Profil für seven of nine > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von seven of nine
Top-Rezensenten Rang: 1.844
Hilfreiche Bewertungen: 990

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
seven of nine

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
I Can't Die in La
I Can't Die in La
Preis: EUR 30,05

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen RIGHT NOW!, 24. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: I Can't Die in La (Audio CD)
Nie mutete der Winter zärtlicher, fühliger, behutsamer, vor allem lustvoller an als in diesen SchmuseMomenten in denen des Albums Herzstück 'RIGHT NOW' Deine Sinne, Deinen wonnebereiten Körper bestreichelt. Ein schöner Song? Ein wunderschöner Song? Ein wunderschönschöner Song, (direkt nach acoustischem Eindringen) gleich einem vertonten Liebesakt: Wange an Wange, Atem an Atem, bebende Lippen zu gierendem Mund, Haut an Haut, Hände an Rücken und Brüste, Schoss in Schoss, NanoSekunden nur entfernt vom flush des 'Right Now'.... und oh, Babe, dieses mindwide-skindeep-GitarrenSolo vom Liebhaber 'par excellence' Charles Ezell in Gleichklang und rhythmisierendem WiegeWogeDuett mit Gespielin Maria McKee...let's play - that kind of rhythm..., let us cry, let us die!

'I Can't Die In LA' - so der Albumtitel. Und das meint nicht die gothische SmallTown in Lower Bavaria, das meint tatsächlich LA, CA - und nichts ist weiter entfernt vom Sunset Boulevard als die Musik die hier gespielt wird!
Es ist Indie-Roots-Folk-Rock across the AmericanaGalaxy, produziert in GangstaCity Chicago - und da gehört's klanglich schon gar nicht hin... Gebt mir eine verschneite Blockhütte in den Blue Ridge Mountains (für 'HAIL MARY'), ein anonymes Motelzimmer along that ancient Route 66 (für Track 7 - BOOZE, PILLS & HER) unbedingt auch den gefederten Backseat eines T-Bird (für Track 9) gebt mir effektiverweise Space auf einem A-Klasse-Planeten - für mich, für meinen Lover, für diese Band und dieses Album auf dem jeder Track ein speziell durchdringender gearteter Climax ist..., ein stiller, ein dunkler, ein erstrahlender, ein schmerzender, ein freudiger, ein erlösender, ein aufsaugendes comin' home at all...
'Reed'scher Lo(u)w-VerzögerungsOrgasmus' - mit einem Highlight nach dem anderen auf dem wi(l)d(e) walk through LA, Trompeten tuten, Celli streicheln, Jim Earl befingert eine 12-String, Carey Fosse rockt E-geladen auf bei eleven and twelve (untitled), das reisst hoch aus der Heilsarmee beschunkelten TitelSongLulligkeit...und aaahhh, so aaahhh - rotzig, witzig und spritzig 'kommen' sie auch noch im -CRAZY GIRL- kontrapunktierend zur Green'schen Coolness bei 'BABIES'..

Ich versteh's nicht: Jahrelang fristeten Hail The Size ein Schattendasein neben Hiatt, John, (beloved Daddy Hiatt) immerhin erhebe ich sie mit dem heutigen Tag zum intimen WinterKlangKoitus, das hier ist eine gelungene erotisierende Scheibe - von vorne bis hinten, in jeder Lage und Position - und ich bin sowas von gaaanz oben, mit den Ohren natürlich! - zwecks der FeelStrings und dieser lässig-lasziven RauhHaucherVoice in jeder, jeder Partie, variationsinspiriert - woraus immer die Protagonisten das erkostet haben...

PS: Wer's sehr als frivol bezeichnet (die Intention- oder Rezension): Wenn Musik nicht sinnlich ist....
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 4, 2014 7:06 PM CET


Bangs Bullets & the Turtle Mou
Bangs Bullets & the Turtle Mou
Preis: EUR 23,66

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen COYOTE-COUNTRY, 5. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bangs Bullets & the Turtle Mou (Audio CD)
Irgendwas war doch dieser Tage mit 'Leo', und da mein ich nicht die Könige der Löwen... Nein, das war schon ein Solo-Leo der in diesen miserablen Novembertagen die ablenkende Musik hat um nicht vollkommen den Roadrunner geben zu müssen. Und dann erwische ich ihn prompt in irgendeinem Austin'schen Honkytonk. Dort sitzt er, indianderbezopft und leicht bedüdelt, in AbsackStellung auf genau dem abgewetztem Barhocker der bereits Gram und Townes in geneigter Liebes- und LeidensPose den letzten Halt gegeben hat...
Dem Leo Rondeau war einfach schweinekalt in Dakotas Turtle Mountains und so hechelt er mit steil aufgestellter Rute nach Lone Star Country in die Fänge von Hayes Carll (der ihn beim Album 'Take It Or Break It' produziert)...
Zufällig klingt er auch noch wie dieser, immer ein wenig lall und sloppy im elegischen WalzerWiegeTakt, definitiv nicht nur in den SchmalzBalladen über heiss brodelnde Liebe, die einem Teil seiner Vorfahren (Italiener!) geschuldet sein dürfte. Die andere Hälfte der Poesie (Existenzangst und Überlebenskampf bis hin zu Hass und letzendlich Selbstmord) geht wohl auf das Konto des frankophilen Parts (Fallensteller, die eben ein mottenlöchriges Coyotenbalg nutzen müssen wenn sich schon kein Berglöwe in die Schlinge verirren will)... dieser Part klingt genauso, nahezu in stoischem, selbstironischem Galgenhumor...

Coyote-(not ugly;-) Cajun getouchter Country-Sound, leichtfüssig gespielt mit einem Tommy Spurlock! an den Pedals, Ricky Turpin! an Fiddle, Josh Hoag am Bass und Cindy Cashdollar an der Dobro. Die 'dolce far niente-Mandoline', nebst Acoustic Klampfe bezärtelt Leo Rondeau selbst, daneben fallen E-Guitars, Drums und Harmonies weiterer Einwanderer eher dezent akzentuierend auf.

Angeblich wird in Country und Bluegrass-Insiderkreisen ein lautes 'Hakuna Matata' gerufen - die Willie Nelson Zöpfe flechten sich wohl nicht von ungefähr... jodeln kann er schon mal... und mein Cowboy schwingt das Lasso, das will was heissen - auch wenn er meint, dass Mr Rondeau ein viel zu schönes Fell hat:-)
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 6, 2013 9:03 PM CET


Exodus of the Deemed Unrighteo
Exodus of the Deemed Unrighteo
Preis: EUR 21,54

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen SCHWARZER ENGEL, 2. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Exodus of the Deemed Unrighteo (Audio CD)
Du hörst das Debüt 'The Howlin' Bones' und denkst Dir, dass das ein einmaliges Schurkenstück gewesen sein könnte, weil singulär, weil auch ein Ray Wylie Hubbard nicht jeden Tag einen Lincoln Durham entdecken kann, weil im o. g. Album bereits alles Pulver verschossen wurde, was es in diesem Genre (Genre?) zu entzünden gibt... was kann da ebenbürtigerweise oder toppend noch folgen? Du wünschst, hoffst weil Du nicht genug bekommen kannst von diesem Blues Dämon, längst hast Du ihm Deine Seele verkauft und Du hängst süchtig nach noch mehr dunklem Serum am Tropf...

Und Lincoln Durham injiziert und infiziert erneut indem er den blanken Knochen Federn verleiht und diese in schamanischer Zeremonie Sündern und Verdammten opfert. M. a. W., Lincoln Durham schwingt sich aus Ray Wylies Mentoren Schoss und entwickelt ein noch Grenzen sprengenderes Pokerspiel des Blues, anscheinend gibt ihm George Reiff hier die absolut freie Hand und ermöglicht dem im Durham'schen Selbstportrait bezeichneten 'seltsamen Kind' autark in dreckigen Ecken zu spielen. Dieser losgelassene 'Teufelsbraten' lässt sogar abgebrühte Zocker wie Rick Richards an Bass und Drums, mitnichten den im Backing geduldeten Producer George Reiff wie gefallene Erzengel klingen, denn mit allem anderen was knochenfräsend laut und dominant tönen kann vergnügt sich der Protagonist selbst in organisch und physisch fühlbarer Variante - ob in seiner Master Disziplin, der Blues Harp oder mittels einer experimentellen Suitcaseguitar...(Samsonite;-))
"Recorded using only the cheapest instruments and most percussive household items we could find"

Im Grunde zelebriert sich diese verletzte, tief nachdenkliche, düstere Seele selbst - er benennt all seine Gespenster - fürchterliche Angst, getriebene Liebe, abartige Gelüste bis hin zu verdorbenen Sinnen, benamst und vertont sie in wie mit Tomahawks geschlagenen Beats auf einem Styx artig strömendem Blues über trashige Metal Roots-Rock Klippen, handclapping rhythmisiert - von drohendem Grollen, wütendem Schreien und Heulen (Track 4,5) bis friedlich und sanft runterkommend in der Ode an Gattin Allie... Nicht nur diese wandelbare Durham-Stimme dürfte Alissa Durham überzeugt haben einem wahren Homunculus den Ring an die Klaue zu stecken, in ihrer Funktion als Background Fee, Managerin und Maskenbildnerin entdeckt sie ihren glutäugigen Knochengräber immer wieder auf's Neue und stylt ihn zum Hell's Pimp...

Es mag sein, dass das alles sehr kryptisch erscheint, adhoc Faszinierte, Hörige des Erstlingwerkes vermissen hier vermutlich Melodiöses, Bezugspunktnahes oder Vergleichbares im Sinne von - der klingt wie... Howlin Wolf, Son House, Ray LaMontagne, Ryan Adams, Ryan Bingham... soweit, das Bones Album betreffend, passte das auch. Hier weht das gen unberechenbarer Winde und Strömungen, das mag zum Teil an der Abstinenz 'Great Daddy' Ray Wylies liegen, der trotz eigenem Style Crossing den erdigen, durchschaubaren Bezug zum konservativ verankertem Blues nicht ganz verloren hat, zum anderen hat man es hier mit einem überqualifizierten Multi Talent, das sich niemals nur im Schatten der Urväter sonnt, zu tun. Dieser Antagonismus aus Tradition und Innovation prägt das nahezu bösartige Antlitz des wesentlich harscheren, unbequemeren Zweitgeborenen. Merkwürdigerweise wird in den Bezügen niemals John Fogerty erwähnt - hier in den Tracks 'RISE IN THE RIVER' und der RevolverMaidenPosse 'ANNIE DEPARTED' gibt es definitiv stimmlich und phrasierenderweise einen, allerdings ohne roter Couch und Banjo...

Somit dürfte der Exodus der geständigen Sünder beschrieben sein, die aufgefädelte Krähe wie ein geschlachteter Bote zwischen Sein und Nichtsein als Totem in der indianischen Mythologie macht den Spirit eines 'PRODIGAL SON' im Blues Limbus der verzehrenden Art klar... Wer hat Angst vor'm schwarzen Mann? - der passendere Rezensions Titel? Möglicherweise wird meine Rezension all dem nicht gerecht: Schliesslich war von einem absolutem Ohnmachtsanfall ob diesem Aguardente geätztem Organ, den virtuos geklampften GitarrenRumours, den hyper-terrestralen Kompositionen nicht die Rede - es soll sie geben - Musik, die nicht nur ge-hörig und be-geistert macht, vielmehr führt sie Dich gefühlserschüttert und gedankenreduziert an die Schlünde der ganz eigenen Hölle.
Lincoln Durham gelingt das verdammt gut.

Stark und anders, authentisch, eigenwillig, radikal und selbstbestimmt in schräg gesägter Archaik. Need it or quit it.

PS. And you need to need 'MAMA' - I'm sure! Very.
PPS. On UTube: Lincoln Durham/Guthrie Kennard - Knochenfräser und Fährmann...
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 20, 2014 11:04 PM CET


Heart of Dixie
Heart of Dixie
Preis: EUR 18,74

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen KLINGONEN-ROCK, 3. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Heart of Dixie (Audio CD)
Du bist Blackberry Smoke, Four Horsemen oder Whiskey Myers - Fan, hörst demnach am liebsten Southern Rock, Rock'n Roll, Rockabilly, Country und Blues, suchst für Deine nächste Party noch ein paar krachende Trinklieder?
Dann bist Du hier mit den Bootleggers fündig geworden und da musst Du nicht mal so eben nach Austin rüberdüsen, eine Aussenmission nach Südfrankreich reicht aus um mit diesen Dixie-Kriegern am Bourbon gebeizten Tresen abzuhängen, da stammen die tatsächlich und unglaublicherweise her. Also liegt Kronos an der Côte d'Azur (oder umgekehrt?)
Wilde Hunde sind das, bis an die Zähne bewaffnet mit scharfkantigen Gitarren und wirbelnden Schlagstöcken, statt der Stirnwülste gibt's grimmige Macho-Blicke unterm Stetson, kitschig bestickte Hemden überm Ganzkörper Tattoo, und damit an jeder Pranke ein viertelpfündiger Ring klotzen kann haben sie wohl eine der Ferengi-Silberminen geplündert.

Da zählt auch gerne mal ein 'MOVE IT ON OVER' zum Diebesgut. Vom unvergessenen Hank Williams eigentlich für den unverbesserlichen George Thorogood wie auf den dicken Hals geschrieben, quillt das aus Didiers nicht minder dickem Kropf zu einem zeckenfetten Southern Rocker auf in einer hitzigen Treibjagd aus Lead und Rhythmus Gitarren, zersägter Fiddel und verprügeltem Piano. Alle anderen Mover und Groover stammen vom Kommandanten der Vierer Crew, Didier Cere, und der bläst Dir nebst Fred Bordeneuve (lead g), Polo Lugan (b), Nicolas Lacaze (dr) eben so'ne Wuchtbrummer wie das Blechzungen malträtierte 'RED NEKKID' um die Ohren.

Für Zusatz Munition in der Partykiste sorgen illustre Gäste wie Dale Watson, Rusty Burns, Don Raby, Nico Wayne Touissant, für lautfeuchtfröhliche Stimmung a lá Billy Bob's Texas alle miteinander. Eine einzige Verschnaufpause wird Dir bei einem 7 minütigen slow Drive auf dem 'ALABAMA HIGHWAY' gegönnt, dann rockt wieder der Boogie und Blues und Boogie...
Alles klingont authentisch nach Ami Macker,- und spielen können die richtig gut!, von franzmännischem Chanson Gedöns hör ich hier gar nix..., ausser dem gemiauten Outro beim Opener, das könnte sehrwohl von einer Hafenmieze aus Marseille stammen...

Drei Wurfsterne eigentlich - den vierten für Hank Williams und die Maunz;-)


Devil's Supper (Electric Sitting)
Devil's Supper (Electric Sitting)
Preis: EUR 18,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen WAS 'N TEUFELSKERL..., 29. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Devil's Supper (Electric Sitting) (Audio CD)
Das ist der mindestens - der Tyla J. Pallas, der zumindest einigen als Frontmann der BritRocker Dogs d'Amour ein Begriff sein dürfte... Und tausendprozentig ist der eine so obercoole S.., optisch mega passabel mit langen Strähnen und getrimmtem Knebelbart unter schwarzem Hut, etwa zwischen PiratenPunk Jack Sparrow, dem auf neo DreamDevil gestylten Lincoln Durham und dem schönsten aller kohleäugigen, dandyishen bis abgedrehten NachtSchatten- Gewächse - Willy De Ville.
Beim letzteren hakt sofort der Stimmvergleich ein, neben diesem, Tom Waits und Spike von den Quireboys, (Little Steven kommt noch hin, das Kopftuch allemal) besitzt auch der EdelHöllenJunkie Tyla die Fähigkeit eine Captain Morgan Buddel per Halsmuskelkontraktion in tausend Splitter bersten zu lassen.

Was 'ne giga geile AbsauferRöhre hat der - mit Sicherheit in schönster britischer Tradition erworben in unzählig durchzechten Jahren durch verrauchte Pubs und Clubs, stets mit der Musik der Stones oder der Faces im satyrhaften Spitzohr, als gefühltes 70er 'Child Of The Revolution' (in der Dogs Ära) auf dem Zenit der Zeit mit punkaffinem Rock basierend auf urväterlichem RuralBlues.

Soweit die Dogs. Kommen wir doch dazu was uns dieser abgefu.... Beelzebub solo so vorgaukelt: Nur Süchtigmacher hör ich, ob er da nun Rocker oder Balladen durch den Shaker schleudert, ein ausschliesslich saftig-spritziges satanarchaeolügenialkohöllisches WunschPunschGebräu wird hier zum Supper serviert. Dass sich das als äusserst schmackhafter GehörKitzler erweist, das macht schon das Breakfast klar, 'LOVE IS' is love an das was Love ist...
- anger, rage, passion, heartbrake, endless, blind, crazy, sad, wonderful, murder, Love Is Hell - leidenschaftliche Lyrics zu viril griffigem GitarrenClimax, Gebläse und Pianotasten drücken auf die Prostata, die Weiber laufen aus und yellen sich einen ab zu Tylas 'Rock' lüpfendem RostRohr... OhOOOhhh...
Und das 'Ohhh' dehnt sich bis zum nie enden mögenden Ohhhyeeaah beim Track 4, eine Van Morrisson'sche Hommage an all die - nein, nicht Brown Eyed Girls - auch wenn's noch so fluffig-karibisch, nach Bougainvillea duftend, klingt -, sondern an grünäugige Katzen die im Summer Of '75 seinen bocksfüssigen Verführungskünsten erlegen sind... (ein ganz persönlicher InsiderSahneTuff, zwecks der Augenfarbe;-):-) Jetzt weiss ich wenigstens worauf der Mann steht...) Und, ich weiss ich greif jetzt sehr weit: 'Uns Boss' und seine greeneyed Scialfa dürften so 'ne Songs - trembelnd an der Heartland Grenze sehr wohl schätzen...

Und ich - ich weiss momentan nicht so richtig auf was ich mehr stehe - auf den zu Old School Rock umgepolten Gospel bei 'JUDAS CHRIST' oder doch mehr noch auf den rockabillyigen Track 8, auf dem dieser abgehangene Zorro seine Mustang Stute im treibenden SchlagRhythmus zum Kollaps reitet... ja, doch, Ghostrider in jedem Fall mit 'ANOTHER LIFE' und ein bisschen was für Nick Cave und absolut! null für einen multi mordenden Radiosong dieser Tage (da müsst ihr nur den Vokal im zweiten Wort auswechseln, der Konsonant bleibt;-) Auch wenn beides unter 'Americana' fallen dürfte..

Waren das bislang eigentlich nur Rocker die mich vom Hocker drehen, gibt es mit 'RELIGION' sogar noch eine Art Ballade, aber wer nun einen larmoyanten Schleimklumpen erwartet, den kann ich beruhigen: Nicht mit Tyla!, dessen Schöntölertum erstreckt sich höchstens auf LallIntervalle und halbseiden geheulte BrunftArtikulationen, selbstverständlich mit rauh geschlagener Acoustic Gitarre und dreschendem Drum... (Uuuhhhhyeaahhh sagt er). Und doch noch was balladiges, nein eher Hymnen gleich lautet die gefühlvolle 'ODE TO JACKIE LEVEN' die in ihrer folkigen Struktur latent an Runrig assoziieren lässt. Pipes und Fiddel unterfüttertes, schroffschönes Geröll aus den Backen des Blanken Hans an nördlichen Küsten, niemals Weichheit an Kanal gelegenen Kreideklippen - wenn er hier schon von 'Oceans' spricht... Klasse Song, however!

Aber - zum krönenden Dinner-Abschluss setzt sich Mr 'Begehrenswert Pallas' noch wesentlich südlicher und unsinnige Fragen nach dem genauen Verlauf des Mississippi beantworten sich von selbst. Durch die Hölle führt er natürlich, wodurch denn sonst? Jede Menge an 'WISDOM' mit sich wälzend, Floss befahren von solch souveränen Veteranen wie dieser DevilDog, der mit einer acoustischen Reprise vom zuvor gehörten, elektrischen 'Judas Christ' die Speisefolge rund macht.

PS. Das Booklet ist mit so einer S..Klaue bekritzelt, dass ich einfach keine Notiz über die Co Band entziffern kann... Ich bemühe mich und reiche das nach. (Der wird doch das nicht alles selbst eingespielt haben, incl. Orgeln?)

PPS. Mich haut's aus'm Höschen, das Album natürlich, ich geh dann mal sündigen damit mich dieser Typ hoffentlich, sehr hoffentlich auf seinen Speiseplan setzt! Einen Riesen Spass gäbe das, und das Album hier, das macht definitiv Spass - abwechslungsreich, werrry brritish, ein wenig Americana, gitarrenlastig - KerlsSound eben.
Kommentar Kommentare (11) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 6, 2013 10:45 AM MEST


You Can Tell Georgia
You Can Tell Georgia
Preis: EUR 32,42

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen CHAMPAGNER-FOLK, 25. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: You Can Tell Georgia (Audio CD)
So hin und wieder werd ich von einem verschränkten Musik-Buddy gefragt, 'Du sag mal, kennste den und wenn ja, was ist Deine Meinung?' So auch zu Joe Purdy... Kalt erwischt - weil ich nur dieses Album hab - antworte ich interimsmässig: Ja, weiss ich nicht so genau, ich muss mir den erst mal wieder anhören..., was ich prompt tat - und ich war selber überrascht, weil: Instinktiv hab ich wohl genau DAS Album im CD-Regal das vollkommen ausreicht um von Joe Purdy berührt zu werden. Also:

Ich höre und fühle für mich: Das ist tatsächlich die geeignete Stunde um Joe Purdy ranzulassen an diesem aus SeideLicht gemalten FrühHerbstMorgen. Die Luft perlt wie sonnengüldener Champagner, durchzogen von flirrenden Sparkles, sie ist die Muse der grossen Impressionisten, jenen die an solchen Tagen an einem Ufer sitzen und Seerosen unter geneigten Weidenzweigen erblühen lassen in all ihrer schlichten Schönheit...

Ja, lieber Buddy, so ähnlich kommt mir das in den Sinn, eine kleine, weichgezeichnete Szene am See, und so würde ich auch die Impression die dieses Album hinterlässt be-zeichnen. Melancholischer Folk über nichts als 'Kleinheiten' im eigenen Biotop, nicht der grosse Weltschmerz, nicht die Angriffslust auf globale Politikführung, vielmehr die Kunst Kompliziertes in Einfachem auszudrücken. Und das hat der wie einst Dylan schon drauf, sehr drauf... die AusdrucksIntensität lebt per Lyrics... Und dabei hast Du längst schon festgestellt, dass Joe Purdy durchaus passabel klampfen kann und mit 'nur Folk' der larmoyanten Art ist das nicht abgehandelt. Immer wieder schöpft er aus Quellen des Country, Blues oder auch Rock - in seiner gesamten Discographie, die mir nun nicht vorliegt, leider...

Deshalb eben dieser Tunnelblick meinerseits auf dieses Album, obwohl so ein 'Paris In The Morning' hätt ich ganz gerne, glaub ich... doch die Intention meinen Blick auf das nahestehende zu richten und nicht in eine 'irgendwieirgendwo'- Ferne abzudriften, die wird bestätigt allein durch den Titelsong. Ich mag den einfach, diese geballte Sehnsucht, dieses direkte 'Sprechen' mit einer tatsächlich larmoyant seufzenden Stimme, dieses Zusammenspiel von Acoustic Klampfe und Piano, und ganz klar die Lyrics:

- And you can tell Georgia that my thinking is clear
And I've been thinking that I need you near
You can tell Georgia I was here

Am I waking you up? You said to me
Am I waking you up? You said to me
Am I waking you up, dear? I said no -

Dear Buddy, vielleicht aber lässt Du - weil Du - den Folgesong unter Dein Fell? Wie der klingt, der Song? Nun, wie ein Glockenspiel das sämtliche GehörBildBandTöne zwischen End 60 und Früh 70 imaginiert - Dylan damals, das passt schon, die Byrds mit ihrem Vielgesang eventuell... Oder wie wäre es mit 'BALCONY/GREEN EYES, wenn Du DAS nicht mögen tust, dann sag ich, dass unser beider Gestade Lichtjahre voneinander entfernt ist... Hör doch mal wie sensibel sich der raunende Protagonist an PianoSaiten schmiegt, wie verletzlich er sich zeigt während des Aufbaues dieses Songs, wie er sich entwickelt bis hin zum BlütenblattClimax? Du lässt das klingen, ich bin mir fast sicher -wenn nicht heute, dann an einem von Dir als 'relevant' empfundenden Zeitpunkt...

Frag mich nicht nach den Co-Musikern, die kennst Du besser als ich (ich führ da Deine ExcelListe an oder Dein perfekt geschultes AudiophilGehör), Brian Wright, Will Golden, Owen Thomas - der und Sam Norris sind die Engineers und Producer. Mehr an Info gibt das bookletlose, daher sehr nackerte Album im Kartonschuber nicht her... no Problem für Dich - den InformationsJunkie;-)

Warum also empfehle ich Dir diesen Folk-A-Holic trotzdem? Natürlich um der gemeinsam (nur virtuell) verbrachten ZärtlichkeitsMomente am 'Lake Of Desire', so liegend auf Daunenkissen, den Moment geniessend - na klar könnte das auch Hoge einbetten... aber nach dem hast Du mich ja nicht gefragt... und Folk ist der ja nicht, wenn, dann nur gefühlsmässig, Du weisst schon...

Also doch noch 'noch so ein Folker' abgefüllt im Syphon, und nicht zu dem Zweck Dich enttäuscht und Erwartungshaltungs überfrachtet zurückzulassend, weil 'wenn da schon wieder einer meint auf Onkel Bob machen zu müssen'. Ich selber hab da vielmehr Nels Andrews im Bauch, der ist zwar nicht soooo larmoyant, aber mindestens so vertraut, so verschlungen... das Feeling macht das.

Ich könnte jetzt noch weiter schwärmen, Dir darstellen warum mich Purdy packt, Du weisst, dass mich so einige 'packen', aber die sind nicht immer parat im 'dasistjetztderderdergeeignete Augenblick'. Joe Purdy schon, weil er einfach taugt für intime NanoSekunden, und da willst Du nicht tough und radikal sein, da lässt Du Hingabe zu, Champagnerperlen aufleckend - und stell Dir vor, den benötigten Tick an 'Härte' gibt es obendrauf: Hör mal Track 9 (Chitown Tonight), Stahlsaiten A-Ma'm im twangenden Up-and-Down Rhythmus - für mich Sex pur.., und für Dich das GitarrenSolo.

Mehr kann ich Dir nicht erzählen, dearest Dear... selbstverständlich komm ich nun - so angefixt;-) nicht umhin, und ich werde das eine oder andere Album (2001-2010) ordern. Irgendwas hat der.. und wenn das nur zu diesem einen Resultat führt: Sämtliche GeräuschkulissenVielfalt an so einem See, die verstummt hinter Purdys DirektSprache... für mich schon. Schön isses, gut tut's, so simpel.

PS. Aufgenommen wurde dieses Album near London Town, das hat aber garnix mit Fayetteville in Ahhhkansaaah zu tun... warum auch immer das so ist - Du musst manchmal Kontinente und Ozeane überqueren damit Du Dich daheim fühlen kannst, und das meint nicht die Geographie - das meint Dich.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 26, 2013 2:37 PM MEST


Nobody Knows
Nobody Knows
Preis: EUR 14,99

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen NOTHING BUT GREAT, 8. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nobody Knows (Audio CD)
Wer ist Willis Earl Beal? Willis Earl Beal aus Chicago ist der Klang-Expressionist der in seinem eigentlichen Debütalbum 'Acousmatic Sorcery' an den grossen Robert Johnson denken lässt, welcher an den Crossroads seine Seele dem nimmersatten, gehörnten Great Pretender auf ever verpfändet hat. Die Stücke - (als Songs kann man sie nicht wirklich benennen) auf jenem Album - entstanden mit behelfsmässigem Trash - ausgemusterte, totgeglaubte Instrumente vom Trödelmarkt, Töpfe, Pfannen, Woks, das billigste Micro, ein Kassettenrecorder. Der bisher einzige Rezensent beschreibt das Ergebnis dieser 'Ich will, muss und kann gar nicht anders-Action' als eine Art Reinkarnations-Blues. Als eine konservierte und neu belebte Urklage des Blues der Baumwollpflücker, die ähnlich Beal ausser ihren naturgegebenen Stimmen nur aussortiertes Equipment der weissen Herrschaft hatten um ihren innersten Seelenzustand in Klang zu äussern, angeschrammte Weinkelche von der Aristokratentafel, abgeschliffenes Silberbesteck, vielleicht gab es damals noch Flöten aus Zuckerrohr, Harpstöne per Schilfhalme, Waschbrett ähnlicher Schrubbel auf Maiskolben.

Damit dieses Album in Form überhaupt zustande kommen kann wirbt Beal auf rurale Marktschreier-Manier mit Handzetteln und Demo Tapes, für eine New Generation Kommunikation per You Tube fehlt ihm das Mittel und das Knowhow - bislang verfügte er definitiv nicht über einen Computer. (Details siehe bitte Amazon Kritik!)
Zuvor hat es ihn irgendwie ausgerechnet nach New Mexico verschlagen, was er sich dort erhoffte -* nobody* knows, weil da gab es nix ausser Tagelöhnerjobs, Tequila und ein paar verstaubte Kakteen... und dann doch noch die Anstellung als Portier in einem Motel. Dort schreibt er nächtens Song für Song - hunderte laut eigenen Angaben, notiert Gedanken, fängt Impressionen auf, analysiert, verarbeitet Existenzängste und gibt diesen den entsprechenden Klang - disharmonische, kakophonische, archaische Wehklagen, entartete Wundschreie in einer fast gewalttätigen Wucht... Wer will, kann sowas eigentlich noch hören? Ein paar willige...

Nachdem das aufgeschlossene, englische! XL-Label Recording (durch PC besitzende, zuhörgeduldige, feinnervige Nerds) aufmerksam und produktionswillig wurde kam der Stein ins rollen, genaugenommen der Schlamm des Mississippi-Deltas der sich stinkend und zäh durch das Shack wälzt, gleichsam schroffer Kiesel vom Grund des Chicago Rivers die wie Wurfgeschosse in blind gewordene Fenster Gouvernment vergessener Outlaw-Absteigen donnern.

Und genau da knüpft das vorliegende Album an, nur Chicago?, nein!, AmericanaUniversum-SoulBlues der fragmentarischen Sorte, SoundPuzzles oder Collagen, niemals euphonisch, nicht im Geringsten mitsingtauglich, dennoch hochmelodiös aber nie melodienseelig - das bekommt man nicht mehr aus dem Kopf weil unaussprechbar, nur mitfühlmässig in seiner mannigfaltigen (Ein)-Dringlichkeit. Eine Stimme des 21. Jahrhunderts die Missstände anprangert die sich seit hunderten von Jahren nicht geändert haben, metamorphiert von 'nostalgischer' Sklavenhaltung zu präsenter Ausweglosigkeit, da heisst die Peitsche des Aufsehers Arbeitslosigkeit, Obdachlosentum, Hoffnungslosigkeit. Endstation - sic! vorgezeichnete (vielfarbige) Flucht in Drogen und Alk- Abhängigkeit, verwanzte Buden, versiphte Sanitäranlagen, Jail - der 'Menschheit letzter Dreck' - so unendlich konträr zur Prestige und Image bestimmenden, sich selbst belügender High Society. Dagegen schreit er, Bandagen von sich reissend, in zorniger Poesie an.

Das Willis Earl Beal Organ ist hungrig!, greasy, painful, burning. In schonungsloser Weise shoutet und brüllt, stammelt, bellt und croont er uns reflektierende Lyrics vom Antlitz übers Herz direkt treffend in den Magen, sei es mit dem 'A Cappella' Opener 'WAVERING LINES', bei dem zunächst nur die Stimme auf "hoffentlich";- oder 'möglicherweise') schmusetaugliche Folgetitel schliessen lässt, doch dann, step by step, setzen Drums und Streicher ein um adhoc zu enden... fragmentarisch, open end, not happy at all. Bleiben tun bereits die ersten Worte: 'I got a bone bleached stick with termite holes' und machen das Statement des gesamten Werkes klar.

Willis Earl Beal ist einer der uns radikal klar zu machen versucht, dass man die heutige Welt, so wie sie ist, nur mit heilvermittelndem Meditationszustand, oder eben der amerikanischen Variante, die der absoluten Gospel-Entrücktheit (Track 'DISINTEGRATION') aushalten kann, es sei denn man entschliesst sich zum Kampf oder ergibt sich dem LmaA-Gefühl... und defensiv präsentiert er sich trotz all seinen Escapes - und sind auch noch so 'blue' ganz und gar nicht!

Willis Earl Beal ist Meister der Improvisation - Kreativität vs Perfektionismus, weniger bekannte Co Musiker c/o versiertem Plattenlabel (Jack White, Radiohead), so bettet er feminine Backgrounds an seine Seite mit einer grossartigen und natürlich sehr bekannten Cat Powers im sexuell stimulierenden Marvin Gaye'schen 'COMIN THROUGH'- so slick and smooth wie Motown once upon a time!, er kommt dem direkten Vergleich zu wummernden Blues Staccato Nummern wie '18 Hammers' bei Track 6 nicht aus, er lässt Orgeln dröhnen wo sie dröhnen müssen, eine Unheil verkündende JudgementDayGlocke vor flüsternden, klappernden Drums im persönlichen Soul-Endzeit Deal bei Track 7, und wiederum erhebt sich die mächtige Beal Voice wie ein Screamin Jay Hawkins in Track 10, alles im Dienste der allgegenwärtigen Apokalypse - und wenn sie nur im Hirn des geneigten Hörers stattfindet...

Willis Earl Beal gibt den entrückten Kirchensänger (inclusive 'Reverend Lord Skeleton' Piano) beim fiddelkreissägenden 'BLUE ESCAPE', hier und generell bedient er nicht einen 'erdigen' Musikgeschmack', die Grenzen schwingen slappend zwischen aggressiv geschmiedetem R'nB, barfüssigem Blues, latent geschmeidigem Soul, ätherischem Gospel, hipphoppigem Pop (sehr bedingt), Bedingtheit ist auch das Motto der Instrumentierung: Verknappt bis auf unvermeidliches reduziert darf Producer Matt De Wine an Bass, Guitars, Drums und Keys, die Slide pickt Ben Clark, sämtliche Tasten bedient Cars Lane, Violin by Ray Suen, DER Ray Suen natürlich - als Multiinstrumentalist u. a. bei den Killers, alle anderen Musiker sagen mir so ganz spontan wenig und gemäss der Lebensmaxime des Protagonisten ist das auch müssig: I Am Nothing - And Nothing Is Everything.

Willis Earl Beal - nowhere, nobody, noone - nogo;-) Nocturnal noises in nobility - alles andere als nothing - das ist Willis Earl Beal.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 17, 2013 10:41 PM MEST


Leaving Nashville
Leaving Nashville
Wird angeboten von thebookcommunity
Preis: EUR 43,08

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen NO-WHERE MAN...., 18. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Leaving Nashville (Audio CD)
...After my band broke up I wanted to record a Sgt. Pepper's-type Country Album in a traditional Country Format. I think this Album was a success in that way, but like any artist endeavour, in other ways it was a complete failure. In the end I just had to abandon it, it sounds exatily like I wanted to at the time.

Das sagt Chad Carnahan (wer kennt und umschwärmt ihn?) von sich selbst. Ein mysteriöser Mann, der weder Geburtsort noch irgendeine weitere Historie freigibt, dessen bisher einziges Album auf irgendeinem FleaMarket aus einem beliebigen Fundus gezerrt wurde... wahrscheinlich machte das das Cover aus, ein forscher LonesomeCowboy vor Steinpyramide und imaginiertem Stargate, Sphynx artigen, vollbrüstigen Göttinnen, samt langschenkliger E-Gitarre in Frontside, Pylonen und Grabmäler im Hintergrund...

Rätselhaft... so rätselhaft wie das ganze Album, als hätte sich ein in Phantasie übergeschnappter Sammler einen Thesaurus ganz individueller Art zusammengestellt... Singer/Songwriter, Country, Alternative, RocknRoll, RockABilly, was nun? Eine Art musikalischer Indiana Jones der die SelbstFindungsBrocken für sein eigenes Museum zusammenklauben will? Antik-Country befindet mancher, Prä-Spuren nach Todd Snider und Son Volt, sagen andere...

Und da ist die Route noch nicht mal festgelegt, nach eigener Aussage schwenkt der Kompass aus Richtung Austin und partiell Memphis, nur weg von Nashville, just hide and seek, this right way to get rhythm, what rhythm?

Und damit beschliesse ich meine eigene Art der GrabRäuberei und beginne singuläre Artefakte wie so einen Song named 'LITTLE THINGS' einfach zu horten und zu schätzen, Kategorie S/S, sämtliche Instrumente - die Gesamtheit des Albums betreffend- betätigt Mr Nowhere, ausgenommen den Bass, das macht Engineer Jim Wolf - und who the f... ist Produzent Dirty Johnny?
Das zumindest lassen die knappen, bookletlosen Hieroglyphen auf der Backside lesen, kein Indiz über den weiblichen Support, sogar mein MediaPlayer sagt 'very unknown' zu diesem CD-Baby Artist... verwehte traces, ja genau traces, irgendwie kriegt der die Brocken in seinem Nashville-Exodus nicht zusammen, also stimmig und einigermassen begehbar ist hier gar nix... aber das reizt definitiv, fordert auf in seinen Truck zu klettern -Titel 5-, und auf dem Trail nach Memphis da benennt man ihn schon 'Chuck', und irgendwie findest Du seine selbstbeklagerische, ironische Story zu 'I ONLY KNOW THAT I'M IN LOVE WITH YOU' amüsant, als eine Art Reinkarnation von Tommy Roe. Und wie kriegt er das nur gespielt - Piano, E- und Rhythmus-Gitarre, sogar Drums im 'INTERSTATE DINER BLUES?, um dann völlig Selbst- und Vergleichs-befreit ein solches 'RETURN' hinzubekommen?

So irgendwie kannst Du ihm nicht folgen auf seinem Run, zumindest musst Du weite Schritte machen können, Sprünge, Eckenhüpfen in differenzierte Geographie... (das mach mal in 12 cm Highheels;-) Fit und agil hält das allemal, und ich maile noch an CD Baby, wo der denn nun abgeblieben ist...UND vor allem: kriegt man den auch mal live auf den Kadaver geschnalllt?

PS. In Translation - ohne den Detektor anzuwerfen - HighScores = 1 (feine GitarrenSoli), = 3 (nachvollziehbare Sauf-und LoserStory), = 4 (twangige Lonesome Cowboy vs Lucky Luke Nummmer), = 5 (rock up, roll down, ich sag nur Highway, gestresstes Gaspedal, offenes Verdeck vs müffelige TruckKabine...), = 7 (heller Hank Snow, heimatliche Aufarbeitung, re-rosaroter Horizont mit geil kreischenden GitarrenSoli - wie kriegt er das gespielt?), = 8 (schönstens gestreckter PaarungsGalopp mit Fiddel imitierender E-Gitarre), = 9 ( Electric Rockabilly Cowboy mit dapduueeehdaduueehdapdaduuee und please come back again), = 10 (nur down, down, 'DOWN THE ROAD' im schlagenden Rhythmus und dieser klaren, e'mann'zipatorischen Stimme, hey Klasse und hey Sch....., wenn der partout nicht weiss wo er hin will?

PPS. Sowas wie Nr 9 hätte mich nun von einem Cory Branan nicht verwundert, 'hooowhooo' - sagt er auch noch!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 23, 2013 11:15 AM MEST


Mayday
Mayday
Wird angeboten von Bessere_Musik
Preis: EUR 19,85

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen PASSION PUR!, 10. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mayday (Audio CD)
Keine Ahnung, liegt es an der Bullenhitze der vergangenen Tage die Dein Hirn gehörlahm macht, oder einfach am Überangebot an neuen, so 'wahnsinnig begabten 'Singer/Songwritern'... Wenig macht Dich so richtig an, so richtig- meine ich. Für die geliebten Daddies ist das einfach zu heiss, die spielen derzeit sowieso meist auf Samplern oder im Background bei jüngeren Compadres mit, die sind eher wieder was für den Indian Summer .... momentan schwingt das Stimmungspendel definitiv Richtung Lover, deeplowdeep Lover, denjenigen denen Du schon restlos verfallen bist, kaum dass sie Lippen bewegen, Fingerkuppen Acoustic Saiten beben, schwellen lassen...

Und da Deine neuesten Geliebten (Bingham, Hoge, Durham) entweder mit WiederSelbstfindung, Sozialkritik oder Promotion für ein neues Album beschäftigt sind, wählst Du einen der lang bekannten, einen der sich hier mit seiner DebütArbeit einen Top 10 Platz der 'Passioneros' auf ever ersungen hat!

Oh, Matthew, m'aidez, m'aidez!!! Was ist das nur mit Dir, was hast Du was Deine AssoziationsAspekte Springsteen, Mellencamp, Onkel Bob, Steve Forbert, young and reckless Waits - und weiss wer mit wem Du noch verglichen wirst... Na, egal, Vergleiche tun auch hier das ihre - sie hinken stets hinten nach, und das 'nach' passt hier nicht. Trotz IdolIkonisierung setzt Du Dich mit Charakteristik und Charisma emanzipatorisch in Szene, berührst, berührst einfach - Du lässt es zu, dass frau sich restlos wohlfühlt in Deinen Armen, sich diesem Lockruf Deiner flehentlichen Gin - und Sherry Kehle keine Sekunde entziehen will, Hingabe, dear Ladies, Hingabe ist erfordert!

Und da sprech ich nun ganz bewusst die zuhörwilligen Damen an, kleine und grosse Mädchen - der Typ hat was, nicht wahr? Macht der uns nicht sowas von gefügig mit seinem, ja was nur?, mit seinem 'Heartland-Folk' - so würde ich das nennen... Und verzehren wir uns nicht nach so einem Gratwanderer, so zwischen NochMacho und SchonSmoother? Ein Traum, ein Traum - ein Musik gewordener, hier zumindest in Matthew Ryan Version, der einfach hergeht und uns kompatible Lyrics auf den Leib textet:

Er ist Kämpfer, SozialKritiker, Familienvater, einer der sich krumm macht für seine Ideale, er stösst sich die Hörner ab mit Wein, Weib und Gesang, er ist treuer und konstruktiver Freund, - sinnlicher Liebhaber, verlässliche Konstante seit den 90ern, fast kann man das als 'gute Ehe' bezeichnen...

Musikalisch gesehen bringt Mr Ryan all das Vertraute, sofort assimilierungswürdige, 3-4 Accorde, eingängige Melodien, ungebrochene missionierende Leidenschaft eines Conqueror, mit dem Herzen als Transmitter zwischen Hirn und Händen...

And The Band: Für seine wunderbaren (zwischen)menschlichen, Kritik beladenen Themen, individuellen Charaktere in seiner Poesie stringt vor allem Doug Lancio an E-Gitarre, David Rickets an der zweiten E, Paul Silva (Bass), Craig Krampf (Drums), M. R. an Acoustic Gitarre... no Harps, no Horns, nomore Schnick and Schnack, so kann das gehen, so pur...

Anspieltipps? In dem Fall: Bitte nicht auf UTube herumstalken, einlassen oder nicht - Passion And Power- yes! Persuasion And Pertubation - no!

Intending lovin you... always, ever, losin my mind. Poaching heisst das auch...

Na ja, PS. Die Ladies nehmen mir das bestimmt alles unhörenserweiser ab, die Gentlemen bestehen auf Fakten:
'starke KerlsNummern' = 1, 4, 7 (DISAPPOINTED) - definitiv NICHT das Motto dieses Albums;- und die ultimative NewWaveGeilNiúmmer hier, damit das klar ist;-)), 9....
Alles restliche - Ballads For The Babies, just lay, lay down and relax. Vor allem Track 2, dear Ladies, vor allem...

Produced by David Rickets in N Y, sollte das wichtig sein - eher nein, Bettrahmen - und Wäsche machen das nicht immer aus, hier nicht...

PPS. Die 'frischeste' Rezension hierüber stammt aus 2008, also wurde Matthew Ryan all die Jahre - zumindest amazoniastisch - wenig verschlissen, macht das nicht so 'nen Hunger auf so 'nen Lover;-):-)
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 13, 2013 9:53 PM MEST


Three Free Amigos
Three Free Amigos
Preis: EUR 8,21

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen MIDSOMMAR, 31. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Three Free Amigos (Audio CD)
Drei Komponenten müssen passen wenn wilde Axtmänner auf awsome knatternden Elephantenbullen a lá Teutul Trio die Ranch heimsuchen. Aus dem Mammutschinken muss das Blut spritzen, der Hopfentee schäumen, die Mucke mindestens bis zur Kampenwand zu hören sein... Und Mucke meint hauptsächlich krachenden Red Dirt Stoff aus unterhalb der Mason Dixon Line... Oklahoma sowieso, Texas darf auch, und neuerdings auch Jimmy Cornett mit seinem BikerSound, der ist da zwar nicht geographisch daheim, aber gefühlsmässig. Und da geht's schon los mit dem WunschGegröhle meiner rauschebärtigen Ochsen in starrstehenden ElchPipi gegerbten LederBeinlingen - ThorHämmer an Pipeline dicken Hälsen, die tättowierte Yggdrasil an saustrammen Waden, gehörnte Helme so gross wie der Öresund...;-)
'Hey Alte, pack Brandon Jenkins in den Muckinator, nee, Mike McClure, Schmarrn: Cody Canada, Whiskey Myers- dröhnt der nächste', Molly Hatchett wär auch geil... Und da hockten wir noch heute im Beiwagen, das Porterhouse wäre glücklich zum fossilen Brennstoff verkokelt, Jimmy Cornett noch immer nicht in Stillwater eingemeindet...

Die 'Alte'- schlau wie Wicki, hievt den Missionar in den LaLaSchuber der die gesamte Horde Of Heathen katholisch macht: (Komischerweise darf in diesem Fall auch Big Easy sein, anscheinend denken die, dass 'Great Carolina's Field' dort gut hinpassen würde (für OrtsUnkundige: GrossKarolinenFeld)...und optisch haben die diesen free Amigo sowieso auf ihre Feuerstühle getotemt).

EmigrantenWikinger Osborne, der anders als die anderen irgendwie mit dem Drachenschiff in NoaLiehns gestrandet ist, der hier mit einer 6 Song starken EP die Flaute zwischen zwei LongHornPlayers überbrückt...
Sollte diese EP als Appetizer rattenspitz auf das avisierte NeuAlbum machen, dann wird das Hör-Häppchen zum Hauptgang der gesamten BBQ-Orgie... einhelliges Urteil beim Rinderknochen aussaugen, 'uih, den kann man ja als Nasenpircing noch verwenden...;-)'

In so einem derart gelösten Feeling dürfte sich der grosse GigaGitarrist Osborne auch befunden haben, selten kommt er so relaxed, gereift, dennoch lustig und fidel daher wie hier, dieses SixPack an Songs vermittelt definitiv eine Midsommar-Atmosphäre, frei nach dem Motto: Stringst Du noch oder klingst Du schon? Nach etlichen Black Sea Havarien im TodesSog des zapfendusteren Bifröst Of Blues greift er nach dem rettenden Floss der Lebensqualität - und lässt das hören, in invasorischen Facetten, Kaleidoskop mässig, wenn das bei einem 'nur' Sechsling überhaupt möglich ist.
Mehr Abwechslung und Differenzierung geht nicht, der Brustschild des Nordmanns glänzt in mannigfaltigen Legierungen, daher, hier bitte, die Impressionen: (bei sechsen geht das noch flott über'n Oxer;-))

1. Titelsong 'THREE FREE AMIGOS' - CountryBluesCountryBallade, geschmirgelte Hörner blitzen am Stetson, das Bottleneck saugt sich um blondbehaarte Pranken beim 7:48 minütigen, relaxeden GitarrenStrom.
2. Bob Marley and no woman cryen und ölen sich mit viel La BoomBoom einen ab beim anzüglich getexteten 'Marmalade', da blüht kein Hanf nicht in Tromsö, nönö - gehst Du Trinidad, guckst Du Tobago - Ey Rastaman ey...

3. DER TITEL TREIBT MICH IN DIE COW MADNESS... angeblich selbst geschrieben (assimiliert hat er da, nur von welcher Species?) vom Mister Wasa, ich glaub's ja nicht und ich werd' ganz wuschig dabei: Wo bereits gehört- und von wem? Und was mir da alles in den Kopf kommt, Crazy Cavan, Bo Diddley!, Tequila Sharks, sowas könnte Ray Wylie Hubbard machen, ganz sicher Guthrie Kennard, oder sogar 50er, acoustischer Rockabilly? Ich hilflos! Ich müsste die Worte 'JEALOUS LOVE' aus'm StrohGehirn bringen und mich nur auf die Melodie konzentrieren - und ich kommkommkommmmmm NICHT drauf... kennt ihr das, wenn man seine Zungenspitze foltert und das vermaledeite Biest spuckt nicht das aus was man will? Egalegalegal (nicht egal!), es ist eine klasse, reduzierte RootsRock-A-Billy Nummer - und er bringt sie mit wahrer 'Daddies-Voice'... Liebe Sirs and Knights, helft dem vernagelten RezensentenRookie auf die Sprünge... DAAANKE!

4.Singer/Songwriter/Nummer, SchilfhalmHarps, EmigrantenE-Gitarren-Expression und eine neue Talentine mit DeltaQueenRöhre, Maggie Koerner!, zur souveränen AltSchwedenStimme.
5. Melodiös-balladiös, mehrstimmiger Musengesang (NativeSoulShoutOuts by Maggie) und Mannschaft auf Acoustic-Achterdeck,'NEVER IS A REAL LONG TIME' - yes, the Neverending Of MusicMusicMusic.

6. Hymnischer Absacker zum sanften Kopfnicken, damit der Ohrwurm zum nippen an den Methumpen rankommt, Harps, Choir,
Acoustic Strings, 'kerndlgfuadade' (gedolmetscht für Un-Bajuwaren: Mann, hat der Eier, det Jung!) Stimme, alles da.

Alles da, irisierendes Nordlicht im Kreuz des Süden.... was ein himmlisches NoGo..., besonders schön zum Vollmond am Chiemsee, irgendwie so middendrin zwischen Lönneberga und Lusiänna...

Tack an Anders und die Asen... obwohl, dort wo Du jetzt siedelst, da soundet das eher nach thhääängs,thääängs soooi matsch;-)

PS. Um besorgten Anal*ytikern gleich entgegenzuwirken - dass es das niemals gab, Rinderhörner an Wikingerhelmen - das weiss ich schon selbst. Vielmehr war es eine Erfindung der Christen um die einerseits kulturell sehr innovativen, andererseits mordbrennenden Nordmannen noch teuflischer erscheinen zu lassen... Diese Prinz Eisenherz getunete Assoziation zu den behörnten Real Cruisern sticht evtl den alttestamentarisch Gerechten zunächst in's Auge, bevor noch Anders Osborne mit sich selbst und seiner Crew, s.u. überzeugen durfte...:-):-)

A. O. - vocals, guitars, keys, bass, drums
Michael Burkhart - Hammond B3
Carl Dufrene - bass
Billy Iuoso - acoustic
Eric Bolivar - drums
Maggie Koerner (Norne) - vocals, ---- produced by Warren Riker at Oak Street Recording

PPS. Die zarteste ElchinenLende für meinen Silent Knight - cos he made the TrackThreeRiddle...;-) Johnny Otis!!!!
Danke an h und die Schandmaske für mich....
Kommentar Kommentare (17) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 14, 2014 2:54 PM CET


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20