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Rezensionen verfasst von
Bajazet30 (Göttingen, Niedersachsen)

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Sacrificium "La scuola dei Castrati"
Sacrificium "La scuola dei Castrati"
Preis: EUR 6,99

33 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Brilliante Platte - aber bitte in der "Limited-Edition" kaufen..., 17. Juni 2010
Wer die zahlreichen Rezensionen zur Limited Edition dieser Scheibe liest (ASIN: B002GYGSXG), wird - völlig zu Recht - überwiegend hymnische Kritiken finden, denn das Album ist wirklich hervorragend.
Trotzdem würde ich unbedingt versuchen, eben jene Limited Edition zu erwerben, auch wenn diese teurer ist, und NICHT diese CD kaufen.
Dafür gibt es zwei Gründe:
1. Zum einen ist die Aufmachung der LE wesentlich edler: Es gibt ein sehr informatives und ansprechend gestaltetes Booklet mit einem 100-seitigen "Kastratenlexikon".
2. Noch wichtiger ist allerdings die Bonus-CD mit den folgenden drei Titeln, wobei vor allem der erste Track ein absolutes Highlight in der Bartoli-Diskographie darstellt.

1. Son qual nave [Arbace] from Act III of Artaserse (Broschi)
2. Ombra mai fu [Serse] from Act I of Serse (Händel)
3. Sposa, non mi conosci [Epitide] from Act III of Merope (Giacomelli)

Fazit:
Gute Platte, aber lieber die Limited Edition kaufen. Das Geld ist gut investiert!


Argippo
Argippo
Preis: EUR 30,36

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Keine gute Aufnahme, 13. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Argippo (Audio CD)
Bei der vorliegenden Aufnahme handelt es sich um einen Live-Mitschnitt aus dem Teatro Goldini (Venedig) von 2008. Die Musik zu "Argippo" - 1730 in Prag uraufgeführt - galt lange als verschollen, bis der tschechische Musikwissenschaftler Macek (der Dirigent dieser Aufführung) 2006 im Archiv der Familie Thurn und Taxis einige Arien aus "Argippo" wiederentdeckte. Er rekonstruierte mithilfe des Librettos die vorliegende Fassung, wobei die Rezitative neu geschrieben und bekannte Arien Vivaldis eingebaut wurden. Insgesamt eine durchaus spannende Angelegenheit. Leider ist das Einzige, was wirklich hundertprozentig überzeugt, Vivaldis Musik: Die Aufnahmequalität ist nämlich ziemlich schlecht. Neben störenden Hintergrundgeräuschen ist vor allem die fehlende räumliche Transparenz zu bemängeln. Man hat das Gefühl, die Oper sei in einem Wohnzimmer aufgeführt worden. Auch die Sänger - allesamt unbekannt und aus Osteuropa stammend - können nicht überzeugen: Neben einer problematischen Diktion sind alle Akteure mehr oder weniger überfordert mit den zum Teil hohen Anforderungen an die Arien. Schade, aber es gibt ja glücklicherweise noch die Vivaldi-Edition von Naive...

Fazit: Wundervolle Musik, aber eine wirklich schlechte Aufnahme. Keine Kaufempfehlung!


Rosso - Italienische Barockarien
Rosso - Italienische Barockarien
Preis: EUR 21,99

17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nett, nicht mehr, aber auch nicht weniger..., 13. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Rosso - Italienische Barockarien (Audio CD)
Das vorliegende Album der französischen Sopranistin Patricia Petibon ist solide, aber nicht begeisternd. Zunächst das Repertoire: Gut die Hälfte der Platte - wie sollte es auch anders sein - ist Händel gewidmet, wobei viele der üblichen "Gassenhauer" aus "Alcina", "Rinaldo", "Guilio Cesare" und "Ariodante" eingespielt wurden. Diese sind eigentlich mehr oder weniger entbehrlich, liegen doch alle Arien in besseren oder zumindest gleichwertigen Einspielungen vor.
Interessanter sind da schon die Stücke von Sartorio, Porpora, Scarlatti, Stradella und Marcello, die zumindest teilweise eine Repertoirebereicherung darstellen. Um die Leistung der Primadonna zu bewerten, möchte ich exemplarisch zwei Arien herausgreifen. Zunächst einmal Vivaldis Bravourarie "Siam navi all'onde algenti" aus L'Olimpiade". Diese zeigt die Problematik von Petibons Stimmführung auf: Petibon hat Schwierigkeiten mit den schweren Läufen dieser Arie, sie verengt hier die Stimme und singt die gebundenen Koloraturen recht leise, um sie bewältigen zu können. Hinzu kommt, dass die Stimme nicht optimal moduliert ist, was sich in einigen gequetschten Tönen im oberen Register erkennen lässt. Petibon versucht diese Defizite durch Staccati in den Dacapo-Teilen - durchaus effektvoll - zu kaschieren. Insgesamt kann sie aber technisch nicht mit Simone Kermes mithalten, welche die Arie - ebenfalls unter Marcon - eingespielt hat. Gelungen hingegen ist Petibons Einsatz der Bruststimme: Sie geht in der Auszierung der Schlusskadenz wirklich sehr weit runter (ähnlich übrigens wie Cangemi oder Kermes). Allerdings ist zu befürchten, dass diese Töne ebenso wie die Koloraturen bei einem Live-Auftritt kaum hörbar sein dürften, denn Petibon wird hier sehr weit ans Mikro gerückt.
Logische Konsequenz: Auf dem Album sind nur drei Bravourarien enthalten, der Rest besteht aus überwiegend ruhigeren Stücken. Und hier liegt eher die Stärke von Petibon. Sie hat eine schöne, klare Stimme und kann recht überzeugend die Emotionen der Figuren darstellen. Insbesondere das Lamento liegt ihr. Exemplarisch ist hier die frühbarocke Marcellos Arie "Come mai puoi" aus "Arianna" nennen: Hier klagt Petibon über den Verlust von Theseus, dass einem die Tränen kommen.
Das beste ist aber das Cover, welches typisch für das heutige Marketing der großen Labels ist. Hier wird weniger auf offenen Sex a la Netrebko/Garanca/de Niese gesetzt, sondern eher auf eine intellektuell-sinnliche Erotik, die sich an eine alternativ angehauchte Zielgruppe von Susan-Sarandon-Fans zu richten scheint. Soll durch das Cover vielleicht die Booklet postulierte Symbiose zwischen Sangeskunst und Schauspielerei unterstrichen werden?

Fazit: Alles in allem kein herausragendes Album. Ich empfehle ausgewählte Stücke (s.o.) herunterzuladen, die ganze Platte lohnt die Anschaffung jedenfalls nicht.


Armida Al Campo D'egitto
Armida Al Campo D'egitto
Preis: EUR 32,52

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Muss mit minimalen Wermutstropfen..., 8. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Armida Al Campo D'egitto (Audio CD)
An Armida-Opern besteht kein Mangel - auch Antonio Vivaldi konnte den Reizen dieser Zauberin nicht widerstehen. "Armida al campo d'Egitto" wurde 1718 beim Karneval in Venedig uraufgeführt. Allerdings weicht die Story dieser Armida durchaus von der üblichen Rinaldo-Armida-Auseinandersetzung ab. Ich will hier aber nicht weiter auf die Handlung eingehen, da Armidas Hinterlist und intrigante Verwicklungen, ihre Lügen und das Heucheln von Leidenschaft nicht leicht nachzuvollziehen sind - zumal es wie immer bei Naive keine deutsche Übersetzung im Booklet gibt. Die ganze Geschichte ist aber einigermaßen wirr und gezaubert wird leider auch nicht.

Von "Armida al campo d'Egitto" sind nur der erste und dritte Akte überliefert, der zweite wurde von Alessandrini - wie ich finde sehr gelungen - rekonstruiert. Trotzdem kann Armida im Vergleich mit der Vorgängeroper der Edition "La fida ninfa" nicht ganz bestehen, was mehrere Ursachen hat.
Zum einen ist die Orchesterbesetzung stark streicherlastig und ansonsten recht sparsam ausgefallen. Die Musik strahlt zwar den Genius des "roten Priesters" aus, so richtige Highlights finden sich aber erst im dritten Akt.
Zum anderen habe ich beim Hören längere Arien vermisst, kaum eine ist über vier Minuten lang - was sehr bedauerlich ist. Dies führt einerseits im ersten Akt zu einer etwas starken Rezitativlastigkeit und andererseits bei den schönen ruhigen Arien dazu, dass die Stücke zu Ende sind, wenn man sich gerade hineingehört hat.

Die Umsetzung der "Armida" durch das Concerto Italiano unter Rinaldo Alessandrini ist dabei natürlich über jede Kritik erhaben. Dass Alessandrini durchweg über gute und stilsichere Sängerinnen und Sängern verfügt, versteht sich von selbst, wenngleich die Besetzung nicht ganz so luxuriös ausfällt wie noch bei der "Ninfa". An der Spitze des Ensembles steht allerdings eine fulminante Sara Mingardo als Armida, die hier endlich mal wieder eine Hauptrolle singen darf.

Fazit:
Trotz der genannten Einschränkungen ein absolutes Muss für Vivaldi-Fans - aber vielleicht nicht als Einsteiger in Vivaldis Opernwerk geeignet. 4,5 Sterne...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 20, 2011 4:01 PM MEST


Sigismondo
Sigismondo
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 69,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartige Aufnahme - ein Muss für Rossini-Fans, 31. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Sigismondo (Audio CD)
Die vorliegende Einspielung von Rossinis wenig bekannter Oper "Sigismondo" ist uneingeschränkt empfehlenswert. Und dies liegt nicht nur an Sonia Ganassi in der Titelrolle, die einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis stellt, dass sie zu den besten Rossini-Mezzos der Welt gehört: tolle Höhe, gute Tiefe, flüssige Läufe und keinerlei Schwierigkeiten mit den virtuosen Koloraturen.
Überraschender ist die Leistung des übrigen Ensembles: Der recht unbekannte Tenor Bruno Lazzaretti meistert die höllisch schweren Koloraturen mühelos - ja, geradezu bravourös und man fühlt sich in puncto Virtuosität sogar an die besten Rossini-Tenöre unserer Tage erinnert. Dabei erschien diese Aufnahme bereits 1992.
Auch die Sopranistin Rossella Ragatzu brilliert in der nicht eben leichten Partie der Aldimira.
Neben der fulminanten Ensembleleistung ist auch die Musik vom Feinsten: 1814 wurde "Sigismondo" in Venedig uraufgeführt - und war ein Flop. Deshalb verschwand die Oper wohl auch sehr rasch wieder in der Versenkung. Dies aber zu Unrecht: Dass Rossini viele Stücke der Oper schätzte, wird u.a. darin deutlich, dass er für spätere Opern zahlreiche Adaptionen aus "Sigismondo" vornahm. Dies führt dazu, dass dem Hörer einige Passagen und Arien durchaus bekannt vorkommen.
Der ausgewiesene Belcanto-Kenner Richard Bonynge ist sicherlich maßgeblich für die fulminante Ensembleleistung verantwortlich und sorgt darüber hinaus noch dafür, dass selbst ein recht provinzielles Orchester auf Weltniveau spielt.

Fazit: Eine tolle Oper mit einem überragenden Ensemble. Eine absolute Kaufempfehlung und ein kleiner Geheimtipp - nicht nur für Rossini-Fans...


Sigismondo (Ga)
Sigismondo (Ga)
Preis: EUR 27,74

5.0 von 5 Sternen Großartige Aufnahme - ein Muss für Rossini-Fans, 31. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Sigismondo (Ga) (Audio CD)
Die vorliegende Einspielung von Rossinis wenig bekannter Oper "Sigismondo" ist uneingeschränkt empfehlenswert. Und dies liegt nicht nur an Sonia Ganassi in der Titelrolle, die einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis stellt, dass sie zu den besten Rossini-Mezzos der Welt gehört: tolle Höhe, gute Tiefe, flüssige Läufe und keinerlei Schwierigkeiten mit den virtuosen Koloraturen.
Überraschender ist die Leistung des übrigen Ensembles: Der recht unbekannte Tenor Bruno Lazzaretti meistert die höllisch schweren Koloraturen mühelos - ja, geradezu bravourös und man fühlt sich in puncto Virtuosität sogar an die besten Rossini-Tenöre unserer Tage erinnert. Dabei erschien diese Aufnahme bereits 1992.
Auch die Sopranistin Rossella Ragatzu brilliert in der nicht eben leichten Partie der Aldimira.
Neben der fulminanten Ensembleleistung ist auch die Musik vom Feinsten: 1814 wurde "Sigismondo" in Venedig uraufgeführt - und war ein Flop. Deshalb verschwand die Oper wohl auch sehr rasch wieder in der Versenkung. Dies aber zu Unrecht: Dass Rossini viele Stücke der Oper schätzte, wird u.a. darin deutlich, dass er für spätere Opern zahlreiche Adaptionen aus "Sigismondo" vornahm. Dies führt dazu, dass dem Hörer einige Passagen und Arien durchaus bekannt vorkommen.
Der ausgewiesene Belcanto-Kenner Richard Bonynge ist sicherlich maßgeblich für die fulminante Ensembleleistung verantwortlich und sorgt darüber hinaus noch dafür, dass selbst ein recht provinzielles Orchester auf Weltniveau spielt.

Fazit: Eine tolle Oper mit einem überragenden Ensemble. Eine absolute Kaufempfehlung und ein kleiner Geheimtipp - nicht nur für Rossini-Fans...


Gian Francesco de Majo: Alessandro nell'Indie [Gesamtaufnahme]
Gian Francesco de Majo: Alessandro nell'Indie [Gesamtaufnahme]
Preis: EUR 37,38

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolle frühklassische Oper in einer leider nur mäßigen Einspielung, 28. März 2010
Majo gehörte mit Piccinni, Gluck und Traetta zu den italienischen Opernreformern der 1760er-Jahre. Sein "Alessandro" wurde 1766 in Mannheim uraufgeführt und dort im Mai 2008 erstmals wieder gespielt. Jetzt sind die überlieferten Musiknummern - die Rezitative sind verloren - in einer Studioproduktion mit Ensemble und Orchester des Mannheimer Nationaltheaters unter der Leitung von Tito Ceccherini zu hören.
Die Oper ist dabei im typisch frühklassischen Stil komponiert: Neben glänzenden Dacapo-Arien im virtuosen Stil gibt es einschmeichelnde Melodien sowie einige formale Experimente, die immer wieder die Konventionen der Opera-Seria aufbrechen. Alles in allem also die besten Voraussetzungen für eine perfekte CD-Einspielung.

Leider wird aber das Mannheimer Ensemble, allen voran Marie-Belle Sandis in der Soprankastratenpartie des indischen Königs Poro und Cornelia Ptassek in der für die kurfürstliche Primadonna Dorothea Wendling geschriebenen Rolle der Cleofide, den Anforderungen dieser Musik nur bedingt gerecht.
Vor allem Sandis hat einige Schwierigkeiten, die mit Koloraturen und endlosen Läufen gespickten Arien zu bewältigen. Auch Ptassek wirkt mit dem melodiös-galanten Tonfall ihrer keineswegs leichteren Arien ein wenig überfordert. Den Tiefpunkt markiert Iris Kupke, die als Erisena am meisten mit den vokalen Anforderungen ihrer Partie zu kämpfen hat.

Insgesamt eine lohnende Ausgrabung. Allerdings hätte man sich hier doch des Öfteren eine Kermes, Ciofi oder Piau auf der Besetzungsliste gewünscht. Das Mannheimer Ensemble ist mit den enormen Anforderungen dieser hochvirtuosen Musik dann doch ein wenig überfordert. Schade...


Il Crociato in Egitto - Die Kreuzfahrer in Ägypten
Il Crociato in Egitto - Die Kreuzfahrer in Ägypten
Preis: EUR 22,95

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Aufnahme mit einem Wermutstropfen, 10. März 2010
Ingesamt ist diese Rarität von Meyerbeer durchaus empfehlenswert: Es handelt sich um einen Live-Mitschnitt aus dem Teatro La Fenice (Venedig) von 2007; die Inszenierung ist bereits bei Dynamic auf DVD erhältlich gewesen und wurde nun von Naxos auf CD gepresst.
Star der Aufnahme ist ohne Zweifel Patrizia Ciofi, welche die anspruchsvolle Rolle der Palmide exemplarisch interpretiert. Auch Marco Vinco sowie die beiden Mezzo-Sopranistinnen Laura Polverelli und Silvia Pasini meistern ihre Rollen achtunggebietend, auch der "Rest" ist in Ordnung. Wermutstropfen ist die Besetzung der männlichen Hauptrolle: Die Rolle des Armando D'Orville zählt zu den letzten großen Rollen, die für einen Kastraten geschrieben worden ist. Deshalb hat man sich bei dieser Aufnahme wohl auch dazu entschieden, einen Countertenor bzw. Sopranisten einzusetzen - meines Erachtens eine Fehlentscheidung. Der Amerikaner Michael Maniaci scheint zwar ein recht großes Stimmvolumen zu besitzen, allerdings brüllt er sich passagenweise mehr durch die Rolle, als dass er singt. Zudem schleichen sich immer wieder einige schiefe Töne ein, Koloraturen werden unsauber gesungen und die Idiomatik ist grenzwertig. Auch der zurückhaltende Applaus macht deutlich, dass das Publikum offensichtlich Schwierigkeiten mit Maniaci hatte. Hier ist sicherlich Diana Montague bei Opera Rara der Vorzug zu geben.
Emmanuel Villaume dirigiert recht zügig das glänzend aufgelegte Orchester del Teatro La Fenice.

Insgesamt also eine gute Aufnahme, die editorisch und künstlerisch sicherlich nicht ganz an die 4-CD-Konkurrenz von Opera Rara hereinreicht. Dafür kostet sie allerdings auch nur einen Bruchteil von dieser.


Maria Stuarda (2 CD Box)
Maria Stuarda (2 CD Box)
Preis: EUR 15,95

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Entbehrliche Aufnahme..., 6. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Maria Stuarda (2 CD Box) (Audio CD)
Bei Naxos gibt es - trotz des geringen Preises - immer wieder wahre Schätze zu entdecken wie etwa Rossinis "La donna del lago" oder die "La Cenerentola". Diese Aufnahme - ein Live-Mitschnitt aus Macerata von 2007 - gehört aber definitiv nicht dazu. Eigentlich sind alle Sänger mit ihren Rollen mehr oder weniger überfordert, insbesondere Maria Pia Piscitelli, welche die anspruchsvolle und lange Partie der Maria singt. Trotz einiger schöner Momente ist sie über weite Strecken weder klangschön noch beherrscht sie technisch anspruchsvolle Rolle der Maria durchgehend: Die Koloraturen sind teilweise geleiert, die Spitzentöne - sofern vorhanden - forciert und die Stimmführung häufig angestrengt. Hier gibt es etliche Sängerinnen, die eine bessere Leistung abliefern - egal, ob nun Sills, Sutherland oder Gruberova. Auch Polverelli klingt ziemlich angestrengt und bisweilen quäkig. Ferner besitzt ihre Stimme nicht das charakteristische Timbre, welches zur eifersüchtigen Königin passt. Maria und Elisabeth klingen hier einfach zu ähnlich...
Noch verhältnismäßig wacker schlägt sich der (relativ unbekannte) Tenor De Biasio, dessen Rolle als Leicester allerdings neben den beiden Protagonistinnen verblasst.
Das Dirigat und die Klangqualität sind in Ordnung. Dennoch: Es gibt so viele bessere Einspielungen der "Maria Stuarda", sodass auf die vorliegende getrost verzichtet werden kann.

Fazit:
Trotz des günstigen Preises lohnt die Anschaffung nicht. Lieber zu den Klassikern mit den wirklich großen Stars greifen.


Armida-Sony Opera House
Armida-Sony Opera House
Preis: EUR 18,63

18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neuauflage eines Klassikers zu einem Spottpreis..., 17. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Armida-Sony Opera House (Audio CD)
In der Rolle der Armida feierte Renee Fleming 1993 ihren großen Durchbruch - und das zu Recht. Was die amerikanische Sopranistin auf diesem Live-Mitschnitt aus Pesaro abliefert, ist schlichtweg phänomenal: Atemberaubend schwere Koloraturen - gesungen mit einer großen, dramatischen Stimme und einer makellosen Technik. Insbesondere aber die Tiefe ist beeindruckend - darin übertrumpft Fleming sogar die meisten Mezzo-Soprane. Kurzum: Sie ist für mich die perfekte Armida, die sogar den Vergleich mit einer Callas nicht zu scheuen braucht (obwohl diese natürlich noch ein paar hohe "es" effektvoll einstreut...). Der Vorteil gegenüber der Callas-Aufnahme besteht vor allem darin, dass die vorliegende Einspielung kaum Striche aufweist und vor allem in der übrigen Besetzung überzeugt: In Armida finden sich fünf (!) anspruchsvolle Tenorrollen, die hier mit Gregory Kunde an der Spitze gut bis sehr gut disponiert sind. Selbst die kleine Rolle des Idraote ist mit Ildebrando D'Arcangelo überaus luxeriös besetzt.
Eigentlich ist es kaum zu glauben gewesen, dass eine solche CD überhaupt aus dem Katalog verschwinden konnte - und daher mussten Fans lange Zeit exorbitante Preise für diese Aufnahme zahlen.
Nun gibt es endlich eine Wiederausgabe - und das zu einem unschlagbaren Preis. Rossini-Fans, welche die Armida noch nicht besitzen, sollten hier unbedingt zugreifen.

Fazit:
Ein Klassiker in der Rossini-Diskographie und das zu einem sensationellen Preis! Absolute Kaufempfehlung!


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