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Beiträge von Martin Böhmer
Top-Rezensenten Rang: 1.953
Hilfreiche Bewertungen: 1315

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Rezensionen verfasst von
Martin Böhmer (Hann. Münden)

Anzeigen:  
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The Definitive Collection
The Definitive Collection
Preis: EUR 20,13

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unsinnig, unvollständig und miserabel zusammengewürfelt, 22. März 2011
Rezension bezieht sich auf: The Definitive Collection (Audio CD)
Dies ist wieder so ein Fall.

Die Vielfalt der auf dem Markt befindlichen "Best-Of"-Veröffentlichungen von Uriah Heep ist schier unübersichtlich und in vielen Fällen von den Machern uninspiriert zusammengestellt. Schlimm sind vor allem die vielen "No-Name-CDs" (wie diese !), die sich auf dem Markt tummeln und die wirklich teilweise grässliche Cover haben. Völlig zusammenhangloses Motiv.
Dieser Schrott heißt auch noch "The Definite Collection". Na ja...

Hier hätte sich die Band wesentlich mehr Mitspracherecht erbeten müssen. Wohlgemerkt: Auf dieser CD hier sind die einzelnen Songs für sich gesehen keinesfalls schlecht. Im Gegenteil !
Aber die Zusammenstellung ist katstrophal ! Uninspiriert, alte und neue Songs übel gemischt. Wie gesagt, auch das Cover ist erbärmlich und passt nicht. Der eine Stern betrifft die Zusammenstellung, nicht die Musik.

Die definitiv besten Best-Of-Sampler sind derzeit:

On The Rebound (2010) Allerbeste Songauswahl. So werden Best-of-Cover gestaltet !
Anthology (gute Songauswahl, mieses Cover)
"The Best-Of...Part 1" (das originale schwarze Album-Orig. Recording Remastered)

Die definitiv besten Live-CD's sind derzeit:

Live January 1973
Future Echoes Of The Past
Acoustically Driven
The Magicians Birthday Party
Live In Kawasaki 2010

Von allen anderen möglichst die Finger weg. Da ist viel unsinniger Schrott dabei, der nur dazu taugt, dem Ahnungslosen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Dann kauft Euch lieber die Original-Alben. Das ist zwar teurer, aber effektiver !
Gerade jetzt vor dem Hintergrund der neuen Studio-CD "Into The Wild" scheinen sich wieder einige Blindgänger auf dem Markt zu tummeln.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 15, 2011 11:29 PM MEST


Classic Collection
Classic Collection
Preis: EUR 17,18

1.0 von 5 Sternen Unsinnig, 22. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Classic Collection (Audio CD)
Die Vielfalt der auf dem Markt befindlichen "Best-Of"- Veröffentlichungen von Uriah Heep ist schier unübersichtlich und in vielen Fällen von den Machern uninspiriert zusammengestellt.
Schlimm sind vor allem die vielen "No-Name-CD's", die sich auf dem Markt tummeln und die wirklich teilweise grässliche Cover haben.
So wie diese hier oder die Doppel-CD mit dem kitschigen Einhorn. Dieser Schrott heißt auch noch "Classic Collection". Na ja...

Hier hätte sich die Band wesentlich mehr Mitspracherecht erbeten müssen. Es gibt zum Teil wirklich sehr sehr gute Live- und Studio-Tracks, die allemal tauglich sind, auf Best-Of-CD's zu erscheinen. Damit meine ich auch Neuaufnahmen der heutigen Besetzung oder auch ältere Live-Aufnahmen.
Und auch auf dieser CD hier sind die einzelnen Songs für sich gesehen keinesfalls schlecht. Im Gegenteil !

Man muss sich aber fragen, warum jeder (ich muss es so deutlich sagen) Mist veröffentlicht wird und vor allem so dreist zusammengestellt wird, dass der geneigte Käufer am Ende sich über den Tisch gezogen fühlt.

So wie in diesem Fall !

Die definitiv besten Best-Of-Sampler sind derzeit:

On The Rebound (2010)
Anthology
"The Best-Of...Part 1" (Das originale schwarze Album-Orig.Recording Remastered)

Die definitiv besten Live-CD's sind derzeit:

Live January 1973
Future Echoes Of The Past
Acoustically Driven
The Magicians Birthday Party
Live In Kawasaki 2010

Von allen anderen möglichst die Finger weg. Da ist viel unsinniger Schrott dabei, der nur dazu taugt, dem Ahnungslosen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Dann kauft Euch lieber die Original-Alben.
Das ist zwar teurer, aber effektiver ! Gerade jetzt vor dem Hintergrund der neuen Studio-CD "Into he Wild" scheinen sich wieder einige Blindgänger
auf dem Markt zu tummeln.


Official Bootleg Vol.3-Live in Kawasaki,Japan 2010
Official Bootleg Vol.3-Live in Kawasaki,Japan 2010
Preis: EUR 9,99

15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahre Pracht, 19. März 2011
Für Fans ist diese Doppel-CD eine wahre Pracht. Nach den beiden etwas enttäuschenden Live-Bootlegs "Vol. I" und "Vol. II" liegt hier endlich eine vollwertige Uriah Heep-Live-Veröffentlichung vor, die den Namen auch verdient. Fürwahr hat die Musikwelt darauf sicher nicht gewartet (leider), aber in der Heep-Chronologie kann dieses Album für mich gerne einen festen Platz einnehmen. So wie das schwarze "January 1973" oder die geniale "Magician's Birthday-Party". Daher sticht sie deutlich aus dem bisherigen unübersichtlichen Live- und Best Of-Repertoire von Uriah Heep heraus.

Erstaunlich die Songzusammenstellung, sind doch durchaus Parallelen zur "Birthday-Party" vorhanden. Erstens werden eine ganze Reihe klassischer Songs dargeboten inklusive der gesamten Tracks des Kultalbums "Demons And Wizards" und zweitens spielt ein ernst zunehmender Gastgitarrist mit. Kein geringerer als Micky Moody von Whitesnake. Ein Volltreffer ! Ich entdecke jedenfalls keinen musikalischen Ausfall. Jeder Song, ob alt oder neu, wird mit Gefühl für das Original interpretiert und absolut sauber gespielt. Übrigens auch gesanglich, denn die alten Jungs bringen Chorpassagen noch ganz gut rüber und dass Bernie Shaw mittlerweile einer der besseren Rocksänger ist, daran gibt es wohl kein Zweifel; und vor allem der beste für die heutige Besetzung von Uriah Heep.

Dass auch der Sound stimmt, macht diese Doppel-CD umso interessanter. Das Fantasy-Cover ist stark angelehnt an das ursprüngliche Motiv des Original-Albums "Demons And Wizards" von Roger Dean. Diesmal auch wieder von Ioannis, der bereits zahlreiche Heep-Cover gestaltet hat und auch die anderer namhafter Bands, z. B. Lynyrd Skynyrd.

Diese Doppel-CD erscheint zur richtigen Zeit. Sie macht den Mund wässrig auf das neue Uriah Heep-Album "Into The Wild", das im April erscheinen wird.
Absolute Kaufempfehlung.


Abominog
Abominog
Preis: EUR 13,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Grundsolide Rockplatte, 4. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Abominog (Audio CD)
"Abominog" erschien nur zwei Jahre nach dem etwas misslungenerem "Conquest". Trotzdem war das Album 1982 eine echte Überraschung für Heep-Fans, da eigentlich durch Ken Hensleys Ausstieg so gut wie Schluss war. Bedenkt man, dass heute bei Rockbands dieser Art zwischen den neuen Alben teilweise bis zu 7 oder 10 Jahre liegen können, so ist der Abstand nach Conquest doch eher sehr gering. Trotzdem kam es mir damals sehr lang vor. Ich hatte auch mit einem neuen Album nicht mehr gerechnet. Erfreulich, dass hier wieder Lee Kerslake eingestiegen ist. Die anderen Musiker sind teilweise auch bekannt (Bob Daisley) und beim ersten Betrachten der neuen Band auf der Rückseite des Covers im Plattenladen war es schon klar, dass hier keiner mehr den altbekannten progressiven Heep-Sound erwarten darf.

Vergleichbar mit den Alben der frühen 70er ist Abominog in der Tat nicht ganz. Obwohl es richtig gut rockt. Teilweise sogar fast schon metallisch. Im Gegensatz zum geringen zeitlichen Abstand zu "Conquest" ist der musikalische Umbruch umso deutlicher.

Auffällig ist, dass gerade mal die Hälfte der Songs von der Band selbst komponiert sind. Die Fremdkompositionen tendieren nach meiner Meinung doch recht stark in Richtung "US-Mainstream" und leiden unter dem für die frühen 80er typischen Synthesizer-Schwulst. Aber in der Gesamtheit ist Abominog ein schönes rockiges Werk, dass auch tolle Momente hat. Im Gegensatz zu den Vorgängeralben war Mick Box' Marschroute klar erkennbar. Eindeutig mehr Rock und sogar ein Anflug von Metal...

Für mich ist Abominog daher eine sehr erfreuliche Veröffentlichung von Uriah Heep. Ich halte dieses Album gewissermaßen sogar für ein wegweisendes Album, ähnlich wie "Look At Yourself", "Return To Fantasy" oder "Innocent Victim". Daher empfehle ich es als wichtigen Bestandteil einer Rock-CD-Sammlung. Der kommerzielle Erfolg blieb indes leider aus. Dennoch ist "Abominog" ein Neuanfang und der Grundstein für weitere 30 Jahre gute Musik von Uriah Heep.

Peter Goalbys Stimme mag ich bis heute nicht so richtig, aber er war allemal besser als John Sloman. Aus heutiger Sicht liegt die Stimmlage irgendwo zwischen Dio und Lawton. Also war er nicht so schlecht. Abominog ist eines der Alben, die ich auch heute noch immer mal wieder sehr gerne höre. Angetan haben es mir vor allem die Songs "Hot Persuasion" und "Sell Your Soul". Da klingt eindeutig wieder der Ur-Heep-Sound durch. Einerseits erklingt auf "Hot Persuasion" sogar stellenweise die Slideguitar, die sehr stark an "Tears In My Eyes" erinnert, anderseits ist "Sell Your Soul" so hart, dass es vom Stil auch zu Sweet Freedom oder Look At Yourself gepasst hätte. Gelungen finde ich auch die Cover-Version von "Tin Soldier".

Da es sich hier um eine grundsolide Rockplatte mit ein paar Balladenansätzen (Hot Night In A Cold Town, Prisoner) handelt, vergebe ich hellstrahlende dicke 4 Sterne. Für 5 reicht es nicht ganz, da die eher durchschnittlichen Fremdkompositionen mit eindeutiger Ausrichtung zum "US- Mainstream-Rock" an einigen Stellen die Gesamtwertung etwas runterziehen.

Klar besser sind all die Songs auf dem Album, die von der Band selbst geschrieben sind.
So gilt damals 1982 wie heute: Sie können's also noch...


Rapture of the Deep
Rapture of the Deep
Preis: EUR 4,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bedenkenlos, nicht "belanglos", 22. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Rapture of the Deep (Audio CD)
Das Album ist insofern interessant, weil es allgemein weniger gut bewertet wird. In den Rezensionen ist zu lesen von "nichts neues", "belanglos", "einfallslos" oder noch schlimmer
"am besten in der Tiefe versenken".

Ich frage mich: Warum so aggressiv ? Sooo schlecht kann das Album gar nicht sein, dass die Aussagen wirklich zu treffen. Denn es ist so eingespielt, dass es nach Deep Purple klingt. Viel Orgel, gute Riffs, tolle Gitarrensoli. Vielleicht nicht ganz so frisch und abwechslungsreich wie "Bananas", aber an vielen Stellen genauso urwüchsig wie die Alben der 70er.

Was habt Ihr Schlechtmacher denn damals so gehört ? Und warum klingt "Rapture Of The Deep" angeblich "ausgelutscht" ? Finde ich nicht ! Ich habe mich die Tage intensiv mit dem Album befasst. Es sind allein schon 6 Highlights drauf:

Money Talks
Wrong Man
Rapture Of The Deep
Clearly Quite Absurd
Junkyard Blues
Before Time Began

Mehr Songs befanden sich früher gar nicht auf den LP's :-)

"Rapture Of The Deep" klingt vielleicht etwas mit angezogenerer Handbremse als die ungestümeren alten Sachen. Die ehemaligen Fans, die das Album als "belanglos" oder "einfallslos" abtun, müssen sich fragen aber lassen, ob sie früher wirklich richtige Fans dieser Musik waren oder nur "Pseudo-Musikkenner". Die Musik auf "Rapture Of The Deep" wird zu Unrecht verkannt. Oder es liegt einfach daran, dass die Leute keine Ahnung haben.

Und ob Bands nach einer gewissen Zeit auf's Altenteil gehören ist eine äußerst fragwürdige Angelegenheit. Insofern würde ja das weiterhin bestehende berechtigte Interesse der Rockfans an Musik dieses Genres, die aus einer immer älter werdenden "Altrocker-Generation" bestehen, ad absurdum geführt.

Es wird quasi indirekt verlangt: Hört mit dem Rockmusikhören auf ! Ihr seid zu alt...
Diese Meinung kann ich nicht teilen. Mir macht "Rapture Of The Deep" einfach nur Spaß.

Kann man bedenkenlos kaufen.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 10, 2014 11:42 AM MEST


Bananas
Bananas
Wird angeboten von Medienvertrieb & Verlag
Preis: EUR 49,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bananas In Rock, 15. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Bananas (Audio CD)
Sieht man sich das Cover an, ist man geneigt zu sagen: "Was machen die denn da jetzt ?" Aber der Schein trügt...

"Bananas" ist ein durchweg entspanntes Rockalbum. Mit der aktuellen Besetzung; ohne Streithahn Ritchie Blackmore.

Man wird unversehens sofort in den Deep-Purple-Sound einbezogen und merkt dabei eigentlich gar nicht, dass Jon Lord nicht die Keyboards spielt, sondern Don Airey. Mir geht es jedenfalls so, dass ich automatisch beim Hören denke, Jon Lord würde an der Orgel sitzen. Erstaunlich, dass ich ihn nicht vermisse. Klasse gemacht.

Erster Eindruck ist, hier sind Deep Purple genauso gut, wie auf "Perfect Strangers". Und da ist auch schon das Stichwort... Ein musikalisch sehr komplexes Album. Nicht vergleichbar, aber eben "Perfekt". Und das freut mich ganz persönlich, weil "Bananas" ja ein relativ spätes Deep Purple-Album ist.
Sie können's also noch...

"Bananas" ist eines der besten Alben von Deep Purple. Es werden so ziemlich alle Stilrichtungen dargeboten, selbst bluesiges, wie in der Mark-III-Ära mit David Coverdale. Hier gesellen sich aber auch schöne melodiöse Rocker dazu, wie der Opener "House Of Pain" oder "I Got Your Number". Ebenso muss ich "Walk On" hervorheben. Der Song ist rhythmisch und bluesorientiert, aber derart cool und locker, dass Ian Gillans Stimme nicht überfordert klingt. Sehr schön auch "Pictures Of Innocence" sowie das sphärisch dichte und progressiv angehauchte "Never A Word". "Haunted" bedient als eine kraftvolle Rockballade die Mainstream-Fraktion und "Bananas", das Titelstück, ist für mich ebenso ein absolutes Highlight.

Die anderen Songs liegen irgendwo dazwischen und haben eindeutig stets Wiederkennungswert, denn es wird traditionell gerockt. Steve Morse, oft gescholten, spielt immer wieder sehr gute Soli dazwischen. Kaum schlechter als Ritchie. Dies ist auf anderen Alben mit ihm vielleicht nicht immer so.

Ich denke, es liegt auch an der Rhythmus-Sektion. Denn die alten Hasen und Ur-Miglieder Roger Clover und Ian Paice sind ja neben Ian Gillan auch noch dabei und tragen sicherlich entscheidend mit zum guten Sound bei. "Bananas" ist der Beweis, dass Deep Purple auch ohne Ritchie in der Lage sind, den Fans gute Rockmusik zu präsentieren. Alles in allem ist "Bananas" einfach nur sehr gute Rockmusik und zudem auch noch ein sehr reifes Album. Wie die Bananen auf dem Cover...

Die Zeichen stehen gut und es bleibt zu hoffen, dass nach dem etwas schwächerem Nachfolgewerk "Rapture Of The Deep" (2005), der bisher letzten Veröffentlichung in dieser Besetzung, noch Gutes zu erwarten ist.

Bananas In Rock ? Nee, wohl immer noch Deep Purple In Rock...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 17, 2011 3:48 PM CET


Perfect Strangers
Perfect Strangers
Preis: EUR 6,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überraschungs-Highlight der 80er, 15. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Perfect Strangers (Audio CD)
Vielleicht kann man heute sagen, dass dies wirklich ein echtes Comeback war. Für viele Fans sicher sogar DAS Comeback. Denn es handelt sich um die klassische Mk-II-Besetzung Gillan/Blackmore/ Lord/Paice/Glover. Das zählte damals noch was ! Sozusagen kehrte hiermit eine echte "Supergroup" zurück.
Gerade die 80er waren ja nicht das Jahrzehnt für den klassischen Hardrock. Obwohl Anfang bis Mitte dieses Jahrzehnts die Purple-Ableger Rainbow oder Whitesnake für reichlich Furore sorgten. Mitten in dieser Zeit kam überraschend "Perfect Strangers" von Deep Purple in alter Besetzung !

Eines vorweg: Es handelt sich einfach um sehr gute Rockmusik mit starken Deep Purple-Ansätzen. Aber eben nur Ansätzen. Zu sehr dringt die kommerzielle Mainstream-Linie, die Ritchie Blackmore zuletzt mit Rainbow gefahren hat, durch.

Richtige Purple-Kracher im Vergleich zu Alben wie beispielsweise "In Rock" oder "Machine Head" sind "Perfect Strangers" oder "Nobody's Home". Vielleicht auch noch "Mean Streak". Deswegen ist das Album nicht ganz vergleichbar mit den Klassikern Anfang der 70er. Es ist aber durchgängig harmonisch und sehr unterhaltsam. Deep Purple zeigen sich "gut drauf" und rocken kräftig los. Zweifelsohne eine dolle Überraschung mitten in den musikalisch turbulenten, von ramschigen Computer-Sounds dominierten 80ern. Die Ballade "Wasted Sunsets" lockert das Ganze etwas auf, klingt aber nicht typisch nach 70er, sondern eher so, wie in den 80ern Rainbow oder Whitesnake eine Rockballade arrangiert hätten. Sei's drum...

Ein schönes standesgemäßes Rockalbum einer der besten Bands der Rockgeschichte. Es fehlt lediglich etwas von dem authentischen, geerdeten Rock der frühen 70er. Der Sound auf "Perfect Strangers" kommt etwas glattpolierter rüber.

Für mich zählt aber gerade dieses Album zu den Highlights von Deep Purple. Eine Rangliste würde bei mir so aussehen:

Allen voran die Klassiker "In Rock", "Fireball" (sehr gut), "Machine Head". Platz 4 belegt bei mir "Perfect Strangers" ! Dann folgen "Burn", "Who Do We Think We Are" (wird leider sehr unterschätzt) und "Come Taste The Band". Von den neueren Sachen schließen sich gleich "Purpendicular" und "Bananas" (sehr schön gemacht !) an. Letztlich gehört das noch aus der Zeit der MK-I-Besetzung stammende Album "April" zu meinen Top-10-Favoriten.

Das sind für mich persönlich alles 5-Sterne-Alben. So auch "Perfect Strangers". Gerade der Titelsong ist schon ein mächtiger Dampfhammer. Obwohl die meisten von uns schon "Ü-50" sind, wird gerade der Song immer wieder auf Feiern zu späterer Stunde gewünscht. Richtig laut natürlich ! Damit scheuchen wir die "Andrea Berg und Pur-Fraktion" (liegt das am Alter, dass manche sich so was antun ?) immer aus dem Party-Keller...

Wer sagt, dass man mit 50 nicht immer noch richtig "Fan" sein darf ?
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 9, 2011 2:37 PM MEST


Never Say die! (Remastered)
Never Say die! (Remastered)
Wird angeboten von Online-Versand-Grafenau GmbH
Preis: EUR 14,60

13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniales Spätwerk mit Ozzi, 12. Februar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Never Say die! (Remastered) (Audio CD)
Das letzte Black Sabbath - Album mit Ozzi ist meiner Meinung nach ein Rockmeisterwerk.

Viel zu oft wurde es als die schlechteste Platte der Band kritisiert. In der Tat ist das Album schwer zu beschreiben. Es entstand in einer schwierigen Zeit, als es mit Hardrock kommerziell gesehen ziemlich düster aussah. Die Konkurrenz 1978 war groß und überall schwappte der USA-Mainstream über den großen Teich, wie Boston oder Styx. Ebenso war seichter Pop-Rock angesagt. In dieser Zeit war nicht alles schlecht, aber selbst Bands wie Uriah Heep neigten zu seichten Fahrwassern. Ehemalige Artrockleuchten wie Genesis mutierten zu Mainstream-Popgruppen.
Und Fleetwood Mac's "Rumours" war in aller Munde.

Daher ist "Never Say Die !" vor diesem Hintergrund eine äußerst interessant gemachte Hardrock-Scheibe. Es ist alles drin, was Fans von Black Sabbath eigentlich überzeugen müsste. Kernige Gitarrenriffs, tolle Soli und trotz vieler Alkoholeskapaden singt Ozzi wie in den ersten Tagen. Das Album enthält eine Menge Momente, die an frühere Zeiten erinnern. Es ist aber zugleich bespickt mit Aufsehen erregenden neuartigen Details. "Never Say Die !" geht gleich sehr rockig aber auch melodiös ab. Bei "Johnny Blake" sickert Artrock durch.

Man merkt dem Album auch stellenweise den Einfluss US-amerikanischer Sounds an, da Toni Iommy, Ozzi und Co. zu dieser Zeit in den Staaten in zweites zu Hause hatten. Allerdings nicht wie bei vielen anderen Bands in Richtung Mainstream oder Stadion-Rock. So ist z. B. der geniale Song "Air Dance" nach interessantem Gitarren-Intro auf überraschende Jazz-Einflüsse aufgebaut, gepaart mit typischen Underground - Rock der späten 60er und frühen 70er mit enorm dichter Spannung im Mittelteil mit rasendem Klavier und ruhiger jazzrocktypischer Basslinie. Zwischendurch immer Mal wieder dann reine Metal- und Hardrock-Riffs. Da bleibt mir glatt die Luft weg. Auch "Breakout" mit den ungewöhnlich irritierenden Bläsern ist ebenso ein Hinhörer, der einen kurzzeitig ablenkt. Klasse !

Ich sagte ja, dass das Album sehr schwer zu beschreiben ist. Jedenfalls bleiben an vielen Songstellen Black Sabbath Ihrem altbekannten Grundschema dennoch treu.
Auch klanglich ist "Never Say Die !" auf dieser remasterten CD super. Schlagzeug und Bass sind druckvoll und kernig. So wie es beim Metal-Rock sein muss. Teilweise erinnert Bill Ward's Sound an Led Zeppelin.

Black Sabbath lieferten mit "Never Say Die !" jedenfalls ein absolut gutes experimentelles Rockalbum ab. Mit diesen bunt gemischten Sounds und dem geradlinigen Ur-Hardrock hätten Sie von mir aus gerne weitermachen können.


Come Taste the Band (35th Anniversary Edition 2 CD Set)
Come Taste the Band (35th Anniversary Edition 2 CD Set)
Preis: EUR 20,99

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Starker Versuch, 8. Februar 2011
"Come Taste The Band" dokumentiert eindrucksvoll, was der Begriff "Vielseitigkeit" bedeuten kann. Bis dato galten Deep Purple ja als eine DER Ursprungsbands des Heavy-Rock neben Black Sabbath und den anderen zeitgenössischen Hardrockbands. So war und ist meine Vorliebe eindeutig der klassische Hardrock. Kein Wunder, dass mir von Deep Purple die Alben "In Rock", "Machine Head" oder "Fireball" am besten gefallen.

Aber schon damals liebte ich eben genau diese oft beschworene Vielseitigkeit.
"Come Taste The Band" hat mich vollkommen irritiert. Ohne meine "Stars" Ian Gillan und Ritchie... Wie kann das gut gehen ?

Und beim ersten Hören damals 1975 hat mich das Album sogleich fasziniert. Was sich bei "Burn" oder auch "Stormbringer" bereits behutsam abzeichnete, mündete hier in einen Sound, der zwar in eine ganz andere Richtung ging, aber einfach nur perfekt klang. Blues, Soul und Funk hielten Einzug in den "Deep Purple - Sound" und das Ergebnis war prima. Eine weitere Facette von Deep Purple. Obwohl "Bluesiges"ja schon mal vorkam (z. B. Lazy").

Das David Coverdale erstklassig singt, daran gibt es keinen Zweifel. Auch wenn viele sicherlich Ian Gillan damals sehr vermisst haben mögen. Aber "Come Taste The Band" reiht sich für mich aus heutiger Sicht in die Serie der besseren Alben von Deep Purple ein. Durch die Einflüsse von Glenn Hughes und Tommy Bolin lernten wir eine andere Art von Rockmusik kennen. Nun war gerade das Jahr 1975 auch die Zeit der großen Veränderung in der Musiklandschaft. Der gute alte Rock verschwand zunehmend aus den Charts. Keiner wollte mehr so tolle progressive Sachen wie Child In Time oder andere ellenlange Endlos-Rocksongs hören. Die Zeichen standen klar auf Veränderung. Nicht nur zum Guten, denn die Popmusik ab Mitte der 70er war teilweise richtig gruselig. Von Disco und diesem Gedöns ganz zu schweigen.

Daher war "Come Taste The Band" fast schon wieder eine musikalische Offenbarung, wie "neue" Rockmusik klingen könnte. "This Time Around" wäre zum Beispiel (echt...) 'ne Michael Jackson-Nummer und "You Keep On Movin" ist einfach nur göttlich gut. Jon Lord spielt eine spitzenmäßige Hammond-Passage und das Ende
des Songs mit dem knackigen Bassauslauf ist oberhammergeil...

Ich habe mich schon ein paar Mal gefragt, was wäre, wenn Deep Purple so weiter gemacht hätten ? Eine Höllenmischung aus Jazzrock, Soul -und Funkrock gar ? Oder vielleicht eine Prise Grand Funk dazu ? Sicher hätte aus Deep Purple etwas ganz anderes werden können. Aber das hielt ja leider nicht lange an. Nach "Come Taste The Band" verschwanden Deep Purple für lange Zeit von der Bildfläche. Dann kam Rainbow... Und Coverdale wurde mit Whitesnake fast noch erfolgreicher als Deep Purple.

Den Rest bis zum Comeback mit "Perfect Strangers" im Jahr 1984,das dann wieder im alten Stil erklang,kennt jeder.

Also von mir eine klare Empfehlung. Diese CD gehört in jede bessere Deep Purple-Sammlung.

Come Taste The Band!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 17, 2013 1:00 PM MEST


21
21
Preis: EUR 12,99

3 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein aufgehender Stern in der Musikszene, 23. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: 21 (Audio CD)
Mit dem Album "19" erweckte sie zweifelsohne Aufmerksamkeit.
So soll (sollte!) es in der Musikbranche sein. Leider oftmals nicht immer.

"21" kommt überraschend und klingt vordergründig deutlich homogener als das davor noch etwas unkoordiniert wirkende, aber substantiell äußerst erstaunliche Vorgängeralbum.

Soul-Pop vom Feinsten... Soul-Pop ? Auch nicht ganz richtig.

Eigentlich bedient Adele komplexe Musikstile. Von allem etwas.
Auch Blues oder sogar ganz versteckt "Rockiges", wie "Rolling In The Deep".
Auch Ihre Stimmlage passt dazu hervorragend. Die beherrscht sie zweifelsohne sowieso am besten.
Ein aufgehender Stern in der Musikszene. Unterstützt von absolut guten Musikern !

Eine interessante Mischung aus 60ies, 70ies und Gegenwart !
Die Songs umschmeicheln förmlich; die raue Stimme legt sich dominierend auf die sparsam arrangierten Songs.

Viel Piano (oder besser Klavier !), aber auch opulente Orchestereinlagen und ergreifende Chorpassagen gesellen sich dazu. Es fällt auch auf, dass die Songs, wenn's drauf ankommt, auf einer sehr guten Rhythmus - Sektion aufgebaut sind. Supertolle Schlagzeug - Arbeit inklusive.

Einfallsreich, spannend, rhythmisch, stürmisch, verträumt, ergreifend...

Gänsehaut erzeugende Melodien, wie beispielhaft "Don't You Remember".
Es ist noch mehr in diesem Stil auf dem Album "21" zu hören.
Adele hat sich hiermit jetzt schon ein Denkmal gesetzt.

Auf den Spuren von Janis...
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 13, 2016 12:22 PM CET


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