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Rezensionen verfasst von
Dr. Reinhart Clemens "Büchernarr" (Köln)
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Kontakt-Gel. Verbessert die Leitfähigkeit von gebrauchten TENS EMS Elektroden und Vaginal- und Rektal-Sonden.
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Wird angeboten von axion GmbH
Preis: EUR 9,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragend gegen die Trockenheit von Haut und goldenem Vlies!, 26. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein ganz hervorragendes Kontaktmittel zur Verbesserung der Leitfähigkeit trockener Elektroden! Wenn das Brustgurt meiner Pulsuhr unter der Trockenheit der Haut und des zusätzlich störenden Vlieses meiner Brust unterhalb der Pectoralmuskeln so sehr leidet, dass die zugehörige Pulsuhr 0 zeigt - was übrigens keineswegs oft vorkommt - so genügt eine ganz kleine Menge dieses Gels, um dem Brustgurt zu mehrstündiger ununterbrochener Leistung zu verhelfen. sehr günstig außerdem, dass das Gel überhaupt nicht klebt und sich in Sekundenschnelle von jedem Material, auch von Textilien, entfernen lässt. So sparsam wie es ist, werde ich damit trotz täglich mindestens einmaliger Anwendung länger als ein Jahr auskommen.


Herrenuhr Herren Uhr Sport Armband Uhr Edalsthal Armbanduhr Silber Armband & weißem Zifferblatt
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Wird angeboten von Sanwood
Preis: EUR 10,91

5.0 von 5 Sternen Die märchenhafte neue Uhrenwelt, 9. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Fabelhaftes Aussehen wie eine sehr teure Uhr! Ich bin in den Monaten, seitdem ich sie tagsüber regelmäßig trage - und abends und nachts trage ich ihr Pendant mit den gleichen rotgoldenen Indizes, den rotgoldenen kleinen Zifferblättern und den gleichfarbigen Zeigern, aber mit dem für den Abend geeigneteren, weil festlicheren, ja vornehmeren schwarzen Zifferblatt - schon mehrfach interessiert auf diese Uhr angesprochen worden! Die Uhr geht auf die Sekunde genau, ich habe sie noch nicht ein einziges Mal neu stellen müssen! Und sie hat eine ebenso tadellose Zentralsekunde! Und ist es nicht so, dass die meisten von uns die jenseits der Zeitnahme liegenden raffinierten technischen Errungenschaften von Uhren gar nicht brauchen? Schon die Funktionen der kleineren Kreise aller Chronographen, wie sie auch bei der vorliegenden Uhr, klugerweise aber lediglich als nicht funktionierende Verzierung angebracht sind, würde ich der Funktion nach nie benutzen. Aber als Verzierung sind sie mir sehr willkommen! Und warum sollte ich denn größere Beträge für die bloße Vorstellung bezahlen, dass meine Uhr dies und das leisten könnte, obwohl ich es nie nutzen würde, und wenn ich tausend Jahre alt würde! Ich bin einer von den vielen, ich denke es handelt sich um die erdrückende Mehrheit aller Armbanduhrenbesitzer, denen bei einer Uhr - neben der Selbstverständlichkeit der exakten Zeitanzeige - das Aussehen die einzig entscheidende Eigenschaft ist! Ich möchte die Freude eines schönen Anblicks so oft am Tag genießen können wie ich mir das Hinschauen erlaube. Und das leistet die hier in Rede stehende Uhr ebenso wir ihr Pendant für den Abend - und viele andere aus aus dem gleichen Preissegment! Es ist durch diese Uhren überhaupt kein Problem mehr, sich eine repräsentative Sammlung schöner Uhrentypen zu zu legen, sie auch in ebenfalls überaus leicht erschwinglichen samtenen Uhrenkästen auszustellen und sich an ihren sehr verschiedenen ästhetischen Qualitäten, an ihrer unterschiedlichen Schönheit zu erfreuen! Was für eine Bereicherung des Lebens! Ihre einzige Gefahr ist die der übermäßigen Beschäftigung infolge anhaltender ekstatischer Begeisterung, die dann zur zeitfressenden Sucht und schließlich auch zum geldvernichtenden Moloch zu werden droht. Bis dahin aber, liebe Uhrenliebhaber, freuen wir uns über die durch die Globalisierung geschaffenen neuen Möglichkeiten in der Welt der Uhren!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 15, 2015 12:28 AM MEST


Casio Collection Wecker Digital Quarz DQD-105-2EF
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Wird angeboten von Juwelier24
Preis: EUR 29,90

2.0 von 5 Sternen Haustier mit Charakterfehlern, 9. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Pro:
1) Der Wecker sieht richtig knuffig aus, eher wie ein Haustier.
2) Das sehr gedimmte, sanfte Nachtlicht - viel weniger hell die normale Ausleuchtung des Displays - stört nicht beim Schlafen und hilft dabei, sich nachts in dem Sammelsurium auf dem Nachttisch zurecht zu finden, ohne dass man richtig helles Licht machen müsste. Das von mir bislang genutzte gesonderte Nachtlicht war viel heller und ist nun nur noch als Zweitnachtlicht - zur Orientierung im Raum - im Gebrauch, wenn ich das Bett verlassen muss.
Contra:
1) Die Einstellung einer neuen Weckzeit ist umständlich, da Stunden und Minuten nicht getrennt gestellt werden können, sie bleiben vielmehr gekoppelt. Erschwerend kommt hinzu, dass mit diesem Duo keine Stundenschritte getätigt werden können. Vielmehr durchlaufen sie das gesamte Intervall zwischen den beiden Weckzeiten in 10-Minuten-Schritten.Gar nicht selten kommt man gar nicht zu den 10-Minuten-Schritten, sondern muss sich in Minutenschtritten zur neuen Weckzeit vorarbeiten. Zwangsläufig sehnt man sich zurück nach den Weckern, bei denen die neue Weckzeit binnen Sekunden mit einem gesonderten Zeiger eingestellt werden konnte!
2) Das Wecksignal kann in der Lautstärke nicht variiert werden. Es ist ziemlich leise.
3) Das Nachwecken erfolgt – wie schon von anderen Rezensenten angemerkt – nur zweimal und nicht, wie in der Bedienungsanleitung versprochen, siebenmal.
4) Das Display für die Anzeige der Uhrzeit zeigt die eingestellte Weckzeit nicht mit an.
5) Das Display liegt in einer Vertiefung und seine Neigung mit 80° steht nahe an der Senkrechten. Dadurch wird das Zeitablesen für einen stehenden Menschen, wenn der Wecker auf einem niedrigeren Nachttisch steht, durch Herabblicken erschwert. Das wäre nicht der Fall, wenn die Vorderseite der Uhr stärker nach hinten gekippt wäre.
Wegen der aufgeführten Nachteile hatte ich schon einen Rücksendeantrag gestellt. Aber nun habe ich ihn wieder zurück genommen: Einmal wegen des für mich äußerst nützlichen Nachtlichtes und zum zweiten wegen seines liebenswerten Aussehens.


Reise Know-How Latium mit Rom: Reiseführer für individuelles Entdecken
Reise Know-How Latium mit Rom: Reiseführer für individuelles Entdecken
von Georg Henke
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einzigartig in seiner Qualität, 12. Juli 2014
Der Führer umfasst 564 Seiten Text und 23 Seiten Kartenatlas. Der Text ist durchgehend bebildert und zudem mit über 30 schematisierten Ortsplänen und 11 Wanderkarten angereichert. Zudem finden sich Sonderseiten und Infokästen mit nützlichem Alltags- und Hintergrundwissen, z.B. über den chaotischen italienischen Verkehrsalltag, über den Ölbaum, über die Kunst der Kosmaten, über den hl. Benedikt von Subiaco u.v.a..

Für das Gelingen einer Latiumreise, die notwendigerweise durch kleine und kleinste Ortschaften führt, sind akribische Recherchen einerseits und hochauflösende Landkarten andererseits unentbehrlich. Beides liefert dieser Führer. Es finden sich im Text sorgfältigste Angaben zu kleinsten Orten, und hochgenaue geographische Karten (1,75 cm= 5 km) in dem 23-seitigen Kartenatlas. Ein fabelhaftes Gespann! Weder der Text noch die Karten haben uns in den drei Wochen unserer an Gregorovius „Wanderjahre in Italien“ orientierten Reise auch nur ein einziges Mal im Stich gelassen!

Was Kunst und Architektur betrifft, so werden sie in diesem Führer so vollständig aufgeführt und so anschaulich beschrieben, dass ein zusätzlicher Kunstführer für den Normalreisenden u.E. entbehrlich ist. Wir selbst hatten zusätzlich noch den DuMont-Kunstführer „Latium“ mitgenommen, zweifellos ein informatives und schönes Buch. Aber wir schauten nur am Anfang hinein, um festzustellen, dass ihm keine relevanten zusätzlichen Informationen zu entnehmen waren.

Hilfreich für den Reisenden ist der Mut der Autoren zur Lücke. So würde das archäologische Museum in Tarquinia nahezu jeden Besucher mit der Überfülle seiner Exponate überfordern. Menschenfreundlich erscheint der Entschluss der Autoren, lediglich sieben Exponate als besonders sehenswert zu erwähnen. Sucht der Besucher diese auf, wird er das Museum mit dem guten Gefühl, Wichtiges gesehen zu haben, verlassen.

Ein schöner Zug des Textes ist auch die Rücksichtnahme auf das Wohlbefinden des Lesers. Beispiel: Beim Kloster Montecassino wird darauf hingewiesen, dass es trotz des Besucherandrangs beim Kloster “ noch nicht einmal eine Bar“ gibt.

Es ergibt sich, dass das Buch dem eigenen Anspruch, ein “komplettes und praktisches Handbuch Latiums“ zu sein, in gewinnender Weise gerecht wird. Es hat für alle Sehenswürdigkeiten klare Worte und überzeugende Wertungen sowohl im Positiven wie im Negativen. Die Wertungen werden immer durch konkrete Beschreibungen und Schilderungen begründet. Dadurch wird der Führer zu einem eindeutigen und überzeugenden Leitfaden der Besichtigungen.- Einschränkend ist zu sagen, dass wir die gut 60 Seiten, die der Stadt Rom gewidmet sind, hinsichtlich ihrer Praxistauglichkeit nicht beurteilen können, da wir diesen Führer nicht auf einer Romreise getestet haben. Aber der über 520 Seiten lange Latiumteil erscheint uns einzigartig in seiner Qualität.

Somit ergibt sich eine uneingeschränkte Lese- und Kaufempfehlung für jeden, der - wie die gebildeten Reisenden des 19. Jahrhunderts! - der von der Geschichte und Kultur vieler Jahrhunderte durchtränkten Landschaft Latium Zeit und Aufmerksamkeit widmen will. Er wird hundertfach belohnt werden!


Die Adoptivkaiser: Das Römische Weltreich am Höhepunkt seiner Macht (98-180 n. Chr.)
Die Adoptivkaiser: Das Römische Weltreich am Höhepunkt seiner Macht (98-180 n. Chr.)
von Johannes Pasquali
  Broschiert
Preis: EUR 19,80

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein großer Wurf, 28. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch behandelt auf 209 Seiten die Zeit zwischen dem Tod des Domitian und der Thronbesteigung des Commodus, d.h. das Zeitalter der Adoptivkaiser Nerva, Trajan, Hadrian, Antoninus Pius, Mark Aurel und Lucius Verus (98 bis 180 n. Chr.). Diese Epoche war nach Meinung zahlreicher Historiker die glücklichste Epoche des Römischen Weltreichs. Skulpturen der Köpfe der genannten Kaiser bereichern den Text ebenso wie Rekonstruktionszeichnungen des Trajansforums und der Villa Hadriana. Nützlich ist auch eine Karte der Römischen Provinzen zur Zeit Trajans.

Das Buch ist in gepflegtem, oft pointiertem Deutsch geschrieben, und der Text ist klar und folgerichtig gegliedert, sodass die Lektüre Freude macht. Viele historische Werke erschöpfen sich in der Beschreibung der stattgehabten Ereignisse. Das vorliegende Buch geht einen anderen Weg: Der Autor greift ungelöste Fragen auf, auf die er Antworten erarbeitet. Dabei nimmt er den Leser mit auf den Weg seiner schrittweisen Argumentation, sodass dieser die einzelnen Schritte nachvollziehen und das Ergebnis als schlüssig einsehen kann. Dementsprechend erwartet den Leser eine spannende Reise!

Beispiel: Im Falle Hadrians wird die alte Frage aufgenommen, ob es wahrscheinlich ist, dass Trajan ihn auf dem Sterbebett adoptiert hat, oder ob mehr dafür spricht, dass Plotina die Welt geschickt getäuscht hat. Zur Beantwortung dieser Frage untersucht der Autor das ganze Lebens Hadrians daraufhin, welche Einstellung Trajan in den einzelnen Abschnitten zu Hadrian hatte. Diesen hatte er bekanntlich in dessen 10. Lebensjahr in sein Haus aufgenommen, nachdem er Vollwaise geworden war. Schritt für Schritt darf der Leser dem Autor durch die Beweisführung folgen und sich überzeugen lassen. – Danach greift der Autor aus Hadrians späterem Leben die Frage auf, ob es sich bei dem plötzlichen Tod des jungen Antinoos, des Geliebten Hadrians, um einen Unfall oder um einen Opfertod gehandelt hat. –So untersucht der Autor eine interessante Frage nach der anderen und hält den Leser dadurch dauernd in Spannung.

Dadurch, dass der Autor nicht nur Sachinformationen aneinander reiht, sondern kritische Anmerkungen, Kommentare, In-Beziehung-Setzungen, Schlussfolgerungen und Deutungen einen großen Raum einnehmen, wird der Text leichter und lesbarer. Und was die Lektüre weiter beflügelt: Es wird allenthalben deutlich, dass dieser Autor weder für Schüler und Studenten noch für andere Historiker schreibt. Nein, er schreibt, weil ihn die reflektierten Ereignisse brennend interessieren, und er die dazu gestellten Fragen in erster Linie für sich selbst beantworten möchte.

Die Lektüre dieses Buchs ist ein geistiges Abenteuer. Aufgrund seiner ebenso souveränen wie überzeugenden Behandlung von bisher nicht abschließend gelösten Fragen erscheint das Buch geeignet, in dem einen oder anderen Leser eine Begeisterung für die alte Geschichte hervor zu rufen. Das Buch kann jedem historisch Interessierten wärmstens empfohlen werden!


Die Gestaltung der Welt: Augustus und die Anfänge des römischen Köln
Die Gestaltung der Welt: Augustus und die Anfänge des römischen Köln
von Werner Eck
  Broschiert
Preis: EUR 9,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Gründung Kölns, ein Beispiel der reichsweiten Herrschaft des Kaisers Augustus, 11. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Bändchen enthält 50 Seiten Text, acht Seiten Anmerkungen und 19 Abbildungen: Fotografien, geographische Skizzen und eine Rekonstruktionszeichnung. Der Autor möchte die Frage beantworten, wie das riesige Römische Reich, dessen Ausdehnung Augustus mehr als verdoppelt hat, organisiert und verwaltet werden konnte.

Die größten Organisationsformen waren die Provinzen, die nächstkleineren die Städte. Sie wurden zu hunderten von Augustus gegründet. Zum einen, um Legionsveteranen die soziale Wiedereingliederung zu ermöglichen und zum andern, um im Reich möglichst viele dezentrale politisch-administrative Zentren zu schaffen.

Das Vorbild war immer Rom: Die neuen Städte erhielten stets die gleichen Institutionen und Bauten wie Rom. Konstitutiv war die Selbstverwaltung: Die Bürger wählten ihre Amtsträger, die zusammen mit der Ratsversammlung kommunale Probleme zu lösen hatten.

Augustus seinerseits organisierte und verwaltete mittels der Städte das ganze Reich, indem Kuriere seine Nachrichten und Weisungen in kürzestmöglicher Zeit bis in die letzten Winkel des Reichs trugen. So verstärkte Augustus mit jedem neuen municipium und jeder neuen Kolonie die reichsumfassende Herrschaft Roms. Dazu trugen die Reichsstraßen wesentlich bei, die von Augustus als erstem systematisch ausgebaut wurden.

Gründungen von Städten und Bau von Straßen als entscheidende Faktoren für die Verwaltung aller Teile des Römischen Reichs rechtfertigen den zunächst etwas zu anspruchsvoll erscheinenden Titel des Büchleins „Die Gestaltung der Welt“!

Die Ubier, von Augustus` Mitarbeiter M. Agrippa, 20-18 v.Chr. Statthalter von ganz Gallien, auf die linke Rheinseite umgesiedelt,lebten zerstreut in kleinen Orten. Sie siedelten in einem Gebiet, das sich von Remagen bis nach Krefeld erstreckte. Jedoch hatten sie kein permanentes städtisches Zentrum mit politisch-administrativen Funktionen. Daher sah man in Rom die Notwendigkeit, mit den Ubiern ein solches zu gründen. Ziel war, das große Siedlungsgebiet der Ubier in das Römische Reich einzugliedern und mutmaßlich auch, das neu gegründete Zentrum später zur Hauptstadt der damals noch geplanten Provinz Germanien zu machen.

Daher schuf die römische Militäradministration im Jahre 19 v. C. an der Stelle der heutigen Kölner Altstadt das oppidum ubiorum - das spätere Köln. D.h. Köln wurde von Augustus selbst gegründet,und Köln wurde 69 Jahre früher gegründet als bisher angenommen. Der Autor beschreibt die einzelnen Elemente dieser augusteischen Neugründung.

Agrippina d. J. hat also nicht die Stadt Köln gegründet wie immer noch viele glauben, aber sie hat - als Gattin und im Namen von Kaiser Claudius - dem oppidum ubiorum im Jahre 50 n.Chr. ein „Upgrade“ zukommen lassen, indem sie ihm den höchsten Rang einer römischen Provinzstadt verlieh: Sie erhob die Ubierstadt vom municipium zu einer Kolonie.

Eine bedauerliche Unterlassung von Autor und Lektor findet sich auf S.33: Der Stadtplan des römischen Köln weist acht Ziffern auf, denen sämtlich die Legende fehlt, sodass nicht einmal der zentrale Kultbezirk und auch nicht der Sitz des Statthalters, das Prätorium, identifiziert werden können. Zum Glück gibt es das Internet! Man gebe bei Google ein: Stadtplan Römisches Köln: In der obersten Reihe findet sich dieselbe Skizze des Autors, aber mit den gesuchten Erklärungen und zweien darüberhinaus!

Da die Schrift die eingangs gestellte Frage nach Organisation und Verwaltung des Römischen Reiches überzeugend beantwortet und eine aufregende Neuigkeit bezüglich der Gründung der Stadt Köln hinzufügt, hat die Schrift meines Erachtens - trotz der Nachlässigkeit auf S. 33 - fünf Amazonsterne verdient.


Venedig: Polyglott on tour mit Flipmap
Venedig: Polyglott on tour mit Flipmap
von Christine Hamel
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,99

5.0 von 5 Sternen Viel Information und große Zeitersparnis, 25. April 2014
Dieser schmale Reiseführer informiert auf 140 reich bebilderten Seiten über Venedig, und erschließt die Stadt durch 20 Bausteine (nämlich 13 Fuß- und 7 Bootstouren). Die Routen sind auf einem der sechs Teilstadtpläne rot-liniert eingetragen.

Die Beschreibung einer Tour beinhaltet: 1) das „Thema“, z.B.“Rund um die Piazza San Marco“, 2) die Sehenswürdigkeiten, 3) die geschätzte Gesamtdauer, 4) den Start- und den Endpunkt,5) praktische Hinweise, z.B. „für Kirchenliebhaber“, 6) die Charakterisierung der Sehenswürdigkeiten.

Wir benutzten den Polyglott für eine einwöchige Venedig-Reise im Frühjahr 2014.

Zunächst nutzten wir ihn zur Reiseplanung. Wir wählten aus der Übersicht der Touren eine und aus den mit 2-3 Sternen ausgezeichneten Sehenswürdigkeiten ebenfalls eine pro Urlaubstag aus. Die Planung aller sieben Urlaubstage dauerte nur knapp eine Stunde!

Die eigentliche Lektüre verschoben wir nach Venedig - und dies bereicherte die Reise. Denn die Formulierungen im Führer sind außerordentlich reisefreundlich: Alles kurz, alles nützlich, alles wissenswert.

„Sicherheitshalber“ hatten wir doch noch den Führer von Reise-Know-How (311 Seiten) mitgenommen. Aber nachdem der Polyglott sich so hervorragend bewährte, konnte er im Hotel bleiben.

Bei dem Polyglott erwies es sich als besonders praktisch, dass auf jeder Seite der Tourenvorschläge die zugehörige Karte in der Kopfzeile angegeben ist, also z.B. „Karte Seite 96“! Dies ist ein geradezu genialer Einfall! Denn dadurch kann der Reisende blitzschnell - ohne zu blättern - feststellen, wo sich die Sehenswürdigkeiten befinden. Dies „feature“ war auch im Vergleich mit dem Reise-Know-How- ein substantieller Vorteil.

So schmal der Polyglott on tour ist, er liefert mehr als genug kundige Informationen. Durch seine Machart ist er, wie beschrieben, ideal auf den heutigen Reisenden zugeschnitten, der keine Zeit für eine Reisevorbereitung hat und doch viel sehen möchte.

Uneingeschränkte Kaufempfehlung!

Tipp außerhalb der Rezension: Was man in Venedig neben jedem Reiseführer braucht, sind Abbildungen der wichtigsten Gemälde. Denn in den Museen und Kirchen sind viele Bilder nicht genau zu erkennen, auch wenn man direkt davor steht. Bei Deckengemälden liegt dies häufig an der Entfernung, bei Wandfresken an ungünstiger Beleuchtung. Deshalb erwarben wir in einer Kirche das lohnende Buch „Venedig: Auf den Spuren von Bellini, Carpaccio, Tizian, Tintoretto und Veronese“, in deutscher Sprache, Scala-Verlag, 2011. 9,30 Euro.


Pompeius: Lebensbild eines Römers
Pompeius: Lebensbild eines Römers
von Elisabeth Herrmann-Otto
  Taschenbuch
Preis: EUR 29,00

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Pompeius strebte nicht nach politischer Macht, sondern nach höchster öffentlicher Wertschätzung, 23. März 2014
Die Biographie hat 263 Seiten Text, 38 Seiten Anmerkungen, dazu acht Fotos des Titelhelden und berühmter Zeitgenossen. Außerdem finden sich zwei bei der Lektüre durchaus hilfreiche Landkarten: Das westliche Mittelmeer und der Osten des Römischen Reiches

Das Lebensziel des Gnaeus Pompeius Magnus (106-48) war nicht die politische Macht, sondern die öffentliche Wertschätzung. Darin durfte ihn keiner übertreffen, denn er verstand sich als Nachfolger Alexanders des Großen. Die Wertschätzung sollte sich - wie bei Alexander- zwangsläufig aus der Außergewöhnlichkeit seiner militärischen und organisatorischen Leistungen ergeben.

Hier seine Vita:
Eine erste spektakuläre Tat vollbrachte Pompeius im Jahre 84 mit 22 Jahren, indem er dem Feldherrn Sulla an der Spitze einer selbst ausgehobenen (!) Legion entgegen ritt. Der von Pompeius mit „Imperator“= Feldherr angesprochene Diktator drückte seine Bewunderung für den ungewöhnlichen jungen Mann aus, indem er ihm die gleiche Anrede zuteilwerden ließ!
In der Folge wurden Pompeius immer wieder besonders schwierige Kommandoaufgaben übertragen, die er brillant bewältigte und zwar:
79 Rückeroberung Afrikas (binnen 40 Tagen abgeschlossen!),
78 Niederschlagung des Aufstands des Prokonsuls Lepidus in Gallien,
77-72 Niederringung des Sertorius in Spanien, dessen Gefährlichkeit gleich der Hannibals eingeschätzt wurde.
67 erledigte Pompeius im Seeräuberkrieg das jahrzehntelange Piratenproblem (wiederum binnen 40 Tagen!),
66-64 beendete er den schon 30 Jahre währenden Mithradatischen Krieg und schloss ihn mit einer allseits bewunderten Neuordnung des Ostens ab. Bei seinem Triumph im Jahr 62 trug er das wertvollste Beutestück aus dem Schatz des Mithradates: Den Mantel Alexanders des Großen.
Es folgt Pompeius' schrittweiser Niedergang:
61 Weigerung des Senats, Pompeius Wünsche bezüglich der Versorgung seiner Veteranen mit Land und die Anerkennung seiner Entscheidungen im Osten zu erfüllen.
60 dagegen Bildung des Triumvirats 60 mit Caesar und Crassus.
Zunehmende Entfremdung von Caesar, die
54 nach dem Tod von Julia, Caesars Tochter und Pompeius Frau und
53 nach Crassus Soldatentod in Feindschaft überging.
Bürgerkrieg gegen Caesar. Caesar in Rom. Flucht des Senats nach Griechenland.
48 Sieg Cäsars über Pompeius bei Pharsalos, Pompeius Flucht nach Ägypten und seine dortige Ermordung.

Die Quellenlage bezüglich Pompeius ist gut, schreibt der Autor im Vorwort. Diese Tatsache sei für ihn ein Hauptgrund gewesen, die Biographie gerade über Pompeius zu schreiben. Dabei sei seine Absicht gewesen, ein „möglichst vollständiges Bild davon zu geben, wie im alten Rom Politik getrieben wurde“. Das Zusammenwirken von guter Quellenlage und Streben nach Vollständigkeit wirkt sich auf den Text jedoch nicht günstig aus. Wie wichtig und im Detail interessant für die Pompeius-Forschung die Einzelheiten sein mögen - beim Normalleser entsteht der Eindruck eines nicht enden wollenden engmaschigen Protokolls, das für ihn in dieser Ausführlichkeit nicht von Interesse sein kann. Vielmehr wird der Blick für das Wichtige, dessentwegen er nach diesem Buch gegriffen hat – wozu überaus mutmaßlich auch die oben aufgeführten Stationen seiner Vita gehören -, behindert und getrübt. Und schlussendlich wird durch die tagebuchartige Darstellung der Lesefluss erschwert.

Aus diesen Gründen zögere ich, die Lektüre dieses ungewöhnlichen und auch großartigen Buches dem historisch interessierten Normalleser uneingeschränkt zu empfehlen. Dagegen gilt eine ausdrückliche Leseempfehlung für die, die bereits viel über Pompeius und seine Zeit wissen, und die ihren Kenntnissen noch einige Details hinzufügen möchten. Bei diesen dürfte das Werk sogar Begeisterung hervorrufen, dies umso mehr als das Buch wunderbar zu Ende gedacht, klar gegliedert und sprachlich gut lesbar geschrieben ist.


Ein Prinz aus dem Hause David: Und warum er in Deutschland blieb
Ein Prinz aus dem Hause David: Und warum er in Deutschland blieb
von Asfa-Wossen Asserate
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebevolles, brillantes Buch, 13. Februar 2014
Gegenstand des Buches ist das Land Äthiopien, aus dem der Autor stammt. Der Autor gehörte als Prinz unter Kaiser Haile Selassie zu der – damaligen - obersten Gesellschaftsschicht des ostafrikanischen Landes. Sein Vater war Vorsitzender des Kronrats des Kaisers. Er wurde am 23. November 1974 erschossen. In diesem Zeitpunkt, mit dem das Buch beginnt, studierte der Autor in Deutschland.

In seiner Heimat war die Revolution ausgebrochen, der Kaiser war abgesetzt, die Mutter und die Geschwister des Autors saßen im Gefängnis. In den folgenden 17 Jahren, also bis 1991 , sah der Autor seine Hauptaufgabe darin, seine Mutter und seine Geschwister in Äthiopien aus der Haft zu befreien zu versuchen. Diese Bemühungen ziehen sich als ein roter Faden durch das Buch, sind aber verwoben mit allgemeineren Themen, die vermutlich für die meisten Leser höhere Bedeutung haben.

Der Rezensent fand insbesondere die 3000-jährige Geschichte Äthiopiens interessant mit der frühen Christianisierung im 4. Jahrhundert und war fasziniert von der rund 1000 Jahre währenden Epoche vom 7. bis 17. Jahrhundert, in der Äthiopien vom Islam umgeben war, selbst aber eine christliche Festung blieb. In dieser Zeit verschmolzen Kirche und Kaiserreich in Äthiopien zu einer unzertrennlichen Einheit, die einen großen Reichtum von Ritualen und Zeremonien entwickelte. Zu Beginn der Neuzeit kommt es zu einem dreißig Jahre dauernden Krieg gegen den Islam.

Ein König erlag den Einflüsterungen seiner portugiesischen Berater und schaffte die angestammte christliche Staatsreligion zugunsten des Katholizismus ab, was zu einem religiösen Bürgerkrieg führte. In der modernen Zeit fand ich besonders anrührend die Exilierung des Kaisers, seine Rede vor dem Völkerbund 1936 und seinen triumphalen Wiedereinzug in Addis Abeba am 5. Mai 1941.

Dieses Sachbuch über Äthiopien bietet die ungewöhnliche Mischung von profunder Kenntnis der Geschichte einerseits und persönlichem Erleben andererseits. Durch die Zugehörigkeit des Autors zur – damaligen - herrschenden Schicht des Landes und durch seine Liebe zu seinem Heimatland erhält der Text Authentizität und persönliche Farbigkeit.

Ein ungewöhnlich liebevolles, kluges und interessantes Buch, dessen Text intellektuell und sprachlich bis zur Perfektion ausgefeilt ist. Das Buch kann jedem an fremden Kulturen Interessierten, aber auch einfach jedem Liebhaber brillanter Bücher empfohlen werden.- Das Buch hat 380 Seiten, die in zwölf annähernd gleich lange Kapitel unterteilt sind. Dazu bietet das Buch 36 schwarz-weiße Fotos aus dem Besitz des Autors. Eine Landkarte Äthiopiens oder/und Ostafrikas wäre wünschenswert.


Die Römer: Kultur und Geschichte
Die Römer: Kultur und Geschichte
von Reinhard Pohanka
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 5,00

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungene Kürze, 8. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch beschreibt auf lediglich 224 Seiten die „ganze“ Geschichte des Weströmischen Reiches von den Anfängen bis zu seinem Untergang 476 n. Chr.! Jedes der 15 Kapitel behandelt zwischen zwei und zehn Themen, die im Inhaltsverzeichnis aufgeführt sind; dadurch eignet sich der Text neben seiner Bestimmung als Sachbuch auch als kleines Nachschlagewerk. Zudem ist positiv hervorzuheben, dass der Autor neben den historisch-politischen Ereignissen auch die kulturellen Themen verständlich darstellt. Abbildungen enthält das Buch nicht.

Das kurze Buch ist in gepflegtem Deutsch geschrieben und bedient sich anschaulicher, lebensnaher Formulierungen. Das Buch bietet – nicht erstaunlich bei dem thematischen Rahmen! – eine große Stofffülle, ist aber so flüssig geschrieben, dass der Leser nie das Gefühl der Überforderung durch zu viele Einzelheiten hat. Man das Buch durchaus rasch wie einen Roman lesen, ohne alle gebotenen Inhalte behalten zu wollen. Andererseits hat der Leser einen höheren Gewinn an Wissen und Verständnis, wenn er das Buch Satz für Satz als das liest, als was es gedacht ist: Als qualifiziertes Sachbuch. In beiden Fällen ist das Buch von Anfang bis Ende interessant und auch spannend.

Der Autor entrollt das grandiose Panorama der Geschichte Westroms auf vier großen Gemälden. Das erste zeigt die Geschichte von den Etruskern und Griechen über die legendäre Gründung Roms 753 und das Königtum bis zur Errichtung der Republik um 500. Das zweite Gemälde schildert das Zeitalter der Ständekämpfe - bis 396- und die Erringung der Hegemonie in Italien -bis 265- und schließlich auch im Mittelmeer (Spanien, Griechenland, Karthago) bis 146. Das dritte veranschaulicht die Zeit der Republik bis zum Prinzipat (133-31), das vierte schließlich die Kaiserzeit bis zur Reichsspaltung 395 und zum Untergang des Weströmischen Reichs 476 n. Chr.

Das Buch ist ein Geniestreich! Nach Kenntnis des Rezensenten ist es keinem anderen Autor gelungen, auf so wenigen Seiten die gesamte Geschichte Westroms so wohlgegliedert und so gut lesbar abzuhandeln. Der Autor hat eine erstaunliche Sensibilität für das Wesentliche der Römischen Geschichte, und der Leser kann nur staunen, was für ein zufriedenstellendes Ergebnis die kluge Stoffauswahl gezeitigt hat.

Das Buch ist jedem, der sich für die Geschichte des antiken Roms interessiert, wärmstens zu empfehlen. Eine Verbesserung für kommende Auflagen könnte durch eine oder mehrere historische Karten des Mittelmeers und/oder Europas herbeigeführt werden.


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