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Beiträge von Martin Böhmer
Top-Rezensenten Rang: 1.691
Hilfreiche Bewertungen: 1277

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Rezensionen verfasst von
Martin Böhmer (Hann. Münden)

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Privateering
Privateering
Preis: EUR 10,99

61 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein beruhigender Fels in der Brandung, 1. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Privateering (Audio CD)
Meine Lieblingsalben von Mark Knopfler sind "Golden Heart", "Sailing To Philadelphia", "Shangri-La" und "Get Lucky"... Und natürlich alle Dire Straits-Alben...

Was will man da noch erwarten ? Diese neue Doppel-CD mit 20 (!) neuen Songs reiht sich irgendwo dazwischen ein. In der CD-Innenhülle weist das angedeutete Foto eines Bösendorfer-Flügels und unter anderem einer angewetzten Fender sinnbildlich auf die musikalische Attitüde hin, die Knopfler hiermit wohl auch optisch klarmachen will. Vorweg: Gelungen !

"Seattle" am Schluss der 1. CD ist ein absolutes Highlight. Dieser Song könnte durchaus auch von "Shangri-La" stammen. Sehr schön, dieser fließende entspannte musikalische Ablauf mit dem für Knopfler typischen feinen Gitarrenspiel.

Auf "Privateering" (sinngemäß Freibeuterschaft, Kaperei...) dominieren Blues-Ansätze und irische Folkanleihen. Es ist ein sehr gelungenes schönes Album. Im Grunde alles wie gewohnt auf sehr hohem Niveau. Ich möchte jedoch nicht in Euphorie verfallen. Diese CD trifft aber nun mal meinen Geschmack. Andere nennen es "Bar-Musik", aber ich liebe Knopfler's Stil. Jedenfalls habe ich genau das erwartet. Und darum bin ich mit "Privateering" sehr glücklich. Nun höre ich Mark Knopfler nicht tagaus und tagein, aber dieses Album reiht sich mal wieder griffgünstig in meinem Regal ein.

CD 2 bietet ebenfalls ein Highlight. Die "Radio City Serenade" ist auch wieder so ein fließender Song im "Shangri-La-Stil". Ebenso der Song "Dream Of The Drowned Submariner".

Zur Gesamtqualität bleibt zu erwähnen, dass man "Privateering" ein paar Mal "warmhören" muss. Aber Songs wie "Redbud Tree" und "Haul Away" bieten dennoch spontan den "Aha-Effekt". Das ist genau das, was wir schon immer an Knopfler geliebt haben. Erste Sahne...

Übrigens gibt's eigentlich keinen schlechten Song. Der Titelsong "Privateering" auf CD Eins weist die durchgängig auf diesem Album vorhandene ruhige Linie auf, überrascht aber mit fulminanten Zwischenteilen.

"Gator Blood" ist ein feiner Blues, der die Stones vielleicht hätte vor 50 Jahren inspirieren können (Stichwort: Muddy Waters). Alles in allem kein "britisches" Album des Briten. Mark Knopfler bedient hier sehr geschickt offenkundig die musikalischen US-amerikanischen Wurzeln (Today Is Okay !) Nee, keine "Bar-Musik"... Ich nenne es einfach nur gelungen. Und die irischen Momente sorgen für schöne Farbtupfer. Ein beruhigender Fels in der Brandung und entspannende Musik abseits vom leider immer austauschbarer werdenden musikalischen Alltag.

Diese CD kann man sehr schön hören. Ich kann daher auch hier wieder, 3 Jahre nach "Get Lucky", fünf Sterne vergeben und diese CD als "guten Kauf" empfehlen.

"But Today Is Okay, Today’s just fine..." Ein neuer "Leitsatz" für diese Musik. Ähnlich wie "Get Lucky" ! Ja. Diese CD macht glücklich...
Kommentar Kommentare (13) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 29, 2012 10:07 AM CET


Loup Garou
Loup Garou
Wird angeboten von jazzfred1975
Preis: EUR 13,99

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Vampire rauschen um’s Haus, 30. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Loup Garou (Audio CD)
Willi DeVille ist / war ein Ausnahmekünstler. Sein musikalisches Spektrum ist sehr breit gefächert. Zwischen Blues, Cajun, Swamp, Folk, Country, Rock und Pop hat er alles beherrscht. Seine zahlreichen Veröffentlichungen im Laufe seines musikalischen Schaffens belegen dies deutlich. Von den frühen Punk-Ansätzen in den späten 70ern als Mink deVille, über seine 80er Popsongs bis hin zu den experimentellen sehr feinfühlig arrangierten musikalischen Ausflügen in die Welt des Blues und Cajun seiner späteren, sehr reifen, Alben.

"Loup Garou" (franz. sinngemäß "Werwolf") ist ebenso ein extrem vielseitiges Album. Hier ist die Ausrichtung hin zum US-amerikanischen schwülen, geheimnisvollen Süden deutlich zu spüren. Zauberhafte Melodien, schmachtende Balladen und wie immer seine obligatorischen Streifzüge durch die Welt der uramerikanischen musikalischen Wurzeln bis hin zu klassischen spanischen "Texmex"-Stilen...

Hervorzuheben ist der auf diesem Album enthaltene Song "Still (I Love You Still)", den es gleich in zwei Versionen (englisch und spanisch) gibt. Und sehr stark: "Angels Don’t Lie" und "You’ll Never Know" im Duett mit Brenda Lee. Herzzerreißend schön...

Und für einen richtig guten temporeichen Blues (White Trash Girl) ist Mr. DeVille auch immer gut. Sehr heiß ! Wie die Hitze des Südens...

Beim letzten sehr atmosphärischen Song dieser CD ("My One Desire") sieht man fast bildlich die Vampire in einer stimmungsvollen Mondscheinnacht ums eigene Haus rauschen. Verteufelt gut.

Willi DeVille ist am 06. August 2009 sang- und klanglos verstorben. Kaum eine Pressenotiz...

Aber die Fachwelt ist sich einig, einen vielseitigen hervorragenden Musiker verloren zu haben. Stellvertretend für sein Gesamtwerk empfehle ich "Loup Garou".

Eine Bereicherung jeder Plattensammlung und ein feines Werk für jeden Musikliebhaber.

Von Willy DeVille wird es nie wieder etwas Neues geben. Dies steigert den Wert dieses außergewöhnlichen Albums beträchtlich. Es ist jeden Cent Wert...


Hang Cool Teddy Bear
Hang Cool Teddy Bear
Preis: EUR 6,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abgehangener Fleischklops, 23. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hang Cool Teddy Bear (Audio CD)
Ich muss doch jetzt tatsächlich einmal eine Rezension über eine CD von Meat Loaf verfassen. Nicht immer kann ich diesen Bombast ertragen, aber wenn es mich überkommt, und ich mal nichts Passendes in meiner großen CD-Sammlung finde, schwelge ich schon mal gerne bei "Bat Out Of Hell I und II". Ist schon große Klasse, was Jim Steinman da komponiert hat und wie der Fleischklops das gesanglich und die Band musikalisch gemeinsam rüberbringen.

Aber vieles schrammt haarscharf am Mainstream vorbei. Dennoch sind die Werke von Meat Loaf, insbesondere eben "Bat Out Of Hell" (ich habe alle drei...) außerordentlich gut hörbar.

Desto mehr war ich gespannt, was das recht neue Album "Hang Cool Teddy Bear" zu bieten hat, und wie Meat Loaf seinen Nimbus auf das Jahr 2010 transferiert. Vor zwei Jahren gefiel mir der Singlehit "Los Angeloser" ganz gut, aber gekauft habe ich mir die CD erst jetzt. Gerade weil eben hier Jim Steinman nicht mitwirkt und seine Handschrift hinterlässt.

Beim Durchblättern der Innenhülle fiel mir erstmal das Aufgebot an interessanten Special-Guests auf: Brian May, Jack Black, Steve Vai (um nur die bekannten zu nennen). Das verspricht doch sicher guten Rock. Und siehe da, das Album gefällt auf Anhieb.

Wenig Bombast, mehr Rock 'n' Roll. Das gelingt Meat Loaf als Sänger sowie der Band erstaunlich locker. Zumindest die ersten 7 Songs klingen alles andere als schwerfällig.

"Song Of Madness" ist fürwahr kein "Bombast" im alten Stil, sondern ein ausgewachsenes abgehangenes starkes Metal-Stück. Und "Like A Rose" ist einfach nur ein sehr cooler Rocker.

Diese CD hebt sich von früheren Veröffentlichungen für meinen Geschmack eher angenehm ab, weil sie eben gerade mehr Rock als Bombast aufweist.

Zugegeben: Manch' Ballade fehlt der "Steinman’sche Bombast". Die Melodien der ruhigeren Songs gehen nicht sofort ins Ohr, wie z. B. bei "Did You Ever Love Somebody". Aber nach mehreren Hördurchgängen entwickelt sich da ein grandioses Stück toller Rockmusik. Die Gitarrensoli überdies, die Brian May und Steve Vai zum Besten geben (auf den Songs: Love Is Not Real, Song Of Madness...), sind einfach nur große Klasse.

Nun steht die CD "Hang Cool Teddy Bear" in meinem Regal unter "M", wie Meat Loaf... Neben 5 weiteren CD's des gleichnamigen Künstlers.

Ich werde sie sicher mal wieder rauskramen, wenn mir danach ist...


The Singles Collection - The London Years
The Singles Collection - The London Years
Preis: EUR 26,99

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine überzeugende Werkschau, 5. August 2012
Trotz recht umfangreicher "Stones-Sammlung" entschied ich mich zum 50. Bandjubiläum zum Kauf der "Singles-Collection - The London Years".
Es lohnt sich...

Zunächst erst einmal auf jeden Fall in klanglicher Hinsicht. Die zahlreichen Originalaufnahmen in Mono (!) sind authentisch und klingen sehr sauber und fein. Viel besser als manch andere Stones-CD's oder selbst andere neuere Aufnahmen bekannter Bands. Ich vermisse hier weder Stereo noch neuzeitlichen Surround - Klang. Der hat bei "HIFI" ohnehin nichts zu suchen...

Interessant ist diese 3-fach-CD auch im Hinblick auf die Songauswahl. Neben bekannten und weniger bekannten Singles sind etliche B-Seiten-Songs (!) mit drauf. Teilweise sogar von den Singles in UK- und in der US-Version. Beeindruckend ! Dies steigert das Songpotential erheblich und macht diese überzeugende Werkschau auch für die Leute interessant, die eigentlich bereits alles von den "Rolling Stones" besitzen.

Auch ich gehöre dazu. Weniger als reiner Stones-Fan, sondern vielmehr als Fan guter Rockmusik. Und das ist hier genau der Fall. Die gesamte Entwicklung einer Band von den Wurzeln an. Von zaghaften Versuchen, ganz wild zu sein und den Rock 'n' Roll der 50er mit dem klassischen Blues zu verknüpfen, bis zu den wirklich ernst zu nehmenden ersten eigenen Kompositionen.

Ein reiner Hör-Spaß von Beginn an. Nach Songs wie "Come On", Ihrer ersten Single, über "Tell Me" (Ihrer ersten Eigenkomposition) oder "Little Red Rooster" wird es ab "The Last Time" richtig gut.

Jaa...
"The Last Time"... Mein persönlicher "Übersong". Selbst besser als "Satisfaction".

Als Knirps mit 6 Jahren ertönte das Ding immer in der Musikbox der Stammkneipe meines Vaters, in der wir uns sonntags mit der Familie immer trafen. Alle sagten, dass dieser "Lärm" bald aufhört. Länger als ein halbes Jahr dauert es nicht, dann ist dieser Spuk (Beatles, Stones') wieder vorbei...

Ha ha... "Beggars Banquet", "Let It Bleed", "Sticky Fingers", "Exile On Main Street", "Some Girls", "The Bigger Bang"... 50 Jahre...

Auch auf dieser Dreier-CD folgt ein Hammer nach dem anderen. Nebenbei, so ganz beiläufig, richtige Super-Songs im Stile von "We Love You". Und selbst vom allseits unterschätzten Album "Their Satanic Majesties Request"(1967) das herrliche "She's A Rainbow" oder "The Lantern". Hochklassig... Bis zum fulminanten "Sympathy For The Devil" als krönenden Abschluss.

Diese CD ist jedem Musikfreund zu empfehlen. Die bereits 2002 erschienene Collection vereint die Songs aus einer fürwahr sehr wichtigen musikalischen Zeit, als alles begann. Die späteren Singles auf dieser Sammlung (z. B. "Wild Horses"), alle hochklassig, weisen den Weg, wohin die Rolling Stones gegangen sind.

Sie wurden völlig zu Recht zur Mega - Band...

Hätte das einer gedacht, was sich da entwickeln soll, als sich Mick Jagger und Keith Richards auf dem Bahnhof in Dartford zufällig trafen, sich kennenlernten und ihre Platten austauschten ?

Der "Stern" (obwohl teilweise nicht ganz so gut recherchiert zum 50. was die Plattenbewertungen angeht!!!), bringt es auf den Punkt:

"Weiß der Teufel, in wie vielen Jahren man mal einen Satz sagen wird, der heute schon wehtut: Als es die Rolling Stones noch gab..."

Mir tut es jetzt schon richtig weh'... Vor allem, wenn ich heutzutage das Formatradio einschalte...


Keys to Ascension
Keys to Ascension
Wird angeboten von KlangSurfer
Preis: EUR 20,99

5.0 von 5 Sternen Hochklassig, 14. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Keys to Ascension (Audio CD)
Zugegeben; ich brauchte viel Zeit, um mir dahingehend Gedanken zu machen, welche Alben meine kleine Yes-Sammlung ergänzen sollten. Zum einen habe ich erst nach und nach angefangen, mich für die (eher kopflastige...) Musik zu interessieren. Zum anderen hatte ich bereits einige Alben (u. a. Fragile). Ausschlaggebend war aber die Anschaffung der Doppel-CD "The Ultimate Yes - 35 Anniversary" vor einigen Jahren. Dieses Album machte mir den Mund wässrig nach mehr...

Und dann kam nach langem Überlegen die Entscheidung, als ich auf "Keys To Ascension" gestoßen bin. Liveaufnahmen neueren Datums von der klassischen Besetzung "Anderson, Howe, Squire, Wakeman, White". Und dazu auf zwei Doppel-CD's verteilt sieben (!) neue Songs. Prima. Ein Garant für langes und ausgiebiges Musikhören. Dachte ich mir...

Enttäuscht wurde ich keinesfalls. Die Liveeinspielungen sind allesamt hochklassig. Außerdem sind viele Klassiker berücksichtigt. Auch wenn es sehr viel ähnliches Material von Yes in dieser Richtung gibt, so ist die Auswahl der Songs auf "Keys To Ascension" schon sehr beachtlich. Ergo ergatterte ich mir gleich beide. Eine hervorragende Ergänzung, wenn man altes Material von Yes besitzt, aber nicht alles in der Sammlung hat. Ich habe mir bewusst nicht das Box-Set (trotz DVD und günstigem Preis)gekauft, sondern beide Ursprungsausführungen. Wegen der Roger Dean-Cover. Siehe auch dazu am Schluss meinen Hinweis.

Ich finde die Kombination aus originellen Live-Aufnahmen und neuen Studiosongs durchaus gelungen, auch wenn das neue Material auf beiden Doppel- CD's auch für ein "richtiges" eigenständiges Studioalbum damals schon gereicht hätte.

Dennoch bereiten beide Doppel-CD's einen irrsinnigen Hörspaß. Die allseits bekannten klassischen Yes-Epen, die hier "Live" präsentiert werden, überzeugen mit glockenklarem Sound, druckvollen Drums und konturierten Bassläufen. "Roundabout" zum Beispiel klingt fast noch besser als das Original, und man denkt beim Hören, ähnlich wie auch z. B. bei "Awaken" oder "And You And I", dass es gar nicht die Livefassungen sind, sondern die Originale. Aber das kann ich eben nur aus neutraler Sicht so wahrnehmen, da ich sozusagen "Yes-Späteinsteiger" bin. Alte Yes-Fans sehen das vielleicht anders und mögen mir verzeihen... Aber erst durch "Keys To Ascension" wurde ich erst so richtig zum Freund der Musik von Yes.

Auch alle anderen Live-Songs glänzen durch den erwähnten sehr guten klanglichen Feinschliff und der Spielfreude der Musiker, denen man das anhört. Eine sehr gelungene Reunion der alten Garde aus den frühen 70ern.

"Be The One" und insbesondere "That, That Is" halte ich für ausgesprochen hervorragende neue Yes-Stücke. Immerhin leben hier wie früher wieder monumental lange Spielzeiten auf. Dies empfinde ich zu keiner Zeit als langweilig. Angesichts der sehr hohen musikalischen Qualität und er häufigen Rhythmus- und Tempowechsel vergehen die 19 Minuten von "That, That Is" wie im Fluge.

"Keys To Ascension 2" ist etwas anders aufgebaut. Hier sind auf der 2. CD gänzlich neue Studiosongs drauf !

"Mind Drive", das erste Stück, ist vom gleichen Kaliber wie die Songs "Be The One" oder "That, That Is" von der ersten Doppel-CD. Auf "Play" drücken, eintauchen und los geht's... Genial ! Knapp 19 Minuten Wohlklang.

"Footprints" und "Bring Me To The Power" gehen eher in die Richtung von Yes der 80er. Trotz Mainstream sind es aber ebenso genial gemachte schöne Songs. "Children Of Light" und das ruhige instrumentale "Sign Language" halten zum Ausklang wieder gewohntes Yes-Niveau.

Durch die allgemein durchgängige sehr gute Klangqualität, sind beide Doppel-CD's wärmstens zu empfehlen und eine Bereicherung der CD-Sammlung. Bei der Covergestaltung war wieder einmal der unter vielen Rockfans der 70er gut bekannte Künstler Roger Dean am Werke. Viele Platten-Cover von Yes weisen Dean's Fantasy-Malereien als Erkennungsmerkmal auf. Roger Dean hat aber auch für verschiedene andere Bands einige Cover gestaltet; z. B. für Uriah Heep und Asia. Und auch beim Kino-Hit "Avatar" wurde sich mächtig an Dean's uralten Ideen bedient. Wenn nicht gar geklaut...

Das ganze Werk "Keys To Ascension 1 + 2" ist musikalisches Breitwandkino. Scharf geschnittene konturierte musikalische Abläufe gepaart mit filigranen Sounds. Ich vernehme kaum einen klanglichen Unterschied zwischen den sehr guten Liveaufnahmen und den neuen Studiotracks. Grundsätzlich mag ich ja eigentlich Synthesizer - Musik weniger. Aber das hier ist sehr gute hörbare Musik.
Rick Wakeman ist dahingehend ein echter Künstler.

Tut's Euch einfach mal an. Hochklassig.
Sauber. 5 Sterne...


Keys to Ascension 2
Keys to Ascension 2
Preis: EUR 24,47

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochklassig, 14. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Keys to Ascension 2 (Audio CD)
Zugegeben; ich brauchte viel Zeit, um mir dahingehend Gedanken zu machen, welche Alben meine kleine Yes-Sammlung ergänzen sollten. Zum einen habe ich erst nach und nach angefangen, mich für die (eher kopflastige...) Musik zu interessieren. Zum anderen hatte ich bereits einige Alben (u. a. Fragile). Ausschlaggebend war aber die Anschaffung der Doppel-CD "The Ultimate Yes - 35 Anniversary" vor einigen Jahren. Dieses Album machte mir den Mund wässrig nach mehr...

Und dann kam nach langem Überlegen die Entscheidung, als ich auf "Keys To Ascension" gestoßen bin. Liveaufnahmen neueren Datums von der klassischen Besetzung "Anderson, Howe, Squire, Wakeman, White". Und dazu auf zwei Doppel-CD's verteilt sieben (!) neue Songs. Prima. Ein Garant für langes und ausgiebiges Musikhören. Dachte ich mir...

Enttäuscht wurde ich keinesfalls. Die Liveeinspielungen sind allesamt hochklassig. Außerdem sind viele Klassiker berücksichtigt. Auch wenn es sehr viel ähnliches Material von Yes in dieser Richtung gibt, so ist die Auswahl der Songs auf "Keys To Ascension" schon sehr beachtlich. Ergo ergatterte ich mir gleich beide. Eine hervorragende Ergänzung, wenn man altes Material von Yes besitzt, aber nicht alles in der Sammlung hat. Ich habe mir bewusst nicht das Box-Set (trotz DVD und günstigem Preis)gekauft, sondern beide Ursprungsausführungen. Wegen der Roger Dean-Cover. Siehe auch dazu am Schluss meinen Hinweis.

Ich finde die Kombination aus originellen Live-Aufnahmen und neuen Studiosongs durchaus gelungen, auch wenn das neue Material auf beiden Doppel- CD's auch für ein "richtiges" eigenständiges Studioalbum damals schon gereicht hätte.

Dennoch bereiten beide Doppel-CD's einen irrsinnigen Hörspaß. Die allseits bekannten klassischen Yes-Epen, die hier "Live" präsentiert werden, überzeugen mit glockenklarem Sound, druckvollen Drums und konturierten Bassläufen. "Roundabout" zum Beispiel klingt fast noch besser als das Original, und man denkt beim Hören, ähnlich wie auch z. B. bei "Awaken" oder "And You And I", dass es gar nicht die Livefassungen sind, sondern die Originale. Aber das kann ich eben nur aus neutraler Sicht so wahrnehmen, da ich sozusagen "Yes-Späteinsteiger" bin. Alte Yes-Fans sehen das vielleicht anders und mögen mir verzeihen... Aber erst durch "Keys To Ascension" wurde ich erst so richtig zum Freund der Musik von Yes.

Auch alle anderen Live-Songs glänzen durch den erwähnten sehr guten klanglichen Feinschliff und der Spielfreude der Musiker, denen man das anhört. Eine sehr gelungene Reunion der alten Garde aus den frühen 70ern.

"Be The One" und insbesondere "That, That Is" halte ich für ausgesprochen hervorragende neue Yes-Stücke. Immerhin leben hier wie früher wieder monumental lange Spielzeiten auf. Dies empfinde ich zu keiner Zeit als langweilig. Angesichts der sehr hohen musikalischen Qualität und er häufigen Rhythmus- und Tempowechsel vergehen die 19 Minuten von "That, That Is" wie im Fluge.

"Keys To Ascension 2" ist etwas anders aufgebaut. Hier sind auf der 2. CD gänzlich neue Studiosongs drauf !

"Mind Drive", das erste Stück, ist vom gleichen Kaliber wie die Songs "Be The One" oder "That, That Is" von der ersten Doppel-CD. Auf "Play" drücken, eintauchen und los geht's... Genial ! Knapp 19 Minuten Wohlklang.

"Footprints" und "Bring Me To The Power" gehen eher in die Richtung von Yes der 80er. Trotz Mainstream sind es aber ebenso genial gemachte schöne Songs. "Children Of Light" und das ruhige instrumentale "Sign Language" halten zum Ausklang wieder gewohntes Yes-Niveau.

Durch die allgemein durchgängige sehr gute Klangqualität, sind beide Doppel-CD's wärmstens zu empfehlen und eine Bereicherung der CD-Sammlung. Bei der Covergestaltung war wieder einmal der unter vielen Rockfans der 70er gut bekannte Künstler Roger Dean am Werke. Viele Platten-Cover von Yes weisen Dean's Fantasy-Malereien als Erkennungsmerkmal auf. Roger Dean hat aber auch für verschiedene andere Bands einige Cover gestaltet; z. B. für Uriah Heep und Asia. Und auch beim Kino-Hit "Avatar" wurde sich mächtig an Dean's uralten Ideen bedient. Wenn nicht gar geklaut...

Das ganze Werk "Keys To Ascension 1 + 2" ist musikalisches Breitwandkino. Scharf geschnittene konturierte musikalische Abläufe gepaart mit filigranen Sounds. Ich vernehme kaum einen klanglichen Unterschied zwischen den sehr guten Liveaufnahmen und den neuen Studiotracks. Grundsätzlich mag ich ja eigentlich Synthesizer - Musik weniger. Aber das hier ist sehr gute hörbare Musik.
Rick Wakeman ist dahingehend ein echter Künstler.

Tut's Euch einfach mal an. Hochklassig.
Sauber. 5 Sterne...


Keys to Ascension
Keys to Ascension
Preis: EUR 19,99

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochklassig, 14. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Keys to Ascension (Audio CD)
Zugegeben; ich brauchte viel Zeit, um mir dahingehend Gedanken zu machen, welche Alben meine kleine Yes-Sammlung ergänzen sollten. Zum einen habe ich erst nach und nach angefangen, mich für die (eher kopflastige...) Musik zu interessieren. Zum anderen hatte ich bereits einige Alben (u. a. Fragile). Ausschlaggebend war aber die Anschaffung der Doppel-CD "The Ultimate Yes - 35 Anniversary" vor einigen Jahren. Dieses Album machte mir den Mund wässrig nach mehr...

Und dann kam nach langem Überlegen die Entscheidung, als ich auf "Keys To Ascension" gestoßen bin. Liveaufnahmen neueren Datums von der klassischen Besetzung "Anderson, Howe, Squire, Wakeman, White". Und dazu auf zwei Doppel-CD's verteilt sieben (!) neue Songs. Prima. Ein Garant für langes und ausgiebiges Musikhören. Dachte ich mir...

Enttäuscht wurde ich keinesfalls. Die Liveeinspielungen sind allesamt hochklassig. Außerdem sind viele Klassiker berücksichtigt. Auch wenn es sehr viel ähnliches Material von Yes in dieser Richtung gibt, so ist die Auswahl der Songs auf "Keys To Ascension" schon sehr beachtlich. Ergo ergatterte ich mir gleich beide. Eine hervorragende Ergänzung, wenn man altes Material von Yes besitzt, aber nicht alles in der Sammlung hat. Ich habe mir bewusst nicht das Box-Set (trotz DVD und günstigem Preis)gekauft, sondern beide Ursprungsausführungen. Wegen der Roger Dean-Cover. Siehe auch dazu am Schluss meinen Hinweis.

Ich finde die Kombination aus originellen Live-Aufnahmen und neuen Studiosongs durchaus gelungen, auch wenn das neue Material auf beiden Doppel- CD's auch für ein "richtiges" eigenständiges Studioalbum damals schon gereicht hätte.

Dennoch bereiten beide Doppel-CD's einen irrsinnigen Hörspaß. Die allseits bekannten klassischen Yes-Epen, die hier "Live" präsentiert werden, überzeugen mit glockenklarem Sound, druckvollen Drums und konturierten Bassläufen. "Roundabout" zum Beispiel klingt fast noch besser als das Original, und man denkt beim Hören, ähnlich wie auch z. B. bei "Awaken" oder "And You And I", dass es gar nicht die Livefassungen sind, sondern die Originale. Aber das kann ich eben nur aus neutraler Sicht so wahrnehmen, da ich sozusagen "Yes-Späteinsteiger" bin. Alte Yes-Fans sehen das vielleicht anders und mögen mir verzeihen... Aber erst durch "Keys To Ascension" wurde ich erst so richtig zum Freund der Musik von Yes.

Auch alle anderen Live-Songs glänzen durch den erwähnten sehr guten klanglichen Feinschliff und der Spielfreude der Musiker, denen man das anhört. Eine sehr gelungene Reunion der alten Garde aus den frühen 70ern.

"Be The One" und insbesondere "That, That Is" halte ich für ausgesprochen hervorragende neue Yes-Stücke. Immerhin leben hier wie früher wieder monumental lange Spielzeiten auf. Dies empfinde ich zu keiner Zeit als langweilig. Angesichts der sehr hohen musikalischen Qualität und er häufigen Rhythmus- und Tempowechsel vergehen die 19 Minuten von "That, That Is" wie im Fluge.

"Keys To Ascension 2" ist etwas anders aufgebaut. Hier sind auf der 2. CD gänzlich neue Studiosongs drauf !

"Mind Drive", das erste Stück, ist vom gleichen Kaliber wie die Songs "Be The One" oder "That, That Is" von der ersten Doppel-CD. Auf "Play" drücken, eintauchen und los geht's... Genial ! Knapp 19 Minuten Wohlklang.

"Footprints" und "Bring Me To The Power" gehen eher in die Richtung von Yes der 80er. Trotz Mainstream sind es aber ebenso genial gemachte schöne Songs. "Children Of Light" und das ruhige instrumentale "Sign Language" halten zum Ausklang wieder gewohntes Yes-Niveau.

Durch die allgemein durchgängige sehr gute Klangqualität, sind beide Doppel-CD's wärmstens zu empfehlen und eine Bereicherung der CD-Sammlung. Bei der Covergestaltung war wieder einmal der unter vielen Rockfans der 70er gut bekannte Künstler Roger Dean am Werke. Viele Platten-Cover von Yes weisen Dean's Fantasy-Malereien als Erkennungsmerkmal auf. Roger Dean hat aber auch für verschiedene andere Bands einige Cover gestaltet; z. B. für Uriah Heep und Asia. Und auch beim Kino-Hit "Avatar" wurde sich mächtig an Dean's uralten Ideen bedient. Wenn nicht gar geklaut...

Das ganze Werk "Keys To Ascension 1 + 2" ist musikalisches Breitwandkino. Scharf geschnittene konturierte musikalische Abläufe gepaart mit filigranen Sounds. Ich vernehme kaum einen klanglichen Unterschied zwischen den sehr guten Liveaufnahmen und den neuen Studiotracks. Grundsätzlich mag ich ja eigentlich Synthesizer - Musik weniger. Aber das hier ist sehr gute hörbare Musik.
Rick Wakeman ist dahingehend ein echter Künstler.

Tut's Euch einfach mal an. Hochklassig.
Sauber. 5 Sterne...


Yes - Songs from Tsongas: 35th Anniversary Concert [2 DVDs]
Yes - Songs from Tsongas: 35th Anniversary Concert [2 DVDs]
DVD ~ Yes
Preis: EUR 25,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht von dieser Welt, 28. Juni 2012
Ein richtiger "Yes-Fan" war ich eigentlich nie. Ich bin aber im Laufe der Jahre zu einem Liebhaber dieser Art progressiven und symphonischen Rockmusik geworden. Und zwar immer mehr, so dass ich natürlich Alben wie "Fragile" oder "Tales From Topographic Ocean" heute mittlerweile als Super-Alben einstufe und ich die Musik darauf fast schon inhaliere...

Überhaupt zum Thema "Musik" von Yes. Man fühlt sich verzaubert und fragt sich, wie diese Herren auf diese gewaltigen Ideen kommen. Es scheint, als käme diese Musik nicht von dieser Welt. Es ist vor allem immer wieder erstaunlich, wie hervorragend die Urbesetzung mit Rick Wakeman, Chris Squire, Steve Howe und Co. dieses musikalische Konzept gebacken kriegt.

Genauso ist es mit dieser Live-DVD "Yes - Songs from Tsongas: 35th Anniversary Concert".

Hat mir schon "Keys to Ascension", gewissermaßen das "Reunion-Album" mit neuen Songs, bärenstark gefallen, setzt diese DVD dem musikalischen Werk von Yes die Krone auf. Hier sind gestandene Vollblutmusiker am Werke, die spieltechnisch unglaubliches vollbringen. Großes Breitwand-Kino, atemberaubend, verzaubernd...
Nicht zuletzt auch durch das fantasievolle Bühnenbild, das mit bunten Lichteffekten und skurrilen Formen und Gewächsen im "Roger-Dean-Stil" zudem ein echter Hingucker ist.

Nun stelle ich meine Rezension vorrangig auf die musikalische Qualität ab. Bildtechnische Belange oder Tonabmischung sind hier für mich weniger bedeutend. Dennoch muss ich hier klar feststellen, dass hier einige Rezensionen, die die Klangqualität oder die Kameraführung dieses Konzertes als "miserabel" bezeichnen, wohl doch etwas übertreiben. Mit einer guten (!) Hifi-Stereo-Anlage, adäquaten Signalquellen und Boxen klingt es sauber und druckvoll.

Die Musik an sich sorgt für das eigentliche "Feintuning", weil sie derart komplex ist filigran gespielt wird, dass es eine reine Freunde ist, hierbei zuzuschauen ! Anders herum: Die Musik ist so gut, dass ich auf die Kameraführung ehrlich gar nicht geachtet habe...

Der erste Teil des Konzertes ist wuchtig, progressiv, symphonisch und mit allen Zutaten, die die Songs und Epen von Yes eben nun mal ausmachen. Auch neue Songs wie "Mind Drive" (von der "Keys To Ascension" -Serie...) sind beileibe alles andere als uninteressant.

Einfach göttlich, wie Steve Howe, Chris Squire, Rick Wakeman, Jon Anderson und Alan White die Musik umsetzen. Ich frage noch mal, auch wenn einige der musikalischen Beiträge schon älter sind und aus den frühen 70ern stammen: Woher nehmen diese Musiker ihre Ideen, die Stücke so verspielt und mit etlichen Tempo- und Melodiewechseln derart komplex aufzubauen und extrem sauber zu spielen ? Für mich grenzt das an ein Wunder. Dies ist wahrscheinlich auch der Grund, warum es keine Coverbands von Yes gibt. Oder liege ich da falsch ? Sollte es eine geben, kann das aber nur in die Hose gehen.

Sehr schön gelungen ist auf der zweiten DVD die "Unplugged-Einlage", unter anderem mit herrlich "bluesig-jazzigen" Akustik-Versionen von "Roundabout" und "Owner Of A Lonely Heart". Und natürlich Rick Wakeman's Solo am Flügel. Krass...
Ab und zu nimmt auch Jon Anderson eine Gitarre in die Hand oder übernimmt die Percussions.

Am Schluss wird wieder gezaubert. "Ritual" in voller monströser Länge und ein Ausklang mit dem genialen Klassiker "Starship Trooper". Fulminant und ganz große Klasse !

Man erhält einen sehr hohen musikalischen Gegenwert für den Preis dieser DVD. Daher eine ganz klare Empfehlung. Wer dieses Konzert nicht sieht oder hört, ist selber Schuld. Übrigens auch für Musikliebhaber, die noch nie was von Yes gehört haben.
Lohnt sich wirklich...


Sweet Freedom
Sweet Freedom
Preis: EUR 11,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die rockigen Drei, 26. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Sweet Freedom (Audio CD)
"Sweet Freedom" ist ein Rockklassiker erster Güte. Ich erstand die LP damals noch mit dem "Island-Label" und sie befand sich in bester Gesellschaft mit den ebenfalls vorhandenen Werken "Salisbury" und "Look At Yourself". Ebenfalls noch mit "Island"-Etikett. Meine ersten Heep-Erfahrungen mit diesen "rockigen Drei"...
Bis heute haben diese Platten meinen Musikgeschmack geprägt.

Was damals bereits bei der LP auffiel und sich auf dieser remasterten CD noch deutlich verstärkt, ist die überaus brillante Klangabmischung.

Ein Traum von Klangwand, die sich, wenn man direkt vor den Boxen sitzt, vor einem ausbreitet. Unbedingte Empfehlung: Wirklich STEREO und laut hören und nicht den Sound durch Surround und ähnliches Gedöns verkorksen lassen. Alle Songs weisen sowohl filigrane als auch wuchtige Merkmale auf. Bei fast jedem Songs schälen sich feine leicht verhallte Gitarrensoli (typisch für die Zeit so um 73) heraus. Empfehlung: Mal die Ohren spitzen bei "One Day"...

Und trotz dieser instrumentalen Materialschlacht ist genug Luft und Raum für Hensley's Orgel oder David Byrons unnachahmliche Stimme, die übrigens hier auf diesem Werk das letzte Mal so richtig gut und kraftvoll klingt.

"Sweet Freedom" ist als Ganzes ein homogenes musikalisches Werk, weil hier Hard- und Heavy-Rock, Melodien, poppige Einflüsse und Progressives derart genial vermischt werden, dass es unmöglich ist, einzelne Songs herauszupicken. Wenn ein Heep-Album für den Hardrock der 70er beispielhaft genannt werden soll, würde ich klar dieses hier nehmen. Ich werde es immer lieben...

Mir persönlich sehr gut gefallen der Opener "Dreamer" (irgendwie witzig gemacht dieser im Slide-Guitar-Stil gemachte Riff) gepaart mit den schönen wuchtigen Drums) und natürlich das eingängige und sich zum Schluss fast schon atemberaubend steigernde "Stealin" !

Aber auch "Sweet Freedom", der Titelsong von Ken Hensley, ist ein großes Melodie-Highlight und "Pilgrim" der pathetisch anmutende Breitwand-Rocksong mit Ausflippfaktor.

Schön, dass auch "Sunshine" mit drauf ist. Dieser Song klingt sehr typisch nach Heep und ich empfand ihn damals als große Klasse. Leider war "Sunshine" nur eine Single-B-Seite und nirgendwo anders mit drauf.

Am feinsten kommt "Circus" daher. Solch eine schöne swingende und fast schon südamerikanisch daherkommende Ballade haben Heep (die Komponisten sind Mick Box, Lee Kerslake und Gary Thain) nie wieder hinbekommen. Auf so was warte ich bis heute noch.

Rockig sind sie ja immer noch: "Into The Wild" zeigt anno 2011, wo (fast...) gleichermaßen der Hammer hängt. Aber so was geniales ? Nee, so weit geht es dann doch nicht mit meiner, zugegeben, ungebrochenen musikalischen Zuneigung zu Uriah Heep.


Thick As a Brick 2 (Special Edition)
Thick As a Brick 2 (Special Edition)
Preis: EUR 20,61

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man muss es unabhängig sehen... und hören..., 1. Mai 2012
Ich musste erstmal dieses Werk drei Wochen intensiv durchhören, um mir überhaupt dazu eine Meinung bilden zu können.

Erstmal vorweg:

Es sind sieben echte "Songperlen" auf dieser CD drauf; unabhängig vom bewährten "Jethro-Tull-Sound" und den Erwartungen, die man als Fan daran hat. Diese sind (man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen):

1. Banker Bets, Banker Wins (schöner einsaitiger Riff, der sich später auch auf anderen Songs oft wiederholt)
2. Adrift And Dumfounded
3. Wootton Bassett Town
4. Power And Spirit
5. Shunt And Shuffle (klassisch JT ! Locomotive Breath Part II))
6. A Change Of Horses (einmalig gut, sehr filigran mit Akkordeon )
7. Kismet In Surburbia (fast, wirklich nur "fast" wie Locomotive Breath Part III)

Diese Song-Menge hätte früher ein ganzes Album gefüllt...

Jeder einzelne Song ist derart hochklassig, dass ich persönlich erstmal gar nicht an den alten Klassiker von 1972 denke. Sie sind so gut, dass ich 6 Sterne vergeben könnte. Allesamt haben die Songs gemeinsame Erkennungsmerkmale und sind dennoch für sich allein Meisterstücke. Dies ist also ein sogenanntes Konzeptalbum, aber ich glaube aus meiner Sicht nicht, dass Ian Anderson Ambitionen gehabt hat, das ursprüngliche "TAAB" zu kopieren.
Und es wird von mir auch so nicht gewertet...

Die übrigen sich sprichwörtlich "einnistenden" Songbeiträge weisen ebenso echte "Jethro-Tull-Merkmale" auf, so dass das Album insgesamt bei mir sehr gut wegkommt. Immer wieder ist man geneigt, genau hinzuhören. Ein sehr schönes Werk, das uns da musikalisch geboten wird.

Die immer wieder gerne geäußerten kritischen Hinweise zu Ian Andersons Stimmenverfall kann ich nur bedingt teilen. Klar, man hört sein Alter, und dass daher öfters mit elektronischen Mitteln (Vocoder) nachgeholfen wird, empfinde ich nicht als problematisch und auch nicht als Makel. Schließlich wurde diese technische Verfahrensweise auch z. B. auf "This Was" oder "Aqualung" schon damals praktiziert. Das gibt den Songs eine historische Note...

Insgesamt ist "TAAB 2" sehr gut umgesetzt, und man hat beim Hören den Eindruck, es soll gar nicht genauso klingen wie damals. Bis auf wenige aufblitzende kurze Einlagen von alten Melodien des Ursprungs-Albums.

Ian Anderson hat hier was durchaus Neues geschaffen, und das geht fürwahr als neue CD von Jethro Tull durch, auf die eigentlich alle Fans und Musikfreunde gewartet haben müssten !

Ein Album, das man unabhängig von den bisherigen Veröffentlichungen sehen sollte.

Viel besser geht die Musik von Jethro Tull eigentlich nicht...
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 19, 2012 9:03 PM CET


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