jährchen früher genügend Weitsicht besessen hatte, um den Sound mit weiteren Einflüssen zu versehen (Punk, Doom, Heavy) - und trotzdem immer noch Thrash genug war um powervolle Songs abzuliefern.

*I Hear Black* gilt allgemein als eines der schwächste Album der Band. Selbst bei The Metal Archives schafft das Album nur einen Bewertungsdurchschnitt von 67%. Ich persönlich würde eher von einen absolut unterbewerteten Album sprechen das mit dem Vorgänger *Horrorscope* locker mithalten konnte und sich auch hinter *The Years Of Decay* nicht verstecken mußte, vielleicht sogar so was wie einen Abschluß einer Trilogie darstellte, auf der Overkill relativ ausgiebig dem Doom-Metal fröhnten.

Musikalisch gibt man sich bewusst zähflüssig, womit die vielen Kritiken am Album bereits erklärt sind. Doom erscheint im direkten Vergleich mit dem Thrash im ersten Moment als ziemlich fade, ist aber ein Offenbarung für einen ausgewiesenen Black-Sabbath-Anhänger. Und noch dazu gibt es jeden Menge absolut starker, powervoller Songs. Darunter befinden sich z.B. die durchaus eingängig gestalteten *Tracks World Of Hunt*, *Just Like You* und *Weight Of The World*, sowie die Hammer-Nummern *Spiritual Void* und *Dreaming In Columbian*. Als weitere Highlights stehen meiner Meinung nach der absolut geniale Titelsong und das bluesig-balladeske *Shades Of Grey* zu Buche. Selbst das eher overkilluntypische *Undying* ist ein verdammt spannender Song.

Overkill gelang ein erstklassiges Album. Die fünf Sterne meiner Bewertung kann ich an dieser Stelle nur noch mal bekräftigen, auch wenn ich das Album einem Neueinsteiger nicht unbedingt empfehlen würden. Thrash-Metal kommt sofort auf den Punkt - dieses Thrash-/Doom-/Heavy-Blues-Crossover benötigte aber seine Zeit, damit alle Facetten des handwerklichen Könnens erlauscht werden können...


Taking Over
Taking Over
Preis: EUR 21,60

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen without original artworks..., 20. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Taking Over (Audio CD)
Über die musikalische Qualität von Overkills zweitem Werk *Taking Over* muß man sicherlich nicht streiten. Ich persönlich, und da dürfte ich kaum alleine stehen, halte die LP für einen Thrash-Hammer aus den 1980er Jahren. Die Band wird zwar nur zur zweiten Garde der Thrasher gerechnet, aber musikalisch waren Sie auf *Taking Over* erstklassig.

Irgendwann reifte in mir der Plan meine Vinyl-LP in Rente zu schicken und und ich tätigte die entsprechende Bestellung. Leider erging es mir, ich hatte hauptsächlich den günstigen Preis auf dem Marketplace im Auge, genau wie der Vielzahl der anderen Bewerter. Die CD-R, die ich erhalten haben enthält zwar die Original-Musik (die irgendwie klingt als wäre sie von einer Vinyl-LP konvertiert worden), aber weder die Orginal-Artworks, noch überhaupt ein vernünftiges Booklet.

Mein Rat daher: Finger weg von dieser Ausgabe - lieber auf Plattenbörsen Ausschau halten, auch wenn die CD-Pressung mittlerweile ziemlich hochpreisig gehandelt wird!


Demolition
Demolition
Wird angeboten von groovetemplemusic
Preis: EUR 19,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen grottig..., 19. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Demolition (Audio CD)
Nach der Enttäuschung *Jugulator* legten Judas Priest 2001 mit *Demolition* ein weiteres Studio-Album auf. Es wurde wiederum in der Besetzung Tim Owens (vocals), K.K. Downing (guitar), Glenn Tipton (guitar), Ian Hill (bass) und Scott Travis (drums) eingespielt. Das Album erschien in der Erstauflage als stabiles Digipak mit Bonustracks, war musikalisch aber eine weitere Enttäuschung.

Seit *Jugulator* hatte sich wenig verändert. Judas Priest blieben bei der düsteren Mixtur aus allem möglichen Metal-Versatzstücken und prügelten sich einen Weg der Verwüstung durch das Genre, das sie selbst mit entworfen hatten. Es sind Thrash- und Speed-Metal genauso verhanden, wie der Fakt das Priest versuchten im Nu-Metal- und Industrial-Bereich herumzuwildern. Die Songs verfügen über starke technische Elemente, sind aber komplett seelen- und identitätslos. Das es sich hierbei um ein Judas-Priest-Album handelt ist optisch nur durch das Artwork gekennzeichnet. Höchstens Ripper Owens, der in seinen besten Momenten an die Stimme von Rob Halford erinnert, kann ein Mindestmaß an Bandidentifikation herüber bringen.

Prägnante Songs und signifikante Melodien kann er als reiner Sänger aber nicht kreieren. Dazu hätte es einer Kompositionseinheit aus K.K. Downing und Glenn Tipton bedurft, die, so schien/scheint es, jeder auf seine eigene Art sein persönliches Süppchen kochte, bevor das alles von der Band zusammengesetzt werden mußte. Hinzu kommen die vielen Spielereien mit dumm gesampelten Sounds, die zwar ein große Verbeugung vor dem Industrial vollführen, aber die Songs insgesamt unerträglich erscheinen lassen. Zwischendurch blitzen sie zwar immer wieder durch, diese klassischen Priest-Momente, sie werden aber meist sofort wieder von verzerrten Gitarren zerrissen, oder von sinnfreien Synthie-Effekten verwässert. Bemerkenswert sind auch die Texte, die sich als überaus schreckliche Juwelen entpuppen. Waren die Lyrics auf dem Vorgänger teilweise noch witzig, reiht sich hier nur ein lyrisches Gräuel an das andere. Mehr als einmal habe ich die metallische Kitschkiste eines Rob Halford schmerzlich vermisst.

Meist stellt sich beim Lesen einer Bewertung aber nur eine entscheidende Frage, nämlich die nach den Highlights eines Albums. Es war zwar kein leichtes Unterfangen, aber es gibt meiner Meinung nach wirklich zwei Tracks die aus diesem Brei herausstechen, wenngleich ich nicht im entferntesten auf die Idee käme sie als wirkliche Highlights zu bezeichnen. *Screaming For Vengeance* oder *The Setinel* sind z.B. echte Priest-Highlights, *Bloodsucker* und *Hell Is Home* dagegen nur zwei Kerzenscheine in finsterer Nacht.

Normalerweise müsste als Fazit an dieser Stelle der Bewertung ein Warnhinweis stehen, denn mit Judas Priest hat dieses Album im weitesten Sinne nämlich überhaupt nichts zu tun - vielleicht liegt der Fehler aber ganz woanders: ein ganz profaner Druckfehler auf dem Digipak...


'98 Live - Meltdown
'98 Live - Meltdown
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 7,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kings Of Metal..., 18. September 2014
Rezension bezieht sich auf: '98 Live - Meltdown (Audio CD)
Im September 1998 erschien das dritte Live-Album von Judas Priest. Es wurde eingespielt in der Besetzung Ripper Owens (vocals), Glenn Tipton (guitar), K.K. Downing (guitar), Ian Hill (bass) und Scott Travis (drums). Das Projekt, sich nach Halfords Ausstieg als Band neu zu erfinden, würde ich mit der Studio-Scheibe *Jugulator* als gescheitert erklären (siehe meine Bewertung dort). Da Songs live aber immer eine andere Dynamik entwickeln, hat diese schwache Studio-Scheibe keinen Einfluß auf meine Bewertung des Live-Werkes *Meltdown*.

Die Doppel-CD bringt es schon gleich mal auf eine Laufzeit von über 2 Stunden und beinhaltet nicht weniger als 24 Songs. Darunter befinden sich 19 Songs, die man heute uneingeschränkt als Klassikern der Band bezeichnet. Der Ripper erreicht zwar nie die stimmliche Bandbreite seines übermächtigen Vorgängers (und Nachfolgers), aber er versucht Halford auch nicht zu imitieren. Er bringt das Material völlig ungezwungen herüber. Seine Leistung wirkt weder verkrampft noch aufgesetzt.

Das Album deckte zu diesem Zeitpunkt einen Backkatalog von 23 Jahre ab, zeigte eine modern auftretende Metal-Band und machte die Flut an Best-Of-Scheiben, die Judas Priest nach Rob Halfords Ausstieg auf dem Markt schleuderten komplett überflüssig. Die Songs sind tiefer gestimmt, kommen sofort auf den Punkt und sind frei von irgendwelchem belastenden Keyboardspielereien, die im Studio dann doch gerne mal dazu gemischt wurden. Die fünf neuen Nummern können sich durchaus gut in den Katalog aus Song-Klassikern einfügen, da der Ripper allen Songs seinen persönlichen Gesangsstempel aufdrückt. Man nehme zur Kaufentscheidung einfach nur die Songs *Rapid Fire*, *Night Crawler*, *The Sentinel* und *Victim Of Changes*.

Da die Songauswahl natürlich immer auch persönliche Geschmackssache ist, hätte ich anstelle von *Death Row* aber lieber den Song *Hell Patrol* oder eine knackige Live-Fassung vom *Dissident Aggressor* auf dem Album gehabt. Eine 3-CD-Box wäre ebenfalls sinnvoller gewesen, aber das wäre sicherlich auch schon wieder zu viel des Guten gewesen. Vor allem, wer hätte es kaufen sollen? Das was man den klassischen Metal nannte war bei der stilistischen Bandbreite an Metal-Musik in der späten 1990ern nicht unbedingt der große Verkaufsschlager.

Unterm Strich würde ich diese Scheibe zu den Priest-Klassiker zählen - wenn nicht sogar als letzten echten Priest-Klassiker bezeichnen. Alles was danach als reguläre Scheiben auf den Markt gebracht wurde erreichte nie mehr den Biss dieses Albums...


Jugulator
Jugulator
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 23,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Neues Logo, neuer Sänger..., 12. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Jugulator (Audio CD)
Eine Judas-Priest-Scheibe ohne Rob Halford? Was lange Zeit für unmöglich schien trat 1997 doch tatsächlich ein! Halford hatte 1992 seinen Ausstieg erklärt um sich eigenen Projekten widmen zu können. Die Band ließ sich lange Zeit um einen geeigneten Nachfolger zu finden und fand in Tim "The Ripper" Owens einen Sänger mit einer ähnlich stimmliche Klangfarbe und einem ausdrucksstarken Organ.

Seinen Einstand feierte Owens auf dem Album *Jugulator*, das rein stilistisch gesehen nahezu nahtlos an den mächtigen Vorgänger *Painkiller* anschließen konnte. Die beiden Songwriter K. K. Downing & Glenn Tipton wilderten sich mit dem Dampfhammer durch das Metal-Genre und lieferten eine hartes Werk ab, das sich in Punkto Düsternis von allen Judas-Priest-Alben unterschied. Der Ripper schrie sich dazu die buchstäbliche Seele aus dem Leibe.

Womit wir bereits beim entscheidenden Kritikpunkt wären. Ich empfand die Songs nicht nur als überraschend thrashig, sondern auch als überraschend seelenlos. Rein technisch wurde gute Arbeit abgeliefert, aber es kam einfach keine Atmosphäre auf. Mehr noch, vieles klingt nach zusammengefügten Fragmenten, die auf Teufel-komm-raus miteinander verbunden werden mußten. Eine klare Linie kann ich weder bei den Songs, noch beim gesamten Album erkennen. Vielmehr überwog der Eindruck das Downing und Tipton sich nicht darauf einigen konnten, in welche Metal-Ecke die Reise nun eigentlich genau hingehen sollte.

Thrash-, Heavy- oder Power-Metal? Es ist alles vorhanden - nur eben nicht konsequent genug zu Ende gespielt. Die Krönung der Songs sind die oberflächlichen Texte aus der Kitschkiste, die sich zwar ziemlich amüsant lesen, aber über weite Strecken unfreiwillig komisch wirken (um das Wort lächerlich zu vermeiden). Unterm Strich bleibt eine Scheibe übrig, die zwar über gute Ansätze verfügt, aber bereits ab dem dritten Hördurchlauf nervig wird und zu langweilen beginnt. Daran kann selbst die fette Produktion nichts ändern.

FAZIT: ganz nett, aber eigentlich stinklangweilig...
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 21, 2014 8:36 PM MEST


Feel the Fire
Feel the Fire
Preis: EUR 18,03

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen starkes Debüt-Werk..., 3. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Feel the Fire (Audio CD)
Overkill zählt zweifellos zu den kultigsten Thrash-Metal-Bands der Welt. Eine reine Thrash-Band sind sie mittlerweile zwar längst nicht mehr, die Einflüsse von Doom- und einfachem Heavy-Metal ziehen sich genauso durch die Bandgeschichte wie allerlei sonstige musikalische Experimente. Aber mit ihrem absolut kultigen Debüt *Feel The Fire* von 1985 dürften sie wohl genausoviel Einfluß in der internationalen Thrash-Metal-Szene gehabt haben, wie die vergleichsweise bekannteren Raudautruppen von Slayer und Anthrax.

Der Titel *Feel The Fire* gibt der Platte vollkommen Recht. Bereits von der der ersten Minute an sprüht dieses Feuer und eine Sammlung gewaltigen Feuerstöße beherrscht die Tracks zwischen *Raise The Dead* und *Overkill*. Sänger Bobby "Blitz" Ellsworth und seine Band liefern beste Handwerkskunst ab, die von mächtigen Gitarrenriffs, bösen Lyrics und intensiven Melodien abgetrieben wird. Blitz gibt dabei eine erstklassige Gesangsleistung und veredelt herausragende Song-Klassiker wie *Rotten To The Core*, *Hammerhead*, *Blood And Iron* und *Feel The Fire* mit sehr viel Leidenschaft.

Die Songs auf *Feel The Fire* sind schnell, aggressiv und einfach unglaublich. Das Album hat viel rohe Power. Die Band hatte eine gutes Händchen beim komponieren ihrer Songs. Vor allem Gitarrero Bobby Gustafson schaffte es Härte, Geschwindigkeit und Tiefgang in Einklang zu bringen und melodische Riffs gekonnt zu platzieren. Schwächere Songs sind beim besten Willen nicht zu erkennen, dafür eine hohe Intensivität, viel Spielwitz und diese gleichbleibend wilde Grundstimmung.

Irgendwie haben sich Overkill mit dem Debüt eine eigene Nische gestrickt. Selbst in den 1990ern als man das Gefühl hatte, bei vielen eingesessenen Bands wäre eine kollektive Identitätssuche ausgebrochen (Grunge hat so einiges durcheinander gewirbelt) blieb sich die Band treu, auch wenn sie mit anderen Heavy-Stilen gekonnt kokettierten.


Black Goat Ritual
Black Goat Ritual
Wird angeboten von gimmixtwo Kontakt Widerrufsbelehrung AGB
Preis: EUR 9,92

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen starkes Live-Werk..., 1. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Black Goat Ritual (Audio CD)
Den richtigen Durchbruch haben Enthroned leider nie geschafft. Trotz regelmäßig veröffentlichter Prügel-Orgien fristete man irgendwie nur ein Schattendasein im Schattenreich. Der musikalischen Qualität der beiden Alphamännchen Nornagest und Sabathan hat das zum Glück nie geschadet. 2005 war es dann endlich an der Zeit ein hauptamtliches Live-Album auf dem Markt zu bringen. Mitgeschnitten wurde das Album 2004 in Porto/Alegre, Brazil mit der tatkräftigen Unterstützung des Fellmasseurs Glaurang und des Kettensägemeisters Nguaroth.

Die Scheibe bietet auf gut 70 Minuten ein morbides Stahlgewitter, wie man es bereits von den Studioalben her kannte. Keine Verzettelung in unnütze Feinarbeiten, kein unnötiger Schnick-Schnack, sondern ungezügelter, rauer, räudiger Black-Metal voll satanischer Energie. Bei der Zusammenstellung könnte man genauso gut auch von einer Best-Of-Live-Scheibe sprechen, die Band rumpelte sich durch fast alle vorangegangenen Alben. Und bleibt energetisch, schnell und authentisch. Im Studio wurde hinterher nicht nachpoliert, dafür nahm man sich die Zeit den starken Song *Eternal Misery* als Bonus hinterher zu schieben.

*Black Goat Ritual* ist eine Scheibe die absolute Vollbedienung garantiert. Der Bonustrack hätte ganz gut auf das Vorgänger-Album *XES Haereticum* gepaßt und könnte aus einer dazugehörigen Session stammen. Als Ausblick auf den Nachfolger hätte der Track sicherlich auch sehr gut herhalten können, wenn Bandgründer Sabathan und Hauptsongwriter Nornagest sich nicht überworfen hätten, was letztendlich mit Sabathans Rauswurf endete. Übrig blieb ein hammerhartes Livedokument, ein starker Backkatalog und ein Gitarrist der im Anschluß noch ein paar schwarzmagische Asse aus dem Ärmel zaubern konnte...


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