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Rezensionen verfasst von
Bajazet30 (Göttingen, Niedersachsen)

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Opera & Concert Arias
Opera & Concert Arias
Preis: EUR 16,20

11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viva la Damrau!!, 8. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Opera & Concert Arias (Audio CD)
Nach Annette Dasch hat nun auch eine zweite deutsche prominente Sängerin ein Mozart-Recital herausgebracht - und dies ist wirklich phänomenal. Damrau knüpft nahtlos an die großartige Leistung ihres letzten Albums "Arie die bravura" an. Und die Auswahl auf dieser CD kann wirklich als repräsentativer Querschnitt durch Mozarts Bühnenwerke betrachtet werden: Von den Frühwerken "La finta semplice" und "Mitridate" über "Nozze di Figaro" und "Idomeneo" bis zur "Zauberflöte" ist alles enthalten. Im Gegensatz zu Dasch fällt auch die Arien-Auswahl unglaublich vielfältig und abwechslungsreich aus: Hochvirtuose Koloraturarien wie "Non se capace" und "Al destin che la minaccia" stehen neben den wunderschönen Legato-Arien wie der der Figaro-Gräfin und sogar an die extreme Vitellia-Arie (vom tiefen g bis zum hohen c) wagt sich Frau Damrau - und reüssiert.
Hier wird tatsächlich ein fast einzigartiges Sängerfest zelebriert, was in der neueren Diskographie seines Gleichen sucht. Selbst Piau oder Dessay, die beide ebenfalls hervorragende Mozart-Alben herausgebracht haben, reichen nicht an Damraus Leistung heran. Dies liegt vor allem daran, dass Damrau nicht nur eine phänomenale Technik hat, die es ihr erlaubt, schwerste Koloraturpassagen zu bewältigen (so lässt sie die meist gestrichenen Ornamentationen in Konstanzes Martern-Arie nicht weg), sondern auch über eine überaus reine und klare Schönklangstimme (erinnert mich vom Timbre her manchmal ein bisschen an Battle oder Auger) verfügt, die auch Emotionen ausdrücken kann (z.B. in "Dove sono").
Einziger kleiner Wermutstropfen: Das Dirigat fällt manchmal etwas zu rasant und auch zu überexpressiv laut aus. Hier hätte man sich am Pult vielleicht einen etwas erfahreneren Mozart-Kenner gewünscht...

Fazit: Ein großartiges und äußerst vielseitiges Recital, welches eindrucksvoll zeigt, dass Frau Damrau momentan zu Recht zu den weltweit gefeiersten (Koloratur-)Sängerinnen gehört. Viva la Damrau!!
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 22, 2009 5:27 AM MEST


Mozart
Mozart
Preis: EUR 7,99

32 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nette CD - aber eigentlich nicht notwendig..., 20. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Mozart (Audio CD)
Zugegeben, ich habe Frau Dasch noch nie "live" erlebt, es mag also sein, dass sie über überzeugende darstellerische Qualitäten verfügt, aber das, was ich bisher von ihr gehört habe, ist nun wirklich alles andere als überzeugend gewesen. Ihr Auftritt bei der Echo-Preisverleihung am Sonntag (18.10.2008) mit der Figaro-Gräfin Arie "Dove sono" war jedenfalls ziemlich daneben: Unsicherheiten in der Höhe, Atemprobleme und einige scharfe Töne - alles andere als perfekter Legato-Gesang war hier zu vernehmen. Auch ihre Armida-CD war nicht gelungen, was vor allem mit technischen Defiziten zusammenhing. Es ist mir wirklich schleierhaft, wieso ausgerechnet diese Produktion mit dem Echo ausgezeichnet wurde (gute Marketingabteilung / Pressekontakte?). Ganz so schlecht wie die Armida ist die vorliegende CD allerdings nicht geworden, denn Frau Dasch klammert die technisch anspruchsvollsten Mozart-Arien klugerweise weitgehend aus (im Gegensatz übrigens zum demnächst erscheinenden Damrau-Album), d.h. es ist in erster Linie Legato-Gesang zu hören. In der Mittellage habe ich auch nichts an Daschs Stimme auszusetzen (recht voll und klangschön), aber gerade in der Höhe neigt die Stimme unangenehm zur Schärfe. Und Koloraturen sollte Frau Dasch am besten überhaupt nicht singen, hat sie doch hierbei hier trotz langsamer Tempi und der verhältnismäßig einfachen Arien (z.B. bei "Non mi dir") so ihre Schwierigkeiten. Auch ansonsten bietet das Album wenig Neues: Es gibt eigentlich alle Arien in besseren Einspielungen (z.B. von Schwarzkopf, Kanawa, Gruberova, Fleming etc.), sodass auch hier der Sinn einer Neueinspielung kritisch hinterfragt werden muss.

Fazit: Nach wie vor kann ich den Hype um "La Dasch" nicht nachvollziehen: Eine insgesamt technisch eher durchschnittlich begabte, wenngleich auch sympathische, Sängerin mit ansprechendem Äußeren, recht schöner Stimme und offensichtlich einer guten Marketingagentur legt eine nette CD vor.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 3, 2009 12:44 AM MEST


Arias by Mozart, Verdi, Berlioz, Gounod & Meyerbeer
Arias by Mozart, Verdi, Berlioz, Gounod & Meyerbeer
Preis: EUR 16,68

10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nomen est omen? - "Schrott" ist die Platte nicht, sondern ein solides Debüt, 27. August 2008
Tiefe Männerstimmen haben es generell nicht leicht, neben den Tenören zu bestehen, und dementsprechend selten gibt es Crossover-Recitals von diesen Stimmgattungen - insbesondere bei den großen Labels. Da ist es schon verständlich, dass Decca alle Marketing-Strategien ausnutzt, um die CD zu verkaufen: Erwin Schrott ist Vater des Kindes von Anna Netrebko und daher von der "Bunten" bis "Gala" medienpräsent. Auch sein Aussehen passt natürlich hervorragend, wobei Fotograf und Visagist beim Cover wirklich alles herausgeholt haben und dem Hörer quasi ein Top-Model wie von Boss präsentieren. Selbst Florez - ebenfalls von Decca immer wieder vorteilhaft in Szene gesetzt - sieht daneben fast unscheinbar aus. Sehr geschickt: Denn der potentielle Käufer bzw. wohl eher die Käuferin fragt sich, ob denn ein so gut aussehender Mann überhaupt singen kann und kauft die Platte, um sich ein Urteil zu bilden. Tja, und das habe ich natürlich auch getan - wie schon bei Daniella de Niese (ebenfalls Decca!!).
Leider gibt es dann wirklich nichts Außergewöhnliches zu hören: Schrotts Stimme wirkt nicht sonderlich groß und besitzt für mich wenig persönliche Markanz. Er singt seine Arien alle technisch solide, ohne aber zu brillieren. Eine psychologisch durchdachte Präsentation der Charaktere vermisse ich ein wenig. Mozart klingt immer gleich - egal, ob nun Figaro, Leporello oder Don Giovanni. Vielleicht fehlt ihm hier einfach die Bühne, um wirklich zu überzeugen. Seinem Mephistopheles fehlt es zudem an Biss, Hinterhältigkeit und Bösartigkeit - er klingt mir etwas zu eindimensional.

Fazit: Ein solides Debüt, allerdings bezweifele ich, dass die Platte ohne die nicht-musikalischen Einflüsse so zustande gekommen wäre. Ich würde sie nur wirklichen Fans von tiefen Männerstimmen empfehlen.


Roberto Devereux
Roberto Devereux
Preis: EUR 15,98

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ziemlich weit hinten in der "Roberto-Diskographie", 19. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Roberto Devereux (Audio CD)
Einspielungen von Donizettis Meisterwerk "Roberto Devereux" sind zwar selten, aber es gibt einige, sodass ein Vergleich lohnt. Prominente Damen wie Caballe, Sills, Gencer, Miriciou oder Gruberova haben die Elisabeth gesungen, sodass die Konkurrenz für Theodossiou entsprechend groß ist - und sie kann im direkten Vergleich leider nicht bestehen. Die Griechin - die ich durchaus schätze - besitzt ohne Frage eine große Stimme, die allerdings von den Tontechnikern nicht optimal eingefangen werden kann. Im Klartext: Sie gehört sicherlich zu jenen Künstlerinnen, die live einen deutlich besseren Eindruck hinterlassen als auf CD-Aufnahmen. Neben einer recht schrillen Höhe lassen sich zudem auch technische Defizite bei Frau Theodossiou finden. Insbesondere in den Läufen hat sie so ihre Mühen und die ein oder andere Koloratur wird ganz weggelassen (u.a. die Wiederholung der Cabaletta bei der Auftrittsarie!!). Immerhin kann sie mit ihrer Tiefe und mit einer dramatischen Darstellung punkten.
Der "Rest" singt zwar ordentlich, vor allem Schroeder hinterlässt einen recht guten Eindruck in der Titelrolle, aber die Oper ist nun einmal die Sache der Primadonna und da gibt es eindeutig bessere...
Auch die wunderbare Ouvertüre, die zugebenermaßen nachkomponiert wurde, vermisse ich in der vorliegenden Einspielung schmerzlich.

Fazit: Die vorliegende Aufnahme muss leider in der Roberto-Diskographie recht weit hinten eingeordnet werden. Ich persönlich favorisiere eindeutig Frau Gruberova, selbst wenn sie mit den tiefen Tönen so ihre Probleme hat - aus meiner Sicht ist es Abstand die beste Aufnahme. Aber auch Caballe ist Theodossiou in puncto Stimmschönheit und Dramatik deutlich überlegen. Sills klingt mir persönlich etwas soubrettenhaft, ist aber technisch nicht zu schlagen.


Sento Brillar
Sento Brillar
Preis: EUR 7,99

7 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Entbehrliche Mutlosigkeit..., 25. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Sento Brillar (Audio CD)
Toll, endlich mal wieder ein neues Händel-Album! Darauf haben wir ja schon lange gewartet! Wie außergewöhnlich kreativ und so mutig...
Sie bemerken hoffentlich die Ironie dieser Einleitung, denn das vorliegende Album von Kasarova ist alles in allem ziemlich entbehrlich: Zwar werden einige "Raritäten" von Händel "ausgegraben" (d.h. Stücke, die noch nicht in mindestens drei weiteren Einspielungen vorliegen), doch ich frage mich wirklich, warum ein Star wie Kasarova nicht mutigere Wege geht. Wenn man schon einem Kastraten huldigen muss, dann sollte auch das Repertoire entsprechend ausgeweitet werden. Schließlich haben Carestini, Senesino & Co nicht nur Händel gesungen. Jarousskys Recital ist hier auf bewundernswerte Weise wegweisend, denn er singt eben nicht nur Bekanntes von Händel, sondern auch das Repertoire seiner Zeitgenossen (Porpora, Graun etc.), sodass es wirklich etwas Neues zu entdecken gibt. Ähnliches gilt übrigens auch für Genaux' Farinelli-Album.
Diese Platte steht aber in Kontinuität zu einer ganzen Reihe von Händel-Veröffentlichungen von Mezzos in der letzten Zeit: Kirchschlager, Mijanovic, Wesseling, Kozena, Genaux etc. lassen grüßen. Auch wenn die Repertoireauswahl auf den einzelnen CDs unterschiedlich ausfällt, lässt sich doch konstatieren, dass Kasarova ihren Konkurrentinnen in vielen Punkten unterlegen ist. Insbesondere die Koloratur - da muss ich meinem Vorrezensenten zustimmen - ist ihre Stärke nicht (Genaux hören!). Daher beschränkt sich auch die Auswahl überwiegend auf langsamere Arien, was Kasarovas Recital wenig abwechslungsreich und zudem etwas langweilig macht. In puncto Stimmschönheit und Ausdruckskraft ist Kasarova meines Erachtens einer Kozena bzw. Kirchschlager deutlich unterlegen, wenngleich ihr Timbre sicherlich männlich-herber ist als das der beiden Konkurrentinnen - aber bei weitem nicht so voll wie bei einer Horne bzw. Podles oder so androgyn wie bei Mijanovic.

Fazit: Eine entbehrliche Aufnahme - neben einer wenig abwechslungsreichen Arienauswahl ist Kasarova interpretatorisch und vor allem technisch vielen Konkurrentinnen unterlegen. Aus meiner Sicht eines der schwächeren Händel-Recitals der letzten Zeit. Ist aber auch kein Problem: Alternative Einspielungen gibt es ja en masse. Demnächst legt übrigens eine weitere prominente Mezzo-Dame ein Händel-Recital vor: Joyce DiDonato


Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter
Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter
von Christopher Paolini
  Taschenbuch

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Junx, lest es einfach..., 16. Juli 2008
Vorweg gesagt: Meine Begeisterung für Harry Potter hält sich auch in engen Grenzen, trotzdem ist es der Autorin gelungen, Jugendliche zum Lesen zu bringen, was übrigens die mit etlichen Millionen gepuschte Leseförderung nicht geschafft hat. Ähnliches gilt auch für Paolini, der den Roman "Eragorn" angeblich mit 15 geschrieben hat, was ich - ehrlich gesagt - stark anzweifele. Wie dem auch sei, ich kann gut nachvollziehen, dass viele den Roman ablehnen. Insbesondere hartgesottene Fantasy-Fans werden mit ihm - durchaus zu Recht - seine Probleme haben (vgl. dazu die anderen Rezensionen). Trotzdem: Paolini schafft es, Jugendliche (vor allem natürlich die Jungen) zum Lesen zu bringen. Und ich bin überzeugt, aus der Sicht eines Jugendlichen ist der Roman wirklich toll, denn er bietet alles, worauf es ankommt: einen perfekten Helden, eine klare Story, viel Action, schöne Freundschaftsgeschichten und ein bisschen Gefühl (natürlich nicht allzu viel davon;-)).

Fazit: Also Junx und Mädelz lest los. Vielleicht kommt ihr ja auf den Geschmack. Es gibt noch viele andere tolle Bücher, die es zu entdecken gilt, denn Paolini hat ziemlich viel "geklaut"...


Bel Canto Spectacular
Bel Canto Spectacular
Preis: EUR 12,97

16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine perfekte Produktion, aber mehr auch nicht..., 20. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Bel Canto Spectacular (Audio CD)
Auf dieser CD wendet sich der peruanische Superstar wieder dem Bel Canto-Dreigestirn Rossini, Bellini und Donizetti zu. Im Gegensatz zu den vorherigen Alben hat sich Florez jedoch weitere Prominez wie Ciofi, Netrebko, Domingo, Barcellona ins Boot geholt, mit denen er Duette singt.
Trotz dieser Starbesetzung hat mir die Platte insgesamt nicht gefallen. Dafür gibt es mehrere Gründe:
1. Florez ist ein wunderbarer Rossini-Sänger. Seine Koloraturfähigkeit ist seine Stärke - die Legato-Bögen eines Bellini liegen ihm weit weniger. Infolgedessen sind die Rossini-Stücke auch am besten gelungen, wenngleich Domingo im Höllenduett aus "Otello" ein inadäquater Partner ist. Ich würde deshalb Florez' Debüt-Album deutlich den Vorzug geben: Hier gibt es Rossini pur!
2. Auch wenn ich ein Fan von Spitzetönen bin, muss ich doch sagen, dass Florez es doch etwas übertreibt. In fast jeder Arie finden sich etliche Spitzentöne, die aber z.T. an unpassender Stelle "gebrüllt" werden.
3. Das Album ist merkwürdig steril. Eine perfekte, aalglatte Produktion ohne Emotion und Leidenschaft. Alles wird technisch perfekt gesungen, aber eben ohne wirklich zu berühren. Man hat das Gefühl, die Sänger spulen ihr Können einfach herunter. Kein Wunder, wenn man den Termindruck der Stars heutzutage betrachtet. Ich möchte nicht wissen, wie lange die Proben für diese Aufnahme gedauert haben...
4. Dies ist wirklich ein persönliches Argument und hat mit der CD eigentlich nichts zu tun: Da ich Florez schon in mehreren größeren Häusern gehört habe, weiß ich, dass seine Stimme in der Realität keinesfalls so durchsetzungsfähig ist, wie es die Studio-Aufnahmen suggerieren. Nur die Spitzentöne dringen wirklich durch (Gibt es deshalb so viele davon?) Ansonsten hat ein Domingo - der hier nicht gut abschneidet - ein Vielfaches an Volumen zu bieten.

Fazit: Ein emotionslose, aber perfekte Studioproduktion, die Fans von Florez sicherlich glücklich machen wird. Den hohen Standard der Vorgängerplatten (Rossini, Rubini) erreicht sie nicht.


Max Emanuel Cencic - Rossini Arien & Ouvertüren
Max Emanuel Cencic - Rossini Arien & Ouvertüren
Wird angeboten von hifi-max
Preis: EUR 10,35

6 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Experiment gescheitert..., 1. Juni 2008
Von dieser CD kann man zumindest als Rossini-Fan getrost die Finger lassen, für eingefleischte Fans von Countertenören - zu denen ich mich nicht zähle - mag sie hingegen zumindest interessant sein. Auf jeden Fall wird bei dieser Platte erneut deutlich, dass ein Countertenor kein adäquater Kastratenersatz ist - und Rossini kannte und schätzte richtige Kastraten, aber mit Sicherheit nicht ein Gesinge wie Cencic. Obwohl es sich um eine Studioproduktion mit relativ kleinem Orchester handelt, muss Cencic hörbar kämpfen (und ziemlich weit ans Mikro gerückt werden), um sich durchzusetzen. Gut - das gilt für Bartoli auch, aber sie klingt bei weitem weniger angestrengt und wesentlich klangschöner. Bereits bei dem hier vorliegenden Promotion-Video wird mehr als deutlich, dass Cencic der Rolle des Arsace nicht annähernd gewachsen ist. Die Simme hat einfach zu wenig Volumen und Substanz - und dies kann hier auch nicht - wie etwa bei Bartoli - durch Tontechniker kaschiert werden.
In der letzten Ausgabe des "Opernglas[es]" sagte Cencic, dass er eine mit der vorliegenden CD eine alternative Einspielung zu Horne, Larmore & Co abliefern wolle. Dies ist ihm aus meiner Sicht ziemlich missglückt; ich denke, jeder Rossinianer würde Sängerinnen wie Horne, Pizzolato, Larmore, Ganassi etc. deutlich den Vorzug geben.

Fazit: Eine gescheitertes Experiment. Interessanter Ansatz vielleicht, daher noch 2 Sterne, aber mehr brauchen wir davon wirklich nicht...


Arie Ritrovate
Arie Ritrovate
Preis: EUR 20,99

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Muss für Vivaldi-Fans!, 17. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Arie Ritrovate (Audio CD)
Die vorliegende CD enthält Arien, die Vivaldi als Alternativversionen für einzelne Aufführungen seiner Opern schrieb, denn es kam höchst selten vor, dass eine Oper zweimal in genau derselben Gestalt erklungen ist, da die Sänger nach für ihre Stimme maßgeschneiderten Arien verlangten. Es handelt sich also bei dieser CD-Produktion um eine reizvolle Reise in Vivaldis Arien-Welt. Allerdings sind einzelne der hier veröffentlichten Arien bereits in anderen Produktionen der Vivaldi-Edition enthalten. So ist beispielsweise die erste Arie dieses Recitals "Sarai qual padre mio" identisch mit der Damira-Arie "Vorrei vedeo anch'io" - gesungen von N. Stutzmann - aus "La verita in cimento". Nichtsdestotrotz ist diese CD ein Muss, was letztlich mit der Leistung von Sonia Prina zusammenhängt: Sie bewältigt die z.T. extrem verzierten Arien mit Bravour, weiß aber auch in den langsamen Stücken zu berühren. Ihr etwas eigentümliches Timbre ist sicherlich Geschmackssache, aber dadurch verfügt die Stimme über einen hohen Wiedererkennungswert. Ottavio Dantone holt zudem alles aus den Arien heraus: schnelle Tempi, akzentuiertes Dirigat - vielleicht manchmal ein wenig zu hektisch, aber keinesfalls vergleichbar mit dem "Gehämmere" eines Spinosis.

Fazit: Eine abwchslungsreiche Arien-Auswahl mit dem Besten, was Vivaldi zu bieten hat. Hinzu kommen eine tolle Interpretin und ein akzentuiertes Dirigat. Ein Muss für Vivaldi-Fans. Absolute Kaufempfehlung!


La Primavera
La Primavera

17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaubliche Virtuosität..., 16. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: La Primavera (Audio CD)
Lange habe ich auf das Erscheinen dieser Platte gewartet, denn die Kantaten von Kraus sollen - zumindest den Ankündigungen nach - nur deshalb nicht mehr aufgeführt werden, weil niemand in der Lage sei, sie zu singen. Dies ist sicherlich richtig, zumindest wenn man Kermes' Interpretation auf dieser CD als Maßstab heranzieht: Was sie hier technisch abliefert, übertrifft alle ihre bisherigen Aufnahmen noch bei weitem. Es ist schier unglaublicher Ziergesang zu hören: endlose Koloraturläufe über drei Oktaven, fulminante Spitzentöne (bis aufs as'''), ausgesungene Tiefen - und alles in einem Tempo, dass man seinen Ohren nicht zu trauen glaubt. Also ich denke, man kann ohne zu übertreiben sagen, dass die technische Leistung von Simone Kermes einmalig in der Geschichte der Stereo-Aufnahmen ist. Vielleicht hätten noch Sills (sie kam aber nur bis zum es''') und Pons eine ähnliche Leistung erbringen können, aber mehr fallen mir auch wirklich nicht ein. Selbst Diana Damrau kann mit ihrem fantastischen "Konkurrenzalbum" "Arie di Bravura" aus meiner Sicht technisch nicht an die Leistung von Kermes heranreichen.
Kurzum: Eigentlich müsste ich angesichts des vorliegenden Albums vor Begeisterung Luftsprünge machen, aber irgendwie ist mir danach auch nicht so recht zumute.

Woran könnte das liegen? Folgende Erklärungsansätze hätte ich anzubieten:
Vielleicht singt Kermes mit zu wenig Persönlichkeit, um wirklich zu berühren. Es klingt alles recht "mechanisch".
Möglicherweise sind die Kompositionen von Kraus auch doch nicht so gehaltvoll, wie dies im Booklet behauptet wird. Für viele Kritiker galten sie lange - zu Unrecht? - als reine Gesangsübungen und werden eben als solche dargeboten.
Am ehesten tendiere ich jedoch zu der These, dass Kermes unter "Problemlosigkeitsproblemen" leidet. Selbst bei den schwersten Läufen, den stratosphärischen Spitzentönen, den gewagtesten Staccati hört man fast überhaupt keine Anstrengung. Und die möchte ich hören, wenn das schwerste Repertoire überhaupt gesungen wird...

Fazit: Ich vermute, die CD wird sehr kontrovers diskutiert werden. Viele werden Damrau vermutlich den Vorzug geben. Trotzdem: Die CD ist ein absolutes Muss für jeden Stimmenliebhaber. Ich denke, es wird eine Aufnahme, die auch noch in etlichen Jahren - nicht nur in Fachkreisen - interessant sein wird. Daher: absolute Kaufempfehlung!!!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 14, 2009 6:52 PM CET


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