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Rezensionen verfasst von
Markus Schmidl
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Original Album Series
Original Album Series
Preis: EUR 13,97

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bei dem Angebot kann man nur zugreifen...!, 9. Mai 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Original Album Series (Audio CD)
Static-X spielen Alternative-Metal. Oder zumindest das was Static-X dafür halten. Da es im Metalbereich aber genügend Schubladen gibt und jede Menge Nebenarme sind die fünf Alben, die in der Zeit zwischen 1999 und 2007 veröffentlicht wurden stilistisch nicht immer eindeutig und mit vielen anderen Einflüssen verflochten.

Wichtig ist das allerdings nicht, denn bereits auf *Wisconsin Death Trip* hatte die Band ein Konzept und das entsprechend prügelharte Riffing. Donnernde Songs mit vielen Spielereien bilden das Grundgerüst für einen erstklassigen Metalgenuß, der dann Schritt für Schritt weiter entwickelt wurden. Wobei ich ganz besonders die CD *Shadow Zone* für so etwas wie ein Higlight halte, was bei diesem hochkarätigen Material natürlich nur mal wieder ein Ausdruck eines subjektiven Empfindens darstellt.

Für ein paar Euros gibts es auf jeden Fall die ersten fünf Alben von Wayne Static & Konsorten in einer handlichen Box, was für sich allein betrachtet schon ein Highlight darstellt. Es gibt zwar weder ein neues Remastering oder ein Booklet zu den Scheiben, aber für die fünf regulären Alben hätte man im Normalfall für die selbe Mucke an die 75 Euronen hingeblättert. Da kann ein Metalfan schon mal auf schmückendes Beiwerk verzichten, der musikalische ist nämlich wesentlich höher einzuschätzen.

FAZIT: fünf Alben, die noch keinen Klassiker-Status haben, aber das wird schon noch...


5 Original Albums [Box Set]
5 Original Albums [Box Set]
Preis: EUR 25,65

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen unterbewertete Hardrock-Truppe..., 8. Mai 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 5 Original Albums [Box Set] (Audio CD)
Mit der Gruppe Kix kam ich erstmals Ende der 80er Jahre in Berührung. Einer ihrer Songs war Beitrag auf einem dieser kuriosen Sampler, die es zu Dutzenden auf diesen damals schwer modernen, übergroßen schwarzen Vinylscheiben gab. Ein Song wohlgemerkt, der aber dazu führte das ich neugierig geworden war. Neugierig auf eine Hardrock-Gruppe die, wie ich später herausfand, in den Staaten durchaus mehr als nur ein Achtungserfolg, aber bei uns in Old Europe komplett untergegangen war.

Die Original Album Series legt nun die ersten fünf Kix-Alben, die in der Zeit von 1981 bis 1991 veröffentlicht worden waren, neu auf. Dabei handelt es sich um keine remasterten CDs mit den daraus resultierenden Soundverfälschungen, sondern um die Original-Alben auf CD. Genau das richtige für einen Sammler, der nur die Vinyl-Ausgaben sein eigen nennen darf.

Musikalisch bieten Kix einen auf Blues-Rock aufgebaut, spaßigen Hardrock. Der Purist würde wohl automatisch von einer gewissen AC/DC-lastigkeit im Sound sprechen, aber dazu müßten AC/DC den Bluesrock in letzter Konsequenz erfunden haben, was natürlich nicht der Fall war. Was zunächst relativ hart beginnt wird ab 1985 dann etwas kommerzieller, leichter zugänglicher gestaltet. Der Poser-Metal als Zeitgeist hinterließ natürlich auch bei Kix die entsprechenden Spuren. Der kommerzielle Erfolg in den USA dankte es ihnen und schließlich wurde die Truppe dadurch nicht zahmer, sondern erweiterte lediglich das Spektrum mit einigen neuen und höchst ansprechenden Gewürzen, die ihre Musik nochmals spannender erscheinen ließ.

FAZIT: kurzweiliger Hardrock aus den längst verblichenen 80er Jahren - zur Vinylschonung hervorragend geeignete Box...


Thor/Mata Ala Bestia (US Import)
Thor/Mata Ala Bestia (US Import)
Wird angeboten von Empor
Preis: EUR 21,96

5.0 von 5 Sternen Spanischer Kult-Metal..., 6. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Thor/Mata Ala Bestia (US Import) (Audio CD)
Die spanische Metal-Band *Thor* brachte es während ihrer aktiven Zeit auf insgesamt zwei Longplayer. Das selbstbetitelte Debüt *Thor* stand erstmals 1987 in den Läden, 1989 folgte *Mata A La Bestia*. Beide Scheiben gelten in der Vinyl-Ausgabe mittlerweile als höchst begehrte Sammlerstücke mit entsprechend hohen Preisen. Ob diese Preise immer gerechtfertig sind muß jeder selbst entscheiden, aber musikalisch sind die Scheiben auf jedem Fall schon mal höchst bemerkenswert.

Geboten wird harter klassischer Heavy-Metal in bester britischer Prägungen. Die N.W.O.H.M. atmet quasi aus jeder einzelnen Noten und mehr als einmal glaubt man an eine erstklassige Mischung aus Judas Maiden, Iron Saxon in der Erweiterung von Hellofynde und Witch Priest. Zumindest so ähnlich. Pfeilschnelles Riffing aus zwei extrascharfen Kettensägen sorgt für wohliges Metal-Hochgefühl. Schreihals Inaki mußt sich hinter der internationalen Konkurrenz nicht verstecken und zur Sicherheit bleibt man textlich bei der Sprache, die man von klein auf gelernt hat. Die Lyrics sind in spanisch, was den beiden Scheiben einen exotischen Einschlag verleiht.

Vor einigen Jahren erschien nun diese CD, die beide Metal-Kult-Werke vereint. Diese Kompilation scheint mittlerweile ebenfalls einen gewissen Sammlerwert besitzen - die gepressten Stückzahlen waren wohl auch nicht besonders hoch. Preislich ist der Kaufanreiz dadurch aber nicht gegeben. Zum Glück gibt es mittlerweile eine weitere Edition von Kleinstlabel *Sounds Of Metal*, das diese beiden kultigen Metal-Kracher auf zwei Einzel-CDs neu auf den Markt gebracht hat.

FAZIT: klassischer Heavy-Metal aus den 80ern, für alle die von schneidenden Zwillingsgitarren immer noch nicht genug haben...


Third Stage
Third Stage
Preis: EUR 7,97

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dritter Aufzug..., 5. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Third Stage (Audio CD)
1986 erschien bei MCA endlich das dritte Album der US-Hardrocker von Boston. Es wurde eingespielt in der Besetzung Tom Scholz, Brad Delp, Jim Masada und Gary Phil. Für Vorbereitungen und Aufnahmen stand die rekordverdächtige Zeit von fast sechs Jahren zu buchen.

Die Band war fast 10 Jahre vorher mit einem legendären Debüt und einer nicht minder legendären zweiten Scheibe gestartet und hatte lupenreinen, perfekt produzierten, melodischen Hardrock zum besten gegeben. Das Wort Hardrock konnte man jetzt getrost streichen, dafür stand nun melodischer Rock zu Buche. Dieser war nicht minder perfekt produziert, was bei fast sechs Produktionsjahren keine große Überraschung war, und bis ins letzte Detail ausgearbeitet. Hier stimmt so ziemlich alles was stimmen muß, auch wenn sich die Band wieder knapp am Rande der Überproduktionen bewegte.

*Amanda*, der zweite große Hit von Boston eröffnet den Reigen von zehn verschachtelten, verspielten Tracks, die den Zeitgeist der 80er Jahre wiedergeben wie sonst nur wenige Scheiben. Keyboards und Synthis halten sich die Waage mit einer hochgezüchteten Gitarre. Und über allem trohnt die 6-Oktaven-Stimme von Gesangswunder Brad Delp, der allen noch so komplizierten technischen Spielereien das organische Leben einhaucht. Boston konnten auch mit neuem Personal nahtlos an die alten Erfolge aus den 70er Jahren anschließen.

FAZIT: der unbestritten dritte Klassiker von Boston...


Don't Look Back
Don't Look Back
Preis: EUR 6,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tom Scholz zweiter Klassiker..., 2. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Don't Look Back (Audio CD)
Aus heutiger Sicht erscheint das Album *Don't Look Back* von Boston wie ein Schnellschuß. Es wurde nahezu in Rekordzeit eingemeißelt und erschien bereits 1978. Das Wort Schnellschuß soll dabei in keinester Weise die musikalische Qualität bezeichnen, sondern soll lediglich als Hinweis auf die sehr schnelle Arbeitsweise von Tom Scholz, Brad Delp & Co. gesehen werden, denn für das dritte Album benötigte man dann schon eine reine Nettoarbeitszeit von sechs Jahren.

Die musikalische Qualität von *Don't Look Back* ist nicht nur über jeden Zweifel erhaben, sondern ist den legendären Debüt auch absolut gleichwertig. Die Scheibe enthält zwar keinen Überhit wie *More Than A Feeling*, aber den hatte man mit diesen Hammer-Songs auch gar nicht nötig. Das gesamte Material ist heute noch genauso spannend wie zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung und wirkt weder überproduziert noch übermäßig gealtert. Die Epoche aus der die Songs stammen ist deutlich hörbar, aber ohne Patina angesetzen zu haben.

Die Band *Boston* hatte zwei Jahre vorher mit einem überragenden Debüt losgelegt und legten einfach mit einem überragenden zweiten Meisterwerk nach. Man hätte die insgesamt 16 Songs auf völlig problemlos als Doppel-LP auf den Markt bringen können. Es hätte keinen Unterschied gemacht. Wer bei diesen Juwelen jammert, jammert entweder grundsätzlich oder ist sich nicht im Klaren darüber auf welch hohem Niveau er sich gerade bewegt.

An den Erfolg konnten Boston ebenfalls anschließen und die folgende Tour wurde zum erneuten Triumpfzug. Danach folgten leider unnütze Streitigkeiten mit Management und Recordcompany, die dazu führten das die Band nach-und-nach ihre Mitglieder verlor. Schade drum, aber an der ebenso herausragenden Qualität des direkten Nachfolgers *Third Stage* ist genauso wenig zu rütteln, wie am Legendenstatus von Bostons ersten beiden Scheiben.

FAZIT: herausragende Musik, erstklassige Band - der perfekte Nachfolger zum bereits perfekten Debüt...


Boston
Boston
Preis: EUR 6,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erster Klassiker von Tom Scholz..., 29. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Boston (Audio CD)
Sind Boston nun Hardrock, Melodicrock oder Softrock? Das soll jetzt kein neuer Anstoß für eine Grundsatzfrage sein, denn irgendwie ist sowieso alles richtig. Die Scheibe wird als Hardrock-Meilenstein der 70er Jahre gelistet, ist bei der ganzen musikalischen Entwicklung der letzten Jahrzehnte heute aber nichts weiter als melodischer Rock. Die Sichtweise auf Musik verändert sich, genauso wie die Generationen die diese Musik konsumieren.

Das selbstbetitelte Debüt von Boston erschien erstmals 1976 und enthielt mit *More Than A Feeling* den umstritten größten Hit der Band. Tom Scholz, Brad Delp & Co. schafften etwas, das vielen Bands mit ihrem Debüt verwehrt blieb. Sie lieferten nicht nur erstklassige Arbeit ab, sondern schufen gleichzeitig ein Meisterwerk das Generationen überdauern sollte. Müßig zu erwähnen das die Scheibe vollkommen zu recht als erfolgreichstes Debüt in die Analen der Rockgeschichte einging. Ein Status der bis heute noch besteht, wenn man die *Gunners* mal komplett aus acht läßt.

Das Material klingt heute noch phantastisch. Den hohen technischen Aufwand bei der damaligen Produktion merkt man der Scheibe zwar bei jedem Ton an. Die Songs wirken dennoch nicht überproduziert, sondern relativ rough und mit viel Spielfreude gekennzeichnet. Trademarks sind zwar die vielen schönen Melodiebögen, aber der kräftige Klang einer Gitarre kommt nie zu kurz. Womit man *Boston* also durchaus dem frühen Hardrock zuordnen kann. Anspieltipps gibts es für die Scheibe eigentlich keine, denn die Scheibe selbst ist ein in sich geschlossenes Meisterwerk, das zurecht als Klassiker gehandelt wird.

FAZIT: eines der besten Debüt-Alben aller Zeiten - diese Scheibe sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen...


In Color [Clean]
In Color [Clean]
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hit-Album..., 28. April 2013
Rezension bezieht sich auf: In Color [Clean] (MP3-Download)
1977 erschien die zweite Scheibe von *Cheap Trick* unter dem Titel *In Color*. Das Feld das die Band bereits mit ihrem Debüt bestellt hatte wurde weiter ausgebaut. Die Ausrichtung ging klar Richtung Hardrock und das dabei der Humor nicht zu kurz, kam bewies das Artwork von *In Color* treffend. Vokalist Robin Zander und Bassist Tom Petersson posierten auf Bikes in die Kamera, während Gitarrist Rick Nielson und Schlagzeuger Brad Carlson auf Bicycles auf die Rückseite der Scheibe verbannt worden waren.

Es wird massenkompatibler Hardrock geboten und mit einem kräftigen Schluß Rock'n'Roll versehen. Als Hauptsongwriter war Rick Nielson (unter Mithilfe von Tom Petersson) verantwortlich. Die angepeilte Zielgruppe lag weit entfernt von den Hardrock-Rabauken jener Tage und man dürfte eher das weibliche Geschlecht als Käuferschicht im Visier gehabt haben, was schon das Artwork andeutete. Die Scheibe würde ich persönlich als das Hit-Album von Cheap Trick betrachten, obwohl eine Hit-Single nicht enthalten war. Es war zwar die Studio-Version von *I Want You To Want Me* enthalten, aber daraus entwickelte sich erst ein Jahr später in der Live-Fassung ein Hit. Die Songs der Scheibe sind kompakt, ausgeklügelt und auch nach über 30 Jahren nicht altmodisch.

Anspieltipps: *Hello There*, *Big Eyes*, *I Want You To Want Me*, *Southerm Girls*

War die erste Scheibe durchaus nicht schlecht, begann für Cheap Trick erst mit *In Color* der Aufstieg auf der Leiter des Erfolges, der seinen Höhepunkt in den LPs *Live At Budokan* und *Dream Police* hatte, und an den sie in den 80ern leider nie wieder anknüpfen konnten.

FAZIT: satte 4 Punkte, für einfach gute Musik...


High Time
High Time
Preis: EUR 9,27

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Motor City Five..., 28. April 2013
Rezension bezieht sich auf: High Time (Audio CD)
Irgendwie scheinen sich zwei grundsätzliche Meinungen in den letzten Jahrzehnten ausgebildet zu haben. Die eine davon besagt eindeutig das MC5 nach ihrer legendären Debütscheibe *Kick Out The Jams* nichts wirklich erwähneswertes mehr zu Stande gebracht haben. Und die zweite Meinung bezeichnet das genaue Gegenteil und behauptet das eben das legendäre Debüt mit Abstand die schwächste der drei regulären MC5-Alben darstellt.

Man kann es drehen und wenden wie man will, aber es sind nur mal nur drei Scheiben, die MC5 in ihrer Hochphase auf den Markt brachten, und ganz gleich welcher These man verfallen ist, sie haben alle drei ihren Reiz und ganz besonderen Charme. Einen kreativen Niedergang konnte ich persönlich bei keiner der drei Scheiben heraushören, und der sprichwörtliche Zenith schien auf *High Time* ebenfalls noch nicht erreicht zu sein. Dafür wurde songtechnisch aber stärker experimentiert.

Zu dem typisch ruppigen Riffing *der Fünfe aus der Motorenstadt*, gesellen sich eine Feuerwehrkapelle und einige Jazzbläser, die das Songmaterial gekonnt spannend auflockern. Textlich bewegt man sich wieder im Bereich der harten Sozialkritik. Ein Thema das sich vorgestern, wie heute nie erschöpfen wird. Und der detroiter Sound dürfte seinerzeit nicht nicht umsonst so hart gewesen sein, denn die Sozialkritik benötigte das entscheidend akustische Gerüst um Aufsehen zu erregen. Und zu kritisieren hatten die Malocher aus dem Detroit jener Tage vermutlich genügend.

Leider blieb es die letzte Scheibe des Quintetts. Was danach folgte waren in unüberschaubarer Weise Solo- und Sideporjakte von Rob Tyner, Sonic Smith und Dennis Thompson, die den Pre-Punk nie den Rücken kehrten. Was einige spannende Musikmomenten mit Ex-Mitglieder der ebenso legendären *The Stooges* hervorbrachten, die zumeist nur auf Bootlegs erlebt werden können.

FAZIT: hart Sound mit ungewöhnlichen Facetten erweitert...


Back in the USA
Back in the USA
Preis: EUR 7,97

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen verdammt starkes Album..., 27. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Back in the USA (Audio CD)
Im Januar 1970 erschien das zweite Album von MC5 aus Detroit. Das Album wurde wiederum eingespielt in der einzig wahren Besetzung, bestehend aus Rob Tyner (vocal), Michael Davis (bass), Fred Smith (guitar), Wayne Kramer (guitar) und Dennis Thompson (drums). Und es ist wohl bis heute die zwiespältigeste der drei regulären MC5-Scheiben, die Fans und Musikbewerter bis heute spaltet.

Das Album war weit weniger erfolgreich als das harte Debüt *Kick Out The Jams*, was schon gerne mal als Anzeichen für fehlende Qualität gewertet wird. Die Songs wirken auch nicht so brachial, was wohl den Aufnahmen im Studio geschuldet ist. Es war damals eben ein Ding der Unmöglichkeit einen deftigen Livesound in einem Tonstudio zu reproduzieren. Auf der anderen Seite muß man allerdings feststellen, daß der Kernsound völlig unverändert geblieben war, sich das Songwriting allerdings stark verbessert hatte. Die Aussagekraft der Musik war ungebrochen. Keine Experimente, keine kommerziellen Anbiederungen, dafür harter, kritischer Rock.

Rein spekulativ gehen ich davon aus, daß die anfängliche Fan-Ablehnung der Scheibe auch weniger mit der Tatsache zu tun hat das MC5 sich im Studio verschanzte und dort die Songs ausarbeiteten, sondern das am Anfang und Ende der Scheibe jeweils das Cover eines Rock'N'Roll-Songs enthalten war, die aber eher wie die Verballhornung des *American Ways* wirken, wenn man die Aussagen der selbstverfassten neun Tracks damit in Einklang bringt. Die Klassiker des Albums sind eindeutig *Shakin Street*, *High School* und *The American Ruse*, die erfolgreich gecovert wurden. Und Songs wie *Teenage Lust* oder *Call Me Animal* kann sman elbst heute noch nachvollziehen.

Die musikalische Brachialität von *Kick Out The Jams* wurde zwar zu keinem Zeitpunkt erreicht, aber in textlicher Sozialkritik und songschreiberischer Intensivität waren MC5 nie stärker und lieferten ein Werk ab das man durchaus als Blaupause des Hardrockes jener Tage bezeichnen konnte und der den Punk nachhaltig beeinflussen sollte.

FAZIT: 11 Songs, 28 Minuten mehr braucht es nicht für ein Meisterwerk...


Kick Out the Jams
Kick Out the Jams
Preis: EUR 7,97

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen roh und derb..., 27. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Kick Out the Jams (Audio CD)
Das Debüt von MC5 erschien erstmals im Februar 1969 und wurde eingespielt von Rob Tyner (vocals), Fred Smith (guitar), Michael Davis (bass), Dennis Thompson (drums) und Wayne Kramer (guitar). Die Band wurde 1964 in Detroit gegründet und der Name bedeutet frei übersetzt und wenig spektakulär nichts weiteres als *die Fünfe aus der Motoren-Stadt*.

Der Titel des Debüt-Album *Kick Out The Jams* ist dagegen schon etwas spektakulärer, zumindest wenn man das Wort *Jams* nicht der ersten Intuition folgend mit Marmelade gleichsetzt. *Weg mit allen Hemmungen* war das Motto der Band und die Musik war entsprechend brachial. Sie spielten harten, derben, auf dem Blues basierenden Rock, der wenig Raum für feinsinnige Facetten ließen, sondern sofort zum Punkt kam. Dadurch wird eine starke, spannende Intensivität aufgebaut, die sich komplett von der Verspieltheit des Psychedelic oder des Art-Rocks unterschied.

Das Album komplett live aufzunehmen und zu präsentieren waren nur ein weiteres kleines Bindeglied, das zur späteren Legendbildung von MC5 beitragen sollte. Und es war sowas wie die logische Konsequenz, denn welches Tonstudio hätte damals die Songs in dieser Form aufnehmen können. Diese Spannung in den Songs hätte man zwar zweifelsfrei erreichen können, aber die Brachialität, die Roheit und die Aussagekraft wäre vermutlich komplett auf der Strecke geblieben.

Meiner Meinung nach liegt mit *Kick Out The Jams* ein Klassiker vor, den man problemlos mehreren Genres zuordnen kann. Es besteht kein Zweifel daran das der Hardrock entscheidend damit beeinflusst wurde und die späteren Punk-Bands sich gerne des Detroit-Sounds bedienten und sich von MC5 oder den Stooges inspirieren ließen. Anspieltipps braucht es hier definitiv nicht.

FAZIT: zurücklehnen, aufdrehen, geniessen...


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