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Rezensionen verfasst von
Martin Böhmer (Hann. Münden)

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Salisbury
Salisbury
Preis: EUR 7,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der musikalische Kick..., 16. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Salisbury (Audio CD)
Salisbury war in meiner Jugend Anfang der 70er das zweite Album von Uriah Heep, dass ich mir zulegte. Ich kaufte mir diesen Long - Player sozusagen nachträglich, neugierig und angestachelt durch Demons & Wizards, als er bereits zwei Jahre auf dem Markt war.
Diese Zeit war sehr stark geprägt durch Sweet, T. Rex und Slade. Hiervon löste ich mich nur schwer. Den Anfang machten Alice Cooper, später CCR, dann Deep Purple und Led Zeppelin. Auf Uriah Heep wurde ich erst etwas später aufmerksam.

Nach all diesen damals erlebten musikalischen Erfahrungen war Salisbury irgendwie ein absoluter Kick.

Bird Of Prey ! Adrenalin pur. So etwas hatte ich noch nicht gehört.
David Byrons Stimme, die kurzen geheimnisvollen Choransätze...
Für mich seinerzeit die intensivste musikalische Erfahrung.
Danach abrupt Ruhe.
Sehr leise und unglaublich melancholisch folgt das Werk "The Park". Einfach nur romantisch schön und eine traumhafte Melodie. Bis heute habe ich den Song nicht vergessen. The Park eroberte auch schnell die Herzen meiner mich damals umgebenden Freunde und der Song wurde schnell zu einer der Balladen, die im Partykeller langsame Schmuserunden einläuten sollten.

Das Besondere, was Uriah Heep ausmachte, zeichnete sich auf "Salisbury" bereits deutlich ab. Die Abwechslung zwischen hartem Rock und progressiven langen Songs und ebenso herzergreifenden schönen Balladen. Nach "The Park" macht "Time To Live" unmissverständlich klar, wo der Hammer hängt.
Und dass "Lady In Black" mal posthum zum Super-Hit werden sollte, dass wusste ich damals noch nicht. Beim ersten Mal Hören war es einfach nur ein schönes Lied...

High Priestess passt als Opener der zweiten LP-Seite sehr gut. Eher ein melodiöser Rocker.
Sehr gewöhnungsbedürftig aber mit jedem Hören besser fällt der gleichnamige Titel-Song "Salisbury" auf,
der mit über 16 Minuten (!) mega-lang ist und die gesamte übrige zweite Seite der LP ausfüllt.
Es wäre sehr interessant gewesen, wenn Uriah Heep dieses Konzept weiter vertieft hätte. Die Vermischung von Gitarren-Rock und großem Bläserorchester inkl. Flöten und Oboen geriet zwar stellenweise etwas holprig, aber "Salisbury" ist eine Aufsehen erregende Komposition und mit Abstand für mich einer der besten Songs im Segment "Progressive-Rock".

Dies alles macht "Salisbury" zu einer der wichtigsten Veröffentlichungen von Uriah Heep. Der Kauf dieses Werkes lohnt auch noch heute. Ich kann das Album jedem Classic-Rock-Fan nur wärmstens empfehlen. Natürlich heute als CD in sehr passabler Klangqualität.


Celebration (Collector's Edition)
Celebration (Collector's Edition)
Preis: EUR 18,67

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diese CD hat zwei Seiten..., 27. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Celebration (Collector's Edition) (Audio CD)
Das Album hinterlässt auf dem ersten Blick zunächst zwiespältige Gefühle.
Mir ging es daher so, wie vielen anderen auch. So hätte ich mir zum 40jährigen Jubiläum gerne neue Songs gewünscht. Das Überraschungsalbum "Wake The Sleeper" strotzte im letzten Jahr nur so vor Kraft und Vitalität, dass das Pulver von Mick und Co. doch noch nicht verschossen sein dürfte.
Oder ? Denn leider ist dies genau der Gedanke der aufkommt, wenn man damit konfrontiert wird, dass bis auf zwei nagelneue Songs der Rest auf "Celebration" altbekanntes Material in neuem Gewande ist. Why ??? Fragt sich der verzweifelte Fan...
Wohlgemerkt auf den ersten Blick.

Auf dem zweiten Blick kommen dann aber weitere überdenkenswerte Erkenntnisse. Der Beweggrund der Band zum Beispiel...
Genau ! Das 40jährige Jubiläum ! Es gibt sicher genügend plausible Gründe, warum die Band Uriah Heep viele der bekanntesten Songs, überwiegend aus der glorreichen Ära zwischen 1970 und 1973, neu aufnimmt. Und wenn es auch nur der ist, dass Bernie Shaw jetzt bei Studioauftritten im TV endlich nicht mehr "Playback" zu der Stimme von John Lawton oder David Byron singen muss.

Also muss man diese Veröffentlichung von zwei Seiten sehen. Nötig war es sicher nicht, die alten Klassiker neu einzuspielen. Dafür hätte man sie eigentlich nicht unbedingt mehr "anfassen" müssen.

Andererseits hat die Band Uriah Heep in der seit gut 23 Jahren bestehenden aktuellen und bekannten Besetzung das Recht (Mick Box als maßgeblicher Mitbegründer sowieso...), die eigene Bandgeschichte aufzubereiten. Sie dürfen das... Fraglos.
Für ein 40jähriges Jubiläum also absolut standesgemäß. Andere Stars nehmen ihre alten Songs auch neu auf. Und die Fans, die diese Interpretationen mögen, die es schon seit Jahrzehnten
"Live" von Bernie gesungen in verschiedensten Varianten zu hören gab, dürfen das auch. Punkt und Schluss.
Und zwei neue Songs sind ja auch dabei. Ein komplett neues Album nur ein Jahr nach Wake the Sleeper wäre vielleicht doch etwas zu viel verlangt von den alten Herren.

Wie bewertet man so ein Album ? Gar nicht ? Ist es das Recht der "Älteren" (hier die Band...), wertungsfrei tun zu können, was sie wollen ? Hier hilft also nur hören... Nicht vorher schon meckern.
Oldie-Band hin oder her. Uriah Heep sind gestandene und sehr gute Musiker. Das hat die aktuelle Besetzung in zwei Jahrzehnten unmissverständlich bewiesen. Daher ist auch dieser Output ernst zu nehmen. Und der ist nicht schlecht ! Viel besser als ich dachte...

Vorweg: Die beiden neuen Songs "Only Human" und "Corridors Of Madness" sind gut. Letzterer sogar verdammt gut ! Keine progressive "Hymne" im klassischen Sinn, sondern vom Aufbau, von der Melodiefolge und von der fülligen Instrumentierung her gesehen ein typischer Heep-Song.
Erinnert vielleicht tendenziell an eine Art Mischung aus "Rainbow Demon" und "A Year Or A Day"... Etwas langsamer, getragener, moderner. Sehr schön.

Der Song erinnert irgendwie an die David-Byron-Zeit; könnte auch von Ken Hensley stammen, das Werk. Mir gefällt "Corridors Of Madness" jedenfalls klasse, weil so typisch habe ich Heep lange nicht gehört. Auf WTS wäre der Song sicher das "i-Tüpfelchen" gewesen, dass viele 2008 vermisst haben.

"Only Human" ist nicht ganz so prägnant. Klingt ein bisschen nach dem Sound von Sea Of Light aus den 90ern. Ein schöner rockiger Opener.

Bei den neu aufgenommen Songs stelle ich fest, dass sie allesamt professionell interpretiert und produziert sind. Bernie singt sich sehr kraftvoll und mehr als gut durch alle Songs und Russel Gilbrook treibt mit seinem Schlagzeug heftig an.

Daher vorweg vielleicht die gröbsten negativen Auffälligkeiten: "Sunrise" hat von Bernie Shaw leider eine falsche Textzeile verpasst bekommen (statt im Original "...swords will be my pen" singt er "....will be my friend"). Oder verhör' ich mich da etwa ??? ;-)
"Bird Of Prey" weist interpretatorische Schwächen bei der Umsetzung auf. Schade, denn ausgerechnet dieser Song ist einer der besten von Uriah Heep und stammt zudem nicht von Ken Hensley, sondern aus der Feder von Mick Box (und Byron...) himself. Der hätte damit seinen Status deutlich verbessern können, dass gute Songs von Heep auch ohne das Songwriting eines Ken Hensley möglich sind. Wohlgemerkt nichts gegen Hensley (ich schätze ihn sehr !), aber Uriah Heep sehe ich als Band an und nicht als Produkt eines Einzelnen.
So... Mehr zu kritisieren habe ich nicht.

Die anderen Songs wie "Gypsy", "Look At Yourself" oder Easy Livin' (beispielhaft für fast alle anderen...) sind grundsolides Handwerk. Vor allem, wie schon auf WTS, dominiert erfreulicherweise die gute alte Hammondorgel. Phil Lanzon scheint sich nun voll dazu bekannt zu haben und lässt Synthesizer - Programm - Spielereien gänzlich weg. Außerdem überzeugen bei fast allen Songs die sehr gut umgesetzten glockenklaren und melodiösen Chorpassagen. Immer da wo's passt und teilweise klingen sie verdammt nah am Original ! Wie auch immer das eingespielt wurde.
Macht richtig Spaß...
Erfreulich, dass auch "Between Two Worlds" von Sonic Origami dabei ist. Kein alter Klassiker, aber für mich einer der besten Heep-Songs überhaupt. Free n' Easy überzeugt ebenfalls auf der ganzen Linie als schneller straighter Rocker mit schönem Gitarren- und Hammondeinsatz.

"Free Me" hätte man sich als Neuauflage vielleicht sparen können. "Circus" wäre zum Beispiel die viel bessere Wahl gewesen, weil die Band mit diesem Klasse-Song von 1973, abermals aus der Feder von Mick Box, Lee Kerslake und Gary Thain (also wieder ohne Hensley), einen Beitrag zur Verbesserung des Stellenwertes der aktuellen Besetzung geleistet hätte.
So werden viele wieder meckern: Alles nur geklaut...
(natürlich von Hensley...).
Sei's drum. Auch "Free Me" unterscheidet sich vom Original durch deutlich wahrnehmbarere sehr gute ausgefuchste Hammondorgelbegleitung, die dazu beiträgt, dass der Song gleich viel
"heeptypischer" und nicht ganz so schlagermäßig wie anno 1977 klingt. Geht doch !

Die Überraschung (die eigentlich keine ist...) stellt "Lady In Black" dar. Diesen Song hätte man am besten gar nicht mit drauf gepackt. Dachte ich... Da hatte ich die allergrößten Zweifel. An diesem Song kann man sich eigentlich nicht vergreifen, ohne was falsch zumachen. Denn dieser ist seit jeher so derart einfach gestrickt (zwei Akkorde !!) und im Original dennoch so unschlagbar gut, dass es fast schon wieder eine Kunst ist, ihn originalgetreu umzusetzen und nicht schlechter als das Original klingen zu lassen. Der Song lebt nämlich im Original von der Anschlagtechnik der Akustikgitarre und der Rhythmussektion (Bass und Schlagzeug).
Das haben Uriah Heep 2009, finde ich, spitze hingekriegt.

Für Fans und Sammler ist "Celebration" ein "Muss", als Uriah - Heep - Neueinsteiger kommt man vielleicht besser mit den ersten Alben (Return To Fantasy nicht vergessen...) sowie Sea Of Light, Sonic Origami und Wake The Sleeper klar. Trotzdem: Celebration klingt handwerklich sehr gut sowie durchaus zeitgemäß und rundet zudem durch die beiden tollen neuen Songs das bisher vorhandene gesamte Uriah-Heep-Repertoire komplett ab.

Und noch was liebe Leute,
wir reden hier von einer klassischen 5-köpfigen Rockband-Besetzung. Also Gitarre, Bass, Drums, Orgel und Gesang...Uriah Heep kitzeln mit dieser Standardinstrumentierung hier alles heraus, was guten Heep-Sound ausmacht und was die Fans eigentlich lieben müssten. Darum sind die Songs auch im Studio so eingespielt, dass es wie "Live" rüberkommt und die Songs so auch auf der Bühne ohne größere Abstriche zum Besten gegeben werden können. Auch WTS klingt auf gewisse Weise wie Live eingespielt und somit dokumentieren beide Alben eindrucksvoll, was heute anno 2009 mit Heep-Sound gemeint ist. Ich weiß nicht, was hier die Fans erwarten, weil in vielen vorab veröffentlichten Rezensionen gerne wieder mal gemeckert wird.
Für mich ohne Grund !
Daher von mir 5 Sterne dafür. Trotz leichtem "Schwächeln" bei der Umsetzung von "Bird Of Prey".
Bleiben immer noch 13 sehr gute Songs.

Nachteil der "Collectors Edition": Die Hülle passt in kein normales CD-Regal und es fehlt ein Booklet ! Da sind die anderen
CD-Versionen oder selbst die Normal-Ausführung wohl der bessere Kauf.

Vielleicht kommt ja doch noch bald der definitive "WTS-Nachfolger" !
Kommt in die Hufe, Jungs !!! Die Fans warten...

Nun wünsche ich der Band viele neue Fans und begeisterte Alt-Fans...


Celebration
Celebration
Preis: EUR 7,27

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diese CD hat zwei Seiten..., 19. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Celebration (Audio CD)
Das Album hinterlässt auf dem ersten Blick zunächst zwiespältige Gefühle.
Mir ging es daher so, wie vielen anderen auch. So hätte ich mir zum 40jährigen Jubiläum gerne neue Songs gewünscht. Das Überraschungsalbum "Wake The Sleeper" strotzte im letzten Jahr nur so vor Kraft und Vitalität, dass das Pulver von Mick und Co. doch noch nicht verschossen sein dürfte.
Oder ? Denn leider ist dies genau der Gedanke der aufkommt, wenn man damit konfrontiert wird, dass bis auf zwei nagelneue Songs der Rest auf "Celebration" altbekanntes Material in neuem Gewande ist. Why ??? Fragt sich der verzweifelte Fan...
Wohlgemerkt auf den ersten Blick.

Auf dem zweiten Blick kommen dann aber weitere überdenkenswerte Erkenntnisse. Der Beweggrund der Band zum Beispiel...
Genau ! Das 40jährige Jubiläum ! Es gibt sicher genügend plausible Gründe, warum die Band Uriah Heep viele der bekanntesten Songs, überwiegend aus der glorreichen Ära zwischen 1970 und 1973, neu aufnimmt. Und wenn es auch nur der ist, dass Bernie Shaw jetzt bei Studioauftritten im TV endlich nicht mehr "Playback" zu der Stimme von John Lawton oder David Byron singen muss.

Also muss man diese Veröffentlichung von zwei Seiten sehen. Nötig war es sicher nicht, die alten Klassiker neu einzuspielen. Dafür hätte man sie eigentlich nicht unbedingt mehr "anfassen" müssen.

Andererseits hat die Band Uriah Heep in der seit gut 23 Jahren bestehenden aktuellen und bekannten Besetzung das Recht (Mick Box als maßgeblicher Mitbegründer sowieso...), die eigene Bandgeschichte aufzubereiten. Sie dürfen das... Fraglos.
Für ein 40jähriges Jubiläum also absolut standesgemäß. Andere Stars nehmen ihre alten Songs auch neu auf. Und die Fans, die diese Interpretationen mögen, die es schon seit Jahrzehnten
"Live" von Bernie gesungen in verschiedensten Varianten zu hören gab, dürfen das auch. Punkt und Schluss.
Und zwei neue Songs sind ja auch dabei. Ein komplett neues Album nur ein Jahr nach Wake the Sleeper wäre vielleicht doch etwas zu viel verlangt von den alten Herren.

Wie bewertet man so ein Album ? Gar nicht ? Ist es das Recht der "Älteren" (hier die Band...), wertungsfrei tun zu können, was sie wollen ? Hier hilft also nur hören... Nicht vorher schon meckern.
Oldie-Band hin oder her. Uriah Heep sind gestandene und sehr gute Musiker. Das hat die aktuelle Besetzung in zwei Jahrzehnten unmissverständlich bewiesen. Daher ist auch dieser Output ernst zu nehmen. Und der ist nicht schlecht ! Viel besser als ich dachte...

Vorweg: Die beiden neuen Songs "Only Human" und "Corridors Of Madness" sind gut. Letzterer sogar verdammt gut ! Keine progressive "Hymne" im klassischen Sinn, sondern vom Aufbau, von der Melodiefolge und von der fülligen Instrumentierung her gesehen ein typischer Heep-Song.
Erinnert vielleicht tendenziell an eine Art Mischung aus "Rainbow Demon" und "A Year Or A Day"... Etwas langsamer, getragener, moderner. Sehr schön.

Der Song erinnert irgendwie an die David-Byron-Zeit; könnte auch von Ken Hensley stammen, das Werk. Mir gefällt "Corridors Of Madness" jedenfalls klasse, weil so typisch habe ich Heep lange nicht gehört. Auf WTS wäre der Song sicher das "i-Tüpfelchen" gewesen, dass viele 2008 vermisst haben.

"Only Human" ist nicht ganz so prägnant. Klingt ein bisschen nach dem Sound von Sea Of Light aus den 90ern. Ein schöner rockiger Opener.

Bei den neu aufgenommen Songs stelle ich fest, dass sie allesamt professionell interpretiert und produziert sind. Bernie singt sich sehr kraftvoll und mehr als gut durch alle Songs und Russel Gilbrook treibt mit seinem Schlagzeug heftig an.

Daher vorweg vielleicht die gröbsten negativen Auffälligkeiten: "Sunrise" hat von Bernie Shaw leider eine falsche Textzeile verpasst bekommen (statt im Original "...swords will be my pen" singt er "....will be my friend"). Oder verhör' ich mich da etwa ??? ;-)
"Bird Of Prey" weist interpretatorische Schwächen bei der Umsetzung auf. Schade, denn ausgerechnet dieser Song ist einer der besten von Uriah Heep und stammt zudem nicht von Ken Hensley, sondern aus der Feder von Mick Box (und Byron...) himself. Der hätte damit seinen Status deutlich verbessern können, dass gute Songs von Heep auch ohne das Songwriting eines Ken Hensley möglich sind. Wohlgemerkt nichts gegen Hensley (ich schätze ihn sehr !), aber Uriah Heep sehe ich als Band an und nicht als Produkt eines Einzelnen.
So... Mehr zu kritisieren habe ich nicht.

Die anderen Songs wie "Gypsy", "Look At Yourself" oder Easy Livin' (beispielhaft für fast alle anderen...) sind grundsolides Handwerk. Vor allem, wie schon auf WTS, dominiert erfreulicherweise die gute alte Hammondorgel. Phil Lanzon scheint sich nun voll dazu bekannt zu haben und lässt Synthesizer - Programm - Spielereien gänzlich weg. Außerdem überzeugen bei fast allen Songs die sehr gut umgesetzten glockenklaren und melodiösen Chorpassagen. Immer da wo's passt und teilweise klingen sie verdammt nah am Original ! Wie auch immer das eingespielt wurde.
Macht richtig Spaß...
Erfreulich, dass auch "Between Two Worlds" von Sonic Origami dabei ist. Kein alter Klassiker, aber für mich einer der besten Heep-Songs überhaupt. Free n' Easy überzeugt ebenfalls auf der ganzen Linie als schneller straighter Rocker mit schönem Gitarren- und Hammondeinsatz.

"Free Me" hätte man sich als Neuauflage vielleicht sparen können. "Circus" wäre zum Beispiel die viel bessere Wahl gewesen, weil die Band mit diesem Klasse-Song von 1973, abermals aus der Feder von Mick Box, Lee Kerslake und Gary Thain (also wieder ohne Hensley), einen Beitrag zur Verbesserung des Stellenwertes der aktuellen Besetzung geleistet hätte.
So werden viele wieder meckern: Alles nur geklaut...
(natürlich von Hensley...).
Sei's drum. Auch "Free Me" unterscheidet sich vom Original durch deutlich wahrnehmbarere sehr gute ausgefuchste Hammondorgelbegleitung, die dazu beiträgt, dass der Song gleich viel
"heeptypischer" und nicht ganz so schlagermäßig wie anno 1977 klingt. Geht doch !

Die Überraschung (die eigentlich keine ist...) stellt "Lady In Black" dar. Diesen Song hätte man am besten gar nicht mit drauf gepackt. Dachte ich... Da hatte ich die allergrößten Zweifel. An diesem Song kann man sich eigentlich nicht vergreifen, ohne was falsch zumachen. Denn dieser ist seit jeher so derart einfach gestrickt (zwei Akkorde !!) und im Original dennoch so unschlagbar gut, dass es fast schon wieder eine Kunst ist, ihn originalgetreu umzusetzen und nicht schlechter als das Original klingen zu lassen. Der Song lebt nämlich im Original von der Anschlagtechnik der Akustikgitarre und der Rhythmussektion (Bass und Schlagzeug).
Das haben Uriah Heep 2009, finde ich, spitze hingekriegt.

Für Fans und Sammler ist "Celebration" ein "Muss", als Uriah - Heep - Neueinsteiger kommt man vielleicht besser mit den ersten Alben (Return To Fantasy nicht vergessen...) sowie Sea Of Light, Sonic Origami und Wake The Sleeper klar. Trotzdem: Celebration klingt handwerklich sehr gut sowie durchaus zeitgemäß und rundet zudem durch die beiden tollen neuen Songs das bisher vorhandene gesamte Uriah-Heep-Repertoire komplett ab.

Und noch was liebe Leute,
wir reden hier von einer klassischen 5-köpfigen Rockband-Besetzung. Also Gitarre, Bass, Drums, Orgel und Gesang...Uriah Heep kitzeln mit dieser Standardinstrumentierung hier alles heraus, was guten Heep-Sound ausmacht und was die Fans eigentlich lieben müssten. Darum sind die Songs auch im Studio so eingespielt, dass es wie "Live" rüberkommt und die Songs so auch auf der Bühne ohne größere Abstriche zum Besten gegeben werden können. Auch WTS klingt auf gewisse Weise wie Live eingespielt und somit dokumentieren beide Alben eindrucksvoll, was heute anno 2009 mit Heep-Sound gemeint ist. Ich weiß nicht, was hier die Fans erwarten, weil in vielen vorab veröffentlichten Rezensionen gerne wieder mal gemeckert wird.
Für mich ohne Grund !
Daher von mir 5 Sterne dafür. Trotz leichtem "Schwächeln" bei der Umsetzung von "Bird Of Prey".
Bleiben immer noch 13 sehr gute Songs.

Vielleicht kommt ja doch noch bald der definitive "WTS-Nachfolger" !
Kommt in die Hufe, Jungs !!! Die Fans warten...

Nun wünsche ich der Band viele neue Fans und begeisterte Alt-Fans...
Kommentar Kommentare (13) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 15, 2009 1:46 PM CET


Celebration (Limited Edition inkl. DVD "45 Minutes Live At Sweden Rock Festival 2009")
Celebration (Limited Edition inkl. DVD "45 Minutes Live At Sweden Rock Festival 2009")
Preis: EUR 18,65

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diese CD hat zwei Seiten..., 19. Oktober 2009
Das Album hinterlässt auf dem ersten Blick zunächst zwiespältige Gefühle.
Mir ging es daher so, wie vielen anderen auch. So hätte ich mir zum 40jährigen Jubiläum gerne neue Songs gewünscht. Das Überraschungsalbum "Wake The Sleeper" strotzte im letzten Jahr nur so vor Kraft und Vitalität, dass das Pulver von Mick und Co. doch noch nicht verschossen sein dürfte.
Oder ? Denn leider ist dies genau der Gedanke der aufkommt, wenn man damit konfrontiert wird, dass bis auf zwei nagelneue Songs der Rest auf "Celebration" altbekanntes Material in neuem Gewande ist. Why ??? Fragt sich der verzweifelte Fan...
Wohlgemerkt auf den ersten Blick.

Auf dem zweiten Blick kommen dann aber weitere überdenkenswerte Erkenntnisse. Der Beweggrund der Band zum Beispiel...
Genau ! Das 40jährige Jubiläum ! Es gibt sicher genügend plausible Gründe, warum die Band Uriah Heep viele der bekanntesten Songs, überwiegend aus der glorreichen Ära zwischen 1970 und 1973, neu aufnimmt. Und wenn es auch nur der ist, dass Bernie Shaw jetzt bei Studioauftritten im TV endlich nicht mehr "Playback" zu der Stimme von John Lawton oder David Byron singen muss.

Also muss man diese Veröffentlichung von zwei Seiten sehen. Nötig war es sicher nicht, die alten Klassiker neu einzuspielen. Dafür hätte man sie eigentlich nicht unbedingt mehr "anfassen" müssen.

Andererseits hat die Band Uriah Heep in der seit gut 23 Jahren bestehenden aktuellen und bekannten Besetzung das Recht (Mick Box als maßgeblicher Mitbegründer sowieso...), die eigene Bandgeschichte aufzubereiten. Sie dürfen das... Fraglos.
Für ein 40jähriges Jubiläum also absolut standesgemäß. Andere Stars nehmen ihre alten Songs auch neu auf. Und die Fans, die diese Interpretationen mögen, die es schon seit Jahrzehnten
"Live" von Bernie gesungen in verschiedensten Varianten zu hören gab, dürfen das auch. Punkt und Schluss.
Und zwei neue Songs sind ja auch dabei. Ein komplett neues Album nur ein Jahr nach Wake the Sleeper wäre vielleicht doch etwas zu viel verlangt von den alten Herren.

Wie bewertet man so ein Album ? Gar nicht ? Ist es das Recht der "Älteren" (hier die Band...), wertungsfrei tun zu können, was sie wollen ? Hier hilft also nur hören... Nicht vorher schon meckern.
Oldie-Band hin oder her. Uriah Heep sind gestandene und sehr gute Musiker. Das hat die aktuelle Besetzung in zwei Jahrzehnten unmissverständlich bewiesen. Daher ist auch dieser Output ernst zu nehmen. Und der ist nicht schlecht ! Viel besser als ich dachte...

Vorweg: Die beiden neuen Songs "Only Human" und "Corridors Of Madness" sind gut. Letzterer sogar verdammt gut ! Keine progressive "Hymne" im klassischen Sinn, sondern vom Aufbau, von der Melodiefolge und von der fülligen Instrumentierung her gesehen ein typischer Heep-Song.
Erinnert vielleicht tendenziell an eine Art Mischung aus "Rainbow Demon" und "A Year Or A Day"... Etwas langsamer, getragener, moderner. Sehr schön.

Der Song erinnert irgendwie an die David-Byron-Zeit; könnte auch von Ken Hensley stammen, das Werk. Mir gefällt "Corridors Of Madness" jedenfalls klasse, weil so typisch habe ich Heep lange nicht gehört. Auf WTS wäre der Song sicher das "i-Tüpfelchen" gewesen, dass viele 2008 vermisst haben.

"Only Human" ist nicht ganz so prägnant. Klingt ein bisschen nach dem Sound von Sea Of Light aus den 90ern. Ein schöner rockiger Opener.

Bei den neu aufgenommen Songs stelle ich fest, dass sie allesamt professionell interpretiert und produziert sind. Bernie singt sich sehr kraftvoll und mehr als gut durch alle Songs und Russel Gilbrook treibt mit seinem Schlagzeug heftig an.

Daher vorweg vielleicht die gröbsten negativen Auffälligkeiten: "Sunrise" hat von Bernie Shaw leider eine falsche Textzeile verpasst bekommen (statt im Original "...swords will be my pen" singt er "....will be my friend"). Oder verhör' ich mich da etwa ??? ;-)
"Bird Of Prey" weist interpretatorische Schwächen bei der Umsetzung auf. Schade, denn ausgerechnet dieser Song ist einer der besten von Uriah Heep und stammt zudem nicht von Ken Hensley, sondern aus der Feder von Mick Box (und Byron...) himself. Der hätte damit seinen Status deutlich verbessern können, dass gute Songs von Heep auch ohne das Songwriting eines Ken Hensley möglich sind. Wohlgemerkt nichts gegen Hensley (ich schätze ihn sehr !), aber Uriah Heep sehe ich als Band an und nicht als Produkt eines Einzelnen.
So... Mehr zu kritisieren habe ich nicht.

Die anderen Songs wie "Gypsy", "Look At Yourself" oder Easy Livin' (beispielhaft für fast alle anderen...) sind grundsolides Handwerk. Vor allem, wie schon auf WTS, dominiert erfreulicherweise die gute alte Hammondorgel. Phil Lanzon scheint sich nun voll dazu bekannt zu haben und lässt Synthesizer - Programm - Spielereien gänzlich weg. Außerdem überzeugen bei fast allen Songs die sehr gut umgesetzten glockenklaren und melodiösen Chorpassagen. Immer da wo's passt und teilweise klingen sie verdammt nah am Original ! Wie auch immer das eingespielt wurde.
Macht richtig Spaß...
Erfreulich, dass auch "Between Two Worlds" von Sonic Origami dabei ist. Kein alter Klassiker, aber für mich einer der besten Heep-Songs überhaupt. Free n' Easy überzeugt ebenfalls auf der ganzen Linie als schneller straighter Rocker mit schönem Gitarren- und Hammondeinsatz.

"Free Me" hätte man sich als Neuauflage vielleicht sparen können. "Circus" wäre zum Beispiel die viel bessere Wahl gewesen, weil die Band mit diesem Klasse-Song von 1973, abermals aus der Feder von Mick Box, Lee Kerslake und Gary Thain (also wieder ohne Hensley), einen Beitrag zur Verbesserung des Stellenwertes der aktuellen Besetzung geleistet hätte.
So werden viele wieder meckern: Alles nur geklaut...
(natürlich von Hensley...).
Sei's drum. Auch "Free Me" unterscheidet sich vom Original durch deutlich wahrnehmbarere sehr gute ausgefuchste Hammondorgelbegleitung, die dazu beiträgt, dass der Song gleich viel
"heeptypischer" und nicht ganz so schlagermäßig wie anno 1977 klingt. Geht doch !

Die Überraschung (die eigentlich keine ist...) stellt "Lady In Black" dar. Diesen Song hätte man am besten gar nicht mit drauf gepackt. Dachte ich... Da hatte ich die allergrößten Zweifel. An diesem Song kann man sich eigentlich nicht vergreifen, ohne was falsch zumachen. Denn dieser ist seit jeher so derart einfach gestrickt (zwei Akkorde !!) und im Original dennoch so unschlagbar gut, dass es fast schon wieder eine Kunst ist, ihn originalgetreu umzusetzen und nicht schlechter als das Original klingen zu lassen. Der Song lebt nämlich im Original von der Anschlagtechnik der Akustikgitarre und der Rhythmussektion (Bass und Schlagzeug).
Das haben Uriah Heep 2009, finde ich, spitze hingekriegt.

Für Fans und Sammler ist "Celebration" ein "Muss", als Uriah - Heep - Neueinsteiger kommt man vielleicht besser mit den ersten Alben (Return To Fantasy nicht vergessen...) sowie Sea Of Light, Sonic Origami und Wake The Sleeper klar. Trotzdem: Celebration klingt handwerklich sehr gut sowie durchaus zeitgemäß und rundet zudem durch die beiden tollen neuen Songs das bisher vorhandene gesamte Uriah-Heep-Repertoire komplett ab.

Und noch was liebe Leute,
wir reden hier von einer klassischen 5-köpfigen Rockband-Besetzung. Also Gitarre, Bass, Drums, Orgel und Gesang...Uriah Heep kitzeln mit dieser Standardinstrumentierung hier alles heraus, was guten Heep-Sound ausmacht und was die Fans eigentlich lieben müssten. Darum sind die Songs auch im Studio so eingespielt, dass es wie "Live" rüberkommt und die Songs so auch auf der Bühne ohne größere Abstriche zum Besten gegeben werden können. Auch WTS klingt auf gewisse Weise wie Live eingespielt und somit dokumentieren beide Alben eindrucksvoll, was heute anno 2009 mit Heep-Sound gemeint ist. Ich weiß nicht, was hier die Fans erwarten, weil in vielen vorab veröffentlichten Rezensionen gerne wieder mal gemeckert wird.
Für mich ohne Grund !
Daher von mir 5 Sterne dafür. Trotz leichtem "Schwächeln" bei der Umsetzung von "Bird Of Prey".
Bleiben immer noch 13 sehr gute Songs.

Vielleicht kommt ja doch noch bald der definitive "WTS-Nachfolger" !
Kommt in die Hufe, Jungs !!! Die Fans warten...

Nun wünsche ich der Band viele neue Fans und begeisterte Alt-Fans...


Return to Fantasy
Return to Fantasy
Preis: EUR 12,98

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit Vollgas durchgestartet..., 8. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Return to Fantasy (Audio CD)
"Return To Fantasy" ist ein richtig gutes Album, das zu einer Zeit erschienen ist, als sich deutliche Änderungen auf dem Musikmarkt abzeichneten. Die Rockbands wurden härter und gitarrenlastiger, Discopop und unsägliche Teeniebands bevölkerten die Charts und progressiver Rock war plötzlich nicht mehr gefragt. Einzig der sogenannte Art-Rock wie von Supertramp oder Pink Floyd war noch angesagt. Ganz schwere Zeiten für Uriah Heep...

Obwohl gerade mit "Return To Fantasy" im Sommer 1975 so eine Art Weckruf von der Band daherkam, der wohl auch bei den Fans ganz gut wirkte. Nachdem etwas laueren "Wonderworld" heizte sogleich der Titelsong elektrisch künstlich klingend im Science-Fiction-Sound ein. Was war das ? Völlig anderer Sound ! Die Orgel klingt im Hintergrund psychedelisch... Fast nach Doors...

Und in der Tat erweckte das Album "Return To Fanstasy" den Eindruck, dass sich hier soundmäßig einiges getan hat. Alle Songs auf der sogenannten ersten Seite der damaligen LP kann man nur als hochklassig bezeichnen. Die gesamte Band war an den Songs beteiligt ! Das etwas merkwürdig stampfende aber nicht minder gute "Devils Daughter" genauso wie eines der Highlights auf dem Album, den auf Keyboards aufbauenden Song "Beautiful Dream". Es sei noch erwähnt, dass nach dem Ausscheiden von Gary Thain erstmalig John Wetton den Bass bediente (King Crimson, später Asia).

Ab "Prima Donna" wird es dann ziemlich poppig. Vielleicht ein Zugeständnis der Band an den musikalischen Wandel ab Mitte der 70er. Ein schöner fröhlicher Song mit Bläser-Schmiss und Hitpotenzial.
Aber leider wohl zur falschen Zeit...

Your Turn To Remember ist eine Rock 'n' Roll - lastige Ballade, wie sie es zwischen 1973 und 1975 eine Menge gab, so z. B. von Mud oder ähnlich angestimmt von Alvin Sturdust oder Gary Glitter. Für Heep völlig untypisch, aber ich höre den Song heute noch gerne.

Nachdem "Showdown" (nicht so mein Ding...) kommt der schöne Song "Why Did You Go". Obwohl sehr poppig, lädt er zum träumen ein und erinnert trotz einer Überdosis Schmalz so ein bisschen an "Tales".
Höre ich heute ebenfalls noch sehr gerne. Zum Schluss belohnt uns die Band noch mit dem sehr ruhig beginnenden, später voll durchstartenden "A Year Or A Day" mit einem typischen
"Heep / Hensley" - Sound und wieder mit mehr Hammondorgel.
Ein wenig mehr davon hätte mir damals sehr gut gefallen.

Auch fällt mir auf, dass die Bonus - Tracks "The Time Will Come" oder "Shout It Out", die damals leider nur als Singel-B-Seite erschienen sind, noch mehr nach typischen Heep-Sound klingen und mit auf das Album gehört hätten ! Ich finde "Return To Fantasy" trotzdem sehr gelungen und kann es als farbenfrohes, poppiges und immer noch leicht progressiv angehauchtes Album empfehlen.
Damit sind Uriah Heep nach einer kleinen Durststrecke mit Vollgas durchgestartet.

Mir klingt es immer noch in den Ohren:
Moonlightnight after Moonlightnight...

Ich habe mir jetzt aktuell noch einmal die Version als CD mit "Beautiful Dream" als Bonusmaterial zugelegt. Mir hat es diese alternative Fassung, die ich zuvor noch nicht kannte, angetan... Finde ich fast noch besser als die Original-Albumversion. Klingt roher, eher nach Heep in den Anfangstagen und ist deutlich länger. Mit den beiden super B-Seiten an Bord ist daher "Return To Fantasy" auch heute noch durchweg eine runde Sache...
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 15, 2010 11:00 AM MEST


Head First
Head First
Preis: EUR 14,93

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für's Radio gemacht..., 28. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Head First (Audio CD)
Uriah Heep hatte im Laufe der gesamten Schaffensphase mehrere Musik- und Stilrichtungen durchlebt. Ich denke, dies hatte sich auch teilweise durch Umstände entwickelt, die von außen einwirkten (Labelwechsel), aber auch durch gravierende personelle Einschnitte und Versuche innerhalb der jeweils verbliebenen Mitglieder, andere musikalische Strömungen auszuprobieren.

Head First ist so ein Werk, dass, wie auch zuvor bereits Abominog, mal wieder etwas US - amerikanisch - poppig bzw. geradlinig metallisch ausfiel. So deutlich, dass die Songs auch durchaus für's Radio gemacht zu sein schienen.
Foreigner und Survivor lassen grüßen...

Das hat zwar mit dem progressiven klassischen Hardrock, den wir von Uriah Heep aus den 70ern kannten und liebten, nicht viel gemein, aber handwerklich ist Head First eine sehr gelungene Scheibe. Vor allem muss man Mick Box ein großes Lob aussprechen, dass er mit äußerstem Einsatz, Liebe und Herzblut die Band wieder neu formiert hat und sogar seinen alten Mitstreiter Lee Kerslake (seit Abominog) reaktivieren konnte, der auch hier wieder mitmischt.

Ich war zwar kein besonderer Freund von amerikanischem Mainstream der 80er, aber das, was Mick Box und Co. hier an guten Riffs, Metal-Rock-Ansätzen und atemberaubenden Super-Gitarrensoli (zwar kurz aber prägnant) abliefern, muss man erst mal so gekonnt nachmachen. Herausragende Beispiele hierfür sind "Other Side Of Midnight", "Love Is Blind", "Rolling The Rock", "Weekend Warriors" und "Playing For Time". Letzterer Song klingt sogar ziemlich heeptypisch.

Wie gesagt: Kein progressiver Rock, kein Heep-Sound, wie wir es von Look At Yourself oder Sweet Freedom kennen, aber sehr routinierter Rock.
Head First ist ein gutes Zeitdokument. Leider hatte die Band auch hier wieder das Pech auf ihrer Seite, dass Bronze-Records pleite ging und Head First unverdient kommerziell unterging.

Dabei hätten die Songs so schön in's Radio gepasst...
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 12, 2011 12:54 PM MEST


Spellbinder
Spellbinder
Wird angeboten von groovetemplemusic
Preis: EUR 5,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gutes Live-Dokument, 22. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Spellbinder (Audio CD)
Das Live-Dokument "Spellbinder" gehört in jedem Fall zu den deutlich besseren Live-Veröffentlichungen von Uriah Heep. Es gab ja eine ganze Menge davon und von dem schwarzen Klassiker "Live 1973" einmal abgesehen (läuft für mich als absoluter "Kult" außer Konkurrenz...) sind, auch im Vergleich mit berühmten Veröffentlichungen anderer Bands, "Future Echoes..." und "The Magicians Birthday Party" ganz klar herausragende Live-Platten von Uriah Heep. Vom Stellenwert qualitativ keinen Deut schlechter als die berühmte "Live And Dangerous" von Thin Lizzy.

"Spellbinder" gehört für mich dazu, weil die Band überraschend frisch und sauber klingt. Den Songs, selbst den alten Klassikern aus der Byron / Hensley-Ära, hört man es einfach an, dass die Band mit Spaß und viel Freude bei der Sache war. Da "Spellbinder" vielleicht nicht ganz das hochklassige Niveau von "Future Echoes...." oder gar der "Magicians Birthday Party" erreicht, gebe ich dieser CD 4 Sterne (aber satte !).


Look at Yourself
Look at Yourself

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Verkörperung des urtypischen Uriah Heep - Sounds schlechthin, 22. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Look at Yourself (Audio CD)
Ähnlich wie bei Black Sabbath das "Master Of Reality" - Album, ist "Look At Yourself" definitiv DAS Heep-Album. Für mich die beste Uriah Heep - Veröffentlichung aller Zeiten.

Nach den beiden guten bis sehr guten Vorgängern, auf denen der Stil der Band noch nicht klar definiert war und sie noch viele andere Einflüsse verarbeitet haben, krachte es auf dieser CD richtig "heavy". Jung und unverbraucht konnte sich die Band hier voll entfalten, ohne die beiden ersten Alben zu leugnen. Eine echte Steigerung ! Obwohl sich ja das Personalkarussell damals schon unaufhaltsam drehte und es für Uriah Heep offenbar wohl keinen festen Drummer und keinen Bassisten zu finden gab, der länger als ein halbes Jahr dabei war. Ollie Olson, Paul Newton und Alex Napier, wie die damals schon vielen wechselnden Musiker unter anderem hießen und die teilweise nicht mal eine Aufnahmesession durchhielten. Von einer festen Stammbesetzung konnte keine Rede sein. Die "Essenz" der Band waren damals in den Anfangsjahren Box, Byron und Hensley. Auch die von Hensley komponierten oder mitkomponierten Songs sind außergewöhnlich rockig ausgefallen.

Egal ob das explodierende Look At Yourself, das melodiös stampfende
I Wanne Be Free, die geniale Hymne July Morning mit Manfred Mann an den Keyboards (der Heep - Klassiker schlechthin), das flockig lockere Heavy - Rock - Brett Tears In My Eyes, das
psychedelisch - punkige Shadows Of Grief, das jazzige What Should Be Done und der Hardrock-Reißer Love Machine zum krönenden Abschluss. Absolut kein Ausfall zu verzeichnen. Ich habe hier Schwierigkeiten, nur fünf Sterne vergeben zu können. Eigentlich müssten es sechs sein...

Auf die Bonus-Tracks muss ich nicht unbedingt eingehen. Meistens kann man darauf verzichten. Ich halte mehr von den regulären Veröffentlichungen im Originalzustand. Obwohl ich zugeben muss, dass mir der Song "Why" schon immer verdammt gut gefallen hat. Damals als Single-B-Seite von "The Wizard" veröffentlicht, hätte "Why" eigentlich unbedingt mit auf's Album gehört. Jawoll !

Alles in allem eine sehr gute CD, die ihr Geld mehr als wert ist. Es ist nicht vermessen, wenn ich die Meinung vertrete, dass "Look At Yourself" durchaus in einem Atemzug mit Led Zeppelin IV oder Deep Purple In Rock genannt werden kann.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 24, 2009 11:12 PM MEST


Get Lucky
Get Lucky
Preis: EUR 5,55

9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr als nur Berieselung, 16. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Get Lucky (Audio CD)
Man muss Sie schon mögen, die Musik von Mark Knopfler. Dann ist man ihr völlig ausgeliefert. Alle anderen stufen sie als "angenehme Hintergrundberieselung" ein oder
urteilen die Musik als langweilig ab. Mitnichten !

Auch hier zieht Mark Knopfler musikalisch wieder sämtliche Register. Wer in den aktuellen Kritiken zum neuen Album (mit teilweise erschreckendem Umgangston...) negativ reagiert, kann sich möglicherweise kein Bild von guter Musik machen. Denn die ist unabhängig von der Stilrichtung ! Natürlich ist die Art der Musik auch Geschmackssache.
Dennoch: Qualität muss neutral betrachtet werden und hat mit Geschmack nichts zu tun. Selbst im Schlagermetier sind durchaus qualitativ gute Songs vorhanden. Man muss sie ja nicht mögen...

Mark Knopfler präsentiert hier bekanntes und bewährtes, verwöhnt mit sanften Klängen und zaubert wieder einmal hinreißende Töne aus seinen Gitarren (ich möchte einmal dabei sein und mitspielen !). Dazu gesellt sich viel "Folkiges"; und hier auch (mal wieder) mit deutlichen irischen Anklängen.

Auch "Dire-Straits-Ansätze" sind haufenweise auf diesem Album zu finden. Man muss nur genau hinhören. Diese waren seinerzeit Ende der 70er, Anfang der 80er natürlich rockiger und unverbrauchter. Aber Knopfler ist ein sehr guter Musiker geblieben und hat sich sogar noch gesteigert.

Diese Musik kann man einfach nur genießen. Und wer selbst Musik macht, weiß was ich meine, wenn ich oben darauf hinweise "sich ein Bild von guter Musik" zu machen. Zum niederknien...
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 16, 2009 11:28 PM MEST


The Blue Ridge Rangers-Rides Again
The Blue Ridge Rangers-Rides Again
Preis: EUR 6,49

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf zur "Garden Party", 14. September 2009
Rezension bezieht sich auf: The Blue Ridge Rangers-Rides Again (Audio CD)
John Fogerty überrascht nur 2 Jahre nach "Revival" mit einer Fortsetzung des "Blue Ridge Rangers" - Themas von 1973. Er weckt damit sofort vertraute Gefühle. Schon zu CCR - Zeiten brach neben dem rustikalen Country- und Blues-Rock mitunter sehr oft reine Country-Musik durch, so wie auf "Willy and the Poor Boys".

So ist dieses Konzept auf der neuen CD keinesfalls außergewöhnlich, sondern fast schon typisch für J. F.

Er bündelt mal wieder gefühlsmäßig Lagerfeuerromantik mit der althergebrachten CCR - Attitüde.
Und lockt damit alle seine Freunde wieder hinter dem Ofen hervor. Diese CD kann man ganz einfach umschreiben: Schöne Musik !

Das war schon zu CCR - Zeiten so und wird sich nicht ändern, so lange J.F. eine Gitarre halten kann. Ich kann diese CD jedem empfehlen, der diese romantisierte Form des Country- und Gitarrenrocks schon immer mochte.
So wie dies auch in meinem persönlichen Freundeskreis der Fall ist. Keine Party ohne CCR und J. F. !
So war es früher schon...

J.F. lädt auch hier zu einer "Garden-Party" (Song Nr. 3...) ein und versammelt dabei sogar illustre Musiker wie Don Henley oder Timothy Schmit von den Eagles und sogar den "Boss" um sich. Klasse Songs !

Erwähnt werden muss noch, dass die CD fast durchweg Coversongs von mehr oder weniger bekannten Country-Songs enthält. So ist genauso was von John Denver dabei (Back Home Again) wie ein alter Chart-Hit aus den 70ern (Never Ending Song Of Love). "Change In The weather" ist wiederum ein lupenreiner J.F.-Song, der schon einmal auf seiner CD "Eye Of The Zombie" erschienen ist.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 19, 2009 6:21 PM MEST


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