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Swoff (NRW)

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Outlander [Special Edition] [2 DVDs]
Outlander [Special Edition] [2 DVDs]
DVD ~ James Caviezel
Preis: EUR 9,97

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr positiv überrascht, 4. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Outlander [Special Edition] [2 DVDs] (DVD)
Outlander war für mich ein Griff ins Blaue. Ich kannte weder eine Rezension noch irgendwelche Trailer über diesen Film. "Braveheart trifft auf Predator"...so eine kurze Einführung auf der Rückseite der DVD-Hülle. Irgendwie fand ich den Mix aus Wikinger-Story, außerirdischen Protagonisten sowie alien- bzw. predatorartigen Monstern mal eine willkommene Abwechslung. Eigentlich dachte ich: den Film verschenkst du sowieso bei der nächsten Gelegenheit weiter. Einer dieser klassischen Filme, die man sich nur einmal oder sogar nur bis zur Hälfte ansieht, weil man eh schon alles darin irgendwo mal gesehen hat bzw. man auf halben Wege eingeschlafen ist. Wie sehr habe ich mich getäuscht und es erfreut mich sehr, von einem Film, von dem ich noch nie etwas gehört hatte, derart positiv überrascht zu werden.

Worum geht es (Story):
Kainan, ein außerirdischer Mensch strandet mit seinem Schiff auf der Erde, genauer gesagt in Norwegen im Jahre 709 n. Chr.. Aber er ist nicht allein. Mit ihm an Bord war auch ein außerirdisches Monster (erinnert mich irgendwie etwas an das Monster aus "Das Relikt"), dass Kainans gesamte Crew tötete und beim Absturz entkam. Kainan, gestrandet und ohne Waffen wird kurzerhand mit den Folgen dieses alles tötenden und fressenden Monsters konfrontiert und von den einheimischen Wikingern für die Tötungen verantwortlich gemacht. Wie sehr sich jene irrten, wird schnell bei ersten Angriffen des Monsters auf das Wikingerdorf deutlich. Ohne moderne Waffen und waffentechnisch unterlegen müssen Kainan und die Vikinger zusammenarbeiten, um diese Bestie zu besiegen.

Wie wirkt die Story? Wie wirken die Schauspieler?
Die Story ist durchgehend bis zum Schluss spannend und sehr gut gemacht. Dabei wirkt die Geschichte sehr ausgewogen. Sci-Fi-Elemente finden genauso ihren Platz wie gute Abschnitte über die Vikinger-Kultur. Wer glaubt, hier Millionen von SFX zu sehen, der wird eher enttäuscht sein. Diese sind eher sparsam, aber gut dosiert an den richtigen Stellen eingesetzt, um das Augenmerk mehr auf Story und Charaktere zu lenken. Diese spielen ihre Rolle sehr gut und überzeugend mit viel Ausdruck. Besonders James Caviezel aka Kainan spielt seine Rolle absolut vorbildlich und ausdrucksstark. Aber auch Sophia Myles aka Freya und Jack Huston aka Wulfric stehen Caviezel in Nichts nach. Somit geht die Rechnung voll auf und es entsteht ein Film, der sein Augenmerk mehr auf Story und Charaktere richten kann und mit guten SFX aus dem Wikinger- und Sci-Fi-Genre abrundet. Letztendlich schafft es der Film, diese beiden Genres glaubwürdig in einem Film zu vereinen, ohne das ein B-Movie oder sonstiger Kitsch daraus entsteht.

Wie ist die der Spannungsbogen/die Atmosphäre im Film?
Gleich vorweg: Die Spannung bleibt bis kurz vor Schluss bestehen. Die Filmemacher schaffen dabei einen sehr guten und ausgewogenen Spannungsbogen, der mal spannend und mal kurzfristig aufatmen lässt und dabei einen Einblick in Kainans Leben bzw. in die Kultur der Wikinger ermöglicht. Die Spannung ist langsam und gut ansteigend bis zum Höhepunkt gegen Ende des Films. Dabei wirkt der Film an keiner Stelle langweilig (so dass man sich lieber mal nen Kaffee macht oder die Küche aufräumen würde). Der Regisseur versteht es, die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu halten. Auch wenn sich gewisse Handlungsausgänge erahnen lassen, so kann man sie bis zum Schluss, den ich sehr überraschend fand, nicht 100%ig erschliessen, was Spannung erzeugt und den Zuschauer bis zum schluss bindet. Dabei hilft eine sehr gut erzeugte Atmosphäre im gesamten Film. Die Angriffe des Monsters erinnern anfänglich an die alten Alien-Filme. Man sieht das Monster nicht oder nur schemehaft. Die Spuren der Verwüstung und der Toten unterstreichen die beklemmende Atmosphäre, sowie die Hilflosigkeit der Protagonisten dem Wesen gegenüber. Einige Wendungen und Überraschungen sorgen ebenfalls für eine gute und spannende Atmosphäre. Dabei werden die SFX sehr dosiert und gezielt eingesetzt und sich mehr auf psychologische Angst-Elemente (Angriffe bei Nebel und in der Nacht/schemenhaftes Monster, dass man anfangs nicht richtig erkennen kann, die Opferdarstellungen) konzentriert. Das wirkt realistisch und dröhnt den Zuschauer weniger mit skurrilen Monstern zu, sondern erzeugt mit Angstvorstellungen a la Alien eine sehr düstere und packende Atmosphäre. Zusammenfassend kann man sagen, dass hier eine glaubwürdige und nicht überzogene Atmosphäre entstanden ist, die den Film sehr gut unterstreicht.

Fazit:
Outlander ist kein SFX-Feuerwerk. Wer also auf einen greossen Effektknaller hofft, wird eher enttäuschtg sein. Dafür besitzt der Film ganz andere Qualitäten, wie eine sehr gute und spannende Story, gespielt von hervorragenden Schauspielern und untermalt von einer beklemmenden Atmosphäre. Ich war bis zum Schluss gefesselt und überrascht, wie einfach es zu sein scheint, einen guten und spannenden Film auch ohne SFX-Overflow zu erschaffen, nur getragen von den Schauspielern und dem Können des Regisseurs. Outlander bleibt für mich ein absoluter Überraschungshit, der sich in keinster Weise (wenn er auch unbekannt sein mag) vor anderen Filmen des Genres verstecken muss. Ein überdurchschnittlich guter Film, der überzeugt und es schafft zwei völlig verschiedene Genres glaubwürdig und gekonnt zu vereinen. Daher vom mir völlig gerechtfertigte 5 Sterne.


Divinity II: Ego Draconis
Divinity II: Ego Draconis
Wird angeboten von Game World
Preis: EUR 20,67

8 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gutes Spiel mit unerwartetem, leicht frustrierendem Ende *Achtung: Spoiler*, 28. Juli 2009
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Divinity II: Ego Draconis (Computerspiel)
Seit Freitag spiele ich Ego Draconis und habe es heute durchgeschaftt (mit 90% aller Nebenquests). Resume: ein sehr gutes Rollenspiel, dass jedoch einen massiven Kritikpunkt verdient, der hier bisher noch nicht genannt wurde: die sehr gute Story, die am Ende einen unerwarteten Wendepunkt nimmt, der zwar sehr gut ist (gerade weil er so ungewöhnlich ist, dass man ihn kaum errät), aber man sich doch fragt: soll's das gewesen sein???

Kurz zur Story (Achtung Spoiler): Ihr beginnt Euer Abenteuer als Drachentöterlehrling und durchlauft die verschiedenen Phasen Eurer Ausbildung. Als Euer Orden hört, dass sich der letzte Drachenritter im Trümmertal gezeigt hat, begibt sich der Orden dorthin, um sie unschädlich zu machen, mit der Bitte, dass Ihr hier im Dorf zurückbleiben sollt, gerade weil Ihr noch jung und unerfahren seid. Nachdem ihr die meisten Nebenquests im Dorf durchgespielt habt, juckt es Euch dennoch in den Fingern, dabei zu sein und Ihr macht Euch auf die Suche nach Euren anderen Drachentöter-Gefährten. Dabei läuft Euch die schwer verletzte Drachenritterin über den Weg und überträgt Euch unerwartet in Ihrem letzten Atemzug ihre Kräfte und macht Euch somit zum letzten Drachenritter Rivelons. Eine unerwartete Wendung. Aus dem Jäger wird nun der Gejagte. Ihr erfahrt, dass die Drachenritter eigentlich das Böse bekämpften, aber durch Verrat eines vom dunkeln Lord Damian manipulierten Drachenritters und des Mordes am Göttlichen der Hass und die Jagd auf die Drachenritter entstand. Damian sei der wahre Feind Rivelons und mit Hilfe neuer Verbündeter zieht ihr los, diesen unschädlich zu machen. Allen voran: der Geist Talanas, die letzte Drachenritterin steht Euch als geistiger Führer zur Seite (so glaubt Ihr zumindest). Ihr erfüllt verschiedene Quests, um Euer Erbe als Drachenritter anzutreten, erobert den Drachenturm und sucht nach einem Weg, Damian zu vernichten. Ihr erfahrt, dass ihr Damian nur besiegt werden kann, wenn ihr seine Geliebte Ygerna, die mit ihm seelisch verbunden ist, aus den Hallen der Seelen befreit und wiederbelebt. Denn nur einer von ihnen kann leben, während der andere tot sein muss. So hofft ihr, Damian zu besiegen. Nach unzähligen Schlachten und Nebenquests (die sie wirklich nötig um Erfahrungen zu sammeln und gute Gegenstände zu erhalten, denn die Kämpfe sind sehr komplex und schwierig) schafft ihr es in die Halle der Seelen vorzudringen und genau dort in jene Erinnerung aufzutauchen, in der Lucian der Göttliche zu tödlichen Streich gegen Ygerna ausholt. Ihr versucht die Situation zu erklären, aber stößt nur auf taubes Gehör. Somit greift ihr zur Waffe und stellt spätestens hier fest, dass IHR der- oder diejenige seid, die den Göttlichen tötet. Und ihr stellt außerdem fest, dass ihr verraten wurdet. Die leitende Stimme war gar nicht die Talanas, sondern die von Ygerna. Die ganze Zeit wurdet Ihr von ihr manipuliert und wart ihr Lakai, um sie wieder zum Leben zu erwecken. Denn anders als man Euch glauben ließ diente Ygerna dazu, Damian unbesiegbar zu machen, falls sie wiedererweckt würde. Dies verrät Euch der Göttliche selbst in einer Schlußsequenz. Beide seid Ihr nun eingesperrt ein Kristallgefängnissen in einer Halbwelt und müsst zusehen wie, Damian zum finalen Schlag ausholen möchte mit seiner Geliebten nun unbesiegbar (dies seht Ihr in einer letzten Sequenz den Angriff auf Rivellon). Und das war's auch schon.

DAS WAR'S??? Ja, leider. Dort genau ist das Spiel zu Ende. Hallo? Warum gerade hier? Auch wenn die Storyline richtig gut ist, und mich das Ende sehr positiv überrascht hatte. So darf ein Ego Draconis nicht zu Ende gehen. So nicht! Gerade dieses Epos verdient kein Ende wie dieses. Schon tummeln sich die Gedanken im Kopf: Da kommt doch bestimmt noch ein Add-On oder bald eine Fortsetzung. Bei der guten Geschichte wird es sicherlich eine Fortsetzung geben, so kann es einfach nicht zu Ende gegangen sein'. Daraus resultiert für mich ein böser Verdacht, der sich in der Spielewelt immer mehr ausdehnt. Anstatt ein komplettes Spiel auf den Markt zu bringen, zerhackstückelt man es in mehrere kleine Häppchen und bringt diese zum selben Preis auf den Markt. So kann man gerne das doppelte oder das dreifache am spiel verdienen. Das meine These stimmt bestätigen mittlerweile auch diverse PC-Spiele-Fachzeitschriften, aber auch die Fakten, dass die Hauptquests relativ schnell durchspielbar sind, wenn mann die Nebequests weglässt und z.B. einen Cheat Editor benutzt.

Sehr ärgerlich für den Spieler, der a) nun auf eine Fortsetzung warten muss und b) mehr Geld ausgeben muss. Da zählen für mich auch keine Ausflüchte wie man müsse schließlich eine Veröffentlichungsdeadline einhalten oder man wäre sich nicht sicher, ob das Spiel ein Erfolg werden würde und hätte deshalb erst mal einen Teil sozusagen als Verkaufstest auf den Markt gebracht.

So sehr ich mich auch freue mal wieder ein richtig gutes Rollenspiel in den Händen zu halten (mal abgesehen von den kleinen Macken, die in den anderen Rezessionen schon erwähnt wurden), so enttäuscht und verärgert bin ich über den Spieleausgang.

Daher gibt's für mich nur vier anstelle von fünf Sternen mit der Bitte an die Entwickler, bei der Fortsetzung mal diesen Kritikpunkt miteinzubeziehen.
Kommentar Kommentare (11) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 10, 2011 12:53 AM MEST


Kein Titel verfügbar

16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wird immer besser...aber reicht es noch?, 27. Juni 2009
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Persönlich spiele ich Lineage 2, seit Europa seinen ersten L2-Server (Teon) bekam, bin also seit Anfang an dabei und hoffe Euch, ein gutes und neutrales Bild des Spiels geben zu können.

Lineage 2...für viele ist das eine Geschichte voller Höhen und Tiefen. Für viele war das Spiel zu schwer, zu PVP-lastig, zu unfair. Bots rannten zuhauf herum und klauten dem Spieler die Level-Spots. Und warum? Weil man entweder kein Leben außerhalb der virtuellen Welt besaß und 24/7 vorm PC hockte oder man bottete oder kaufte sich Ingame-Geld für teure Euros und hatte ein Leben außerhalb des Spiels. War man nicht mindestens Level 75+, konnte man im PVP-Kampf immer nur verlieren, da die meisten Spieler (meist gebottet) irgendwo in diesem Bereich lagen. Ohnehin war dieses Spiel sehr Level- und Ausrüstungslastig, d.h. je höher man war und je besseres Equip man besaß, umso besser konnte man andere im PVP besiegen. Meist ging es nicht um spielerische Raffinesse, sondern nur, wie hoch der Level lag und wie gut die Ausrüstung war. Da hatte man als normaler 08/15-Spieler mit schlechtem Equip keine Chance. Vielen wird dies noch in Erinnerung sein, die damals gespielt hatten und aufhörten. So war es damals.

Und wie ist es heute? Vieles hat sich seither geändert. Auf die meisten alten Kundenrezessionen sollte man nicht mehr wirklich hören, sie sind nicht mehr up-to-date. Das Spiel hat sich in den letzten Jahren (besonders im letzten Jahr) stark verbessert. Dem Anfänger war es noch nie so leicht gemacht worden, seine Charaktere von 1 auf 62 zu leveln. In jeder Stadt stehen Newbie-helper bereit. Sie versorgen den Spieler mit Buffs (speziellen Zaubern), temporären Waffen und Rüstungen zum leveln etc. Ein Vitality-System sorgt dafür, dass Spieler, die nicht jeden Tag 8 Stunden vorm Rechner hocken können, dennoch in ihrer kurzen Zeit bis zu viermal mehr Erfahrungspunkte (EXP) erhalten können. Je länger man spielt, umso mehr sinkt die Vitality-Stufe und man bekommt nur die normale EXP wie vorher. Bleibt man ein paar Tage offline, so kann man wieder auf einen vollen Vitality-Level zurückgreifen. Teleportation kostet bis Stufe 40 nichts, schliesst man sich einer Clan-Academy an, so kann man eine Clan-Rüstung erhalten usw. usw.

Bisher war es noch nie so leicht, seine Charaktere hochzustufen, dank der Berücksichtigung der Tatsache, dass man in den ersten Leveln kaum Artgenossen findet. Wie schon erwähnt sind die meisten Spieler Level 75+, also wird man in der ersten Zeit durchaus etwas einsam sein können. Muss aber nicht zwangsläufig sein. Lineage 2 bietet eine feste und treue Community, wie ich sie vorher noch nicht erlebt habe. Clan-Member helfen sich gegenseitig und als Neuling erhält man viel Hilfe. Man freut sich sozusagen über neue Spieler, die den Weg zu Lineage 2 gefunden haben und man wird von fast allen Clans herzlichst aufgenommen. Also wer sagt, er findet nur leere Städte vor, der sollte sich auf den unzähligen Community-Seiten umsehen'...lohnt sich.

Ab den höheren Sufen wird's schon schwieriger mit dem Leveln, dazu kommt dann noch die PVP-Komponente, die wirklich kein anderes Spiel so gut vermittelt wie Lineage 2 (und ich habe viele MMO's auf PVP getestet). Lineage 2 ist was PVP angeht unschlagbar...'vor allem unschlagbar vielseitig. Die Klassen sind mittlerweile viel ausbalancierter als vor Jahren, es gibt keine wirkliche Super-Klasse mehr (auch wenn das noch behauptet wird). Das Equipment kann unterschiedlich und individuell verbessert werden, so dass es viele neue Möglichkeiten für ein gutes PVP gibt. Speziell seit 1 Jahr merkt man, dass sich NC-Soft hier wieder viel Mühe gegeben hat und dies auch weiterhin tut. Jeden Monat gibt es spezielle Events, die auch kleinen Spielen Chancen auf gutes Equipment oder Geld für bessere Items ermöglichen. Viel mehr Instant-Dungeons wurden geschaffen, um Items zu farmen, ohne dass jemand anderes einem den Raid-Boss 'stiehlt'. Die Quests sind umfangreicher geworden, die Belohnungen höher angesetzt. So kommt auch mit der Zeit der ehrliche Spieler auf seinen Level und seine Ausrüstung.

Das PVP-System wird im Spiel durch Fortress Sieges und Territory Wars weiter stark gefördert und bietet auch low-Level-Spielern die Chance auf PVP und somit zum Spielspass. Wie gesagt: seit einiger Zeit machen sich einige Leute bei NC-Soft Gedanken zum Spiel und haben es speziell mit den letzten Updates deutlich verbessert und benutzerfreundlicher sowie zugänglicher gemacht. Alte Hasen, wie mich freut das sehr, und seit einiger Zeit sieht man auch wieder viele Neueinsteiger oder Rückkehrer im Spiel.

Aber' reicht das noch? Aion steht in den Startlöchern. Ob es das Ende für Lineage 2 sein wird, ist noch ungewiss. Auch gibt es noch alte Kernprobleme z.B. das Botten, das zwar stärker gekämpft und mit Bans gestraft wird, aber immer noch zu zaghaft. Ebay (viruelles Geld-Kaufen) ist heutzutage immer noch Usus, die Priese für sehr gutes Equip sind sehr hoch und das Spiel ist leider immer noch sehr Level- und Equiplastig, obwohl es viele Neuerungen gibt.

Schade, dass der Wandel bei NC-Soft nicht früher kam, wer weiss, wo dass Spiel heute stehen würde.

Meine Fazit: Lineage 2 gehört zu den MMO's, die sich deutlich aus der breiten Angebotsmasse herausgehoben haben. Wer auf der Suche nach einem sehr guten MMO mit sehr gutem PVP-System, super Animationen im Mange-Stil ist, wer keine Lust mehr auf 12 jährige Kids hat, die einem in WOW oder Guild-Wars nerfen und lieber eine gute und erwachsene Community sucht, sollte es auf alle Fälle mal kostenlos antesten und selbst schauen, wie er es findet (kostenlose Trial-Version auf [...] Aber Vorsicht: Es ist zum Schluss nochmal erwähnenswert, dass sich das Spiel für mittlere bis starke Hardcore-Gamer eignet. Reine Casual-Player werden hier nicht weit kommen. Aber wer spielt schon als Casual-Player ein MMO ;)
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 11, 2009 11:14 AM MEST


The Witcher
The Witcher
Wird angeboten von Gameland GmbH
Preis: EUR 17,99

49 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Trotz kleiner Schwächen das zweifellos beste RPG, 11. November 2007
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: The Witcher (Computerspiel)
Ich habe The Witcher gerade durchgespielt und muss zugeben, es hat alle meine Erwartungen übertroffen. Zugegeben, ich habe etwas gezögert, als ich vor ein paar Wochen vor dem Spiel stand.
"Kaufen oder nicht"? Trotz guter Previews und Ankündigungen ist es nicht verwunderlich, dass man zögert, erinnert man sich an die guten Vorankündigungen von Gothic 3 und Two Worlds. Und was war das Ende vom Lied? Mal wieder 50 Euro für zwei unter allem RPG-Niveau befindliche Spiele ausgegeben.

Die RPGs haben sich in den letzen 10 Jahren drastisch verändert. Statt guter Storyline wird vermehrt auf Grafikwunder und optische Präsentationen gesetzt. Statt fesselnder Atmosphäre rennt man durch seelenlose Welten und macht bis zum Schluß immer dasselbe. Hauptsache, der Charakter wird gelevet, das Licht besiegt die Finsterniss etc. Das die Welt nicht Schwarz-Weiß ist, sondern eher grau, das es kein Gut und Böse gibt, sondern nur Entscheidung und Konsequenz, fehlt in so vielen Spielen. Und vielleicht war es auch jener letzte Satz über Entscheidung und Konsequenz, der mich dazu brachte, The Witcher zu kaufen. Und genau dieses Versprechen wurde bis zum Schluß eingehalten.

The Witcher ist endlich mal Balsam auf die RPGler-Seele. Trotz einiger Schwächen überzeugt mich das Spiel auf ganzer Linie und hat mich dermaßen (auch nächtelang) an den PC gefesselt, wie ich es nur aus den alten "glorreichen" Tagen kenne.

Dabei wurde ganz besonders auf eine komplexe, sehr verwobene und wendungsreiche Storyline gesetzt. Kein Wunder, ist The Witcher doch die geistige Kreation von Andrzej Sapkowski. Kaum hat man sich das Intro (eines der Besten überhaupt) angesehen, wird man gleich in den ersten Minuten in den Witcher-Bann gezogen und für die nächsten Wochen nicht mehr losgelassen. Selten, daß ich ein RPG nächtelang gespielt hatte, bis mir wirklich die Augen zufielen. Held und ganz besonders die NPCs überzeugen, da sie nicht nur kurz auftreten sondern unseren Helden entweder ganz oder sporadisch durch die einzelnen Kapitel des Spiels begleiten und man selbst deren Geschichte im Laufe des Spiels miterleben kann. Die Quests sind sehr gut durchdacht und auch viele Nebenquests sind mit den Hauptquests verwoben. Kein Quest spielt sich langweilig. Die meisten Erfahrungspunkte bekommt man im Übrigen nicht für das Killen von Monstern, sondern für das Erfüllen von Quests, die teilweise gar nichts mit dem üblichen "Auftrag-Moinster töten-Belohnung kassieren-EXP erhalten" zu tun haben. Man bekommt sogar EXP für Würfelpokerspiele und anderlei kuriose Quests. Dabei kann jede Entscheidung zu einem neuen Wendepunkt im Spiel führen, also sollte man immer aufpassen, wofür man sich entscheidet und welche Quests man für wen ausführt. Denn erst nach einigen Spielstunden oder teilweise im nächsten Kapitel werden die Konsequenzen der Entscheidung in einer Art Retrospektion gezeigt. Allein das sorgt schon für hohen Wiederspielwert, sagte doch der Publischer, dass es drei verschiedenen Endings gibt.

Die Atmosphäre in The Witcher ist einzigartig, aber nicht, weil es schon wieder eine schöne Wiesen-und Waldlandschaft mit weißen Elfenstädten, und verschnörkelten Goldtürmen ist, sondern hier sehr viel Wert auf eine authentische mittelalterliche Kulisse gesetzt wurde. Burgen und Landschaften sind mal schön, mal bedrohlich, alles wirkt echt und authentisch, keine zusammengewürfelte Retortenlandschaft. Ausrüstung, Waffen, Kleidung, alles wirkt sehr authentisch und nicht zusammengeschnitten. Das kommt sehr gut an. Die Musik ist sehr stimmig und unterstreicht das Spielgeschehen sehr gut. Einige BGMs sind echte Ohrwürmer und auch für mich der Beweis, dass allein eine vernünftige BGM die Atmosphäre eines Spiels sehr stark zum Positiven oder auch zum Negativen beeinflussen kann, auch wenn ich die Vielfalt etwas bemängle. Einige Songs dudeln stundenlang daher, da hätte etwas mehr Abwechslung stattfinden können.

Das Kampfsystem ist erfrischend anders und allein deswegen schon den Kauf wert. Statt langweiliger Kampfsequenzen a la Oblivion, Gothic 3 oder Two Worlds wurden alle Kampfsequezen von Stundmen und Martial Arts Experten ausgearbeitet, mit MotionCapturing aufgezeichnet und ins Spiel integriert. Das wahrhaftig "BESTE", was ich an Kämpfen in einem RPG gesehen habe. Und statt dummen Dauergeklicke, geht es hier darum, im richtigen Moment an der richtigen Stelle zu klicken, um weitere Kombos und Angriffssequenzen einzuleiten. Der Held Gerald besitzt zwei Schwerter. Ein normales Stahlschwert im Kampf gegen Menschen und ein Silberschwert gegen Monster. Dazu besitzt Geralt drei Kampfmethoden: einen starken, einen schnellen und einen Gruppenkampfstil. je nach Gegner muss man seinen Kampfstil anpassen. Dazu kann man aus 5 verschiedenen Kampfzaubern wählen, die man mit der anderen Maustaste aktiviert. Die Gegner sind sehr intelligent, man kommt mit der alten "Klicken-bis-er-tot-umfällt-Methode" häufig nicht weiter, sondern muß spezielle Strategien entwickeln, um seinen Gegner zu bezwingen. Besonders die Schlachten gegen viele Gegner mit Verbündeten sind unglaublich motivierend. Allerdings gibt es hier einige leichte Balancing-Probleme. Bei einigen Gegnergruppen kann man geschickt einen nach dem anderen "herauspullen" (aus der Gruppe ziehen) und alleine erledigen und die anderen bleiben hinten stehen. Der Igni-Zauber ist gegen fast alle Gegner "overpowered" (zu stark). Einige Gegner sind zu leicht, andere zu schwer. Hier herrscht noch etwas Nachbesserung.

Die Kameraeinstellung ist variabel auf drei Positonen einzustellen. Anfangs etwas knifflig, aber man gewöhnt sich schnell dran. Die Welt ist im Gegensatz zu anderen Spielen nicht frei begehbar, was mich allerdings im Gesamtbild nicht stört, sondern aufgrund des Umfangs recht hilfreich ist. So bleibt es wohl jeder Person selbst überlassen, was sie davon hält. Das Interface ist gut durchdacht, wenn auch die Darstellung des Inventars sehr klein geraten ist. Ein dickes Plus gibt es für Die Quest-Logs, Tutorials, Character-Logs etc. Sehr umfangreich und hilfreich. Auch die Skillentwicklung im Laufe des Spiels ist sehr, sehr gut und besitzt hohes Suchtpotential (nächsten Level erreichen, um neue Skills zu lernen, um neue Kampfsequenzen durchzuführen/stärkere Zauber zu benutzen etc.). Ein großer Schwachpunkt im Spiel sind die durch die Engine bedingten langen Lade- und Speicherzeiten, besonders, wenn man schon viele Spielstände gespeichert hat. Das nervt auf Dauer und führt dazu, dass man seine vorherigen Spielstände bis evtl. auf die letzten zehn Savegames in einen anderen Ordner verschieben oder löschen muß, um schneller zu laden, denn jedes Savegame ist ca. 19 MB groß und es dauert ab 150 Savegames unglaublich lange bis man darauf zugreifen kann. Muß man häufig von einem zum anderen Ort wechseln, stört die Ladezeit für jedes Areal zunemend. Gelegentlich traten einige Bugs und Abstürze auf, im Vergleich zu anderen RPGs aber eher sehr selten.

Zusammenfassend kann man sagen:

Positiv ist:
- die geniale Storyline mit 3 verschiedenen Endings
- sehr gute Haupt- und Nebenquests
- einen sehr überzeugenden Helden, mit den man sich identifizieren kann
- sehr gute NPCs
- erotische Elemente sowie eine Storyline für Erwachsene
- ein sehr authentisches Gesamtbild
- authentische mittelalterliche Kulissen, Waffen und Rüstungen
- eine geniale Atmosphäre
- sehr guter und stimmiger Soundtrack
- das Kampfsystem ist einfach nur genial
- intelligente Genger
- von Zeit zu Zeit geniale Massenschlachten
- sehr gutes Logbuch und Tutorial
- sehr guter Einsatz von Waffenverbesserungen, Alchimie etc.
- geniales Skillsystem, dass zum leveln motiviert
- alles wirkt sehr intelligent und gut durchdacht
- kein Gut gegen Böse, sondern Entscheidung und Konsequenz-Prinzip

Negativ ist:
- Lade- und Speicherzeiten
- hier und da einige Balancingprobleme im Kampf
- gelegentliche Bugs (bei mir eher selten)
- Soundtrack hätte umfangreicher sein können (wiederholt sich zu oft)

Fazit:
The Witcher ist trotz kleiner Schwächen für mich das beste RPG, das es je gegeben hat. Wer The Witcher gespielt hat, wird so schnell nicht zu einen anderen RPG in seinem Regal greifen. Ich werde auch in der nächsten Zeit zum Hexer greifen und hoffe auf eine baldige Fortsetzung. Das Outtro spricht jedenfalls dafür.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 10, 2013 7:47 PM CET


Final Fantasy X
Final Fantasy X
Wird angeboten von skgames
Preis: EUR 19,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Final Fantasy X schießt wieder den Vogel ab!!!, 2. Juni 2002
Rezension bezieht sich auf: Final Fantasy X (Videospiel)
Um es kurz und knapp zu sagen, dieses Spiel ist einfach genial.
Eine tiefgründige Geschichte, genialer Sound und die absolut superbe Grafik im gesamten Spielverlauf ( nicht nur in sogenannten Zwischensequenzen ) sorgen für langen Spielspaß. Das kleine Zusatzspiel "Blitzball", das unabhängig vom Spielgeschehen gespielt werden kann, ist eine Klasse für sich und setzt noch einen drauf. Das Kampfgeschehen ist eindeutig zum Vorteil überarbeitet worden. Jetzt könnt ihr im Kampfgeschehen zwischen allen Charakteren hin- und herwechseln und habt eine breite Palette von Zusatzeigenschaften. Eine geniale Idee ist das Sphärobrett. Auf diesem Spielbrett benutzt ihr eure gewonnenen Erfahrungsstufe wie einen Würfelwurf. Je mehr Erfahrungsstufen ihr erhaltet, desto höher die Bewegglichkeit auf dem Spielbrett. So könnt ihr Eigenschaften, die über das Spielbrett verteilt sind, nach eigenem Belieben ansteuern und erlernen.
Leider gibt's einen Stern Abzug für die miserable deutsche Übersetzung der Untertitel, die oft nicht mit dem gesprochenen Englisch übereinstimmen.
Wer jedoch ein sauberes Englisch beherrscht, wird sowieso
nicht auf diese achten.
Der Pal-Balken hätte auch etwas größer sein können. Die Figuren wirken manchmal etwas gepresst.
Trotzdem sollte dieser Titel in keiner guten PS2-Sammlung fehlen.


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