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Rezensionen verfasst von
Warwick (Unna)

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Kalahari L-12 Kaama Leder Kameratasche braun
Kalahari L-12 Kaama Leder Kameratasche braun

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wundervolle Kameratasche, 9. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe mir diese Tasche für meine X20 gekauft. Die X20 lässt sich inkl. aufgesetzter Sonnenblende, Schutzkappe und UV-Filter darin verstauen, zusätzlich ist noch platz für das Ladegerät, Kabel, Objektivdeckel, Ersatzakku und sicherlich noch für 4 andere Filter.

Die Tasche sieht einfach klasse aus - Gebrauchsspuren durch die Benutzung verleihen dem Leder einen noch charakteristischeren und individuelleren Look. Kamera und Zubehör sind wirklich gut geschützt, in meinem letzten Urlaub musste meine nagelneue Tasche eine ordentliche Portion Gulaschsuppe über sich ergehen lassen. Nachdem ich schon Panik hatte, dass meine neue Tasche hin ist, ließ sich alles leicht mit einem feuchten Lappen vom Leder entfernen, lediglich bei den Stoffteilen am Gurt und Reißverschluss musste ich etwas mehr nachhelfen.

Zur Pflege reicht ein einfaches Pflegeöl für Öl- und Fettleder - es reicht aber wenn man die Tasche damit auf die nassere Jahreszeit einmal vorbereitet und je nach Nutzung vielleicht noch einmal bei starker Beanspruchung nachbehandeln.

Ich kann die Tasche wärmstens empfehlen: ein echtes Schmuckstück, das bei Benutzung noch mehr aufblüht. Ich hab mich sofort in diese Tasche "verliebt".


Panasonic TX-L47ETW60 119 cm (47 Zoll) 3D LED-Backlight-Fernseher (Full HD, 600Hz bls, DVB-S/T/C, Smart TV, WLAN, USB) silber
Panasonic TX-L47ETW60 119 cm (47 Zoll) 3D LED-Backlight-Fernseher (Full HD, 600Hz bls, DVB-S/T/C, Smart TV, WLAN, USB) silber
Wird angeboten von Mediadeal
Preis: EUR 1.079,00

113 von 125 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vielseitiger 3D-Edge-LED TV mit tollem Bild, 30. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Panasonic 47" ETW60 löst meinen 42" XV 635 Toshiba LCD ab. Ich hatte schon länger Interesse an einem etwas größeren Fernseher, der auch 3D-fähig ist - Shutterbrillen waren für mich allerdings ein No-Go und da ich mit Panasonic immer gute Erfahrungen gemacht habe, habe ich jetzt hier zugegriffen.

Ersteindruck:
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Das schmale und schlichte Design (sehr flach und sehr dezenter Alu-Rahmen) haben mich direkt beim Aufstellen begeistert. Der 47" wirkt trotz größerer Bilddiagonale viel kleiner als mein alter 42"-Toshiba. Der Panasonic wirkt dezenter und ist in unserem kleinen Wohnzimmer daher bestens aufgehoben. Der Standfuß besteht nicht aus gebürstetem Alu, hier liegt lediglich eine silber lackierte Plastikverschalung vor. Mich stört es nicht, der Fernseher steht stabil und sicher und die Materialunterschiede fallen wirklich nur beim Anfassen auf.
Mein erster Schreck: der Panasonic kommt mit einem sehr spiegelnden Display daher, mein altes Toshiba-Display war hingegen matt. Da sich gegenüber und rechts vom Fernseher jeweils ein Fenster befindet, war ich erstmal schon besorgt - nach ein paar Tagen Nutzung kann ich sagen: ja, der Spiegeleffekt ist da, ich muss meine helleren Vorhänge etwas abdunkeln, wenn ich mittags/nachmittags bei gutem Wetter fernsehen möchte. Im Endeffekt stört mich der Spiegeleffekt allerdings weniger als befürchtet, was auch daran liegt, dass das Display eine hervorragende Leuchtkraft besitzt.
Zweiter "Schreck" - auf den ich aber vorbereitet war: nur 3 HDMI-Anschlüsse! Das ist einfach zu wenig. Da hilft nur eine HDMI-Weiche oder umstöpseln weiter. Da ich BP, Xbox360, PS3 und IP-TV-Gerät nutze, fehlt mir einfach der vierte HDMI-Anschluss. Aber das wusste ich bereits vor dem Kauf und hab es quasi in Kauf genommen.
Der Aufbau ging fix von der Hand, da ich die integrierten Tuner nicht nutze, entfiel auch der Sendersuchlauf für mich. Das fertig aufgestellte Gerät macht jedenfalls optisch durch sein dezentes und zeitloses Design einiges her.

Bildqualität:
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In Kombination mit meinem Panasonic-BP habe ich erstmal den Hobbit in 2D und 3D gestestet, Avatar 3D, Der Herr der Ringe 2D und ein ganzes Wochende lang die fünfte Staffel von Dexter. Brilliantes Bild, durch den 24p Smooth-Modus auf hoch erhalten durch flüssigere Bewegungen sogar 2D-Bilder eine tolle Plastizität - trotzdem ist der 24p-Smooth-Modus auf hoch nicht immer zu empfehlen, denn es können sich um schnell bewegende Objekte/Personen herum Artefakte bilden. Man sollte dann diesen Modus etwas runterfahren oder ganz ausschalten. Trotzdem: die Begeisterung überwiegt. Ich habe nicht mal großartig Bildeinstellungen vorgenommen (und man kann hier wirklich viel einstellen), nur den Umgebungslichtsensor habe ich deaktiviert, ansonsten hat mir das "normale" Bild schon richtig gut gefallen. Das 3D-Bild beim Hobbit und Avatar hat mir sehr gut gefallen. Ich habe bisher nur wenige Filme in 3D gesehen, mir fehlen daher ausführliche Erfahrungswerte und kann hier sicher keine semi-professionelle Meinung abgeben, aber im Vergleich zur Kinoversion vom Hobbit 3D konnten mich die 3D-Effekte auf dem Panasonic ähnlich begeistern, auch wenn natürlich die 48p-3D-Fassung vom Hobbit im modernen Kino nicht mit dem Panasonic 3D-Bild vergleichbar sind - aus verschiedensten Gründen.

Nach dem Blu-Ray-Test kamen PS3 und Xbox360 an die Reihe. Im Ladebildschirm von God of War: Ascension (ziemliche große schwarze Bildflächen) fällt die Edge-LED-Ausleuchtung auf. Wenn in der unteren rechte Ecke auf schwarzem Hintergrund ein Ladesymbol dargestellt wird, dann werden auch die LEDs in der linken unteren Ecke aktiv - das fällt aber nur dann wirklich auf, wenn ein dunkles Bild mit wenigen hellen Objekten dargestellt wird. Wenn man sehr pingelig ist, dann kann dies in seltenen Fällen störend auffallen. Ich komme gut damit klar, das Bild ist für diese Preisklasse trotzdem eine Wucht - ich habe schon einen riesen Spaß dabei, einfach mal wieder alle möglichen Spiele auf dem Panasonic zu testen. Im 3D-Modus konnten mich aber bisher nur Uncharted 3 und Gears of War 3 richtig überzeugen, aber 3D in Spielen scheint grad eh wieder einen Abwärtstrend zu haben. Also: auch beim Videospielen macht der Panasonic eine tolle Figur. Mir sind keine Schlieren aufgefallen und selbst schnelles Spielgeschehen glänzt knackescharf auf dem ETW60.

Tonqualität:
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Ich habe immer viel schlechtes über den Sound der flachen TVs gelesen (mein Toshiba war ja noch recht "dick" für einen FlatTV). Eines ist klar: für einen wuchtigen Filmeabend zuhause reicht die Lautsprecherbestückung des ETW60 nicht aus, hier plane ich die Anschaffung eines Soundprojektors, wobei es auch über meine Stereoanlage toll klingt. Für den täglichen Serien- oder Nachrichtenbedarf am TV reichen die Lautsprecher aber locker aus. HiFi-Ohrenkino sollte hier aber natürlich niemand erwarten - dafür gibt es eben entsprechende Produkte wie Soundbars, Surroundanlagen, etc.

Sonstiges:
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Ach ja, der ETW60 ist ja ein SmartTV. Vielleicht stellt sich irgendwann mal heraus, dass ich die ein oder andere App auf dem Panasonic intensiver nutze. Bisher schien mir die Tagesschau-App oder Youtube mal ganz sinnvoll zu sein. Diverse Mediatheken ebenso. Aber mir wäre ein vierter HDMI-Anschluss 10x lieber gewesen als die ganzen Onlinefunktionen, denn mein BP-Player, Xbox und PS3 haben alle schon diverse Online- und App-Funktionen, letztendlich nutze ich diese aber alle nur rudimentär oder gar nicht.

Fazit:
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Toller, vielseitiger Fernseher mit tollem Bild und vielen Funktionen und übersichtlichen, logischen Menüs. Sowohl für den Film-/Serienabend wie auch für Videospiele ein echtes Upgrade gegenüber des Toshiba (der mir jetzt aber knapp 4 Jahre lang sehr gute Dienste erwiesen hat). Und mit den Polfilterbrillen macht mir auch 3D endlich zuhause Spaß. Man kann durchaus warten, bis der Fernseher 200 EUR günstiger wird, ich habe den Kauf zum jetzigen Preis aber nicht bereut und freue mich auch über die dezente und zeitlose Optik. Ich freue mich jetzt schon darauf, meine Lieblingsfilme, Spiele und Serien der letzten Jahre auf dem ETW60 in Ruhe auszukosten und zu genießen.
Kommentar Kommentare (13) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 6, 2014 1:54 PM CET


Resident Evil 6 (uncut) - [PlayStation 3]
Resident Evil 6 (uncut) - [PlayStation 3]
Wird angeboten von gameadise
Preis: EUR 18,38

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nur für Fans, die nichts aus dem RE-Universum verpassen wollen., 7. November 2012
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Ich bin enttäuscht vom sechsten Teil der Resident Evil-Reihe.

Resident Evil 6 bietet ohne jede Frage eine Menge Spielzeit. Während die Spieler sich über zu kurze Kampagnen (wie aktuell in Halo 4) beschweren, bietet RE6 zweifelsfrei außerordentlich viel Spielzeit. Doch was nützen mir rund 30 Stunden Spielzeit, wenn diese nicht ausreichend mit befriedigendem Inhalt gefüllt sind?

Die Grundidee, eine Story aus drei (bzw. vier) Blickwinkeln zu erzählen, ist klasse. Wenn die Story aber schon für einen Durchgang zu flach und belanglos ist, wieso sollte man sich dies dann noch zwei bis dreimal antun; insbesondere dann, wenn viele wichtige Storyinformationen nicht im eigentlichen Spiel stattfinden, sondern durch erspielbare Textabschnitte durch das Abschiessen von versteckten Medaillen erzählt werden? Ich könnte selbst noch über eine belanglose Story hinwegsehen, wenn mich die Charaktere fesseln würden. Aber das tun sie nicht, denn die Charaktere sind allesamt kitschig und klischeebehaftet. Ihre Motivationen sind entweder nicht zu erkennen oder schlagen wie im Falle von Chris mit dem Holzhammer auf den Spieler ein. Wo ist der "charmante" Leon aus RE4 geblieben? RE4 war auch sicherlich keine Charakterstudie, aber es gibt so einige Sprüche und Dialoge, die einfach Spaß gemacht haben. Davon in RE6 keine Spur. Mir sind so ziemlich alle Charaktere total egal.

Also: Story ist belanglos, die Charaktere ebenso. Auch damit könnte ich bei einem Actionspiel leben, wenn das Gameplay stimmen würde. Beispiel: bei Gears of War 3; auch hier gibt es weder eine außerordentliche Story, noch wirklich intensive Charaktere - aber das Gameplay und die Steuerung sind poliert, es entsteht ein richtiger "Flow" wenn man von Deckung zu Deckung hechtet, fleissig Kopfschüsse verteilt und die Nachladepunkte der Waffen erwischt. Da fühlt sich alles richtig an, auch wenns nur simples Duck`n`Cover ist. Ich erwähne GoW hier nicht einfach so, denn in vielerlei Hinsicht will RE6 auch so eine Art GoW sein - das neue Deckungssystem zeigt schon, wo die Reise hingehen soll. Dummerweise macht RE6 hier so ziemlich alles falsch. Die Steuerung ist wenig präzise und sorgt durch die teils sture Kamera für viele Frustmomente. Wenn man sich schnell umdrehen will, kann es durchaus passieren, dass der Charakter dies zwar tut, aber die Kamera dieser Bewegung nicht folgt (X + Analogstick nach unten), so dass man die Kamera manuell drehen muss, was das schnelle Umdrehen total überflüssig macht. Schnell hinter eine Deckung springen ist ebenfalls nicht drin. Nicht nur, dass die Deckung generell zu umständlich ist, an vielen Stellen und insbesondere wenn es hektisch wird funktioniert das ganze System nicht richtig, so dass man lieber in Bewegung bleibt und es möglichst vermeidet, das Deckungssystem zu nutzen. Immerhin kann man ja jetzt beim Laufen schießen.

Hinzu kommt: die Waffenmenüs sind zu klein, einige Waffen sind falsch übersetzt. Anstatt die Waffen direkt auf Quickslots zu legen, schaltet man sich mit dem Digitalkreuz horizontal durchs Waffenarsenal und vertikal durchs Zubehör (MedSpray, Granaten). Da die Symbole auch beim Zubehör so klein sind, kann es in der Hektik schonmal passieren, das man sich aus Versehen ein MedSpray gibt und sinnloserweise verbraucht anstatt die Handgranate zu werfen. Das Spiel wird bei sämtlichen Menüzugriffen nicht mehr pausiert - ist man online angemeldet kann man nichtmal das Spiel anhalten. Wozu muss man überhaupt noch noch die Kräuter mischen? Damit es noch irgendetwas von Resident Evil hat? Capcom schmeisst so ziemlich alle Stärken der Vorgänger über Bord, aber die Heilkräuter (gibt nur noch grüne und rote) muss man sich dann ohne Pausenfunktion in der Hektik eines Kampfes zusammenmischen. Hektik ist dann eigentlich das beste Stichwort: RE6 ist hektisch, es gönnt dem Spieler kaum Ruhephasen und konfrontiert den Spieler dazu mit ständigem Munitionsmangel. Der Munitionsmangel war früher ein wichtiger Bestandteil der RE-Spiele und trug zur Gesamtspannung bei. In RE6 wirkt der Munitionsmangel kontraproduktiv, denn er verhindert, dass RE6 als Actionspiel einen "Flow" erzeugt; ständig muss man die Waffen über ein zu kleines Menü wechseln. Im Split-Screen Koop-Modus kann man dann fast nichts mehr erkennen, zusätzlich sind Fadenkreuz und Laserpointer zu klein - dabei hätte man ja noch denken können: ach, wenigstens der Koop-Modus reisst das Spiel noch rum. Zumindest im Splitscreen ist das nicht der Fall.

RE6 fehlt es an einem klaren Konzept. Der Entwickler weiss nicht, was er mit RE machen soll - nur, dass es irgendwie mehr Action braucht, denn Action verkauft sich bekanntlich gut. Nichts an RE6 ist jetzt wirklich schlecht, aber auch nichts wirklich gut. Dieses Spiel ist mittelmäßig, unpoliert, undurchdacht ... und eigentlich total unwichtig. Man verpasst nichts, wenn man RE6 links liegen lässt. Wer unbedingt etwas zum Spielen braucht und wer dazu noch ein großer RE-Freund ist, der kann hier irgendwann mal zum Budget-Preis zufgreifen und hat wenigstens viel Spiel für sein Geld bekommen. Wer viel Spaß für sein Geld will, der kann lieber nochmal bei Resident Evil 4 HD zugreifen. Da ist zwar die Grafik nicht mehr taufrisch, aber man verbringt dann immerhin rund 25 Stunden in einem wirklich gut designten Spiel.


The Legend of Zelda: Skyward Sword - Special Edition (inkl. Orchestra CD)
The Legend of Zelda: Skyward Sword - Special Edition (inkl. Orchestra CD)
Wird angeboten von EX-Trade (Preise inkl.Mwst.,Impressum, AGB finden Sie unter Verkäufer-Hilfe)
Preis: EUR 59,95

22 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Über den Wolken ... gibt es keine Freiheit., 15. Dezember 2011
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Ich spiele die Zelda-Spiele seit dem SNES-Titel "A Link to the Past" und habe alle Zelda-Spiele für die stationären Konsolen gespielt (und auch die ein oder andere Handheld-Version). Ich verbinde viele Erinnerungen mit dieser Serie und habe die Spiele immer geliebt. Bei Skyward Sword habe ich allerdings das erste Mal das Gefühl, dass ich aus dieser Spielserie "herausgewachsen" bin - und das ist schon irgendwie schade.

Das liegt in erster Linie wohl an der Pastell-Optik. Sicherlich, der Grafikstil mag (trotz technischer Schwächen) in sich stimmig sein, mir ist der Stil aber etwas zu bunt und "überzuckert". Leider ist die Grafik (die natürlich ganz klar Geschmackssache ist) nicht mein einziger Kritikpunkt. Mir gefällt die Steuerung nicht gut. Es gibt oft Probleme mit der Kalibrierung von MotionPlus, ich muss sogar teilweise richtigen Steuerungsbugs berichten; so habe ich neulich das Problem gehabt, dass ich einen Gegner anvisiert und umkreist habe und meine Spielfigur plötzlich automatisch immer weiter im Kreis gelaufen ist obwohl ich keine Eingabe mehr vorgenommen habe. Das ließ sich durch das Ab- und wieder Anstöpseln des Nunchuk zwar beheben, trotzdem bin ich das bei den sonst doch sehr polierten Nintendo-Titeln nicht gewohnt. Von solchen Ausnahmefehlern mal abgesehen empfinde in die MotionPlus-Steuerung in vielen Bereich eher als Qual und nicht als Feature. Wenn die Gegner ihre Deckung benutzen und ich versuche auf die ungedeckte Seite zu schlagen wird dies komischerweise oft trotzdem geblockt - hier kann durchaus mal wieder ein Fehlkalibrierung dran schuld sein. Zu oft habe ich das Gefühl, das Schwert nicht richtig zu kontrollieren - und wenn ich einen richtigen Treffer gelandet habe, reicht bei vielen Gegner einfach gnadenloses Fuchteln mit der Fernbedienung, um den Gegner auszuschalten. Das angedachte rudimentäre, taktische Schwertkampf wird hier zur Farce. Klar, stellenweise merkt man, dass sich die Schlagrichtung mit der Fernbedienung ziemlich direkt auf das Spiel auswirkt - aber ganz ehrlich: ich finde es mittlerweile sehr ermüdend immer fuchtelnd vorm Fernseher sitzen zu müssen und habe mir sehr oft eine klassische Controllersteuerung zurückgewünscht.

Die "Über den Wolken"-Thematik ist sicherlich ein sehr interessanter Ansatz, allerdings kann die Umsetzung mich nicht so richtig überzeugen. "Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein" - so sang einst ein deutscher Liedermacher. Diese Grenzenlosigkeit transportiert Skyward Sword allerdings nicht, ganz im Gegenteil: noch nie habe ich mich in einem Zelda-Spiel so eingeengt gefühlt. Die Wolkenwelt besteht nur aus dem Wolkenhort (der "Hauptstadt"), versprengten Miniluftinseln und den Wolkenlöchern, die als Zugang für die Erdwelt und somit den Dungeons dienen. Wie schön wäre es gewesen, selber mit seinem Vogel durch die Wolkendecke stoßen zu können und über fantasievolle Landschaften zu gleiten. Hier wird aber wohl die veraltete Technik der Wii dem Spiel selber zum Verhängnis und schon wirkt alles sehr statisch, konstruiert und eingeengt. Natürlich braucht ein wirklich gutes Spiel keine Highend-Konsole - aber Skyward Sword hätte ohne Zweifel von einer stärkeren Technik profitiert, und damit meine ich nicht nur die Grafik.

Nicht falsch verstehen: ich würde meinen Kindern dieses Spiel sofort kaufen, denn (mal abgesehen von den Steuerungsmacken) Zelda bleibt vom Spiel- und Leveldesign und gutes und kluges Spiel. Es fordert Geschick und Köpfchen - das schaffen aktuell nicht viele Spiele. Grade die Rätsel in den Dungeons sind toll und bieten eine gute Lernkurve und einen guten Kontrast zu all den Spielen, in denen Rätsel einfach nur daraus bestehen einen Schalter zu drücken, der bereits kilometerweit zu sehen ist, weil er so heftig blinkt und vom Spiel hervorgehoben wird, dass man ihn nicht übersehen kann.

Ich selber bin allerdings kein Kind mehr, seit "A Link to the Past" sind 20 Jahre vergangen. Ich habe heute eine andere Erwartungshaltung an ein solches Spiel. Grade die Präsentation der Story, die fehlende Sprachausgabe und die doch sehr kitschigen Figuren erwecken in mir nicht mehr dieses Kribbeln, wie ich es noch vor einigen Jahren bei "Twilight Princess" oder "Ocarina of Time" hatte. Ich erwarte nicht, dass sich Zelda neu erfindet - es soll ganz bestimmt bei seinen Stärken bleiben (und diese weiter ausbauen). Ich erwarte aber, dass Zelda trotzdem mit der Zeit geht und sich auch die Stärken moderner Spiele aneignet.

Skyward Sword ist für mich neben Wind Waker (dessen Optik ich ebenfalls fürchterlich fand) das schlechteste Zelda in der 25jährigen Zelda-Historie. Trotzdem - und das muss ich einfach hier erwähnen - bleibt es dabei noch ein gutes und sinnvolles Spiel und eigentlich auch empfehlenswertes Spiel. Meine persönliche Enttäuschung überwiegt hier allerdings.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 28, 2013 10:29 AM CET


Kindle, 15 cm (6 Zoll) E Ink-Display, WLAN, Silbergrau
Kindle, 15 cm (6 Zoll) E Ink-Display, WLAN, Silbergrau

4.0 von 5 Sternen Rundum gelungen!, 6. Dezember 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich gehöre eigentlich zu den Lesern, die gerne ein richtiges, gebundenes Buch in der Hand und im Regal stehen haben - daher haben mich eBook-Reader eine ganze Zeit lang nicht interessiert. Da ich nun unter anderem beruflich bedingt häufiger unterwegs bin, wurde mein Interesse an eBook-Readern allmählich geweckt. Also habe ich nicht lange gezögert und habe mir hier den Kindle 4 zugelegt.

Warum gerade ein Kindle? Als regelmäßger Amazon-Kunde lag mir dieses Gerät am nächsten, auch die Zahlungsabwicklungen liefen bisher immer einwandfrei über Amazon, außerdem find ich den Preis von knapp 100 EUR auch recht fair - so ist dann ziemlich schnell meine Wahl auf dieses Produkt gefallen.

Ich habe nun die ersten Lesestunden mit dem Kindle absolviert, und ich bin wirklich rundum zufrieden mit dem Gerät. Die Darstellungsqualität der Textseiten ist wirklich super und auch sehr augenschonend, die Bedienung funktioniert ebenfalls ordentlich. Natürlich ist das Schreiben mangels Tastatur und Touchscreen nicht ganz so komfortabel - wer also schon weiss, dass er/sie viele Textsuchen und Eingaben vornehmen wird, sollte lieber zur Keyboard-Version greifen. Ich habe dies bewußt nicht getan, da mir die kompaktere Form und das schlichtere Äußere einfach mehr zugesagt haben.

Weniger gut gefällt mir die Ausstattung des Kindle. Ein Netzstecker muss separat gekauft (entweder 10 EUR oder mit etwas Glück klappt auch der Netzstecker vom Smartphone) - soetwas sollte eigentlich zur Grundaustattung des Gerätes gehören. Auf eine Schutzhülle sollte man hier ebenfalls nicht verzichten - ich hätte jedenfalls sonst Angst mir auf Dauer das Display durch den losen Transport in der Tasche zu beschädigen. Eine solide Kunstlederhülle kostet dann nochmal ca. 20 EUR - wer auf Leder steht kann gut und gerne bis zu 70 EUR draufschlagen. Das eInk-Display hat teilweise Probleme mit "durchscheinenden" Seiten. Es kommt oft vor, dass die "Schatten" der Markierungscursor oder der Buchstaben auch nach dem Blättern leicht durchscheinen. Es stört mich persönlich nicht beim Lesen, aber Amazon kann hier sicherlich noch etwas Feinschliff leisten. Ohne diese Schatten und mit etwas mehr Austattung würde ich dann auch fünf Sterne geben.

Trotzdem bleibt zu sagen: AmazonŽs Kindle ist ein toller eBook-Reader; insbesondere für Einsteiger, für Leute die häufig unterwegs sind und für solche, für die das eBook-Lesen eine Erweiterung des normalen Buchlesens darstellt.

Wer sich PDFŽs auf sein Kindle laden möchte, dem sei gesagt: das klappt mittels der @kindle.com-Adresse hervorragend, allerdings wird der PDF-Lesespaß durch das hierfür zu kleine Display gemindert. Da mag es sicherlich andere eReader geben, die hierfür besser geeignet sind.

Mein Fazit: rundum gelungener, schlanker und preislich attraktiver eReader, ich gebe hier auf jeden Fall eine Kaufempfehlung. Wer auf großen Funktionsumfang, Ausstattung und eine ausgefeiltere Bedienung steht, der sollte sich vor dem Kauf nochmal mit anderen Geräten beschäftigen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 7, 2011 11:52 AM CET


Final Fantasy XIII [Platinum]
Final Fantasy XIII [Platinum]
Wird angeboten von skgames
Preis: EUR 24,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spätzünder mit tollem Kampfsystem und enlosen Schlauchleveln, 2. August 2011
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Final Fantasy XIII [Platinum] (Videospiel)
FF13 hat ja die Gemüter das Fans und der Fachpresse ziemlich erregt; ich bin relativ unvoreingenommen an das Spiel herangetreten und gebe hier meine persönlichen Eindrücke wieder.

Im Grunde hat mir FF13 ganz gut gefallen, das liegt in erster Linie an dem gelungenen Kampfsystem, welches aber erst sehr spät in Fahrt kommt und eigentlich erst so richtig ab der 30. Spielstunde Spaß macht. Wenn man das Paradigmen-System erstmal richtig verinnerlicht hat, dann erwarten den Spieler durchweg ziemlich spannende und motivierende Kämpfe. Die Menüführung in den Kämpfen ist gut gelungen; generell ist die Bedienung vorbildlich, so wünsche ich mir das auch für weitere FF-Teile. Das Kampfsystem war in FF13 für mich persönlich der motivierenste Teil des ganzen Spiels, knapp gefolgt von der Story an sich.

Die ersten Spielstunden in FF13 waren aber sehr ernüchternd. Das liegt zum einen daran, dass FF13 den Spieler mit merkwürdigen Eigennamen bombadiert, diese aber erzählerisch nicht wirklich gut erläutert. Um überhaupt am Anfang durchzublicken, ist es unerläßlich sich regelmäßig ins Datenlog-Menü zu begeben um sich die Zusammenfassungen der Ereignisse nochmal in Ruhe durchzulesen. Es ist schön, wenn der Entwickler sich eine komplexe Welt mit allerlei Konflikten, Charakteren und Details einfallen lässt, aber er sollte dem Spieler diese Details geschickter zukommen lassen - das gelingt SquareEnix hier nicht. Bitte nicht falsch verstehen: die Story an sich ist keinesfalls schwer zu verstehen, aber die Vermittlung der Hintergrundgeschichte und die Einführung der Charaktere ist zu Spielbeginn meiner Meinung nach nicht gut gelungen. Nach ca. 10 Spielstunden habe ich mich dann aber in der Welt von "Pulse" und "Cocoon" heimisch gefühlt und hatte dann auch mehr Spaß daran, die Geschichte weiterzuverfolgen.

Was den ersten Spielstunden ebenfalls nicht gut tut, ist das Leveldesign. Man wird ca. 25 Stunden lang nur durch Schlauchlevel getrieben - am Anfang macht das ja durchaus Sinn, damit man sich mit allen Spielelementen vertraut machen kann, aber - je nach Spielertyp - irgendwann fragt man sich doch, wo denn die freie Welt ist? Wo gibt es etwas zu erkunden? Geht das jetzt ewig so weiter? Prinzipiell kann man darauf mit "Ja" antworten. So ca. ab Spielstunde 25-30 öffnet sich die Welt dann aber tatsächlich etwas und man kann in einer relativ freien Region questen. Leider sind diese Region und auch die Aufgaben dort für die Hauptstory total nebensächlich. In erster Linie kann man hier Nebenquests erledigen und irgendwelche Materialien für Waffenupgrades farmen. Das ist sehr schade, denn die "Archylte-Steppe" (so heisst das freie Gebiet) ist ist hübsch gestaltet und lädt zum Verweilen ein. Will man einfach nur der Story folgen, dann durchquert man die Steppe einmal und dann ist es auch schon wieder vorbei mit der großen Freiheit. Sicherlich kann man im Spielverlauf mal wieder zurück in dieses Gebiet, aber da sich in diesem Zeitraum die Story immer mehr ihrem Höhepunkt nähert, war zumindest bei mir die Motivation zurückzukehren und die ziemlich lahm präsentierten Nebenquests zu erledigen sehr gering.

Es ist generell schade, dass es eigentlich keine wirklich interessanten Interaktionsmöglichkeiten gibt. Zwar lässt sich dies durch die Story durchaus rechtfertigen, aber mir fehlen einfach Städte, Händler und NPCŽs mit denen man mal einen Plausch halten kann. Weiterhin ist es sehr schade um die tolle Grafikengine - FF13 sieht wirklich toll aus. Allerdings saust die Welt einfach nur an dem Spieler vorbei (mit Ausnahme der "Archylte-Steppe"). Die Interaktionen beschränken sich auf das Öffnen von Schatzbehältnissen und das Auslösen irgendwelcher Mechanismen, um versperrte Wege zu öffnen - das ist für ein RPG ziemlich mager und verhindert auch, dass man als Spieler eine richtige Beziehung zu der Welt aufbaut. Das sämtliche Käufe oder Verkäufe nur über die (zwar fair platzierten) Speicherterminals durchzuführen sind ist zwar praktisch, killt aber auch die Atmosphäre. Auch Waffen- und Rüstungsupgrades werden über diese Terminals durchgeführt. Das Upgrade bzw. Crafting-System hat mich ebenfalls nicht überzeugt. Ich mag durchaus ein komplexes Crafting-System, allerdings wird man in Ff13 dermaßen mit Komponenten zugeschmissen, das zumindest mir da ganz schnell der Überblick verloren ging. Ich musste mich erstmal mit einem externen Guide in das Crafting-System einlesen. Zwar wird im Spiel vieles erklärt, aber ohne Guides verprasst man möglicherweise Unmengen an Materialen oder Geld. Irgendwann hat mir dann auch die Geduld gefehlt, meine Waffen weiter zu verbessern, denn die ein oder anderen Komponenten sind entweder total teuer oder nur mit Glück zu erfarmen. War natürlich darauf steht, der hat in FF13 wirklich jede Menge zu tun - mir persönlich hat es nicht gefallen.

Dann wären da noch die Charaktere und das Charaktersystem: Fang, Snow, Sazh, Lighting, Vanille, Hope und Fang bilden hier die "Heldengruppe". Man muss schon Japano-Spiele mögen, um Zugang zu den Charakteren zu finden, ansonsten wird man mit FF13 nicht glücklich. Besonders der J-POP-Look der Charaktere sowie das typisch überemotionale Verhalten haben bei mir immer mal wieder für Dämpfer gesorgt. Am schlimmsten fand ich aber Vanille; ich kann mit diesen glucksend-kichernden Japano-Stil-Girlies nur sehr wenig anfangen - ich war froh, dass ich später im Spiel die Möglichkeit hatte, meine Gruppe selber zusammenzustellen um dieses hüpfende, mit den Armen schlenkernde Kicher-Wesen nicht mehr (in meiner Gruppe) sehen zu müssen. In den Zwischensequenzen tauchen trotzdem alle Charaktere auf, so dass man sich nicht vollkommen von seinen persönlichen Nervensägen trennen kann. Ansonsten ist das Charaktersystem gelungen, auch wenn das Aufleveln über das "Kristarium" etwas unübersichtlich ist - aber immerhin sieht es schön glitzernd aus. Die Charaktere können in verschiedenen Rollen ausgebildet werden (Verteidiger [Tank], Heiler, Brecher [DD], Verheerer [Serienboni-DD], Augmentor [Gruppenbuffer] und Manipulator [Gegner-Debuffer]). Man legt dann mithilfe von Paradigmen fest, welche Rolle die drei Charaktere im Kampf übernehmen sollen. Diese Paradigmen kann man im Kampf jederzeit wechseln und sich somit der Kampfsituation anpassen (wenn also die Lebensenergie der Gruppenmitglieder knapp wird, wechselt man schnell auf das Paradigma "Lebensinfonie" - zwei Charaktere werden dann zu Heilern, während ein Charakter defensiv den oder die Gegner "tankt").

Das Kampf- und Charaktersystem war - wie schon gesagt - mein Hauptmotivator FF13 durchzuspielen. Es macht Spaß, die Schwachstellen der Gegner zu suchen und mit der richtigen Kombination der Paradigmen die Gegner so effektiv wie möglich ins Nirvana zu befördern. So einfach und unterfordernd die Kämpfe anfangs auch sind, spätestens ab Spielstunde 30 kommt mit dem Kampfsystem so richtig Freude auf - dann macht es auch Sinn mit der Ausrüstung zu experimentieren und das Spiel kann seine große Stärke richtig entfalten. Hätte FF13 nicht dieses tolle Kampfsystem, würde ich dieses Spiel wohl niemandem empfehlen. So kann ich aber sagen, dass sich ein Blick auf dieses Spiel durchaus lohnt. Folgt man nur der Hauptstory, ist man ca. 45-50 Stunden beschäftigt. Gehört man zu der Spielersorte, die einen "100%"-Spielstand anstrebt, dann sind hier sicherlich über 80 Spielstunden drin (da ich nicht so ein Spielertyp bin versteht sich diese Angabe als grobe Schätzung).

Wenn FF13-2 jetzt eine richtig tolle RPG-Welt liefert UND dazu noch dieses Kampfsystem beibehält (oder an den richtigen Stellen verbessert), dann kaufe ich mir auf jeden Fall auch die Fortsetzung. Wenn mich der Entwickler allerdings wieder nur doch Schlauchlevels jagt, dann habe ich auf die Fortsetzung derzeit keine große Lust.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 26, 2012 12:20 PM CET


Uncharted 2: Among Thieves [Platinum]
Uncharted 2: Among Thieves [Platinum]
Wird angeboten von Uschi's Spielemarkt
Preis: EUR 17,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das perfekte PS3-Spiel, 19. Februar 2011
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Ja, ich bin fest davon überzeugt, dass Uncharted 2 das perfekteste PS3-Spiel ist, denn hier stimmt einfach alles. Die Grafik ist bombastisch, die Soundkulisse passt jederzeit zu 100%, die Charaktere sind sympathisch und grandios animiert, die (englische!!!) Synchronisation ist göttlich, die Steuerung funktioniert nahezu perfekt, die Story ist spannend, das ganze Spiel ist wie ein großartiger Abenteuerfilm aufgebaut und stellt meiner Meinung nach sogar Indiana Jones stellenweise bloß. Der Umfang des Spiels ist sehr angemessen, alles wirkt wie aus einem Guss - der Entwickler "Naughty Dog" hat hier aus allen Fehlern des Vorgängers gelernt (den ich trotzdem ebenso liebe) und hier ein grafisch und spielerisch hochpoliertes Abenteuerspiel abgeliefert.

Uncharted 2 ist meiner Meinung nach ein absoluter Pflichtkauf für jeden PS3-Besitzer. Wer diesen Titel nicht in seiner Sammlung und gespielt hat, der verpasst ein Stück Videospielgeschichte. Natürlich ist Uncharted 2 recht linear aufgebaut, die Kletterpassagen sind niemals hochfordernd und die - im Gegensatz zum Vorgänger - besser platzierten Schusswechsel erinnern mit ihrem Deckungssystem wirklich ab und zu an Gears of War - aber das ist (mir) alles egal, denn das Spiel funktioniert so großartig, wie man es sonst nur auf dem PC von Blizzard-Titeln kennt.

Mein Tipp: an einem freien Wochenende die Uncharted 2 - Disc in die PS3 legen, Anlage aufdrehen, zurücklehnen und durchspielen. Dieses Spiel wird einem im Gedächtnis bleiben. Ich habe es soeben das zweite Mal durchgespielt (hätte es schon viel öfter durchgespielt wenn ich mehr Zeit hätte) und ich bin schon wieder so begeistert wie beim ersten Mal und ich weiss jetzt schon ganz genau, dass ich es in Zukunft noch viele weitere Male durchspielen werde. Abgesehen von der deutschen Synchro (zum Glück ist die Englische wahlweise mit deutschen Untertiteln mit auf der Disc) kann und will ich an diesem Meisterwerk nichts kritisieren. Ich hoffe, dass Uncharted 3 dieses spielerische und grafische Niveau halten oder sogar noch toppen kann.


Nier - [PlayStation 3]
Nier - [PlayStation 3]
Wird angeboten von games.empire
Preis: EUR 49,95

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein hässliches Entlein mit Charakter, 10. Februar 2011
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nier - [PlayStation 3] (Videospiel)
Nier ist ein sehr spezielles Action-Adventure mit RPG-Elementen. Nier hat in der Fachpresse eher mittelmäßige Wertungen bekommen, aber in einigen Fällen haben Tester bereits angemerkt, dass das Wertungssystem einfach keine höhere Wertung zulässt, es sich bei dem Spiel aber trotzdem um etwas Besonderes handelt. Dies war dann auch der Grund, warum ich bei Nier zugegriffen habe.

Die ganze Präsentation des Spiels ist minimalistisch. Die Grafik ist schlicht, kahl, teils verwaschen, teils überblendet. Die Steuerung lässt an vielen Punkten zu wünschen übrig - nicht das sie schlecht wäre, aber sie wirkt doch teils rudimentär und klobig. Die Präsentation der Story wirkt trotz einiger Zwischensequenzen ziemlich unspektakulär - zumindest auf dem ersten Blick.

Wer sich allerdings auf Nier einlässt und hinter die trübe Fassade blickt, der entdeckt ein melancholisches, ergreifendes Märchen. Das bezieht sich nicht nur auf die Hauptstory - auch einige Nebenquests in denen man eigentlich nichts anderes macht als von A nach B zu C und dann wieder nach A läuft, transportieren kleine melancholische Momente, Charakterschicksale in einer sterbenden Welt. Getragen werden diese Geschichten von einem einzigartigen Soundtrack der mit seinen Musikstücken einen großteil der Atmosphäre von Nier trägt. Hält man sich allerdings länger in einer Region auf, kann die jeweilige Musikschleife allerdings auch etwas nerven, da markante Musikpassagen sich zu intensiv wiederholen - die Klasse eines Kondo oder Uematsu erreicht der Nier-Soundtrack damit nicht so ganz - und trotzdem bleibt er etwas sehr Besonderes.

Nier richtet sich an Spieler, die etwas wertvolles abseits des Mainstreams suchen. Der männliche Hauptdarsteller ist hier nicht der androgyne Schönling - nein - fast schon unvorteilhaft markant(oder normal) sind seine Gesichtszüge. Ein sprechendes, arrogantes Buch als Begleiter gesellt sich bald hinzu und alsbald auch ein schönes Japano-Babe in so knapper Reizwäsche, dass man ihr fast zwischen die Pobacken schauen kann - gut nur, dass sie von Schatten besessen ist und mit schmutzigen Schimpfwörtern nur so um sich wirft. Wem diese irre Konstellation zusagt und wer mit all den Macken leben kann die Nier so mit sich bringt, der sollte diesem Spiel eine Chance geben.


Enslaved: Odyssey to the West
Enslaved: Odyssey to the West
Wird angeboten von games.empire
Preis: EUR 19,95

47 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gebt diesem "Trip" mit "Monkey" eine Chance!, 9. Oktober 2010
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Enslaved: Odyssey to the West (Videospiel)
Ich bin erst mit der Demo vor einigen Wochen auf dieses Spiel aufmerksam geworden. Mir hat schon Ninja Theorys Erstlingswerk "Heaveny Sword" sehr gut gefallen (besonders die Charakterpräsentation) und desshalb hab ich jetzt einfach mal bei diesem Titel zugeschlagen, auch wenn es teilweise bei wichtigen Spielelementen in der Fachpresse einige Kritikpunkte einstecken musste.

Zuerst zur Technik: man erkennt recht schnell, dass die aktuelle Unreal-Engine hier als technisches Gerüst dient. Klar, einige Texturen sind etwas matschig und das für die Engine typische Texturaufpoppen ist immer mal wieder zu erkennen. Trotzdem muss ich sagen, dass Enslaved ein tolles Grafikgemälde eines sprichwörtlichen Großstadtdschungels auf den Fernseher zaubert. Auch wenn Enslaved nicht ganz die grafische Klasse eines Uncharted 2 erreicht, so ist es doch definitiv eines der hübschesten Action-Adventures der letzten Jahre. Alleine schon wegen der tollen Optik kann man hier sorglos zugreifen - wenn man auf diesen Stil steht.

Zu den Charakteren: eine große Stärke von Ninja Theory sind die Charaktere. Schon bei Heavenly Sword wurden Nariko, Kai, Bohan & Co sehr glaubwürdig dargestellt - dies ist bei Enslaved nicht anders. Zwar sind die beiden Protagonisten Trip und Monkey nicht frei von Klischees, aber ihr Zusammenspiel ist bemerkenswert gut gelungen und wird im Gedächtnis des Spielers bleiben. Im Gegensatz zu vielen anderen Spielen, in denen Charaktere durch zuviele Dialoge und überschwellend-aufdringliche Emotionsszenen schon wieder in die Unglaubwürdigkeit abdriften (was unsere japanischen Spieleentwickler ja gerne mal tun), bleibt die Beziehung zwischen Trip und Monkey stets stimmig und nachvollziehbar. Besonders die Momente in denen die beiden einfach nur bestimmte Blicke austauschen sagen mehr als hundert Worte. Hier hat Ninja Theory ganze Arbeit geleistet - auch desshalb hat Enslaved durchaus seine Berechtigung, in einer gut sortierten Spielesammlung zu stehen.

Die Spielmechanik: bei diesem Punkt musste Enslaved bisher die größten Kritikpunkte einstecken. Klar, die Kletterpassagen (von denen es ziemlich viele gibt) sind wirklich einfach - man kann nicht ins leere Springen. Aber durch die tollen Sprunganimationen und den schnellen Spielfluß, welches dieses System erzeugt machen auch diese Passagen richtig Spaß. Auch das Kampfsystem ist sehr simpel gehalten, aber es funktioniert gut. Normaler Angriff, starker Angriff, Blocken, Betäuben - das wars dann eigentlich schon. Es gibt keine ausufernden Kombos wie in Heavenly Sword oder gar God of War - ich persönlich habe dies aber hier auch nicht vermisst. Als nette Dreingabe gibt es ein Upgrade-System, mit dem man Lebens- und Schildenergie sowie verschiedene Attacken verbessern kann. Alles ist hier einfach und funktional gehalten und auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad schlafen auch erfahrene Spieler bestimmt nicht ein. Einzige wirkliche Macke ist ab und zu die Kamera die in dem einen oder anderen Kampf mal für unübersichtliche Stellen sorgen kann.

Das Leveldesign & Umfang: anfangs ist das Leveldesign sehr simpel und auch optisch noch nicht sehr überzeugend, aber je weiter man mit Trip und Monkey reist, desto toller werden die Schauplätze (hier kann man sich auf jede Menge "Augenschmäuschen" freuen. Prinzipiell sind die Level natürlich alle linear aufgebaut, aber es bleibt immer noch Platz für einige Erkundungen, die das Spiel dann mit weiteren Upgrade-Orbs und Story-Hints belohnt. Man will sich aber auch garnicht zu sehr "verlaufen", denn die treibende Kraft ist das Fortkommen der Protagonisten, das Überwinden verschiedener Hindernisse und Gegner-Gruppen - immerhin ist die verdschungelte Großstadt auch kein Ferienparadies, sondern eine gefährliche, grüne Hölle aus der die beiden schleunigst verschwinden wollen und sollen. Ich denke man sitzt auf jeden Fall gute zehn Stunden an diesem Titel - vielleicht sogar ein paar Stunden mehr (je nach Spielertyp) - das geht für so ein Spiel total in Ordnung. Viel wichtiger ist eh, dass das Leveldesign abwechslungsreich bleibt und das ist bei Enslaved definitiv der Fall - ich habe mich während meiner Spielzeit nie gelangweilt gefühlt.

Fazit: Ja, Enslaved ist in etwa das Gegenstück zu gutem Popcornkino. Nicht extrem anspruchsvoll (auch nicht belanglos einfach), aber zumindest bis zur letzten Minute sehr fesselnd inszeniert und ein Augenschmaus. Egal ob man einfach mal Zwischendurch eine Runde spielen möchte oder einen ganzen Abend lang in die Welt von Enslaved begeben mag - beides funktioniert prima und macht einfach Laune. Ich spreche hier eine klare Kaufempehlung aus; wer grafische tolle Actions-Adventures im Stil von Uncharted schon mochte, kann hier wirklich sorgenfrei zugreifen - und sollte das auch tun.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 14, 2011 9:43 PM MEST


Final Fantasy VII - Dirge of Cerberus
Final Fantasy VII - Dirge of Cerberus
Wird angeboten von skgames
Preis: EUR 17,99

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Leider eher "Trauerspiel" als "Trauerlied (Dirge)" ..., 5. Oktober 2010
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eines vorweg: ich bin ein FF7-Späteinsteiger (habe das großartige FF7 erst im Jahr 2010 das erste Mal durchgespielt). Direkt im Anschluß an das großartige PS1-Spiel habe ich mir den Film "Advent Children" und das PS2-Spiel "Dirge of Cerberus" gegönnt.

Die guten Dinge zuerst: die RPG-Elemente sind recht spaßig implementiert. Es macht Spaß seine Waffen aufzumotzen und auch die Menüs dazu sind gut strukturiert. Auch grafisch sieht das Spiel für PS2-Verhältnisse ziemlich gut aus. Der letzte von mir zu erwähnende positive Punkt ist das Auftauchen sämtlicher Party-Charaktere aus FF7. Hierfür gibts definitiv einen FF7-Bonus-Stern.

Laut dem Spiel-Chronometer habe ich knapp 10 Stunden für dieses unterirdische Machwerk gebraucht, und wenn ich schätzen müsste würde ich sagen, dass ich die Hälfte der Zeit tatenlos vorm Fernsehner gesessen habe und mir belanglose Zwischensequenzen mit wirren Dialogen angeschaut hab. Neben den größtenteils furchtbar kitschigen Charakteren (besonders Azul und Hojo) störte mich eine weitere Sache ganz massiv: diese ewigen nicht zuendegesprochenen Sätze "I canŽt...", "Is it...", "Should I..." - selten hat mich etwas so sehr in einem Spiel aufgeregt wie diese künstliche Streckung von wirrer Storymaterie durch zerhackte Dialoge und die Verdeckung von Storyleerlauf mit schlechten und unnötigen Kamerafahrten. Mir kommt es so vor, als hätte man versucht eine ebenbürtige Story zur komplexen Story von FF7 zu schaffen, allerdings konnte mich hier emotional nichts packen. Es gibt vereinzelte Cutscenes und Ideen wo ich mir denke "hey, cool" - besonders Vincent hätte ein richtig cooler Held werden können. Unterm Strich ist er aber bloß nervend maulfaul und bietet kaum Identifikationsschnittflächen und mir war am Ende wirklich total egal was mit ihm passiert.

Zur Spielmechanik: DoC ist spielerisch eher mittelprächtig. Der 3rd-Person-Shooter-RPG-Mix hat auf jeden Fall Potential welches ab und zu auch durchaus mal durchschimmert. Dummerweise gibt es kaum Gegnervielfalt, das Leveldesign ist zu 70% ziemlich öde und die noch recht spannenden Bosskämpfe werden durch das Vorhandensein von Kaufautomaten in den Kämpfen (Heiltränke, Munition, Upgrades) ziemlich entwertet.

Mein Fazit: Finger weg. Auch FF7-Fans sollten sich vorher gut überlegen, ob sie ihre Zeit mit diesem Spiel wirklich verschwenden wollen. Es ist durchaus möglich, dass Spieler mit einem besonderen Hang zu überzeichneten, japanischen Charakteren Freude an dem Spiel haben könnten, ich gehöre allerdings nicht zu diesem Spielertyp und daher war das Spiel für mich die reinste Zeitverschwendung - ich musste mich knallhart zusammenreissen nicht schon kurz vor Spielende die Konsole auszuschalten und das Spiel wieder schön ins Regal zu meiner FF-Sammlung zu stellen.


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