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Rezensionen verfasst von
Martin Böhmer (Hann. Münden)

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Manic Nirvana
Manic Nirvana
Preis: EUR 10,99

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Led Zeppelin Comeback ?, 4. Oktober 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Manic Nirvana (Audio CD)
Manic Nirvana ist DAS beste Led Zeppelin - Album von Robert Plant.

Treibender Rock, klasse Drums, progressive Töne, Boogie (genial: Your Ma Said You Cried In Your Sleep Last Night) und moderner Gitarrenrock, wie er Anfang der 90er typisch war.

Hier ist alles enthalten, was ein Rockalbum haben muss. Hätten Led Zeppelin solch ein Werk wie dieses nach "Physical Graffiti" veröffentlicht, hätten alle damals gesagt: "Jaaa... So müssen Led Zeppelin klingen." Aber sie sind's nicht, sondern Robert Plant himself.

Und deshalb bietet diese furiose CD natürlich auch noch mehr, als nur Led Zeppelin'schen Atem.

Robert Plant wäre nicht Robert Plant, wenn er nur seine alte Band zitieren würde. Das ganze Album enthält so viel Abwechslung und tolle Songs, dass es immer wieder neu erforscht werden kann und niemals langweilig wird. Einfach nur gute Power. Außerdem legt Plant hier schon den Grundstück für seine künftigen hochklassigen musikalischen Aktivitäten in Richtung Experimentalrock, Ethno und Crossover.

Leute, zieht die Teppichwesten wieder an und dreht die Anlage auf !


Band of Joy
Band of Joy
Preis: EUR 11,98

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Plant in seinem Element, 3. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Band of Joy (Audio CD)
Robert Plant auf den Spuren von "Raising Sand". Nur, dass er hier wieder mehr Abwechslung und "Verve" bietet. Die meisten Songs stammen von teilweise namhaften Komponisten anderer Klassiker. Dennoch versieht Plant jeden Song mit seinem ureigenen Stempel. Dies nenne ich Musikkunst.

Erstaunlich, wie dieser Mann in seinen späten Jahren hier wieder in allen Musikstilen grast, ohne seine Vorlieben zu verleugnen. Er ist in seinem Element. Rock, Country, Folk, eine Prise Cajun und Bluegrass... Crossover in Reinkultur.

So ist der einzige von ihm selbst komponierte Song "Central Two-0-Nine" nah an Led Zeppelin III, während z. B. der Song "Monkey" wieder sehr eigensinnig rockt. Die bohrenden Gitarren, die bassstarke Rhythmus-Sektion sowie das düstere Ambiente lassen Vergleiche mit einigen Songs von der Band "Muse" aufkommen und verleihen diesem Song eine gewisse Modernität.

"Angel Dance", das sei nachträglich erwähnt, ist ein schöner schwungvoller folkiger im Stomp-Sound verfasster Opener. "Silver Rider" kommt eher Klassisch als progressive Ballade und ist wahrhaft der absolute Überflieger dieses Albums. Herrlich, wie Plants Stimme am ruhigen Beginn klanglich sauber herausgeschält wird. Die sich dazu gesellende perfekte zweite Stimme von Patty Griffin erzeugt Gänsehaut. Die Gitarren werden eher düster in der Spielweise modernerer Grunge - Bands vorgetragen.

Selbst die Country oder Folk animierten Songs machen Spaß. Wenngleich es in "Falling In Love Again" vielleicht etwas seicht zugeht. Aber das konnte er ja schon bei den "Honeydrippers"

"Satan Your Kingdom Must Come Down" oder "Even This Shall Pass Away" am Schluss machen das aber wieder wett. So kommt der letzte Song super rüber, der fast nur auf Percussion und Schlagzeug aufbaut. In diesem an modernen "R & B" erinnernden Song läuft Robert Plants Stimme zur Höchstform auf. Seine Stimme rockt richtig cool und scheint sehr eng mit den Percussions verwoben.

Ich schwanke wegen einiger zu seichter Stellen zwischen 4 oder 5 Sternen. Da aber die überwiegende Zahl der Songs einfach großartig ist, komme ich um 5 Sterne wegen der einzigartigen Musikalität dieses Albums nicht umhin. Zudem brilliert diese CD mit, wie ich finde, perfekter Klangqualität.
So virtuos muss Musik heute sein. Dann vergisst man auch schnell die platten durchschnittlichen Songs in den Charts.


Eliza Doolittle
Eliza Doolittle
Preis: EUR 7,99

15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alle Achtung, 28. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Eliza Doolittle (Audio CD)
Da wird man überschwemmt von Pop-Jungstars, Casting-Möchtegern-Stars und einer kaum noch zu überblickenden Schar von Pop-Sängerinnen, die meistens mehr als über den Durchschnitt nicht hinweg kommen. Die Charts sind voll davon.
Nun noch so ein "Allerweltspüppchen". Meint man...

Und dann dieses Werk. Völlig an den Charts vorbei, was ungerecht ist.

Ich schreibe hier meine erste Rezension. Eliza Doolittle überzeugt auf der ganzen Linie. Dieses Album ist clever gemacht mit einer Menge einfallsreicher Musikstücke, tollen Arrangements und hübschen Melodien, die von musikalischem Können zeugen. Viele Musikstile werden bedient. Von einfachen Popsongs (Missing; obwohl so richtig einfach ist kein Lied !), Swing (Rollerblades) bis hin
zu 60ies - Soul und Karibik-Feeling (Going Home, Police Car).

Schön gemacht. Hier sind ganz klar 5 Sterne fällig.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 28, 2010 1:07 PM MEST


Let It Roll-the Songs of George Harrison
Let It Roll-the Songs of George Harrison
Preis: EUR 18,43

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Keine "richtige" Best-Of, aber..., 28. September 2010
Lang (sehr lang...) habe ich gewartet, eine vernünftig zusammengestellte CD mit repräsentativen Songs von Goerge kaufen zu können. Irgend etwas wichtiges aus seiner Schaffenszeit fehlte leider immer. Dies ist auch das größte Manko von Best-Of-CD's im Allgemeinen. Daher rate ich bei wichtigen Musikern und Bands auch gerne davon ab, sich solche Alben zuzulegen. Es ist so wie es ist. Irgendwer ist für die Zusammenstellung dieser Songs verantwortlich und dabei kommt eben leider nicht jeder gute Song zum Zuge.

Also Finger weg, wer wirklich Fan ist. Die sollten sich lieber die regulären Alben kaufen. Wer allerdings gut hörbare, wichtige Songs von George Harrison haben möchte, macht mit dieser CD dennoch nichts falsch. Der klangliche Gewinn der remasterten Songs ist gering. Für mich kein Kaufgrund. Höchstens, dass es mit dieser CD ermöglicht wird, mit einem kurzen Griff einen Großteil der berühmten Songs von George an einem Stück genießen zu können.

Ich kritisiere, dass Songs aus der Zeit der sensationellen "Travelling Wilbury's" gänzlich fehlen. Außerdem hätte man sich die "Beatles-Zugaben" sparen können ! Auf diese Songs wartet kein Mensch, da sie schon überall tausendfach veröffentlicht wurden. So wäre sicher auch noch Platz für weitere wichtige Solo-Songs der Ära 1970 bis 2002 gewesen, so z. B. aus der besagten "Travelling - Wilbury -Phase".

Am Ende bleibt der fade Beigeschmack einer typischen "Best-Of-Compilation". Aber auch wenn einige gute Stücke fehlen, sind 4 Sterne angesichts der guten Musik unausweichlich. Es hätten fünf werden können, wenn nicht so viel fehlen würde...


Autumn Sky
Autumn Sky
Preis: EUR 5,55

10 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Folge 8..., 7. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Autumn Sky (Audio CD)
Mit dem 8. Studioalbum "verzückt" uns nun der alte Meister Ritchie mit seiner Angetrauten Candice. Und das fast immer im regelmäßigen Abstand von nur 2 Jahren pro CD. Den Anfang machte 1997 "Shadow Of The Moon". Nun, anno 2010, das achte Werk von "Blackmores Night", fast im Stil der ersten Alben.
Böse Zungen behaupten, die Musik würde zunehmend langweiliger und immer gleich klingen. So wird auch gern von Durchschnitts-Mittelalter-Folk geredet. Warum ?

Im Grunde ist es doch so, dass jede Band oder viele Musiker irgendwie immer gleich klingen. Verändern sie ihren Sound, verlieren sie auch mitunter viele Fans. Darum ist es oftmals besser, eine Band "covert" lieber sich selber, als andere... Also meiner Meinung nach kein Durchschnitt, kein Eigenplagiat, sondern vielmehr hochklassige Musik des ehemaligen Gitarristen von Deep Purple und des heutigen der Band "Blackmores Night".

Mehr noch. Es liegt hierin wieder die Würze des Ursprungs. Viele "Traditionals" wurden verarbeitet und der übliche Cover-Song ist auch dabei. Diesmal "Celluloid Heroes" von den Kinks ! Wir haben Blackmores Night doch alle lieben gelernt mit den sanften Folkklängen und dem ziemlich authentischen Mittelalterzitaten der ersten beiden CD's. Danach gab es dann auch eine wieder etwas rockigere Phase, in der es, wie auch auf der letzten CD "Secret Voyage", wieder mal gehörig "purplete" und die E-Gitarren aufblitzten oder sie durch hübsche lange Soli des Meisters auffielen. Gefiel mir übrigens auch sehr gut !

Aber diese neue CD muss ich hervorheben, weil sie konsequent ist und eigentlich genau das ist, was die Fans von Blackmores Night wollen. Und das nun zum achten Mal in Folge. Das ist fast schon "kultig" und dies müssen andere erst einmal hinkriegen. Was mir auffällt ist übrigens, dass diesmal insbesondere die Stimme von Candice Night ungewohnt variiert. So singt sie auf "Highland" ziemlich kraftvoll, fast wie Jennifer Rush, und auf "Barbara Allen" hat sie eine Lage fast wie im alten Song von Dana "All Kind Of Everything". Das lässt aufhörchen und macht diese CD wieder Mal etwas anders. Der leichte Pop-Touch stört dabei nicht.


Live at Celtic Connections (Limited Edition)
Live at Celtic Connections (Limited Edition)
Preis: EUR 7,64

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckend, 27. August 2010
Als Fan von Runrig seit 2001 kann ich, wie viele, die hier Rezensionen schreiben,
nur sagen, dass mir die Musik sehr gut gefällt. Diese Beurteilung ist nicht sehr phantasievoll, darum ich umschreibe es so, wie ich es in meiner Rezi für das letzte Album Everything You See getan habe:
Runrig sind immer wieder Garant für gute Musik, die wohlige Schauer auslösen kann. Bei Stress und ähnlichen Unzulänglichkeiten des Alltags helfen Runrig garantiert. Abtauchen, vergessen, abschalten und wieder mal eine Weile "Du selbst" sein. Die beste Therapie; garantiert ohne Arzt und Nebenwirkungen.

Dieses Live - Album hier gehört ganz klar genau zu diesen CD's, die Gänsehaut auslösen und die eigentlich jeder im Plattenschrank haben muss, der halbwegs Musikverständnis hat. Wer Runrig schon einmal Live gesehen hat, wird mich verstehen. Eine Band, die nie große Erfolge in den Hitparaden hatte und dies auch gar nicht nötig hat. Dies hat Runrig zu einer Kultband gemacht, die stets elegant unter dem Radar der Charts fliegt.

Vor dem Hintergrund der zur Zeit wirklich grottenschlechten Musik in den Hitparaden, in denen unsägliche Pop-Püppchen und Möchtegern-Casting-Stars ihr Unwesen treiben und uns mit unerträglichen immer wieder gleich klingenden musikalischen Ergüssen belästigen, sind Runrig ein wohltuender (musikalischer) Fels in der Brandung.

Klar, es gibt auch viele andere ernst zu nehmende (Rock-) Musiker (Fogerty, Knopfler, Dio oder Bands wie z.B. Uriah Heep, Jethro Tull, Thin Lizzy bzw. neueres wie Muse oder Foo Fighters ), die ich ebenfalls sehr schätze. Runrig stehen da im Verhältnis zu meinem sonstigen Musikgeschmack vielleicht etwas konträr da...

Außerdem haben sie nicht immer nur unbedingt Gutes hervorgebracht. So wurde ich erst Fan seit "The Stamping Ground", für mich ein Meilenstein der Musikgeschichte ! Also gehöre ich zu denen, die erst Fan der Band geworden sind, seit dem Bruce Guthro dabei ist. Vorher konnte ich mit den nicht immer so prägnanten und kraftvollen Songs nicht viel anfangen. Zuweilen waren früher auch sehr viele Synthies zu hören, die den Songs nicht immer Authentizität verliehen haben. Obwohl viele Runrig-Klassiker gerade aus dieser Zeit stammen.

Und wenn sie mal rockiger wurden, "verspielte" sich der Gitarrist vor allem in den 80ern gerne mal in Richtung U 2, was aber weder nach Fisch noch nach Fleisch klang. Heute ist das alles vergessen. Bruce Guthro ist nach meiner Meinung ein Gewinn für die Band gewesen. Und die Band ist viel besser geworden. Kantiger, rhythmischer und kraftvoller. Selten habe ich einen so guten Gitarristen wie Malcolm Jones erlebt. Er hat sich total gesteigert. Vor allem Live ! Und darum gehört dieses erste Live-Album mit Bruce Guthro zu meinen absoluten Favoriten !


Wonderworld
Wonderworld
Preis: EUR 14,98

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wunderwelt (auch die Fans wunderten sich...), 24. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Wonderworld (Audio CD)
Mit "Wonderworld" habe ich mich hinsichtlich der Abgabe einer Rezi bisher schwer getan. Aber nach den auch unter Fans eher als schwach beurteilten Heep-Alben wie z. B. "High And Mighty", die ich letztlich dann doch aus meiner eigenen persönlichen Sicht mit dem nötigen Abstand von damals bewertet habe, ist nun auch das vermeintlich "schwache" Wonderworld dran.

Alle wissen es, aber ich wiederhole es gerne: Es handelt sich hierbei noch um die klassische Heep-Besetzung mit Box / Byron / Hensley / Kerslake / Thain. Diese illustren Namen standen seit "Demons And Wizards" auf allen bisherigen Plattencovern und sie erzeugten damals bei mir den gleichen gefühlsmäßigen Effekt wie etwa "Gillan/Paice/Glover/Blackmore/Lord". Nun ist "Wonderworld" leider die letzte Veröffentlichung mit dieser Besetzung, die aus heutiger Sicht nur sehr kurz hielt und knapp drei Jahre Bestand hatte. In dieser Zeit hinterließen Uriah Heep die wohl prägnantesten musikalischen Lebenszeichen ihrer Laufbahn. Dennoch ist "Wonderworld" musikalisch doch um einiges anders ausgefallen als die Vorgänger.

So richtiger "Heep-Sound" war das nicht mehr. Nun mag das, wie in anderen Rezensionen auch schon treffend bemerkt, wohl auch an dem damals 1974 einsetzenden musikalischen Wandel gelegen haben. Aber so ein wenig hat mich damals dieses Album schon verwundert... Wer die Klänge von "Sweet Freedom" oder "Demons..." erwartet, wird vielleicht etwas enttäuscht sein.

Erst einmal irritieren einige Stücke durch irgendwie andere "fremdartige" Klänge und seltsame Melodiefolgen, die aber, wie ich finde, eher von Experimentierlust zeugen als von Einfallslosigkeit der Band (Dreams, The Shadows And The Wind). Dennoch sind auch einige Stücke, wie z. B. Something Or Nothing, ein wenig fade. Das Grundgerüst dieses Songs stimmt durchaus. Etwas mehr druckvollere schwebende Hammond, mehr rhythmische E-Gitarre, vielleicht einen Tick mehr Tempo, dann hätte daraus fast ein zweites Easy Livin' werden können. Aber so ist der Song etwas blutleer. Ich habe schon "Spider Woman" auf "Magicians Birthday" als "schwächelnd" kritisiert. So etwa stufe ich qualitätsmäßig auch diesen Song ein. Das ist aber nur mein persönlicher Geschmack.

Sehr schön finde ich "Wonderworld", den Titelsong, und "The Easy Road". Herausragend auch der Gitarren orientierte bluesartig hart rockende Song
"I Won't mind" und das gelungene "We Got We". Der Funky-Rhythmus und etwas jazzig wirkende Basslauf erinnern ein wenig an "Why" oder gar an die Tatort-Titel-Musik (?).

Eigentlich ist auch kein richtiger Ausfall drauf, denn auch "So Tired" und "Suicidal Man" sind nicht gerade übel, wenn auch diesen Songs genau diese leichte Schwäche von "Something Or Nothing" anhaftet. Unterm Strich dennoch kein schlechtes Werk.

Ich höre "Wonderworld" auch heute noch gerne und halte 4 Sterne für absolut angemessen. Klanglich ist die CD etwas besser als die alte Ursprungsversion. Die damalige LP klang ziemlich dumpf. Warum auch immer... Die Bonus-Tracks sind vielleicht nicht soo interessant; zumal sie teilweise auch schon auf anderen Veröffentlichungen mit drauf waren. Also nicht unbedingt nötig.

Empfehlen kann ich die CD allemal, da sie zur Vervollständigung des Heep-Repertoires unverzichtbar ist. Außerdem gefällt mir auch in diesem Fall (wieder mal...) das Cover :-)


20 Greatest Hits
20 Greatest Hits
Wird angeboten von dutchtoni
Preis: EUR 23,59

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spiegelbild der frühen 70er, 18. August 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 20 Greatest Hits (Audio CD)
"Kedeng Kedeng" ist nicht alles was die Holländer zu bieten haben. Insbesondere in den 70ern hatten sie mit Golden Earring und Shocking Blue zwei super Hitlieferanten. Viel mehr gab's dann aber leider danach nicht mehr aus den Niederlanden... Aber diese beiden Bands gehören für mich mit zum Besten, was die 70er hervorgebracht haben.
Auch im internationalen Vergleich.

Die Musik der Band Shocking Blue spiegelt genau die Zeit der späten 60ies und frühen 70ies wieder. Ich kann dies nur zeitgenössische Pop- und Rockmusik nennen. Diese Zeit war ja noch geprägt von der ausklingenden Hippie-Welle. Ein bisschen "psychedelisch", dann wieder poppig im "Bubblegum-Sound". So war die Musik damals in den frühsten 70ern, bevor die musikalische Richtung in den Hitparaden (leider...) in Disco-Sound umschlug und dieser Sound die wirklich noch bis dahin recht gute gitarrenorientierte rockverliebte Frühsiebziger-Musik unter sich begrub...

"Venus" kennt ja jeder, ein echter Evergreen. Genau dieser Song passt zu meinem Versuch, die Merkmale des Sounds von damals zu beschreiben: Etwas romantisch "woodstockmäßig" angehaucht, etwas psychedelisch, melodieorientierte Bassgitarre. Die Band Shocking Blue ist ein Musterbeispiel für die damalige Musiklandschaft in den Charts. Die Sängerin Mariska Veres erinnert an Grace Slick von Jefferson Airplane (in den 80ern mit "Starship" ebenfalls sehr erfolgreich). Auch die anderen Songs auf dieser "20 Greatest Hits", alle weniger bekannt als "Venus", überzeugen durchaus. Insbesondere "Mighty Joe", der 72er Hit "Inkpot" oder auch "Dream On Dreamer" wissen sehr zu gefallen.

Nach meiner Auffassung reicht diese "Best Of-CD" zur Vervollständigung des Plattenschranks. Die anderen angebotenen ähnlichen Sampler sind nicht so gut wie dieser von "Repertoire Records" zusammen gestellt. Hier sind hingegen alle wichtigen und besseren Songs der Band drauf und wer nicht gerade ein beinharter Fan von Shocking Blue ist, braucht auch nicht mehr. Ansonsten kann man sich natürlich auch alle Alben zulegen. Aber dieser Sampler vereint die Musik von Shocking Blue schön komprimiert und man kann diese CD auch mal auf einer Oldie-Party durchlaufen lassen. Für diesen Kurs ein bedenkenloser Kauf und ein Zeitdokument der frühen 70er !
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 27, 2014 12:06 PM MEST


Foo Fighters - Live At Wembley Stadium
Foo Fighters - Live At Wembley Stadium
DVD ~ Foo Fighters
Preis: EUR 19,74

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leider nur fünf Sterne, 16. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Foo Fighters - Live At Wembley Stadium (DVD)
Gewaltig würziger Tobak, das muss ich schon sagen. Eine hinreißende Rockmischung, die uns da serviert wird.

Allein die Kulisse im Wembleystadion ist schon atemberaubend, aber was da an rauer Gitarren - Rockmusik auf der mittig (!) platzierten Bühne präsentiert wird, ist absolut hochklassig. Selten habe ich ein so gutes Livekonzert auf DVD gesehen. Und ich bin (jetzt "war" !) nicht einmal Fan von Nirvana oder den Foo Fighters. Aber dieses Konzert darf man sich nicht entgehen lassen. Dies gilt gewissermaßen für jeden Musikkenner, denn auch als "Nicht-Hardrock-Fan" muss man die sehr gute Qualität dieser Performance eingestehen. Die Musik und die Spielweise der Musiker, allen voran Dave Grohl, ist einfach nur exzellent und sowohl einnehmend als auch faszinierend. Dieses Konzert wird zum absoluten Erlebnis und es animiert zu Gefühlsausbrüchen wie plötzlich auftretenden "Mitgröhlzwang", Tränen in den Augen, Luftgitarre spielen oder starkes rhythmisches Fußwippen. Spaß macht es auch, wenn bei einigen Songs die gute alte Hammond im Hintergrund grollt. Schön, dieses alte Holzteil...

Schwenkt die Kamera ins Publikum, sieht man überall lächelnde und mitsingende Fans. Teilweise sitzen junge Mädels strahlend auf irgendwelchen Schultern. Dies allein verzaubert schon... Die Stimmung muss sich wohl auch auf den Drummer übertragen, denn egal wie er draufhaut, auch er lächelt immer. Eine Superband. Und dass am Schluss auch noch Jimmy Page und John Paul Jones von Led Zeppelin auftreten und mit den Foo Fighters die Klassiker "Rock n'Roll" und "Ramble On" zum Besten geben, lässt mich am Ende dieses Konzertes als Altrock-Fan endgültig auch zum Fan dieser relativ neuen Band werden. Erstaunlich wie diese beiden alten Herren vom Publikum bejubelt werden.

Gaaanz stark...
Wie viel Sterne darf man vergeben ? Sechs, sieben ?
Ach nee, leider nur 5...


The Last Wave Of Summer
The Last Wave Of Summer
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 33,95

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vulkanausbruch, 6. August 2010
Rezension bezieht sich auf: The Last Wave Of Summer (Audio CD)
Cold Chisel hat sich zum absoluten Kultobjekt entwickelt, obwohl hierzulande leider sehr wenig bekannt. Den australischen Importhammer um den Sänger Jimmy Barnes muss man gehört / gelebt / erlebt haben. Wer rüden Rock mag, gepaart mit teilweise wunderschönen Melodien und Arrangements, kommt um Jimmy Barnes oder Cold Chisel kaum vorbei.

Ich habe bisher von Cold Chisel noch keinen ernst zunehmenden musikalischen Ausfall erlebt. "The Last Wave Of Summer" ist aber unter Garantie eines ihrer besten Alben. Ein musikalischer Vulkanausbruch. Entweder geht es richtiggehend zur Sache, oder Jimmy Barnes präsentiert gänsehauterzeugende raue Balladen, die vielleicht auch von Bob Seeger in seinen besten Tagen hätte stammen können.

Legt die Band los, ist von AC DC, Guns 'n' Roses oder Rolling Stones alles dabei.

Man hört und genießt reinen Gitarrenrock. Wenn außer den Guitars oder der sehr guten Rhythmusarbeit des Drummers mal was anders ertönt, dann sind es pure Klavier- oder Orgelklänge. Jimmys Stimme schwebt stets über all dem. Der wiederum singt so rau, dass selbst der gute alte "Cocker Joe" oder John Fogerty wie Elfen klingen...
Geradlinige Rockmusik ohne Schnörkel und technischen Firlefanz.

Leider kommt man an die Veröffentlichungen von Cold Chisel sehr schwer heran und wenn, sind die Importe verdammt teuer. Mir hat "The Last Wave Of Summer" ein Freund von einer Australienreise mitgebracht. Eine gute Idee von ihm, denn sie ist eine meiner Lieblings - CD's geworden !


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