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Rezensionen verfasst von
Martin Böhmer (Hann. Münden)

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Acoustically Driven
Acoustically Driven

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bin ich froh ! Dieses Werk zu haben..., 28. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Acoustically Driven (Audio CD)
Viel mehr kann man dazu nicht sagen. Uriah Heep spielen in neuer Besetzung, die so neu nun auch nicht mehr ist, alte Klassiker, weniger bekannte Nischensongs und damals Aktuelles aus der so seit ca. 1986 bestehenden Ära mit Sänger Bernie Shaw neu ein. Der singt hier auch sehr gut und kräftig mit. So, als gelte es zu beweisen, dass Uriah Heep hier ja bloß keinen Frevel an dem althergebrachten Liedgut begehen. Und wehe dem, der es wagt, solch' einen Song neu zu interpretieren. Erst recht, wenn es sich auch noch um einen Hensley-Song handelt...

Aber es ist fürwahr kein Frevel. Uriah Heep konnten das schon immer. Und dieses Album beweist es. Es handelt sich um eines der besten Livealben, oder besser "Unplugged-Livealben", die jemals entstanden sind. Durch alle Heep-Epochen werden Songperlen aufgegriffen. Auch weniger Bekanntes... Und das Ganze verstärkt mit Orchester und Gastmusikern wie Ian Anderson.

Erwähnenswert auch das Super-Cover von Altmeister Roger Dean, der aus alten Elementen hier was ganz Neues gezaubert hat. Genial !

Ich bin echt froh, diesen Meilenstein zu besitzen. Er scheint im Handel vergriffen zu sein. Dabei ist dieses Werk auch "Nicht-Uriah Heep-Fans" wärmstens zu empfehlen. Aber nicht zu dem hier angebotenen Preis. Auch wenn das Album ideell sogar das 10-fache wert wäre. Versucht es anderweitig zu bekommen...


Homo Erraticus
Homo Erraticus
Preis: EUR 5,24

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hör zu, 23. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Homo Erraticus (Audio CD)
Was gefiel an TAAB 2: Es war ein überraschend gelungenes Album. Durch deutliche Jethro - Tull - Zutaten und typische musikalisch vertrackte Fragmente aus Prog - Rock und Folk war es ein interessantes Album. Gut hörbar und wohltuend. Okay... Die Geschichte von Gerald Bostock wurde uns schon oft erklärt, und daher möchte ich den literarischen Hintergrund mir ersparen. Mir geht's hier mehr um die Musik. Kurz: Wir erleben nur zwei Jahre nach TAAB2 nun mit "Homo Erraticus" Teil 3 der Story...

Ein Blick auf das Booklet der CD lässt erkennen, dass sich Ian Anderson mit den Musikern einlässt, die auch bereits auf TAAB2 für die musikalische Ideenumsetzung verantwortlich zeichneten. Diese scheinen sehr vielseitig zu sein. Was man alles neben Gitarren, Drums und Bass so raushört ist schon interessant: Flöten (sowieso...), Bouzouki, Mandoline, Harmonica, Akkordeon.

Es gab in den 1970ern sehr oft musikalisch angeblich höherwertigere LP-Aufnahmen, die gerne unter dem Markennamen "Hör zu" vermarktet wurden. Doppelsinnig... Diese Platten animierten aber sehr oft zum "Zuhören". Heute scheint diese Eigenschaft leider abhanden gekommen zu sein. Es war auch damals angesagt und schick, sich nur Platten zu kaufen, die man erst nach mehrmaligem Hören gut fand. Das war bei "Prog" oft der Fall. Diese Musik erschließt sich nicht gleich dem Hörer. Dies sind genau die Merkmale von "Homo Erraticus", das all die Meriten aufweist, die Musik von Jethro Tull einst ausgemacht hat. Von rockigeren Nummern wie z. B. "Locomotive Breath" oder "Living In The Past" mal abgesehen, waren die meisten Longplayer früher kaum anders.

Ian Anderson und (neue...) Band brillieren mit Auffälligkeiten wie fein ziselierten Songs, die akustisch geprägt sind. Teilweise mit deutlich hervorstechender progressiver dominierender Hammond. Dies muss man zwar mögen, weil es ansonsten dem einen oder anderen dann etwas krass daher kommen mag. Aber das sind genau die musikalischen I-Tüpfelchen, die den Prog-Rock der frühen 70er ausgemacht haben. Da auch auf "Homo Erraticus" schön aufgebaute Songs mit vielen Elementen der alten Jethro Tull zu finden sind, lädt auch diese CD sehr zum Lauschen ein...

"Homo Erraticus" macht fast noch einen etwas stimmigeren Eindruck als TAAB2. Denn gegenüber dort einigen eher soften und poppigen Songs klingt es auf "Homo Erraticus" ernster und ausgereifter. Die einzelnen Songs sind wesentlich verschachtelter mit vielen Versatzstücken. Der mitunter stellenweise sehr progressive Songaufbau erinnert eher an "Art"- anstatt an "Hart"-Rock... Aber so war es teilweise früher in den 70ern ja auch. Im Gegensatz zu TAAB2 finden sich auch neben Folk deutliche jazzige Anteile auf "Homo Erraticus".

All das trifft auf fast alle Songs zu. Erwähnen möchte ich aber "After These Wars" und "New Blood, Old Veins", die besonders gefällig gemachte Rocksongs sind. Auch mit den folgenden Tracks "In For A Pound" und "The Browning Of The Green" lädt Ian Anderson zu einer veritablen "Jethro Tull - Exkursion" ein. Sozusagen am Schluss dreht er noch mal auf. Sehr gefällig das Ganze. Etwas gedämpfter Rock zwar gegenüber den alten Zeiten, aber nicht minder anspruchsvoll und ausgesprochen gut gemacht. Am Schluss schließt sich der eigentlich musikalisch logische Aufbau des Albums. Der Songreigen endet mit "Cold Dead Reckoning" betont progressiv. Der Song ist eher ruhig aufgebaut und durchsetzt mit schrägen Folk-Elementen, komplizierter Struktur, Riffs und Klavier. Außergewöhnlich schönes Ende.

Ich komme im Ergebnis nach mehrmaligen Durchläufen zu der althergebrachten Empfehlung:

Hör zu !
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 24, 2014 11:14 AM MEST


Pride
Pride
Preis: EUR 5,99

26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Fairness halber zwei Sterne mehr, 20. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Pride (Audio CD)
Zufällig habe ich die neue CD von Rea Garvey "Pride" hören können.

Ich stehe prinzipiell mit diesem Mann eher auf Kriegsfuss. So hatte ich auch das letzte Album als belanglos abgetan und entsprechend kommentiert. Zum Teil aus musikalischer Sicht auch ganz zu Recht. Denn das Album tendierte ganz extrem zum radiotauglichen Mainstream. Gerade die vermehrt wahrnehmbaren elektronischen Komponenten führten dazu, dass die Songs nicht authentisch klangen. Für mich ein qualitativer Mangel an der Musik; und vollkommen uninteressant.

Das neue Album ist jedoch musikalisch im positiven Sinne sehr bodenständig und erfreulicherweise überwiegend akustisch aufgenommen. Das trifft absolut meinen Geschmack. Nicht immer die irische Folklore-Dudelei, aber insgesamt muss ich sagen: Respekt !

Rea Garvey hat sich durchweg schöne Songs einfallen lassen, so dass ich hier fairer Weise dies auch mit einer entsprechenden Bewertung zum Ausdruck bringe.

Manche schreiben, die Musik sei melancholisch, andere reden von Ausgelassenheit oder bezeichnen die Musik sogar als tanzbar (?)... Das trifft es vielleicht nicht ganz. Ich gehe zwar jetzt nicht auf die einzelnen Songs ein, aber sie sind generell hochklassig geschrieben und sehr gut produziert. Feine Songs, zum Teil akustisch getragen und musikalisch auf deutlich anspruchsvollerem Niveau als bisher.

Das hätte ich nach dem letzten sehr durchwachsenen Album Rea Garvey überhaupt nicht zugetraut. Eine CD, die man durchaus sehr empfehlen kann.


Ghost Stories
Ghost Stories
Preis: EUR 5,99

13 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Musikalisch überbewertet, für Fans sicher hübsch, 16. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Ghost Stories (Audio CD)
Muss man das mögen, nur weil Radiosender und Medien sich beim neuen Coldplay-Album überschlagen ? Ich war als Musik interessierter Mensch immer neugierig, wenn was neues von Coldplay kam. Obwohl ich dieser Band leider bescheinigen muss, keinesfalls jemals musikalisch besonders interessant gewesen zu sein.

Außer dem aller ersten Album erzeugte diese Musik bei mir seit jeher ein herausgepresstes "Na Ja..." Zuviel radiotauglicher Mainstream, zuviel weichgespülte Melodien, zuviel belangloses Schrammel-Gitarrenspiel, wenn überhaupt Gitarre und nicht nur Keyboardkleister. Eher was für’s glückselige Schunkeln mit Feuerzeugen bei einem Massen-Live-Konzert. Nicht mein Ding... So kenne ich "Coldplay" und daher habe ich mich von dieser Band schon länger verabschiedet.

Nun soll ja laut einer Radiomoderatorin eines bekannten bei mir empfangbaren Senders „Ghost Stories“ total melancholisch sein, zum traurig sein animieren, weil es ja ach sooo schön ist, und unglaublich viel Gänsehaut erzeugen.

Mmh.. Traurig ist hier höchstens die belanglose Musik und die einfallslosen Melodien. Von Gänsehaut ist bei mir angesichts dieses 08-15 – Songwritings weit und breit keine Spur. Dazu der weinerliche Gesang. Ich kann das Album rauf und runter hören. Da zündet nichts...

Wieder mal Futter für unsere Radiostationen und „Antenne und Co. - Dudelsender“ unter dem Motto: „ ...und das beste von heute...“ Zu mehr reicht es diesmal nicht.

"Coldplay" auf Nr. 1 der Amazoncharts in der Kategorie "Rock" ? Da frage ich mich, welcher Song (oder überhaupt einer...) auf diesem Album etwas mit "Rock" zu tun hat...
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 9, 2014 4:18 PM MEST


Alphatier
Alphatier
Preis: EUR 15,99

8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen War nie richtig weg, 25. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Alphatier (Audio CD)
Heute morgen prangte auf der Titelseite meiner Tageszeitung ein großes Foto mit der Schlagzeile: Rocker Westernhagen ist wieder da ! Wieso ? Er war doch nie richtig weg...

Aber offenbar waren die Alben der letzten Jahre zu hochklassig für das breite Volk und die Medien. Schade ! Und wer auf einem der Konzerte seiner letzten Tournee im Herbst 2012 war, käme niemals auf den Gedanken, dass er jemals weg war; und eigentlich immer da war...

In der Tat legt er hier wieder ein etwas, sagen wir mal, typischeres Album vor. Der Song "Alphatier" wird ja bereits überall gespielt. Aber die bisherigen Verlautbarungen, dies sei ein Album, auf das alle Fans gewartet haben, teile ich nicht.

Richtige Liebhaber der Musik (und zugegeben etwas skurrilenTexte) von Westernhagen, kamen auch sehr gut mit "Nahaufnahme" oder "Williamsburg" klar. Ich zumindest... Ich schätze an Westernhagen (eigentlich sage ich immer "Marius") seine Fähigkeit, erdige, rotzige Musik mit passenden Texten zu verbinden. Oder er schwelgt in Blues oder ehrlicher Rock- / Popmusik. Dass er dabei oft irgendwelche Textfragmente erfindet, macht nichts. Ich find's gut. Und dadurch passen Wortlaut, Silben usw. zur Musik und zum Rhythmus. Eine perfekte Symbiose...

Dies beherrschen nicht viele deutsche Künstler. Schon gar den Umgang mit der schweren deutschen Sprache. Denn beim aktuellen radiotauglichen Deutsch-Pop werden gerne Silben verschluckt oder schneller getaktet, quasi, dass sie sich überschlagen, damit es zur Musik passt. Diese macht dann leider eher den Eindruck, sie sei um den Text notdürftig herumgeflickt. Langweilig, meist belanglos und uninteressant. Da kräuseln sich bei mir die Nackenhaare...

Marius hingegen kannte sich schon immer mit guter Musik aus. Wenn er rockt, dann klingt es auch nach Stones. Oder er gibt den Songs, wie auf "Nahaufnahme", jazzige Freiräume.

Ganz so edel und hochklassig fällt daher "Alphatier" nicht aus. Er rockt roher und stärker dem Blues verwurzelt. Aber seine Handschrift ist unverkennbar.

Ich habe als Liebhaber von Westernhagen's Musik auf dieses Album nicht unbedingt gewartet. Aber es ist schlicht gut. Eben Marius Müller-Westernhagen. Trotz seiner 65 Jahre zeigt er hiermit immer noch allen aktuellen Deutsch-Pop-Künstlern, wo Barthel den Most holt...

Diejenigen, die Westernhagen also seit den 90ern aus den Augen verloren haben, kann ich beruhigen: Er ist noch der Alte ! Fast noch besser... Die anderen, die eher nicht zur breiten Masse gehören, und nicht nur Sexy und Willenlos kennen, vermissen vielleicht echte Songperlen wie zuletzt auf "Williamsburg" oder "Nahaufnahme".

Insgesamt macht er seine Sache aber wie immer gut und diesmal sogar etwas rauer. Das schätze ich, so dass ich eine Kaufempfehlung für "Alphatier" abgebe.
Und 4 Sterne locker mache...
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 2, 2014 10:38 AM MEST


Motherload (Limited First Edition)
Motherload (Limited First Edition)
Preis: EUR 21,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der einzige Ausweg, 8. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Motherload (Limited First Edition) (Audio CD)
Als Hardrock-Liebhaber bin ich das erste Mal auf "The Graviators" in einer Zeitschrift gestoßen, da sprang mich gleich die Werbung der Plattenfirma an:

"Better than Black Sabbath, better than Orchid. The Doom Stoner Metal Highlight of 2014".

Gut... Aber: Von solchen Superlativen halte ich leider überhaupt nichts. Es hat auch nichts mit Qualität zu tun. Wenn, durchaus auch bei anderen Bands, durch Medien oder Plattenfirmen werbemäßig Vergleiche bemüht werden und behauptet wird, sie seien "besser (!) als..." , dann dreht sich mir meist sprichwörtlich der Magen um. Musikalische Highlights und Kultsongs einer sehr guten Band aus einer glorreichen Schaffensphase (z. B. Black Sabbath) bleiben Highlights. Bis heute ! Und es gibt keine "bessere" Band, vielleicht eine andere. Die Ranking-Vergleiche innerhalb einer Musikrichtung hinken stark... Übrigens auch bei Orchid...

Aber "The Graviators" sind in der Tat würdige Vertreter des sogenannten Retro-Classic-Rock. Was immer das auch neudeutsch heißen soll. "Retro" ? Warum ist der Sound einer Band aus den frühen 70ern "retro" ? Schließlich sind das die unumstößlichen Grundlagen von allem, was sich heute "Rock" nennt...

Besser würde es heißen: The Graviators huldigen die rockmusikalischen Ursprünge...
Und das tun sie auf diesem neuen Album kompromisslos. Lange progressive Songs, Riffs, dass die Schwarte kracht und epische Breite.

Und wie in den Ursprüngen damals in den späten 60ern bilden sie eine musikalische Gegenströmung, die heutzutage wichtiger denn je ist. Und da stimme ich der Aussage im Artikel dieser Zeitschrift über die "Graviators" (in der April-Ausgabe von "Classic Rock") aus ganzem Herzen zu. Es gab schon immer "Gegenströmungen" und Rebellion gegen etablierte kommerzielle Musik. In den 60ern die ersten lautstarken Versuche von "The Who", dann der neue Heavy-Rock-Sound von Led Zeppelin und Co. gegen "Flower-Power", in den späten 70ern der Punk... Denn auch die tollen verklärten 70er fingen musikalisch zwar sensationell an, ließen ab der Mitte aber extrem nach. Kein Wunder, dass nach all dem Disco-Gedöns der Aufschrei kam !

Aber heute ist, in der künstlichen Scheinwelt des Internets, und durch die zunehmende Verblödung der Menschen durch neue, aber wenig tiefgründige Medien und somit auch durch die daraus resultierende wenig kreative Musik, eine Gegenströmung wichtiger denn je !

Denn wer all diesen austauschbaren seelenlosen popmusikalischen Müll täglich im Radio ertragen muss, der sehnt sich nach einem Gegenpol. Einfach nach richtig guter Musik ! Das muss kein Hardrock sein. Aber es scheint, dass dieser derzeit der einzige Ausweg ist...

Rein musikalisch gesehen wird uns hier ein absoluter Höhepunkt des Hardrock geboten. Allein "Druid's Ritual" ist umwerfend gut gemacht. Ein progressives und episches Stück, das einen nicht mehr loslässt. Sogar mit bluesigen und jazzigen Elementen. Starke Gitarrensoli mit Wah wah-Effekten inklusive... Solche Variationen gibt es auch unzählig in den übrigen Songs. Ein reines Hörerlebnis...

Wen diese Art Schwermetall-Hardrock anspricht, für den ist dieses Album (gibt es auch als Vinyl !) ein absolutes "Muss". Eine Hommage an den Rock-Sound der späten 60er und frühen 70er. Auch klanglich überzeugend; wobei man wirklich mal auf diesen herrlichen Schlagzeug-Sound achten sollte...
Unbedingte Kaufempfehlung !

Danke an "The Graviators"...
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 7, 2014 12:39 AM MEST


Brigade
Brigade
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erinnerungen und stressfreier Melodie-Spaß, 15. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Brigade (Audio CD)
Das Album "Little Queen" von "Heart" aus Kanada war 1977 irgendwie eine Offenbarung. Hardrock von Frauen, die wie Led Zeppelin klangen… Na ja… Vielleicht nicht ganz. Aber es ging in die Richtung.

Dann wurde die Band "Heart" weniger hart und sehr kommerziell. So auch dieses Werk. "Brigade" aus dem Jahr 1990.

"Brigade" hangelt sich sehr typisch am Rocksound der 90er entlang. Purer Mainstream aus der damaligen Zeit. Heute nennen wir es professionell: AOR... Ehrlich. Das war nie so ganz mein Ding.

Aber „Brigade" ist nicht so schlecht. Hört man es sich heute mit einem gewissen Abstand an, so erschließt sich dem Hörer ein vollendetes Melodic - Hardrock - Album in technisch brillanter Qualität. Abgesehen von dem unvermeidlichen schwülstigen Synthesizer-Teppich, der die Songs umrahmt, kracht es hier und da ganz fulminant und bluesig ("Wild Child", "Tall, Dark Handsome Stranger" und "Call Of The Wild"). Zum Teil überraschen auch sehr gute Gitarren -Soli !

Und der allseits präsente Hit "All I Wanna Do Is Make Love To You", der heute noch gerne im Radio gespielt wird, spiegelt die 90er in voller Power wieder. Kann man jederzeit als DJ bei einer Ü-30-Party zum Tanzen auflegen. Und keiner meckert...

Das ganze Album ist ein unauffällig auffälliges Werk. Keine Innovationen, aber routiniert eingespielt. Selbst der Folkeinschlag, der auf "Little Queen" 1977 so faszinierte, kommt kurz zu Ehren in dem Song "The Night". Und "vor Schmalz triefende" Balladen ("Secret"). Aber mit dem gebührenden Sicherheitsabstand zur damaligen Zeit heute nicht mal so schlecht... Und die Stimmen der Lady's Ann & Nancy Wilson hatten schon was. Man konnte das damals noch in Kneipen an der Ecke, die es heute nicht mehr gibt, auflegen und nebenbei 'ne Currywurst essen und ein Bierchen trinken...

Das Album nervt eigentlich an keiner Stelle. Hat ein bisschen was von „Starship“ aus den 80ern. So komme ich zu dem Schluss, dass auch die 90er, die ich als Hardrock-Liebhaber eigentlich gar nicht so mochte, gute Seiten hatten.

Melodischer Musikspaß der 90er. Besser (viel besser sogar !) als die zeitgenössischen Charts...

Kurz gesagt: I Like it...
Kommentar Kommentare (32) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 8, 2014 9:59 AM MEST


Bula Quo!
Bula Quo!
Wird angeboten von schoenhausermusic
Preis: EUR 6,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Gitarre und das Meer, 9. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bula Quo! (Audio CD)
Der Besuch eines Konzertes mit Status Quo im November 2013 animierte mich zum Kauf dieser CD. Daher war ich nach dem Kracher "Quid Pro Quo" dann doch sehr gespannt auf "Bula Quo !"

Vorweg: Die Scheibe ist viel besser als ihr Ruf. Auf einem großen Foto im Innenteil der Hochglanz-Klapphülle stehen die beiden sympathischen Jungs Francis Rossi und Rick Parfitt mit Gitarren in den Südsee-Wellen am Strand. Das würde ich auch gerne mal machen...

Die schön gemachte Hülle weist CD Nr. 1 als neue Studio-CD und CD Nr 2 als Soundtrack aus.

Aus meiner Sicht startet die CD phänomenal. Die Songs 1 bis 4 ("Looking Out for Caroline", "Go Go Go", "Run and Hide", "Running Inside My Head") zeichnen sich durch sehr gutes Songwriting aus, sind absolut geerdet, solide und gitarrenorientiert, sehr fein. Klasse Rock `n` Roll. Eindeutige Quo - Trademarks im Stil der 70er. Klanglich übrigens astrein...

Ab "Mystery Island" (auch nicht sooo schlecht, aber überraschend anders) schwächeln die Songs leider etwas. Am Schluss dann "Bula Bula Quo". Wow... Erinnert irgendwie an die musikalische Zeit von Status Quo in den 80ern. Sehr beschwingt, melodiös und ein "Gute - Laune - Macher" aller erster Güte. Good Day Sunshine !

Der beigepackte Soundtrack (CD 2) ist eine Sammlung bekannter Songs, teilweise in neuem Gewand sowie in Live-Versionen. Auch von "Quid Pro Quo" werden uns zwei Songs serviert. Dabei auch einer meiner Lieblingssongs von Status Quo: "Frozen Hero". Auch sehr erwähnenswert ist die knackige Neuaufnahme von "Rockin' All Over The World". Sehr bodenständig eingespielt kommt dieser Song nun dem Original von Mr. John Fogerty sehr sehr nahe.. Dennoch: Nicht unbedingt als Einzel-CD kaufwürdig. Aber eine nette Beigabe.

Alles in allem ist "Bula Quo !" keinesfalls so schlecht, wie viele Fans und Kritiker dies attestieren. Für die Tracks 1 bis 4, 6 und 9 sind ganz klar 5 Sterne fällig. Eher 6 (!) nach Status Quo - Maßstäben...

Für Cover und Klang ebenfalls 5 fette Sterne. Da ich keine 4,5 Sterne vergeben kann, reicht's halt nur für 4 mit (einem dicken Plus !).

Die Band war offenbar wirklich vom Südsee-Flair angesteckt.
Es sei Ihnen verziehen...


Waters Edge (+ 4 Bonustracks)
Waters Edge (+ 4 Bonustracks)
Preis: EUR 16,88

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen How sweet the 80ie's can be, 18. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Waters Edge (+ 4 Bonustracks) (Audio CD)
Bekanntermaßen gelten "Level Headed" und "Cut Above The Rest" aus der "Sweet-Spätphase" allgemein unter Sweet-Freunden als sehr gute Alben. Allenthalben wird dabei "Waters Edge" aus dem Jahr 1980, zu dritt ohne Brian Connolly, unterschätzt. Ich habe mich mit diesen Alben erst sehr spät auseinander gesetzt, als durch Zufall meine alte Zuneigung zur Musik von "Sweet" wieder aufflackerte. Ich bin in dieser Laune dann sogar bei Andy Scott's neuen Werken gelandet, wie z. B. das letzte Studio-Album "New York Connection"...

Eine Rezension wollte ich mir eigentlich ersparen. Aber nach mehrmaligem Durchhören dieses Albums entpuppt sich "Waters Edge" als hörenswertes Pop-Rockalbum ohne besonderen Anspruch, aber mit ein paar Highlights, die ich von "The Sweet" in dieser Spätphase nicht erwartet hätte.

Zugegeben: Sie "biedern" sich stellenweise etwas dem Sound der frühen 80er an ("REO Speedwagon", "ELO" und etwas "Secret Service"), was bei mir leider nicht immer auf positive Resonanz stößt. Und manches ist arg poppig rund und risikolos arrangiert.

Aber hört hört... Es gibt demgegenüber an vielen Stellen eindeutige Erkennungsmerkmale, die unweigerlich die Erinnerungen an die alten "Sweet" erwachen lassen. So ein paar wirklich sehr gute Gitarrenriffs und Solis von Andy Scott zum Beispiel... Oder der mehrstimmige Gesang, eingängige Refrains und Mick Tuckers Schlagzeug-Sound. Da ist schon eine Menge "sweet-typisches" dabei... Brian fehlt (eigentlich) auch nicht...

Und wären da nicht auch noch Kracher - Songs wie zum Beispiel Track-Nr. 5 (Too Much Talking) ? Allein dafür und für die Bonus-Tracks 11 (Tall Girls) und 12 (Oh Yeah) lohnt schon der Kauf ! Andy Scott's Gitarrensoli erreichen da fast schon die Klasse eines Ritchie Blackmore... "Sixties Man" wiederum ist trotz glatter Produktion ein schöner Ohrwurm. Und "Waters Edge" (Nr. 8) erinnert dann doch schon sehr stark an ihre alten B-Seiten-Hits. Auch gefallen mir "Tell The Truth" und "Give The Lady Some Respect" sehr gut.

Alles in allem ist "Waters Edge" für Freunde der Musik von "The Sweet" sehr geeignet, mal reinzuhören. Auf jeden Fall ist es ein interessantes Album, wenn man mal wieder Lust auf diese Band hat... Und nicht zum 1000x die Greatest Hits von "Funny Funny" bis "Ballroom Blitz" durchleiern möchte.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 8, 2014 12:24 PM MEST


New York Connection
New York Connection
Preis: EUR 18,62

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Den Sound bewahrt..., 3. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: New York Connection (Audio CD)
Eigentlich hat meine Zuneigung zu "The Sweet" irgendwann so zwischen "Teenage Rampage" und "Action" nachgelassen. Und eine Doppel-CD mit allen Single - Hits plus B-Seiten bis zum Karriere-Ende so um 1978 sowie der Longplayer "Sweet Fanny Adams" haben mir bisher gereicht, den Sound meiner Jugend zu bewahren. Gemocht habe ich sie immer. Trotz Änderung meines Geschmacks in eine etwas andere, bluesigere, mitunter auch gerne härtere Richtung.

Diese Band habe ich dann vollends aus den Augen verloren. Nicht mal die späteren (und gar nicht mal schlechten...) Sachen, wie "Waters Edge" (zu Dritt...) von 1980 habe ich bemerkt. Die 80er waren sowieso eine vollkommen andere musikalische Zeit. Irgendwie nicht meine... Und erst recht nicht mehr die von "The Sweet"... Leider...

Erst durch Zufall entdeckte ich jetzt "New York Connection". Von "The Sweet" ! Einer Band von damals, mit unzähligen Hits. Und nur noch mit Andy Scott... Neuaufnahmen von 2012 ?! Aha... Ein Blick auf die CD-Hülle verrät: Alles Cover-Songs. Kann das was werden ?

Es kann ! Die Songs scheinen durchaus erlesen und bewusst ausgewählt.

Andy Scott bedient sich bei Songtiteln von Bands, die teilweise erst viel später Erfolg hatten. Vielleicht auch teilweise durch "The Sweet" selbst, deren Sound sie wohl inspiriert haben mag... Denn "The Ramones" oder auch "The Black Keys" sind nicht immer so ganz weit weg vom Sound der 70er. Also: Warum kann sich Andy Scott nicht das zurückholen, was andere Bands durch "The Sweet" erst inspiriert hat. Zugegeben: Eine sehr persönliche Sichtweise der Dinge.

Aber all diese Songs auf "New York Connection" sind derart "sweet-typisch" arrangiert, das man sie gar nicht immer gleich als Coversong erkennt. Auch nicht "Shapes Of Things"(THE YARDBIRDS) oder "Sweet Jane"(THE VELVET UNDERGROUND). Zuerst erkennt man eindeutig "The Sweet" ! Dann erst stellt sich die Erkenntnis ein, dass das ja alles gecovert ist... Okay...

"New York Connection" erzeugt das pure Feeling von damals. Andy Scott's markante rhythmische Riffs, der helle mehrstimmige Gesang, und selbst die Vocals lassen keinen Zweifel zu, dass das, was da aus dem CD-Player ertönt, eindeutig "The Sweet" sind. Mit all' den Spaßfaktoren von damals. Dennoch mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Denn man denkt schon dabei ein wenig sentimental an Brian Connolly, Steve Priest oder Mick Tucker. Daran, wie die Jungs damals unverbraucht, frisch, jung und fröhlich in die Zeit passten. Und zwei davon leider tragisch aus dem Leben gerufen wurden.

Daher ein großes Lob an Andy Scott und seiner Band.

Sie haben den Sound bewahrt.

Das alleine ist mir 5 Sterne wert. Und lässt hoffen, dass mal wieder was ähnlich frisches folgt. Ohne Cover-Songs, sondern mit neuem Material...


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