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Rezensionen verfasst von
Martin Böhmer (Hann. Münden)

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Black Tiger
Black Tiger
Preis: EUR 12,20

5.0 von 5 Sternen Starker Tobak, 21. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Black Tiger (Audio CD)
Nachdem ich mit ziemlicher "Verspätung" die US-Band Y + T kennengelernt habe und mir kürzlich das Album "Earthshaker" (aus dem Jahre 1981 !) besorgt habe, musste ich unvoreingenommen feststellen, dass es sich hier um Hardrock vom Feinsten handelt. Nun folgt das Werk "Black Tiger"... Wie auch schon beim Vorgänger "Earthshaker" kann ich auch hier bescheinigen, dass dieser ausgefeilte "Rock 'n' Roll - Hardrock" weit vom typischen "AOR-80er-US-Radiorock" entfernt ist... Druckvoll, erdig, einfach nur schön... Sehr starker Tobak, bei dem man schwindelig werden kann und am besten spontan vor den Boxen niederkniet...

Kein Song gleicht irgendwie dem anderen. Power-Riffs, gepaart mit unglaublich präzisen Gitarren-Soli. Schon der Opener "From The Moon" lässt aufhorchen. Doppel-Leadgitarren vom Feinsten. Warum nur so kurz... Wow...

Dann erst bei "Black Tiger" und dem "Barroom Boogie" ! Beide Tracks sind Mustereispiele für die musikalische Abwechslung auf diesem Album; und für die gnadenlose Power, die hier dem geneigten Hörer um die Ohren weht. Dass fast durchgehend auf allen Songs sich noch dazu melodisch durchdachte Refrains gesellen, lässt den Atem stocken. Sänger und Gitarrist Dave Meniketti beweist hier eindrucksvoll sein Können, da er seine Stimme sehr gut variieren kann. Ob Metall-Powerrock, Boogie, purer Rock `n` Roll oder Powerballaden... Seine Lead-Vocals passen immer...

Den krönenden Abschluss bildet hier auf "Black Tiger" die 6 Minuten - Ballade "Winds Of Change". Bei "Earthshaker" glänzt an dieser Stelle die geniale Hymne "I Believe In You"... Gottlob wird jedwede Parallele zum Scorpions-Song sofort im Keim erstickt. Schon deshalb, weil der kommerzielle Erguss der Scorpions erst 8 Jahre später folgte und somit hier bitteschön niemand auf die Idee kommen sollte, dass hier von Y + T Titel oder Sound geklaut sein könnten... Dies nur am Rande...

Apropos Sound: Erstaunlich wie gut die Aufnahme-Klangqualtät hier rüberkommt. Allein der voluminöse knackige Schlagzeug-Sound und die präzisen Bassläufe. Für ein Rockalbum aus dieser Zeit (1982) sehr erstaunlich !

Y+ T ist mit "Black Tiger" ein hartes und perfektes Melodic-Hardrockalbum gelungen. Konzeptionell knüpft es an Earthshaker" an. Wunderbar.... Hat was... Überhaupt kein Fehlkauf ! Supercoole Rocksongs... Durchweg.

Dass ich über 30 Jahre brauchte, auf die Band Y + T aufmerksam zu werden... Daher sind nachträglich 5 Sterne der verdiente Ausgleich...

Kein weiterer Kommentar...

Auch nicht zu "Earthshaker". Denn auch hier gilt wie für "Black Tiger":

Anspieltipps: Alles !


Rock Or Bust
Rock Or Bust
Preis: EUR 14,99

7 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Infusion für den Rock ‘n‘ Roll, 2. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Rock Or Bust (Audio CD)
Als Freund filigranerer Rockklänge mit Finesse kann man durchaus auch ohne AC DC leben. Aber ganz "ohne" geht es auch nicht... Für mich war es schon immer eine "Hass-Liebe". Eigentlich ist es im Grunde nichts anderes als Party-Rock-Sound, dem man zumeist nur im Bier- und Zigarettendunst so richtig frönen kann. Und den Status Quo oft besser können. Und nicht immer behagt mir der mitunter vorherrschende Gleichklang.

Aber der Rocksound von AC DC vereint die Rockliebhaber letztendlich doch. Egal ob man eher auf Megadeth oder eher auf Neil Young steht. Denn eines haben die Rocksongs von AC DC alle gemeinsam und begeistern somit auch den letzten Zweifler... Sie haben alle den nötigen "Wumms"... Vielleicht ist dies das Geheimnis von AC DC... Ich weiß es nicht.

Ich gebe zu, dass mir "Black Ice" nicht ganz so gut gefiel. Unauffällig / auffällig kommerziell und "steril" überproduziert kam es mir vor. Zuviel "Hype" um zuviel heiße Luft. Und dann steht das Album nach zwei- oder dreimal durchhören im CD-Regal. Mir liegen eher so Werke wie „The Razor’s Edge“ oder das bluesorientierte „Stiff Upper Lip“.

Einige Vorab – Kritiken zu "Rock Or Bust" in der Tagespresse trugen ihr übriges dazu bei, dass ich dem Album verhalten gegenüberstand. Von "durchschnittlich" und sogar "schlecht" ist die Rede. Und nach den Erfahrungen mit "Black Ice" ging auch ich logischerweise daher etwas vorsichtig an die Sache ran. Ein spontaner Gelegenheitskauf bei meinem geschätzten Plattenhändler vor Ort gab den Ausschlag unter dem Motto: "Herrje... Was soll's... Gib sie schon her !" Und im Gegenzug zu den verlangten knapp 17 Euronen erhielt ich kurzerhand nun auch die neue Platte von AC DC. Und auch die Erkenntnis, dass Kritiker nicht immer recht haben...

Und ? Braucht man so ein Album ?

Why not ? Es ist keinesfalls durchschnittlich oder gar schlecht. Die Songs sind abwechslungsreicher als beim Vorgänger. Um nicht zu sagen: Viel abwechslungsreicher.

Und das neue Album ist recht kurz... Das macht aber nichts. Scheint derzeit in Mode zu sein. War schon beim neuen Heep-Album "Outsider" oder bei The Brew so ähnlich der Fall. Kurz aber heftig. Und gut ! In vielen Songs brodelt hier der klassische Bluesrock. Das macht sie authentischer als auf "Black Ice". Teilweise klingt es nach frühen 70ern, als der Bluesrock-Stil, wie z. B. Led Zeppelin, in seiner vollen Blüte war. Das habe ich schon immer gerne gemocht.

"Rock Or Bust" und "Play Ball" sind allemal gefälliger, aber austauschbarer AC DC-Durchschnitt. Wären da nicht auch besagte Highlights wie "Dogs Of War", "Hard Times", "Rock The House" oder "Emission Control", die den nötigen Atem haben. Dazwischen "grooved" es ganz ordentlich.

Die Jungs haben also nicht nur "einfältigen" Party-Rock drauf. Und das vor dem Hintergrund der doch sehr gravierenden personellen Probleme in der jüngsten Zeit. Da steckt jedenfalls viel Herzblut drin und darum kann ich "Rock Or Bust" letztendlich empfehlen.

Hoffentlich ist das nicht ihr letztes Album, wie viele munkeln, und es kommt noch mal eines in dieser Güte. Mir wäre es recht... Denn allgemein betrachtet befindet sich der Rock ’n’ Roll derzeit auf der Intensivstation. Und der braucht dringend eine Infusion… Zumindest wenn man die aktuellen Charts und das was sich dort "Rock" nennt ertragen muss. Heaven... My God...

Da ist doch so ein Album wie "Rock Or Bust" doch eine reine Wohltat. Vlelleicht sogar die notwendige Infusion. Verordnet von den "Rock 'n' Roll-Ärzten"...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 24, 2014 11:16 PM CET


The Endless River
The Endless River
Preis: EUR 12,99

11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Big Spliff - "The Division Bell Part Two", 19. November 2014
Rezension bezieht sich auf: The Endless River (Audio CD)
Ein neues Pink Floyd - Album löst bei mir zunächst keine besonderen Erwartungen mehr aus. In den frühen 70ern, ja, da habe ich die Band wegen ihrer Experimentier-Freudigkeit, den psychedelischen Klängen, dem für damalige Verhältnisse brillanten und bombastischen Sound, der umwerfenden Dramatik und der musikalischen Mischung aus Rock und progressiver Musik schätzen und lieben gelernt. Das ebbte mit zunehmender Vorliebe für Blues- und Hardrock später etwas ab. Nicht immer konnte ich das "Floyd'sche Gesäusel" ertragen.

Bis heute sind bei mir musikalische Preziosen wie "Meddle" oder auch "Wish You Were Here" natürlich fest verankerte Musikmeilensteine. Dazu zähle ich auch die frühen Werke, wie z. B. "A Saucerful Of Secrets" und das etwas seltsame aber gelungene Album "Obscured By Clouds" aus dem Jahre 1972.

Somit ist Euphorie, aber auch das unbegründete Niedermachen, angesichts der Veröffentlichung dieses neuen Albums hier für mich fehl am Platz. Schon lange vorher wurde in einschlägigen Fachmagazinen, sogar in der Tagespresse, dem musikinteressierten Leser und den Fans hinreichend erläutert, um was es sich bei "The Endless River" handelt. Daher ist es müßig, darauf noch einzugehen.

Erwähnenswert ist daher für mich, dass kurz nach dem Tag der Veröffentlichung von "The Endless River" schon annähernd 400 Rezensionen bei Amazon zu verzeichnen waren. Das ist schon erstaunlich... Aber das Werk schlägt dennoch nicht ein wie eine Bombe. Das Album polarisiert offenbar stark. Was ich nicht nachvollziehen kann. Von purer Begeisterung bis hin zu erbitterten Beschimpfungen ist alles dabei. Ob bei vielen vorwiegend als "Einzeiler"" verfassten Kommentaren, egal ob nun mit "5 Sternen" oder auch nur mit einem, musikalischer Sachverstand zugrunde liegt, bezweifle ich. Jedenfalls sind viele dieser Äußerungen es nicht wert, sich Rezension zu nennen.

Bei mir erzeugte "The Endless River" zuerst sehr zwiespältige Gefühle. Ohne die Musik zu kennen lehnte ich schon im Vorfeld das Cover - Motiv ab, als die ersten Veröffentlichungen erschienen. Muss man sich da reindenken ? Ich fand es einfach nur nichtsagend, austauschbar und künstlerisch uninteressant. Eher so was für die "Kitsch-Poster-Ecke"...

Die Entscheidung, sich dieses Album nun wirklich nicht zulegen zu müssen, war fast schon gefallen. Dann hörte ich Ausschnitte des zuvor bereits veröffentlichten Songs "Louder Than Words" irgendwann Mitte Oktober im Radio. Begeisterung stellte sich bei mir allerdings nicht ein. Irgendwie kamen intuitiv sofort Vergleiche zum Album "The Division Bell" auf, das mir im Gegensatz zu "A Momentary Lapse Of Reason" (1987) nicht durchgehend gefiel und teilweise arg poppig und glattgebügelt produziert geraten war.

Stillhalten konnte ich als Musikfreund indes leider nicht. Aus purer Neugier legte ich mir nun "The Endless River" zu, ohne dabei allzu große Erwartungen an den Tag zu legen.

Also begab ich mich seit langer Zeit mal wieder in den musikalischen Kosmos von Pink Floyd und stellte angenehm fest, dass durchgehend sehr viel "Pink Floyd-Feeling" mit sehr hohem Wiedererkennungswert in die Musik eingebaut wurde. Und dass offenbar immer noch sehr viel Liebe zum Detail und zu den Klängen von "damals" in den beiden verbliebenen Musikern von Pink Floyd, David Gilmour und Nick Mason, stecken muss...

Es sind keine neu geschriebenen Musikstücke. Aber die vorhandenen alten Aufnahmen wurden neu eingespielt. Und das sehr professionell. David Gilmour und Nick Mason haben, wenn man den eigenen Bekundungen Glauben schenken darf, innerhalb des letzten Jahres sogar neue Stücke hinzugefügt. Das haben sie aus meiner Sicht sehr gut gemacht.

Wer hier nicht Pink Floyd wahrnimmt, oder es zumindest nicht anerkennend respektieren kann, dass es sich hier um hochwertig produzierte, klanglich sehr "highendig" abgestimmte und überaus hörenswerte Instrumentalmusik handelt, der kann Pink Floyd eigentlich nie gemocht oder verstanden haben. Sehr viele Musiktitel oder Sequenzen auf Alben von Pink Floyd waren damals schon rein instrumental.

Ebenso typisch ist der Songaufbau. Im Grunde handelt es sich nur um vier Stücke, die in mehrere "Kapitel" aufgeteilt sind. Das verleiht dem Album eine progressive Note und macht es eher spannend als langweilig.

Da auch noch die ganze CD-Verpackung sehr hochwertig geraten ist, sollte das Werk unbedingt in jeder Musiksammlung stehen. Vorausgesetzt man hat noch eine, so wie ich. Ich lege nämlich größten Wert auf meine Schätzchen und würde niemals auf klanglich minderwertige gerippte Laptop- Musikdaten oder mp3-Dateien umsteigen. Sie sind klanglich inakzeptabel.

So ist Klangliebhabern sogar zu raten, sich "The Endless River" in der Vinyl-Version zu kaufen. Solange es diese noch gibt... Wer auf DVD bzw. Bluray und Co. verzichten kann, erhält die CD allerdings derzeit unschlagbar günstig. Wer hier noch meckert, dem ist nicht mehr zu helfen.

Obwohl ich das Covermotiv nach wie vor für nicht sonderlich gelungen halte... Na ja... Dazu muss man aber den Bezug dann letztendlich schon herstellen. Denn der Titel des Albums bezieht sich auf die vorletzte Zeile von "High Hopes", dem letzten Stück und aus meiner Sicht sehr gelungenen Song auf "The Division Bell". Insofern ist das Cover zwar nicht unbedingt künstlerisch wertvoll, aber passend...
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 19, 2014 1:47 PM CET


LG DP932H DVD-Player (DVD+RW, 1080p, HDMI) schwarz
LG DP932H DVD-Player (DVD+RW, 1080p, HDMI) schwarz
Preis: EUR 44,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieviel DVD - Player braucht der Mensch, 10. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dies zu beantworten ist natürlich fast unmöglich und hängt in erster Linie von vielerlei persönlichen Erwartungen und Vorstellungen ab. Technikfreaks und Nutzer von zeitgemäßen Kommunikationsmedien haben da sicher andere Ansprüche als Gelegenheits-Film-Seher. Manch einer gibt viel Geld für Highend aus. Okay... Auch das kann ich angesichts meiner Vorlieben für gutes Hifi verstehen... DVD's spielen bei mir aber eher eine untergeordnete Rolle.

Der Kauf eines neuen DVD - Players stand nun bei mir an, weil mein geliebter Yamaha nach über 10 Jahren (!) leider nicht mehr jede Disc abspielt, ohne hängen zu bleiben. So gut wie der Yamaha auch war... Es nervt, wenn ein tolles Live - Konzert oder ein spannender Film mittendrin auf einmal abbricht, das Bild stehen bleibt und das Gerät für kein Geld der Welt weiterläuft. Ja, manchmal sogar nicht mal eine DVD einliest und "no disc" anzeigt... Letzte Woche habe ich daher kurzerhand entschieden: Schluss damit...

Der Einsatzzweck des neuen Players ist klar umrissen. Ich bin der Musikfreak, der gerne mal ein schönes Livekonzert anschaut, meine Frau eher mal einen Film. Aber in Dauerbeschlag ist bei uns ein DVD-Player nicht. Nach wie vor ist die gute alte Hifi-Anlage mein vorrangiges Unterhaltungsmedium. CD's laufen ausschließlich über meinen hochwertigen Yamaha-CD-Player. Und das im Gegensatz zur DVD täglich...

So schied eigentlich auch ein BluRay-Player aus, weil ich erstens schnell Ersatz suchte, ohne mich lange mit neuer Technik zu befassen oder mich in zig Einstellungen zu verlieren und Menüs studieren zu müssen. Zweitens: Mir ein herkömmlicher DVD-Player weiterhin ausreicht. Für BluRay-Filme habe ich keinen Bedarf. Dafür nutze ich das Gerät zu selten. Außerdem haben moderne BluRay-Player derart exorbitant viele Features (W-LAN, Internet, Multimedia), dass einem schwindelig wird. Diese Überfrachtung an Möglichkeiten nutzt ein normaler Mensch doch gar nicht. Und die Übersättigung an Extras könnte auch zu Lasten der Laufsicherheit gehen. Wie dem auch sei... Ich wollte das alles nicht. Mein neuer Player muss einfach nur seine Lade öffnen, DVD rein, und gut... Also ein Gerät, das sich schlicht und einfach bedienen lässt.

Einen Scartanschluss sollte auch dabei sein. Aber der ist bei vielen neuen BluRay - Geräten nicht mehr dabei. Fehlanzeige...

Schaut man sich die Maße an, wird die Luft bei den Geräten noch dünner. Viele aktuelle BluRay - oder DVD-Player haben einfach inakzeptable Größen (Breiten von nur 27 cm oder 36 cm), die mit herkömmlichen Hifi-Geräten (43 cm Breite) nicht kompatibel sind. All diese Geräte scheiden für mich also aus.

Mit dem "DP 932H" von LG fand ich spontan das passende Gerät. Er weist 43 cm Breite auf. Somit kann ich den Player dort hinstellen, wo der alte stand. Außerdem ganz nett, dass er noch über einen Scart - Anschluss verfügt. Das macht ihn weiterhin vielseitiger einsetzbar. Man kann ihn also auch noch an einen alten TV anschließen, wenn ich das Gerät mal irgendwo mit hinnehmen möchte.

In der Regel bleibt er aber an einer Stelle im Wohnzimmer im Hifi-Regal neben dem neuen Smart-TV stehen, so dass ich mir jetzt auch ein HDMI-Kabel zugelegt habe. Eines von "Kabel Direkt", was sich "Ultra HD High Speed" (mit Ethernet) nennt. Wurde mir empfohlen... In drei Meter Länge (diese Entfernung brauche ich).

Ebenfalls für mich unverzichtbar: Ein analoger Cinchausgang ! Denn das Gerät wird unmittelbar an meinen Hifi-Amp angedockt, damit der Ton stimmt. Auch hiermit kann der LG DP 932H dienen. Ach ja ! Und über USB - Stick ist grenzenloser Musikgenuss möglich. Auch eine sinnvolle Beigabe. Also ein "Rundum - Sorglos - Paket"...

Nun ist mir klar, dass ich hier natürlich kein hochwertiges Highend - Gerät gekauft habe. Ich hätte aber ehrlich auch nie gedacht, dass ich hier für deutlich unter 50,00 € einen Marken-Player bekomme. So fiel die Kaufentscheidung leicht. Deswegen sei hier für eventuelle Kaufinteressenten auch deutlich erwähnt, dass das Gehäuse, die Verarbeitung und auch das Gewicht in die Kategorie "billig" einzustufen sind. Das muss jedem, der einen Player in diesem Preissegment kauft, völlig klar sein.

Mir geht es darum, dass er alles sorgenfrei abspielt. Und das macht er im Gegensatz zu meinem älteren Yamaha-Modell, der viel viel teurer war, echt tadellos. Endlich keine "Angst" mehr beim Anschauen von DVD's, dass auf einmal "Sense" mit dem Filmspaß ist. Bisher läuft das Gerät zu meiner vollsten Zufriedenheit. Selbst der Ton ist über Cinch (ein hochwertiges Kabel vom Yamaha zum AUX-Eingang des Verstärkers war ja noch vorhanden) akzeptabel. Das Bild empfinde ich via HDMI als nahezu perfekt.

Ich kann dieses Gerät daher nur empfehlen. Angesichts seiner vielfältigen Anschlussmöglichkeiten mitsamt Scart, HDMI oder USB ist er ein echter Preis- / Leistungsknüller !

Sollte der "LG DP 932H" dann doch mal seinen Geist aufgeben, ärgert man sich angesichts des geringen Preises von ca. 45,00 € nicht so sehr... Dann gibt's halt wieder einen neuen.

Aber: Es gibt ja auch noch Garantie auf dieses Gerät. Sollte mich der LG DP 932H vorzeitig ärgern, werde ich natürlich beinhart Ersatz einfordern. Ich bin also zuversichtlich...

Die 5 Sterne gibt es nicht für die Verarbeitungsqualität (obwohl diese für 45 Euro vollkommen in Ordnung ist), aber für die sehr guten Allroundeigenschaften dieses Players, die einfache Bedienung sowie für seine zahlreichen Anschlußmöglichkeiten und die vielen praxistauglichen Ein- und Ausgänge. Außerdem schluckt er (fast) alles; außer BluRay-Disks natürlich...


Jethro Tull's Ian Anderson - Thick As A Brick/Live In Iceland [Blu-ray]
Jethro Tull's Ian Anderson - Thick As A Brick/Live In Iceland [Blu-ray]
DVD ~ Ian Anderson
Preis: EUR 14,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verblüffend nah am Original, 23. Oktober 2014
Mit gemischten Gefühlen habe ich mir die DVD "Jethro Tull's Ian Anderson - Thick As A Brick / Live In Iceland" besorgt und auch mit ein paar Freunden kürzlich intensiv angesehen.

Dass einige dieser Live-Show "Durchschnitt" (oder gar schlechteres...) bescheinigen, dabei aber dennoch nie irgendwelche unglimpflichen Beschimpfungen oder Hass-Tiraden gegen Ian Anderson loslassen, spricht für die neuen Jethro Tull und für den respektvollen Umgang mit dem musikalischen Gesamtwerk Ian Anderson und JT. Die Ausführung dieses aktuellen Konzertes scheint aber dennoch nicht jedem Fan zu gefallen.

Dass ich dieses aktuelle Live-Konzert nicht für durchschnittlich halte, sondern für sehr gut, liegt daran, dass ich nie so richtig der große alte und beinharte Fan von JT war, aber seit einigen Jahren die sagenhafte musikalische Detailliebe und Verspieltheit der neuen Band um Ian Anderson sehr schätze. Die Konzerte der jüngsten Zeit fesseln mich, und man hört gerne zu. Das habe ich auch an anderer Stelle schon einmal so ähnlich formuliert.

Teil 1 dieser Konzert - DVD liefert eigentlich das komplette "Thick As A Brick"- Album von 1972 fast in Originalqualität. Von ein paar unnötigen Einlagen und Spielereien mal abgesehen. Solche Passagen, die nicht dem Original entsprechen, sind für den einen oder anderen Kenner störend und vielleicht fehl am Platze. Deswegen und auch angesichts der sehr sauber interpretierten Musik aber dieses Konzert abzuwerten, ist meines Erachtens nicht verhältnismäßig.

Ich kenne (fast) jede Stelle von "Thick As A Brick", da ich diesen Meilenstein des Prog-Rock seit meinem 15. Lebensjahr bestimmt gefühlt schon 1000 Mal gehört habe. Bis heute ohne jedwede Verschleißerscheinung. Darum war ich von der aktuellen Live - Umsetzung, die Ian Anderson und Musiker hiermit darbieten, schon sehr begeistert...

Noch mehr trifft das für Teil 2 zu ! Die Original - Studio - CD war im Sommer 2012 mein absolutes musikalisches Highlight, das ich zu fast jeder Gelegenheit, bevorzugt als "Sommerliche Feierabend – Droge", mir reinziehen musste. Diese Live-Show erfüllt diesen Effekt gleichermaßen, so dass ich hier nur konstatieren kann: Kompliment !

Obwohl sich wie jeder Mensch Ian Anderson dem Älterwerden nicht entziehen kann, macht er seine Sache noch ganz gut. Er gelangt klar an seine stimmlichen Grenzen, aber ein Gesangsgenie war er ja nie... Er hatte immer diese typische sonore Erzählstimme. Dafür gleicht ein junger Mann namens Ryan O'Donnell schwierigere Gesangsparts aus. Das ist zwar untypisch für Jethro Tull, aber erfüllt durchaus seinen Zweck. Erstens singt er separat die Rolle von Gerald Bostock, und zweitens ist seine Stimme in fast gleicher Tonlage, wie sie früher vielleicht Ian Anderson hatte.

Jedenfalls sind alle Songs von "Thick As A Brick Part 1 und 2" passend umgesetzt und verblüffend nah am Original interpretiert. Sowohl gesanglich als auch musikalisch. Ich kann diese DVD nur empfehlen, wenn man mal einen herrlich entspannten Abend genießen möchte.

Man sollte allerdings schon ein wenig JT-Kenntnisse haben. Und: Das Konzert macht auf DVD mehr Spaß und wirkt in diesem Fall nicht so gut auf CD... Die musikalische Bewertung meiner Rezension gilt aber für beide Tonträger...

Ansonsten bleibt mir nur, für die ganz alten Fans, auf ein Zitat hier in einer anderen Rezension zurückzugreifen: "Schwere Zeiten für einen Tullisten der ersten Stunde..." Musikalisch dennoch nicht weniger gute... !


Thick As a Brick-Live in Iceland
Thick As a Brick-Live in Iceland
Preis: EUR 14,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verblüffend nah am Original, 23. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Thick As a Brick-Live in Iceland (Audio CD)
Mit gemischten Gefühlen habe ich mir die DVD "Jethro Tull's Ian Anderson - Thick As A Brick / Live In Iceland" besorgt und auch mit ein paar Freunden kürzlich intensiv angesehen.

Dass einige dieser Live-Show "Durchschnitt" (oder gar schlechteres...) bescheinigen, dabei aber dennoch nie irgendwelche unglimpflichen Beschimpfungen oder Hass-Tiraden gegen Ian Anderson loslassen, spricht für die neuen Jethro Tull und für den respektvollen Umgang mit dem musikalischen Gesamtwerk Ian Anderson und JT. Die Ausführung dieses aktuellen Konzertes scheint aber dennoch nicht jedem Fan zu gefallen.

Dass ich dieses aktuelle Live-Konzert nicht für durchschnittlich halte, sondern für sehr gut, liegt daran, dass ich nie so richtig der große alte und beinharte Fan von JT war, aber seit einigen Jahren die sagenhafte musikalische Detailliebe und Verspieltheit der neuen Band um Ian Anderson sehr schätze. Die Konzerte der jüngsten Zeit fesseln mich, und man hört gerne zu. Das habe ich auch an anderer Stelle schon einmal so ähnlich formuliert.

Teil 1 dieser Konzert - DVD liefert eigentlich das komplette "Thick As A Brick"- Album von 1972 fast in Originalqualität. Von ein paar unnötigen Einlagen und Spielereien mal abgesehen. Solche Passagen, die nicht dem Original entsprechen, sind für den einen oder anderen Kenner störend und vielleicht fehl am Platze. Deswegen und auch angesichts der sehr sauber interpretierten Musik aber dieses Konzert abzuwerten, ist meines Erachtens nicht verhältnismäßig.

Ich kenne (fast) jede Stelle von "Thick As A Brick", da ich diesen Meilenstein des Prog-Rock seit meinem 15. Lebensjahr bestimmt gefühlt schon 1000 Mal gehört habe. Bis heute ohne jedwede Verschleißerscheinung. Darum war ich von der aktuellen Live - Umsetzung, die Ian Anderson und Musiker hiermit darbieten, schon sehr begeistert...

Noch mehr trifft das für Teil 2 zu ! Die Original - Studio - CD war im Sommer 2012 mein absolutes musikalisches Highlight, das ich zu fast jeder Gelegenheit, bevorzugt als "Sommerliche Feierabend – Droge", mir reinziehen musste. Diese Live-Show erfüllt diesen Effekt gleichermaßen, so dass ich hier nur konstatieren kann: Kompliment !

Obwohl sich wie jeder Mensch Ian Anderson dem Älterwerden nicht entziehen kann, macht er seine Sache noch ganz gut. Er gelangt klar an seine stimmlichen Grenzen, aber ein Gesangsgenie war er ja nie... Er hatte immer diese typische sonore Erzählstimme. Dafür gleicht ein junger Mann namens Ryan O'Donnell schwierigere Gesangsparts aus. Das ist zwar untypisch für Jethro Tull, aber erfüllt durchaus seinen Zweck. Erstens singt er separat die Rolle von Gerald Bostock, und zweitens ist seine Stimme in fast gleicher Tonlage, wie sie früher vielleicht Ian Anderson hatte.

Jedenfalls sind alle Songs von "Thick As A Brick Part 1 und 2" passend umgesetzt und verblüffend nah am Original interpretiert. Sowohl gesanglich als auch musikalisch. Ich kann diese DVD nur empfehlen, wenn man mal einen herrlich entspannten Abend genießen möchte.

Man sollte allerdings schon ein wenig JT-Kenntnisse haben. Und: Das Konzert macht auf DVD mehr Spaß und wirkt in diesem Fall nicht so gut auf CD... Die musikalische Bewertung meiner Rezension gilt aber für beide Tonträger...

Ansonsten bleibt mir nur, für die ganz alten Fans, auf ein Zitat hier in einer anderen Rezension zurückzugreifen: "Schwere Zeiten für einen Tullisten der ersten Stunde..."

Musikalisch dennoch nicht weniger gute... !


Sound City
Sound City
DVD ~ Paul Crowder
Preis: EUR 16,99

5.0 von 5 Sternen Es lebe die analoge Aufnahmetechnik, 4. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sound City (DVD)
Dieser Film hat mich als musikbegeisterter Mensch schlicht umgehauen. Es handelt sich um eine Dokumentation. Dieses Genre braucht man nicht näher zu beschreiben. Dave Grohl hält sich an die üblichen Strukturen und Verfahrensweisen bei der Erstellung eines solchen Doku-Films. Nur mit dem Unterschied, dass ihm das sehr gut gelungen ist. Es kommen (wie üblich...) Zeitzeugen und Beteiligte zu Wort. Schon nach kurzer Zeit wird man aufgesogen von der Leidenschaft, die all diese beteiligten Musiker / Künstler ausstrahlen.

Beleuchtet wird hier sehr intensiv die zeitliche Historie des Aufnahmestudios, genannt "Sound City"...

Dort sind namhafte legendäre Musik-Alben (Beispiel Nevermind" von Nirvana", "Rumors" von "Fleetwood Mac") entstanden. Erst im weiteren Verlauf merkt man, worum es hier eigentlich geht. Es geht nicht nur um den Abgesang eines liebgewonnenen weltbekannten Aufnahmestudios. Sondern hier wird eine Lanze gebrochen für den ANALOGEN Klang !

Dass dies von namhaften Profis kommentiert wird, spricht für sich. Denn wer sollte sich besser mit der Materie auskennen, als diese Menschen. Zu Wort kommen unter anderem Rick Rubin (Zeitzeuge), Neil Young, John Fogerty, Jim Keltner, Mick Fleetwood, Stevie Nicks, Tom Petty, Rick Springfield, Joe Barresi, Josh Homme und Dave Grohl selbst, der ebenfalls weiß, wovon er redet. Denn er war ja selbst mit Nirvana für Aufnahmen zu "Nevermind" in diesem Studio.

Tom Petty war hier wohl auch Dauergast. Unter anderem hat er auch sein bekanntes Album "Wildflowers" dort aufgenommen. Auch Mitglieder der Kultband "Queens Of Stone Age", ebenfalls Zeitzeugen, geben Statements ab...

Eine überzeugende, beeindruckende, ja fast schon ergreifende Dokumentation, die angesichts vieler Musikschnipsel (Nirvana, Johnny Cash) Gänsehaut und sogar kurzeitig Tränen in die Augen treibt. Eine wahrhaft toller und sehr empfehlenswerter Musikfilm. Ich ziehe meinen Hut vor Dave Grohl, der übrigens in der letzten halben Stunde des Films als Drummer brilliert und beweist, warum er einer der besten Schlagzeuger ist. Und hier unter anderem mit Paul McCartney (wie der noch rockt mit seinen 70 Jahren ist schon klasse...) eine spaßige, inspirierende und hervorragende Jam-Session hinlegt. All diese Songs, die während dieser Session entstanden sind, gibt es aktuell auch auf CD und Vinyl...

Neben kritischer Aufarbeitung der aktuellen Musikentwicklung und der digitalen Aufnahmetechnik (mit Pro Tools) wird auch das alte legendäre Mischpult der Sound City-Studios von Dave Grohl gewissermaßen gerettet und gewürdigt. Dies trifft voll meinen musikalischen Nerv...

Wer musikalisch was zu sagen hat, kann das meiner Meinung nach, und so wurde es ja im Film zitiert, nur mit Herz und Seele. Und nur dann kommen derart gut klingende Songs dabei heraus. Mit Pro Tools oder auf dem Laptop kann jeder Idiot Musik machen. Die ist aber tot, nichtssagend und nicht ansprechend.

Das habe ich so als Fazit nach intensivem Betrachten dieser Dokumentation für mich mitgenommen. Und so ist auch mein Eindruck. Ich kann mit vielen heutigen seelenlosen Charts - Songs einfach nichts mehr anfangen. Jetzt weiß ich auch warum...

Danke für diesen Film. Kaufen und mehrmals anschauen...

Ein Stück Zeitgeschichte des US-amerikanischen Rocks... Und ein Statement zur Musik allgemein, das vielleicht so manchem wieder näherbringen könnte, was sogenannte "gute" Musik ist.


Hall of the Mountain Grill
Hall of the Mountain Grill
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Kennt jemand noch „Hawkwind“ ?, 31. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Hall of the Mountain Grill (Audio CD)
Aber sicher doch... Sollte man meinen... Für diejenigen, die jetzt ratlos überlegen:

1972 landeten sie einen respektablen Hit namens "Silver Machine", der Platz 3 der britischen Charts erreichte. Auch in Deutschland war das Ding in den Top Ten. Und Lemmy Kilminster war Mitglied dieser Band. Lange bevor überhaupt jemand von "Motörhead" redete.

"Hall Of The Mountain Grill" ist jedenfalls näher an "Alan Parson's Project" oder an "Pink Floyd" als am Heavy Metal – Sound der Band "Motörhead". Allerdings waren weder "Alan Parson's" noch "Motörhead" damals schon im Gespräch.

Wer sich diesem Sound hingibt, der erlebt "Space Rock" und "Psychedelic" erster Güte. Ein wirres aber gleichzeitig harmonisches Gebräu aus Synthesizer, Mellotron, Hammond, Gitarrenriffs, Akustikgitarren, Saxophon und sehr progressivem Songaufbau. Und sogar Violinen... Fast kann man diesen Sound "Underground" nennen. Genial...

Hätten Fans von "Motörhead" dem guten alten "Lemmy" wohl nie zugetraut... Er flog 1975 aber auch raus der Band, die es heute übrigens noch gibt. Allerdings war wohl "Silver Machine" der einzige richtige Hit der Band, der später auch des Öfteren auf irgendwelchen Oldie-Samplern auftauchte.

Und "Lemmy" wurde später deutlich erfolgreicher als Hawkwind. Wie man weiß... Dennoch gilt mein ganzer Respekt der Band "Hawkwind"; und vor allem diesem Werk: "Hall Of The Mountain Grill"...

1974 erschienen, legte ich mir sogleich diese Scheibe zu. Dieses Album kann man kaum irgendwo nebenbei laufen lassen. Aber es nervt auch nicht. Zu keiner Zeit... Es animiert zum zuhören. Nach "Lichtjahren" habe ich endlich dieses Teil wieder mal in Form von Vinyl aufgelegt und für sehr gut befunden ! Immer noch... Nach nunmehr exakt 40 Jahren !

"The Psychedelic Warlords" (Disappear In Smoke) ist ein groovender Space-Rocker.

"Wind Of Change" ? Obergeil... Orgel, Mellotron, Violine. Kann man auf Nostalgie-Feten durchaus nach "Am Fenster" von "City" auflegen. Schöner und sehr romantischer,langsamer Melodieaufbau mit Bass und Drums.

"D-Rider" und "Web Weaver" begeistern gleichermaßen. Auch der Rest der Platte (bei der LP Seite 2 :-) kann sehr überzeugen. Vor allem "Hall Of The Mountain Grill" und "Lost Johnny"... Letzterer sogar ein Vorgeschmack von der ersten Motörhead- Platte.

Offenbar ist es Dave Brock zu verdanken, dass es "Hawkwind" bis heute noch gibt. Dennoch empfinde ich "Hall Of The Mountain Grill" persönlich als eine ihrer stärksten Alben überhaupt. Und das, weiß Gott, nicht nur im Vergleich zu den übrigen Hawkwind-Alben. Nein...

Das ist Prog, Space und Psychedelic erste Güte ! Und fast schon ein Meilenstein...


Different World
Different World
Preis: EUR 14,94

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mick Box fasste gerade wieder Fuß, 27. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Different World (Audio CD)
Als "Different World" 1991 erschien, war ich ehrlich gar nicht enttäuscht. Nach dem recht guten "Raging Silence" war ich froh, überhaupt nochmal was Neues von Uriah Heep zu hören. Also habe ich "Different World" freudig erwartet und auch oft gehört. Ich fand das Album damals gar nicht so schlecht. Allerdings war der Sound äußerst hallig produziert.

Nun gilt bis heute dieses Werk neben "Equator" (1985) und „Conquest“ (1980) als das schlechteste Album von Uriah Heep. Okay... Es ist bei weitem kein Highlight, aber musikalisch gar nicht mal schlecht gemacht.

Der Opener "Blood On Stone" rüttelt an alte 70er Zeiten. Der Titelsong hätte, wie ich finde, gerne in die Charts kommen dürfen, denn "Different World" klingt sehr melodisch und „ohrenfreundlich“. „Cross That Line“ ist ein akustisch arrangierter Hammer - Song. "All God's Children” (mit Kinderchor !) stellt eine echte Überraschung dar.

"Which Way Will The Wind Blow" (Trevor Bolder) tendiert irgendwie etwas in Richtung späte "The Sweet".

Für alle Songs gilt außerden: Lee Kerslake haut mächtig rein ! Dennoch bleibt die Gesamtproduktion ziemlich rumpelig und keyboardlastig. Also weniger Hammond; eher kalter Computersound.

"All For One" klingt aber (positiv gesehen !) nach "Starship" aus den 80ern. Nicht schlecht ! Und trotz Produktionsschwächen werden die Riff’s und Soli von Mick Box an der Gitarre ganz gut und prägant herausgehoben. Ich hab’s aktuell wieder mal gehört; als Vinyl über einen guten Plattenspieler mit neuem Tonabnehmer...

"Step By Step" (wieder ein Bolder-Song) ist superrockig mit recht klaren Background-Chören. "Seven Days" ist ebenfalls gelungen. Mit Mundharmonika ! "One On One" abermals ein gefälliger AOR-Rocker...

Was will man Uriah Heep hier vorwerfen ? Sie hatten sich gerade wieder halbwegs gefangen. Mick Box hat wieder eine stabile Band formiert. Und mit Sänger Bernie Shaw einen Glücksgriff gemacht. Zuvor mit "Live In Moscow" und "Raging Silence" haben sie zwei gute Comeback-Alben abgeliefert. Hier auf "Different World" sind zunächst auch endlich mal keine Fremdkompositionen mehr vorhanden, was auf dem (allerdings guten...) Vorgänger sowie auf "Abomoniq" und "Head First" noch so war... Und "Live" waren sie damals schon absolut erstklassig.

Hinzu kommt, dass 1991 eine schlechte Zeit für progressiven Hardrock war. Es gab nur wenige Rockbands, die sich gegenüber dem aufkommenden Grunge-Rock, der blassen Chart-Mucke Anfang der 90er und der aufkeimenden Techno-Übermacht Erfolg sichern konnten.

Das waren z.B. die "Scorpions"... Die konnten auf irgendeinem Hügel einen Furz lassen... Sie wurden in den Medien immer wieder hervorgehoben. "Aerosmith" waren auch eine solche zeitgenössische Rockband, die kommerziell auf dem Höhenflug war. Uriah Heep hat hingegen niemanden interessiert. Schlechte Zeiten für Mick Box, der gerade anfing, wieder Fuß zu fassen.

Dann gab es ja noch den treuen Mitstreiter Trevor Bolder... Er wollte es richten und produzierte erstmals ein Album von Uriah Heep. Das erste... Und dann nie wieder...

Keine starke Scheibe im Sinne früherer progressiver Alben von Heep. Aber ein Album, dass zu dieser Zeit wahrscheinlich hätte nicht viel besser ausfallen können. Die Besetzung "Box/Lanzon/Bolder/Kerslake/Shaw" steckte gewissermaßen noch in den "Kinderschuhen", und sie bereiteten sich wahrscheinlich auf das Hammeralbum „Sea Of Light“ vor. Vielleicht kann man's so sehen...

Ich nehme Mick Box und Co. das Werk "Different World" jedenfalls nicht übel...

Ich kann daran nicht viel Schlechtes finden.

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Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 7, 2014 9:27 AM MEST


Farbenspiel
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Preis: EUR 15,99

67 von 92 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Kaum zu glauben. Aber wahr..., 24. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Farbenspiel (Audio CD)
Als "Hobby - DJ" für eine bevorstehende große private Feier musste ich mir zwangsläufig das neue Album von Helene Fischer zulegen. Sowas landet bei mir normalerweise nicht im CD-Regal. Aber ein Tanzabend ohne Helene ? Ich vermag es mir nicht auszudenken, was passiert, wenn das gewünscht wird... Und ich dann wie ein Friseur da stehe...
Helene ? Nee... Hab` ich nicht.

Warum CD ? Ich bin Fan von Platten und CD's auflegen. Ich hasse Musik vom Laptop... Ich hätte mir ja auch "Atemlos" einfach runterladen können. Und gut... Aber nein, es musste gleich die ganze CD sein. Ich bin wohl irgendwie ein Masochist.

Da ich nichts auflege, ohne es vorher gehört zu haben, musste ich mich durchringen, mir das Zeugs erst mal reinzuziehen. Unterirdisch... Auch das große "Aha" blieb aus. Somit erste Verwunderung um den "Hype", der um diese Dame gemacht wird.

Jeder Song ist völlig vorhersehbar. Die Musik meist einfallslos und computeranimiert von der Stange produziert. Wohlgefälliges Säuseln aus der Schublade der Mainstream-Studios. Aber was sage ich... Tanzbar ist es allemal. Vielleicht liegt's daran, dass sich dieser musikalische Erguss so prima verkauft.

Das bekannte "Atemlos", das einem auf jeder Dorfkirmes-Zeltdisco um die Ohren gehauen wird oder mittlerweile auch jede drittklassige Stadtfestband im Repertoire hat, ist angesichts des lauen Restes tatsächlich das Highlight des Albums.

Immer das gleiche "Bumm Bumm"... Mal zur Auflockerung ein paar Studio-Gitarren rein gemixt, um damit einen Touch "Pseudo-Anspruch" zu suggerieren. Dann ein paar unsägliche Schlager-Balladen. Ein paar Klavier-Tupfer...
Über die Texte legen wir behutsam den Mantel des Schweigens.

Es ist schon äußerst erstaunlich, wie sich die Massen mit solch extrem leichter Kost und musikalischer Belanglosigkeit begeistern lassen. Das lässt einen tiefen Einblick zu im Hinblick auf das musikalische Niveau und den Geschmack des Breitenpublikums. War das schon immer so ? Ja... Leider... Auch Ballermann stirbt ja nicht aus...

Und obwohl Helene Fischer gut bei Stimme ist, fängt sie nach 16 Tracks sogar an, langsam zu nerven.

Fast 900 Rezensionen... Davon mehr als 80 % mit 5 Sternen. Juchzende Begeisterung. Oft nur "Ein-Sätze-Rezis" in Form von: "Toll"... "Super !" Liest man da... Oder: "Das Beste was ich je gehört habe"... Oder so ähnlich...

Kaum zu glauben. Aber wahr... Mit "wie wenig" der Mensch sich so zufrieden geben kann. Musik wird heutzutage offenbar nur noch konsumiert. Qualität nimmt keiner mehr wahr. Das wissen auch die Studioprofis, die dann solch Billig-Sound produzieren. Wird ja eh nur auf dem Smartphone gehört... Das einzige, was bei dieser Musik klingt, sind die Kassen.

Ich hoffe, dass ich an dem besagten Abend nicht zu oft den Wunsch nach "Atemlos" erfüllen muss...

Zugegeben. Ich bin mit dieser Art Musik in keinster Weise verbunden und dürfte keine Rezension verfassen. Es geht auch nicht um Helene Fischer, der man sicher in irgendeiner Form sogar Talent nachsagen kann. Auch nicht gegen den deutschen Gesang. Aber gegen diese schlichte, billige und synthetische Einheitsbrei - Produktion. Vielleicht sollte Frau Fischer sich mal 'ne richtige gute Band zulegen und anfangen, sich für ihre Songs nicht diesen musikalischen Bockmist von unfähigen "Studioakrobaten" überstülpen zu lassen.

Die CD verschwindet in meiner großen Kiste.

Bis zum nächsten Tanzabend.
Kommentar Kommentare (88) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 2, 2014 8:44 AM CET


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