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Rezensionen verfasst von
Maxim

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Skin Medicine - Die letzte Grenze: Horror-Thriller
Skin Medicine - Die letzte Grenze: Horror-Thriller
von LUZIFER-Verlag
  Broschiert
Preis: EUR 13,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Böse im Wilden Westen, 25. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer es etwas härter mag und Wert auf eine vernünftige Story legt, ist bei Skin Medicine genau richtig. Tim Curran verbindet Ereignisse aus der amerikanischen Geschichte und verknüpft sie mit Knallharten Horror.

Auch wenn der Autor etwas gemächlich beginnt, so ist Skin Medicine doch eine recht blutige Western-Horror Geschichte geworden. Das sollte jedem klar sein, nichts für Leser die es eher kuschelig, nett mögen. Es ist kein Abschlachten am laufenden Band, aber Langeweile kommt garantiert nicht auf. Dafür sorgen u.a. ein Serienkiller (der Sin City Strangler), blutrünstige Dämonen, Kannibalismus und ein Hexenprozess mit allem was dazu gehört. Wie es sich für einen Western gehört, gibt es natürlich auch Revolverhelden, Kopfgeldjäger, Indianer, u.s.w.
Weiterhin gibt es Beschreibungen aus dem Mexikanisch-Amerikanischen Krieg, dem Bürgerkrieg Nord gegen Südstaaten oder dem Abschlachten der Indianer. Diese Detaillierten Beschreibungen sind weder weichgespült noch sind sie entschärft dargestellt.

T.C. schreibt flott und unterhaltsam, teilweise hat die Geschichte eine richtig gute gruselige Atmosphäre. Wenn gemetzelt wird, und das kommt ziemlich oft vor, dann sind die Schilderungen ziemlich blutig und grausam.
Diese düstere brutale Atmosphäre, wird vom Autor aufgelockert mit Ironie und Sarkasmus.
Dafür verantwortlich, die Rothaut Charles Graybraw, dieser führt recht witzige Gespräche mit den Bleichgesichtern.

Zum Schluss möchte ich noch die gelungene Einbandgestaltung erwähnen, so macht Bücherkaufen Spaß. Für mich ist Skin Medicine rundum gelungen, daher gibt es auch die wohlverdienten 5 Sterne.


Das Gleismeer: Roman
Das Gleismeer: Roman
von China Miéville
  Taschenbuch
Preis: EUR 13,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bis ans Ende der Welt, 16. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Gleismeer: Roman (Taschenbuch)
Wer wenn nicht China Mieville, kann den Klassiker von Herman Melville, Moby Dick neu interpretieren und erzählen.
Der Autor beschreibt in Gleismeer, eine Exotische, Bizarre Welt und hat etliche schräge Einfälle. So gibt es hier über den Wolken, einen Oberhimmel in dem seltsame Geschöpfe leben. Manchmal fallen sie Tod vom Himmel und man kann sie bestaunen. Sozusagen das Gegenstück zu unserer Tiefsee. Unter der Erde hausen Riesenhafte Mutanten und niemand setzt freiwillig einen Fuß auf den Boden. Diese Postapokalyptische Welt ist durchzogen von Schienen, so weit das Auge reicht, das so genante Gleismeer. Hier fahren Züge in allen Größen und Varianten, so gibt es Panzerzüge voll gepackt mit Kanonen, Segelzüge oder Sklavenzüge

Unser Held Sham ist Lehrling auf einem Maulwurfsfänger. Der Kapitän Naphi, eine Frau mit einem künstlichen Arm und besessen davon den Riesenmaulwurf den bleichen Mocker Jack zu erlegen. Aber eigentlich hat Sham nicht viel übrig für das blutige Gemetzel und würde lieber auf Schatzsuche gehen. Als Artefakter nach verborgenen, interessanten und wertvollen Dingen suchen. Und diese Welt ist voll davon, aus vielen Epochen und Welten, Raumfahrer haben hier mehr als einmal ihren Müll abgeladen. Es kommt also der Tag, wo er sich Entscheiden muss, weiter den Moldywarp zu jagen, oder Abenteuer erleben, auch wenn das bedeutet, bis ans Ende der Welt zu fahren.

C.M. hat die Grundidee aus Moby Dick übernommen und in eine Exotische Postapokalyptische Steampunk Welt verlegt, er kombiniert sie mit einer Schatzsuche und bezieht sich dabei auch auf die Strugatzkis. Sind es bei ihnen die Stalker, welche unterwegs sind um Artefakte zu suchen, heißen sie hier einfach nur Artefakter.
Im Buch gibt es eine kurze Beschreibung vom Artefakt, Die Strugatzki-Triskele, eine wie ich finde sehr schöne Würdigung der Brüder. Und die hätten sich darüber sicherlich auch sehr gefreut.
Gleismeer könnte man durchaus auch als Jugendbuch bezeichnen. Doch sind die großen Abenteuerromane wie Schatzinsel oder Robinson Crusoe, diese Geschichte wird auch mal kurz angeschnitten, für alle Altersgruppen geschrieben und so verhält es sich auch mit Gleismeer.
Wortschatz und Ausdrucksweise sind auch hier wieder sehr interessant und wer C.M. kennt und mag, der wird sich auch an Gleismeer wieder erfreuen.

Der Roman ist kein neuer Perdido Street Station, doch die Geschichte ist packend und interessant geschrieben und beschäftigt einen auch Tage danach noch.
Wenn man überhaupt etwas bemängeln will, dann das sie eigentlich viel zu kurz ist, aber das sagt man ja von jeder guten Geschichte. Der Autor hat jedenfalls viele Dinge angesprochen bzw. angedeutet und so ist es vorstellbar, das es von dieser Welt noch weitere Geschichten geben könnte.
C.M. beweist hier einmal mehr das er zu den kreativsten Phantastik Autoren der Gegenwart gehört.
Es hat viel Spaß gemacht diese Geschichte zu lesen, daher von mir volle Punktzahl.


Unter Toten 1: Roman
Unter Toten 1: Roman
von D.J. Molles
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Besser als erwartet, 6. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Unter Toten 1: Roman (Taschenbuch)
Meine Erwartungen an diesen Roman waren nicht allzu hoch, umso positiver wurde ich beim lesen überrascht. Unter Toten ist besser als erwartet. Allerdings der Titel Unter Toten, ist nicht wirklich zutreffend, bei den Infizierten handelt es sich nicht um Zombies oder Untote. Die meisten Betroffenen sind dem Wahnsinn und Raserei verfallen, ähnlich vielleicht der Tollwut, auch kann das Bakterium Tiere befallen. Die Infizierten sind auch durchaus in der Lage, noch primitive Handlungen ausführen und Gegenstände als Waffen einzusetzen. Man muss diese daher auch nicht unbedingt in den Kopf schießen, doch sind sie schmerzunempfindlich und daher schwer zu erledigen.
Gekämpft wird hier aber nicht nur gegen die Infizierten, mindestens genauso heftig sind die Auseinandersetzungen mit marodierenden Banden.

Der Soldat um den es hier geht, versucht weitere Überlebende zu finden, um seine Mission zu erfüllen. Diese besteht darin, wieder so etwas wie Ordnung herzustellen. Ein Mann soll es also richten, das hört sich ziemlich schräg an, aber was soll's, da gab es schon dümmere Ideen. Natürlich geht alles irgendwie schief und seine Aktionen wirken teilweise recht dilettantisch. Immerhin ist er ja ein Elitekämpfer. Man muss ihm allerdings zu gute halten, das er sich Mühe gibt und versucht das richtige zu tun. Und andererseits, wer braucht schon einen weiteren Superhelden wo alles glatt geht, ist ja auch irgendwie langweilig. Langeweile kommt hier jedenfalls nicht auf und als Leser hofft man, das es für die Gruppe doch noch irgendwie gut ausgeht und sie einen sicheren Ort finden. Leider endet an der Stelle der Erste Teil. Als Bonus gibt es noch eine längere Geschichte, über eine gescheiterte Evakuierung.

Die Geschichte war insgesamt recht unterhaltsam, manchmal unfreiwillig komisch und was den Fahr Zur Hölle Rucksack betrifft, auch etwas nervig, ich werde ihn jedenfalls so schnell nicht mehr aus dem Kopf bekommen. Na jedenfalls, ist der Fahr Zur Hölle Rucksack, zur Hölle gefahren und wird hoffentlich auch dort bleiben, es sei den, der Autor hat noch großes mit ihm vor.
Der D.J.Molles ist sicherlich kein S.King oder G.R.R.Martin, doch ist seine Geschichte solide geschrieben und liest sich nicht wie ein Schulaufsatz. Es gibt sicherlich bessere Bücher zu dem Thema, aber auch wesentlich schlechtere, gelangweilt habe ich mich jedenfalls nicht, der Roman ist weitgehend spannend geschrieben und hat auch die nötige Action, knappe 4 Sterne sind vertretbar. Auf die beiden Fortsetzungen bin ich jedenfalls schon sehr gespannt.


Chlorofilija: Roman
Chlorofilija: Roman
von Andrej Rubanov
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Action-Abenteuer Roman, 20. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Chlorofilija: Roman (Taschenbuch)
Chlorofilija unterscheidet sich deutlich von den Abenteuer, Action Büchern der Russischen Serien wie Metro, Tekhnotma usw. Das vorliegende Buch ist eher ein gesellschaftskritischer SF Roman, welcher mich öfters an die Strugatzkis erinnert hat. Auch bei Ihnen, wurde immer wieder der Sinn des Lebens und was einen Menschen ausmacht, hinterfragt. Bei den Strugatzkis hieß es noch: Es Ist Schwer Ein Gott Zu Sein, bei Rubanov, heißt es: Es Ist Schwer Ein Mensch Zu Sein. Es sind die vielen Anspielungen und Ideen, welche der Autor hier einbringt und den Roman so lesenswert macht.

Die 40 Millionen Russen die es noch gibt, leben fast ausschließlich im Großraum von Moskau. Die anderen Landesteile wurden aufgegeben. Sibirien wurde an die Chinesen verpachtet, diese arbeiten fleißig und zahlen ordentlich Steuern, damit wird dann der Wohlstand finanziert. Keiner muss mehr arbeiten, jeder bekommt eine lebenslange Bürgerrente.
Die Menschen werden total kontrolliert, wer Geld vom Staat haben will, bekommt Mikrochips unter der Haut eingesetzt, Videokameras sind allgegenwärtig.
Und dann gibt es noch das Projekt Nachbar", Big Brother für jeden der es will, jeder kann jederzeit, jeden beobachten. Wer hier Erfolg hat, wird bekannt und kommt zu Wohlstand.
Die Wohnblöcke ragen Hundert Stockwerke in den Himmel, je weiter oben man wohnt umso reicher und prominenter ist man. Und da oben, gibt es die von allen ersehnte Sonne, unten jedoch herrscht ewige Düsternis, verursacht durch das Monstergras was 300 Meter hoch wird und nur in Moskau wächst. Hier leben die Blassen, die Kriminellen und die Grassfresser, diese dröhnen sich täglich mit Fruchtfleisch zu. Ein großer Teil der Bevölkerung versinkt in Nichtstun und Apathie. Ganz nach dem gesellschaftlichen Motto; Du Bist Niemanden Etwas Schuldig.

Rubanov setzt sich kritisch mit der Gesellschaft und den politischen Verhältnissen auseinander.
Heutige Probleme werden überspitzt aber doch nicht unglaubwürdig dargestellt
Eine interessant erzählte Geschichte, die nachdenklich, aber auch manchmal unterhaltsam amüsant daher kommt.


Wild Cards: Das Spiel der Spiele
Wild Cards: Das Spiel der Spiele
von George R.R. Martin
  Broschiert
Preis: EUR 15,00

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neustart der Serie, 19. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wild Cards: Das Spiel der Spiele (Broschiert)
Im Jahr 1996 startete der Heyne Verlag die Wild Cards Serie, es erschienen insgesamt 10 Bücher, im Original waren das die ersten Sechs Bände. Und dann war, wegen mangels an Interesse beim Leser, leider Schluss.
Und das, obwohl diese Serie eigentlich alles hat, was man sich als nur wünschen kann, Spannung, Action, vernünftige Storys die durchaus auch kritisch sind, interessante Charaktere, ein wirklich gelungener Genre übergreifender Mix aus Science-Fiction, Fantasy und Horror.
Die Serie hat also eine lange Geschichte, um so erfreulicher das im zweiten Anlauf, der Penhaligon Verlag die Rechte von 3 Romanen erworben hat. Innerhalb der Serie handelt es sich um die Bände 18, 19 und 20, diese kann man aber problemlos lesen, auch wenn man die Vorgeschichte nicht kennt!
Im vorliegenden ersten Roman gibt eine gelungene Mischung aus einer Reality Show und politischen Ereignissen in Ägypten. Man trifft einige bekannte Figuren wie Peregrine und lernt auch einige neue kennen. Wer Interesse an Superhelden- und Alternativweltgeschichten hat, der ist hier genau richtig. Und das diese Bücher qualitativ gut geschrieben sind, dafür garantieren neben Martin auch einige andere recht bekannte Autoren. Inzwischen wurde das Autorenteam noch erweitert, darunter ist auch Ian Tregillis von ihm wird im Deltus Verlag eine Trilogie veröffentlicht, welche ebenfalls sehr lesenswert ist! Saat des Unheils: Ein SciFi-Thriller.

Ein gelungener Neustart der Serie der Lust auf mehr macht, ich jedenfalls freu mich schon auf die beiden Wild Cards Fortsetzungen und hoffe das es danach noch weitergeht.


Das Komitee: Roman
Das Komitee: Roman
von Neal Asher
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Albtraum Zukunft, 2. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Komitee: Roman (Taschenbuch)
Neal Asher mal etwas anders, keine Aliens oder fremde Planeten. Diese Geschichte spielt am Anfang des 22 Jahrhunderts, auf der Erde und teilweise auf dem Mars.
Das Komitee ist der Auftakt zur so genannten Owner Trilogy, im Original erschienen als 1. The Departure (2011), 2. Zero Point (2012), 3. Jupiter War (2013).

Der Autor beschreibt eine düstere, brutale Zukunft, über 18 Milliarden Menscher bevölkern den Planeten, Hunger und Armut sind für viele an der Tagesordnung. Das so genannte Komitee beherrscht die Welt. Wer sich dagegen stellt, wird umerzogen, oder landet auf dem Müll. Revolten werden u.a. mit Robotern, wie den Hirten, blutig niedergeschlagen
Ein mächtiger Beamten und Unterdrückungsapparat dient dem Komitee zur Durchsetzung der Ziele. Achtzig Prozent der Weltweiten Ressourcen werden dafür benötigt. Ein Totalitärer Weltweiter Überwachungsstaat, in dem brutale Unterdrückung und Folter an der Tagesordnung ist. Das menschliche Leben hat durch die schiere Masse an Wert verloren.

Auf dem Mars sieht es auch düster aus, wegen fehlender Ressourcen wird die Verbindung dorthin unterbrochen. Und die Menschen in der kleinen Kolonie, sind auf sich allein gestellt, ein Kampf ums Überleben beginnt.

Die vom Autor beschriebene Zukunftsvision, ist gar nicht mal so abwegig, die Ansätze dafür sind schon längst vorhanden, die Regierungen führen ständig irgendeinen Kampf gegen irgendwas und irgendwem, mit der Begründung werden die Freiheiten immer mehr eingeschränkt und die Überwachung der Bürger intensiviert, ein immer größer werdender Beamten und Bürokratenapparat der sich in alles einmischt und die stetig steigende Bevölkerungszahl. Und so kann man diese Geschichte auch als Warnung, vor einer düsteren Zukunft, verstehen.

In einer externen Buchrezension war zu lesen, das der Roman, in Sachen Action und Politik gerne mal arg plump daher kommt, das kann ich nicht nachvollziehen, das könnte man den meisten Actionfilmen und Romanen vorwerfen.
Ein Held der fast im Alleingang das System erfolgreich angreift, ist nicht unbedingt neu, aber trotzdem recht unterhaltsam.
Die Geschichte hat mir jedenfalls beim lesen viel Spaß gemacht und wurde zu keiner Zeit langweilig oder uninteressant. Es sind Einflüsse von Orwell bis Cyberpunk enthalten.
Die Geschichte wird flott erzählt und es gibt genügend Action. Diesen Roman kann man nicht nur allen Fans des britischen SF-Autors empfehlen.


Das Erbe der Ahnen: Metro 2033-Universum-Roman
Das Erbe der Ahnen: Metro 2033-Universum-Roman
von Suren Zormudjan
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Zukunft ist längst zu Ende, 17. Juni 2014
Der Autor lebt in Kaliningrad, ehemals Königsberg und so verwundert es auch nicht, das sein Metro Roman in Kaliningrad und Umgebung angesiedelt ist. Auch nachvollziehbar, das er sich mit der Deutschen Geschichte auseinander setzt. Und so geht es hier hauptsächlich um Nazis und die Wehrmacht und deren Experimente im zweiten Weltkrieg. Wer mir diesen Thema nichts anfangen kann, und findet das ist zu weit hergeholt, der wird an dieser Story wohl keine so große Freude haben.

Die Zukunft ist längst zu Ende. Eine bittere aber treffende Erkenntnis, für die letzten Überlebenden einer zerstörten Zivilisation. Kein Wunder also, das hier auch eine wehmütige Sehnsucht, nach der vermeintlich guten alten Sowjetzeit, zum vorschein kommt. Manchmal, besonders bei Kampfeinsätzen, wird es recht patriotisch. Der Autor findet allerdings auch kritische Worte, über die Gesellschaft, Politik und seinen Landsleuten.

Eine Geschichte die sich flott liest und unterhaltsam ist, die sich sowohl an der Oberfläche, wie auch in unterirdischen Bunker und Tunnelanlagen abspielt.
In diesem Roman können die Kämpfer mal so richtig aus dem vollen schöpfen, jedenfalls wenn es darum geht, den Gegner fertig zu machen, unter Munitionsknappheit leidet man hier nicht. Auch die Gegenseite muss nicht sparen und so kann man es richtig krachen lassen.
Die Zahl der Monster und Mutanten hält sich in Grenzen, hier kämpfen hauptsächlich Menschen gegeneinander.
Man sollte allerdings, wie auch bei den anderen Metro Büchern, nicht jedes Detail logisch hinterfragen, das verdirbt einen nur den Spaß an der Geschichte.

Vom Autor gibt es einen weiteren Metro Roman, der bislang noch nicht auf Deutsch erschienen ist, dieser spielt allerdings in Moskau, so das es wahrscheinlich keine Verbindungen zum vorliegenden Roman gibt.

Eine spannende, actionreiche Geschichte, mit leicht trashigen Charakter, aber im positiven Sinn.
4,5 Sterne die ich in dem Fall aufrunde.


Future: Roman
Future: Roman
von Dmitry Glukhovsky
  Broschiert
Preis: EUR 16,99

15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Keine Schöne Neue Welt, 18. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Future: Roman (Broschiert)
Mehr als 400 Jahre in der Zukunft ist die Erde von einer Billion Menschen überbevölkert, allein in Europa (ohne Russland) leben über 120 Milliarden. Für die Menschenmassen ist das Leben reglementiert, Nahrung, Wasser, Energie und Lebensraum. Europa wurde zur Megapolis, die alten Städte wurden überbaut, Türme reichen Kilometer weit in den Himmel. Und dort Oben, über den Wolken, schwelgt die herrschende Elite im Luxus

Im vereinten Europa bekommt jeder die Unsterblichkeit, man ist für immer jung und gesund. Wer ein Kind haben will, muss allerdings seine Unsterblichkeit aufgeben, man bekommt eine Alterungsspritze und stirbt innerhalb von ca. 10 Jahren. Das System ist gegen Kinder kriegen, weil Kinder und alte Menschen Geld kosten. Ihnen wird drastisch vor Augen geführt, wie es ist, alt zu sein, so entwickeln die meisten einen Widerwillen gegen alte Menschen.
In so einem Land möchte man eigentlich nicht leben. Doch in den meisten Gebieten dieser Welt ist es mindestens genauso schlimm.
In Panamerika ist nur Unsterblich, wer es sich leisten kann. Wer genügend Geld hat, kann sich eine Unsterblichkeits-Lizenz kaufen. Für die meisten bleibt es jedoch der unerreichbare Amerikanische Traum. Panamerika hat sich durch eine hohe Mauer abgeschottet, auf ihr patrouillieren Roboter. Flüchtlinge aus Süd Amerika werden getötet und zu Asche verbrannt. In Russland herrscht eine machtbesessene Elite, dem Volk wird die Unsterblichkeit vorenthalten, das Land versinkt im Chaos. Indien und Pakistan haben sich dem Erdboden gleich gemacht.
Eine wahrlich beklemmende düstere Zukunftsvision. Am Ende ist man froh das es nur eine Geschichte ist und hofft das sie nie Wirklichkeit wird.

In dieser Welt lebt Jan, Mitglied einer Sondereinheit der Unsterblichen. Alle Mitglieder dieser Einheiten, sind illegale Kinder, die ihren Eltern weggenommen wurden. Sie werden ausgebildet für die Jagt auf illegales Leben.
Er bekommt von ganz oben, den Auftrag einen Terroristen und anwesende Zeugen zu eliminieren. Erledigt er den Auftrag zur Zufriedenheit, dann rutscht er die Karriereleiter nach oben. Hört sich nicht allzu schwierig an, doch das ganze verläuft anders als geplant. Innerhalb der Geschichte, sind Erinnerungen aus seiner Kindheit, über sein Leben im Internat, oder wie er selbst sagt, dem Kinder KZ, eingeflochten.
Diese Rückblenden sind wichtig, so versteht man, warum Jan so denkt und handelt.Er ist in sich hin und her gerissen, er will dem System dienen, aber er sieht auch, das diese Politik die er durchsetzt, nicht richtig ist. Doch die staatliche Überwachung und Propaganda ist allgegenwärtig, für Jan der keine Familie oder Freunde hat, ist es sehr schwierig sich zu ändern.

Eine drastische Beschreibung, einer düsteren Welt mit Überbevölkerung, Armut, Staatlicher Willkür und all ihren politischen und gesellschaftlichen Problemen und Konflikten.
Eine Geschichte die man nicht so schnell vergisst und die nachdenklich macht.
Ein gut geschriebener, interessanter und spannender Roman!


Cryonic: Bruderschaft des Kreuzes (Cryonic 2)
Cryonic: Bruderschaft des Kreuzes (Cryonic 2)
von Vitali Sertakov
  Broschiert
Preis: EUR 16,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterhaltsame Endzeitgeschichte, 1. Mai 2014
Auch der zweite Teil von Cryonic ist Postapokalypse mit einem Hang, im positiven Sinn, zum Trash. Es gibt Monster, Mutanten, Religiöse Fanatiker, politische Machtspielchen und die so genannten Zauberer. Ein Crossover aus Science-Fiction, Horror und Fantasy, gut geschüttelt und gemischt. In der Erzählung geht es Schlag auf Schlag, von einem Abenteuer ins nächste. Kaum Zeit zum durchatmen. So das dem Leser viel Action geboten wird, die allerdings nicht zu blutig ausfällt.

Es gibt aber auch einige Anspielungen und Überlegungen zu gesellschaftspolitischen und ökologischen Themen. Die Menschheit wurde bestraft für ihr dekadentes Verhalten, Umweltzerstörung, Missbrauch von Wissenschaft und Technik etc.

Cryonic ist in Sprach und Erzählstil irgendwie typisch Russisch, vergleichbar mit der Tekhnotma Serie, oder den meisten Metro Bücher. Obwohl einige Klischees bedient werden, ist das ganze nicht kitschig, eher amüsant, ausgefallen.

Der Autor hält sich nicht groß mit Erklärungen auf, manches mutet fantastisch, ja märchenhaft an. Da befindet der Autor sich in guter Gesellschaft, viele Russische Schriftsteller haben solche Elemente in ihren Geschichten eingesetzt.

Der Autor schreibt sehr Unterhaltsam und nimmt das ganze auch nicht zu Ernst. So trifft man z.B. in Deutschland auf bierbrauende Zwerge. Autos werden ja keine mehr hergestellt, aber Bier geht immer! Wobei die Begriffe nicht unbedingt immer das widerspiegeln, was man sich so darunter vorstellt.

Fazit: Eine flott und spannend erzählte Geschichte, mit recht hohen Unterhaltungswert, welche auch zum Nachdenken anregen kann.


Apokalypse Z: Roman
Apokalypse Z: Roman
Preis: EUR 11,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Mann, seine Katze und das Ende der Welt, 25. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Apokalypse Z: Roman (Kindle Edition)
Der vorliegende Roman Apokalypse Z wird als Tagebuch von einem Anwalt geschrieben. Das erinnert natürlich an das Tagebuch der Apokalypse von J.L. Bourne. Es gibt sicherlich einige Gemeinsamkeiten, aber auch größere Unterschiede. So fehlen hier die Science-Fiction Elemente, es gibt hier auch keine geheime Regierungs- oder Militärorganisationen. Da das Buch von einem Zivilisten handelt, ist das ganze auch viel weniger militärisch aufgebaut. Auch in Spanien hat man wie hierzulande, eher wenig Waffen zur Verfügung, um einen Privatkrieg zu führen, das Manko löst der Autor aber recht ordentlich. Was die beiden Autoren gemeinsam haben, sie beschreiben überzeugend in düsterer Atmosphäre, den Untergang der Menschheit.

Ein Mann, erlebt den Zusammenbruch der Zivilisation, in seinem Tagebuch schildert er mit seinen Worten wie alles begann und wie das Chaos seinen Lauf nimmt. Nach Ausbruch der Seuche in Dagestan, verbreitet sich der Virus rasend schnell. Die Regierungen und die Armee sind machtlos. Sie vertuschen was sie nur können und belügen die Menschen. Als sie endlich die Wahrheit mitteilen, ist schon alles viel zu spät. Das Ende der Menschheit ist besiegelt!
Der Erzähler verbarrikadiert sich, so gut es geht in seinem Haus. Vorläufig sicher, beobachtet er, wie die Untoten sich immer mehr ausbreiten. Die Sicherheitszonen, welche vom Militär eingerichtet wurden, werden von den Zombies überrannt. Die Infrastruktur bricht endgültig zusammen, die letzte Verbindung zur Außenwelt ist das Internet. Doch nichts hält ewig. Auch die Vorräte gehen zu Ende und so muss der Protagonist sein Versteck verlassen und hinaus in die Zombie Hölle. Zusammen mit seinem Kater, sucht er nach weiteren Überlebenden.

Es gibt sicherlich blutigere und actionreichere Zombiekost, doch ansonsten ist die Geschichte authentisch und überzeugend geschrieben, und man kann sich gut vorstellen, dass genauso das ganze ablaufen könnte. Das liegt auch daran, das in der Geschichte aktuelle politische Ereignissen und Personen vorkommen.

Wie auch im wirklichen Leben, haben auch die Protagonisten der Geschichte, das Recht Fehler zu begehen, auch wenn manche nicht ganz nachvollziehbar sind. Doch vom bequemen Sessel aus, ist die Welt halt anders, als wenn man mittendrin in der Apokalypse ist, und so schaut man über einige Schwächen großzügig hinweg.

Loureiro hat bislang drei Romane der Apokalypse Z-Serie geschrieben, und da das Buch fast so gut ist wie, Tagebuch der Apokalypse von J.L. Bourne, werde ich sicherlich an der Serie dran bleiben.


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