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Rezensionen verfasst von
Christine J. (Lesemomente)

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Vilja und der Räuberschatz: Roman (Heyne fliegt)
Vilja und der Räuberschatz: Roman (Heyne fliegt)
von Siri Kolu
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieder ein toller, lustiger Teil aus der Vilja-Reihe!, 24. April 2014
„Dass Vanamo in die Klauen einer fremden Räuberbande geriet, war einzig und allein meine Schuld.“ (S. 11)

Auf dem letzten Räuberfest im Sommer hat Vilja den Räuberpokal fürs SCHWINDELN bekommen: die Königsdisziplin aller Räuberwettkämpfe. Durch Zufall findet sie darin eine Schatzkarte und zwar nicht nur irgendeine, sondern die zum Ratgeber aller Ratgeber: das Räuberhandbuch, das seit seinem Verschwinden alle Räuberbanden in die Hände bekommen wollen. Um den anderen Sippen zuvor zu kommen, planen Vilja und die Räuberbergs sofort ihre nächsten Schritte. Dass am Ende sogar Viljas große Schwester Vanamo in Gefahr gerät, ahnt zu diesem Zeitpunkt noch keiner.

Als ich das Buch das erste Mal in den Händen hielt, war mir ganz klar, dass ich es unbedingt bei strahlendem Sonnenschein auf dem Balkon lesen wollte, denn die ersten Bände waren ganz klare „Sommerbücher“. Ich war dann etwas verwundert, als ich feststellte, dass die Handlung kurz vor Weihnachten spielt.

Was zunächst ungewohnt war, hatte dann ganz klare und deutliche Vorteile: Die Handlung war eine ganz andere als in den ersten beiden Bänden. Es ging nicht mehr um das große Räuberfest, sondern wirklich nur um die Suche nach dem Räuberschatz: dem von allen gesuchten und begehrten „Ratgeber aller Ratgeber“ (das große Räuberhandbuch). Denn so nett und unterhaltsam das Räuberfest mit den einzelnen Wettkämpfen auch ist, ein bisschen Abwechslung schadet nie.

Was natürlich bleibt, ist der liebevolle und kreative Erzählstil der Autorin, der auch dieses Buch zum puren Lesevergnügen gemacht hat. Vilja ist wieder ein bisschen erwachsener geworden und muss sich – manchmal auch ganz alleine ohne die Hilfe der Räuberbergs – Herausforderungen stellen, die sie vor ein paar Jahren noch nicht gemeistert hätte: Sie ist drum und dran eine echte Räuberin zu werden.

Insgesamt ist es schön, dass Siri Kolu ihren Charakteren Platz lässt, sich zu entwickeln, denn nicht nur Vilja ist älter geworden, auch Kalle emanzipiert sich und Hele wird noch eigenständiger und selbstbewusster. Ich bin gespannt, wann sie ihre eigene Räuberbande eröffnet.

Das einige, was mich ein klitzekleines Bisschen stört, ist die Tatsache, dass nicht alle Räuberbergs eine wichtige Rolle in diesem Buch spielen. So genervt ich manchmal auch von den ellenlangen Reden vom Wilden Karlo war, dieses Mal hat er mir manchmal doch gefehlt.

„Vilja und der Räuberschatz“ fand ich wieder genauso toll, lustig und unterhaltsam wie den ersten Band. Das Ende des Buches gefiel mir sehr, insbesondere weil klar ist: Da kommt noch was, es geht weiter mit Vilja und den Räuberbergs. Die Vilja-Bücher bilden eine wundervolle Kinderbuchreihe, die auch mich als Erwachsene begeistert. Räuberische 4,5 von 5 Sternen!


Ich und Earl und das sterbende Mädchen: Roman (Heyne fliegt)
Ich und Earl und das sterbende Mädchen: Roman (Heyne fliegt)
von Jesse Andrews
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

3.0 von 5 Sternen Meine Erwartungen wurden leider nicht erfüllt, 24. April 2014
Die Story an sich klingt super, was auch der Grund dafür war, dass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Anfangs fand ich es auch noch nett, obwohl mich der Schreibstil (Greg spricht den Leser oft an, klingt pseudocool) schon da nicht umgehauen hat. Zu Beginn musste ich auch noch einige Male lachen oder schmunzeln, denn Gregs Humor ist meistens gut.

„Ich würde mich wirklich steigern müssen, um nicht der mieseste Freund in der Geschichte sterbender Mädchen zu werden.“ (S. 165)

Doch je weiter ich im Buch kam, umso mehr fehlte mir etwas: vielleicht die Tiefe der Geschichte, vielleicht ein gewisser Spannungsverlauf oder viele lustige Szenen. Ich kann es gar nicht genau sagen, ich weiß nur, dass mir das, was das Buch mir geboten hat, nicht ausreichte.

Dazu kommt, dass Greg nun mal Filmemacher ist und sowohl einige Filme, die er gedreht hat, in einer Art Drehbuch zusammenfasst, aber auch manche seiner Erlebnisse den Lesern auf diese Weise präsentiert. Viele mögen das als besonders gelungenes Stilmittel empfinden – meinen Geschmack hat es schlichtweg nicht getroffen.

„Ich und Earl und das sterbende Mädchen“ ist kein schlechtes Buch und ich habe es auch nicht ungern gelesen, ich habe aber viel mehr erwartet und kann im Nachhinein nur sagen, dass mir die Geschichte und Figuren egal sind. Deswegen gibt es auch ganz durchschnittliche 2,5 von 5 Sternen.

Ich rate euch trotzdem, auch andere Rezensionen zu dem Buch zu lesen, denn ich weiß, dass es auch viele positive Stimmen gibt.


Alles, was ich sage, ist wahr: Roman. Aus dem Schwedischen von Maike Dörries
Alles, was ich sage, ist wahr: Roman. Aus dem Schwedischen von Maike Dörries
von Lisa Bjärbo
  Taschenbuch
Preis: EUR 13,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Als würde man seiner besten Freundin zuhören!, 18. März 2014
„Zu tun, was von einem verlangt wird, ohne es immer und ständig zu hinterfragen. Das war absolut nicht mein Ding.“ (S. 19)

Nein, das ist wirklich nicht Alicias Ding und so schmeißt sie mit ihren fast siebzehn Jahren die Schule hin, zieht zu ihrer Oma, fängt an in einem Café zu arbeiten und begegnet ihrer großen Liebe, obwohl Isak noch nichts von seinem Glück weiß. Doch dann passiert das Unvorstellbare: Alicias Oma stirbt. Wie fühlt man sich, wenn man gerade noch überglücklich war und dann die wichtigste Bezugsperson in seinem Leben verliert? Und doch geht ihr Leben weiter, nur wie…

„Und, Alicia?“, sagt Mama. „Was hast du heute gemacht?“
„Heute“, sage ich, „heute habe ich hauptsächlich die Schule geschmissen.“ (S. 32)

Ich glaube, es ist der rotzige, schnodderige Erzählton von Alicia, der mir an diesem Buch am besten gefällt. Denn sie erzählt ihre Geschichte einfach so, frei von der Leber weckt – und trifft dabei den Leser mitten ins Herz. Denn ihre Art zu erzählen, ist einfach authentisch!

Sie ist authentisch, wenn sie erzählt, wie sehr sie ihre Großmutter liebt. Und als Leser wünscht man sich, auch so eine Großmutter zu haben (oder man wünscht sich seine eigene Großmutter wieder zurück). Sie ist authentisch, wenn sie im Café ihren griechischen Gott Isak zum ersten Mal sieht und sofort beschließt, dass sie ihn heiraten wird. Und sie ist auch authentisch, als sie den Tod ihrer Oma einfach nicht fassen und vor allem nicht weinen kann.

„Was sollen wir nur ohne sie machen? Ich weiß es nicht, aber ich wünschte, ich könnte wenigstens weinen. Ich liege im Bett, starre an die Decke und wünschte, ich könnte weinen, aber das kann ich nicht. Warum nicht? Bin ich gestört? Meine Oma ist tot, Grund genug zu weinen, aber offensichtlich habe ich verlernt, wie man traurig ist.“ (S. 147)

„Alles, was ich sage, ist wahr“ erzählt eine Geschichte, wie man sie definitiv schon kennt. Und doch ist sie ganz anders: näher und eindrücklicher irgendwie! Ein bisschen ist es so, als würde man seiner besten Freundin zuhören, wie sie von ihrem Leben erzählt: mal überschwänglich glücklich, mal nachdenklich und traurig, aber immer liebenswert und ehrlich!


Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat: Roman
Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat: Roman
von Gavin Extence
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

5.0 von 5 Sternen Dieses Buch gehört in jedes Bücherregal!, 13. März 2014
Wie soll ich anfangen, ein solch wundervolles Buch zu beschreiben? Soll ich schon von Anfang an erzählen, wie sehr es mich berührt hat, oder hebe ich mir das lieber für den Schluss auf? Eines ist zumindest ganz klar, der erst 1982 geborene Autor hat mich seinem Romandebüt einen Volltreffer gelandet!

Vor mehr als sieben Jahren, als Zehnjähriger, hatte Alex Woods einen schweren Unfall: Er wurde von einem herabstürzenden Meteoriten am Kopf getroffen, lag mehrere Wochen im Koma und behielt anschließend nicht nur eine große Narbe, sondern auch noch epileptische Anfälle zurück. Aber nicht nur deshalb ist Alex anders als die Jungen in seinem Alter: er liest gerne, hat Freude an der Schule, möchte gerne Neurologe oder Astrophysiker werden und pflegt eine ungewöhnliche Freundschaft zu Mr. Peterson. Dies sind alles Eigenschaften, die an seiner Schule als „superschwul“ gelten.
Doch warum er nun nach einer mehrere Länder übergreifenden Fahndung von der Polizei in Dover in Gewahrsam genommen wurde, mit 113 Gramm Marihuana und einer Urne voller Asche auf dem Beifahrersitz, das sollte jeder selber lesen…

Mein Herz hatte er sehr schnell erobert, denn Alex Woods Erzählstimme trifft genau meinen Geschmack: eine Mischung aus einem Hauch von Naivität und ganz viel Weisheit, einer großen Menge an Humor und einer Begeisterungsfähigkeit für alles Naturwissenschaftliche.

Durch einen Zufall lernt Alex einige Zeit nach seinem Unfall den zurückgezogen lebenden Mr. Peterson kennen, den alle in der Stadt für verrückt halten. Doch schon bald teilen die beiden nicht nur ihre Leidenschaft für Bücher im Allgemeinen und den Autor Kort Vonnegut im Speziellen, sondern eine intensive Freundschaft.

Was noch keiner ahnen kann: Diese Freundschaft bringt nicht nur Schönes und Leichtes mit sich, sondern stellt Alex auch vor ungewöhnliche Entscheidungen: Entscheidungen, die ich nicht treffen möchte, da sie mir schon beim Lesen, Tränen in die Augen getrieben haben!

„Das unerhörte Leben des Alex Woods“ ist ein warmherziges, humorvolles und vor allem intensives Buch über eine außergewöhnliche Freundschaft, besondere Charaktere und schwierige Entscheidungen. Es hat mich zum Lachen, zum Weinen und zum Nachdenken gebracht und gehört in jedes einzelne Bücherregal. Ich vergebe sehr gerne die volle Punktzahl!


Sturm (Die Chroniken von Hara, Band 4)
Sturm (Die Chroniken von Hara, Band 4)
von Alexey Pehov
  Broschiert
Preis: EUR 16,99

4.0 von 5 Sternen Hier ist er: der fulminante Abschluss der Chroniken von Hara!, 13. März 2014
Ich mag diese Reihe einfach sehr gerne, sie ist in meinen Augen auch um Längen besser, als die Chroniken von Siala. Ich habe in den Rezensionen zu den ersten Bänden schon davon geschwärmt, dass sich Pehov hier einiges neues hat einfallen lassen. Fantastische Kreaturen, die eben nicht in jedem dritten Fanatsybuch vorkommen, eine spannende Geschichte und tolle Charaktere machen den Charme eines jeden Buches aus!

Im letzten Band der Chroniken von Hara kommt es selbstverständlich zum finalen Kampf um Hara! Wer wird gewinnen? Die Nekromanten gemeinsam mit den Verdammten oder das Imperium, das Ness, Shen und Rona auf seiner Seite hat? Und welche Rolle wird die Verdammte Thia in dieser Schlacht spielen?

Neben den altbekannten Charakteren spielt eine junge Schreitende aus dem dritten Band hier eine größere Rolle und bekommt sogar ihre eigene Geschichte. Das hat mir sehr gut gefallen und passt in meinen Augen auch wirklich gut. Spannend bei Pehov ist immer wieder sein Umgang mit liebgewonnen Charakteren. Man kann nie genau sagen, ob am Ende alle überleben, denn er geht nicht unbedingt zimperlich mit ihnen um. So kann man sich beim Lesen eben nicht entspannt zurücklehnen, sondern muss um jede einzelne Person zittern und bangen.

Etwas irritiert hat mich das Ende des Buches. Ich habe es verstanden und gewisse Einzelheiten auch schon geahnt. Mich würde interessieren, wie es Lesern ging, die die andere Reihe von Pehov (Chroniken von Siala) nicht kennen.

Ich stelle dieses Buch mit einem lachenden und einem weinenden Auge ins Regal: Lachend, denn ich habe in Hara wirklich schöne Lesestunden verbracht. Weinend, denn meine Reise mit den so unterschiedlichen Weggefährten ist nun vorbei. Ich würde mich über ein Wiedersehen mit dem ein oder anderen in einem anderen Buch von Pehov doch sehr freuen! 4 Sterne.


Die Wunderübung: Eine Komödie
Die Wunderübung: Eine Komödie
von Daniel Glattauer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,90

23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Für Nebenher mehr als in Ordnung, aber keine tiefer gehende Begeisterung, 12. März 2014
Die wunderbare und so treffsichere Erzählweise von Daniel Glattauer habe ich durch „Gut gegen Nordwind“ kennen und lieben gelernt. Auch in „Die Wunderübung“ geht es um einen Mann und eine Frau, aber im Gegensatz zu Emmi und Leo befinden sie sich nicht am Anfang ihrer Liebe, sondern eher am Ende.

Valentin und Joana sind wunderbar dargestellt und auch der Paartherapeut – von Valentin anfangs ehrfürchtig „Herr Magister“ genannt – sorgte dafür, dass ich die meiste Zeit mit einem Schmunzeln auf dem Lippen las. „Die Wunderübung“ ist ein sehr kurzes, schmales Büchlein und umfasst nur einen Handlungszeitraum von etwas mehr als einer Stunde. Bis auf einige wenige Kurzinformationen enthält es nur Dialoge, also genauso wie eine Komödie – so auch der Untertitel dieses Buches.

Ich weiß gar nicht genau, ob ich von diesem Buch nun begeistert bin oder nicht: Auf der einen Seite beschreibt Glattauer das Ehepaar auf eine unheimlich treffsichere und bildliche Art, die gleichzeitig lustig und traurig ist, aber immer gut unterhält. Auf der anderen Seite ist mir die Geschichte einfach zu kurz, ähnelt mehr schon einer Anekdote und war für mich an einigen wichtigen Stellen sehr vorhersehbar. Ich hatte beim Lesen Freude, werde aber wohl kaum einen weiteren Gedanken an das Gelesene verschwenden. Für Nebenher mehr als in Ordnung, aber keine tiefer gehende Begeisterung: gute drei Sterne!
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Donner (Die Chroniken von Hara, Band 3)
Donner (Die Chroniken von Hara, Band 3)
von Alexey Pehov
  Broschiert
Preis: EUR 16,99

5.0 von 5 Sternen Der dritte Teil ist in meinen Augen der beste: Spannende Handlung, tolle Charaktere, 2. Oktober 2013
Schon mit den ersten beiden Bänden „Wind“ und „Blitz“ konnte mich Pehov begeistern. Im ersten Teil der Chroniken von Hara ging es vor allem darum, die einzelnen Charaktere und in die bisher eher ungewohnte Handlung einzuführen. Im zweiten Band wurden dann viele Hintergrundinformationen gegeben. Ich weiß, dass „Blitz“ manchen zu wenig Action enthalten hat. Und obwohl mich das gar nicht gestört hat, kann ich allen Lesern, denen es so gegangen ist, sagen, dass sie den dritten Band wieder lieben werden.

Denn in „Donner“ schreitet die Handlung sehr viel schneller voran als in seinem Vorgänger, manchmal überschlagen sich die Ereignisse geradezu. Nach Lahens Tod geht es Ness nur noch darum, den oder die Verantwortlichen zu finden und seine Geliebte zu rächen. Und um das zu erreichen, scheut er es auch nicht, Bündnisse mit der dunklen Seite zu schließen.

Liefen in den ersten beiden Bänden noch sehr viele Handlungen parallel ab, so treffen einige der Handlungsstränge – und somit auch die verschiedensten Charaktere – im Laufe dieses Buches zusammen. Dies birgt einiges an Potenzial: Potenzial für Misstrauen und Argwohn, für neue Freundschaften und Gefühle, für tapfere Kämpfer und vor allem für lustige Szenen.

Gerade die unterschiedlichen Charaktere sind in meinen Augen die Stärke von Pehov und so hatte ich an diesem Teil meine helle Freude. Außerdem gefällt mir die Serie nicht zuletzt deswegen so gut, weil die einzelnen Bücher ohne allzu viel Wartezeit dazwischen erscheinen. So gibt es den vierten Band zu diesem Zeitpunkt auch schon und ich freue mich schon sehr, das große Finale zu lesen.

Mit „Donner“ hat Pehov in meinen Augen den bisher besten Teil seiner sowieso schon tollen Chroniken von Hara geschrieben. Hier kommt alles zusammen: Spannung, Charaktere, die Ungewissheit, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört, und die Erkenntnis, dass Gut und Böse oftmals gar nicht so einfach voneinander zu trennen sind. Ich vergebe 9 von 10 Sternen und eine klare Leseempfehlung!


Die Flammen der Dämmerung: Roman
Die Flammen der Dämmerung: Roman
von Peter V. Brett
  Taschenbuch
Preis: EUR 15,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Toller dritter Teil einer meiner liebsten Fantasy-Serien (Achtung, keine Trilogie!), 1. September 2013
Reiheninfo:

1.“Das Lied der Dunkelheit”
2.“Das Flüstern der Nacht”
3.“Die Flammen der Dämmerung”
4.(engl. Arbeitstitel: “The Skull Throne”)
5.(engl. Arbeitstitel: “The Core”)

Achtung: Diese Rezension enthält Spoiler zu den vorherigen Bänden!

Inhalt:

Während Jadir und seine Gefolgschaft den Krieg gegen die Städte des Nordens vorbereiten, macht sich Leesha auf den Weg ins Tal des Erlösers, um vor dem bevorstehenden Angriff der Krasianer zu warnen. Auch Arlen befindet sich gemeinsam mit Renna auf dem Weg in die Stadt, um sich auf den großen Kampf gegen die Dämonen vorzubereiten. Er ist stärker denn je und auch Renna tut bald alles, um im Kampf gegen die Horclinge auf übernatürliche Kräfte zurückgreifen zu können. Bald wird sich zeigen, ob es den einen wahren Erlöser gibt…

Meine Meinung:

Die Dämonen-Reihe von Peter V. Brett gehört zu meinen allerliebsten Fantasyzyklen. Ich mag die Andersartigkeit der Geschichte, die komplexe Handlungsstruktur und das Gefühl, beim Lesen mittendrin zu sein im ewigen Kampf gegen die Dämonen.

Schon zu Beginn des zweiten Teils musste ich feststellen, dass Peter V. Brett seine Geschichte nicht immer linear und geordnet erzählt, sondern gerne in der Zeit und vor allem auch zwischen verschiedenen Orten hin und her springt – oder auch beides… Und das ist bei „Die Flammen der Dämmerung“ nicht anders, denn als Leser lernt man zunächst ein junges Mädchen namens Inevera kennen und begleitet sie auf ihrer Reise von der Tochter eines einfachen Korbflechters hin zur Anwärterin auf die Rolle der Damaji’ting, der obersten heiligen Frau in Krasia.

Ich bin ganz ehrlich: Es hat wirklich ein bisschen gedauert, bis ich die neunjährige, tapfere, kleine Inevera und die intrigante und verbissen kämpfende, erwachsene Inevera zusammenbringen konnte. Dann aber war ich fasziniert, denn Peter V. Brett vollbringt hier wirklich Großes: Obwohl Arlen, Jadir und Inevera Gegenspieler sind, die zwar das gleiche, dies aber auf ganz unterschiedlichen Wegen wollen, macht er es dem Leser nicht einfach und lässt die einen die Guten und die anderen die Schlechten sein. Durch geschickte Rückblenden beleuchtet er die Entwicklung und Beweggründe jedes einzelnen und lässt die Geschichte dadurch komplex und facettenreich erscheinen.

Ich weiß, dass einige Leser die besonderen Fähigkeiten von Arlen und Renna bemängeln. Ohne inhaltlich zu sehr darauf eingehen zu wollen, kann ich nur sagen, dass ich anfangs auch irritiert war, mich aber schnell damit anfreunden konnte und vor allem großes Potenzial für die nächsten Bücher darin sehe.

Ein wenig geschockt hat mich hingegen das Ende des Buches: Was für ein Schluss, was für ein Cliffhanger! Ich bin sehr gespannt, wie der nächste Teil weiter geht und ob der Autor das durchzieht, was er hier andeutet.

„Die Flammen der Dämmerung“ habe ich trotz seines Umfangs von mehr als tausend Seiten sehr zügig gelesen, was daran liegt, dass die Story einfach unheimlich fesselnd ist. Ich kann nachvollziehen, dass manche Leser etwas irritiert waren, statt des erwarteten Schlussteils einer Trilogie plötzlich nur den dritten Band einer Reihe vor sich zu haben. Ich wusste es zum Glück schon vorher und freue mich sehr darüber, auch noch mindestens zwei weitere Bücher lang in die Welt von Thesa eintauchen zu dürfen. (Ach und das Arlen Strohballen der heißeste aller Buchcharaktere überhaupt ist, muss ich nicht nochmal erwähnen, oder?) 9 von 10 Sternen!


Artemis Fowl. Das magische Tor (Ein Artemis-Fowl-Roman, Band 8)
Artemis Fowl. Das magische Tor (Ein Artemis-Fowl-Roman, Band 8)
von Eoin Colfer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Perfekter Abschluss dieser grandiosen Reihe!, 25. August 2013
Reiheninfo:

1. „Artemis Fowl“
2. „Artemis Fowl: Die Verschwörung“
3. „Artemis Fowl: Der Geheimcode“
4. „Artemis Fowl: Die Rache“
5. „Artemis Fowl: Die verlorene Kolonie“
6. „Artemis Fowl: Das Zeitparadoxon“
7. „Artemis Fowl: Der Atlantis-Komplex“
8. „Artemis Fowl: Das magische Tor“

Inhalt:

Nach seiner Genesung vom Atlantis Komplex ist Artemis endlich wieder ganz der Alte. Und das ist auch gut so, denn Opal Koboi schmiedet schon wieder neue Pläne. Durch einen Trick kann sie sich aus ihrem Gefängnis befreien und verbündet sich mit uralten, sehr gefährlichen Mächten. Dies Mal droht das Ende der Welt…

Meine Meinung:

Nachdem ich vom letzten Band (Artemis Fowl: Der Atlantis Komplex) etwas enttäuscht war, war ich nun sehr gespannt, was sich Eoin Colfer für den finalen Band dieser so speziellen und fantastischen Reihe überlegt hat.

Ich muss gestehen, ich bin sehr froh, dass Artemis nicht mehr am Atlantis-Komplex leidet. Ein Artemis Fowl in Höchstform mit genialen Einfällen, einem trocknen Humor und erstaunlicherweise sogar ein paar Gefühlen ist mir einfach am liebsten. Dass unsere alten Freunde wie Holly, Butler und Mulch Diggums auch wieder von der Partie sind, war natürlich sehr schön.

Insgesamt reiht sich das Buch bei seinen gelungenen Vorgängern ein: Es ist dramatisch, es ist spannend, lustig und am Ende sogar ein bisschen rührselig; aber natürlich nicht zu sehr, denn es geht ja schließlich um das eigentlich recht nüchterne und eher gefühlskalte Superhirn Artemis.

Ich bin mit dem Finale der Reihe sehr zufrieden und mir das Buch direkt Lust gemacht hat, die anderen Bände noch ein Mal zu lesen oder sie als Hörbuch zu hören. Colfer hat einfach eine Fantasyreihe geschaffen, die seinesgleichen sucht.

„Artemis Fowl: Das magische Tor“ ist der krönende Abschluss der Fantasyreihe um das Fowl’sche Genie, seinen Leibwächter Butler, seine Elfenfreundin Holly und den ewig hungrigen Zwerg Mulch. Da die Geschichte wieder gewohnt humorvoll, spannend und voller innovativer Ideen ist, hat sie mich für den etwas schwächeren Vorgänger entschädigt und lässt mich mit dem Gefühl zurück, dass Eoin Colfer zu den ganz Großen unter den Fantasyautoren gehört. Ich vergebe 8 von 10 Sternen.


Bitterzart: Roman
Bitterzart: Roman
von Gabrielle Zevin
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

3.0 von 5 Sternen Nette (Schoko-)Mafia-Geschichte :), 25. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Bitterzart: Roman (Gebundene Ausgabe)
Bevor ich „Bitterzart“ gelesen habe, habe ich vor allem eines mitbekommen, nämlich die Diskussion darum, ob das Buch nun eine Dystopie ist oder nicht. Ja, das Buch spielt in der Zukunft und ja, es gibt einige Veränderungen zu unserer heutigen Welt: Schokolade und Koffein sind verboten, Wasser und Papier werden rationiert, es gibt Sperrstunden…
Aber bis auf die Tatsache, dass die Schokoladenmafia nur deswegen so viel Erfolg hat, weil Schokolade eben illegal ist, spielen diese Faktoren nur eine geringe Rolle, so dass ich den meisten Lesern zustimme: Bei „Bitterzart“ handelt es sich nicht in erster Linie um den Beginn einer Dystopie, sondern eher schlichtweg um eine Mafia-Liebesgeschichte.

Ich bin etwas zwiegespalten, was dieses Buch angeht. Auf der einen Seite ist es vom Schreibstil her eher einfach gehalten, die Story ist ziemlich vorhersehbar und die Charaktere relativ simpel konstruiert.
Auf der anderen Seite habe ich schon lange kein Buch mehr innerhalb so kurzer Zeit verschlungen. Ein einfach gehaltener Schreibstil kann eben auch seine Vorteile haben. Und auch wenn die Charaktere eher typisch und die Handlung nichts Neues ist, konnten mich sowohl die Personen, als eben auch die Entwicklung der Geschichte an die Seiten fesseln. Ich habe das Buch heute beendet und mich schon einige Male bei dem Gedanken ertappt, dass ich die Geschichte unbedingt weiter lesen möchte.

Ich möchte wissen, wie es mit der Liebesgeschichte zwischen Annie und Win, die einfach nicht sein darf, weiter geht. Ich möchte weiterhin die kleine, verletzliche Schwester von Annie auf ihrem Lebensweg begleiten und sehen, wie sich ihr großer Bruder Leo, der nach einem Autounfall geistig etwas zurückgeblieben ist, entwickelt. Ich möchte sehen, wie Annie es schafft, den Spagat zwischen der Verantwortung ihrer Familie gegenüber und den ganz normalen Wünschen eines jungen Mädchens zu meistern.

„Bitterzart“ ist der Auftakt einer neuen Jugendbuchreihe der amerikanischen Autorin Zevin, der, obwohl Geschichte und Schreibstil eher einfach gehalten sind, die Leser an die Seiten zu fesseln versteht und neugierig auf den Folgeband macht, der zum Glück schon im Oktober 2013 erscheint. Ich vergebe sehr gute 6 von 10 Sternen für ein schönes Lesevergnügen.


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