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Rezensionen verfasst von
Markus Schmidl
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Cyntia - Woman [Japan CD] VICL-64294
Cyntia - Woman [Japan CD] VICL-64294
Wird angeboten von -uniqueplace-
Preis: EUR 21,93

4.0 von 5 Sternen gar nicht mal so schlecht..., 18. März 2015
Am 18.02.15 brachte die Band Cyntia endlich ihr viertes Album auf dem Weg. Es trug den Titel *Woman* und wurde in der bewährten Besetzung Saki (vocals), Azu (bass), Yui (guitar), Ayano (keyboards) und Kanoko (drums) eingespielt.

Was die letzten beiden Singles bereits angedeutet hatten, setzte sich nahtlos fort. Die Frauen waren zahmer geworden und der melodische Metal, der die drei Vorgänger-Alben dominiert hatte, war Schritt für Schritt eliminiert worden. Auf *Woman* ist von Metal nichts mehr zu entdecken, dafür handelt es sich um ein modernes lupenreines Rock-Pop-Album.

Ein leichte Enttäuschung aufgrund dieses Imagewechseln kann ich natürlich nicht von der Hand weisen, auch wenn dieser Wechseln mit Ansage geschah. Cyntia hatten immer einen leicht kommerziellen Einschlag in ihrem Sound und schwach ist das Album auf keinen Fall geworden. Die Songs, die Saki & Co mit ihrem Produzenten ersonnen haben, sind weder langweilig, noch schlecht, sondern klingen frisch und fetzig. Herzstücke des Albums sind natürlich die vorab bereits veröffentlichten Songs *Kiss Kiss Kiss* und *Shouri No Hanataba Wo*.

Hinzu gesellen sich gute Songs wie *Woman*, *Lucky Star* und *Letter*. Die gefühlvolle Ballade darf dabei genausowenig fehlen, wie ein leicht sinnfreies Intro mit dem Titel *Girl To Woman*, der aber nicht weiter tragisch ins Gewicht fällt. Das einzige das mich leicht irritiert sind die Dance-Rhythmen in den Songs *Akatsuki No Hana* (Tracks 1) und *Rikkuririkku* (Track 11) die vermutlich strikt zielgruppenorientiert in die Songs eingebaut wurden.

Wie gesagt, auch wenn der Metal komplett fehlt kein schlechtes Album, etwas gewöhnungsbedürftig zwar, aber ganz gut gelungen. Die von mir gekaufte Ausgabe Type-B hält auf der Bonus-DVD noch das Video zu *Kiss Kiss Kiss* und ein Doku von der letzten Tour bereit, die ich als durchaus lohnenswert empfinde, auch wenn kein Möglichkeit besteht die japanische Sprache mit (zumindest) englischen Untertiteln anzureichern...


From the Very Depths
From the Very Depths
Preis: EUR 14,99

4.0 von 5 Sternen Aus den Tiefen des Hades..., 17. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: From the Very Depths (Audio CD)
Nachdem das Vorgänger-Album *Fallen Angels*, den Langzeittest leider nicht bestanden hat (siehe meine Bewertung dort) und ich dieses Album mittlerweile als extrem langweilig empfinde war ich natürlich sehr gespannt auf das was Cronos & Kollegen anno 2015 aus den Tiefen des Hades herauskramen.

Zunächst war ich positiv überrascht das sich das Line-Up in Form von Cronos, Rage und Dante nicht verändert hatte. Das deutete zumindest schon mal nicht auf große musikalische Veränderungen hin. Und da Enttäuschung zumeist aus zu hohen Erwartungen entstehen erwartete ich außer einem Thrash-Album mit jeder Menge Knüppelsongs nichts. Am klassischen Backkatalog sollte man die neuen Scheiben nicht wirklich messen, das Gift von damals ist längst aufgebraucht.

Und das obwohl ich nach den ersten Hördurchgangen durchaus nicht angeneigt war, das Album etwa 20 Jahre früher zu positionieren. Was wäre wohl gewesen wenn *From The Very Dephts* anstelle von *Calm Before The Storm* erschienen wäre (siehe meine Bewertung dort), daß heute zwar irgendwie als Klassiker gilt, aber nur gepflegte Langeweile zwischen den Langrillen aufwies. Hätte es den Erfolg der Gruppe vielleicht ein paar Jährchen länger konservieren können? Natürlich haben solche Fragen nur rethorischen Charakter, denn Mitte der 1980er waren die hungrigen Jahren von Venom vorbei und die Kreativität wurde mit allzuvielen Besetzungswechseln aufgeweicht.

*From The Very Depths* ist trotz einiger Längen ein sehr kurzweiliges Album geworden. Der Black-Metal, in Form der Texte, und der Thrash-Metal, in Form der Musik, harmonierten perfekt und zauberten ein paar sehr starke Perle hervor. Songs wie *Stigmata Satanas*, *Smoke*, *Rise* und *Evil Law* stechen angenehm hervor und bieten gute Mitgröhlpassagen. *Crucified* und *From The Very Dephts* sind extrem starke Songs, die so sinnfreie Songs wie *Long Haired Punks*, *Mephistopheles* und *Grinding Teeth* durchaus vergessen lassen können – rein subjektiv betrachtet natürlich.

Ich vergebe an dieser Stelle und zu diesem Zeitpunkt 4 gute Sterne. Ob das Album den Langzeittest besteht, wird sich in Zukunft herausstellen. Ein bischen ausgelutscht klingt *From The Very Depth* natürlich schon, schließlich wiederholen sich die kompletten Themen auch nur zum 666sten Male. Es wäre aber nicht das erste Album das sich mit etwas zeitlichen Abstand als unterbewertetes Meisterwerk herausstellen würde...


Acer Aspire E1-572G-7450161 Notebook
Acer Aspire E1-572G-7450161 Notebook
Preis: EUR 766,20

3.0 von 5 Sternen Zweimal spanisches Notebook erhalten..., 12. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Leider kann ich zu Funktionen und zur Geschwindigkeit des Notebooks nichts schreiben. Diese Bewertung dient lediglich dazu darauf hinzuweisen, daß ich zweimal das falsche Notebook erhalten habe. Ich erhielt bei meinen Bestellungen vom 6. März 2015 und vom 10. März 2015 jeweils eine spanische Ausgabe, die für mich nicht nutzbar war.

Das Betriebssystem Windows war auf spanisch vorinstalliert, man konnte aus vier spanischen Dialekten auswählen, aber nicht auf die deutsche Sprache umstellen. Des weiteren entsprach die Tastatur der spanischen Norm und war für den deutschen Markt nicht geeignet. Da der Versand aus Spanien erfolgte (bei beiden Lieferungen) kann ich nur Vermutung anstellen, ob es sich nur um ein logistisches Problem handelte oder die Produktbeschreibung bei amazon fehlerbehaftet ist.

Ein Anruf beim Callcenter war leider, trotz aller Hilfsbereitschaft des Mitarbeiters, nicht sehr hilfreich, da der entsprechende Mitarbeiter leider keine zusätzlichen Informationen zur Verfügung hatte. Der Umtausch war allerdings beide Male absolut problemlos – daher auch meine Mischwertung von 3 Sternen…


1987-1992
1987-1992
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 45,95

4.0 von 5 Sternen Die ersten beiden Scheiben in einer Edition..., 25. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: 1987-1992 (Audio CD)
*Value For Money*, kann man da nur sagen! Die Edition *1987-1992* umfasst genau die ersten beiden Scheiben der schweizer Black-Metal-Truppe *Samael*. Nicht mehr und nicht weniger. Keine Bonustracks, keine B-Sides, sondern die unverfälschten und pechschwarzen Tracks der Original-LPs in vernünftigem Mastering.

*Worship Him* erschien erstmals 1991 und wurde von der Band selbst produziert. Die musikalische Ausrichtung der Gruppe um die beiden Häuptlinge Vorphalack und Xytras war klar der schwärzeste vom schwärzesten Black Metal. Die Songs sind roh, atmosphärisch und morbide und eine wahre Fundgrube für Anhänger des Schwarzmetalls. Textlich bleibt man der Linie, die bereits von Venom und Bathory ersonnen wurde, komplett treu, aber irgendwie fehlen die diesbezüglich karrikierenden Züge. Man wird das Gefühl nicht los das *Samael* den Murks auch noch glauben, die sie da verzapfen und wirklich, wie der Name der Scheibe sagt, dem Leibhaftigen huldigen.

*Blood Ritual* erschien erstmals 1992, wurde von Waldemar Sorychta (Despair/Grip Inc.) produziert und kommt schon eine ganze Ecke eingängiger daher. Die Musik als solche hat weniger Ecken und Kanten, ist aber immerhin noch hart genug um nicht als kommerziell bezeichnet werden zu können. Die Texte liegen auf der selben Wellenlänge wie auf dem Vorgänger und werden mit einer Ernsthaftigkeit dargeboten das sie schon wieder lustig sind, obwohl der Band jeder Anflug von Humor zu fehlen schien. Gut, jeder ist für seinen Glauben selbst verantwortlich, und wer sich dadurch in ein Korsett einsperren lassen will ist selbst schuld.

Meine Wertung ist klar: *Worship Him* satte 5 Punkte - *Blood Ritual* gemäßigte 4 Punkte - die Texte sind merkwürdiger Satanistenmumpitz, dem man glauben kann, aber halt eben nicht unbedingt glauben oder gar ernst nehmen muß - 1 Punkt. Folglich ergibt sich für mich insgesamt eine Gesamtwertung von gerundeten 4 Sternen...


Wrath of the Tyrants/S/T
Wrath of the Tyrants/S/T
Wird angeboten von Metalbörse
Preis: EUR 13,90

5.0 von 5 Sternen Legendäre Kult-Songs..., 25. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Wrath of the Tyrants/S/T (Audio CD)
Die Zusammenstellung *Emperor/Wrath Of Tyrant* erschien erstmals 1998 bei Candlelight und vereint die ersten musikalischen Gehversuche der Black-Metal-Innovatoren von Emperor eindrucksvoll auf einer CD. Eingespielt wurden die Stücke von Samoth und Ihsahn mit Zuhilfenahme von Mortiis und Faust.

Bei *Emperor* handelt es sich um das Debüt der Band vom Mai 1993. Alle vier Songs würde ich uneingeschränkt zu den Klassikern des Black-Metal zählen. Vor allem die Songs *I’m The Black Wizards* und *Wrath Of Tyrants* zeigten bereits die komplette Durchschlagskraft der Truppe. Die beiden Hammernummern *Night Of The Graveless Soul* und *Cosmic Keys to My Creations & Times* würde ich auf dieselbe Stufe stellen. Grandliniger, schnörkelloser, brutaler Metal ohne Kompromisse und ohne Rücksicht auf Verluste und ohne diese klanglichen Spielchen, die Emperor später gerne auf ihre Longplayer packten.

Bei den Songs von *Wrath Of Tyrant* handelt es sich um die ultrararen Demos, die im May 1992 in Stein gemeißelt wurden. Enthalten sind die oben bereits erwähnten Hammernummern *I‘m The Black Wizards*, *Night Of The Graveless Souls* und *Wrath Of Tyrants*. Gleichzeitig beinhaltet das Demo mit *Ancient Queen*, *Witches Sabbath*, *Lord Of Storms* und *My Empires Doom einige fabelhafte, atmosophärische dichte Tracks, die problemlos als Kultsongs bezeichnet werden können. Allein mit diesen Songs hätten Emperor bereits problemlos ein Hammer-Debüt füllen können.

Es gibt zwar leichte klangliche Unterschiede, die aber nicht weiter ins Gewicht fallen. Die Debüt-EP ist sehr stark produziert, ebenso das Demo, aber dennoch klingen die Demo-Tracks etwas kerniger und dadurch ehrlich und gehaltvoller. Musikalisch gibt es definitiv nichts zu bemängelt. Die songstechnischen Überschneidungen sind sogar notwendig um die ersten beiden Veröffentlichungen von Emperor musikhistorisch dokumentieren zu können. Und speziell die Aufnahmen aus den Anfangsjahren sind heute im Original gesuchte Sammlerstücke…


Sovereigns
Sovereigns
Preis: EUR 20,07

5.0 von 5 Sternen schwarzes Hammeralbum..., 23. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sovereigns (Audio CD)
Das zehnte Studioalbum der belgischen Black-Metal-Meister Enthroned erschien am 15.04.2014 und trug den Titel *Sovereigns*. Es wurde eingespielt in der Besetzung Nornagest (vocals, guitar), Phorgath (bass) Neerath (guitar), ZarZax (guitar) und Menthor (drums). Und um es gleich vorweg zu sagen: das Album bietet absolut nichts Neues. Es gibt weder Experimente, noch irgendwelche kramphaften Versuche neue Innovationen zu ersinnen, ABER es gibt jede Menge hammerharten stark produzierten Old-School-Black-Metal.

Für die Produktion zeichnete erneut Bassist Phorgath verantwortlich, der in den letzten Jahren, genauso wie der langjährige Gitarrist Neerath, mit dem Bandboss Norngest so etwas wie das führende Dreigestirn innerhalb der Band bildet. Die Kompositionen werden als Teamwork kreditiert, lediglich die Lyrics sind die komplette Hoheit des Chefs und Sängers.

Black Metal ist in seiner Spielart, wie ich finde, ein arg eingeschränktes Genre. Umso erstaunlicher ist es das viele Band mit traumwandlerischer Sicherheit immer neue Varianten abbrennen. *Sovereigns* ist ein solches Album. Das Album zündet sofort und die Band fackelt ein schwarzes Brett erste Ranges ab. Was zunächst auffällt sind die elegant verwobenen und ineinander fliessenden Riffs, die klaren Basslinien und das signifikante, intelligente Zusammenspiel. Abgerundet mit einer unbarmherzigen Drums, die gnadenlos den Spagat zwischen Blast-Parts, Double-Bass-Orgien und rollenden Zwischentönen beherrscht.

Das ist zwar, wie oben bereits erwähnt, nichts wirklich Neues und auch nicht weniger als ich von einer neuen Enthroned-Scheibe erwarte, aber trotz aller Düsternis, Aggressivität und bedeutungsschwangeren Atmosphäre klingt das Zusammenspiel der Musiker angenehm entspannt und fördert dann auch noch die entsprechenden Hymnen zum Vorschein ohne die das perfekteste Zusammenspiel nicht funktionieren könnte. Ab dem dritten Hördurchgang kristallisierte sich die Hammernummer *Sin Qua Non*, *Of Shrines and Sovereigns*, *Baal al-Maut* und *The Edge of Agony* in gnadenloser Intension heraus. Und die gesamte Bandbreite des Albums aus majestätischen Riffs, epischen hymnenhaften Songs oder einfach nur kleinen dreckigen Krach-Nummern war angetan die beiden Vorgänger in ihrer Komplexität zu überflügeln.

Mit etwas zeitlichen Abstand bin ich heute so weit zu sagen das das *Sovereigns* das stärkste Album der Nach-Lord-Sabathan-Ära darstellt, was aber angesichts der extrem starken drei Vorgängerscheiben nur rein subjektiv zu werten ist und in dieser subjektiven Sicht eine verdammt starke Leistung darstellt. *Sovereigns* ist ein Black-Metal-Feuerwerk das den schwarzem Hauch durch und durch atmet...


Obsidium (Digipak)
Obsidium (Digipak)
Preis: EUR 19,67

4.0 von 5 Sternen Schwarzes Futter..., 16. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Obsidium (Digipak) (Audio CD)
Enthroned und der buchstäbliche Satan, das gehört zusammen wie Bäcker und Mehl. Genauso gehören zu Enthroned auch die obligatorischen Line-Up-Änderungen. Es ist schon fast eine kleine Überraschung wenn die Band es tatsächlich schafft zwei Scheiben am Stück in derselben Bandkonstellation aus dem Boden zu stampfen. So geschehen doch tatsächlich auf Enthroneds neuntem Studio-Album *Obsidium* vom März 2012. Bandboss Nornagest hatte weiterhin an den bewährten Kräften von Neraath (guitar, keyboards), Phorgath (bass) und Garghuf (drums) festgehalten.

Ein Umstand der natürlich nicht unbedingt Einfluß auf die musikalische Qualität haben mußte. Es gibt genügend Beispiele für positive Veränderung nach einem Besetzungswechseln, genauso wie es genügend negative Beispiele dafür gibt. Den direkten Vorgänger *Pentagrammaton* habe ich mit dem Titel „Schwarzes Blutbad“ versehen und 4 Sterne verliehen. Und *Obsidium* schließt sich nahezu nahtlos an dieses schwarze Blutbad an.

Das Album ist brutal, der Sound ist düster, drückend und mit massigen Gitarren. Die Produktion wirkt kompakt und die Songs sind klar strukturiert. Eine Sturmflut an Aggressionen, geballt mit simplen, aber starken Riffs donnert aus den Lautsprechern. Die Band hat ein starkes Potential das immer noch nicht ausgeschöpft ist und immer wieder kleine, schnelle Hassfetzen und atmosphärisch dichte Hymnen mit viel Variantenreichtum erschaffen kann. Stellvertretend seien hier einfach nur die Songs *Sepulchred Within Opaque Slumber*, *Oblivious Shades*, *Final Archictect* und *Petraolevm Salvia* genannt, die starkes Black-Metal-Futter beinhalten. *Thy Blight Vacuum* am Schluß der Scheibe wirkt dagegen fast unspektakulär und beweist das ein Komponist wie Nornagest gelegentlich auch zu kleineren Unachtsamkeiten neigen kann.

Obsidium ist insgesamt weder eine Revolution noch eine neue Innovation im Black-Metal-Genre, aber es ist immerhin ein starkes neues Kapitel das von der Band aufgeschlagen wird. Und es zeigt das der Variantenreichtum, den diese Musik immer noch bietet, noch lange nicht zu Ende ist…


Pentagrammaton
Pentagrammaton
Preis: EUR 14,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schwarzes Blutbad..., 6. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pentagrammaton (Audio CD)
Im März 2010 erschien erstmalig Enthroneds *Pentagrammaton*. Das Album wurde eingespielt in der Besetzung Nornagest (guitar, vocals), Neraath (guitar), Phorgath (bass) und Garghuf (drums). Es war das ingesamt zweite Album, in der Bandhistorie, nach dem Ausstieg des letzten Gründungsmitglieds Lord Sabathan. Wichtig ist die Erwähnung dieses Umstandes allerdings weniger!

Wichtig ist vielmehr das mit *Pentagrammaton* ein Album vorliegt das auf gut 42 Minuten dunkle, metallische Wut bietet. Die Produktion ist sehr klar ausgefallen und die Songs sind roh, derb und schnell. Schlagwerker Garghuf legt seine ganze Aggression in seine Drum-Parts. Die Riffs sind gewohnt minimalistisch und simple, aber gut ausgefeilt mit spannenden Tempiwechsel. Bandboss Nornagest macht ein weiteres Mal einen prächtigen Job hinter dem Mikrofon. Er grunzt, spukt und schreit. Persönlich würde ich den Stil Enthroneds als Black Metal der alten Schule bezeichnen. Aber die Abgrenzung ist vermutlich nur für Neueinsteiger nützlich. Allen anderen dürfte das schwarze Stahlgewitter von Nornagest und Komparsen bereits ein Begriff gewesen sein.

Musikalisch beginnt die Truppe mit einem schön altmodischen Intro und dem fulminanten Song *The Vitalized Shell*. Die Nummer ist als Opener perfekt gewählt und bietet viel dunkle Präsenz, Energie und Atmosphäre und punktet mit einem fast einschüchternd daher kommenden Gesangspart. Atmosphäre ist auch das Stichwort für den Song *Rion Riorrim*, der verdammt düster gehalten ist und sogar den Vergleich mit dem Titelstück *Pentagrammton* bestehen kann, daß auf über 6 Minuten einen drückenden, unheimlichen Black-Metal-Bogen spannt und den kalten Hauch des Todes versprüht. Als weitere hervorragende Songs würde ich *Nehas't* und *The Essential Chaos* bezeichnen. Die den Bogen zum einen weiteren Höhepunkt des Albums ziehen. Der Track *Unconscious Minds* walzt auf über 8 Minuten (ohne das vorangegangene Intro) eine hymnenhafte Symphonie aus, bevor das Album mit dem extrem aggressiven 2minüter *Behemiron* nochmals von Hass beseelt ausklingt.

Das Album bringt definitiv keine neuen Innovationen auf den Markt: Blastbeats, harsche, fast einschüchternde Vocals, unbändige Aggression. Aber das ist schließlich genau das, was man von Enthroned erwartet und das Rad muß schließlich auch nicht immer neu erfunden werden, wenn das altbewährte Rezept noch genügend Facetten bietet.

FAZIT: erstklassiges Album der alten Schule...


Tetra Karcist
Tetra Karcist
Wird angeboten von Empor
Preis: EUR 21,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Posers Beware...?, 23. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Tetra Karcist (Audio CD)
Der Aufkleber auf der CD erschien mir gleich zu Anfang wie ein herber Rücksturz in die 1980er Jahre. Damals, als eine Band, die sich frei übersetzt *Männer des Krieges* nannte in Songtexten skandierte das Poser gefälligst die Halle verlassen sollten, und dabei völlig vergaßen wie selbstverliebt man selbst auf der Bühne herum posierte. Und als etwas anderes als *posen* würde ich das Zuschmieren von Gesichtsporen mit schwarzer und weißer Farbe bei den Vertretern der dunklen Zunft letztendlich auch nicht betrachten.

Als Person, die sich wenig um die Selbstdarstellung von Musikern schert, war mir die Aufschrift *Extrem Black Metal* um ein vielfaches wichtiger. Vor allem weil es 2007 die Frage zu klären galt, ob die Lücke, die der Hinauswurf von Ur-Sänger Lord Sabathan hinterlassen hatte überhaupt geschlossen werden konnte. Um es kurz zu machen, die Lücke konnte geschlossen werden. Gitarrist Nornagest übernahm den Gesangspart gleich noch mit dazu, vertraute auf die Schlagwerkkünste von Alsvid, rekrutierte die Musiker Phorgath und Nguaroht und meißelte *Tetra Karcist* ein.

Die musikalische Qualität ist über jeden Zweifel erhaben, ich hatte eigentlich auch nichts anderes erwartet. Die Band sägte, kreischte und biss sich durch das neue Material, und bestach mit ausgeklügelten Songs und satter Atmosphäre. Der Wechsel hinter dem Mikro erschien weit weniger schmerzlich als zunächst angenommen. Sabathans Mystic war zwar auf der Strecke geblieben, aber Nornagest überzeugte mit ruppigem *Gebell*. Die Produktion der Scheibe war glasklar und hochprofessionell - die Zeiten dumpfer Knüppelorgien waren letztendlich auch vorbei.

Der einzige Kritikpunkt, die ich persönlich finde liegt an der kurzen Laufzeit der CD von gut 35 Minuten, aber selbst hier gilt: lieber kurz und knackig, als ausufernd und langweilig. Und langweilig ist das kleine, feine *Tetra Karcist* in keinster Weise...


London 1980
London 1980
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rocken + Notarzt = Girlschool..., 22. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: London 1980 (Audio CD)
Im Bezug auf Girlschool fallen mir immer ganz spontan zwei Zitate ein. Jeff Beck soll mal gesagt habe, nachdem er Girlschools Version von *Race With The Devil* mit Kelly Johnson an der Gitarre gehört hatte: *Da führt kein Weg hin, so spielt kein Mädchen*. Und Lemmy *konterte* darauf ein paar Jahre später in einem Interview mit den Wort: *Wenn Kelly gut drauf war, war sie so gut wie Jeff Beck*.

Die CD *London 1980* erweitert des Vermächtnis der 2007 an Krebs verstorbenen Girlschool-Gitarrina Kelly Johnson um eine rare, ungeschliffene Konzert-Aufnahme. Mitgeschnitten während der ersten hungrigen Jahre der Girlschools wird ein starker Querschnitt des ersten Albums *Demolation* geboten, gleichzeitig werden neue Songs mit eingewebt, die dann Teil der ultrastarken zweiten Langrille *Hit And Run* wurden.

Klanglich würde ich die CD als superb bezeichnen, darin rechne ich das Alter der Aufnahmen großzügig ein. Hier geht's nicht um unsinnige Feinheiten, sondern um vier junge Frauen, die einfach nur ihre Musik auf der Bühne ausleben wollten. Gelegentliche Spielfehler sind dabei genauso nebensächlich, wie der Umstand das der Gesang manches mal etwas wackelig daher kam. Unterm Strich bleiben nämlich nur ultrastarke Songs und jede Menge Energie übrig, die sich mit jeder männlichen Heavy-Truppe messen kann.

Dem Original-Line-Up war leider keine lange Lebensdauer beschieden. Bassistin Enid Williams stieg wegen musikalischer Differenzen 1982 aus. 1984 verließ Sängerin und Gitarristin Kelly Johnson der Liebe wegen die Truppe Richtung Los Angeles. Diese Veränderungen innerhalb des Bandgefüges und die daraus resultierenden musikalischen Modifikationen sorgten dafür das die Band nie wieder die Qualität ihrer ersten beiden Langspielplatten erreichen konnte. Dafür gesellt sich mit *London 1980* nun ein Sahnehäubchen dazu, das eine längst vergangene Ära nochmals aufleben läßt...
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 6, 2015 9:52 AM CET


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